<135>und Blessirten unendlich; aber doch ist besser bei Dresden, als bei Berlin.

Der Friede siehet wieder weitläuftig aus. Gott weiss was es werden wird. Simson sein Schreiben ist gut, und soll er man die Pferde bringen.

Gott bewahre Dich.

Die Oesterreicher und Sachsen sind nach Böhmen und wir morgen in Dresden.

9. AN DENSELBEN.

Dresden, den 19. (December 1745).

Ich kann noch nicht sogleich nacher Berlin kommen; ich wollte gerne den Frieden auch mit bringen. Heute wird hier Arminius gespieleta und ist alle Tage Musik oder Opera. Ich schicke für hundert tausend Thaler Porcelaine nacher Berlin; davon werde ich Gotzkowskyb bezahlen und für fünfzig tausend Thaler verkaufen. Siehe nur zu, wie man es kann los werden.

Die Esel sind in der ganzen Welt nicht so theuer, dass man tausend Thaler dafür giebt; ich will drei hundert bis vier hundert dafür zahlen und überhaupt vierzig in meiner Equipage haben. Die Wagen bestelle nur alle wieder, so wie es gewesen ist, Halftern desgleichen; aber Maulthierdecken werde selber bestellen. Indessen hoffe ich, dass ich Alles bei meiner Rückkunft werde fertig finden. Gott bewahre Dich. Dass Leiningc doch für mich sorget.


a Siehe Band III., S. 191 und 192.

b Siehe Band XIX., S. 161, 225 und 237.

c Kammerdiener.