<516> den 29. nach Nollendorf, den 30. nach Hlinay, allwo er weitere Ordre kriegen wird.

Friderich.

Eigenhändige Weisungen; in dorso des Berichts des Prinzen Moritz vom 17. April.


8874. AN DEN GENERALLIEUTENANT PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IN ANNABERG.

Lockwitz, 18. April 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Da Ew. Liebden auf Meine beide Schreibens wegen der grossen Affaire1 noch gar nichts geantwortet haben, so bin Ich inquiet, dass Dieselbe Sich mit der Nebensache zu lange aufhalten. Sie wissen, dass es Mir auf Eger gar nicht ankommet, Ich bitte Dieselbe also, an die Hauptsache und die vornehmste Sache zu denken, welche Sie noch vor Sich haben, um die wenige Tage, so noch übrig sein, nicht zu versäumen. Die Egrische Sache ist ein pures Spiegelgefechte;2 auf die andere Sache aber kommet alles an, und diese letztere ist das solide. Ich werde geschwinde Meinen Weg fortgehen, Ew. Liebden aber werden wohl bedenken, was [es mir] als König vor ein stark und terribles Präjudiz und Unglück machen könnte, wann Dieselbe mit Dero Corps auch nur einen Tag zu späte kämen. Ich erwarte citissime Dero Antwort. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst.


8875. AU PRINCE HENRI A NEUSTADT.

[Lockwitz,] 18 [avril 1757].

Je vous remercie, mon cher Frère, du rapport que vous m'avez envoyé. Le nombre des Autrichiens y est fort exagéré. J'ai eu hier un déserteur de Jung-Wolfenbüttel, qui dit que deux bataillons de son régiment marchaient vers Reichenberg; mais deux bataillons ne font pas un si grand renfort. Les troupes sont éparpillées, et entre ci et deux jours ils s'enfuiront tous; peut-être que demain vous apprendrez quelque chose de plus détaillé. Je vous embrasse de tout mon cœur.

Federic.

Notre chère mère se porte infiniment mieux.3

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.



1 Nr. 8862. 8863.

2 Vergl. S. 472. 483. 506. 514.

3 Vergl. S. 289.