9400. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU.

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Prinz Moritz wiederholt, Vorstadt Naumburg 8. October, sein Gesuch,407-4 „dass ehe ich von Leipzig weiter gehen sollte, dass ich die gebetene Erlaubniss erhalte, die Gnade zu haben und Ew. Königl. Majestät mündlich zu sprechen. Wann es nicht Ew. Königl. Majestät Gnade um mein zeitliches ganzes Wohl anbeträfe, so würde ich es nicht verlangen, aber da es solches ist, so werden Ew. Königl. Majestät gnädigst es mir nicht vorenthalten noch abschlagen.“

[Buttstädt,] 8. [October 1757].

Ich rathe alles, was Sie mir zu sagen haben und sagen können; das habe ich nicht nöthig von Ihnen zu hören, und können Sie darüber Ihre Honneur und Ihre Ehre zu Rath ziehen.

Was Ihre Märsche anbetrifft, so lassen Sie 2 Bataillon Winterfeldt in Weissenfels und 200 Pferde, mit dem Generallieutenant Itzenplitz; die müssen allda eine tête de pont vor der Brücken machen, um selbige zu bedecken, die Stadt pallisadiren und fortificiren, wor es nöthig thut, und auf diesseit der Saale des

 

Feinds Attention attiriren; mit dem übrigen Corps müssen Sie zwischen Leipzig und Torgau alles reine halten.

Adieu. Ich werde noch hier stehen bleiben.

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Eigenhändig.



407-4 Vergl. Nr. 9399.