<85>digen Gnade und verharre mit allerunterthänigstem Respect und Submission, u. s. w.

87. AN DENSELBEN.

Bei Heidelberg, den 27. September 1734.



Allergnädigster König und Vater,

Weilen ich gehöret habe, dass der Prinz Leopold meinem allergnädigsten Vater eine Stafette schicket, so habe nicht unterlassen wollen, diese Gelegenheit zu gebrauchen, um meinen allergnädigsten Vater von meinem unterthänigsten Respect zu versichern. Wir werden übermorgen, als den 29., von hier abmarschiren nach den Winterquartieren, und werde ich so lange bei den Regimentern bleiben, bis ich weiss, was meines allergnädigsten Vaters Seine Ordres sind. Der Prinz wird den 3. künftigen Monds von hier gehen. Die Kaiserlichen haben anjetzo eine Bataille in Italien verloren;a sechs tausend Mann von ihnen sind geblieben, ohne die Blessirten. Prinz Louis von Würtemberg, der General Colmenero und Hohenems sind todt, ohne die andern blessirten Generale. Die ganze Armee ist über diesen Verlust höchst betrübt, und war ich eben im Hauptquartier als diese Zeitung kam; so konnte man es dem Prinzen sehr ansehen, dass ihm solche nahe ging. Heute hat er bei mir gegessen und haben wir uns die Freiheit genommen, meines allergnädigsten Vaters Gesundheit zu trinken. Gott stärke sie von Tage zu Tage, und dass ich die Gnade haben möge, Ihm bald mündlich zu versichern, wie ich mit unterthänigstem Respect und Submission bis an mein Ende verharre, u. s. w.


a Die Schlacht bei Guastalla, den 19. September. Siehe Band I., S. 193.