12484. AN DEN GENERALLIEUTENANT PRINZ FRIEDRICH EUGEN VON WÜRTTEMBERG.

Meissen, 10. November 1760.

Ew. Liebden Schreiben71-1 habe erhalten, und habe auch dieselben Nachrichten, welche Ew. Liebden Mir communiciret. Dieselben werden nur Ihren Marsch nach Küstrin fortsetzen und, wann die Russen noch bei Stargard sind, einen Marsch nach Schwedt thun und den Generalmajor Werner mit denen 4 Escadrons Husaren, so Ew. Liebden noch bei Sich haben, und mit dem Regiment von Plettenberg über die Oder detachiren, welches suffisant sein wird, indem die Leute nicht stehen bleiben werden, weil wir die Bataille gewonnen haben, und können Ew. Liebden alsdann Ihren Marsch nach Mecklenburg fortsetzen.

Friderich.71-2

Nach der Ausfertigung im Königl. Haus- und Staatsarchiv zu Stuttgart.



71-1 D. d. Zschackau 8. November.

71-2 Dem Hauptmann von Zegelin dankt der König, Meissen 10. November, für seine Meldung über die „Apparence des Rückmarsches der Russen nach Polen“ . „Ich zweifele auch fast gar nicht, dass, wenn des Prinz Eugen von Württemberg Liebden mit Dero unterhabendem Corps nach der Gegend von Küstrin anrücken werden, alsdann nicht nur alles von den Russen aus der Neumark p. zurück nach Polen laufen, sondern solche noch dazu dahin eilen werden“ . [Abschrift aus dem Nachlasse von J. D. E. Preuss.] Aehnlich äussert sich der König in einem Schreiben an Lichnowsky vom 11. November. [Berlin. Generalstabsarchiv.] — Dem Prinzen von Württemberg übersendet der König, Meissen 11. November, eine von dem Major von Römer, dem Quartiermeister des Stutterheimschen Corps, aufgenommene Karte von Vorpommern „zu Dero Gebrauch, wenn es die Umstände etwa erfordern sollten“ . [Stuttgart. Haus- und Staatsarchiv.]