11352. [AN DEN PRINZEN HEINRICH VON PREUSSEN.]

18. August 1759.

Se. Königl. Majestät danken für die Nachrichten, und muss des Prinz Heinrichs Königl. Hoheit hinterbracht werden, dass Se. Königl. Majestät hier auf dem Wege nach Fürstenwalde stünde und erwarteten, ob der Feind etwan Lust haben möchte, von frischem zu attaquiren, dass, auf den Fall der Feind auch jenseit der Spree agiren wollte, Se. Königl. Majestät Sich ihme vorsetzen, würde. Wir wären hier über 30000 Mann stark.

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Des Prinz Heinrichs Königl. Hoheit muss auch hiernächst avertiret werden, dass Torgau über sei und dass die Garnison einen freien Abzug mit Canons und Munition erhalten habe.

Obiges alles cito durch Uebersendung dieses Billets an Se. Königl. Hoheit!

Nach einer Abschrift von unbekannter Hand;,491-1 im Nachlass des Prinzen Heinrich.



491-1 Die ursprünglich wohl von Cöper oder von einem Adjutanten niedergeschriebene Meldung wurde vermuthlich in mehreren Exemplaren copirt, wobei auch die letzte Zeile mit der Anweisung ohne weiteres mit abgeschrieben wurde, und ging so auf verschiedenen Wegen an Prinz Heinrich ab. Nur diese eine obige Copie ist erhalten. Eichel erwähnt in einem Schreiben vom 24. August einen Zettel, der auf Grund eines an den Magistrat zu Kottbus ergangenen Befehls von einem Bürger aus Kottbus überbracht worden sei. Eichel schreibt dabei: „Der Zettel ist derselbe wie der, welchen der Generallieutenant Zieten eingesandt, jedoch die Hand davon mir ganz unbekannt, und scheinet es, als ob noch mehrere dergleichen Leute ausgeschicket worden, damit wenigstens ein oder anderer durchkommen möge.“