11197. AN DEN OBERST VON HACKE, COMMANDANTEN VON GLOGAU.

Im Lager bei Schmottseifen, 13. Juli 1759.

Ich habe Euren Bericht vom 12. dieses erhalten, und ist bis heute noch nichts durch. So viel Meine Nachrichten besagen, wollen die Feinde ihren Coup über Bunzlau ausrichten; Ich habe aber alle Meine Mesures so genommen, dass sie nicht zwei Stunden marschiren können, ohne 3000 Pferde von Mir auf den Rücken zu haben.

Wor zwischen hier und Bunzlau 4 Mann vom Feind durchgehen, so soll Er sogleich davon avertiret werden.

Friderich.399-2

Nach der Ausfertigung im Kriegsarchiv des Königl. Grossen Generalstabs zu Berlin. Der Zusatz eigenhändig.



399-2 Eichel schreibt, Schmottseifen 13. Juli, an Finckenstein, die Oesterreicher hätten fast alle ihre Streitkräfte, selbst die aus Oberschlesien, an den Grenzen der Lausitz versammelt. Es sei zu besorgen, „que l'ennemi . . . ne tentât quelque coup à l'improviste par la Lusace dans la Marche“ . Eichel sendet dem Minister einen (nicht mehr beiliegenden) „Extract“ , aus dem dieser ersehen werde, welche geheime Expedition man dem General Laudon anvertrauen wolle. „Serait-ce peut-être que cet homme doive hasarder tout d'un coup une entreprise sur Küstrin? coup qui serait de la dernière importance, s'il réussit à l'ennemi. Le colonel de Thadden, qui y commande présentement, est un officier entendu, très brave et de mérite.“ Finckenstein möge ihn in Kenntniss setzen, „afin qu'il fût d'autant plus sur sa garde contre toute surprise et préparé contre tout coup de main“ .