36. AN DEN KÖNIG FRIEDRICH WILHELM I.

Cüstrin, den 1. Januar 1732.



Allergnädigster König und Vater,

Ich nehme mir bei diesem Jahreswechsel die Freiheit, meinem allergnädigsten Vater in aller Unterthänigkeit zu gratuliren und zu wünschen, dass der grosse Gott Sie viele lange Jahre in beständiger guter Gesundheit und Vergnügen erhalten wolle und alle Ihre Wünsche erfüllen und Ihr Vornehmen segnen; mich aber bitte auch hierbei stets in Dero unschätzbaren Gnade zu conserviren, indem ich hoffe, vielleicht in diesem Jahre Gelegenheit zu haben, sie mir meritirt zu machen, indem kein Mensch in der Welt mehr Attachement, Treue und Gehorsam haben kann, als ich jederzeit gegen meinen allergnädigsten Vater haben werde.

<42>Weil ich noch einige Sachen in den Acten nachschlagen muss, so habe meinem allergnädigsten Vater die Sachen wegen des Amts Crossen noch nicht einschicken können, werde es aber sobald thun, wie es wird möglich sein; auch kann ich diese Woche nicht nach dem Amt Marienwalde wegen der Affaire der Glashütten, dieweil der Mann, mit welchem der Accord soll geschlossen werden, jetzunder in Berlin Rechnungen ablegen muss. Uebrigens empfehle ich mich in meines allergnädigsten Vaters beständige Gnade und bin bis an mein Ende mit kindlichem Respect und Gehorsam, u. s. w.