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POLITISCHE
CORRESPONDENZ
FRIEDRICHS DES GROSSEN.
FÜNFZEHNTER BAND.

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POLITISCHE
CORRESPONDENZ
FRIEDRICHS DES GROSSEN.
FÜNFZEHNTER BAND.
BERLIN,
VERLAG VON ALEXANDER DUNCKER,
KÖNIGLICHEM HOFBUCHHÄNDLER.
1887.

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1757.
[MAI — OCTOBER. ]
REDIGIRT VON DR. ALBERT NAUDÉ.

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Die Königlich Preussische Akademie der Wissenschaften hatte im Jahre 1878 für die obere Leitung der Publikation der « Politischen Correspondenz Friedrich's des Grossen » eine Commission erwählt, bestehend aus den Mitgliedern der Akademie: Johann Gustav Droysen, Max Duncker und Heinrich von Sybel. Am 19. Juni 1884 starb Johann Gustav Droysen, am 21. Juli 1886 Max Duncker. In ihre Stelle traten seit dem Februar 1887 die neugewählten und am 24. Januar 1887 von Sr. Majestät dem Kaiser und König bestätigten Mitglieder der Akademie: Prof. Dr. Gustav Schmoller und Archivrath Prof. Dr. Max Lehmann. Mit der Sammlung, Redaction und Veröffentlichung der Correspondenz ist nach wie vor Dr. Albert Naude betraut gewesen.

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8896. AU FELD-MARÉCHAL COMTE DE SCHWERIN A SLIWNO.1-1

[Tuchomieritz,] 1er mai [1757].

Je suis près de Prague. Browne veut passer la Beraun, ce que je pense de lui empêcher, afin de pouvoir l'attaquer après-demain sur le Weissen Berg. S'il s'enfuit sur la citadelle,1-2 au moins son arrièregarde en souffrira quelque chose, et je tâcherai de passer auprès de Rostok, pour l'entamer de ce côté-là. Je crois qu'à ce temps-là vous serez passé Brandeis, pour agir selon les circonstances. Selon mes nouvelles, l'armée de Kœniggrœtz est repliée à Kolin.

Federic.1-3

Nach der Ausfertigung.


8897. AN DEN GENERALLIEUTENANT VON WINTERFELDT IN LIEBLITZ.

Weleslawin, 2. [Mai 1757].

Ich habe Seinen Brief richtig erhalten. Browne ist heute durch Prag gelaufen, und kann ich ihm von diesseit weiter nicht ankommen.1-4 Sie müssen über der Elbe; wor, ist mir gleich. Wann Sie können, so gehen Sie bei Lobkowitz über; ich werde bei Rostok alsdann eine Brücke schlagen und was von den meinigen zu Ihnen stossen, alsdann den Browne von Ziskaberg wegjagen. Wann es möglich ist, so schicken Sie mir einen vertrauten Officier, dem werde ich alles sagen. Ich muss das Lager in Ordnung bringen. Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

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8898. AU FELD-MARÉCHAL COMTE DE SCHWERIN A SLIWNO.

Schwerin berichtet, Neu-Wirthshaus 30. April, nach Empfang der Nachricht von dem Uebergange des Königs Über die Eger:2-1 „Comme, après ces évènements fortunés, il s'agit de poursuivre l'ennemi, je pense qu'il me conviendrait, de mon côté, de tirer vers l'Elbe et de la passer, par où je trouverai moyen d'obliger l'ennemi ou de me combattre ou de se retirer devant moi, me mettant par là à même de le pousser toujours plus loin, soit vers Prague ou partout où il se trouverait. Par cette démarche, je garantis toujours mon magasin de Bunzlau,2-2 outre ceux que je pourrai encore enlever à l'ennemi, et qui pourront me fournir le nécessaire pour la subsistance. Je ne doute pas que Votre Majesté ne profite de Son côté de Ses avantages, et de cette façon, en poursuivant l'ennemi l'épée dans les reins, ne l'oblige ou à une affaire décisive d'un côté ou d'autre, ou à nous céder le pays en dissipant son armée.“

Weleslawin, 2 mai [1757]

auprès de Prague.

Vous m'avez presque deviné, mon cher Maréchal, et nous ne tarderons pas d'être du même avis. Pour vous instruire de tout, je vous dirai que j'ai serré Browne de si près qu'après une verte affaire d'arrière-garde, que j'ai engagée hier en présence du quart de son armée, je l'ai talonné si vivement qu'il a passé aujourd'hui la Moldau, et que j'aurais encore harcelé son arrière-garde, si je n'avais pas eu trop peu de troupes; cependant avec 3 bataillons de grenadiers nous avons chassé près de 6,000 pandours.

Browne a sa gauche au Wischerad et sa droite vers Kundratitz, la Sazawa à dos. Si vous pouvez passer l'Elbe à Brandeis, Kosteletz ou Lobkowitz, vous ferez merveilles. Tachez alors de chasser tous ces gens sur Browne vers Prague.

Je suis tout prêt à faire un pont à Rostok et à vous joindre avec 25 bataillons et 35 escadrons; alors nous pourrons marcher sur l'ennemi, et, en attaquant ensemble toutes les forces réunies de la maison d'Autriche, nous pouvons nous flatter de les accabler à la fois. Alors, mon cher ami, nous travaillerons sur le velours, et vous irez à gauche et moi à droite, vous m'entendez.

Adieu, je vous embrasse de tout mon cœur. La marche d'aujourd'hui et notre expédition ont été rudes. Je vous attends à présent, les oreilles dressées comme un lévrier.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8899. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Auprès de Prague, 3 [mai 1757].

Ma très chère Sœur. Nous sommes tombés de tous côtés dans les quartiers des ennemis; le prince Bevern a battu 30,000 Autrichiens,2-3 Schwerin et moi, nous leur avons pris des magasins, j'ai chassé Browne<3> au delà de Prague, Schwerin traite de même ceux qu'il a devant lui. Le tout nous a coûté 200 hommes entre morts et blessés. Nous leur avons pris tous leurs magasins, ils vont s'enfuir à Tabor.

Après quoi suivra le siège de Prague, d'Eger et l'envoi d'un corps prussien dans l'Empire, pour mettre la France et les Princes à la raison. Adieu, chère sœur, ie vous embrasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8900. AN DEN ETATSMINISTER GRAF FINCKENSTEIN IN BERLIN.

Hauptquartier Weleslawin bei Prag, 3. Mai 1757.

Bei Gelegenheit des beiliegenden Schreiben von Sr. Königl. Majestät an der Prinzessin Amélie Königl. Hoheit3-1 habe Ew. Excellenz nur mit wenigem melden wollen, wie, gottlob! des Königs Majestät ohnerachtet Dero grossen Fatiguen, die aber in solcher Gelegenheit wie diese ganz ohnvermeidlich seind, Sich vollkommen vergnügt und wohl befinden und mit Dero Armee nunmehro auf dem Weissen Berge und so nahe an Prag stehen, dass, wie mir gesaget worden, einige derer Vorposten von Prag aus mit Canons erreichet werden können, womit aber bis dato noch sehr sparsam zu Werk gegangen worden.

Man hat geglaubet, es würde der Feldmarschall Browne mit seinem zusammengezogenen Corps Truppen, so man zwischen 40 und an 50,000 Mann schätzen will, des Königs Majestät die Passage über die Eger zu disputiren suchen wollen, um seine Magazine zu Budin und zu Welwarn, obschon solche nicht von so gar grosser Importance gewesen sein, zu souteniren oder doch solche völlig zu evacuiren oder zu detruiren. Es hat sich aber gewiesen, dass, so wie des Königs Majestät vorgerücket seind, das feindliche Corps d'armée sich beständig mit vieler Précipitance zurück- und gegen Prag gezogen hat. Man hat wiederum geglaubet, es werde die feindliche Armee sich auf dem Weissen Berge bei Prag setzen und es allda zu einer decisiven Affaire kommen lassen, ehegestern aber hat selbige die Partie genommen, durch Prag zu marschiren und sich jenseits der Moldau zu setzen, inzwischen des Königs Majestät vor Prag diesseits der Moldau campiren und also bis dato beide Armeen auf ohngefähr eine Meile von einander, die Moldau dazwischen, stehen. Wie lange diese Position von beiden Armeen bleiben wird, solches wird sich binnen gar wenigen Tagen decidiren müssen. Der Generalfeldmarschall Schwerin stehet in . . . 3-2 zunächst der Elbe, dem Feinde zur Seiten oder im Rücken, dass also wenig Tage zeigen müssen, was letzterer vor eine Partie nehmen wird.

Bei beiden [Corps] Sr. Königl. Majestät ist alles von dem besten Willen von der Welt, ohnerachtet der schweren Märsche, so die Truppen<4> gehabt, da des Königs Majestät den Feind überall mit der grössesten Vivacité poussiret, welches die Distance eines Marsches aus Sachsen bis Prag in einer Zeit von 12 Tagen bezeiget. Auf Dero Marsch und auch noch gestern hiesiger Orten hat man noch verschiedene ganz artige Dépôts von Magazins gefunden, die sehr angenehm gewesen; das zu Bunzlau4-1 aber ist weit beträchtlicher, als man im Anfange selbst geglaubet, und versichert der Feldmarschall Graf von Schwerin nunmehro gewiss zu wissen, dass es der Kaiserin 5 Millionen Gulden gekostet hat. Wie es sich zeither bei allen Gelegenheiten gewiesen, ist die Contenance der feindlichen Truppen sehr schlecht, die Uneinigkeit bei der Généralité gross,4-2 überhaupt aber die Consternation über den prompten Coup, so sie erlitten, um so stärker, als es denen feindlichen Truppen noch an vielem gefehlet hat, ehe sie im Stande gewesen Campagne zu halten.

Gott kröne nur Sr. Königl. Majestät bis daher so herrlich ausgeschlagene Entreprise mit einem vollkommenen Siege über die feindliche Armee; der Sieg kommt vom Herrn, menschlicher Apparence nach dörfte solcher aber wohl hiesigerseits nach Wunsch ausfallen, wenn der Feind es auf eine Hauptbataille ankommen lassen sollte, welches sich dann, oder ob der Feind solche noch ferner, coûte que coûte, zu evitiren suchen wird, bald zeigen muss.

Zu gleicher Zeit, als der Feldmarschall Schwerin das Magazin zu Bunzlau genommen, ist der Generallieutenant Winterfeldt dem feindlichen Corps d'armée, so der Herzog von Bevern geschlagen,4-3 und welches auf dem Marsch gewesen, um das Magazin zu Jung-Bunzlau zu decken, allenfalls aber zur feindlichen Hauptarmee zu stossen, in die Arrièregarde gefallen und hat ausser verschiedenen Gefangenen die Bagage derer Generals Pretlack und Lacy, die Munitionswagens und vor 3 Regimenter die Zelter genommen.

Was bei denen verschiedenen Rencontres, so hier und da auf den Märschen mit dem Feinde vorgefallen, und die allemal zur Désavantage des Feindes ausgefallen, auch was dieser dabei an Todten und Blessirten verloren, solches würde zu detailliren zu weitläuftig fallen. Der Verlust des Feindes in der Action bei Reichenberg4-4 ist weit grösser gewesen, als man es anfänglich gewusst hat, und hat man nachher noch über 700 Blessirte gefangen zusammengebracht; nachdem auch die sogenannte Panduren nicht mehr, wie vorhin, die regulären Regimenter wegen der Desertion hüten können,4-5 so seind die Deserteurs von letzteren in sehr grosser Menge bei dem Schwerin'schen Corps angekommen, die denn von ihren Officiers gar sehr désavantageux sprechen sollen.

Eichel.

Nach der Ausfertigung.

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8901. AU FELD-MARÉCHAL COMTE DE SCHWERIN A BRANDEIS.

Weleslawin, 4 [mai 1757].

Je plains de tout mon cœur le pauvre Wartenberg5-1 qui était un de mes premiers officiers de cavalerie;5-2 j'aimerais mieux nécessiter mille pandours que de l'avoir perdu, mais la chose est sans remède.

Quant à ce qui nous regarde, je vous crois aujourd'hui de ce côté-ci de l'Elbe, je passerai la nuit prochaine avec un corps pour vous joindre. Faites demain à 10 heures tirer un grand coup de canon, pour que je m'oriente et sache où vous joindre; ensuite il faut mettre une fin à ceci et renvoyer les ennemis, bien rasés et bien frottés, à Tabor.5-3 Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse. Falkenhayn vous dira l'endroit où campe Browne, et où je passe la Moldau.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8902. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT AUF DEM MARSCHE NACH INSTERBURG.

Hauptquartier bei Prag, 4. Mai 1757.

Es hat Mich sehr erfreuet, aus Eurem Schreiben vom 25. voriges zu ersehen, dass Eurer Orten noch alles ganz stille und ruhig ist. Ich flattire Mich auch noch zur Zeit, dass es damit noch continuiren soll, zumalen wenn es richtig ist, dass die Russen erst sehen wollen, was die Sachen hier vor einen Pli nehmen wollen, und dass, wie Benoit Mir geschrieben,5-4 die Oesterreicher erst an die Russen 500,000 Ducaten bezahlen sollen, ehe die Russen sich in Bewegung setzen wollen. Der Graf Sternberg und der polnische Hof haben sich vergebens bemühet, solche in Polen zu negociiren, und solche von Wien aus zu nehmen, wird dem Hof daselbst um so ohnmöglicher seind, als der Höchste Meine Entreprise in Böhmen bisher so gesegnet hat, dass die hiesige österreichische Armee sich bisher überall vor uns mit vieler Confusion und schlechter Contenance repliiret und uns bis Prag alle ihre Magazine abandonniret hat, davon nur das alleine zu Jung-Bunzlau, so der Feldmarschall Schwerin seinerseits genommen, der Kaiserin-Königin über 4 Millionen Gulden gekostet haben soll.5-5

Sollte der Marschall Browne, nachdem er sich mit seiner Armee durch Prag jenseit der Moldau nach der Seite der Sazawa gezogen und Prag mit Panduren besetzet hat, Stand halten, so werde Ich ihm, nachdem Mich mit dem Feldmarschall Schwerin, so bei Brandeis stehet, die Communication frei gemachet haben werde, in Gottes Namen gerade auf den Hals gehen und wo möglich zu einer decisiven Affaire engagiren, an deren gutem Success unter des Höchsten Beistand Ich auch nicht zweifeien will, da bisher in allen Rencontres, so zwischen Meinen<6> Avantgardes und jener Arrièregarde gewesen, letztere allemal considerable Désavantages gehabt und sich mit Verlust vieler Todten, Blessirten und Gefangenen retiriren müssen, davon das Detail zu schreiben die Zeit jetzo nicht leidet.

Das Avancement des Capitän Dargitz zum Major bei dem Puttkammer'schen Garnisonregiment ist accordiret.

Friderich.

Nach dem Concept.


8903. AN DEN ETATSMINISTER EDLER VON PLOTHO IN REGENSBURG.

Hauptquartier im Lager bei Prag, 4. Mai 1757.

Mein lieber Geheimer Etatsminister von Plotho. Ich danke Euch vor die in Eurem Bericht vom 24. enthaltene Nachrichten; Ich werde guten Gebrauch davon machen. Es wird Mir lieb sein, wann Ihr die bewusste Sache6-1 in drei Wochen zu Wege bringen werdet.

Meine Entreprise in Böhmen ist bishero von dem Höchsten mit solchem Success gesegnet worden, dass der Feldmarschall Browne, der nicht zu Stande zu bringen gewesen, um eine Hauptaffaire mit ihm zu engagiren, sich vor drei Tagen mit der Armee durch Prag jenseit der Moldau gezogen, nachdem er alle zur Operation diesseits der Moldau bis Prag gemachte Magazine theils nach Möglichkeit selbst destruiret, theils abandonniret hat, die uns nebst dem Hauptmagazin zu Jung-Bunzlau, so der Feldmarschall Schwerin genommen, in die Hände gefallen seind, und wodurch die Kaiserin-Königin mehr als 5 Millionen Gulden verloren hat. Ich gedenke auch mit göttlicher Hülfe nächstens eine decisive Affaire zu engagiren, woferne er solche nicht weiter mit Abandonnirung aller andern übrigen Magazine zu evitiren suchen wird, an deren gutem Success nicht zweifele, da bisher in allen Rencontres, so mit seiner Arrièregarde und sonsten vorgefallen, der Feind den Kürzeren gezogen und sich mit Hinterlassung vieler Todten, Blessirten und Gefangenen retiriret hat.

Bei solchen Umständen nun sollet Ihr Eures Ortes hoch zu sprechen anfangen und nicht nur die Surprise der Stadt Köln von denen Franzosen, sondern auch deren Possessionsnehmung von der Stadt Münster, sowie desgleichen die harte Lieferungen, so von ihnen in dem Münsterschen und andern Reichsländern de facto ausgeschrieben würden, sehr releviren, zu geschweigen, dass dieselbe gar nicht mehr anstünden zu bekennen, dass die Hannover angebotene [Neutralität]6-2 nur simuliret gewesen, um erst in dortige Lande zu kommen, alsdann es ihnen an keinem Prätexte, die Neutralität zu brechen, gefehlet haben sollte; mithin sie sehr mortificiret wären, dass der König von Engel<7>land solche so standhaft abgelehnet und sich nicht amusiren lassen wollen. Wie sehr dadurch alle deutsche Freiheit unter die Füsse getreten wird, solches und dass der Kaiser wider seine beschworene Wahlcapitulation fremde Völker, so überdem jedesmal als Reichsfeinde angesehen worden, auf deutschen Boden eingeführet, desgleichen zu was vor Folgen diejenigen Fürsten und Stände, so sich blind durch den wienerschen Hof leiten lassen, sich exponireten, sollet Ihr sehr releviren und frei sprechen, damit wo möglich ihnen die Augen noch zu rechter Zeit geöffnet, die wohlgesinneten aber fortificiret werden. Ich bin Euer wohlaffectionirter König

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Königl. Hausarchiv zu Berlin.


8904. AU CONSEILLER PRIVÉ VON DER HELLEN A LA HAYE.

Quartier général près de Prague, 4 mai 1757.

J'ai reçu votre rapport du 23 d'avril. Il m'est indifférent que le débarquement de mon artillerie7-1 se fasse à Hambourg ou à Altona. Pour les lettres réquisitoriales à écrire au Danemark, afin d'en demander le passage, vous n'avez qu'à vous adresser aux ministres du département des affaires étrangères, de même que par rapport au passe-port nécessaire pour la poudre,7-2 auxquels j'ai donné mes ordres7-3 qu'ils doivent tout expédier incontinent, en conséquence de l'ordre général que je leur ai donné. Quant à la taxe de l'artillerie pour la faire assurer, il faut bien que vous en conveniez avec le résident Erberfeld, puisqu'absent que je suis de là, je n'y saurais mettre le prix, et pour ce qui regarde les frais de transport à assigner jusqu'à Altona, il faut que vous me mandiez la somme à peu près, sans quoi je ne saurais donner l'assignation.

Je ne suis point en peine que le landgrave de Hesse-Cassel se fasse intimider par la France, tout au contraire, il tiendra ferme.

Comme je vois par la lettre du nommé Compagnion,7-4 que vous avez jointe à votre dépêche, qu'il se fait fort, pourvu qu'il ait commission, de prendre quelques généraux français ou leurs équipages, ou de couler à fond le pont volant et de clouer le canon, je ne comprends pas de quelle façon il voudra s'y prendre. Mais s'il ne s'agit que de lui donner commission de ma part là-dessus, vous lui marquerez que je la lui donnais très volontiers, et qu'il n'a qu'à mettre la main à l'œuvre, et que je lui en tiendrais compte, s'il saurait enlever quelques généraux français ou leurs équipages ou mettre en exécution quelqu'un de ses autres desseins.

Federic.

Nach dem Concept.

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8905. AN DEN ETATSMINISTER GRAF FINCKENSTEIN IN BERLIN.

Hauptquartier Weleslawin, 6. Mai 1757.

Da noch eine Estafette von hier vorerst nacher Dresden abgehet, so habe nicht ermangeln wollen, Ew. Excellenz nur mit wenigen zu vermelden, wie dass des Königs Majestät, nachdem der Generalfeldmarschall von Schwerin mit dem unter seinem [Commando] unterhabenden Corps d'armée ehegestern die Elbe passiret seind, auch des Königs Majestät Sich darauf mit einem Theil Dero Armee über die Moldau gezogen haben, um Sich mit dem Feldmarschall zu conjungiren,8-1 also alles heute in Bewegung ist, um den Feind so zu nehmen, dass derselbe attaquiret werden könne, und dass es also befundenen Umständen nach noch wohl heute oder morgen zu einer Hauptaffaire kommen dörfte. Gott segne Se. Königl. Majestät und conservire und behüte Dieselbe!

Sollte aber der Feind abermalen die Partie nehmen, eine decisive Affaire zu esquiviren, so würde es doch vermuthlich eine Affaire von Arrièregarde werden. Ich muss übrigens gestehen, dass, da ich noch in dem Hauptquartiere zurückgeblieben bin, ich nichts eigentliches von Sr. Königl. Majestät Entreprises melden kann. Der Feind stehet indess noch in seiner Position jenseits der Moldau, seinen linken Flügel gegen Prag habend, so dass man von hiesigen Höhen dessen ganzes Lager übersehen kann.

Ew. Excellenz wollen diese confuse Nachrichten bestens aufnehmen, da man in dergleichen Umständen nichts ordentliches schreiben kann, und ich doch gerne etwas schreiben wollen. Ich hoffe indess, dass alles mit göttlicher Hilfe recht gut gehen wird.

Eichel.

Nach der Ausfertigung.


8906. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Au camp de Prague, 6 [mai 1757].

Ma très chère Sœur. Nous venons de battre totalement l'armée autrichienne. Ils se sont séparés, une grande partie s'est sauvée à Prague, et j'espère d'y faire tous leurs généraux et presque toute leur infanterie prisonnière de guerre. Le pauvre maréchal de Schwerin a été tué, à peu près 5000 hommes morts et blessés, personne de votre connaissance. Adieu, chère sœur, je vous embrasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

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8907. A LA REINE-MÈRE A BERLIN.

[Au camp de Prague, mai 1757.]

Mes frères et moi, nous nous portons encore bien. Toute la campagne risque d'être perdue pour les Autrichiens, et je me trouve libre avec 150,000 hommes. Ajoutez à cela que nous sommes maîtres d'un royaume qui est obligé de nous fournir des troupes et de l'argent. Les Autrichiens sont dispersés comme de la paille au vent. J'enverrai une partie de mes troupes pour complimenter Messieurs les Français, et je vais poursuivre les Autrichiens avec le reste de mon armée, etc.

Federic.

Nach dem Abdruck in den „Œuvres diverses“ , Bd. III vom Jahre 1761. Ein handschriftlicher Text liegt nicht vor.


8908. AU ROI DE LA GRANDE-BRETAGNE A LONDRES.

Camp de Prague, 6 mai 1757.

Monsieur mon Frère. Le projet que j'ai envoyé à Votre Majesté,9-1 a été exécuté avec tant de précision que nous avons enlevé les plus considérables magasins de l'armée autrichienne, que l'armée des ennemis, fuyant devant nous de tous les côtés, est venue se réfugier à Prague. Le maréchal Schwerin a passé l'Elbe à Brandeis, j'ai passé hier la Moldau à Rostok, et, après m'être joint avec le Maréchal, nous avons marché sur l'ennemi. Notre gauche a tourné sa droite; après un terrible combat d'infanterie, nous sommes venus à bout de séparer son armée; nous en avons chassé une partie au delà de la Sazawa, et l'autre s'est réfugiée à Prague. J'ai perdu le maréchal de Schwerin, un des plus grands généraux de ce siècle, M. de Browne est blessé dangereusement; je suis encore hors d'état de rendre compte des détails de cette action; tout ce que je peux assurer Votre Majesté, c'est qu'elle est aussi décisive que possible. Je suis avec la plus haute estime et considération, Monsieur mon Frère, de Votre Majesté le bon frère

Federic.

Nach der Ausfertigung im König]. Staatsarchiv zu Hannover. Eigenbändig.


8909. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague, 7 mai 1757.]

Mon cher Maréchal. Il ne nous reste de consolation après les pertes que nous venons de faire, que de prendre prisonniers les gens qui sont à Prague. Voilà notre objet principal. Si Browne, le prince Charles et leur armée est enfermée à ne pouvoir sortir de là, nous les obligerons à se rendre, et alors je crois que la guerre sera finie. Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

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8910. AN DEN ETATSMINISTER GRAF FINCKENSTEIN IN BERLIN.

Weleslawin bei Prag, 7. Mai 1757.

Ew. Excellenz gnädiges Schreiben vom 3. dieses erhalte hier soeben des Morgens um 6 Uhr. Da der Herr Hauptmann von Forcade ausser allem Zweifel schon zu Berlin sein und seinen Bericht von der herrlichen und glorieusen Victoire, so der Allerhöchste gestern des Königs Majestät, obschon nach grossen und fast ohnübersteiglich geschienenen Schwierigkeiten, geschenket hat, erstattet haben wird, so viel nämlich er davon auf dem champ de bataille, und da noch alles zwischen Siegenden und Besiegten in der in dergleichen grossen Évènements gewöhnlichen affreusen Confusion gewesen, wissen können, als muss mich darauf beziehen, und [habe] nur noch hinzusetzen wollen, wie mir soeben ein von des Königs Armee hiehergekommener Ordonnanzofficier versichert, dass von 400 Canons, deren sich die Oesterreicher in der gestrigen Bataille bedienet, jetzo bereits 233 Stück genommen und zusammengebracht worden. Das ganze Lager und alle Bagage derer Oesterreicher, welche sowohl die sich von ihnen in Prag geworfen, [gehabt haben], als das übrige Corps von ihnen, welches sich jenseits der Moldau, auf der Seite von Königsaal und gegen die Sazawa herauf gezogen, ist genommen worden, so dass selbige mehristentheils nichts weiter als was sie auf dem Leibe tragen, mit sich haben sollen; eine Art von Empfindung, so sie in allen vorigen Kriegen nicht gehabt, da sie allemal die grösseste Sorgfalt, auch bei verlorenen Bataillen, vor die Sauvirung ihrer Bagage getragen. Was an Gefangenen von ihnen bekommen worden, solches kann noch nicht zuverlässig gesaget werden, da des Königs Majestät solche noch beständig verfolgen lassen. Man hat solche gestern Abend schon zwischen 6 à 7000 angeben wollen, ich kann aber nichts gewisses davon sagen; diejenigen, so sich davon in Prag geworfen, will man so gut als Gefangene ansehen, da bei jetzigen Umständen dieser Ort von selbst fallen müsse, auch des Königs Majestät im Voraus schon die Précaution genommen habe, eine Belagerungsartillerie von Magdeburg aus auf der Elbe kommen zu lassen, die auch schon zu Leitmeritz, wo nicht bereits angekommen, doch ehister Tagen ankommen wird.

Nach Aussage einiger hier gestern angekommenen österreichischen Deserteurs oder Flüchtlinge aus der Bataille ist von ihnen auch der Feldmarschall Browne und Fürst Liechtenstein geblieben,10-1 ersterer soll ihrer Angabe nach, nachdem er gesehen, dass auch nicht die von ihm vor unübersteiglich gehaltene Schwierigkeiten denen Efforts derer preussischen Truppen resistiren können, nach dem Ziskaberg geritten und allda en désespoir bei denen darauf gestandenen österreichischen Canons halten geblieben sein, bis er seinen Coup de grâce erhalten<11> und todt geblieben. Es ist nicht möglich, von allem diesen etwas zur Zeit mit Gewissheit zu melden, ich hoffe aber, dass des Königs Majestät binnen Zeit von 2 oder 3 Tagen eine umständliche Relation sowohl von der ganzen Expedition in Böhmen als von der glorieusen und completen Victoire werden abfassen und nach Berlin senden lassen.11-1

Nur zu beklagen ist es, dass dieser herrlicher Lorbeerkranz mit dem Blute so vieler braver Leute cimentiret werden müssen, unter welchen denn der würdige und grosse Feldmarschall von Schwerin besonders zu rechnen ist, obschon er seine Carrière auf eine Art, wie er zu Zeiten gegen mich selbst gewünschet, nämlich in einer vor den König ausfallenden avantageusen Bataille, durch einen Canonschuss geendiget hat. Den würdigen General Winterfeldt habe ich, da er anfänglich hier als todt angegeben worden, bereits beweinet, wie ich aber nachher vernommen, so ist er, wiewohl zweimal blessiret, ohne dass ich bis dato die Umstände seiner Blessuren eigentlich erfahren können, [am Leben].

Inzwischen je schwerer der Stand gewesen, je herrlicher ist der Sieg erfolget. Der Terreur unter den feindlichen Truppen, die gewiss diesesmal ihre letztere Efforts angewandt, soll entsetzlich und ihr Verlust sehr gross sein. Wie gedachte Deserteurs sagen wollen, würden sie nicht so viel Kräfte angewandt haben, wenn ihre Officiers ihnen vor der Bataille nicht als gewiss versichert, dass auf der einen Seite die französische Armee, auf der anderen die russische schon so nahe herangerücket wären, dass beide nur noch auf einige Meilen entfernet wären, und es also nur darauf ankäme, dass sie diesesmal recht ferme hielten, um alles im Sack zu haben.

Der Allerhöchste gebe nur, dass dieser grosse Tag von weiteren glücklichen Suiten sein und auf alle übrige Feinde von Sr. Königl. Majestät die behörige Impression machen möge, da ich zugleich hoffe, dass Höchstdieselbe dadurch im Stande kommen werden, auch anderer Orten, wo es nöthig, mit mehrerer Freiheit agiren zu können,11-2 zumalen nicht die ganze Armee zur Action gekommen, sondern hier und von dieser Seite von Prag noch über 14 Bataillons sammt einigen Regimentern11-3 stehen und ganz frisch geblieben sein, wiewohl die letztere noch gestern Abend, dem Feinde mit im Rücken zu folgen, abmarschiren müssen.

Obzwar von des Königs Majestät ich seit der Bataille noch keine Ordres erhalten, so glaube ich doch gewiss, dass es nunmehro gar keinen weiteren Anstand haben werde, Dero Briefe und Sachen nunmehro wieder, wie gewöhnlich, mit Estafettes wenigstens auf Dresden gehen zu lassen. Ew. Excellenz gnädigem Andenken und Wohlwollen empfehle mich ganz gehorsamst.

Eichel

Nach der Ausfertigung.

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8911. AN DEN ETATSMINISTER GRAF PODEWILS IN BERLIN.

Weleslawin, 7. Mai 1757.

Ew. Excellenz ganz gnädiges Schreiben vom 3. dieses12-1 habe ich soeben um 7 Uhr Morgens allhier erhalten und werde nicht ermangeln, dessen Einlage sogleich zu besorgen, sobald ich nur zu des Königs Majestät wieder gelangen werde, als welche ich seit der Zeit des gestrigen, Gott sei ewig Preis und Dank dafür! grossen und glücklichen Tages noch nicht wieder gesehen habe, da Selbige noch in beständiger Occupation seind, um von Dero herrlichen und completen Victoire alle Avantage zu ziehen.

Was wegen der dabei geschehenen Vorfallenheiten bis dato bekannt geworden, solches wird zum Theil der zu Berlin als Courier bereits angekommene Herr Hauptmann von Forcade an Ew. Excellenz schon mündlich referiret haben, zum Theil beziehe ich mich auf das wenige, so heute in der Eil an des Herrn Grafen von Finckenstein Excellenz schreiben können.12-2

Der Allerhöchste gebe nur ferner allen erwünschten Success zu dieser decisiven Bataille, von der ich mich flattire, dass solche auch bei Sr. Königl. Majestät übrigen Feinden grosse Impression machen und letztere12-3 mehr à pas comptés gehen sollen,12-4 da nicht nur des Königs Majestät dadurch mehr freiere Hand bekommen, binnen kurzem auch en faveur Dero Freunde und Alliirten auch anderer Orten agiren zu lassen,12-5 sondern man raisonnablement auch glauben muss, dass eine französische Armee zwei- und mehrmal daran denken werde, ehe sie sich sehr weit vor aventurire, weilen bei einem fast nicht zu zweifelnden Success dieselbe eine so elende, difficile und ruineuse Retraite haben würde, dass solche gänzlich dissipiret und aneantiret werden müsste. Wer den Zustand dieser in den Zeitungsblättern so formidable ausgeschrienen Armee kennet und ihre Misere, schlechtes Volk an Infanterie und Cavallerie, Confusión, Désordre, schlechte und miserable Offcier weiss, wird der Königin von Polen vollkommen Beifall geben, als die sich deshalb letzthin noch an eine ihrer Vertrauten geäussert hat, dass mit solchen nichts auszurichten, und sie nicht weiter vorgehen würden, als wie sie, ohne einigen Widerstand zu finden, [kämen].

Was des Königs Majestät sonsten von Dero bisherigem Successe in Böhmen Sich promittiren, ist im Reiche, und dass übelgesinnete Reichsstände vorsichtiger, wohlgesinnete aber mit mehrerem Muth wie bisher gehen werden.12-6 Da nun der, gottlob! so glücklich und complet erfolgete Sieg dazugetreten, so zweifele ich fast nicht, dass Sr. Königl. Majestät Erwarten darunter dörfte erfüllet werden, als es allenfalls auch an Mitteln nicht fehlen dörfte, es gegen sehr übelgesinnete zu ressentiren,<13> wenn zumalen französischerseits man noch das Projet continuiren wollte, Truppen nach Böhmen oder nach Erfurt zu schicken.13-1

Es haben des Königs Majestät mir auch daher zwei oder drei Tage vor der Bataille, als ich das letztere Mal Dieselbe gesprochen, befohlen, wie bei dermaligen schon guten Successen der p. von Plotho instruiret werden sollte, seines Ortes hoch zu sprechen und alle zeither begangene Illegalitäten oder vielmehr Brutalitäten gegen Se. Königl. Majestät und Dero Mitstände, auch dass der Kaiser auf eine so offenbare Weise die von ihm beschworene Wahlcapitulation gebrochen — wenn er und seine Clique fremde Völker, so man sonst allemal als Reichsfeinde angesehen, in das Reich eingeführet und conniviret, dass von solche Reichsstädte wie Köln surpreniret und von denen Reichslanden schwere und unerschwingliche Lieferungen oder Prästationen an Oelde, wie im Clevischen,13-2 Kölnischen, Pfälzischen, Münsterschen geschehen, gefordert, Garnisons eigenmächtig eingeleget, und dadurch öffentlich alle Freiheit derer teutschen Fürsten und Stände unter die Füsse [getreten worden]13-3 — sehr und stark releviren sollte, ohne weiter kleinen Mund darüber zu machen.13-4

Welches dann auch des Königs Majestät an Ew. Excellenz zu melden mir dermalen befohlen, damit Dieselbe gedachtem Herrn von Plotho alle Umstände dazu in allem ihren Detail adminiculireten, auch ihm allenfalls deshalb eine Estafette schicken möchten. Von erstgedachter Sr. Königl. Majestät Willensmeinung ist der Herr von Plotho noch gedachten Tages sogleich per Estafette en chiffres informiret worden, die dazwischen gekommene Bataille aber hat verhindert, dass ich mich nicht eher gegen Ew. Excellenz von dem, so des Königs Majestät mir aufgetragen, acquittiren können.

Da der Höchste inzwischen Deroselben einen so gesegneten Sieg gegeben hat, so bin ich der ohnvorgreiflichen Meinung, dass es wohl sehr gut und heilsam sein dörfte, wenn Ew. Excellenz geruheten, alle Sr. Königl. Majestät auswärtige Minister, auch insonders die im Reiche, als zu Frankfurt a. M., Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Köln,13-5 par Estafettes davon zu informiren, wenn es auch nur en gros wäre,13-6 bis hiernächst das weitere Detail und eine förmliche Relation davon erfolgete, welches nicht nur in Teutschland einen guten Effect thun, sondern auch selbst in Frankreich und der Orten, wo französische Truppen stehen, transpiriren, sondern auch jedermann auf die folgende Relation sehr attent und curieux machen würde, so dass die Oesterreicher ihrer Gewohnheit nach nicht solche supprimiren könnten. Der Sieg ist, Gott sei Dank! so, dass letztere kein Glaucoma machen können. Die Armee von ihnen ist totaliter geschlagen, zum aller<14>grössesten [Theil] dissipiret, von aller Equipage und Zeltern entblösset, und soeben sagt mir ein Officier aus des Königs Lager, dass die Anzahl der genommenen feindlichen Canons bereits auf 250 angewachsen, ein anderer aber, der den champ de bataille mit grosse Attention durchgeritten, versichert mir, dass er gesehen, wie die Anzahl der Todten von uns bei weitem nicht so beträchtlich wäre, als man solche in der Bataille wegen des grossen Fracas von denen Canons anfänglich geglaubet hätte, und noch bei weitem nicht die Anzahl derer bei Kesselsdorf gebliebenen14-1 erreichete. Des Königs Majestät lassen mir soeben befehlen, dass ich zu Deroselben kommen soll, daher das übrige bis zur nächsten Gelegenheit aussetzen muss, inzwischen Ew. Excellenz mich ganz gehorsamst empfehle.

Eichel.

Wegen des Generallieutenant Winterfeldt14-2 bekomme ich sogleich die angenehme Nachricht, dass dessen Blessuren nicht letal seind, und er sich ganz erträglich finden soll.

Nach der Ausfertigung.


8912. AU LANDGRAVE DE HESSE-CASSEL A CASSEL.

Camp devant Prague, 7 mai 1757.

Monsieur mon Cousin. Connaissant combien Votre Altesse prend part à tout ce qui regarde mes intérêts, je n'ai pas voulu tarder de Lui notifier qu'après mon entrée en Bohême, qui s'est faite le 22 du mois passé d'avril, j'ai fait replier le maréchal de Browne avec l'armée autrichienne sous ses ordres jusqu'à Prague, en l'obligeant de nous abandonner tous ses magasins assez considérables de ce côté-là, et que, d'ailleurs, j'ai attaqué hier, le 6 de ce mois, cette armée postée sous les canons de Prague, où, après un rude combat de 4 à 5 heures, le bon Dieu a béni le succès de mes armes, [de sorte] que j'ai totalement mis en fuite l'armée autrichienne, [et] que nous avons séparé cette armée, tous leurs généraux, une aile de cavalerie, infanterie, hussards et pandours ayant été enfermée à Prague, l'autre mise en fuite au delà de la Sazawa. Nous leur avons fait beaucoup de prisonniers, pris un nombre d'artillerie considérable, et je travaille maintenant à prendre ceux en Prague prisonniers.

Si je réussis, notre affaire est faite, et j'aurai alors les bras tout libres, afin de faire alors de mon mieux pour soutenir mes amis et alliés là où les circonstances le demanderont, afin de ne pas laisser opprimer témérairement mes co-États de l'Empire.14-3 Votre Altesse pardonnera si mes occupations dans les moments présents ne me permettent pas le loisir pour entrer en plus de détails, Elle sera en<15> attendant persuadée [des sentiments] de la haute estime et de l'amitié invariable à jamais avec lesquels je suis etc.

Federic.

Nach dem Concept.


8913. AN DEN OBERST VON KALCKREITH15-1 IN EMDEN.

Kalckreith berichtet, Emden 2. Mai: „Ew. Königl. Majestät berichte allerunterthänigst, dass die französische Vortruppen mit deren Commissären am 1. hujus in Leer, zwei Meilen von hier, ein gerücket sind . . . Die Commissure haben in Leer declariret, dass morgen 3000 Mann kommen und hernach noch 3000 folgen würden, um längst der Ems alles einzunehmen. Sie wissen schon alle Umstände der Stadt Emden und kennen sogar die Officiers von der Besatzung mit Namen.“

[Im Lager von Prag, Mai 1757.]15-2

Sie müssen Sich wehren, so lange Sie können.

Friderich.

Eigenhändige Weisung für die Antwort; in dorso des Berichts von Kalckreith.


8914. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 8 [mai 1757].

Je vous ai envoyé hier, mon cher Maréchal, la façon dont il conviendra de placer vos troupes.15-3 Retzow peut faire venir sur vos ordres autant de paysans que l'on en pourra rassembler, pour travailler en terre. Je vous enverrai 5 escadrons de Seydlitz, et si ce n'en est assez, je peux vous envoyer encore des dragons. Je vous en donnerais davantage, si je n'étais obligé de détacher le général Zieten avec 50 escadrons pour veiller sur Leopold Daun, qui est avec 20,000 hommes à Kœniggrætz; d'ailleurs Puttkammer avec 15 escadrons est aux trousses de l'aile droite des Autrichiens, et je suis obligé de boucher bien des trous de ce côté-ci.

Quant à Weleslawin, disposez-en comme bon vous semblera;15-4 je suis obligé de rester ici jusqu'à la fin de cette entreprise. Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8915. AN DEN ETATSMINISTER GRAF FINCKENSTEIN IN BERLIN.

Hauptquartier Michle, 8. Mai 1757.

Nachdem ich gestern gegen Abend allhier in Sr. Königl. Majestät neuem Hauptquartier angekommen bin15-5 und mich nach verschiedenen<16> Umständen wegen der vorgestrigen Bataille näher erkundiget habe, so habe nicht ermangeln wollen, Ew. Excellenz von dem, so in der wenigen Zeit meines Hierseins in Erfahrung bringen können, einiges nachrichtlich zu melden. Und zwar habe ich gesehen, wie, gottlob! die Victoire Sr. Königl. Majestät über die feindliche [Armee] so complet gewesen, als mir solche zuerst nicht vorstellen können, da Se. Königl. Majestät währender Bataille die beiden Flügels der feindlichen Armee separiret und dadurch zuwege gebracht, dass der rechte davon nach der Gegend von der Sazawa fliehen müssen, der dann noch bis heute von unsern Husaren verfolget wird; der andere Flügel aber nebst der österreichischen Generalität, Prinz Karl von Lothringen (welches letztere ich aber noch in Zweifel setze), der Marschall Browne, der eine Flügel von der Cavallerie, Infanterie, Husaren und Panduren haben sich in Prag eingesperret, und stehet es dahin, wie sie von dar wieder herauskommen können werden, ohne den zweiten Tome von der sächsischen Armee bei Pirna zu machen, welches, wenn es des Königs Majestät glücklich reussirete, den Coup de grâce geben würde, auch nicht so gar ohnwahrscheinlich ist, da die Sortie aus Prag denenselben schwer fallen, einer solchen Cohue von Menschen aber länger als 10 Tage höchstens [auszuhalten], denen Nachrichten nach, so man von denen darin befindlichen Magazins hat, nicht wohl möglich fallen dörfte.

Die Aussage derer Deserteurs von dem Tode des Feldmarschall Browne16-1 ist ungegründet gewesen, wohl aber wahr, dass derselbe am Fusse blessiret und davon bettlägerig ist, so wie ihn der königliche Obrister und Generaladjutant von Krockow, der in die Stadt zum Auffordern geschicket worden, selbst gesprochen hat.

Die Anzahl der Gefangenen vom Feinde, desgleichen der genommenen Canons und was an anderen Brimborions, so sonst an Fahnen, Estandarten, Fahnen16-2 pp. Trophées genannt werden, ist noch nicht mit Bestände zu nennen, da noch viele Canons auf dem Felde und auf denen genommenen Batteries herumstehen, so wegen Mangel an Pferden vom Lande noch nicht zusammengebracht werden können. Die Anzahl der Gefangenen ist mir bisher auf 5000 angegeben, es ist aber kein Staat darauf zu machen, weil noch stündlich dererselben grosse Trupps eingebracht werden. Was Ew. Excellenz ich von Nehmung des österreichischen Lagers und Bagages gemeldet,16-3 solches hat seine Richtigkeit, und ist selbiges theils geplündert, theils verbrannt, theils den Bauren preisgegeben worden.

Im übrigen ist es wohl an dem, dass die 4 à 5 Stunden, als von 3/4 auf 10 Uhr Vormittages bis Nachmittages um ohngefähr 3 Uhr, da die Bataille eigentlich gedauret hat, sehr schwer und meurtrières gewesen seind, und des Königs Majestät viel brave und meritirte Officiers verloren und an Todte und Blessirte gehabt haben. Unter<17> welchen denn wohl der Feldmarschall von Schwerin am ersten zu zählen, der durch seinen etwas zu grossen Ardeur bewogen [worden], als gleich am Anfang ein oder anderes von seinen aus Schlesien mitgebrachten Regimentern nicht so, wie sie gesollt, dem ganz extrem starken Kanonenfeuer entgegengehen wollen, vom Pferde zu steigen und, eine Fahne in der Hand, zu Fusse voraufzugehen, da dann ein unglücklicher Canonschuss mit ihm geendiget hat. Der Generallieutenant von Hautcharmoy ist nicht, wie es anfänglich geheissen, gefährlich in der Brust, sondern nur leicht am Fuss blessiret,17-1 und die Blessur, so der Generallieutenant von Winterfeldt von einem Schuss durch den Hals bekommen, lässet sich so wohl an, dass man alle Hoffnung hat, ihn in Zeit von ohngefähr drei Wochen retabliret zu sehen. Unter denen verschiedenen Herrn Generalmajors, die blessiret worden, ist keiner von Gefahr, noch besorglichen Suites. Der Generalmajor Amstel, Obrist Prinz Holstein vom Württemberg'schen Regiment, Obrist von Goltz vom Fouqué'schen Regiment, Manstein von Anhalt seind in der Action geblieben.

Vor das übrige dörfte der Verlust an Todten und Blessirten wohl zwischen 5 à 6000 gehen, von welchen letzteren doch sehr viele wieder bald reconvalesciren dörften. So stark diese Zahl zu sein scheinet, so ist es doch in gar keinen Vergleich mit der Entreprise zu setzen, da die feindliche Armee in einer so avantageusen Position gestanden, dass alle Kenner, auch der Feind selbst gestehen, wie es keinen als preussischen Truppen möglich gewesen, dergleichen zu attaquiren, geschweige dann, eine Armee daraus zu delogiren und, so wie geschehen, zu poussiren und à plate couture zu schlagen. Eine ganz enorm starke Artillerie, vom Feinde abandonnirte Batteries, einer hinter dem andern liegende Berge und Höhen, Carrières und hohle Wege, die man nicht siehet, bis man nahe bei ist, Precipicen, so nicht bestiegen, sondern nur grimpiret werden können, schmale Wege und Fusssteige durch Moräste seind noch redende Proben, so ein jeder vorbeireisender, so auch nicht von Métier ist, observiren kann, von dem, was hat geschehen müssen.

Ich gerathe aber in eine Sphère, die sich vor mich nicht schicket, und melde nur noch mit wenigem, dass es des Königs Majestät bisher noch nicht möglich gewesen ist, an die Anfertigung einer umständlichen Relation denken und arbeiten zu lassen, wozu Sie aber nächstens schreiten zu wollen Hoffnung geben.17-2

Von des Feindes Verlust in dieser Bataille, der aber sehr beträchtlich gewesen sein muss, ist noch nichts mit Zuverlässigkeit zu sagen; die Gefangene und die Deserteurs exaltiren solchen sehr, und einer von letzteren hat mir selbst souteniren wollen, dass das Regiment von Colloredo, worunter er gestanden und aus Prag weggegangen, überhaupt 6 Mann stark in Prag einmarschiret sei. Wie aber auf dergleichen<18> Leute Aussage nicht sonderlich zu bauen, so ist es doch einigermaassen notable, dass, als wie obgedacht der Obriste von Krockow in Prag gewesen, er nach verschiedenen Generalspersonen und vielen Stabesofficiers gefraget worden, um zu wissen, ob sie gefangen worden, von welchen man nicht wüsste, wo sie geblieben wären, davon aber hier auch noch nichts bekannt ist.

Eichel.

Nach der Ausfertigung.


8916. AN DEN ETATSMINISTER GRAF PODEWILS IN BERLIN.

Hauptquartier Klein-Michle, 9. Mai 1757.

Zufolge Sr. Königl. Majestät allergnädigstem Befehl soll ich an Ew. Excellenz beiliegende Relation18-1 von Höchstderoselben Expedition in Böhmen und von der Bataille bei Prag übersenden. Selbige ist von der Hand Sr. Königl. Majestät Selbst und ganz summarisch, auch so modeste gefasset, dass solcher noch verschiedenes zugesetzet und allerhand Avantages mehr füglich releviret werden können, wann es Deroselben nicht gefallen, darunter eher zu wenig als zu viel zu thun und das Contre-pied von denen gewöhnlichen österreichischen Gasconnades zu nehmen,18-2 auch alles mit vieler Precision zusammen zu fassen. Wie dann Dieselbe, so zu sagen, so scrupuleuse gewesen, dass Sie mir noch nachher befohlen, die Anzahl derer Todten und Blessirten von Dero Armee noch mehr auseinanderzusetzen, wenn solche höher angehen würde; welches ich aber mit keinem Fundament thun können, da die Listen deshalb täglich variiren, nachdem viele zuerst als todt darin angegeben worden, welche nur von ihren Regimentern abgekommen seind und sich nachher allmählich wieder eingefunden haben und noch einfinden. Der Verlust des Feindes ist uns noch ohnbekannt, derselbe aber muss sehr gross sein, welches nicht nur diejenige, so die Curiosité haben, das Schlachtfeld zu sehen, sondern auch die Gefangene und die Deserteurs einzeugen.

Des. Königs Majestät Intention ist, dass Ew. Excellenz von dieser Relation verschiedene Abschriften als auch eine recht gute und reine teutsche Uebersetzung anfertigen und solche alsdenn fordersamst Dero Minister und Residenten an auswärtigen Höfen und Orten, als auch sonst nach Preussen, Schlesien, in das Reich und in denen Zeitungen communiciren und publique machen lassen möchten.18-3

Eichel.

Nach der Ausfertigung.

<19>

8917. RELATION DE L'EXPÉDITION DE BOHÊME DES DEUX ARMÉES PRUSSIENNES, TANT DE CELLE DE SAXE QUE DE CELLE DE LA SILÉSIE.19-1

Le maréchal de Schwerin entra le 18 d'avril en Bohême, il déboucha par cinq endroits. La colonne qui marcha sur Schatzlar, pensa y surprendre les deux princes de Saxe qui s'y trouvaient justement;19-2 celle qui passa par Golden-Œls, pour s'avancer sur Trautenau, trouva 300 pandours postés sur une hauteur, qu'elle tourna et dont elle prit, tua ou blessa près de 100 hommes.19-3 Les cinq colonnes se joignirent à Kœniginhof.

Le prince de Bevern, qui devait joindre le Maréchal à Turnau, marcha le 20 du côté de Reichenberg; il poussa 300 chevaux d'une avant-garde des Autrichiens dont il fit 160 prisonniers; de là il marcha sur Reichenberg, où il attaqua un corps autrichien de 20,000 hommes. Le 21 d'avril ce corps était retranché et avait fait des abattis devant lui; à sa droite se trouvait la ville de Reichenberg, devant laquelle il y avait des redoutes entourées de trous de loup. Ce poste fut attaqué par la gauche, et dès que les Autrichiens plièrent, notre droite donna. Elle chassa les Autrichiens des abattis, notre cavalerie battit totalement celle des ennemis, l'infanterie força les redoutes, prit la ville, et les Autrichiens furent mis dans une entière déroute. Le prince de Bevern poursuivit les ennemis jusqu'auprès de Liebenau, où l'ennemi se plaça derrière des défilés, ce qui empêcha les Prussiens de le poursuivre plus loin.

Le 24 le maréchal de Schwerin prit ce corps qu'on dit avoir été commandé par le général Starhemberg —, ce qui l'obligea de fuir. Il voulut se replier sur Jung-Bunzlau, mais le Maréchal gagna ce poste avant l'ennemi et y prit un magasin considérable que les ennemis y avaient formé. Le prince de Bevern joignit l'armée de Silésie, Monsieur de Starhemberg se replia sur Prague. Son arrière-garde fut entamée par nos hussards, qui en défirent une grande partie.

Le Maréchal s'avança le 27 jusqu'à Benatek,19-4 le général Wartenberg marcha sur le Vieux-Bunzlau, et il défit en chemin près de 1500 pandours et hussards, dont 400 furent tués ou faits prisonniers. Le brave général de Wartenberg y fut tué.19-5

Le 29 le général Fouqué marcha sur Bunzlau, le 30 il s'empara de Brandeis; le 1er et le 2 et le 3 se passèrent à réparer les ponts; le 4 le Maréchal passa l'Elbe : nous le laisserons là pour en venir à l'expédition de l'armée de Saxe.

Le prince d'Anhalt, qui avait commandé le corps prussien posté vers Zwickau et Chemnitz, après quelques mouvements qu'il fit faire à son corps vers Eger, déboucha le 20 en Bohême par le Basberg sur<20> Kommotau. Le 21 l'armée du Roi marcha à Nollendorf, l'avant-garde à Karbitz et un détachement commandé par le général Zastrow sur Aussig. Le 22 l'armée du Roi marcha à Hlinay, le prince Maurice d'Anhalt à Briix, ce qui fit replier tous les quartiers des ennemis vers l'Eger.

Aussig fut pris, Tetschen résista et ne fut occupé que le 27. Nous perdîmes le général de Zastrow et une trentaine de soldats à cette expédition.

Le 23 l'armée se rassembla, le corps du prince d'Anhalt joignit celui du Roi; le 24 nous marchâmes à Trebnitz, où nous découvrîmes un corps d'Autrichiens posté à Budin derrière l'Eger. Le 25 toute l'armée se rassembla dans ce camp, et sur la nouvelle que l'on eut, qu'un corps était en marche d'Eger pour se joindre au maréchal de Browne, il fut résolu de passer la rivière d'Eger la nuit même, pour couper ce corps, s'il était possible. Nous établîmes deux ponts à Koschtitz, mais nous ne pûmes commencer à défiler qu'à 8 heures du matin. Nos premières troupes occupèrent les hauteurs, nos troupes légères avancèrent pour prendre langue. Les troupes venant d'Eger voulaient établir leur campement à Perutz. L'arrivée de nos hussards leur fit changer de dessein, elles se replièrent en arrière, et le temps qu'il fallait à nos troupes pour passer la rivière, nous empêcha de les atteindre. Cependant un détachement de notre cavalerie avança vers Budin. Les Autrichiens, qui voyaient que leur poste était tourné, et qu'ils seraient coupés du corps d'Eger, se retirèrent à Welwarn; nos hussards donnèrent dans leur arrière-garde et firent 30 prisonniers.

Le 28 nous prîmes le camp de Budin, et le 29 se passa à rétablir les ponts de l'Eger que l'ennemi avait rompus. Nous trouvâmes à Budin et à Charwatetz des magasins assez considérables. Le 29 nous marchâmes à Welwarn, le 30 tous les grenadiers de l'armée, 20 escadrons de hussards et 20 de cuirassiers et dragons suivirent la marche des ennemis; on vit leurs colonnes qui défilaient et une arrière - garde qui faisait mauvaise contenance. Le général Zieten l'attaqua, les mit en déroute et fit sur eux un capitaine, un lieutenant et 30 prisonniers.

Le 2 de mai l'avant-garde s'avança au Weissen Berg, et nous apprîmes que l'ennemi se retirait à travers de Prague. Nous occupâmes toutes les hauteurs et les vignes aux environs de la ville, et l'armée s'y posta, sans que l'ennemi nous disputa le moindre terrain. Le 5 un détachement de l'armée marcha à Selz, où il fit des ponts sur la Moldau; le 6 au matin le Roi se joignit avec ce détachement à l'armée du maréchal de Schwerin, et il fut résolu d'attaquer l'ennemi le jour même.

Monsieur de Browne était campé, son aile gauche à la montagne de Ziska, sa droite vers Strebohol sur une hauteur. Il fut résolu de tourner son camp. L'armée prussienne défila par la gauche par Potschernitz; Monsieur de Browne, qui s'aperçut de ce mouvement, défila par sa droite, pour ne point se laisser prendre en flanc; les<21> Prussiens marchèrent au delà de Biechowitz par des défilés et des marais, ce qui sépara un peu l'infanterie : elle attaqua avec trop de précipitation, ce qui fut cause qu'elle fut repoussée la première fois. Le maréchal de Schwerin, sans contredit le plus grand général de ce siècle, y fut tué, le drapeau de son régiment à la main. Dès que notre infanterie se fut jointe, elle attaqua de nouveau la droite des Autrichiens et l'enfonça. La cavalerie de notre gauche, après trois charges, obligea toute la cavalerie autrichienne qui était à la droite de l'armée, de prendre la fuite; notre centre mit d'abord l'infanterie autrichienne en déroute et la poussa à travers de son camp qui était encore tendu; notre gauche marcha vers Michle, de la cavalerie s'y joignit, et nous coupâmes l'armée autrichienne, dont la droite s'enfuit vers la Sazawa.

Alors notre droite attaqua la gauche de Monsieur de Browne, elle prit trois batteries placées sur des hauteurs qu'il fallut forcer successivement. La droite de notre cavalerie n'a point eu occasion de donner. Le prince Henri de Prusse et le prince de Bevern, qui chacun de leur côté ont fait des merveilles, ont pris deux batteries, le prince Ferdinand de Brunswick a pris cette gauche des Autrichiens en flanc, et comme le Roi avec sa gauche et un corps de cavalerie avaient déjà gagnés la Moldau, toute l'infanterie autrichienne fut obligée de se jeter dans Prague. Elle espérait d'en ressortir du côté de Kœnigsaal, mais l'armée du maréchal de Keith lui en bouchait le passage, de sorte qu'un gros corps d'infanterie, de cavalerie et de hussards s'y trouve renfermé.

On tâche à présent de les y resserrer le plus que possible et de les obliger à se rendre. Le colonel de Puttkammer, qui poursuit ceux qui se sont enfuis du côté de Beneschau, a fait donner avis que l'ennemi est tout débandé, qu'il fait nombre de prisonniers sur eux, et que tout le corps s'enfuit vers Budweis.

Nous avons fait beaucoup de prisonniers sur l'ennemi, jusqu'à présent leur nombre passe les 4000. Nous avons près de 60 de leurs canons, 10 étendards, 30 officiers, et il est encore impossible de rendre compte de tout dans ces premiers moments. Nous avons perdu 2500 hommes morts et près de 3000 de blessés. B est inutile de dire que nous regrettons beaucoup le maréchal de Schwerin. Le général Amstel a été tué, le général Winterfeldt, Fouqué et Hautcharmoy21-1 légèrement blessés, ainsi que le général de Blanckensee et de Plettenberg de la cavalerie. Le prince de Holstein, colonel du régiment de Würtemberg-infanterie, le colonel Goltz de Fouqué et Manstein d'Anhalt, ainsi que le lieutenant-colonel Rhoë21-2 ont été tués.

Voilà comment cette expédition s'est terminée, dont il faudra voir quelles seront les suites.

Eigenhändig.

<22>

8918. A LA PRINCESSE GOUVERNANTE DES PROVINCES-UNIES A LA HAYE.

Camp de Prague, 9 mai 1757.22-1

Si vous ne daigniez22-2 pas vous intéresser à ce qui regarde la cause de la liberté de l'Allemagne,22-3 je craindrais de vous importuner en vous rendant compte, Madame, des avantages que nous venons d'avoir sur les ennemis.

Après avoir surpris les quartiers des Autrichiens, nous sommes marchés, le maréchal de Schwerin sur l'Elbe, après s'être joint avec le prince de Bevern, lequel avait battu un corps de 20,000 Autrichiens à Reichenberg. Le Maréchal leur a pris le magasin de Bunzlau et s'est avancé sur l'Elbe. Nous n'avons de notre côté point trouvé de résistance, nous avons pris les magasins de Budin, Schlan et Welwarn que l'ennemi nous a abandonnés; après quoi nous l'avons suivi jusqu'à Prague. M. de Browne passa la Moldau, sur quoi j'ai joint le maréchal de Schwerin avec un détachement de mon armée. Le même jour 6 de ce mois, nous avons attaqué l'ennemi, et nous avons été assez heureux que de le mettre en fuite. Les principaux généraux et environ 50,000 hommes sont dans Prague, où ils sont actuellement enfermés. Nous ne pouvons point faire de siège en forme, à cause de la nombreuse garnison; ils sont bloqués, et dès que la grosse artillerie arrivera, on tâchera par le moyen des bombes de brûler leurs magasins.

Voilà, Madame, un compte que je me suis cru obligé de vous rendre. Ce sera donc à présent la résistance de la ville de Prague, la force ou la faiblesse de ses magasins, qui décidera de notre sort et de celui de toute la campagne. Si d'une ou d'autre manière ce siège se termine entre ci et trois semaines, je serai en état de faire de gros détachements où le besoin le demandera;22-4 si en revanche d'autres ennemis me tombent sur les bras, avant que cette entreprise se trouve terminée, je me trouverai dans de nouveaux embarras et dans des situations très difficiles. Je vous écris la simple vérité, Madame, je vous la dois et, persuadé des bontés que vous avez pour moi, j'ose me flatter que vous dissimulerez mes embarras, pour ne faire paraître les choses que du côté avantageux.

Federic.

Nach dem von Ranke gegebenen Abdruck22-5 in: Abhandlungen der Königl. Akademie der Wissenschaften in Berlin, Jahrgang 1868. Philolog.-histor. Klasse, Abtheil. II, S. 88. (Berlin 1869.) Der dortige Druck nach der eigenhändigen Ausfertigung im Königl. Hausarchiv im Haag.

<23>

8919. AU FELD-MARÉCHALL DE KEITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 9 [mai [1757].

Vous avez raison, mon cher Maréchal, de juger de ma sensibilité dans le moment présent pour les pertes que j'ai faites; et qui ne le serait pas en perdant des amis et de braves gens qui ont soutenu l'État dans l'affaire la plus scabreuse et la plus décisive que j'aie encore vue de mes jours? Je sacrifie et moi et mes chagrins domestiques23-1 dans ce moment, et je ne veux penser qu'à la patrie.

J'ai pris de mon côté tous les arrangements que j'ai cru nécessaires tant pour m'opposer au corps de Kœniggrætz que pour poursuivre les fuyards. Nos hussards de Werner23-2 ont pillé la caisse militaire des Autrichiens; tout ce qui est hors de Prague, est sans argent, sans pain et sans équipages, de sorte qu'on les fera encore fuir sans peine.

Quant aux déserteurs et aux prisonniers, vous n'avez qu'à les renvoyer à Budin, et qui d'eux voudra prendre service, sera le bienvenu. Nous avons tant à faire qu'il est impossible de vous fournir des listes. Demandez à votre aide de camp, qui vous dira que j'ai été interrompu par plus d'une reprise en écrivant cette lettre.

Nous avons occupé le Ziska aujourd'hui, le pauvre Strantz y a été tué; mais à présent nous nous trouvons en force sur le nez de l'ennemi. Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8920. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

Michle, 9 mai 1757.

Mon cher Maréchal. Le général Zieten vient de me donner avis que le corps de troupes ennemies qui a été auprès de Kœniggraetz, se trouve à environ trois milles d'ici; c'est pourquoi j'ai besoin du régiment de Katte-dragons et des 5 escadrons de hussards de Seydlitz, ou si vous avez placé ces escadrons trop loin de la rivière, envoyez-en seulement le même nombre d'un autre régiment plus proche, et des hussards.

Federic.

Nach einer Abschrift im Nachlasse Keith's.

<24>

8921. AN DEN GENERALLIEUTENANT ERBPRINZ VON HESSEN-CASSEL IN BIELEFELD.

Der Erbprinz von Hessen-Cassel berichtet, Bielefeld 5. Mai, über ein Gefecht mit französischen Husaren, bei welchem „sich die bückeburgischen Carabiniers besonders distinguiret, und der Lieutenant davon nebst 12 Carabiniers sich mit 30 Husaren herumgetummelt und vor seine eigene Person vier davon erlegt hat.“

[Im Lager von Prag, Mai 1757.]24-1

Wann sie die Franzosen brav auf den Hals gehen, so werden sie laufen wie die Hasen.

Friderich.

Eigenhändige Weisung für die Antwort; in dorso den Berichts des Erbprinzen.


8922. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 10 [mai 1757].

Je vous suis très obligé, mon cher Maréchal, pour les régiments que vous m'avez envoyés.24-2 Le prince de Bevern est en pleine marche avec une grosse cavalerie et 11 bataillons d'infanterie, pour attaquer Leopold Daun. Je ne crois pas que l'autre tiendra, je serais plutôt porté à présumer qu'il se retirera au camp de Kuttenberg. J'attends le dénoûment de ceci et ensuite ma grosse artillerie, qui doit arriver le 14 à Leitmeritz, et qui sera le 19 ou 20 ici, pour bombarder et pour forcer les ennemis à faire des sorties, pour voir s'il ne se trouvera pas de moyen de les obliger à se rendre.

Comme je ne suis pas devin, il m'est difficile d'annoncer d'avance ce qui arrivera; mais j'espère que, de quelque façon que la chose tourne, elle nous sera ou moins ou plus avantageuse. Nous sommes à présent à la discrétion de Sa Sacrée Majesté le Hasard. Si Browne a beaucoup de vivres dans la ville, s'il a pris ses précautions pour les mettre à l'abri de toute insulte, si, enfin, tous les hasards et les combinaisons prétérites sont pour lui, nous ne réussirons qu'en partie; mais si quelque chose manque, j'en viendrai à bout; c'est ce que j'attends du destin, en prenant de mon côté toutes les meilleures mesures pour faire réussir mon projet.

Le corps qui s'est sauvé de la bataille, ne consiste qu'en 12,000 hommes, Browne en a 50,000 bien comptés à Prague; Leopold Daun n'a que 15,000 hommes sous ses ordres: voilà au vrai notre situation pour le moment présent; je m'en remets, au reste, à la Fortune, et je vous embrasse, mon cher Maréchal, de tout mon cœur. Adieu.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<25>

8923. AU COMTE ALGAROTTI A BOLOGNE.

Camp devant Prague, 10 mai 1757.

Le Roi m'a ordonné, Monsieur, ne pouvant le faire lui-même, de vous apprendre qu'il vient de gagner près de Prague la bataille de Pharsale. Je crois qu'un récit abrégé de ce qui a précédé cette grande action, vous fera plaisir.25-1

Sur la fin de l'hiver, le Roi fit construire des redoutes à toutes les portes de Dresde et tracer des lignes. Il persuada par là aux ennemis qu'il voulait se tenir sur la défensive. Il entra dans les quartiers de cantonnement le 24 de mars,25-2 et ne cessa, dès le moment qu'il y fut, de faire reconnaître des camps dans tous les endroits par où l'on pouvait déboucher dans la Saxe. Enfin, il fit marcher différents corps, et de différents côtés, pour voir si l'ennemi prenait l'alarme, et s'il était réellement convaincu que le Roi n'agirait point offensivement.25-3 Il parut, à leurs démarches, qu'ils s'étaient persuadés que le Roi ne voulait point entrer en Bohême, car ils ne faisaient que replier leurs postes avancés. Nos corps revenaient aussi sur leurs pas, ce qui acheva de leur donner le change.

Après les avoir ainsi préparés, le Roi quitta, le 20 d'avril, son quartier de cantonnement et donna le même ordre à toutes les troupes; le 21 son armée se trouva rassemblée à Ottendorf, sur les frontières de Bohême.

Le maréchal de Schwerin était entré, de son côté, le 18 en Bohême, dirigeant sa marche sur Jung-Bunzlau, où les ennemis avaient un de leurs plus grands magasins. Le duc de Bevern pénétra en même temps par la Lusace, du côté de Friedland et de Zittau, le prince Maurice du côté d'Eger. Le duc de Bevern devait joindre le maréchal de Schwerin; mais, avant de le joindre, il gagna sur le comte de Kœnigsegg une bataille auprès de Reichenberg.

Le prince Maurice joignit le Roi, qui marcha à grandes journées, poussant toujours l'ennemi devant lui. Rien ne résista aux gorges. Nous avions cru être arrêtés au passage de l'Eger; mais le Roi fit une marche de nuit, et ses ponts furent jetés, et la moitié de son armée de l'autre côté, que l'ennemi n'en savait rien. Le maréchal Browne se retira assez vite. On s'était flatté qu'ils attendraient le Roi sur le Weissen Berg, poste très avantageux sous le canon de Prague; mais nous trouvâmes qu'ils avaient passé la Moldau. Il fallut encore passer cette rivière. Le Roi prit vingt bataillons et quelques escadrons avec lui et fit jeter un pont. On passa sans résistance. Le Roi avait fait ordonner au maréchal de Schwerin de le joindre de l'autre côté de la Moldau.

Le 6 de ce mois, il joignit le Roi de grand matin. On reconnut le camp des ennemis, et le Roi, voyant bien qu'il était inattaquable<26> par son front, ordonna au maréchal de Schwerin de marcher par sa gauche et de faire en sorte de tourner les ennemis et de leur gagner le flanc. Le Maréchal marcha, et la marche fut longue. Enfin, il revint et dit au Roi : « Sire, pour leur flanc, nous l'avons. » Le Roi s'y porta d'abord, fit défiler le reste de l'armée à travers un village26-1 qui nous arrêta longtemps. On forma, d'abord après, la première ligne, et le Maréchal, qui commandait l'aile gauche, la première ligne se trouvant formée, fit attaquer. Le Roi marcha du côté du centre pour continuer à mettre l'armée en ordre de bataille. Notre gauche souffrit d'abord beaucoup, et les ennemis la menèrent battant près d'une demiheure. Ce fut là que le maréchal de Schwerin, voyant ce désordre, et que son régiment pliait aussi, prit un drapeau à la main, et, encourageant ses soldats, il reçut un coup de feu dans la tête et dans la poitrine, dont il expira sur-le-champ. Le drapeau qu'il tenait à la main, couvrit tout son corps. #Le Roi continua à donner ses ordres avec le même sang-froid que si tout était bien allé; il envoya des troupes à cette aile gauche, fit rallier les fuyards et rétablit si bien le combat, que les ennemis, à leur tour, furent battus et si bien poursuivis, qu'ils ne purent jamais se rallier. La déroute fut totale : ils n'avaient pas deux hommes ensemble, l'infanterie était pêle-mêle avec la cavalerie.

Il fallait encore battre leur [gauche],26-2 qui se trouvait dans des postes presque inaccessibles. Nos troupes, malgré leur lassitude et malgré les difficultés presque insurmontables, ne se rebutèrent point. Elles escaladèrent les rochers, chassèrent les ennemis de partout. Leur armée se débanda absolument; une partie fuit du côté de la Sazawa, et l'autre partie entra dans Prague, où il y a environ 50,000 hommes. Le prince Charles, le maréchal Browne, le prince de Saxe,26-3 le prince Louis de Wurtemberg et la plus grande partie de leurs généraux y sont aussi. Le Roi est campé avec son armée autour de la ville et a pris toutes les précautions pour les faire prisonniers, ou du moins pour qu'ils n'en échappent pas, sans qu'il leur en coûte horriblement cher.

Le duc de Bevern a marché au devant du maréchal Daun, qui veut tenir encore contenance. B a ordre de lui livrer bataille. Ainsi le Roi se trouvera par là, en moins d'un mois, avoir conquis un royaume et dissipé presque toutes les forces de la maison d'Autriche.

Le maréchal de Browne a été blessé à la jambe; nous avons fait beaucoup de prisonniers et pris une grande quantité d'étendards, ainsi que des pièces de canon. Outre le maréchal de Schwerin, nous avons perdu le général d'Amstel, le duc de Holstein, le colonel Goltz, M. de Hautcharmoy; les généraux Fouqué, de Winterfeldt, d'Ingersleben, de Kurssell et plusieurs autres officiers ont été blessés. On a perdu sans doute beaucoup de braves gens; mais si vous voyiez le terrain, vous<27> seriez surpris qu'on ait pu déloger une armée de pareils postes, ayant surtout une si nombreuse artillerie. Le Roi, malgré les périls auxquels il s'est exposé, est en très bonne santé.

Je suis charmé de vous renouveler dans une si belle occasion les sentiments de la plus parfaite considération avec laquelle j'ai l'honneur d'être etc.

de Prades.

Nach dem Abdruck in den „,Œuvres de Frédéric le Grand“ Bd. 18, 105 —.


8924. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT IN INSTERBURG.

Hauptquartier Michle bei Prag, 10. Mai 1757.

Das letztere Schreiben, so Ich von Euch erhalten, ist vom 29. April gewesen. Ich bin auch von dem Plan, so Ihr Euch wegen der Russen gemachet zu haben meldet, recht wohl zufrieden und bin persuadiret, dass dorten alles recht gut gehen wird, kann aber nicht in Abrede sein, wie Ich noch immer der Meinung, dass, wenn die Russen die considerable Avantage, welche Ich, gottlob! hier über die grosse österreichische Armee gehabt, nach allen ihren Umständen erfahren werden, sie sich nicht sonderlich pressiren dörften, um dorten zu agiren.

Ich halte noch bis dato den ganzen rechten Flügel der feindlichen Armee nebst aller der Generalität, so sich auf der Flucht bei der Bataille darin geworfen, bloquiret und hoffe dadurch der feindlichen Force noch gar einen beträchtlichen Échec anzubringen, auch von Prag selbst Mich Meister zu machen. So wie weiter hier etwas passiren wird, werde Ich nicht ermangeln, Euch davon Nachricht zu geben.

Was den Concipienten des von Euch eingesandten Briefes anbetrifft,27-1 da soupçonnire Ich mehr und mehr, dass es ein Windbeutel ist. Da er auch bisher keine andere Nachrichten als vom Grafen Brühl und aus Warschau gegeben, so könnet Ihr ihm in Ziffern antworten lassen, dass Ich aus Warschau keine Nachrichten von ihm verlangete, sondern aus der russischen Armee, wie solches sein Erbieten und Engagement gewesen, und dass also, so lange er in Warschau bliebe und nicht bei der russischen Armee wäre, auch von daher [nicht] richtige und interessante Nachrichten fournirete, er keine neue Remises an Gelde weiter fordern noch bekommen könne. Uebrigens könnet Ihr dessen Briefe, so er Euch etwa weiter für Mich an Euch adressiren wird, nur gleich dort erbrechen und damit nach Gutfinden verfahren.

Friderich.

Nach dem Concept.

<28>

8925. A LA PRINCESSE AMÉLIE ET A LA DUCHESSE CHARLOTTE DE BRUNSWICK A BERLIN. 28-1

[Au camp de Prague,] ii [mai 1757].

Mes chères Sœurs. J'ai reçu vos lettres dans la plus violente crise, ce qui m'a empêché de vous répondre plus tôt. Je vous écris à toutes les deux, n'ayant pas le temps de faire plus d'une lettre. Nous avons à présent ébauché ici l'ouvrage; il faudra encore quelques petits coups de cognée pour l'achever.

Mon frère Henri a fait des merveilles et s'est distingué au delà de ce que je puis en dire; mes deux autres frères n'ont pas du tout été dans la bataille, ils se sont trouvés dans l'armée du maréchal Keith.

Nous avons perdu le digne maréchal Schwerin et bien de braves officiers. J'ai perdu des amis que je regretterai toute ma vie.

Enfin, mes chères sœurs, si le bonheur nous favorise à présent, nous aurons gain de cause. Toute la généralité et, selon le dire des déserteurs, 60,000 hommes sont enfermés à Prague; j'entreprends de les réduire à se rendre prisonniers de guerre. C'est une terrible entreprise; il faut du bonheur pour y réussir.

Ma chère Lottine, duchesse de Brunswick, et vous, ma chère sœur l'abbesse, je vous embrasse toutes les deux de tout mon cœur. Voilà une lettre pour notre chère mère.28-2

Federic.

Nach der Ausfertigung im Königl. Hausarchiv zu Berlin. Eigenhändig.


8926. AU PRINCE DE PRUSSE AU CAMP DE PRAGUE.28-3

[Au camp de Prague,] 11 [mai 1757].

Mon cher Frère. Je sens toutes les pertes que j'ai faites, je m'étourdis dans ce moment pour me les dissimuler à moi-même, et pour que ma sensibilité ne m'empêche point de faire mon devoir; je ne pense qu'à la patrie et aux moyens de subjuguer nos ennemis. Faites-moi, s'il vous plaît, les propositions pour l'avancement de votre régiment. Dans le moment présent, il faut détourner notre vue du passé et ne voir qu'en avant, réparer nos pertes et faire les dispositions pour procurer la perte de l'ennemi. Je me sacrifie pour l'État, je fais tous les efforts dont je suis capable, pour ne point sentir ce qui déchire mon cœur.

Dans toute cette bagarre, j'ai au moins la consolation d'apprendre aujourd'hui que notre chère mère se remet.28-4 Voilà, mon cher frère, le seul instant de contentement que j'aie eu, depuis que je vous ai<29> quitté; la crise n'est pas encore tout-à-fait terminée, et j'entreprends ce que je peux, laissant à la Fortune à décider des évènements sur lesquels la prudence n'a aucune prise.

Je suis avec autant d'amitié que d'estime, mon cher frère, votre fidèle frère et serviteur

Federic.

Mon frère Henri a fait des merveilles.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8927. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

Quartier général auprès de Prague, 11 mai 1757.

Mon cher maréchal de Keith. Ne doutant pas que ceux de Prague ne tentent tout pour faire entrer ou sortir toutes sortes de personnes, afin d'entretenir la correspondance au dehors, vous ne manquerez pas de prendre toutes vos mesures, afin de faire en sorte que rien ne puisse échapper à la vigilance des gardes et des patrouilles, soit pour vouloir entrer ou sortir. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


8928. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IN BÖHMISCH-BROD.

[Im Lager von Prag,] 11. [Mai 1757].

Es ist viel Missverstand gestern bei der Sammlung Ihres Corps geschehen, ich habe spät alle Regimenter zusammenbringen können; Anhalt'sche Bataillon ist so müde gewesen, dass es nicht weiter hat marschiren können; Puttkammer ist gestern um 5 Uhr hier angekommen und sogleich mit Cavallerie Ihnen nachmarschiret. Ein Bataillon werde suchen ausfindig zu machen, das noch ziemlich complet ist, um es Dinen nachzuschicken. Wie ich sehe, so stehet der Daun hinter die Teiche,29-1 und glaube ich, wird es wohl über Böhmisch-Brod gehen müssen, dass man ihm tourniret.

Adieu, mein lieber Prinz, ich embrassire Ihnen von Herzen. Wegen des Brods ist an Goltz gesagt.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8929. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Au camp de Prague, 12 [mai 1757].

Ma très chère Sœur. Ce jour a été bien heureux pour moi. M. de Treskow m'a rendu votre lettre du 27 avril, et j'ai reçu en même temps<30> celle du 6 mai. Je vous rends mille grâces du tendre intérêt que vous prenez, ma chère sœur, à nos affaires.

Depuis la bataille nous avons enfermé toute la généralité autrichienne et près de 50,000 hommes dans Prague. Leopold Daun a voulu marcher à leur secours, mais le prince de Bevern, que j'ai détaché contre lui, l'a fait reculer jusqu'à Kolin, et le Prince le poussera jusque vers Kuttenberg ou Kœniggrætz.

Ceux de Prague n'ont des vivres que pour trois semaines. Je sais où sont leurs magasins, et je les ferai bombarder. Mon artillerie et tout son pesant attirail ne pourront arriver ici que le 20. Alors j'espère d'en rendre bon compte, et, si la Fortune me rit, ils seront nos prisonniers, tout comme les Saxons.30-1 Alors nous pourrons nous tourner du côté de l'Empire et dans votre voisinage.

Cependant, en vous épargnant comme notre propre pays, j'ai déjà envoyé un détachement de nos pandours,30-2 qui a pris aux Autrichiens le magasin de Pilsen, qui de là entre dans le Palatinat, passe Nuremberg, Anspach et Bamberg, pour apprendre à ces gens-là que l'on connaît le chemin de leur pays. Si vous entendez parler d'eux, vous n'avez qu'à leur envoyer quelqu'un qui leur indique vos frontières, qui sous peine de la corde leur sont défendues de toucher. Adieu, mon adorable sœur; voilà tout ce que je puis vous dire de nous autres. Je vous embrasse de tout mon cœur.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8930. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT IN INSTERBURG.

Hauptquartier bei Prag, 12. Mai 1757.

Ich habe nicht anstehen wollen, Euch die differente Nachrichten zu communiciren, welche Ich wegen der Russen zeither erhalten habe.

Wenn Ich dem Benoît30-3 trauen soll, so soll der Apraxin positive Ordre haben, seine Opérations gegen Preussen anzufangen und alle sich dagegen ereignende Schwierigkeiten zu übersteigen; weshalb denn auch verschiedene seiner Colonnen anfangen sollen sich im Marsch zu setzen. Dahergegen will man in Dänemark an guten und sicheren Orten wissen,30-4 dass der Hof zu Kopenhagen, der sonsten eine grosse Jalousie gegen das Auslaufen eines russischen Seearmements in die Ostsee bezeiget hat, dergleichen nicht mit gleichgültigen Augen anzusehen, über das jetzige prätendirte russische Seearmement noch nicht alarmiret wäre, und dass vorgedachter Hof von der russischen Landmacht unter Apraxin eine sehr schlechte Opinion habe und zu wissen prätendire, dass bei<31> solcher kaum 20,000 Mann wären, so zu marschiren im Stande seind. Es will erwähnter Hof überdem sichere Nachricht haben, dass diese Truppen in dem erbärmlichsten Zustand wären; indess aber und um völlig auf den Grund der Wahrheit deshalb zu kommen, so habe der Hof quaestionis einen Courier nach Russland geschicket, um positivement zu wissen, woran er deshalb wäre, welcher in drei Wochen zurück erwartet würde. Was Ich weiter erfahre, werde Euch“ alles communiciren.

Ich continuire noch, den Prinz Karl von Lothringen, Marschall Browne und den linken Flügel seiner Armee, so sich in Prag geflüchtet in der Absicht, so ihm aber gehindert worden, sich weiter nach Königsaal zu retiriren, zu bloquiren, und muss nunmehr abwarten, wie weit Ich darunter werde reussiren können.

Friderich.

Nach dem Concept.


8931. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 12 [mai 1757].

Mon cher Maréchal. Il ne s'agit point ici d'assiéger une armée de 50,000 hommes, bien de brûler leurs magasins et d'inspirer de la terreur, plus qu'ils n'en ont, aux troupes assiégées. Je me contenterai de les bien enfermer, de les bloquer étroitement et de leur ôter toute espérance de pouvoir pénétrer par la force. Dès que notre grosse artillerie sera arrivée, nous les bombarderons de tous côtés, et comme je sais où ils ont leur farine et leurs fours, j'ai toute espérance d'y mettre le feu et de les réduire au désespoir, ce qui les obligera ou à tenter une sortie infructueuse ou à mettre les armes bas. De toute cette armée il ne reste que 3000 hommes ensemble, qui vont tâcher de se joindre à Leopold Daun, le reste est éparpillé et ne pourra plus se rejoindre. Tâchez de bien vous fortifier pour le présent, voilà tout.

Prince Bevern marche aujourd'hui à Planian, Daun s'est retiré avec ses 14,000 hommes à Kolin, le comte Kaunitz y est, et j'espère que le prince de Bevern les obligera de se retirer à Kuttenberg. A Prague ils n'ont tout au plus que pour trois semaines de vivres; mes mortiers et canons ne m'arriveront que vers le 20, et entre là et le 24 sûrement tout finira.

Quant à la Beraun,31-1 il y a un pont à la ville même, qui est vide, où l'on peut passer 500 hussards, 400 dragons et un bataillon suffisant pour chasser tout cela et pour disperser tous les fuyards. Jeanneret s'acquittera bien de cette commission, Seydlitz aussi. Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<32>

8932. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IN BÖHMISCH-BROD.

[Im Lager von Prag,] 12. [Mai 1757].

Mein lieber Prinz. Wegen der Subsistance Ihrer Truppen32-1 habe dem General Goltz alles communiciret. Sie kriegen das Bataillon Gemmingen statt Anhalt's, welches bei Brandeis alleweile schon ist.

Ich glaube, der Daun ist nach Kaurzim marschiret, um allda die verlaufene der Bataille zu sammeln, und dieses ist mir desto wahrscheinlicher, als dass heute hinter unserer Cavallerie Husaren und Panduren sich haben in die Büsche blicken lassen. Zwei Husaren von Puttkammer, so die Oesterreicher haben gefangen gekriegt, die sich von Beneschau zu uns abgestreifet haben, sagen aus, dass alles, was aus der Bataille über der Sazawa sich gerettet hätte, zum höchsten 3000 Mann ausmachte, das übrige ist alles zerstreuet und läuft ohne Brod und Geld in Böhmen herum, so dass gar gegen der Beraun von dem Volke herumstreifet.32-2 Adieu, mein lieber Prinz, ich embrassire Sie von Herzen.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8933. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IN BÖHMISCH-BROD.

[Im Lager von Prag,] 12. [Mai 1757], um 2 Uhr.32-3

Nach denen Nachrichten, so Sie mir geben, so ersehe ich, dass sich der Daun zurückziehet. Ich glaube nicht, dass er bei Kolin stehen bleibet; wohl ehr, dass er das Lager von Kuttenberg nehmen wird, welches sehr feste ist. Wann man denen Flüchtlingen der Bataille noch eins anhängen könnte, so wäre es admirabel.

Statt das Bataillon Anhalt kriegen Sie Gemmingen. Wegen der Brodwagens von Welwarn bringt selbiger welche mit, das übrige werde von hier Banen nachescortiren lassen; ich glaube auch, dass Sie zur Noth was Brod dorten durch Ausschreibungen erhalten werden, und wann auch ein Tag fehlet, so muss auf meiner Rechnung oder zusammengetrieben Vieh denen Regimentern gegeben werden.

Hier siehet es schlecht mit denen Oesterreichern aus. Wir seind auf der Stadt. 14 Tage, längstens 3 Wochen ist noch Vorrath drein, also alle Hoffnung, dass man bald mit ihnen fertig wird. Ich embrassire Ihnen von Herzen. Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<33>

8934. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IN HRZIB.

[Im Lager von Prag,] 13. [Mai 1757].

Mein lieber Prinz. Was von hier möglich gewesen, wegen Ihr Brod zu besorgen, ist geschehen. Manteuffel, Regiment Wied und Gemmingen sollen hinfüro das ihrige aus Brandeis holen, und ich assignire in ihrer Stelle 5 Bataillons nach Welwarn. Sie werden nothwendig auf Ihr Brod warten müssen, bevor Sie weiter vorrücken.

Was den Feind angehet, so ist Daun nur 14,000 stark, und können nicht über 3000 Flüchtlinge zu ihm gestossen seind, denn ich habe Leute, die bei ihnen in Beneschau gewesen seind.

Haben Sie Ihr Brod, so ist ein grosser Punkt, von Kolin Meister zu seind; so decken Sie Jung-Bunzlau und treiben von uns den Feind weiter zurücke, auch haben Sie die Communication über der Elbe näherer. Dieses kann mit Märsche geschehen, als rechts nach Kuttenberg; Brod und Ausschreibungen zugleich gemacht; in Böhmisch-Brod, Kosteletz und Kaurzim muss vor Ihnen gebacken werden. Wein muss dem Soldat und Fleisch gratis gegeben werden. So gewinnen Sie Zeit, bis unsere Wagens nachkommen. Vielleicht kriegen die Husaren Kaunitz gar gefangen.33-1 Es kann viel gutes geschehen, das man nun nicht einsiehet. Hat Daun einen Schritt gewichen, so weicht er den zweiten auch, und fallet der Prager Succurs weg. Wor ich Bataillons missen kann, so werde was schicken; aber viel seind Sie Sich nicht zu vermuthen. Wor Sie keinen Commissarius haben, so will Goltz sagen, dass er Binen einen schicket. Adieu, ich embrassire Sie von Herzen.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8935. AN DEN GENERALLIEUTENANT BARON DE LA MOTTE IN MINDEN.

<34>

La Motte meldet, Minden 8. Mai: „Der Herr Herzog von Cumberland hat mir befohlen, vorerst hier zu bleiben33-2 und das Regiment von Salmuth zur Besatzung zu geben, hingegen die beiden andern Regimenter nach Bielefeld gezogen, von da der Herr Erbprinz von Cassel mir bekannt macht, dass ihm zu verstehen sei gegeben worden, dass die vier gedachte Bataillons den linken Flügel haben sollen und als ein besonderes Corps angesehen werden, auch, ohne meliret zu werden, die Commandos verrichten sollen. Dieses letztere ist nicht zu verwerfen,

[Im Lager von Prag, Mai 1757. ]33-3

Er muss keine Difficultäten wegen die Dienste machen und dem Duc de Cumberland alles erleichtern; wann wir mit die Oesterreicher fertig werden, so werden dagegen die Franzosen zeitig genung kommen, um ihren Uebermuth zu dämpfen.

Friderich.

wenn nur die Commandos nach der Stärke von vier Bataillons in gehöriger Ordnung gegeben werden. Ob ich ersteres aber eingehen soll, erwarte Befehl . . . Die Franzosen ziehen sich je mehr zusammen bei Münster als auch bei Arnsberg im Kölnischen, und fürchte schier, es wird nicht nach Wunsch ausfallen.“

 

Eigenhändige Weisung für die Antwort; in dorso des Berichts La Motte's.


8936. AN DEN GENERALLIEUTENANT ERBPRINZ VON HESSEN-CASSEL IN BIELEFELD.

Der Erbprinz von Hessen-Cassel sucht in einem Bericht, Bielefeld 8. Mai, sich zu rechtfertigen gegen die Vorwürfe des Königs Über den Rückzug aus Lippstadt;34-1 es sei nicht anders möglich gewesen, die ihm anvertrauten preussischen Bataillone vor den heranrückenden Franzosen zu retten, zumal da auf eine hannoversche Hülfe nicht der geringste Verlass sei.

[Im Lager von Prag, Mai 1757.]34-2

Schlechte Entschuldigungen. Er hat sich lassen ins Bockshorn jagen.34-3

Friderich.

Eigenhändige Weisung für die Antwort; in dorso des Berichts des Erbprinzen.


8937. AU SECRÉTAIRE MICHELL A LONDRES.

<35><36>

Michell berichtet, London 29. April: „J'ai engagé les ministres de cette cour à déclarer au ministre de Russie qui est ici,34-4 qu'au cas que sa cour ne voulût pas se désister du dessein où elle paraissait être, de vouloir agir hostilement par le moyen de sa marine contre les possessions de Votre Majesté le long de la Mer Baltique, l'Angleterre se verrait obligée d'y envoyer une escadre pour les protéger contre quiconque voudrait y faire la moindre entreprise. Cest de cette façon que le lord Holdernesse m'a dit ce matin que l'on avait intention de s'expliquer vis-à-vis de la Russie . . .

Quartier général devant Prague, 14 mai 1757.

Les rapports que vous m'avez faits du 26 et du 29 du mois passé,34-5 [me sont bien parvenus], au sujet desquels j'ai eu toute la satisfaction possible, tant par rapport à la déclaration que le ministère anglais a fait faire au ministre [de Russie],34-6 qu'aux autres points dont le lord Holdernesse vous a entretenu. Il serait superflu de vous

Mardi dernier35-1 le comte de Colloredo, ayant reçu un courrier du ministre de Vienne à Paris, demanda une conférence pour le lendemain au baron de Münchhausen,35-2 à laquelle il se rendit accompagné des ministres de Russie et de Danemark,35-3 et où il étala le projet ci-joint,35-4 en disant que les deux ministres ci-dessus nommés avaient ordre de l'appuyer, comme ils le firent, et en ajoutant en son particulier que Votre Majesté ne cherchait pas mieux que de quitter à la première occasion l'alliance de l'Angleterre; qu'Elle avait même déjà négocié avec le comte de Salmonr35-5 pour cet effet; que lui, Colloredo, avait des pièces en main qui constateraient ce fait, et que, par conséquent, ce devait être un motif de plus pour ne pas négliger l'occasion de sauver l'électorat du danger dont il était menacé; mais le baron de Miinchhausen, autant indigné que choqué d'un pareil procédé et de propositions aussi outrageantes, répondit d'abord an comte de Colloredo qu'il aimerait mieux se couper la main que de les signer; qu'il en rendrait compte au Roi son maître, et qu'en attendant il pouvait l'assurer d'avance qu'on ne les accepterait pas . . . [Le Roi a ordonné au baron de Miinchhausen] de me faire part de la réponse qu'il lui avait enjoint de faire aujourd'hui au comte de Colloredo, savoir que la gloire et la dignité de Sa Majesté Britannique et les en-

prescrire le compliment le plus affectueux et le plus obligeant à faire à ce ministre pour ces sujets, dont cependant vous vous acquitterez au mieux possible de ma part.

Je ne saurais cependant laisser passer, sans en relever quelque chose, cette infame calomnie dont le comte de Colloredo a pris à tâche de me noircir auprès du roi d'Angleterre et ses ministres, en m'imputant des chipoteries secrètes avec le comte Wackerbarth-Salmour, pour me raccrocher avec la cour de Saxe. Quoiqu'il ne faudrait voir que sur les articles de cette brochure infame et controuvée35-6 qu'on ait voulu produire, vous pouvez assurer aux ministres que, si jamais avait paru une pièce absolument fausse et malicieusement inventée, c'est précisément celle dont il s'agit, que vous déclarerez telle et comme une insigne preuve des voies dont les Autrichiens se servent pour parvenir à leurs vues, sans s'arrêter aux mensonges les plus indignes et les plus noirs.

gagements pris avec Votre Majesté ne lui permettaient pas de prêter l'oreille à des propositions aussi insultantes.36-1 Il est à remarquer que le comte de Colloredo n'a dit mot de tout ceci au ministère anglais, ses ordres portant de n'en parler qu'à celui d'Hanovre; aussi le lord Holdernesse n'en est-il pas surpris, présumant que. le comte de Kaunitz n'avait pas eu l'insolence de le faire, et pensant aussi que, malgré qu'il soit dit dans le projet en question que la France y entre, ce n'est au bout du compte pas vrai.“

Au surplus, comme la France fait à présent les efforts les plus extraordinaires pour fondre sur moi et pour m'accabler, j'espère que le ministère anglais voudra dans cette conjoncture critique faire de même plus d'efforts pour faire des diversions à la France, et pour ne pas lui laisser tout-à-fait les bras libres à employer toutes ses forces uniquement pour m'accabler premièrement, afin d'avoir à bon marché le reste. C'est à présent le blocus de Prague — où il y a plus de la moitié de l'armée autrichienne enfermée — qui occupe entièrement mon armée; si mon attente a le succès qu'il faut, alors j'aurai les bras libres pour détacher de mon armée et aller secourir mes amis et alliés,36-2 mais, en attendant, il faudra faire des efforts de tous côtés, pour que je ne sois pas absolument accablé par le trop grand nombre d'ennemis. Ce que vous insinuerez bien aux ministres.

Federic.

Nach dem Concept.


8938. AU CONSEILLER PRIVÉ VON DER HELLEN A LA HAYE.

Quartier général devant Prague, 14 mai 1757.

J'ai reçu la dépêche que vous m'avez faite du 3 de ce mois, sur laquelle je suis bien aise de vous dire que je me prête avec plaisir au désir du sieur Coks,36-3 pour venir joindre mon année et y faire la campagne en qualité de volontaire avec son gouverneur le sieur d'Egerland.

Vous avez très bien fait de vous conformer à toutes les conditions qu'on vous a demandées touchant le secret le plus inviolable à garder au sujet du nouveau correspondant que vous savez,36-4 et de ma part on n'y manquera en aucune façon.

Pour ce qui regarde la vente de la poudre,36-5 j'attendrai vos nouvelles sur le prix dont vous serez convenu. Je vous adresse ci-clos encore une lettre à la Princesse Gouvernante Douairière.36-6 Vous observerez de ne pas la lui faire parvenir autrement que par un de ses hommes de chambre, sans que d'ailleurs personne au monde s'en aperçoive; il serait superflu de recommander à vous-même le dernier secret là-dessus.

<37>

Vous37-1 aurez soin de la lettre ci-close, afin qu'elle arrive à sa destination.

Federic.

Nach dem Concept.


8939. AU DUC DE SANTA-ELISABETTA, AMBASSADEUR DU ROI DES DEUX-SICILES, A DRESDE.

Camp devant Prague, 14 mai 1757.

Monsieur. Votre courrier a remis la lettre qu'il vous a plu me faire le 12 de ce mois, et je suis extrêmement sensible à tout ce que vous m'y dites d'obligeant, et aux sentiments que vous y témoignez pour moi. Je reconnais cette politesse de votre part autant que vous le pouvez désirer, et vous me ferez encore un véritable plaisir de faire sentir à votre cour combien sa manière de penser obligeante m'a affecté, et pour vous en convaincre d'autant plus, je veux bien condescendre que vous puissiez faire votre cour à Sa Majesté la reine dë Pologne et à la famille royale, quoique certaines raisons m'obligeassent encore à restreindre ces visites à votre seule personne,37-2 et j'espère que vous y voudrez acquiescer d'autant plus volontiers que cela empêchera d'autres personnes d'abuser de ce prétexte.

Au surplus, votre droiture m'étant un sûr garant que je pourrai toujours me reposer sur la personne que vous chargerez, après votre départ de Dresde, pour subvenir au commerce des lettres entre Sa Majesté la reine de Pologne et la famille royale avec Leurs Majestés des Deux - Siciles ,37-3 je veux bien y donner la main, à quelle fin vous n'aurez qu'à indiquer à mon général major de Bornstedt le nom et la qualité de la personne que vous chargerez de la commission. Au reste, vous pouvez être assuré, Monsieur, de la satisfaction que je ressentirai toutes les fois que les occasions se présenteront de pouvoir vous marquer toute mon estime et ma parfaite reconnaissance.

Federic.

Nach dem Concept.


8940. AN DEN GENERALLIEUTENANT VON WINTERFELDT IM QUARTIER ZU LIEBEN BEI PRAG.

[Im Lager von Prag,] 14. [Mai 1757].

Nachdem ich alle Nachrichten aus Prag gekriegt, so höre ich, dass sie noch wohl auf zwei Monat zu leben haben. Sie verlassen sich theils auf den Leopold Daun, dem der Prinz Bevern entgegengesetzet ist, und theils auf die Franzosen.

Wegen der letzten kann ich es noch wohl 3 Wochen ansehen, aber länger nicht, dann bei die Hannoverschen will es nicht recht<38> fort.38-1 Dieses setzet mich in die grösste Verlegenheit, dann mehr wie bombardiren kann ich nicht, und dieses kann ohngefähr sieben Tage dauern; an die 7000 Bomben kann ich hereinwerfen, dann ist es gar.

Ich habe Ihm Oppen hingeschicket, um nach die Regimenter zu fragen, die ich selber nicht weiss, worzu sie employiret seind, um nur die Connexion von allem zu wissen.

NB. Wegen Sobotka könnten wohl die Husaren, die Skrbensky38-2 mit sich hat, Luft machen. Adieu, ich wünsche baldige Besserung.38-3

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8941. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 14 [mai 1757].

Mon malheur veut que mes bougres d'ennemis ont des magasins à Prague, ce qui me met dans un grand embarras, puisque le temps est précieux, et que je n'en saurais perdre. J'attends l'artillerie, pour bombarder la ville,38-4 mais si cela ne sert de rien, il faudra, si la chose traîne trois semaines, lever le blocus et nous tourner vers le plus pressé. Voilà mon grand embarras; la principale affaire est de nous débarrasser de nos blessés et de faire transporter à Leitmeritz tout ce qui est transportable.

Les Français sont entre Düsseldorf et Mayence; je ne pense pas qu'ils se mettent en marche avant le mois de juin, mais alors force sera de leur faire face; bloquer Prague, éloigner Daun et s'opposer aux Français, sont trois choses que nous ne pouvons faire à la fois: bombarder Prague et tenter d'en venir à bout, voilà tout ce qui nous reste à faire, et si cela ne nous réussit pas, il faut lever le blocus, voir ce que ces gens feront, s'ils veulent sortir ou non, et prendre nos mesures en conséquence. Je vous embrasse, mon cher Maréchal.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8942. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 15 [mai 1757].

J'espère, mon cher Maréchal, qu'entre ci et quatre semaines nous tiendrons bon compte des gens qui sont à Prague. Je voyais un peu noir, en vous écrivant ma dernière lettre;38-5 mais les dépositions des déserteurs me sont si favorables que j'ai tout lieu d'espérer que mon entreprise ne sera pas tout-à-fait vaine, et que d'une façon ou de l'autre j'en tirerai bon parti; il ne faut penser qu'à une paix solide et à point de paix plâtrée, j'espère d'avoir le dernier écu et de la leur prescrire.<39> Je ne compte d'employer que 30,000 hommes contre les Français; peut-être que c'est leur faire trop d'honneur. Il est très bon de nous débarrasser des blessés; si ce n'est autre chose, cela facilite la subsistance et met ces pauvres gens plus à leur aise et en sûreté.

Ce ne sera qu'à la dernière nécessité que je lèverai le siège de la ville, mais j'espère n'en avoir pas besoin, si je gagne quatre semaines. Le fourrage manque dans la ville, et deux magasins considérables sont situés sous nos batteries. Le commun soldat est découragé, fatigué et souffre la misère, nos bombes et nos boulets rouges les amuseront pendant sept jours. Dieu en employa six, à ce que dit Moïse, pour faire le monde; je crois que sept suffisent pour achever de renverser des cervelles à moitié tournées.

Voilà mon raisonnement le moment présent. Si tout cela me manque, contre toute apparence, il sera toujours temps de choisir un parti plus modéré. Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8943. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IN HRZIB.

Hauptquartier bei Prag, 15. Mai 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden an Mich eingesandten letzteren Bericht habe Ich heute erhalten. Ich bin des Sentiments, dass der Rapport vom Generallieutenant von Zieten richtig sein wird, und dass, wenn die Flüchtlinge von hier zu Leopold Daun gestossen seind, er wohl bis an 20,000 Mann stark sein kann; dass er aber keine 30,000 Mann zusammen habe, darüber wollte Ich fast mit Meinem Kopf wetten.

Wenn er bei Kolin stehet, so können Dieselbe bei dieser Gelegenheit nicht mehr thun und lassen den Feind so lange in seinem Lager stehen, bis Ich selber Deroselben noch einige Bataillons überschicken kann. Das allervornehmste hierbei aber ist, dass, wenn etwa Leopold Daun heraus und nach der Sazawa oder hieher gegen Prag marschiren, mithin aus seinem Loche gehen wollte, Ew. Liebden ihm alsdenn entgegenmarschiren.

Die schlesische Cavallerie ist des Rockenfutterns noch gar nicht gewohnet, da sie bisher immer Haber aus den Magazins gefuttert hat. Wenn sie sich aber nur mit dem Rockenfuttern recht in Acht nehmen, das Futter vorher recht nass machen und zuvörderst ausquellen lassen, so futtert der Rocken ohne Schaden und so gut, auch fast besser wie der Haber, davon Ich hier die Erfahrung habe, wo jetzo nichts wie Rocken gefuttert wird. Und ist es also nur die Maladresse derer dortigen Cavallerieofficiers, und dass sie die Futterung mit dem Rocken nicht recht in Acht nehmen.

<40>

Die 20,000 Thaler, so Ew. Liebden wegen der Lausnitz aus der Feldkriegskasse [haben wollen],40-1 werde Ich Deroselben schicken, und habe Ich schon befohlen, dass solche bereit und fertig gehalten werden sollen, um gleich mit den beiden ersten Bataillons, so Ich Ew. Liebden detachiren werde, abzugehen.

Was den Major Gohr und die übrigen Detachements anlanget, so hinten noch zurück sein, so habe ich denenselben schon die Ordre nachgesandt, dass solche gerade vor nach Jung-Bunzlau marschiren und allda weiter Ordre empfangen sollen, da Ich dann, so wie sie kommen, Ew. Liebden davon schicken werde, was Deroselben gehöret.

Wegen der Munitionswagen habe Meine Anstalten gemachet, Ew. Liebden solche mit denen Bataillons zu schicken, die Ich Deroselben schicken werde. Nun haben Dieselbe das zweite Bataillon von Anhalt bei Sich bekommen, und werde Ich sehen, dass wenn noch ein paar zu missen stehen, Ich Ew. Liebden solche hinschicke, denn was möglich ist, hier abzuknappen, werde Ich gewiss dorthin schicken. Ich denke auch darauf und werde mit dem Generalmajor von Goltz deshalb gleich sprechen, ob nicht die Bäckerei von Ew. Liebden Corps zu Nimburg angeleget werden könne, als welches die Fuhren sehr sparen würde. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Das zweite Bataillon Anhalt muss heute in Böhmisch-Brod seind mit Brod und Salz. Den Train Artillerie habe bestellet, und wann es heute noch kann in Ordnung seind, so wird es nebst erstem und das Geld abgehen. Das Münchow'sche Regiment wird mit Mehl nach Nimburg marschiren, um allda die Bäckerei von Barem Corps anzulegen, und dann kömmt der Kalenberg mit seinem Bataillon nach, um solches zu besetzen. Eben kömmt meine Patrouille von der Sazawa zurück. Die bekräftiget mir, dass wenn viel von der Bataille zunicke gekommen wären, es höchstens 3000 Mann sein können, worunter das meiste Panduren seind. Die Flüchtlinge seind nach Pilsen, Tabor, Budweis und Pisek.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.


8944. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT IN INSTERBURG.

Hauptquartier vor Prag, 15. Mai 1757.

Ich habe Euer Schreiben vom 8. dieses erhalten. Alle Arrangements, so Ihr gemachet zu haben meldet, und was Dir dorten gethan, hat Meine völlige Approbation, und rinde Ich alles recht gut zu sein. Indess würde es Mir lieb sein, wenn Ihr Mir melden könntet, was die<41> letztere capitale Niederlage der österreichischen Hauptarmee bei Prag vor eine Impression auf die russische Armee und Généralité gemachet hat.41-1 Ich gebe Euch auch anheim, ob es nicht convenable, dass Ihr die Zeitung unter der Hand in Preussen so ausbreitet, dass solche unter die Russen komme, dass nämlich, nachdem die österreichische Armee geschlagen worden, Ich ein Corps Truppen von 15,000 Mann unter Commando des Generallieutenant Herzog von Bevern nach Preussen zum Secours detachiret hätte, welches gerade durch Polen dahin marschiren würde und den Marsch schon wirklich angetreten habe.

Friderich.

Nach dem Concept.


8945. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Au camp de Prague, 15 mai 1757.

Ma très chère Sœur. Vous aurez sûrement reçu la nouvelle de la victoire que nous avons remportée ici sur les Autrichiens;41-2 de jour en jour elle devient plus considérable, et je peux vous assurer qu'ils y ont perdu plus de 20,000 hommes. Nous les tenons à Prague, où ils vont être bombardés et canonnés avec des boulets rouges, de façon que j'espère de détruire leurs magasins et de les réduire. Après cela, ma chère sœur, nous volerons dans l'Empire, et vous verrez qu'une armée prussienne au centre de l'Allemagne n'y fera pas un effet indifférent. Je ne suis point embarrassé des vivres, je saurai bien où les trouver. Vous verrez tomber les fanfaronnades françaises à notre arrivée, et 50,000 Français me font moins d'impression que 10,000 Autrichiens.41-3 Daignez me laisser le temps de finir ceci, ce qui est pour moi et pour la cause commune le grand article; ce qui me reste à faire, ne sera qu'un jeu, et vous verrez que je vous ai dit vrai en vous marquant dans mes lettres que je me moquais de toute cette grande ligue.41-4 Il me faut un peu de temps; la grosse artillerie n'arrivera ici que le 20,41-5 et ensuite il faut attendre la fin du mois. Mais cela fait, vous verrez beau jeu, et vous n'avez qu'à le prédire hardiment dans votre voisinage. Folard41-6 vous en a menti, cela est certain; il faut lui donner le change de même et ne lui tenir que des propos pacifiques. Jusqu'au mois de juin, je vous supplie de faire passer vos lettres par Dresde, après quoi je vous aviserai ensuite. Ne craignez rien, ma<42> chère sœur, ayez bon courage et soyez persuadée que la Fortune protège les fous. Je vous embrasse de tout mon cœur.

Federic.

Notre chère mère se remet,42-1 Dieu merci !

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8946. AU MINISTRE D'ÉTAT COMTE DE GOTTER A MOLSDORF.42-2

Gotter schreibt, Molsdorf 13. Mai: „Si le gain de trois batailles consécutives et à jamais mémorables a été pour moi un sujet de la plus vive et sensible joie; si la part que je prends à cette moisson de lauriers et à la gloire immortelle qui en revient à Votre Majesté, est des plus sincères et dévouées; si les vœux que j'adresse au Ciel pour la continuation de ces sortes de succès heureux et coups visibles de sa main vengeresse d'injustices, sont des plus zélés et fervents: la rapidité de Vos conquêtes, Sire, n'est pas un moindre sujet de consolation particulière à mon égard, puisque j'ai lieu d'espérer que Votre Majesté, après avoir satisfait avec tant d'exactitude et de promptitude à Sa promesse touchant l'exécution du plan de Ses opérations militaires, aura la bonté de Se souvenir aussi de celle qu'Elle m'a faite de vouloir me faire venir auprès d'Elle à Vienne,42-3 pour La servir dans cette capitale d'Autriche de quartier-maître général et pour me mettre à même, par l'assignation des arrérages du revenant-bon des postes sur les contributions de ce pays-là, de célébrer ensuite Ses victoires dans celle de Brandebourg. En attendant, Sire, je me vois obligé de passer mon temps bien désagréablement. Mais Vous savez que la perspective d'un meilleur avenir fait aisément supporter et oublier les maux présents.

Je joins ici la lettre que Madame la duchesse de Gotha m'a envoyée dans les accès et transports de son allégresse sur la nouvelle de cette grande journée.“

[Au camp de Prague, mai 1757.]42-4

Dès que Prague sera pris, je réglerai les contributions Gottériennes.

Federic.

Nach dem Concept.


8947. AU FELD-MARÊCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

Camp devant Prague, 16 mai 1757.

Mon cher Maréchal. Si le rapport que vous avez eu de quelque incursion des hussards ennemis du côté de Melnik, est juste, je ne comprends pas comment ces gens-là ont pu passer; car il me paraît impossible que cela ait pu se faire de ce côté-ci, et il ne m'en est pas encore parvenu jusqu'ici le moindre avis; mais [quand] il en aurait été quelque chose, il faudrait que cela eût été quelque parti de hussards<43> d'une trentaine d'hommes qui s'y pourrait être glissé, quoique je présume encore que tout se réduise à un faux bruit.

Vous avez en attendant bien fait de prendre quelques mesures, et quant au régiment de Seydlitz, vous n'avez qu'à le retirer, vu qu'il ne servira plus de rien là où il se trouve à présent.43-1 Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Un des principaux soins, mon cher Maréchal, est de couvrir vos derrières et d'assurer le transport de mon artillerie;43-2 pourquoi je crois qu'il est expédient de rappeler Seydlitz et d'employer une partie des troupes légères et peut-être un bataillon d'infanterie, pour assurer le transport de l'artillerie et des vivres. Mayr avec ses pandours a fait des merveilles,43-3 il a détruit le grand magasin de Pilsen et un autre encore sur les frontières de la Bavière, ce qui brise toute connexion avec les Autrichiens et les troupes de l'Empire. J'ai envoyé des hussards entre Brandeis et Bunzlau, de sorte que ceux des ennemis qui auront passé la Moldau, seront coupés. Je vous embrasse de tout mon cœur.

Federic.

Nach der Ausfettigung. Der Zusatz eigenhandig.


8948. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IN HRZIB.

Hauptquartier bei Prag, 16. Mai 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden gestrigen Rapport habe Ich erhalten. Was Dero Marsch nach Kolin angehet,43-4 da glaube Ich nicht, dass der Feind was darin lassen wird, und wenn er es auch thäte, so wird solches auf ein paar Kanonenschüsse wohl herauslaufen. Es ist Kolin Ew. Liebden zu nichts weiter nutze, als nur allein, dass, wenn der Feind etwas über die Elbe detachiren will, Ew. Liebden alsdenn demselben gleich nachschicken können, um unsere Magazins zu decken ; sonsten ist dieser Ort weiter nichts nutze.

Mit denen Officiers von Kyau und von Krockow haben Ew. Liebden sehr nachdrücklich zu sprechen und zu schmählen, auch ihnen zu sagen, dass es pur und lediglich ihre Schuld und Négligence wäre, dass diese beide Regimenter an Pferden so schwach wären, und dass Ich um so weniger Ursach hätte, von ihnen zufrieden zu sein, da sie in der Bataille nicht ihr Devoir gebührend gethan, sondern auch durch Négligence die Pferde so herunterkommen lassen;43-5 als welches Ew. Liebden ihnen nachdrücklichst zu reprochiren haben.

Angehend die Stärke der feindlichen Armee daselbst, da glaube Ich gewiss, dass, wenn auch die Flüchtlinge aus der Bataille zu der<44>selben gestossen, solche dennoch überhaupt nicht viel über 20,000 Mann stark sein kann, als wovor Ich fast repondiren wollte. Von denen Zeitungen, so der zum Recognosciren ausgeschickt Gewesene von 16,000 Mann Succurs aus Ungern, von einer Rebellion daselbst44-1 und vom übrigen mitbringen wollen, da glaube Ich fast nicht ein Wort davon.

Den Posten zu Nimburg haben Ew. Liebden bis dato noch nicht nöthig zu besetzen; wenn die 2 Bataillons von Münchow mit denen Brodwagens und übrigem andern Fuhrwerk dahin kommen,44-2 so können sie den Ort besetzen, und, wenn das Bataillon von Kalenberg dazu hinkommet, so seind es 3 Bataillons, davon Ew. Liebden noch dazu etwas wegziehen können. Sowie aber Dieselbe in Kolin seind, so müssen Sie eine grosse Attention darauf haben, dass, wenn der Feind etwas über die Elbe detachiren will, Ew. Liebden auch gleich dahinschicken, damit die Magazins und alles dorten gedecket werde. Was Ich sonsten vor Ordres an die hinten noch zurückgestandenen Bataillons ergehen lassen, solches zeiget anliegender Extrait.44-3 Die Compagnie von Wied, so in Welwarn stehet, erwarte Ich stündlich hier; sowie sie hier angekommen sein wird, so werde sie nach Brandeis schicken44-4 und Brandeis von hier aus besetzen lassen.

Uebrigens judicire Ich aus allem, so Ew. Liebden Mir jetzo von des Feindes Position schreiben, dass er sein Lager nicht bei Kuttenberg genommen, sondern dass er seinen rechten Flügel gegen Neuhof, den linken aber gegen Sedletz gesetzet habe. Dieses Terrain kenne Ich;44-5 wenn man sonsten will, kann man ihn da bald tourniren, hieran aber ist nun noch nicht zu gedenken. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.


8949. AU DUC RÉGNANT DE BRUNSWICK A BRUNSWICK.

Herzog Karl von Braunschweig sendet, Braunschweig 29. April, dem Könige Nachricht von einem neuerdings zwischen den Höfen von Wien und Versailles vereinbarten geheimen Vertrage:44-6 „Ce traité doit contenir douze articles dont les principaux doivent être: que la France s'engage d'agir à ses frais et dépens avec une armée de 115 jusqu'à 120,000 hommes; de ne mettre bas les armes que de concert avec la cour de Vienne et après la conquête de toute la Silésie et du comté de Glatz; de garantir ces conquêtes; de dégager le roi de Pologne et de lui pro<45>curer au mieux possible une indemnisation; d'exiger toutes les contributions au nom et au profit de l'Impératrice, à laquelle on en rendra un compte exact, sans en déduire la moindre chose. La cour de Vienne s'engage, en revanche, de céder à perpétuité Ypres, Menin, Mons, Ath, Charleroi avec les châtellenies et districts y appartenants, de même que tout le Luxembourg, dont la France ne prendra pourtant possession qu'après la conquête de la Siïésie; que la grosse artillerie et son transport doivent être payés par l'Empereur.“

Quartier général devant Prague, 16 mai 1757.

Monsieur mon Frère et Cousin. Vous serez persuadé de toute la sensibilité que j'ai eue au sujet de la lettre que Votre Altesse m'a faite du 29 d'avril, et qui ne m'est arrivée qu'avant-hier, par les nouveaux témoignages de Son amitié, en me communiquant ce qui Lui est revenu de certaine convention secrète faite entre les cours de Vienne et de Versailles. Si tant est que la première y a donné les mains à des conditions si préjudiciables à elle et à tout ce qu'il y a au voisinage de la France du côté de l'Empire et des Pays-Bas, il se pourra arriver que la cour de Vienne en soit la dupe des Français, et il faudra voir si, après la victoire dont le Ciel a béni mes armes, ceux-ci ne songeront d'aller aux pas mesurés.45-1

En attendant, je vais toujours mon train et ai serré de plus près ce grand nombre de troupes de l'armée autrichienne que je tiens enfermé dans Prague, avec lequel et avec la Bohême j'espère avoir fait dans un temps de trois semaines à peu près. Si mon attente est remplie, je verrai alors de quel côté j'aurai à me tourner, pour aller au plus pressant et aider mes alliés. Mais ce qui me serait bien nécessaire de savoir, c'est le nombre exact des troupes que les Français ont assemblées, tant auprès de Mayence qu'au pays de Clèves, de Cologne et de Westphalie, et Votre Altesse m'obligerait infiniment si Elle pouvait contribuer à m'en faire avoir une notice exacte, afin que je sache prendre mes mesures là-dessus.

Nous avons encore en Bohême un corps d'armée sous les ordres du général Leopold Daun, qui, avec ce qui s'est joint de troupes fuyardes de la bataille, peut aller à 20,000 hommes. Je lui ai opposé le duc de Bevern, qui l'a replié aux environs de Kuttenberg. Dès que j'aurai fait avec Prague, je songerai aux moyens pour faire sortir ce corps de Bohême. Le maréchal Browne se trouve blessé à Prague. Nous avons fait détruire depuis peu encore trois magasins que l'ennemi avait amassés au delà de la Beraun à Zebrak, Pilsen et à Teinitz,45-2 principalement destinés pour en fournir aux auxiliaires qui leur devaient arriver de l'Empire, et dont surtout celui de Pilsen était très considérable. Votre Altesse connaît, au reste, les sentiments de la considération et de la haute estime avec lesquels je suis à jamais etc.

Federic.

Nach dem Concept.

<46>

8950. AU CONSEILLER PRIVÉ VON DER HELLEN A LA HAYE.

Quartier général devant Prague, 16 mai 1757.

J'ai reçu votre dépêche du 7 de ce mois avec ses incluses, qui ne m'offrant rien pour vous donner de nouveaux ordres, vu que je vous ai déjà marqué mes intentions touchant l'artillerie à transporter,46-1 je me borne présentement à vous dire que nous sommes encore à serrer la plus grande partie de l'armée autrichienne, qui, après la bataille, se sauva dans la ville de Prague, sans pouvoir en sortir, et avec laquelle j'espère avoir fait à la fin de ce mois, pour agir alors plus librement encore et détacher un corps de troupes de 40,000 hommes que je tiens prêt à marcher vers Mayence ou Cologne.46-2 Et comme il reste en Bohême un corps de l'armée autrichienne d'à peu près 20,000 hommes sous les ordres du général Leopold Daun, campé aux environs de Kuttenberg, auquel s'est joint ce qui s'est enfui de la bataille, je lui ai opposé le duc de Bevern, qui campe à présent avec ses troupes à Kolin.

Nous avons d'ailleurs fait détruire, depuis peu, trois magasins que les Autrichiens avaient établis au delà de la Beraun à Zebrak, à Pilsen et à Teinitz, destinés tant pour la subsistance de leurs troupes que des auxiliaires qui leur devaient arriver de l'Empire, et dont surtout celui de Pilsen était fort considérable.

Enfin, comme je puis toujours attester le Ciel de la pureté des intentions que j'avais avant le commencement de la guerre pour conserver la paix, mais qu'on me refusa absolument et me força de recourir aux armes,46-3 j'ose aussi espérer que le Ciel continuera de bénir ma juste cause,46-4 pour me soutenir contre des desseins et des complots des plus injustes qui en aient jamais existé.

Federic.

Nach dem Concept.


8951. UNTERREDUNG DES KÖNIGS MIT DEM GROSSBRITANNISCHEN MINISTER MITCHEL.

[Lager vor Prag, 16. Mai 1757.]46-5

Mitchell berichtet an Holdernesse, Lager von Weleslawin 18. Mai, auf eine erneute Aufforderung Georg's II., der König von Preussen möge den Erbprinzen von Cassel von der Observationsarmee abberufen:46-6 „ . . . Two days ago the King of Prussia told me he had now found a medium that would do, which is, when Prague is taken, to declare the Prince of Hesse governor, but he desired that this might be kept secret.

<47>

I have communicated to the King of Prussia the contents of Your Lordship's letter apart of the 29th April concerning the desire of the Landgrave of Hesse of a more specific guaranty for his dominions47-1 than what is contiined in the treaty of 1755.47-2 His Prussian Majesty said, as His Serene Highness had resisted all the temptations of France and behaved with great firmness, he would very willingly agree to give a farther guaranty and was ready, as soon as the Landgrave had explained himself fully and he, King of Prussia, had a little more leisure, in conjunction with His Majesty, to enter into engagements for that purpose.“

Nach der Ausfertigung im Public Record Office zu London.


8952. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN ÄFF AIREN.

<48>

Podewils und Finckenstein berichten, Berlin 14. Mai, über ein Schreiben Münchhausen's an Podewils:47-3 „Selon cette lettre, le comte Colloredo, ministre de l'Impératrice-Reine à Londres, en présentant le nouveau projet de neutralité que Votre Majesté aura déjà reçu avec la dernière dépêche du sieur Michell47-4 s'est efforcé de faire accroire à Sa Majesté Britannique que Votre Majesté avait déjà été prête d'abandonner le roi d'Angleterre, tant comme tel que comme électeur d'Hanovre; et pour accréditer ce soupçon, il a allégué que Votre Majesté avait fait faire à sa cour par le comte de Wackerbarth-Saloaour à Dresde47-5 les propositions suivantes, savoir qu'en supposant qu'Elle gardait la Silésie telle qu'elle Lui avait été cédée par les traités, Elle promettait : 1° d'évacuer entièrement la Bohême et la Saxe; 2° de restituer à la cour de Saxe son artillerie, ses troupes et en général tout ce qui avait été enlevé de Saxe; 30 de procurer à la Saxe pour dédommagement la ville d'Erfurt avec son district, à Ses dépens et en indemnisant l'électeur de Mayence; 40 de fournir deux millions d'écus pour rétablir la Steuer;47-6 50 de reconnaître à la ville de Leipzig le droit d'étape qui lui avait été disputé jusqu'ici; 6° de faire retourner à la même ville le commerce de Silésie;47-7 70 d'engager la cour de France à garantir tous ces articles; 8° de renoncer à Son

Hauptquartier vor Prag, 17. Mai 1757.

Ich kann diejenigen, so sich dergleichen infame Mensonges und Lügen bedienen wollen, um Mich soupçonniren zu machen, kein besseres Dementi als durch Meine Conduite geben, so redende und reelle Proben seind.

Ich habe, glaube Ich, den p. Wackerbarth, so lange Ich in Dresden gewesen bin, nicht mit Augen gesehen, und weil Ich ihn vor die Cheville ouvrière bei der Königin von Polen von allen denen Trames, so in- und ausserhalb Sachsen die Zeit des Krieges hindurch gegen Mich gemachet worden, gehalten habe, so habe Ich ihn arretiren und nach Cüstrin in Verwahrung bringen lassen.47-8 Das Ministère muss also das zu Hannover völlig desabusiren und dergleichen Infamien hautement dementiren und so qualificiren, wie sie es meritiren.

Was die Sache wegen des Eichsfeldes anlanget, da können sie, obschon noch vaguement, alle

alliance avec la Grande-Bretagne, qui Lui avait été extorquée.“

Münchhausen füge hinzu, dass König Georg diesen Insinuationen zwar keinen Glauben schenke, jedoch sich mit der Hoffnung schmeichele „que Votre Majesté voudrait bien le rassurer là-dessus entièrement.“

Weiter gebe Münchhausen zu verstehen „que, si le sort des armes venait à tourner ... en faveur de la cause commune, Sa Majesté Britannique avait jeté ses vues sur le pays d'Eichsfeld,48-1 et qu'elle se flattait que Votre Majesté ne manquerait pas de La seconder dans ces vues en temps et lieu.“

Versicherung geben, dass Ich alleszu Sr. Königl. Majestät von Grossbritannien Vergnügen anwenden werde, sowie es die Évnements nur immer zugeben wollen.

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetsecretärs.


8953. AN DEN OBERST VON KALCKREITH UND MAJOR VON TRESKOW IN EMDEN.

Kalckreith und Treskow berichten, Emden 12. Mai: „Ew. Königl. Majestät allerhöchste Ordre vom 4. Mai c.48-2 werden wir bis auf unsern letzten Blutstropfen befolgen; wir repondiren auch für die Officiers, nur das Desertiren derer Unterofficiers und Gemeinen ist durch keine Präcaution zu hindern, . . . und wir halten uns für das gemeine Volk in der Stadt nicht sicher, welches Öffentlich saget, dass es sich Heber ergeben als zur Defensión helfen will. Indessen werden wir es an unserm Devoir nicht ermangeln lassen, und wir machen so viel Anstalten, als zu machen möglich sind . . . Die trockene Sommerzeit leidet nicht, dass wir die Stadt unter Wasser setzen können.“

[Im Lager von P r a g, Mai 1757.]48-3

Schon recht.

Eigenhändige Weisung für die Antwort; in dorso des Berichts.


8954. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 17 [mai 1757].

J'ai reçu vos deux lettres, mon cher Maréchal; je ne comprends pas comment les hussards autrichiens ont fait pour passer l'Elbe,48-4 d'autant moins que mes lettres de Jung-Bunzlau et de Brandeis, ainsi que<49> mes convois, arrivent en sûreté, et que l'on ne me parle que de partis de 20 à 30 hussards tout au plus. Il faut que ces gueux soient tombés du Ciel, sans quoi je n'y comprends rien; cependant j'ai donné tous les ordres nécessaires pour les couper, si cela est possible. Mais ces gens ont pour eux la connaissance du pays et l'attachement du peuple, ce qui empêchera mes troupes légères de leur faire grand mal.

Vous ferez fort bien d'écrire au maréchal Browne en lui marquant que, comme la quantité des blessés autrichiens était très considérable, nous n'étions pas en état en pays ennemi d'en avoir le soin qu'exigeait de nous l'humanité, et qu'on espérait qu'il voudrait y pourvoir.

Leopold Daun fait transporter ses vivres vers la Moravie.

Mes canons et mortiers vont arriver demain, ou le 20 au plus tard;49-1 j'ai ordonné à Lefebvre de montrer à Dieskau les endroits qu'il trouve propres pour l'emplacement des batteries, et, la distribution de l'artillerie faite, il ne nous reste qu'à mettre la main à l'œuvre, et si plaît au Ciel, cela réussira. Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8955. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN.49-2

Hauptquartier vor Prag, 17. Mai 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden gestriges Schreiben habe Ich erhalten. Was zuvorderst dasjenige anlanget, so Dieselbe von einigen mehreren dahin zu sendenden Bataillons49-3 mit einzuleiten belieben wollen, da muss Ich gegen Dieselbe bekennen, wie Mich solches vorjetzo embarrassiren würde, indem Ich noch nicht im Stande bin, Mich noch weiter, als geschehen, zu schwächen; Ich glaube aber, dass die Grenadierbataillons von Manteuffel und von Nimschefsky zu Ew. Liebden gestossen sein werden, indem Ich sie sonst nirgends ausfragen mögen und mithin nicht anders glauben kann, als dass solche zu Ew. Liebden gekommen sein müssen. Den Major von Gohr beordre Ich auch, mit seinen Commandirten zu Deroselben zu marschiren, und muss solcher ersterer Tagen zu Dieselbe stossen. Die zwei Bataillons von Münchow nebst dem einen von Prinz Heinrich werden auch nächstens nach Nimburg marschiren.

Was die zu übersenden versprochene Gelder49-4 angehet, da ist mit deren Absendung ein Versehen vorgegangen; es seind aber solche mit einem Commando von 100 Mann nachgesandt worden, so dass Ew. Liebden die Gelder, wo nicht noch heute, doch morgen haben werden.

<50>

Was Mortiers betrifft, solche habe Ich jetzo hier bei Prag sehr nöthig, und da Prag in denen jetzigen Umständen wohl die Hauptsache ist, Ich auch in drei Tagen Meine Operation anzufangen gedenke, so kann Ich Ew. Liebden wohl jetzt keine Mortiers senden; wollen Dieselbe aber ein Regiment Cavallerie annoch haben, so will Ich das Regiment Leibcarabiniers zu Pferde, welches ganz complet ist, schicken, auch sodann, welches aber auch alles ist, so Ich darunter thun kann, 2 kleine 25pfündige Mortiers mitsenden.

Wenn Ew. Liebden inzwischen auch nichts weiter thun, als Mir den Leopold Daun vom Halse zu halten, so ist es Mir schon gut und genug; so viel aber wissen wir hier gewiss, dass die Oesterreicher das, was sie noch von Magazinen in Böhmen haben, nach Mähren zurückbringen lassen, und dass also Ew. Liebden von denen Leuten wohl nicht zu gewärtigen haben attaquiret zu werden. Meine bisherige Nachrichten aus Prag seind ziemlich favorabel, und vor Ende dieses Monates denke Ich hier mit allem fertig zu sein. Ich bin Ew. Liebden freundwillieer Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.


8956. AN DEN ETATSMINISTER GRAF FINCKENSTEIN IN BERLIN.

Hauptquartier vor Prag, 17. Mai 1757.

Ew. Excellenz beide letztere Schreiben vom 7. und vom 14. dieses habe zu ihrer Zeit wohl zu erhalten die Ehre gehabt und habe bisher angestanden, Dieselbe mit meinen ferneren Zuschreiben zu behelligen, da alles hier in derselben Assiette geblieben und nichts Dero Attention werthes vorgefallen ist.

Des Königs Majestät, welche, gottlob! bei alle Dero Sorgen und Fatiguen sich recht munter und wohl befinden, occupiren Sich jetzo hauptsächlich, die Früchte Dero Sieges zu ernten und die nöthige Anstalten wegen Prag zu machen; der Anherotransport der dazu benöthigten schweren Artillerie hat Dieselbe darunter alleine aufgehalten, sobald aber dieses veranstaltet sein wird, so wird sich auch zeigen müssen, wie weit es mit Prag und einer Garnison, so aus dem grössesten Theil der österreichischen Generalität, auch, wie man saget, 40,000 Mann bestehet, zu bringen sein wird. Und da man sich nicht Staat machen kann, dass der Hunger und Mangel in der Stadt den eingeschlossenen Feind zu einer baldigen Uebergabe bringen dörfte, obschon gar kein Ueberfluss darin ist und der Mangel an dem zur Subsistenz nothwendigsten sich ziemlich äussert, so dörfte dennoch die Zeit, den Effect von solchen Extremitäten abzuwarten, etwas zu kurz fallen, mithin die Gewalt mit zu Hülfe genommen werden müssen, um zu sehen, wie weit damit zum Zwecke zu kommen; unglücklich ist inzwischen ein Ort allemal, den dergleichen Schicksal trifft. Uebrigens wird sich<51> alles dieses mit Ablauf dieses oder doch gleich mit Anfang jenes Monates decidiret haben müssen. Dass es des Königs Majestät gefallen, gleich von Anfang dieses Krieges her alle Dero Relationes von denen vorgefallenen Évènements auf das modéréeste einrichten zu lassen und auch darin den Contre-pied derer Oesterreicher zu nehmen, davon habe Ew. Excellenz gleich von Anfang her avertiret;51-1 wie ich denn wohl sagen kann, dass noch verschiedene bei letzterer Bataille gehabte Avantages der Relation zugefüget werden können, wenn nicht die Hand des Meisters es selbst so gesetzet hätte, denn nicht zu gedenken, was ich wegen der weit mehreren Canons vorhin gemeldet,51-2 und dass auch denen sogenannten Trophäen ein und anderer zuzusetzen gewesen wäre, so seind in denen ersteren Tagen nach der Bataille tagtäglich sehr viele Gefangene eingebracht worden, so alle nicht bei der Relation ad computum gekommen, der grossen Menge von gefangenen Blessirten zu geschweigen, welche zu soigniren man weder gnugsame Feldschers, noch Leinwand zu Bandages und dergleichen bekommen kann, und die daher elendig verderben müssen.51-3 Wie schwer inzwischen denen Oesterreichern der durch die Bataille erhaltene Schlag gefallen sei, solches werden Ew. Excellenz aus einem Originalschreiben des Feldmarschall Graf Browne an dessen Frau Gemahlin nach Wien,51-4 so mir die Freiheit nehme hierbei zu legen, und welches er mit seinem Jäger durchzubringen gesucht, der aber von unsern Aussenposten aufgefangen worden, zu ersehen belieben. Ich ersuche aber Ew. Excellenz inständigst, dieses Schreiben an niemanden weiter zu communiciren, noch zum Vorschein kommen zu lassen, weil ich glaube, dass grosse Leute auch in ihrem Unglück zu respectiren und deren Amertumes nicht zu vermehren sein. Vielmehr bitte ich solches Schreiben nach dessen Durchlesen zu meinen andern königlichen Papieren, davon Ew. Excellenz zu chargiren Sich bemühet, zu legen und es dabei bewenden zu lassen, ohne dass davon weiter etwas transpirire. Das zweite beikommende Schreiben ist von dem Sohn des Feldmarschalls, das dritte aber einem Orientalen Wiener, so vermuthlich dem Feldmarschall attachiret sein muss, der aber das Lügen und Gasconniren, auch indem [er] über die Schläge weinet, nicht lassen kann. Da das Corps Oesterreicher, so bei Königgrätz vorhin gestanden und von dem Graf Leopold Daun commandiret worden, nicht mit bei der Bataille gewesen und nachher einige Mouvements gemachet, als ob es sich gegen die Bloquade von Prag nähern und denen in Prag Gelegenheit zu einer Retraite geben wollen, so haben des Königs Majestät den Herzog von Bevern mit einigem Corps solchem entgegen detachiret,<52> worauf sich selbiges auch wieder zurück und nach der Gegend Kuttenberg gezogen, und stehen des Herzog von Bevern Durchlaucht bei Kolin, um es zu observiren. Erwähntes Corps soll ohngefähr von 20,000 Mann stark sein, wozu sich noch einige von denen Flüchtlingen aus der Bataille geschlagen haben sollen. Das Sort von Prag dörfte auch von solchem decidiren. Wann aber die Nachrichten, so man hier als gewiss erhalten, gegründet seind, dass nämlich die Oesterreicher das, was sie noch an Magazinen in Böhmen übrig haben, nach Mähren zurücktransportiren lassen,52-1 so muss man es wohl als eine Marque annehmen, dass sie Böhmen vorerst als abandonniret ansehen. Einen Hauptverlust aber haben dieselben inzwischen wieder gelitten, der ihnen höchst sensibel fallen muss, und der alle ihre Projecte wegen Einführung derer baierschen und anderer Reichsfürsten auch französischer Truppen in Böhmen vernichtet, ihrer eigenen Subsistance in Böhmen mit den Coup de grâce giebt. Es hatten nämlich des Königs Majestät, sobald Dieselbe bei Dero Einmarsch Sich gegen Prag näherten, und noch vor der Bataille, die sage Précaution genommen und ein Detachement seitwärts ganz um Prag und um die österreichische Armee herum nach Pilsen geschicket, um zu sehen, ob es das dort sehr considerable Magazin ruiniren könne. Der Commandeur52-2 dieses Détachements hat sich auch darauf so adroit und so geschickt darunter zu nehmen gewusst, dass er ohnvermerkt und adroitement die Beraun passiret und auf einmal zuerst auf ein zu Zebrak angelegtes kleines Magazin gefallen und solches ruiniret, sodann den 8. dieses in Pilsen eingerücket ist und das dasige grosse Magazin, so seiner Anzeige nach in etlichen 40,000 Centner Mehl, 40,000 Scheffel Haber, 20,000 Weizen, Rocken und Gerste und einer sehr grossen Quantität Heu bestanden, gänzlich zu nichte [und] unbrauchbar gemachet, das Heu aber verbrannt hat, dabei er denn alle Mühlen in der Stadt und denen dortigen Gegenden herum, auf welchen vor die Armee beständig gemahlen, zerhauen und ausser Stande setzen lassen. Hierbei ist er noch nicht geblieben, sondern, da er erfahren, dass an einem Orte Namens Teinitz, gegen die Oberpfalz hin, vor die Baiern und andere dergleichen Völker ein ansehnliches Magazin aufgerichtet worden, hat er sich auch dahin gelenket und solches gleichfalls ruiniret. Er vermeinet den geschehenen Schaden auf 2 Millionen Ducaten zu schätzen, ich halte aber, dass der Anschlag zu hoch gemachet, indess solcher allemal in Égard, dass dadurch sich kein considérables Corps Truppen wegen fehlender Subsistance versammeln kann, gar sehr beträchtlich ist, und dem Feind, der von allen grossen und kostbaren Magazins, so er in Böhmen mit Anwendung erstaunender Summen Geldes amassiret hat, keine andere [mehr hat] als, ausser etwa dem wenigen so in Prag sein kann, die zu Königgrätz und was zu Budweis und nächst den mährischen Grenzen<53> noch stecken mag — [nichts] übrig lasset, mithin ihn selbst nach Mähren und denen mährischen Grenzen zurückwirft.

Ich würde mein, Ew. Excellenz vermuthlich schon sehr annuyantes Schreiben schon abgeschlossen haben, da ich aber noch ein neues Blatt angefangen, so habe nur zu Dero Nachricht noch so viel melden wollen, dass des Königs Majestät dieserwegen gar nicht vergessen, an andere Dero Freunde und Alliirte zu denken; es ist aber sogleich zu detachiren eine wahre Ohnmöglichkeit, denn eine Enceinte von anderthalb bis zwei Meilen zu besetzen, dass nichts heraus, noch auch mit Force perciren kann, und zugleich ein feindliches Corps à part en échec zu halten, solches erfordert Truppen. Es muss sich aber die Sache wegen Prag auf eine oder die andere Art bald decidiren, sobald nur die Arrangements dazu fertig seind, und welchen Weg es auch ausschlage, so werden gewiss des Königs Majestät alsdenn Sich dahin tourniren, wo es Dero und Dero Freunde Umstände erfordern, und es an Vigueur nicht fehlen lassen. Gott erhalte Dieselbe nur und segne Dero Entreprisen und Absichten ferner, die auf nichts anders als auf einen redlichen und sicheren Frieden und zugleich, dass das Reich nicht auf eine so vilaine Weise tractiret werden müsse,53-1 [gerichtet seind].

Ein von den Oesterreichern von dem Leopold Daun'schen Corps gefangener Capitän, so sonst ein sehr vernünftiger Mann zu sein schiene, hat hier fort et ferme versichern wollen, dass jüngsthin der Graf Kaunitz bei gedachtem Grafen Daun und dessen Corps d'armée sich aufgehalten habe.53-2 Dergleichen Erscheinung allda wäre etwas rar und etwas ohnbegreiflich, es müsste dann sein, dass die über Regensburg gekommene Zeitung von einer zu Wien letzthin gewesenen starken Emeute unter dem Volk über den jetzigen Krieg und dessen Suites gegründet wäre und zu dergleichen Corvée des Grafen Kaunitz Gelegenheit gegeben habe, auch die Motive sei, worum der Maréchal Browne seiner Gemahlin eine Retraite nach Linz recommandiret. Der Höchste lenke nur die Évènements nach Sr. Königl. Majestät justen und billigen Absichten.

Eichel.

Nach der Ausfertigung.


8957. AU LANDGRAVE DE HESSE-CASSEL A CASSEE.

Der Landgraf von Cassel schreibt, Cassel 11. Mai: „Sa Majesté Britannique, reconnaissant la justice et l'équité de mes demandes, tant sur le point de la sûreté de mes pays que sur celui du dédommagement des pertes auxquelles je me trouve exposé, m'a fait parvenir les assurances les plus fortes de son empressement à y concourir de concert avec Votre Majesté, en me signifiant qu'elle avait incessamment chargé son ministre M. Mitchell d'en communiquer avec Elle,53-3 étant prête d'entrer en tout ce que vous jugeriez bon et à propos, Sire, pour satisfaire à mes instances et propositions par une liaison plus étroite entre Votre Majesté, lui, le roi de la Grande-Bretagne, et moi.

<54>

Quant à l'union à former en même temps avec les autres princes d'Allemagne déclarés jusqu'ici pour la bonne cause,54-1 Sadite Majesté Britannique persiste encore dans le sentiment soutenu déjà ci-devant par son ministère électoral, savoir qu'il serait difficile de parvenir à ce but, ajoutant pourtant que peut-être les évènements pourraient y donner en peu plus de facilité, et qu'alors Sa Majesté ne manquerait pas d'y mettre toute son attention. J'ignore quels sont ces évènements présomptifs auxquels ce Prince a fait réflexion. Mais comme il ne me paraît point douteux que plusieurs des princes mentionnés, comme les ducs de Saxe et de Wohlenbüttel, n'hésiteront point d'entrer dans une pareille union, j'estimerais, selon mon faible avis, qu'on ne devrait point perdre de temps pour les attacher au concert commun par des liaisons formelles et positives et pour y attirer successivement d'autres cours de l'Empire; abandonnant toutefois cette idée aux jugements éclairés et à la pénétration supérieure de Votre Majesté.“

Der Landgraf fragt an, ob er zu der Verhandlung über die Entschädigungsfrage einen Bevollmächtigten an den König schicken solle.

Der Landgraf macht ferner Mittheilungen über die Operationen der Franzosen am Niederrhein.54-2

Quartier général devant Prague, 18 mai 1757.

Monsieur mon Cousin. La lettre que Votre Altesse a bien voulu me faire du ri de ce mois, m'a touché le plus vivement par tous les nouveaux témoignages qu'Elle m'y donne de Son amitié constante et invariable et de Ses sentiments patriotiques dont je suis très pénétré; aussi ne saurais-je assez Lui exprimer ma sensibilité sur la part qu'Elle a prise sur la victoire dont le Ciel vient de bénir mes armes.

Je rends d'ailleurs infiniment grâce à Votre Altesse des nouvelles qu'Elle m'a communiquées sur la marche des Français; Elle augmenterait bien les obligations que je Lui en ai, si Elle voulait continuer de me faire instruire avec toute l'exactitude possible, tant sur le nombre de ces troupes que sur les mouvements qu'elles feront. J'ai très besoin d'aussi bonnes informations que celles-là, afin de pouvoir exactement compasser ceux que j'aurai à faire, pour ne pas manquer en rien. J'aurais déjà pris mes mesures, afin d'aller en avant au soutien de mes alliés et de notre chère patrie, si ce n'était la ville de Prague qui jusqu'à présent a demandé seule mon attention encore ici, et que j'aurais déjà entreprise avec le nombre de troupes de l'ennemi qui s'y est retiré après la bataille, si je n'en avais pas été arrêté par les mortiers et la grosse artillerie que je suis obligé de faire amener. Je pense cependant d'avoir tout arrangé pour commencer l'attaque le 23, et que mon entreprise ait le succès dont j'ai lieu de me flatter; j'espère de l'avoir finie ou aux derniers jours de ce mois, ou aux premiers de celui qui vient. Cet empêchement mis à côté, je ferai marcher incessamment un corps d'armée vers l'Empire.

J'ai été dans la joie de mon cœur de voir le roi de la Grande-Bretagne dans les mêmes sentiments que moi sur ce qui regarde la sûreté du pays de Votre Altesse et le dédommagement des pertes auxquelles Elle saurait Se trouver exposée; j'attendrai du sieur Mitchell<55> ce qu'il aura à me communiquer là-dessus,55-1 et Votre Altesse peut être persuadée que de ma part j'apporterai toutes les facilités possibles à des demandes aussi justes et équitables. Quant au ministre à charger de Ses pleins-pouvoirs pour la négociation à ce sujet, je souhaiterais bien que Votre Altesse le voudrait adresser à mes ministres du département des affaires étrangères à Berlin, que je viens d'en informer, vu que les occupations auxquelles je dois vaquer ici, ne sauraient pas trop bien permettre d'y négocier immédiatement.

Je souhaiterais par la même raison que Votre Altesse voudrait charger quelqu'un de Ses ministres d'entrer en correspondance avec mon ministre comte Podewils sur ce qui regarde l'union à former avec d'autres princes patriotiques et bien intentionnés, afin que celui-ci puisse s'entendre à ce sujet avec le ministère d'Hanovre. Je suis avec toute la considération possible et l'amitié la plus parfaite, Monsieur mon Cousin, de Votre Altesse le bon cousin

Federic.

Nach dem Concept.


8958. AU FELD-MARÉCHAL DE KE1TH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 18 [mai 1757].

Mon cher Maréchal. Vous n'avez rien de mieux à faire que de préparer l'endroit où nous voulons bombarder la ville.55-2 Toute la grande généralité s'est retirée dans les casernes du Wischerad; la tête leur tourne à tous, tant qu'ils sont, ce qui est un bon commencement. Par la déposition d'un déserteur arrivé incessamment, il paraît que les troupes sont excédées de la rudesse du service que l'on exige d'elles, et que, si nous les bombardons sept jours et sept nuits de suite,55-3 nous devons espérer de plus heureux succès que l'on devrait s'en attendre naturellement. Les vivres deviennent plus difficiles de jour en jour, et si aucun inconvénient ne vient à la traverse, j'espère que nous réussirons dans notre entreprise, toute difficile qu'elle est. Je vous embrasse de tout mon cœur.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8959. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Hauptquartier vor Prag, 18. Mai 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich lieber Vetter. Ich bin recht sehr zufrieden gewesen, als Ich aus Ew. Liebden Schreiben vom 17. dieses ersehen, dass Dieselbe das Lager nunmehro bei Kolin genommen haben,55-4 welches bei diesen Umständen uns ganz nöthig war.

<56>

Was den prätendirten Succurs, so der Nadasdy dorthin geführet haben soll, angehet, da kann solches nicht mehr als 6000 Mann sein und darunter nur 3000 Mann reguläre. Es hat zwar vorhin geheissen, und ist im Oesterreichschen die Rede gegangen, dass ein Corps Truppen aus Ungarn über Teschen in Schlesien oder nacher Mähren gehen würde; doch unter dem 7. dieses habe Ich sichere Nachricht aus Schlesien, dass ausser einigen Recrutentransports und Remontepferden, so durchs Teschen'sche nach Mähren gegangen, aus Ungarn nichts angekommen sei.

Ew. Liebden können indess bei Kolin ein sehr festes Lager nehmen, als den rechten Flügel gegen Gross-Gabel oder Radbor und den linken Flügel gegen Kolin.

Das Bataillon von Nimschefsky habe Ich aufgefunden,56-1 selbiges stehet in Stranow, und werde Ich es beordern, dass, sobald die Bataillons von Münchow und das von Prinz Heinrich nach Nimburg marschiren, selbiges sich mit anhängen und auch nach Nimburg ziehen soll, da denn Ew. Liebden von solchen allda befindlichen 4 Bataillons an Sich ziehen, was Sie ä propos finden. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Die Generals sitzen schon in die Kasematten von Wischerad, und das übrige ist so verzagt, dass sich keiner mehr aus den Thoren der Stadt trauet.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.


8960. AU MINISTRE D'ETAT COMTE DE FINCKENSTEIN A BERLIN.

Camp devant Prague, 18 mai 1757.

Quoique je me serais volontiers vu dispensé de la demande que M. le comte de Hård56-2 a voulu me faire, pour venir ici servir comme volontaire auprès de mon armée, et que même il y a apparence que les grandes scènes seront passées, avant qu'il puisse s'y rendre, j'ai cependant bien voulu condescendre à sa demande en considération des raisons qu'il m'allègue, et je viens de lui répondre en conséquence par la lettre ci-jointe.56-3 Sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


8961. AN DEN ETATSMINISTER GRAF PODEWILS IN BERLIN.

Hauptquartier vor Prag, 18. Mai 1757.

Se. Königl. Majestät haben mir exprès befohlen, Ew. Excellenz von Höchstderoselben wegen nur sogleich mit wenigem zu melden, wie<57> es Deroselben gar empfindlich wäre, dass der ältere Herr Geheime Rath von Maitzahn noch bis dato und nach als vor trainire, auf seinen Posten nach Warschau abzugehen,57-1 worüber Se. Königl. Majestät nothwendig endlich alle Geduld verlieren müssten und nicht länger die Complaisance haben könnten, Dero Interesse in Polen darüber, wie es schon mehr als zu viel geschehen sei, noch länger leiden zu lassen, mithin, falls gedachter Herr Geheime Rath von Maitzahn nicht gleich abreisen könnte, nothwendig eine Aenderung treffen und statt seiner einen anderen dahin sogleich und ohne weiteren Anstand abschicken, auch Ew. Excellenz citissime vorschlagen müssten.57-2 Welches hierdurch verbotenus, wie es mir befohlen worden, melden sollen.

Eichel.

Nach der Ausfertigung.


8962. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN ÄFF AIREN.

Podewils und Finckenstein berichten, Berlin 16. Mai, der französische Gesandte Champeaux weile fortgesetzt in Schwerin mit eifrigen Unterhandlungen beschäftigt.57-3 Der jüngere Champeaux57-4 in Hamburg habe die Aeusserung fallen lassen: „C'est à nous Français à frapper les grands coups; nous n'irons ni en Saxe ni en Bohême chercher le roi de Prusse, il faut lui donner le coup de grâce d'un côté où il n'ait ni armée ni forteresse, il faut passer l'Elbe le plus bas possible.“

Hauptquartier vor Prag, 19. Mai 1757.

M. Champeaux ist allemal ein Windbeutel gewesen. Ein Tractat mit die Mecklenburger57-5 wird die Sachen nicht besser nicht schlechter machen; daran ist Mir wenig gelegen, inzwischen nur Geduld.

Ich hoffe indess, dass die Hannoveraner die Franzosen nicht so werden durch das Bremische durchlaufen lassen. Sie haben doch 50,000 Mann und jetzo auch die Hessen da; wenn sie das ihrige dort thun, können sie die Franzosen allemal arretiren. Ich ziehe Meinen Strang redlich und thue alles, um Mir die Arme freier zu machen. Sobald Mich nur etwas mehr werde rühren können, wird es an Mir nicht fehlen, es lässet sich aber nicht alles auf einmal zwingen. Indess sollen sie continuiren, auf alles weiter Acht zu geben.

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs.


8963. AU MINISTRE D'ÉTAT COMTE DE PODEWILS A BERLIN.

Podewils berichtet, Berlin 16. Mai: „J'ai cru être de mon devoir d'envoyer au plus tôt à Voire Majesté la lettre ci-jointe en original que j'ai reçue ce matin par estafette du baron de Münchhausen d'Hanovre du 14 de ce mois. Votre Majesté verra que, si l'on a paru un peu alarmé à Hanovre d'une prétendue négociation de paix séparée avec la cour devienne par le canal du comte de Wackerbarth-Salmour,<58> dont nous avons fait notre rapport en date du 14 de ce mois,58-1 on l'est bien davantage encore de la nouvelle qu'on a reçue à Hanovre, selon l'incluse, du départ du comte de Kaunitz de Vienne du 5 de ce mois pour la Bohême.58-2

Comme j'ai déjà rassuré d'avance le baron de Münchhausen par rapport au premier article sur le plan de paix séparée qu'on prête à Votre Majesté, j'en ferai autant demain sur le prétendu voyage du comte de Kaunitz en Bohême, en l'assurant qu'il peut avoir l'esprit en repos sur tous les bruits que les artifices ordinaires de la cour de Vienne savent employer, pour semer des soupçons et de la mésintelligence entre des alliés, et pour porter d'autant plus facilement la cour d'Hanovre à accepter le plan humiliant de la convention de neutralité que le comte de Colloredo a remis en Angleterre, et que le sieur Michell aura envoyé sans doute à Votre Majesté,58-3 comme nous en avons reçu le duplicat.

J'ai répondu aussi au baron de Münchhausen, par rapport au passage de sa lettre qui regarde les convenances à faire au roi d'Angleterre,58-4 selon le plan secret qui lui a été communiqué si souvent et il y a si longtemps, qu'il n'a tenu qu'à lui de m'envoyer un projet d'une pareille convention secrète, dans laquelle Votre Majesté serait toujours prête d'entrer pour marquer Son véritable attachement pour les intérêts du roi d'Angleterre.

Münchhausen schreibt, Hannover 14. März, nachdem er seiner Freude über den Sieg bei Prag Ausdruck geliehen und die Bitte ausgesprochen hat, man möge ihn bald in den Stand setzen über die Gerüchte einer Verhandlung mit Wackerbarth den König von England beruhigen zu können: „Le moment heureux et désiré depuis longtemps de Votre Excellence et de moi paraît être venu, où deux monarques alliés par le sang pourront s'unir par une conformité d'intérêts à jamais. Je suis persuadé que Votre Excellence y contribuera, autant qu'Elle pourra, et ne me laissera pas ignorer si. Elle croit qu'on pourra mettre la main à cet ouvrage et au projet connu.

Le comte de Kaunitz est parti de Vienne le 5 pour la Bohême, pour, à ce qu'on mande, voir de près la situation des affaires. Le prétexte paraît un peu équivoque à l'égard d'un ministre qui, autant que je sache, n'est pas grand militaire. Il aura trouvé de la besogne.

. . . On me donne en même temps avis d'une alliance conclue ou prête de l'être entre les cours de Madrid, de Turin et de Naples, peu favorable à la maison d'Autriche. Je n'ose garantir cette nouvelle, quoiqu'on ajoute qu'elle est occasionnée par des articles secrets du traité de Versailles58-5 qu'on sait outre plusieurs objets intéresser l'Italie. Si elle se vérifie, ce serait un coup très embarrassant pour le comte de Kaunitz. La grande victoire de Prague ne nuira pas aux projets que la cour de Turin peut former.“

Au quartier général devant Prague, 19 mai 1757.

Mon cher comte de Podewils. En vous renvoyant les lettres58-6 du baron de Münchhausen que vous m'avez communiquées à la suite de la vôtre du 16, je veux bien vous dire58-7 que je suis un peu étonné des<59> soupçons à la vérité ridicules qu'on a conçus à Hanovre sur un prétendu voyage du comte Kaunitz en Bohême. Je ne sais pas positivement ce qui en est de ce voyage ou non; mais je n'aurais jamais crû qu'on en eût pu soupçonner du mystère à mon égard, vu que le sieur Mitchell est ici présent, qui certainement n'est pas homme à se laisser duper si grossièrement, et comment peut-on croire à Hanovre que j'agirais d'une manière aussi infâme envers le roi d'Angleterre, comme il y a peut-être des personnes à Hanovre qui auraient voulu agir à mon égard.

D'ailleurs, on devrait bien penser que le comte Kaunitz aurait bien mal choisi son temps, pour partir le 5 de Vienne, afin d'arriver le 6 ou le 7 à peu près en Bohême, pour voir lui-même annoncer par les fuyards la nouvelle de la bataille perdue des Autrichiens, et ignoret-on à Hanovre que la cour de Vienne, se croyant appuyée par ses puissants alliés, est bien trop orgueilleuse encore pour faire un pas aussi humiliant que d'envoyer son premier ministre pour demander la paix? De quelque côté que l'on envisage ce bruit, il est partout du dernier ridicule, et si la cour de Vienne y entendait finesse par ce voyage vrai ou controuvé, ce que je ne sais pas, elle s'y serait prise bien lourdement.

Vous avez donc très bien fait de désabuser d'abord le baron de Münchhausen de ses appréhensions à ce sujet, s'il en a eu, et vous pouvez encore le rassurer parfaitement là-dessus en traitant d'indignités et de frivolités absurdes de pareils bruits; sur quoi je ne vous démentirai jamais.

Je suis, au reste, content de la réponse que vous avez donnée à ce ministre touchant les convenances à faire au roi d'Angleterre. Au surplus, je serai bien aise d'avoir des nouvelles plus précises de ce traité dont le sieur de Münchhausen fait mention dans sa lettre, qui doit être signé entre les cours de Madrid, de Turin et de Naples, peu favorable à l'Autriche, et je vous saurai bien du gré, si vous pouvez vous orienter plus là-dessus. Sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


8964. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Hauptquartier im Lager bei Prag, 19. Mai 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich habe aus Ew. Liebden Rapport vom 18. dieses ganz gerne ersehen, dass das dortige feindliche Corps d'armée abermalen aus seinem Lager bei Kuttenberg à la sourdine aufgebrochen und ganz in der Stille weiter zurückmarschiret ist; Ich hoffe, Ew. Liebden werden durch Dero Hu<60>sarenpatrouillen wohl erfahren, ob der Feind nunmehro bei Czaslau wird stehen bleiben und ein festes Lager zu nehmen suchen, oder wie er sich sonsten wenden wird; Ich vermuthe aber fast, dass er sich noch weiter zurückziehen und auf Hohenmauth gehen wird.

Was das Grenadierbataillon von Nimschefsky anbetrifft, da wird solches mit denen Münchow'schen Bataillons und mit dem von Prinz Heinrich zugleich nach Nimburg marschiren, und da Ich glaube, dass ein Bataillon in Nimburg zur Besatzung genung sein dörfte, so können Ew. Liebden die übrigen Bataillons an Sich ziehen, wie Sie es à propos finden. Weilen auch der Major von Gohr60-2 lauter commandirte von denen Regimentern bisher bei sich hat, als können solche zu denen Bataillons, wohin sie eigentlich gehören, wieder zurückgeschicket werden.

Das Regiment Carabiniers60-1 habe Ich nach Ew. Liebden marschiren lassen; hier, da die Armee auf einem Fleck stehet, würde es Mir. schwer, wo nicht unmöglich fallen, sie wegen der Pferde zu ernähren, hergegen Ew. Liebden Gelegenheit haben, solche sowohl jenseits der Elbe als auch sonst rechter Hand gegen die Sazawa, wo sich noch überall was findet, ganz füglich zu ernähren. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.


8965. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 19 [mai 1757].

Mon cher Maréchal. Le prince Maurice m'a rendu compte du lieu que vous avez choisi pour l'emplacement de l'artillerie.60-3 J'en suis très content, mon cher Maréchal, d'autant plus qu'il est plus sûr que l'autre.

Nous avons chassé avec 50 hommes de Le Noble tous les pandours qui étaient dans les vignes vis-à-vis de l'endroit où cette nuit nous ferons nos batteries. Ces gens ont perdu la tête, et vous pouvez compter que je n'aurais jamais cru leur découragement aussi considérable. Peut-être que nos bombes nous mèneront plus loin que vous ne pensez. J'ai autant d'ammunition qu'il nous en faut pour tirer sept jours et nuits de suite, voilà tout ce que l'on peut faire.60-4

La lettre du maréchal Browne60-5 est fort polie et douce et d'un autre ton que celle qu'il vous écrivit lorsque'nous étions en Saxe.60-6

Leopold Daun est décampé la nuit d'hier et s'est retiré à Czaslau.60-7 Il ira vers les frontières de la Moravie, ainsi celui-là ne portera aucun empêchement à nos progrès. Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<61>

8966. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT IN INSTERBURG.

Hauptquartier vor Prag, 19. Mai 1757.

Ich habe Euer Schreiben vom 12. dieses erhalten. Ich erwarte auch noch Eure Antwort, um zu wissen, was die letztere Bataille allhier bei denen Russen vor Impression gemachet hat,61-1 und ob sie dadurch noch mehr animiret oder in ihren Operationen ralentiret worden.

Von denen Umständen dorten, so Ihr meldet, müssen wir erwarten, was geschehen wird. Jetzo müsset Ihr den guten und besten Rath bei Euch Selbst suchen. Ist es wahr, dass es denen Russen ganz Ernst ist, dass sie marschiren und Preussen angreifen wollen, woran Ich jedoch noch zweifele, so bleibet nichts anders übrig, als dass Ihr den ersten den besten, der Euch zu nahe kommet, bei die Ohren krieget und den andern an ihm ein Exempel gebet.

Was den bewussten Correspondenten anlanget, da muss Ich es bei dem, so Ich Euch seinetwegen schon vorhin geantwortet habe, vorerst noch bewenden lassen, denn er Mir in Warschau keine Dienste thun kann,61-2 auch alles, was er daher schreibet, wenig oder nichts interessantes enthält. Er muss also, nach seinem Engagement, bei der russischen Armee sein und von dar an Euch interessante Avis geben, alsdenn Ich gegen ihn erkenntlich sein werde.

Friderich.

Nach dem Concept.


8967. UNTERREDUNG DES KÖNIGS MIT DEM GROSSBRITANNISCHEN MINISTER MITCHELL.

[Lager vor Prag, 20. Mai 1757.]61-3

Mitchell beantwortet, Lager von Weleslawin vor Prag 24. Mai (most secret), einen Erlass des Grafen Holdernesse vom 6. Mai. Durch diesen Erlass war Mitchell angewiesen, von dem Könige von Preussen eine Erklärung einzufordern über das Gerücht, dass Hellen der Prinzessin-Regentin ein Packet zur Beförderung nach Paris übergeben habe. „Your Lordship's secret letter of the 6th fills me with real concern. I am at a loss how to execute the Kings commands without hurting His Majesty's interest, these repeated marks of diffidence will at last, I fear, occasion disgust and may bring about what they are meant to prevent; to be still more plain, I think, after the declaration the King of Prussia has made,61-4 there can be no ground of suspicious from a packet conveyed thro' Her Royal Highness the Princess of Orange, to be disposed of by the Dutch ambassador61-5 at Paris; the very manner<62> of conveyance destroys all suspicion62-1 . . . Explanations are indeed the foundation of real friendship, but suspicion and perpetual diffidence are the bane of all amity and confidence.

I have within this week had no less than two explanations with His Prussian Majesty, the first relating to count Wackerbarth's supposititious proposals, to which I think a satisfactory answer was given in my letter to Your Lordship of the 18th by Lambe.62-2

The other was occasioned by what M. de Münchhausen was pleased to write to Count Podewils viz. that it was reported that Count Kaunitz had set out from Vienna in order to treat with the King of Prussia; now it unluckily happens that by the date of Münchhausen's letter this advice from Vienna must have been several days before the battle, when there was not the least appearance that the court of Vienna wanted to treat with the King of Prussia. I soon perceived that His Prussian Majesty was not the dupe of M. de Münchhausen's finesse, but I made the best apology I could from M. Münchhausen's zeal for his master's service, and the King of Prussia was pleased of himself to give me the strongest assurances of his resolution to fulfill every engagement he had with His Majesty, and he frankly said he wanted to do all the harm he possibly could to his present enemy as soon as possible, in order to be at liberty to act elsewhere, and that he wished above all things, if Prague was taken, that the Empress-Queen could be brought to dissolve her alliance with France, and even to assist with her troops against the French (which however he hardly expected), that in that case he would march directly against the French, and I am persuaded he most sincerely wishes to give them such a blow as he has given to Austria.

After such declaration and so fresh a date, I submit to your Lordship whether it be expedient to demand immediately a farther explanation ...“

Nach der Ausfertigung im Public Record Office zu London.


8968. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

Au quartier général [devant Prague,] 20 mai 1757.

Mon cher Maréchal. J'ai trouvé moi-même la signature de la lettre du maréchal Browne, que je joins ci-close,62-3 changée et mal peinte, en sorte que je crois qu'il se trouve plus malade qu'on ne l'a cru.62-4

Si vous croyez qu'une batterie du côté du prince Maurice62-5 pourrait inquiéter le quartier du Wischerad,62-6 je verrai si je pourrai y envoyer 4 ou 5 canons de 24 livres de balle, pour embarrasser ce lieu-là. Il<63> faut cependant que je vous mande à mon grand chagrin que je doute d'avoir fait amener ici toute mon artillerie pesante avant le 24, en sorte que je ne saurais commencer avant le 25.63-1

Ce qui me surprend en attendant, c'est que ceux de Prague nous laissent de ce côté-ci tranquillement travailler à nos batteries, sans tâcher de nous en interrompre aucunement. Sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


8969. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Hauptquartier im Lager bei Prag, 20. Mai 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Der Etatsminister von Schlabrendorff hat Mir berichtet, wie dass nach seinen unter dem 14. Mai von der Grenze erhaltenen Nachrichten der Feind sein in Königgrätz habendes Magazin in aller Eil dort wegschaffe. Wohin solches transportiret werde, darin stimmeten die Nachrichten nicht überein, indem einige wollten, dass es nach Mähren,63-2 andere aber nur gegen die mährische Grenze zu gebracht werde. Ich habe vor gut gefunden, Ew. Liebden von dieser Nachricht doch einige Communication zu thun, und bin übrigens Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

P. S.

Auch habe Ich nicht ermangeln wollen, Ew. Liebden vermittelst der abschriftlichen Anlage die Aussage eines guten Espions zu communiciren, welcher aus der Armee des Marschall Leopold Daun zurückgekommen ist. Von denen angegebenen 30,000 Mann müssen zuvorderst die Knechte und dann noch die sechs schlechte und ruinirte Regimenter Cavallerie abgerechnet werden, da alsdann an effectiver Mannschaft zum Dienst ohngefähr 24,000 Mann bleiben mögen. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.63-3

Nach der Ausfertigung.


8970. AN DEN ETATSMINISTER GRAF PODEWILS IN BERLIN.

Hauptquartier bei Prag, 20. Mai 1757.

Des Königs Majestät haben hierbei an Ew. Excellenz noch zu melden befohlen, wie Dieselbe dahin sehen möchten, damit es insonderheit in auswärtige Zeitungen gesetzet werde, ohne dass es scheine, von<64> Ew. Excellenz gekommen zu sein, dass des Königs Majestät nunmehro 40,000 Mann von der Armee detachiren würden, auch alles dazu bereits disponiret wäre, um fordersamst der Orten zu marschiren, wo Sie es am nöthigsten zu sein erachten würden, welches Corps d'armée denn auch, wo nicht schon aufgebrochen wäre, dennoch ersterer Tagen sich in Marsch setzen würde. Welches ich dann hierdurch schuldigst melden sollen.

Ew. Excellenz beide gnädige Schreiben vom 7. und 10. dieses habe ich zu erhalten die Ehre gehabt. Wegen des nach der blutigen Bataille hier vorgefallenen beziehe ich mich auf dasjenige, was ich unter dem 17. dieses an des Etatsminister Herrn Grafen von Finckenstein Excellenz zu melden die Ehre gehabt,64-1 so Ew. Excellenz ausser Zweifel Communication davon gethan haben werden. Der Feind hält sich in Prag ganz geschlossen, und hat bisher sich nichts ausser denen Thoren der Stadt sehen lassen, als was das Pandurenvolk ist, welches man aus der Stadt getrieben und nicht wieder hereinlässet, und welches eine schlechte und übele Rôle zu souteniren hat. Ob der Feind deshalb nichts tentiret, weil er insonderheit seiner Infanterie nicht trauen darf, als welche nach Aussage der demohnerachtet aus der Stadt kommenden Deserteurs sich mehrentheils zerstreuen würde, wenn sie in das Freie kommen würde, oder aber ob der Feind sonst seine Absichten hat, solches muss ich billig denen, die vom Métier seind, zu dijudiciren überlassen. Der Prinz Karl von Lothringen nebst der Generalität und Volontaires von Condition sollen sich sonsten auf den sogenannten Wischerad, aus Furcht eines Bombardements der Stadt, retiriret haben.64-2 Es wäre zu wünschen, dass solches gleich nach denen ersteren Tagen der Bataille, und da man in Prag noch in der ersteren Consternation gewesen, hätte geschehen können, allein es ist eine Ohnmöglichkeit, alles auf einmal zu arrangiren. Nunmehro wird es sich in 10 bis 12 Tage Zeit ausweisen müssen, wie sich die Sachen hier decidiren werden. Einmal scheinet es wohl, dass vor dieses Jahr und wenigstens bis nach der Ernte die Campagne vor die Oesterreicher in Böhmen verloren ist, wie dann auch das Corps Oesterreicher unter Leopold Daun sich mehr und mehr gegen Mähren zu repliiret und alle Nachrichten geben, dass der Feind seine auf der Seite gegen Schlesien übrig habende Magazine nach Mähren retiriret,64-3 auch die aus der prager Bataille sich sonst nach Beneschau retirirte feindliche Regimenter sich hinter Budweis und nach denen mährischen Grenzen zu gezogen haben sollen. Es machet aber einen grossen Unterschied aus, ob Prag in des Königs oder in des Feindes Händen ist, und ersteres machet dem König die Arme viel freier, als es sonst nicht sein kann.

Wann die Herrn Hannoveraner nur so lange das ihrige thun und sich in der Positur setzen, dass die Franzosen weder an einem noch<65> andern Orte in denen hannoverschen Landen perciren können, bis es sich mit Prag decidiret hat, alsdenn wird zu allem sein Rath, und werden des Königs Majestät das Ihrige redlich thun. Der Herr Generallieutenant Graf Schmettau65-1 aber machet mir eine schlechte Idee von der guten Intention und von dem Savoir-faire des hannoverschen Ministerii, den einzigen Herrn von Münchhausen ausgenommen,65-2 und so gross und schön der Eifer und die Sentiments des Duc de Cumberland sein sollen, so soll er doch nicht die Freiheit haben, von dem Nervo rerum gerendarum disponiren zu können und bei der Generalität wenig Assistance haben.

Die Umstände seind also wohl allemal noch sehr critique, und die Providence wird uns, wie zu wünschen, noch durch mehr als ein glückliches Évènement die Hand bieten müssen, sonsten solche noch allemal sehr embarrassant bleiben werden, da derer Orten zu viel werden, wo überall eine efficace Hilfe nöthig ist. Gott lenke alles zum besten und zu einem baldigen redlichen und allgemeinen Frieden! Ew. Excellenz gnädigem Wohlwollen empfehle ich mich mit meinem vollenkommensten Respect.

Eichel.65-3

P. S.

Der Herr Hecht zu Hamburg hat wohl wegen der ostfriesischen Correspondance65-4 viel zu viel Terreur panique genommen und gegeben, und hätte er sich darunter weit besser nehmen können, wenn nicht seine Commodité dabei gelitten. Des Königs Majestät haben zeither noch posttäglich Schreiben von dem Präsidenten Lenz gehabt, der letztere ist vom 10. Mai gewesen, nach welchem dort noch alles ruhig, die vorigen habe mir die Freiheit genommen, Ew. Excellenz zu adressiren, um solches damit darzuthun.

Nach der Ausfertigung.


8971. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUN- SCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

[Im Lager vor Prag,] 21. [Mai 1757J.

Ich schicke Ihnen den General Normann und Prinz Franz von Braunschweig, um dass das Corps ganz ordentlich besetzet wird; hier kann ich nichts mehr missen. Die Carabiniers65-5 müssen heute dorten seind.

Wegen alle Succurse von Leopold Daun, so zweifle sehr, dass es so viel ausmachen wird, es müsste dann seind, dass [es] österreichische Regimenter geregnet hätte. Der Spion, den ich dorten gehabt habe,<66> hat gewisse gut gesehen; dessen Deposition haben Sie gekriegt.66-1 Was übrigens nach seiner Abwesenheit kann zu diesem Corps gestossen seind, dar kann ich nicht vor repondiren.

Was wegen das Geld der Regimenter anbelanget, so werde es besorgen; es ist aber schwer aus Schlesien hierher zu kriegen, und wird das Geld einen grossen Umweg nehmen müssen; ich werde suchen, hier Rath zu schaffen.

Ihren Capitän Mylen werde zum Major bei Manstein machen; dann Marwitz66-2 muss Oberstlieutenant werden und Mardefeld cassiret. Adieu, mein lieber Prinz, ich embrassire Ihnen von Herzen.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8972. AU DUC RÉGNANT DE BRUNSWICK A BRUNSWICK.

Camp devant Prague, 21 mai 1757.

Monsieur mon Frère et Cousin. Je viens de recevoir les lettres qu'il a plu à Votre Altesse de me faire du 12 et du 14 de ce mois, et c'est avec une satisfaction infinie que j'ai vu les sentiments que Votre Altesse continue à me témoigner, et la vivacité de la part qu'Elle prend à l'heureux évènement arrivé ici devant Prague. Je n'en attendais pas moins de l'amitié de Votre Altesse et de Sa manière de penser à mon égard. C'est à présent que j'ai encore à faire une opération un peu difficile, savoir de prendre un corps de troupes autrichiennes à 40,000 hommes avec la ville de Prague, au sujet de laquelle j'espère au moins de réussir et de finir tout au plus dans quinze jours; au moins ne sera rien omis de ma part de tout ce qui pourra contribuer à la réussite de l'entreprise qui, si le Ciel la seconde, me mettra au large, afin de pouvoir être efficacement utile à mes alliés.

S'il n'y a que 30,000 Français qui sont passés actuellement le Rhin, j'espère que l'armée d'Hanovre, pourvu qu'elle soit assemblée et arrangée, n'en sera guère embarrassée sous les ordres du duc de Cumberland, contre lequel ces Français ne sauraient que difficilement se soutenir. Pour moi, je me flatte que, si mes entreprises prospèrent, j'aurai fait entièrement ici pendant trois semaines, pour alors songer aux moyens efficaces de corriger la fortune et de redresser ce que les affaires avaient pris de mauvais tours par l'orgueil et les injustices que nos adversaires commettaient impunément. Votre Altesse sera, au surplus, persuadée que les occasions me seront toujours chères où je pourrai La convaincre de l'amitié réciproque et de l'estime parfaite avec laquelle je serai à jamais, Monsieur mon Frère et Cousin, de Votre Altesse le bon frère et cousin

Federic.

Nach dem Concept.

<67>

8973. AU DUC DE CUMBERLAND A BIELEFELD.

[Au camp de Prague,] 21 mai 1757.

Monsieur mon Frère et Cousin. L'approbation que Votre Altesse Royale67-1 donne aux avantages que mes troupes ont remportés sur les Autrichiens, m'est d'autant plus flatteuse que vous êtes juge compétent dans ces matières.

Pour vous informer ultérieurement de ce qui s'est passé ici, Votre Altesse Royale saura que la plus grande partie de l'armée autrichienne s'est jetée dans Prague, consistant selon mes nouvelles en 6 régiments de cavalerie et en 33 régiments d'infanterie dont la moitié sont délabrés, de sorte que l'on évalue la garnison à passé 35,000 hommes.

Environ 8000 fuyards de la droite de leur armée, poursuivis par mes troupes, sont passés la Sazawa, ils ont marché sur Beneschau, ils ont ensuite repassé la Sazawa du côté de Sternberg pour se joindre au maréchal Daun. Celui-là se trouva le jour de l'action à Bcehmisch-Brod, et, sur la nouvelle du malheur arrivé aux Autrichiens, il se retira sur Nimburg. Je détachai sur-le-champ le prince de Bevern pour le talonner, il l'a poussé jusqu'à Czaslau, et je crois qu'on pourra le rejeter encore plus loin en arrière, j'apprends même qu'il a envoyé son bagage à Iglau.67-2

J'ai employé ce temps à faire investir la ville de Prague de tous côtés, j'ai fortifié tous mes postes avec des redoutes, et comme les collines qui dominent la ville, m'ont procuré le moyen d'en approcher d'assez près, je me trouve dans trois points de ma circonvallation à 700 pas de la ville.

Si Prague n'était défendue que par 10 ou 12,000 hommes, il me serait facile de la prendre par un siège régulier, mais je ne pense pas qu'il soit expédient d'ouvrir la tranchée devant une armée de 40,000 hommes.

Je sais que les magasins n'y sont pas trop fournis, quoiqu'au juste je ne puisse point apprendre encore pour combien les mènera leur farine. Je sais que leurs chevaux meurent au piquet, faute de fourrage, que la viande y manque, et qu'ils ont plusieurs besoins qu'ils cachent soigneusement; ils sont sortis deux fois de la ville pour percer au travers de nous autres, mais les premiers bataillons sortis ont aussitôt reçu ordre de se retirer. Dans ces circonstances, je ne vois aucun meilleur moyen que de ruiner par les bombes leurs magasins, leurs moulins et leurs boulangeries. Ma grosse artillerie doit arriver demain ou après-demain, l'on construit actuellement les batteries,67-3 et dès que tout sera arrangé, j'espère de les forcer à sortir malgré eux ou à se rendre avec ignominie, ce que l'on ne doit pas présumer de braves gens.

<68>

Il y a plus de hasard que je ne voudrais dans cette entreprise; si elle réussit, ce qui se déterminera entre ci et le commencement du mois prochain, je compte d'envoyer une armée dans l'Empire,68-1 pour faire perdre à tous ces princes excités par la France et la cour de Vienne l'envie de se mêler, contre leur véritable intérêt, d'une querelle qui leur est étrangère. Il n'y a qu'à se montrer pour opérer ce changement; après quoi il faudra voir de quel côté les Français porteront leur force, pour s'y opposer avec vigueur.

Je pense que, si Votre Royale Altesse rassemble Son armée, Elle n'aura rien à craindre de M. d'Estrées. On m'écrit que les Français voulaient pénétrer par le pays de Brème,68-2 le roi de Danemark l'a garanti, et je crois qu'il serait de l'intérêt du roi d'Angleterre que l'on fît souvenir celui de Danemark de ses engagements et des dangers qui menacent cette province.

Je suis d'ailleurs persuadé que, si vous vous mettez en force et que vous puissiez avancer tant soit peu vers le pays de Münster, ces corps que les Français ont aventurés en avant, seront obligés de se replier au plus vite, principalement si l'on fait courir des bruits que l'on marchait incessamment à eux, et qu'un secours était en chemin qui allait joindre l'armée des alliés. Si même on ne parvient pas à faire d'abord reculer ces gens-là, on les retient dans l'inaction, et, en les resserrant davantage, les vivres dont ils manquent, leur deviendront encore plus rares. Je ne conseillerai jamais à Votre Altesse Royale de se commettre légèrement avec les Français, mais bien de profiter de la supériorité, si Elle est bien forte de Son côté; les intérêts du Roi Son père exigent qu'Elle ne joue qu'à jeu sûr.

J'espère de vous pouvoir donner dans peu des nouvelles plus positives de ce qui se passe ici, vous priant d'être persuadée de l'estime et de la considération avec laquelle je suis, Monsieur mon Frère et Cousin, le très affectionné cousin et frère

Federic.

Nach dem Concept.


8974. AU MINISTRE DE LA GRANDE-BRETAGNE MITCHELL A WELESLAWLN.

Mitchell übersendet, Weleslawin 21. Mai, dem Könige ein Schreiben des Herzogs von Cumberland, d. d. Bielefeld 16. Mai, sowie Copien einer Correspondenz zwischen dem Marschall d'Estrées und General Spörcken. Der Herzog mache ihm, schreibt Mitchell, Mittheilung von seiner Absicht „d'étendre sa position à la gauche, afin de s'emparerde la ville et du pays de Paderborn, d'où il compte de trouver des provisions pour la subsistance de son armée.“

„Copie de la lettre du maréchal d'Estrées adressée au général des troupes hanovriennes au camp de Bielefeld.

Wesel, 7 mai 1757.

Monsieur. Le Roi mon maître n'ayant nulle intention de troubler le repos de l'Allemagne et encore moins d'agir hostilement contre l'électorat d'Hanovre, à moins<69> que les troupes de Sa Majesté Britannique, comme électeur d'Hanovre, ne prennent la défense des possessions du roi de Prusse en guerre contre Sa Majesté l'Impératrice-Reine, dont les troupes de France sont auxiliaires, j'ai vu avec déplaisir qu'il y avait eu une rencontre entre un détachement des troupes du Roi mon maître et celles d'Hanovre, et que les premières ont emmené prisonniers à Munster quelques soldats ou cavaliers desdites troupes. J'ai jugé à propos de les renvoyer, de même que l'officier qui a été pris avec eux. On a eu grand soin des blessés, et, dans un cas pareil, j'espère le réciproque. Quoique je n'aie pas l'honneur d'être connu de vous, Monsieur, je vous prie de recevoir etc.

Copie de la lettre écrite par le lieutenant-général Spörcken en réponse à celle du maréchal d'Estrées.

Du quartier général à Bielefeld, 15 mai 1757.

Monsieur. Son Altesse Royale Monseigneur le Duc m'a remis la lettre que vous avez écrite à l'officier-général des troupes hanovriennes de Sa Majesté; en réponse à laquelle j'aurai l'honneur de dire à Votre Excellence, par ordre de Son Altesse Royale qui commande l'armée d'observation de Sa Majesté, que le but en est de veiller à la défense et à la conservation de ses États et de ceux de ses alliés, ainsi que pour s'opposer et empêcher le passage d'aucunes troupes étrangères par ces mêmes États.

Je dois témoigner bien des remercîments à Votre Excellence des soins qu'Elle a ordonné qu'on prît des prisonniers malades ou blessés. Elle peut compter que Ton aura d'ici les mêmes attentions pour ceux des vôtres qui se trouveront dans le même cas. Je suis etc.“

[Quartier général devant] Prague, 22 mai 1757.

Je vous suis très obligé, Monsieur, de l'envoi de la lettre du duc de Cumberland, qui m'a donné bien de la satisfaction, et vous adresse ci-joint la réponse que je viens de lui faire.69-1

Je vous remercie d'ailleurs de la communication de la lettre du comte d'Estrées, aussi singulière par ce qu'elle comprend, que par l'adresse qu'on lui a mise. Il n'en paraît que trop combien la fermeté et la religion de Sa Majesté Britannique pour observer exactement ses engagements avec ses alliés, ont déconcerté les projets des Français, de sorte que nous avons tout à espérer pour le bien de la cause commune. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung im British Museum zu London.


8975. AN DEN ETATSMINISTER GRAF PODEWILS IN BERLIN.

Hauptquartier vor Prag, 22. Mai 1757.

Auf Sr. Königl. Majestät allergnädigsten Specialbefehl habe Ew. Excellenz einliegendes Schreiben des regierenden Herrn Landgrafen von Hessen-Cassel Durchlaucht im Original zusenden69-2 und von Höchst deroselben wegen dabei vermelden [sollen], dass, da Se. Königl. Majestät nichts auf der Welt billiger fänden als dasjenige, so des Herrn Land<70>grafen Durchlaucht in denen angestrichenen Passagen Dero Schreibens verlangeten, auch dazu überall mit Plaisir die Hände bieten würden, im übrigen aber die proponirte Union mit verschiedenen wohlintentionirten Reichsfürsten so nöthig als heilsam und in jetzigen Umständen schlechterdinges practicabel fänden, also Ew. Excellenz zu allem das nöthige arrangiren, auch mit dem casselschen Hofe und anderen, wo es erfordert wird, darüber in Correspondance treten und alles mit vieler Attention, Activité und Ernst bearbeiten möchten, da Se. Königl. Majestät in diesem Sinn bereits des Herrn Landgrafen Durchlaucht geantwortet und Dieselbe an Ew. Excellenz gewiesen hätten.70-1

Eichel.

Nach der Ausfertigung.


8976. AU SECRÉTAIRE BENOÎT A VARSOVIE.

Quartier général devant Prague, 22 mai 1757.

Je me suis figuré jusqu'à présent, et je n'ai guère pu croire autrement, sinon que le capitaine Lambert, qui a été arrêté à Varsovie fort injustement et envoyé en prison, avait été du depuis remis en liberté,70-2 le Maréchal de la Couronne70-3 vous ayant donné des assurances positives que la détention dudit capitaine ne serait en tout cas que de courte durée, et que sa prison lui serait ouverte, afin qu'il eût occasion de s'en aller où bon lui semblerait. Comme, cependant, je viens d'être informé, à l'heure qu'il est, du contraire, mon intention est que vous en parliez fortement de nouveau au Grand-Maréchal de la Couronne, et que vous le fassiez souvenir de sa promesse donnée ci-devant à ce sujet, en lui disant que ce n'était que par pure considération pour lui, Grand-Maréchal, et pour sa parole qu'il avait interposée, que je m'étais abstenu jusqu'à présent des représailles qui me compétent selon la rigueur du droit, en faisant arrêter à mon tour quelque officier polonais, pour le faire traiter sur le même pied que l'était le capitaine Lambert; à quoi, comme il le saurait bien lui-même, les occasions ne pourraient pas me manquer.

Vous continuerez par lui dire qu'il était tout naturel qu'un officier prussien, autant qu'il ne commettait rien de criminel en Pologne, devait y jouir de toute liberté pour y voyager en sûreté, sans qu'on fût en droit de l'arrêter sur de purs soupçons, et que bien moins encore de fausses dénonciations et des propos envenimés de gens passionnés devaient donner occasion qu'on emprisonnât et maltraitât un officier se trouvant à mon service. Qu'ainsi je me flattais que le Grand-Maréchal aviserait aux moyens les plus propres à ce que le capitaine Lambert, qui une fois est à mon service, soit remis en liberté, en conformité de la promesse qu'il vous en avait donnée, vu que, celle-ci<71> restant sans effet, on ne pourrait pas se dispenser de notre côté d'en venir à des représailles.

Vous accompagnerez les insinuations que vous ferez au Grand-Maréchal, en conséquence de cet ordre, de toutes les remontrances que vous jugerez convenables, et vous vous énoncerez à ce sujet en termes un peu hauts.

Federic.

Nach dem Concept.


8977. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

Camp devant Prague, 22 mai 1757.

Mon cher Maréchal. J'ai été bien aise de voir par votre lettre d'aujourd'hui que les ouvrages de la nuit ont été poussés tranquillement et sans aucune perte, que tous les autres travaux vont bien, et que vous avez annoncé mes ordres au prince Ferdinand mon frère et au général major de Retzow. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


8978. AU PRINCE FERDINAND DE PRUSSE A WELESLAWIN.

Camp devant Prague, 22 mai 1757.

Mon très cher Frère. J'ai vu la lettre qu'il vous a plu me faire le 21 de ce mois. Vous connaissez mes sentiments et ma façon de penser à votre égard et serez persuadé en conséquence que je n'ordonnerai jamais rien qui saurait être contraire à votre honneur et à votre dignité; mais, dans le cas dont il s'agit, vous songerez qu'il ne serait pas convenable à vous, qui me touchez de si près, de commander un détachement pour couvrir des batteries. Pour tout le reste, vous me verrez très porté de contribuer à ce qui peut vous acquérir de la réputation dans le monde. Soyez assuré de ma parfaite estime et de la tendresse avec laquelle je suis, mon très cher frère, votre très affectionné frère

Je n'exigerai rien qui soit contre votre honneur, mon cher frère; mais les commando de couvrir des travailleurs ne se donnent point à des princes du sang, parceque très souvent l'ennemi les chasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung im Königl. Hausarchiv zu Berlin. Der Zusatz eigenhändig.


8979. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Hauptquartier vor Prag, 22. Mai 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich habe Ew. Liebden Schreiben vom 21. dieses erhalten. Was die Force von dem<72> Marschall Leopold Daun angehet, da glaube Ich, dass solche ohngefähr dergestalt sein wird, wie Ew. Liebden solche urtheilen, zu sagen, wenn man sie recht stark rechnet.72-1 Wann aber dieses Corps d'armée noch auf Suceurs von denen Franzosen wartet, um alsdenn agiren zu können, so wird es noch Zeit haben zu warten, denn es noch nicht scheinet, dass die Franzosen sehr empressiret seind zu kommen.72-2 Wann aber das Leopold Daun'sche Corps die Absicht hätte, Prag mit secondiren zu wollen, so glaube Ich nicht, dass es sich so weit abhalten würde; Ich bin vielmehr der Meinung, dass wenn Ew. Liebden noch einige Mouvements machen werden, alsdenn dieses Corps sich noch mehr und weiter zurückziehen werde ; denn Ich der Meinung bin, dass der einzige Umstand, warum erwähntes Corps in seiner jetzigen Position bleibet, dieser sei, dass es seine Magazins noch weiter zurückziehen will.

Dasjenige, was Ew. Liebden dem Obristen von Werner72-3 geschrieben zu haben melden, hat alle Meine Approbation, und haben Dieselbe wohl gethan, ihn wieder über die Elbe zu schicken.

Was den von Ew. Liebden verlangeten Secours aus dem Margarethenkloster an Reconvalescirten angehet, da fehlet es noch sehr daran, dass Ich Deroselben solchen schicken könnte, sonsten, und wenn die armen Leute schon so weit wären, Ich es gewiss schon gethan haben würde. Die Leute von der Augmentation der schlesischen Regimenter angehend, da kann Ich solche gleichfalls pur ohnmöglich eher aus dem Gebirge wegnehmen und an Ew. Liebden schicken, so lange das Corps von Leopold Daun noch bei Königgrätz und der Orten herum stehet; denn ehe dieses sich nicht wegziehet, Ich das Gebirge nicht entblössen kann.

Uebrigens werden Ew. Liebden von Selbst zu bedenken belieben, wie Ich jetzo und noch zur Zeit die Mortiers hier nöthiger habe;72-4 wie Ich denn auch nicht absehe, wozu Dieselbe jetzo einige Mortiers gebrauchen könnten. Was aber das Bombardement von Prag anlanget, da wird solches vor dem 26. dieses nicht seinen Anfang nehmen können.72-5 Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Man versichert mir, dass Leopold Daun Ordre vom Hof hat, nichts zu risquiren. Wann das gewiss wäre, so könnte man ihm ohne grosse Mühe wegbugsiren.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.

<73>

8980. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Hauptquartier bei Prag, 23. Mai 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich danke Ew. Liebden gar sehr vor die in Dero Bericht vom 22. dieses Mir gegebene besonders gute Nachricht wegen des dem Feind abermalen genommenen considerablen Magazins,73-1 und kann es Mir wohl nicht anders wie sehr lieb und erfreulich sein, dass dieser so gutes Schaf spielet und sich ein Magazin nach dem andern nehmen lasset. Ich kann Mir einigermaassen eine Idee von dieser des Feindes Sanftmuth machen, wenn Ich sehe, wie wir ihm hier vor Prag ein Haus und einen Weinberg nach dem andern und die Dehors dadurch so occupiren, dass wir nicht auf 500 Schritt von der Stadt mehr ab seind.

Dass Ew. Liebden die Bataillons von Heinrich und von Nimschefsky73-2 an Sich ziehen werden, ist recht gut; Ich gedenke auch, dass die beiden Bataillons von Münchow gleichfalls bald dahin kommen werden.

Die Ordres, so Dieselbe dem Obristen Werner gegeben, seind sehr gut;73-3 wenn es auch sonsten nichts weiter wäre, als dass man dem Feind dadurch eine Jalousie auf Königgrätz machet, so ist es schon ein grosses gewonnen. Ein ohnfehlbares Mittel aber, ihn aus seinem Lager zu debusquiren, würde seind, wenn Ew. Liebden Miene macheten, nach Habern zu marschiren, als durch dergleichen Sie ihn von seinen mährischen Magazins und von den, so er sonsten noch in Deutsch-Brod hat, abschneiden würden; welches aber Ew. Liebden werden schwerlich bewerkstelligen können, nämlich ihm diese Jalousie zu geben, bevor Sie nicht auch die beiden Bataillons von Münchow nach Nimburg und an Sich gezogen haben werden.

Die drei grossen Deserteurs sollen nach Ew. Liebden Verlangen nach Dero Regiment geschicket werden.

Wie Ich aus allen von denen Deserteurs geschehenen Depositionen ersehe, so kann die angegebene Anzahl derer feindlichen Bataillons richtig sein, demohnerachtet aber glaube Ich, dass die Anzahl an Mannschaft überhaupt nicht stärker sei, als wie Ew. Liebden Mir gestern solche geschrieben,73-4 nämlich zu ohngefähr 24,000 Mann, und ist Mähren nunmehro frei und bloss, nachdem auch jetzt Nadasdy von dar weg ist, dass wir also vorjetzo nichts mehr und nichts hauptsächlicheres zu thun haben, als dass wir auf allen Seiten von des Feindes Consternation und Découragement zu profitiren suchen. Ich werde vor drei Tage mit Meinen Operationen gegen Prag noch nicht anfangen können, da Mich es mit der schweren Artillerie und Munition so sehr aufhält, dass Ich<74> solche noch nicht herankriegen kann. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.


8981. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 23 [mai 1757].

Mon cher Maréchal. Je suis charmé de ce que vous n'avez rien perdu la nuit passée. Vous aurez le colonel Moller74-1 à votre attaque, qui vaut mieux que 10 capitaines. Nos ennemis n'ont de ce côté-ci que 6 pièces de 12 et 2 coulevrines au Wischerad, le reste sont des pièces de 6 et 3 livres qui appartiennent à l'artillerie de campagne; ce qui était grosse artillerie, a été transporté à Vienne il y a trois ans.

Le duc de Bevern me mande dans ce moment74-2 qu'il vient d'enlever à Leopold Daun un magasin considérable à Suchdol; il leur a pris ceux de Nimburg et Kolin, il a fait aussi une vingtaine de prisonniers sur les hussards. Le découragement des Autrichiens est visible, la tête leur tourne, et il faut espérer qu'une heureuse bombe, l'inquiétude d'un tonnerre perpétuel qui les assaillira, joint à la confusion, au trouble des soldats et à la peur des bourgeois, les forcera à des résolutions qu'ils seront obligés de prendre à contre-cceur.

Les nouveaux généraux de mon armée74-3 continueront à rester attachés à leur vieux corps, jusqu'à ce que la ville se rende d'une façon ou de l'autre, après quoi je ferai de nouveaux ordres de bataille. Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8982. AU PRINCE DE PRUSSE AU CAMP DE PRAGUE.74-4

[Au camp de Prague,] 24 [mai 1757].

Mon cher Frère. Nous avons eu une mauvaise nuit; j'ai entendu beaucoup tirer de votre côté, sans savoir précisément ce que c'était.74-5 Je bénis le Ciel de ce que nous n'avons pas beaucoup perdu, de ce que vous, mon frère Ferdinand et, du moins à ce que j'en sais jusqu'à présent, personne n'est blessé. Je me flatte que les Autrichiens auront beaucoup perdu; car vous avez eu les hauteurs, et votre canon chargé à mitraille doit leur avoir mis beaucoup de monde hors de combat.

Je crois, mon cher frère, qu'une correspondance avec le prince Louis74-6 serait hors de saison. Sa lettre prouve qu'il augure mal de<75> Prague, et qu'il veut se faire un appui par votre protection pour obtenir la liberté ou Dieu sait quoi.

Mayr a forcé l'électeur de Bavière à se déclarer neutre;75-1 il renonce à ses alliances et à tout engagement avec nos ennemis, et il m'a envoyé ici un colonel avec une lettre de sa main pour m'en assurer.

On m'écrit que les Français sont si consternés de nos succès qu'ils ne pensent qu'à prendre possession des cessions qu'on leur a faites en Brabant,75-2 et que leurs plus grands efforts sont faits.

Le prince de Bevern a pris trois magasins à Leopold Daun,75-3 la bredouille est parmi nos ennemis. Si cela est possible, il faut prendre nos gens de Prague; nous pouvons les canonner et bombarder neuf jours et neuf nuits.75-4 Voilà tout ce que je puis faire. Adieu, mon cher frère, je vous embrasse de tout mon cœur.

Federic.

Nach der Ausfertïgung. Eigenhändig.


8983. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH A WELESLAWTN.

<76>

Keith meldet, 24. Mai:75-5 „Sire. M. le colonel Krockow aura l'honneur de rapporter à Votre Majesté que la sortie de l'ennemi a été heureusement repoussée.75-6 Les prisonniers et déserteurs diffèrent beaucoup dans le nombre; je crois qu'ils étaient peut-être 8 ou 10,000 hommes. Ils se sont retirés aussitôt qu'il commençait à faire jour, et j'ose assurer Votre Majesté que s'ils n'ont pas de plus braves gens à faire sortir que ceux qui ont paru aujourd'hui, ils ne s'ouvriront jamais leur chemin. Le prince Ferdinand porte une marque de cette bravoure déterminée qui est un apanage de sa maison, il est légèrement blessé au menton et a eu son cheval tué. Je ne puis encore dire à Votre Majesté la perte que nous avons faite, mais elle n'est pas considérable.“

[Au camp de Prague,] 24 [mai 1757].

Mon cher Maréchal. La nuit du 23 sera aussi décisive que le jour du 6. Je bénis le Ciel de l'avantage que vous avez remporté sur l'ennemi, surtout du peu de perte que nous avons eu. J'espère à présent plus que jamais que toute cette race de princes et de gueux d'Autrichiens sera obligée de mettre les armes bas. Il est possible à 4,000 hommes d'attaquer Hirschfeld,75-7 mais les Autrichiens de Prague entreprennent au delà de leurs forces en attaquant un corps de mes troupes alertes et bien postées. Je crois que l'honneur des généraux les obligera à faire encore une tentative de mon côté, mais que, [si] celle-là leur manque et que le bombardement ait quelques progrès, cela en sera fait. Je vous embrasse, mon cher Maréchal, de tout mon cœur.

Federic.75-8

Ce qui me réjouit le plus, c'est le peu de perte que nous avons fait; cela dépend absolument du terrain.

Nach der Ausfertïgung. Eigenhândig.


8984. AU PRINCE DE PRUSSE AU CAMP DE PRAGUE.

[Au camp de Prague, 24 mai 1757.]

Mon cher Frère. Je suis enchanté de tout ce que j'apprends de la nuit passée,76-1 mes inquiétudes et mes angoisses sont largement récompensées. On a cent fois plus d'appréhensions, quand on voit les choses de loin que lorsque l'on est sur les lieux. Je bénis le Ciel qu'il a conservé mes frères, et que nous avons peu perdu; je pleure quand le sang prussien est répandu; mais quoique l'affaire de cette nuit ne soit pas une bataille rangée, elle ne laissera pas que d'être décisive pour la suite du siège et pour la reddition des Autrichiens. Embrassez le cher Ferdinand de ma part, et soyez persuadé de ma plus tendre amitié.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8985. A LA PRINCESSE AMÉLIE A BERLIN.

Camp de Prague, 24 mai 1757.

Ma très chère Sœur. Je n'ai encore que de bonnes nouvelles à vous donner. Un partisan de mes troupes,76-2 après avoir pris le magasin de Pilsen, est marché dans le Haut-Palatinat, ce qui a donné une telle peur a l'électeur de Bavière qu'il m'a envoyé ici un colonel, pour me déclarer qu'il renonce à tous les engagements qu'il a pris avec mes ennemis, et qu'il observera la plus exacte neutralité.76-3

Le prince de Bevern a pris trois magasins à Leopold Daun,76-4 celui de Nimburg, de Kolin et de Suchdol.

Cette nuit les Autrichiens ont fait une sortie sur le maréchal Keith;76-5 ils ont été pour le moins 16,000 hommes. Mes frères les ont repoussés. L'ennemi y a perdu au delà de 1000 hommes, nous très peu de chose. Mon frère Ferdinand y a eu un cheval de tué et une égratignure à la joue; mais cela ne l'empêche pas d'être sur pied. Cachez cette dernière circonstance à la Reine.76-6 Voilà, ma chère sœur, où nous en sommes.

Mon attirail infernal n'arrivera ici que dans trois jours, et nous ne pourrons commencer à donner la foudroyante musique que vers le 27.

<77>

Je vous embrasse de tout mon cœur et vous recommande cette lettre pour la Reine notre chère mère.77-1 Adieu.

Federic.

Nach dem Abdruck einer im darmstädter Archiv befindlichen Copie in den „,Œuvres de Frédéric le Grand“ Bd. 27, I, p. 393.


8986. A L'ÉLECTEUR DE BAVIÈRE A NYMPHENBURG.

Der Churfürst von Baiera schreibt dem Könige, Nymphenbiirg 18. Mai: „Sire. Je ne saurais me persuader que ce soit du su et par ordre de Votre Majesté qu'un corps de près de 2,000 hommes de Ses troupes soit inopinément entré dans quelques endroits du Haut - Palatinat,77-2 nommément à Eslarn et Nabburg, où un détachement de ces mêmes troupes a donné occasion à un évènement désagréable, dont on vient de me rendre compte, et duquel Votre Majesté verra les circonstances dans le species facti ci-joint. J'en suis extrêmement fâché, et non seulement j'ai déjà envoyé ordre de relâcher sur-le-champ l'officier qui commandait ce détachement,77-3 que l'on a arrêté, mais encore, en cas qu'on lui ait pris quelque chose, de le lui faire rendre avec tout ce qui peut lui appartenir. Et pour donner à Votre Majesté une marque plus particulière de mes attentions pour Elle, je fais partir mon chambellan et colonel, le baron de Montgelas, qui aura l'honneur de Lui remettre cette lettre, pour Lui faire un rapport fidèle de cet événement et Lui en donner une vraie connaissance. Je lui ai enjoint de témoigner en même temps à Votre Majesté combien je le désapprouve, et en conséquence je me flatte qu'Elle voudra bien ordonner à Ses troupes de se retirer de cette partie de mes États, pour que mes sujets ne soient plus inquiétés par elles, et pour qu'ils ne puissent plus avoir lieu de se plaindre des exactions qu'elles y ont déjà commises, sans cependant y avoir donné sujet et ne pensant point à le faire.. Je me promets de ramitié de Votre Majesté qu'Elle aura égard à mes représentations, et j'ajoute à tout ce que le baron de Montgelas est spécialement chargé de Lui dire de mes sentiments distingués pour Elle, ces nouvelles assurances de la haute considération avec laquelle je suis, Sire, de Votre Majesté le vrai serviteur et cousin

Max. Jos, Electeur.

Camp de Prague, 24 mai 1757.

Monsieur mon Frère et Cousin. Le baron de Montgelas, Son colonel et chambellan, vient de me rendre la lettre que vous avez bien voulu me faire du 18 de ce mois.

Après que Votre Altesse Électorale avec tant d'autres princes de l'Empire n'ont pas hésité de prendre le parti de la Reine-Impératrice contre moi, dans une querelle où il ne s'agissait de rien moins que des intérêts de l'Empire, saurait-Elle trouver mauvais que je fasse à mes ennemis tout le mal qu'ils songeaient à me faire? Grâces au Ciel! je me trouve dans les circonstances à faire repentir ceux qui, par une résolution précipitée, se prêtaient à seconder les vues injustes de mes ennemis. Votre Altesse Électorale connaît combien feu l'empereur Charles VII a été de mes amis, et les preuves que je lui ai données de mon amitié réciproque. Il ne dépendra que d'Elle d'en ressentir<78> les effets également, en renonçant aux engagements qu'Elle a pris avec mes ennemis qui l'ont toujours été de Sa maison. En se réduisant à une exacte neutralité et en me donnant des assurances point équivoques mais authentiques et par écrit sur ce sujet, je Lui donnerai toutes les marques de l'amitié la plus stable.

Mais aussi ne saurais-je Lui dissimuler qu'à moins de cela je serai obligé de prendre mon parti. J'ose espérer que le Ciel secondera mes entreprises, de sorte que j'aurai bientôt achevé ici. La justice, ma dignité et ce que je dots aux droits de ma maison, demanderont que je ne tarde plus alors de ressentir les torts et les injustices qu'on m'a faits au grand préjudice même des constitutions et des libertés du Saint-Empire, pour aller avec mon armée là où les circonstances l'exigeront. Je prie Votre Altesse Électorale de vouloir bien me faire une réponse catégorique là-dessus, L'assurant, au reste, de la haute considération et de l'estime parfaite avec laquelle je suis, Monsieur mon Frère et Cousin, de Votre Altesse Électorale le bon frère et cousin

Federic.

Nach dem Concept.


8987. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Im Lager vor Prag, 24. Mai 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich lieber Vetter. Ich habe Ew. Liebden Schreiben vom 23. dieses erhalten und danke Ihnen für die Nachrichten, so Sie Mir darin communiciret haben. So viel Ich aus allen denen bishero von Ihnen eingelaufenen Briefen ersehe, so kann der p. Daun nicht stärker sein als ohngefähr 30,000 Mann reguläre und 8 bis 10,000 Mann irreguläre Truppen.

Allhier haben die Oesterreicher verwichene Nacht probiret, auf der Seite des Feldmarschalls Keith einen Ausfall zu thun,78-1 und zwar mit 18,000 Mann; sie sind aber von 4 Bataillons repoussiret worden, worunter 1 Bataillon von Alt-Braunschweig, 1 von Panwitz,78-2 1 von Prinz Ferdinand von Preussen und das Grenadierbataillon von Billerbeck gewesen. Die Piquets von Meinem Regiment, imgleichen Mein erstes Bataillon sind auch dabei gewesen.

Der Feind hat ohngefähr 1500 Mann verloren, und so viel Ich aus denen bis dato erhaltenen Rapports wahrnehmen kann, so wird der Verlust auf unserer Seite an 200 Mann Todte und Blessirte sein. Es sind keine Officiers dabei geblieben, ausser dem Capitän von Mach von Panwitz, dem der Fuss abgeschossen ist. Ich glaube, dass wenn Ich erst anfangen werde, die Stadt zu bombardiren, alsdann die Desperation den Feind obligiren wird, dergleichen Unternehmungen noch öfters zu probiren; Ich bin aber dabei wohl versichert, dass je öfter sie solches wagen werden, je schlechter es ablaufen werde.

<79>

Was übrigens die von Ew. Liebden vorzunehmende Mouvements betrifft, so werden Sie gut thun, wenn Sie erst das Münchow'sche Regiment abwarten und suchen mit der Bäckerei in Ordnung zu kommen.

Der Obristlieutenant Mayr hat in Baiern solche Progressen gemachet, dass der Churfürst Mir die Neutralité angetragen hat.79-1

Was die Prahlerei des General Nadasdy anbelanget,79-2 so ist man dergleichen schon von ihm gewohnet. Seine Thaten stimmen aber mit seinen Reden und grossen Worten selten überein, und glaube Ich, dass er nach der Tafel mehr Courage hat als des Morgens beim Aufstehen. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.


8988. RELATION.79-3

Extrait d'une lettre d'un officier, écrite du camp du duc de Bevern à Kolin, 22 mai 1757.

Par les mouvements que Son Altesse Monseigneur le duc de Bevern a fait faire à son armée vers l'armée ennemie, commandée par le maréchal Leopold Daun, ce Prince a enlevé les magasins que les Autrichiens avaient à Nimburg, à Kolin et à Suchdol.79-4 Le dernier était le grand magasin qu'on avait construit pour les campements qu'il y a eu depuis quelques années auprès de Kolin.79-5 Il était assez considérable, et on l'a enlevé, pour ainsi dire, à la barbe de l'armée du maréchal Daun. Le duc de Bevern avait commandé pour cette entreprise le lieutenant-général de Zieten et les généraux majors de Krockow et de Manstein avec 4 bataillons et 1100 chevaux, tant cuirassiers que dragons et hussards, et ils sont parvenus à leur but, quoiqu'il y eût un camp de croates et de hussards autrichiens derrière Suchdol et que toute la montagne joignant la chapelle de Saint-Jean fût occupée par l'ennemi. Il ne fallut que quelques coups de canon, pour faire retirer les croates et les hussards qui étaient derrière Suchdol. Les troupes postées sur la montagne et les hussards qui campaient derrière<80> Kolin, et que les nôtres ont tenus en échec, n'ont pas eu le courage de nous inquiéter et de nous empêcher de fourrager. Le général Nadasdy, qui du haut de la montagne, dont on vient de parler, était un spectateur tranquille de nos mouvements, envoya à la vérité un lieutenant-colonel du régiment de Baranyay avec quelques centaines de chevaux pour attaquer nos hussards, mais à peine cet officier fut-il tombé sur un détachement du régiment de Puttkammer, commandé par le lieutenant-colonel Warnery, que celui le chargea tellement que l'ennemi perdit 11 à 12 hommes qui furent tués, et 8 que nous fîmes prisonniers, sans compter ceux que le canon a tués. Nous n'avons pas perdu un seul homme, et nous n'avons eu que deux hussards et un cheval légèrement blessés. Nous avons trouvé dans le susdit magasin une grande quantité d'avoine et d'autre fourrage. Nous ne pouvions pas nous imaginer d'abord que l'ennemi, qui était derrière la montagne de Kuttenberg, et qui aurait pu facilement nous inquiéter, nous laisserait faire si paisiblement une manœuvre qui a duré depuis la pointe du jour jusqu'au soir. On avait pris les précautions nécessaires, pour ne pas se laisser surprendre, mais toute notre marche a été fort tranquille, et l'arrièregarde n'a même pas été inquiétée.

Nach der im Ministerium vollzogenen Ueberarbeitung 80-1 des Eichel'schen „Extracts“ .


8989. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAYVIN.

[Au camp de Prague,] 25 [mai 1757].

Ne voyez-vous pas, Monsieur, que ces gens ont voulu enterrer leurs morts? voilà pourquoi ils sont sortis de la ville. Il ne faut pas donner des alarmes si facilement ni croire tout ce que les hussards disent, sans le faire examiner par des officiers qui voient clair. Il faut que chacun reprenne à présent son poste, et que les gens se reposent. Browne vous aura encore fait perdre l'ouvrage de la nuit passée.80-2

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


8990. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Hauptquartier im Lager vor Prag, 25. Mai 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich habe den Einhalt Ew. Liebden Schreibens vom 24. dieses mit vieler Zufriedenheit ersehen. An Dieselbe will Ich wohl im höchsten Vertrauen sagen, wie dass Meine Intention eben nicht ist, dass es jetzo dorten zu einer Bataille kommen sollte, und deswegen habe Ich Ew. Liebden vor<81>geschlagen, einen Marsch nach Habern zu simuliren,81-1 weil Dieselbe dadurch dem Feind dorten eine grosse Jalousie auf seine Magazins geben, da solcher, wenn er merket, dass es auf seine Magazins gehen soll, gleich weglaufet; und dergestalt kriegten wir denselben von der Elbe weg, und würde uns die Communication mit Schlesien leichter. Sonsten wollte Ich Ew. Liebden wohl davor garantiren, dass der Marschall Leopold Daun nicht intentioniret ist, Dieselbe attaquiren zu wollen. Was er unter seinem Commando hat, ist das letzte von der österreichischen Armee, so er suchen wird sehr sorgfältig zu conserviren. Ich glaube auch nicht, dass es nöthig sein wird, dass Ew. Liebden mit dem ganzen Corps nach Habern marschiren, um diesen Posten zu occupiren; Ich bin aber fast gewiss, dass wenn Dieselbe vorerst nur ausbringen werden, wie Sie dahin marschiren wollen, und einige Demonstrationes machen werden, als ob es Deroselben Ernst sei, dass alsdenn der Feind zurück und [aus] der Gegenden marschiren wird.

Uebrigens wenn wir hier früh anfangen können, der Stadt Prag recht einzuheizen, so wird es erst übermorgen sein;81-2 Ich vermuthe aber fast, dass der Feind zwischen hier und der Zeit noch tentiren wird einen Ausfall zu thun. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.


8991. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT IN KÖNIGSBERG.

Hauptquartier bei Prag, 25. Mai 1757.

Ich habe Euer Schreiben vom 18. dieses erhalten und bin Euch vor die Communication der Euch zugekommenen Nachrichten obligiret. Es ist bis dato schwer gewesen zu sagen, ob die Russen Ostentationes machen, oder aber ob es ihnen Ernst ist zu agiren; dieses wird man aber nunmehro binnen denen ersten vier Wochen merken können, und werde Ich Eure weitere Berichte darüber erwarten.

Uebrigens accordire Ich Euch das gebetene Avancement des ältesten Premierlieutenants von Nostitz, welcher die Leibcompagnie Eures Regiments commandiret, zum Stabescapitän.

Friderich.

Nach dem Concept.


8992. AU CONSEILLER PRIVÉ VON DER HELLEN A LA HAYE.

Camp de Prague, 25 mai 1757.

J'ai reçu votre rapport du 14 de ce mois, sur lequel il faut que je vous dise qu'avant toutes choses les avis et les nouvelles de France me sont dans les circonstances présentes très intéressants et très nécessaires pour mon intelligence, afin de savoir si, après ce qui s'est<82> passé ici en Bohême, la France prendra un parti vif, ou si elle se trouve consternée par lesdits évènements et n'agira, en attendant les autres succès, que mollement.

Au surplus, les succès dont le Ciel a béni jusqu'à présent mes armes ici, ont déjà si bien opéré que, sur l'approche d'une couple de bataillons que j'avais envoyés pour ruiner, comme ils ont fait, les magasins très considérables que les Autrichiens avaient amassés dans la ville de Pilsen et aux environs vers le Haut-Palatinat, où ils se virent obligés d'entrer pour retourner vers ici, l'électeur de Bavière vient de m'envoyer son colonel et chambellan baron de Montgelas,82-1 pour me déclarer que son intention n'avait jamais été de faire quelque chose qui saurait me donner du mécontentement contre lui, et qu'il était prêt d'observer une neutralité exacte pendant cette guerre, de renoncer aux engagements qu'il avait pris antérieurement en contraire, et de ne point donner le contingent que la cour de Vienne avait extorqué de lui comme de plusieurs co-États de l'Empire.

Au reste, depuis la bataille jusqu'à présent je me suis occupé d'investir la ville de Prague de tous côtés, comme la plus grande partie de l'armée autrichienne s'y est jetée, de sorte qu'on évalue le nombre de la garnison à passé 35,000 hommes, qui n'en a pas pu sortir, nonobstant les différentes tentatives qu'elle a faites, mais où elle a été rejetée toujours avec des pertes considérables; je n'attends que mon artillerie pesante, pour voir alors si je forcerai la garnison de sortir malgré elle, ou de se rendre.

Et comme il y a encore un corps d'armée autrichienne de 20,000 hommes à peu près en Bohême sous les ordres du maréchal Leopold Daun, qui se trouva le jour de l'action à Bœhmisch-Brod, mais qui, sur la nouvelle de la défaite de la grande armée, se retira sur Nimburg, j'ai détaché sur-le-champ le lieutenant-général prince de Bevern pour le talonner, qui l'a poussé jusqu'à Czaslau, en lui enlevant en même temps plusieurs magasins considérables,82-2 et qui le rejettera encore plus loin en arrière vers la Moravie.

Federic.

Nach dem Concept.


8993. AU SECRÉTAIRE

<83><84>

Michell berichtet, London 6. Mai: „Le lord Holdernesse, que j'ai vu ce matin, m'a . . . instruit d'une démarche fort extraordinaire du comte de Colloredo, qui, non content d'avoir reçu la réponse laconique et déclinatoire que le baron de Münchhausen lui avait faite au sujet de ses dernières propositions de neutralité MICHELL A LONDRES.

Camp devant Prague, 25 mai 1757.

Les rapports que vous m'avez faits du 3, 6 et 10 de ce mois, m'ont été bien rendus. Pour vous informer de ce qui s'est passé ici depuis la journée de Prague jus-

pour l'électoral,83-1 s'est avisé de demander mardi dernier83-2 une audience du Roi par le canal dudit baron de Münchhausen, dans laquelle, après avoir fait valoir à ce Prince, par un discours étudié, le désir qu'avait l'Impératrice-Reine de préserver l'électoral des malheurs dont il était menacé, et sa générosité à son égard, lui ajouta que ce n'avait pas été sans beaucoup de peine qu'elle avait obtenu de ses alliés les propositions susdites, lesquelles ne lui avaient été offertes que par un pur motif d'amitié de la part de l'Impératrice-Reine, et pour empêcher les dévastations des Etats d'Hanovre. Le comte de Colloredo, voulant ensuite s'étendre davantage sur la générosité des procédés de sa souveraine dans ces circonstances, fut interrompu par le Roi, qui lui dit avec un souris ironique et méprisant qu'il ne doutait nullement des bons sentiments de l'Impératrice à son égard, qu'il les connaissait depuis longtemps, et qu'il pensait certainement sur son sujet de la même façon qu'elle en faisait sur le sien. Après quoi, ayant fait un signe de tête, congédia ainsi le ministre autrichien, sans lui en dire davantage . . . Comme l'administration n'est pas encore fixée, quoique l'examen de la conduite de l'ancien ministère83-3 soit entièrement fini au Parlement d'une façon qui lui est fort avantageuse, le lord Holdernesse m'a fait entendre que l'on ne saurait prendre aucune résolution intéressante que jusques à ce que les affaires intérieures fussent remises en règle; que c'était par ce motif qu'il avait suspendu encore de faire au ministre de Russie la déclaration dont je l'avais requis.“83-4

qu'à présent, je vous dirai que le prince Charles de Lorraine et le maréchal Browne avec nombre de généraux autrichiens et une grande partie de l'armée autrichienne, qu'on évalue à passé 35,000 hommes, s'étant réfugiés après la bataille à Prague, sans pouvoir en ressortir, j'ai employé le temps de cet intervalle pour faire investir la ville de tout côté, en fortifiant les collines qui la dominent, de sorte que, cette garnison ayant tenté d'en sortir par trois fois, elle y a été toujours rejetée avec des pertes considérables. Je n'attends à présent que mon artillerie pesante, qui arrivera demain, pour forcer alors la garnison, en brûlant et ruinant leurs magasins, de sortir malgré elle ou de se rendre prisonnière; entreprise qui, si elle me réussit, ruinera l'armée autrichienne à n'en pouvoir plus se relever, et me laissera lieu alors d'agir efficacement pour aider et soutenir mes alliés.

Comme il y a encore un corps d'armée des Autrichiens en Bohême sous les ordres du maréchal Leopold Daun, d'à peu près 20,000 hommes, qui se trouvait le jour de l'action à Bœhmisch-Brod et, sur la nouvelle de la défaite de leur grande armée, se retira à Nimburg, j'ai détaché sur-le-champ le lieutenant - général prince de Bevern pour le talonner, qui l'a poussé jusqu'à Czaslau et le rejettera apparemment

 

encore plus loin en arrière vers la Moravie, vers où ledit Leopold Daun renvoie déjà ses magasins et ses bagages, après que le prince de Bevern lui a enlevé trois à quatre différents magasins, en partie assez considérables.

Quant à la nouvelle tentative que le comte Colloredo a faite d'une façon si irrégulière et insolente, pour surprendre la religion de Sa Majesté Britannique à donner dans cette trompeuse neutralité de l'Hanovre, vous direz84-1 à milord Holdernesse que je lui suis très obligé de la communication sincère qu'il m'a faite de ces nouvelles tentatives; qu'il n'y avait de salut pour nous que dans notre étroite union et qu'en agissant de bonne foi ensemble; Sa Majesté Britannique pouvait être fermement persuadée que j'en agirai ainsi envers lui. Vous ajouterez qu'il serait très désirable pour le bien de l'Angleterre qu'enfin l'administration nouvelle pût être réglée, et que je souhaiterais de tout mon cœur que cela se fît bientôt, d'autant plus que la saison des délibérations était passée, et qu'il était temps d'agir.

Au surplus, comme j'avais détaché un couple de bataillons pour aller ruiner le magasin considérable que les Autrichiens avaient amassé dans la ville de Pilsen, et qui était destiné pour en fournir aux auxiliaires qui devaient arriver en Bohême de quelques princes de l'Empire, et que ce coup avait parfaitement réussi, cette entreprise a fait tant d'impression sur l'électeur de Bavière que, quand ces bataillons vinrent dans le Haut-Palatinat pour aller retourner ici, l'électeur de Bavière m'a envoyé d'abord son colonel et chambellan de Montgelas, pour m'assurer qu'il ne pensait point à me donner aucun sujet de mécontentement; qu'il resterait absolument neutre pendant cette guerre et renoncerait aux engagements qu'il avait pris antérieurement contraires à ceci et ne fournirait point le contingent que la cour de Vienne avait extorqué à lui et autres États de l'Empire. J'ai cru devoir accepter pour le bien de la cause commune ces propositions; mais comme l'Électeur ne les avait faites que verbalement, j'ai exigé de lui qu'il me les fît donner par écrit et d'une façon authentique, et, si d'autres princes d'Allemagne m'en pouvaient faire des pareilles, je ne crois pas devoir les refuser. Vous ne manquerez pas d'informer milord Holdernesse de cette circonstance.

Federic.

Nach dem Concept.


8994. AUX MINISTRES D'ÉTAT COMTES DE PODEWILS ET DE FINCKENSTEIN A BERLIN.

Au camp de Prague, 25 mai 1757.

Sur le précis de la lettre que le baron de Münchhausen vous a écrite à différents sujets, et que vous m'avez envoyée le 21 de ce mois,<85> je vous dirai que vous lui répondrez, en le remerciant très poliment de la communication, que, pour ce qui regarde les prétendus 30 ou 40,000 hommes commandés par le maréchal Leopold Daun, on en pouvait à juste titre réduire le nombre à 24,000, inclusivement 8000 fuyards de l'armée du maréchal Browne, qui, poursuivis par mes troupes, ont passé la Sazawa et marché à Beneschau d'où ils ont ensuite repassé la Sazawa du côté de Sternberg pour se joindre au maréchal Daun. Au reste, il est vrai que, le jour de l'action, celui-ci se trouva à Bœhmisch-Brod, d'où, sur la nouvelle de la défaite de leur grande armée, il se retira à Nimburg, vers où je lui détachai sur-le-champ le lieutenantgénéral prince de Bevern pour le talonner, qui l'a aussi poussé jusqu'à Czaslau et le rejettera encore plus loin en arrière.

Que d'ailleurs j'étais bien aise d'apprendre que le duc de Cumberland avait fait passer le Wéser à toute son armée; qu'au surplus le baron de Münchhausen pouvait être parfaitement assuré que je n'abandonnerai jamais les intérêts du Roi son maître, pourvu que le ministère d'Hanovre marchât droit et ne fît pas des choses qui leur donneraient lieu d'en rougir.85-1 Que la chose la plus principale était à présent que nous restions fermement unis, et que d'ailleurs j'espérais qu'ils n'ajouteraient nulle foi aux insinuations que nos ennemis voudraient leur faire, tout comme j'agirais réciproquement à leur égard, et qu'au reste mes actions justifieraient la pureté et la sincérité de mes sentiments envers le Roi leur maître.

Que, quant à la Suède, j'avais tout lieu de croire qu'après la face des affaires bien changée depuis la bataille de Prague, elle songerait plus mûrement à ce qu'elle ferait. Qu'au moins je voyais que quelques États de l'Empire des plus mal intentionnés jusqu'ici commençaient d'ouvrir les yeux sur les dangers auxquels ils s'exposaient par la lâche complaisance dont ils avaient usé envers la cour de Vienne, et que l'électeur de Bavière venait de m'envoyer expressément son colonel et chambellan baron de Montgelas,85-2 pour offrir sa neutralité pendant cette guerre et m'assurer qu'il renoncerait à tout engagement pris antérieurement au contraire et ne donnerait point son contingent que la cour de Vienne lui avait extorqué. Propositions que j'ai acceptées, les estimant avantageuses pour le bien de la cause commune, ainsi que celles des autres princes d'Allemagne qui pourraient m'en faire. Sur quoi, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.

<86>

8995. AN DEN ETATSMINISTER FREIHERRN VON SCHLABRENDORFF IN BRESLAU.

Schlabrendorff berichtet, Breslau 21. Mai: „Bei demjenigen Transport von Mehl und Hafer, welcher jetzo auf Ew. Königl. Majestät allergnädigsten Befehl zur Armee nach Böhmen geschehen müssen, habe ich mich erinnert, dass Ew. Königl. Majestät mir in Hainau86-1 befohlen, dass ich, wann die Armee in Böhmen stände, den Salzdebit dahin zu befördern, mir angelegen sein lassen müsse. Ich habe dahero nicht nur jetzo 240 Tonnen Salz der Armee zugeschicket und solche an das Commissariat in Jung-Bunzlau adressiret, sondern auch schon vorhin beim Einmarsch in Böhmen gleich 120 Tonnen mitgegeben, von welchen mir das Commissariat bereits versichert, dass es gute Abnahme fände und mit Profit verkaufet würde. Ich würde im Stande sein, diesen Debit viel weiter zu poussiren, wann es mir nicht an Wagens zu dessen Dahin schaffung fehlte.“

[Im Lager von Prag, Mai 1757.]86-2

Es wird vor's erste nicht thig seind; aber den Salzdebit, glaube ich, wird man in jetzigem Krieg weiter poussiren können, auch die trautenauer Manufacturen ruiniren.

Friderich.

Eigenhändige Weisung für die Antwort; in margine des Berichts.


8996. AU LANDGRAVE RÉGNANT DE HESSE-CASSEL A CASSEL.

Camp de Prague, 26 mai 1757.

Monsieur mon Cousin. J'ai été vivement pénétré de tout ce que vous avez bien voulu me témoigner par la lettre que Votre Altesse m'a faite du 18 de ce mois, et la satisfaction que j'en ai ressentie, a été d'autant plus grande que je sais que tout ce [que] vous m'y avez assuré et fait des vœux pour moi, part du cœur du meilleur de mes amis que j'aie au monde, auquel mes obligations seront à jamais de toutes les preuves convainquantes qu'il m'en a données.

Je remercie Votre Altesse de la communication des nouveaux avis que Lui sont parvenus, et qui me sont toujours intéressants. Pour ce qui regarde celui du passage d'un petit détachement français qui a pris la route du côté de Fritzlar, je serais bien curieux d'être exactement instruit où ce détachement a pris son chemin au delà de ce lieu, et quel en a été le but; car le réputer pour une avant-garde d'un plus grand nombre de troupes, c'est ce qui ne me paraît pas vraisemblable, et j'avoue que jusqu'à présent je ne saurais rien comprendre de cette corvée. Je m'imagine d'ailleurs que, quand les Français seront assez<87> exactement informés du grand échec que les Autrichiens ont souffert ici, de sorte que la plus grande partie de leur armée est délabrée et presque tout ce qu'ils avaient de magasins en Bohême, ou pris ou ruiné, ils n'auront pas trop d'envie de détacher ici.87-1

J'espère encore d'avoir bientôt fait avec la ville de Prague. Quand j'y réussirai, je me suis déterminé à envoyer alors un bon corps de mes troupes dans l'Empire, pour aller à la rencontre à ce que l'ennemi y voudra assembler de troupes, ne doutant pas que cela ne produise un bon effet pour ramener ceux qui, contre leurs propres intérêts, se sont laissé entraîner par la cour de Vienne à de fausses démarches.

Je m'en persuade d'autant plus, par [tout] ce qu'il vient de m'arriver avec l'électeur de Bavière, qui a pris ombrage d'une couple de mes bataillons qui venaient de ruiner entièrement les magasins considérables amassés par les Autrichiens dans la ville de Pilsen et ailleurs aux frontières du Haut-Palatinat,87-2 tant pour la subsistance de leur armée que pour celle des troupes auxiliaires encore qui leur devaient revenir en Bohême de ce côté-là. Ces bataillons étant entrés dans le Haut-Palatinat pour retourner aisément vers ici, l'électeur de Bavière se déclara d'abord pour la neutralité pendant la guerre présente et me dépêcha incessamment son colonel et chambellan baron de Montgelas, pour me donner les assurances les plus positives de non pas seulement vouloir embarrasser cette neutralité, mais de vouloir encore renoncer à tous engagements pris antérieurement en contraire et de n'envoyer point son contingent aux troupes que la cour de Vienne avait extorquées à la Diète, enfin qu'il observerait la neutralité la plus exacte. Je n'ai pas hésité d'accepter d'abord cet offre pour le bien de la cause commune, en demandant cependant de me le confirmer par quelque écrit authentique, ce que son chambellan m'a fait espérer en peu de jours.

Pour informer encore Votre Altesse de ce qui se passe ici, je Lui dirai que, la plus grande partie de l'armée autrichienne s'étant jetée en Prague, sans qu'elle en ait pu ressortir, j'ai employé le temps jusqu'à présent à faire investir cette ville de tout côté, en faisant fortifier mes postes, tout comme les collines qui dominent la ville, et qui m'ont procuré le moyen d'en approcher d'assez près, me trouvant dans quelques points de ma circonvallation à 500 pas de la ville. Comme je pense qu'il ne soit expédient d'ouvrir la tranchée devant une ville défendue d'une garnison qu'on évalue, selon mes nouvelles, à passé 35,000 hommes, je ne vois aucun autre moyen de ruiner leurs magasins [que] les bombes, afin de forcer par là la garnison à sortir malgré elle ou à se rendre, à quoi j'ai fait tout préparer. Ils sont sortis trois fois pour percer au travers de nous, et la dernière fois au nombre de 10,000 hommes, mais toujours sans succès et en laissant la dernière fois au delà de 1000 hommes sur la place. 87-3

<88>

Comme, d'ailleurs, 8000 fuyards de la droite de leur armée, poursuivis par mes troupes le jour de la bataille, ont passé la Sazawa et marché à Beneschau, d'où ensuite ils ont repassé cette rivière pour se joindre au maréchal Leopold Daun, qui se trouva le jour de l'action à Bœhmisch-Brod, et qui, sur la nouvelle de la défaite de leur grande armée, se retira sur Nimburg, j'ai détaché sur-le-champ le lieutenantgénéral prince de Bevern pour le talonner, qui l'a aussi poussé de poste en poste jusqu'à Czaslau, en lui enlevant trois à quatre magasins assez considérables. Je crois qu'il pourra le rejeter encore plus loin en arrière, et l'on m'avertit même qu'il a envoyé son bagage, ses malades et ce qui lui reste de magasins, vers la Moravie et à Iglau.88-1

Je me flatte de pouvoir donner dans peu à Votre Altesse des nouvelles plus positives de ce qui se passe chez nous, en attendant qu'Elle ait la bonté de me faire informer au mieux de tout ce que les Français font de mouvements dans ces contrées-là, et ce qu'ils peuvent préparer de mesures.

C'est avec toute la cordialité imaginable que je réitère d'ailleurs à Votre Altesse les sentiments les plus vifs de l'amitié et de la considération avec lesquels je suis toujours, Monsieur mon Cousin, de Votre Altesse le bon cousin

Federic.

Nach dem Concept.


8997. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

Au camp devant Prague, 26 mai 1757.

Mon cher Maréchal. Sur la lettre que vous m'avez faite aujourd'hui, je vous prie de considérer que, si l'ennemi a des desseins, il lui faut le temps nécessaire pour faire ses dispositions, et qu'après qu'il a eu un tel échec qu'il a reçu à la dernière sortie,88-2 il ne saurait y retourner du jour au lendemain; je ne garantirai pas que peut-être en deux ou trois jours il ne retournerait pas, mais de jour à l'autre, voilà ce que je ne saurais croire.

Ici les pandours ont voulu attaquer, la nuit passée, une batterie qu'on était à construire; ils se sont égarés chemin faisant et ont donné sur une redoute qui était déjà achevée depuis du temps, ce qui leur a fait essuyer beaucoup de feu. Nous avons envoyé nos patrouilles jusqu'à la ville, pour savoir s'il y avait quelque autre dessein làdessous; mais, quoique de Le Noble fît avertir que 20,000 hommes défilaient de la ville, personne n'est sorti de sa tente, hormis les gardes ordinaires.

Quant à votre batterie, je suis bien aise d'apprendre qu'elle vient d'être achevée, et vous ferez bien d'y faire placer vos canons et vos mortiers, afin de mettre tout en état, comme il faut; mais vous ne<89> commencerez ni à canonner ni à bombarder qu'au temps que je vous le ferai dire. Nonobstant que les canons sont ici, l'amas que nous avons de boulets et de bombes, n'est pas encore suffisant, et je vous avertirai le jour d'avant, quand nous aurons à commencer, et concerterai avec vous les signaux pour commencer également. Ce sera à minuit quand tout commencera, après que nous aurons achevé de préparer ce qu'il faudra. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


8998. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG - BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Im Lager bei Prag, 26. Mai 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden danke Ich sehr vor die Nachrichten, so Dieselbe Mir vermittelst Dero Bericht vom 25. dieses zu melden belieben wollen. Auf dass wir uns aber beide in allen Stücken wegen eines Marsches gegen Habern89-1 ganz und gar verstehen, so schreibe Ich Deroselben nochmalen deshalb, dass die Idee wegen dieses Marsches auf drei Sachen gegründet ist:

1) Dass Ich versichert bin, dass Leopold Daun Ordre habe, nicht zu schlagen.

2) Dass dieser absolut seine noch habende Magazins souteniren müsse und das von Deutsch-Brod, Hohenmauth oder Leutomischl ohnmöglich verlassen kann.

3) Dass die österreichischen Leute wegen ihres neuen Systeme darauf bestehen, sich nur attaquiren zu lassen, und nicht ihren Feind zu attaquiren, aus der Ursache, dass wenn sie attaquiren, sie ohnmöglich die Artillerie in der Ordnung rangiren können, wie sie solche haben wollen; worinnen ihre ganze Force bestehet.

Der Vortheil, der vor uns aus obgedachter Operation erwachset, bestehet darin, dass

1) wir den Succurs vom Feinde je mehr und mehr von Prag eloigniren;

2) dass, wenn sich der Feind von der Elbe eloigniret, er alle die Partieen, die in der Gegend von Gitschin, Böhmisch-Aicha, Melnik p. herum vagiren, nothwendig an sich ziehen muss, um zu verhindern, dass solche nicht coupiret werden, und

3) dass, wenn man den Feind durch den Marsch so tourniret oder forciret, dass er nach Böhmisch-Brod, Leutomischl oder dergleichen Orten marschiren muss, solches Mich in dem Stande setzet, die Augmentation derer schlesischen Regimenter, so jetzo bei Landshut stehet, an Mich zu ziehen, desgleichen die Bagage derer schlesischen Regimenter,89-2 welche sie sehr vonnöthen haben, herkommen zu lassen; nicht zu gedenken, dass in gegenwärtigen Umständen es immer sehr<90> avantageux ist, auf den Feind Terrain zu gewinnen und ihn von denen Orten, wo er uns Abbruch thun kann, zu entfernen.

So viel Ich die dortigen Gegenden kenne, so glaube Ich, dass Ew. Liebden den Marsch thun und die Berge und Défilés rechter Hand lassen können; Meine Idee ist auch gar nicht, dass Dieselbe ganz und gar nach Habern oder Goltsch-Jenikau marschiren sollten, wohl aber glaube Ich, dass auf die erste Demonstration, so Ew. Liebden thun werden, rechts abzumarschiren, der Feind sodann fortgehen werde. So viel man hier höret, so hat Leopold Daun 24 Bataillons und 9 bis 10 Regimenter Cavallerie. Ueber 4 à 5,000 Husaren kann er nicht haben. Allhier in Prag seind ohngefahr 3000 Panduren; also kann er nicht über 5000 Panduren dort haben.

Hier bei Prag seind wir so weit fertig, dass wir gewiss den 28. Abends um 12 Uhr aus 18 Wurfgeschützen und 30 Canons mit glühenden Kugeln von allen Seiten attaquiren werden;90-1 wenn also Ew. Liebden um diese Zeit und nachher schiessen hören sollten, Dieselbe nicht denken oder Sich vorstellen werden, dass etwas anderes vorfället. Dieses kann Ich Ew. Liebden versichern, dass unsere weiteste Batterie 800 Schritt von den Wällen ab ist. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.


8999. AN DEN ETATSMINISTER GRAF PODEWILS IN BERLIN.

Lager bei Prag, 26. Mai 1757.

Auf Sr. Königl. Majestät allerhöchsten Specialbefehl soll ich an Ew. Excellenz melden, wie dass, nachdem Höchstdieselbe aus den von dem Grafen von Solms erstatteten Berichten vom 10. und 13. dieses90-2 das übele, unjustificirliche Betragen des schwedischen Senats mit mehreren ersehen hätten, Sie zwar der Meinung wären, dass solches eine Ostentation sonder Effect sein und bei allem bösen Willen es an denen nöthigen Mitteln zu schaden fehlen würde, man auch sonsten, wenn in Schweden die Nachricht von der grossen Défaite der österreichischen Armee in Böhmen eingelaufen sein würde, mehr als einmal darauf denken werde, dergleichen übeles Procédé realisiren zu wollen.

Indessen dennoch Ew. Excellenz die von dem Grafen von Solms gegebene Nachricht an Sr. Königl. Majestät Minister nach Engelland, Holland und insonderheit nach Dänemark communiciren90-3 und dem ersteren aufgeben möchten, dem dortigen Ministerio darüber und von der Nothwendigkeit einer englischen Escadre in der Ostsee,90-4 um die so übelintentionirte Leute in Respect zu halten und denen französischen<91> Absichten zu contrariiren, convenable Représentations zu thun; dem zu Kopenhagen aber rescribiren, solches Unternehmen des schwedischen Senats auf das höchste zu releviren, und das dänische Ministerium zu erinnern, wessen es sich vorhin deshalb geäussert und declariret, en cas Schweden dergleichen unternehmen und an dem jetzigen Kriege theilnehmen wolle.

Das übrige nöthige und convenable dem Herrn von Häseler zu suppeditiren, überliessen Se. Königl. Majestät an Ew. Excellenz, und ob nicht derselbe denen dänischen Ministern einen Éveil machen könne, wenn er solchen adroitement glissirte, was vor Assistance sie sich von Seiten Engellands in der Schleswig-holsteinschen Sache zu versehen haben würde,91-1 auf den Fall eine doch vielleicht nicht so gar weit ausstehende Veränderung in Russland durch einen Todesfall91-2 enstehen sollte, wenn man in Dänemark jetzo ganz, die Hände in den Schooss legen und auf keine Garantie wegen Bremen91-3 und Verden attendiren, noch einige Sensibilité bezeigen wollte, da man doch klar sähe, wie offenbar man in Frankreich die Dänen illudirete und ganz und gar nicht auf das dänische Interesse reflectirete. Welches ich dann befohlener Maassen schuldigst melde.

Eichel.

Nach der Ausfertigung.


9000. AN DEN ETATSMINISTER GRAF FINCKENSTEIN IN BERLIN.

Im Lager bei Prag, 26. Mai 1757.

Ew. Excellenz gnädiges Schreiben vom 21. dieses hat mir alle Zufriedenheit verursachet, da ich daraus ersehen, wie Dieselbe mein voriges langes und confuses Schreiben91-4 dennoch wohl aufgenommen haben. Ich muss überhaupt um Vergebung bitten, wenn Dieselbe alle meine jetzige Schreiben etwas unordentlich und übel eingerichtet finden, da es wegen derer beständigen Distractionen und Unterbrechungen, auch bei fast beständigem Strepitu armorum in denen jetzigen Umständen fast nicht möglich ist, die Gedanken recht zu sammlen und in einer gewissen Ordnung zu halten.

Ich habe ohnlängst die Ehre gehabt, Ew. Excellenz etwas von der Expedition auf Pilsen, um das dortige und andere noch in der Gegend belegene Magazins zu ruiniren, auch von dem Terreur, welchen dieses auf die der Orten an Böhmen grenzende Lande verursachet, zu melden.91-5 Diese Expedition und der darauf erfolgete Einmarsch zweier Freibataillons in die Oberpfalz, die sich durch ein Corps österreichischer Husaren gefolget und deshalb genöthiget sahen, ihren Marsch durch die Oberpfalz und so weiter herum nach Böhmen zurück zu nehmen, hat in der Oberpfalz und in Baiern solchen Schrecken verursachet,<92> dass der Churfürst von Baiern sich sogleich resolviret, einen seiner Generale92-1 an den Commandeur derer Freibataillons zu schicken und sich neutral zu declariren, sondern92-2 es hat auch gedachter Churfürst zugleich, wie des Königs Majestät in Dero gestrigem Schreiben an Ew. und des Herrn Grafen von Podewils Excellenz erwähnet,92-3 Dero Obristen und Kammerherrn Baron von Montgelas exprès mit einem Schreiben abgeschicket, der sogleich dabei mündlich declariret hat, wie er von dem Churfürsten, seinem Herrn, befehliget sei, des Königs Majestät zu versichern, dass er eine vollenkommene Neutralité währendem diesem ganzen Kriege halten, allen seinen vorigen Alliancen, insoweit solche dieser Neutralité entgegenlaufen, renuntiiren, auch das von ihm anverlangete Reichscontingent nicht gestellen, sondern vollenkommen neutral bleiben wolle. Des Königs Majestät haben auch die Erklärung von ihm angenommen, wie aber das von dem Churfürsten ihm mitgegebene Schreiben darüber gar nichts expliciret,92-4 sondern eigentlich nur ein Detail wegen eines in der Oberpfalz wegen Excessen arretirten Officiers von einem derer Freibataillons und dass solcher sogleich wieder los gelassen worden und sonsten lauter vage Versicherungen enthält, so haben des Königs Majestät den Baron Montgelas darüber ernstlich gesprochen und von dem Churfürsten verlanget, über seine Declaration eine authentique schriftliche Versicherung zu haben, welche dieser dann auch nächstens beizubringen versichert und gestern früh damit wieder zurückgereiset ist.

Des Königs Majestät haben gedachten Baron zweimal gesprochen, und zwar das erstere Mal in einem ton imposant, das letztere Mal aber mit vieler Moderation und auf das gratieuseste, so dass derselbe sehr satisfait zurückgereiset ist, von seines Herrn guten und beständigen Sentiments alle Versicherungen gegeben und versprochen hat, in Zeit von ohngefähr 8 Tagen zurückzukommen und die schriftliche authentique Versicherung über obgedachte Offerten mitbringen zu wollen.

Ich lege zu Ew. Excellenz Einsicht die ganze Originalcorrespondance hierbei, mit gehorsamster Bitte, nach davon gemachtem Gebrauch solche ohnvorgreiflich zu meinen andern bei Deroselben befindlichen königlichen Papieren legen zu wollen. Des Königs Majestät flattiren Sich, dass wenn die Sache zu ihrer völligen Consistance kommet, solche mehreren Reichsständen der Orten und sonsten zum Exempel dienen und solche eben die Partie ergreifen werden.

Inzwischen finden Sie vor gut, dass Dero auswärtigen Herrn Ministern und insonderheit dem Herrn von Plotho zu Regensburg von diesem Vorfall Nachricht gegeben werde,92-5 wiewohl ich vor mein particulier der Meinung bin, dass dabei die Umstände wegen des Frei<93>bataillons so wenig wie möglich zu berühren, wie ich dann auch den Bericht des Commandeurs, Herrn Obristlieutenant von Mayr,93-1 nur bloss zu Ew. Excellenz Einsicht und um ganz von der Sache au fait zu sein, beigeleget habe, auch sehr bitte, solchen an niemanden weiter zu communiciren, weil, wann etwas davon public würde, solches dem detachirten Corps bei seinem Rückmarsch und da es noch verschiedene auswärtige Territoria zu passiren hat, ehe es wieder in Böhmen kommet, sehr schädlich und präjudicirlich sein könnte.

Vor das übrige muss ich mein Urtheil von der ganzen Sache suspendiren, da ich den Herrn von Montgelas nicht selbst gesehen, noch gesprochen habe, der Herr Oberst von Lentulus, der ihn auch präsentiret, selbigen aber von 20 Jahren zu kennen versichert und ihm das Zeugniss von einem ehrlichen Mann giebet.

Ich bin genöthiget zu schliessen, da es etwas späte und es wieder eine unruhige Nacht geben wird, indem sich wieder ein starker Theil der Garnison zu Prag gegen Abend ausserhalb der Stadt an denen Wällen, Mauren und Werken vis-à-vis des Königs Quartier gezogen hat und sehen lässet, auch Miene machet, diese Nacht etwas unternehmen zu wollen, wozu man sich denn bereit hält, wiewohl gestern Nacht ein gleiches Manceuvre von der Garnison auf der Seite von dem Feldmarschall von Keith gemachet worden, und dennoch nichts vorgefallen ist. In der vorigen Nacht hat ein Corps Panduren eine auf des Königs Seite neu angelegte und noch nicht fertige Batterie attaquiren sollen, hat aber solche im Finstern verfehlet und sich verirret, da sie statt derselben auf eine schon lange fertige und wohl garnirte Redoute gekommen ist und von solcher ein recht nachdrückliches Feuer von Canons und kleinem Gewehr empfangen hat, so dass es mit blutigen Köpfen zurück müssen.93-2 Inzwischen giebt dieses lauter unruhige Nächte, der Himmel aber wird auch diesem ein Ende geben.

Das von Ew. Excellenz mir zugesandte Schreiben von der Königin Frau Mutter Majestät ist sogleich von mir schuldigst besorget worden. Ew. Excellenz Wohlwollen empfehle mich.

Eichel.

Nach der Ausfertigung.


9001. AU SECRÉTAIRE MICHELL A LONDRES.

<94><95>

Michell berichtet, London 13. Mai: „Il serait à souhaiter qu'au milieu de ces bons commencements de campagne sur le continent, on eût pu s'arranger intérieurement, et qu'on fût enfin parvenu à fixer une administration;93-3 qu'en conséquence les affaires eussent pu reprendre leur cours ordinaire, et que l'on se fût mis par là en état de prendre des résolutions vigoureuses et capables de soutenir

Camp de Prague, 26 mai 1757.

J'ai été bien fâché d'apprendre par votre rapport du 13 que cette malheureuse désunion93-4 en Angleterre qui ne laisse pas que de donner de forts soupçons contre des brigues cachées des cours de Vienne et de Versailles, continue

le système en l'appuyant de tous cotés comme il faut. Mais, malheureusement, cela n'a pas pu et ne peut pas se faire encore, puisque l'administration n'est point arrangée, que les divisions pour la fixer subsistent toujours, et que l'on n'est point jusques ici tombé d'accord sur le choix des personnes qui la formeront. Ce fâcheux contre-temps continue de faire bien de la peine aux bien intentionnés; ils en gémissent en particulier, et le lord Holdernesse, qui est de ce nombre, et qui croyait la semaine passée qu'on aurait pu s'arranger celle-ci, m'a avoué ce matin, à son grand regret, que rien n'était, malgré cela, arrangé jusques à présent; qu'un jour il semblait que les différents chefs de parti pourraient s'entendre, mais que le lendemain cela se détruisait par la multitude des prétentions que chacun demandait pour son parti, et par l'impossibilité qu'il y avait de les ajuster tous. Cependant, comme il faut de toute nécessité que l'on convienne de quelque chose avant la séparation du Parlement, dont la séance doit être fermée au plus tard dans trois semaines, il faut présumer que bon gré mal gré on établira une administration, et que les trois chefs de parti, savoir le duc de Newcastle, le sieur Fox et le sieur Pitt, s'arrangeront une fois et mettront fin de bonne volonté ou autrement à la situation chancelante et indéterminée dans laquelle les rênes du gouvernement se trouvent malheureusement être depuis si longtemps.“ 94-1

de régner, qui seule est capable d'empêcher les succès des affaires pour le bien de la cause commune et de plonger la nation dans toutes sortes de malheurs dont elle aura de la peine à se relever, après que les deux cours susdites auront en attendant obtenu leur but.

Souvenez-vous de ce que vous m'avez fait remarquer dans votre dépêche antérieure au sujet de la continuation du séjour du comte de Colloredo à Londres.94-2 Mais pour vous donner une preuve combien la cour de Vienne sait remuer partout où elle croit tirer quelque avantage, et des voies dont elle se sert, vous saurez que, selon mes dernières lettres de Stockholm,94-3 le ministre autrichien, comte de Gœs, après avoir reçu en dernier lieu un courrier de sa cour, a fait des instances très fortes auprès du ministère suédois afin de le porter d'agir avec plus de vigueur, comme garant de la paix de Westphalie, qu'il n'a témoigné de vouloir faire;94-4 et qu'ayant reconnu par la déclaration à la Diète le cas de ladite garantie, l'Impératrice-Reine insiste afin que la Suède se mette en devoir de la remplir avec une armée de 12 à 16,000 hommes. Cette proposition, à ce que mes lettres ajoutent, doit avoir mis les esprits en grande fermentation; l'on ne sait me rien dire encore sur le parti qu'on pourrait prendre par rapport à cela, mais les sénateurs suédois du parti de la France ne laissent pas

 

de donner à entendre que le premier devoir d'un État c'était de tenir exactement sa parole, que la Suède ayant des devoirs à remplir, en qualité de garante, elle était obligée de le faire, puisqu'on le lui demandait; que, jusques là, on ne lui avait demandé simplement que de reconnaître le cas, ce qu'elle avait fait, mais que, si on la requérait pour avoir des troupes, il fallait les donner, par la raison qu'il ne faut jamais manquer à ses engagements.

Ces lettres remarquent encore qu'on avait observé que depuis l'arrivée du susdit courrier il était incroyable avec quelle insolence le gros du parti dominant raisonnait dans les places publiques contre moi et contre l'Angleterre, et qu'on remarquait des émissaires apostés qui prêchaient, pour ainsi dire, la croix, principalement contre moi, ne parlant que de la gloire et de l'honneur de la nation, et que, selon eux, le temps était venu où la Suède pourra reprendre ce qu'on lui avait ôté de provinces en Allemagne du temps de Charles XII, et faire des conquêtes nouvelles.

Voilà ce que j'ai trouvé nécessaire de vous communiquer, vous verrez quel usage vous pourrez en faire auprès du ministère anglais, pour leur faire comprendre de quel bon effet une escadre anglaise dans la Baltique95-1 serait pour imposer à toutes ces insolences et aux brigues des cours alliées de Vienne et de Versailles dans ces contrées-là, s'il n'y avait cette malheureuse division en Angleterre qui fait manquer tout.

Au reste, j'ai appris avec bien de la satisfaction ce que vous me marquez au sujet de la résolution que le ministère a prise d'envoyer deux vaisseaux de guerre vers Emden pour bloquer le port, en cas que les Français s'en dussent rendre maîtres, pour ne pas s'en servir de retraite pour les armateurs. Jusqu'à présent, tout est encore tranquille dans cette province, et aucun Français n'y a mis le pied. D'ailleurs mes ordres positifs sont à la garnison d'Emden qu'au cas que l'envie prît aux Français d'en vouloir à cette ville, de la défendre jusqu'au dernier homme et de se servir de tous les moyens propres pour conserver la ville contre les entreprises des Français.95-2 Mais comme les Français sauront s'aviser encore d'envahir la province d'Ost-Frise, il serait toujours fort convenant et utile pour la cause commune, si le ministère réalisait ce qu'il s'est proposé par rapport à l'envoi des deux vaisseaux de guerre, et je suis certain qu'alors jamais les Français n'oseront toucher à la ville d'Emden.

Quant à nous autres ici, je me suis arrangé de la sorte devant la ville de Prague que je commencerai peut-être demain de faire bombarder cette ville,95-3 afin de brûler les magasins de vivres et de munitions qu'il y a, et je verrai alors à quoi la garnison se déterminera. Je me flatte d'avoir plus tôt fait avec la ville de Prague, qu'on n'aura fixé en Angleterre l'administration.

Federic.

Nach dem Concept.

<96>

9002. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 27 mai 1757.

Mon cher Maréchal. Je vous ai envoyé aujourd'hui 4 compagnies de nos pandours,96-1 dont vous vous servirez pour des avant-postes et de pareils lieux d'où vous pourrez inquiéter l'ennemi. Quant à l'ouvrage auprès du Strahow, auquel l'ennemi fait travailler ses pandours, je crois qu'on les en pourrait chasser par des bombes; je ne connais cependant pas assez l'assiette du lieu, pour juger avec certitude si l'on y réussira ou non. Des déserteurs ennemis m'ont dit aujourd'hui qu'ils avaient tous leurs grenadiers sur le Lorenzberg, qu'ils ont eu 1000 morts et blessés à la dernière sortie,96-2 et qu'on avait transporté toutes les provisions de farine dans les maisons de la Kleine Seite. Si ces gens ont accusé juste par rapport à la dernière circonstance, votre batterie sera à même de faire un très bon effet.

Nonobstant que j'aurais bien aimé de commencer plus tôt le bombardement, je ne le saurai faire avant le 29, ce dont cependant je vous avertirai encore. La nuit passée, tout a été fort tranquille de ce côté-ci. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


9003. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Im Lager bei Prag, 27. Mai 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich danke Ew. Liebden recht sehr vor die in Dero Schreiben vom 26. dieses Mir communicirte Nachrichten und approbire besonders, was Dieselbe dem Obristen Werner aufgegeben haben.96-3 Ich kann Mir ohnmöglich einbilden, dass der Marschall Leopold Daun Dieselbe attaquiren wolle, aus denen Ursachen, so Ich Deroselben gestern geschrieben habe.96-4 In der Gegend, wo Ew. Liebden stehen, dependiret es nicht von einem jeden zu attaquiren, sondern es gehören zwei dazu, einer, der Lust hat zu attaquiren, und der andere, der schlagen will, weil es ein so terribel coupirtes Land ist, dass eher zu wünschen wäre, dass der Marschall Leopold Daun sich dergleichen einfallen liesse.

Ich habe alle Bemühung von der Welt employiret, um hier mit denen Arrangements fertig zu werden; demohnerachtet glaube Ich nicht, dass man hieselbst vor dem 29. Abends wird den Anfang machen können,96-5 den Feind zu bombardiren. Das schwere Geschütze ist zwar hier, es fehlet aber noch an Canons und dergleichen. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

<97>

P. S.

Ew. Liebden communicire Ich anliegend Meine letztere aus Schlesien erhaltene Nachrichten.97-1

Nach der Ausfertigung.


9004. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 28 [mai 1757].

Le colonel Moller vient ici me faire un conte bleu de vos batteries, je n'y entends rien, et je crois que vous autres vous vous noierez dans votre propre crachat. Je ne peux point examiner d'ici vos batteries. Il me dit ultérieurement que, parceque cette nuit passée il y avait eu quelque coup de canon de mon côté, vous aviez fait revenir les travailleurs à leurs régiments. Cela est pitoyable. Enfin, il faut que vous vous tiriez d'affaire de l'autre côté, et que vous n'écoutiez pas tous les contes des vieilles femmes. Je ne sais ce que c'est que votre batterie; vous l'avez fait faire, et si elle est faite de travers, c'est votre faute. Je suis etc.97-2

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9005. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Im Lager bei Prag, 28. Mai 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Da Ich von Ew. Liebden heute kein Schreiben durch den ordinären Jäger erhalten und also um so mehr soupçonnire und besorget bin, dass Dieselbe Meinen gestrigen Brief97-3 nicht erhalten haben, als unsere Fourrageurs ausgesaget, dass gestern der Orten hin ein starkes Canoniren gehöret, Ich auch sonsten weiss, dass Ew. Liebden mir richtig schreiben und antworten, mithin vermuthen muss, dass entweder Mein gestriges Schreiben an Dieselbe oder Dero heutiges an Mich verloren gegangen sein müsse, so habe Ich 100 Husaren mit diesem Meinen Schreiben nach Teutsch-Brod commandiret, um zu sehen durchzukommen und Ew. Liebden solches richtig zu bestellen. Ich schicke auch Deroselben die Abschrift Meines gestrigen Briefes und füge zugleich nachrichtlich bei, wie Ich gestern Meinen linken Flügel näher an den Feind herangezogen habe; die verwichene Nacht haben wir Jagd auf die Panduren gehabt, und dass wir ohnfehlbar den 29. dieses zwischen 11 und 12 Uhr Nachts die Stadt zu beschiessen anfangen werden. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.

<98>

9006. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN AFFAIREN.

Lager bei Prag, 28. Mai 1757.

Weil Benoit schlecht ist, so hätte Ich gerne gesehen, dass Maitzahn einmal seine Reise angetreten,98-1 nachdem er über sechs Monat in Berlin gewesen. Mein Dienst und Interesse leidet gar sehr durch seine Abwesenheit, zumal in jetzigen so critiquen Umständen.

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs.


9007. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN AFFAIREN.

<99>

Podewils und Finckenstein berichten, Berlin 24. Mai, über zwei Schreiben des Baron Münchhausen, d. d. Hannover 19. und 20. Mai:

„Que, selon ses dernières lettres de Vienne, le comte de Kaunitz y était revenu de sa course en Bohême98-2 le 11 de ce mois, très mal satisfait de son voyage et de l'état où il avait laissé les choses en Bohême; que la consternation était fort grande à Vienne, et qu'on y imputait les malheurs qui y étaient arrivés, aux conseils du comte de Neipperg, quoique la plupart les attribuaient au comte de Kaunitz, comme le véritable auteur de toute la guerre; qu'on comptait à Vienne la perte qu'on avait faite à la bataille du 6, à 10,000 hommes, et qu'on y mettait toute sa confiance maintenant sur l'armée du maréchal comte de Daun.

Que les lettres de France marquaient que, sur les nouvelles qu'on y avait reçues des premiers progrès de Votre Majesté en Bohême, on avait réitéré les ordres au maréchal d'Estrées de fondre sans délai sur les pays de Hesse et d'exécuter à tout prix le plan d'opération.

M. de Münchhausen ajoute que le défaut de vivres et de fourrage influait beaucoup sur les opératiqns de l'armée d'observation, et il souhaite ardemment de savoir si Votre Majesté ne vendrait rien de Ses magasins de Magdebourg, et si le duc de Cumberland n'en pourrait avoir une partie à un prix équitable.

Im Auftrage König Georg's theilt Münchhausen mit, dass der französische Hof Mitte April von dem Operationsplane König Friedrich's98-3 durch ein Schreiben

Im Lager bei Prag, 28. Mai 1757.

Die Nachrichten sind zum Theil ziemlich gut, und werden sie ihm davor obligeant danken. Was das magdeburgische Magazin anbetrifft, da ist es Mir eine wahre Ohnmöglichkeit, davon was abzulassen. Sie verstehen das nicht; das magdeburgische Magazin ist zu Meiner höchsten Nothdurft, denn wenn Ich auch mit der Armee in Feindes Landen stehe, so muss Ich doch aus Meinen Magazinen hieher ziehen und die nächsten Magazine wieder aus dem magdeburgischen rafraichiren, sonsten Ich in einem vorhin schon so consumirten Lande wie Böhmen mit einer Armee und deren Train schlecht zurechte kommen würde, wenn auch schon Ich die feindliche Magazine zu Hülfe nehme, die wegen des weiten Fuhrwerks zu Lande ihre Schwierigkeiten dabei haben. Ich habe sie lange vorher avertiret, auf Magazine bedacht zu sein.98-4 Ich habe ihrentwegen schon vom October her die Ausfuhre des Getreides im Clevischen, Märkischen, Ravensbergischen. Mindenschen verboten und

eines hervorragenden Officiers in Sachsen in Kenntniss gesetzt worden sei.

König Georg hat ferner erfahren, der wiener Hof habe, um die Churfürsten von Mainz, Köln, Baiern sich zu verpflichten, denselben den Erwerb der Reichsstädte Frankfurt am Main, Köln, Augsburg zugesagt. Durch die Vorstellungen der württembergischen Stände, noch mehr aber durch den preussischen Sieg bei Prag werde der Herzog von Württemberg daran gehindert, dem wiener Hofe die versprochene Hülfsleistung von 6000 Mann zu liefern. 99-1

ihnen den Articul von Magazins in Zeiten zu machen sehr recommandiren lassen; sie wollten es aber dermalen nicht folgen und meinten gnugsam Magazins zu haben. Ihnen aber jetzt aus Magdeburg zu lassen, ist pur ohnmöglich.

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs.


9008. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Im Lager bei Prag, 29. Mai 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Da Ich Ew. Liebden Schreiben vom 28. dieses sogleich erhalte, so diene darauf in Antwort, wie die Deroselben geschehene Angabe, als ob sächsische Regimenter bei dem Leopold Daun'schen Corps angekommen sein sollten, wohl nicht an dem sein kann; denn die sächsischen Regimenter99-2 in Ungern stehen; von dar etwas davon herauszuziehen mehr Zeit dazu gehöret, als sie bis dato gehabt haben.

Das Dessein, das Ew. Liebden haben, das Lager der feindlichen leichten Truppen vor Sich wegzujagen, ist recht sehr gut. Es ist leicht und risquiren Dieselben nichts dabei, werden dadurch auch zugleich des Feindes Contenance gleich sehen. Dass der Feind, wie Ew. Liebden schreiben, wenn er aus seiner jetzigen Position links abmarschiret, starke Lager nehmen kann, solches ist vollkommen wahr und gegründet.

An den Major Gohr99-3 habe Ich die Ordre ergehen lassen, dass er die 400 Commandirete zusammen behalten und mit solchen nach Brandeis zu Ew. Liebden Disposition gehen, das eine Bataillon von Wied99-4 aber zu Deroselben stossen solle, als an den Commandeur desselben die Ordre gleichfalls ergangen ist.

Wenn Ich nur etwas mehr an Truppen hier hätte, zu sagen, dass die Bataillons in sich stärker wären, so würde Ich Ew. Liebden gerne sogleich noch 10 Bataillons schicken; so aber wissen Dieselbe unsere Umstände selber, und dass, au contraire, Ich eine so grosse Observation zu besetzen habe, dass mit allen den Truppen, so bei Mir stehen, Ich<100> deren gewiss nicht zu viel habe. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.


9009. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUN— SCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Im Lager bei Prag, 29. Mai 1757.100-1

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Nachdem Ich Mein gestriges Schreiben an Ew. Liebden bereits gestern Abend mit einem deshalb commandirten Commando Husaren bereits abgesandt, so habe Ich heute früh Deroselben Schreiben vom 27. dieses mit vieler Zufriedenheit erhalten100-2 und dessen Einhalt mit mehrern ersehen. Was Ew. Liebden wegen Dero vorhabenden Mouvements schreiben, solches approbire Ich ganz und gar; so viel aber des Feindes Stärke angehet, da werden Ew. Liebden Sich über das Quantum der 40,000 Portiones nicht wundern, indem ganz bekannter Maassen die Generals und Officiers von solchen zu 20 und 30 Portiones, weil ferner kein Wachtmeister noch Feldwebel ist, der nicht 2 à 3 Portiones hat. Wenn man hierzu die Leute vom Proviantfuhrwesen, die Artillerie, Bediente, Knechte und was sonst zum Generalstab gehöret, rechnet, so muss bei dem Feinde gewiss eine Armee von 30,000 Mann auf 40,000 Portiones gerechnet werden. Bei uns würden wir auf dergleichen Corps 36,000 Portiones ohngefähr nöthig haben, und ist also bei denen Oesterreichern 40,000 nicht zu viel.

Was die Aussagen verschiedener Deserteurs und anderer wegen des Marschall Leopold Daun angehet, ingleichen was seine Desseins und Projecte anbetrifft, so kann Ich sagen, dass, so viel Ich davon errathen und judiciren kann, derselbe nicht offensive agiren darf,100-3 und dass deshalb auch die hier in Prag nichts anders intendiren, als Mich hier so lange aufzuhalten, als es möglich sein wird, um Zeit zu gewinnen.

Bis dato ist nach allen Meinen Nachrichten noch nichts von Franzosen in Bewegung, so Mich obligirete, das geringste Mouvement zu machen. Was ich indess vom Feinde in Prag hier erfahre, ist, dass ihr Proviantmehl aufgehöret hat, und dass sie jetzo von dem Korn leben, so sie in der Stadt mahlen lassen. Heute Abend wird man gegen solche Ernst gebrauchen und wird man dann sehen, wie weit man damit kommet, da inzwischen an den Schlaf nicht viel zu gedenken sein wird. Binnen einer Zeit von acht Tagen werden wir mehr wie jetzo wissen können. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.

<101>

9010. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 29 [mai 1757].

Je suis bien aise, mon cher Maréchal, de vous voir en possession de votre poste. Angelelli101-1 doit arriver chez vous demain; avant que de passer outre, employez-le à chasser les pandours des carrières, après quoi il faut me l'envoyer, pour qu'il aille joindre le prince de Bevern, qui a plus besoin de lui que nous.

Retzow ne fait aucun service dans l'armée, excepté les batailles, il est trop nécessaire. Vous pouvez dispenser mon frère Ferdinand de couvrir les travailleurs,101-2 mais d'ailleurs il montera la tranchée comme les autres. Je vous embrasse, mon cher Maréchal.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9011. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWTN.

[Au camp de Prague,] 29 [mai 1757].

Mon cher Maréchal. Nous commencerons cette nuit à minuit le bombardement, le signal se donnera par le Ziskaberg par une raquette, après quoi toutes les batteries se mettront en mouvement. J'apprends par des déserteurs et des espions que Browne a transporté la plupart de ses magasins au petit-côté;101-3 il faudra donc faire son possible pour mettre le feu aux maisons qui les contiennent, qui se trouvent entre le Hradschin et le Lorenzberg. J'apprends de plus qu'ils ont tous leurs grenadiers au Lorenzberg; je crois que, s'ils se voient fort incommodés par nos batteries, ils tenteront encore une sortie de votre côté. Pourvu que l'on ait fait des fougasses aux redoutes qui couvrent la batterie, on n'aura pas grand chose à craindre.

Leopold Daun ne saurait presque pas agir faute de fourrage et de pain, les Français ne remuent pas encore, ainsi il faut espérer que l'on forcera ces gens-ci à quelque chose. Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9012. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Die Markgräfin von Baireuth schreibt unter dem 19. Mai: „Tandis, mon cher Frère, que je nage dans la joie de vos heureux succès, de la gloire immortelle que vous acquerrez, et du bonheur que j'ai eu de recevoir deux de vos chères lettres,101-4 mon cœur n'est point encore entièrement satisfait. Je ne saurais vous exprimer tout l'excès de ma reconnaissance de la grâce que vous m'avez faite de m'écrire. Quel martyre pour moi de ne pouvoir vous dépeindre quelle impression a fait sur moi la lettre que vous m'avez écrite le jour de votre triomphe!101-5 Je ne l'ai reçue qu'aujourd'hui. Quelle bonté de penser à moi dans de pareilles circonstances! Il n'y a<102> que vous dans le monde qui puissiez faire de pareilles choses et penser aux petites choses, pendant que vous en exécutez de grandes. Cette lettre sera enchâssée dans de l'or, et je la conserverai toute ma vie comme un monument de votre amitié. Elle fera mon éloge après ma mort. On me croira beaucoup de mérite, puisque le plus grand de tous les hommes m'a honoré de ses bontés. Plût au Ciel que je pusse les mériter! Mourir pour vous, est un bonheur que j'envie à tous ceux qui ont péri.

Folard102-1 est à Nuremberg, où il tient toujours le même langage. Il y a trop de risque, dit-il, à faire les premières ouvertures — il n'y aurait rien de plus glorieux pour vous, mon cher frère, qu'à faire des propositions de paix, après avoir remporté une si grande victoire — qu'ils102-2 ne pouvaient commencer de négociation en qualité de garants, puisqu'ils perdraient par là tous leurs alliés; mais qu'ils ne souhaitent rien avec plus d'ardeur que la paix. Je ferai mon possible, pour le payer de la même monnaie.“

[Au camp de Prague,] 29 [mai 1757].

Ma très chère Sœur. En vérité, ma chère sœur, vous êtes très peu charitable : il y a de quoi faire tourner la tête à un honnête homme, en lisant votre lettre; à peine ai-je eu le courage de la lire. Cette bataille, ma chère sœur, n'est que l'œuvre des braves gens qui ont sacrifié leur vie pour le salut de l'État, et je n'ai eu d'autre part à tout cela que l'honneur de les commander.

Notre grosse artillerie a eu de la peine à arriver; nous avons en attendant pris nos positions, en chassant de ce côté-ci l'ennemi du Ziska et des montagnes voisines. Le 24 ils ont fait du petit-côté une sortie sur le maréchal Keith,102-3 où ils ont été repoussés avec perte de 1500 hommes. Nous commencerons ce soir à les attaquer en forme par notre artillerie,102-4 et notre besogne doit être décidée entre ci et huit jours. Ils sont 40,000 hommes et 10,000 blessés dans la ville. Si nous parvenons à brûler leurs magasins, ils seront ni plus ni moins obligés de se rendre. Si cela ne réussit pas tout-à-fait, il faudra voir comment on pourra faire pour les obliger au moins à ne pas servir contre moi ni mes alliés en deux ans.

Je comprends par le langage de Folard qu'il serait bien aise que je lui fisse des propositions, pour que sa cour ou celle de Vienne pût les communiquer au roi d'Angleterre et nous brouiller ensemble;102-5 mais il n'en sera rien : c'est à ceux qui sont dans le désavantage, à demander la paix, mais non pas à ceux que la Fortune favorise; d'ailleurs la France m'a trop offensé, pour que j'eusse jamais la bassesse de m'adresser à elle, pour gueuser la paix.

Vous serez sûrement informée, ma chère sœur, de tout ce qui se passe ici. J'ai oublié de vous dire que l'électeur de Bavière m'a envoyé ici un colonel de ses troupes, pour m'assurer qu'il se désistait de tous les engagements qu'il avait pris contre moi,102-6 et qu'il ne fournirait ni troupes ni contingent. Voilà la planche faite : c'est à présent aux autres à suivre cet exemple, et je serai fort traitable pour ceux qui reviendront de leur étrange égarement.

<103>

Adieu, mon adorable sœur, il faut que j'aille arranger la besogne de la nuit et mettre la dernière main à tous nos arrangements. Je suis avec la plus tendre estime, ma très chère sour, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9013. AN DEN ETATSMINISTER GRAF PODEWILS IN BERLIN.

Podewils berichtet, Berlin 23. Mai, dass er dem Befehle des Königs gemäss103-1 durch die Zeitungen habe verbreiten lassen, der König habe 40,000 Mann in Böhmen bereit, um sie im deutschen Reiche, wo es nothwendig sei, operiren zu lassen: „Je suis persuadé que cela fera un excellent effet auprès des princes bien intentionnés dans l'Empire, qui ne soupirent qu'après une pareille apparition, pour n'avoir rien à craindre des menaces de la France et de celles de la cour de Vienne. Plût à Dieu que Votre Majesté eût bientôt les mains assez libres pour pouvoir l'effectuer! Cela changerait totalement les affaires dans l'Empire — comme Ses grands progrès et victoires l'ont fait en Bohême et font encore actuellement toute l'impression imaginable en Allemagne et dans le Nord — si les ennemis déclarés et cachés de Votre Majesté ne trouvaient pas moyen d'insinuer partout, à Son grand préjudice, qu'Elle trouvait encore tant d'occupations en Bohême qu'Elle n'aurait pas sitôt les mains assez libres pour songer d'accourir à la défense de Ses États et de ceux de Ses alliés, et qu'en attendant on trouverait moyen de leur porter aux uns et aux autres des coups bien funestes, auxquels il serait difficile de remédier sitôt.“

Im Lager bei Prag, 29. Mai 1757.

Er soll nur tranquille sein und Geduld haben, bis hier unsere Sachen gemachet seind. Eine so critique Entreprise, wie die mit Prag ist, lasset sich so geschwinde nicht zwingen. Es gehet hier geschwinder, als es an einem Orte in der Welt geschiehet, von dergleichen Operation aber kann er dort nicht judiciren. Wir versäumen hier nichts, und in dieser Nacht wird der Anfang gemachet werden, die Stadt zu bombardiren und zu beschiessen, davon wir den Effect erwarten müssen, ob solcher mehr oder weniger sein wird.

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs.


9014. AU DUC RÉGNANT DE SAXE-GOTHA A GOTHA.

Au camp devant Prague, 30 mai 1757.

Monsieur mon Cousin. J'ai vu avec la satisfaction la plus vive, par la lettre qu'il a plu à Votre Altesse de me faire le 13 de ce mois, la part obligeante qu'Elle veut bien prendre aux heureux succès de mes armes, et les sentiments que Votre Altesse continue à conserver pour moi; j'espère qu'Elle voudra Se persuader que j'y répondrai toujours d'une façon à La convaincre de la sincérité des miens, et combien Ses intérêts me tiennent à cœur. Car quoique l'on ne puisse pas<104> encore songer dès à présent à la paix, et que les affaires soient plutôt dans leur plus grande crise, Votre Altesse peut pourtant être très assurée que, quand une fois on en viendra à ce point désiré, je m'intéresserai assurément, autant qu'il pourra dépendre de moi, pour Elle et pour Sa maison, et que je Lui marquerai en toute occasion l'estime et la considération parfaite avec laquelle je suis etc.

Federic.

Nach einer im Cabinetsministerium gefertigten Abschrift.


9015. AU FELD - MARÉCHAL DE REITH A WELESLAWIN.

Au camp [de Prague,] 30 mai 1757.

Mon cher Maréchal. J'ai été content de la lettre que vous m'avez faite hier. Le temps pluvieux qu'il fait aujourd'hui, est un peu contraire et retarde nos opérations, mais j'espère que cela se remettra bientôt.

Nous avons mis la nuit passée à deux différentes fois le feu à la ville;104-1 à ce que nous nous apercevons, la garnison s'enfuit des remparts toutes les fois que notre artillerie manœuvre. C'est pourquoi vous ne laisserez pas de faire faire des échelles pour monter à l'assaut, non pas pour nous en servir effectivement, mais pour en intimider ces gens, quand ils en seront avertis. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Nous voyons une grosse fumée noire du petit-côté, c'est sûrement du grain qui brûle; de notre côté nous avons ruiné leur grande boulangerie avec neuf fours.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.


9016. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH A WELESLAWTN.

[Au camp de Prague,] 30 [mai 1757].

Mon cher Maréchal. Il faut que le feu des batteries continue nuit et jour, si la pluie ne l'empêche pas. Les hautes eaux ont emporté notre pont de Branik avec tant de rapidité qu'il ne nous reste que 6 pontons, le reste a été entraîné par le torrent dans la ville. Je fais venir les pontons du maréchal Schwerin, et il faudra avoir recours aux expédients pour raccommoder promptement ce pont-là.

J'espère que nos hussards font souvent des patrouilles vers Kœnigsaal; si cela n'est pas, il faut de toute nécessité que cela se fasse. Adieu.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<105>

9017. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 31 [mai 1757].

Mon cher Maréchal. Nous avons vu brûler du côté du Hradschin105-1 une grande et grosse fumée que vos bombes ont faite, les nôtres ont brûlé l'habitation des juifs et mis le feu à la boulangerie, dont l'ennemi ne se sert plus.

A présent il faut songer à réparer notre pont;105-2 il faut envoyer un officier diligent avec des hussards à Melnik, faire venir des bateaux qui sont là, pour nous en servir à réparer notre pont. C'est une des besognes les plus nécessaires. Adieu.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9018. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 31 [mai 1757].

Mon cher Maréchal. Vous avez trop bonne opinion de l'ennemi; je ne trouve point à propos de rassembler les quartiers,105-3 c'est ouvrir à Browne la porte de Kœnigsaal. Si l'ennemi fait une forte sortie, il faut que tout le monde accoure de ce côté-là.

Les pontons105-4 ont passé au nombre de 20 ou 30 le pont de Prague, et nous les avons repris; j'en ai encore 6 à Branik, 3 dans le parc. Je fais venir 20 que Schwerin avait à Brandeis, il y en a encore 10 à Leitmeritz; ainsi, avec quelques bateaux, nous réparerons nos pertes. Le pont de Podbaba sera refait vers minuit et celui de Branik dans une couple de jours.

Si l'ennemi tente une sortie, ce ne sera que dans deux ou trois jours; il a été déconcerté cette nuit, et il lui faut du temps pour arranger ses affaires.

Il faut envoyer tous les jours des patrouilles à Kœnigsaal,105-5 qui est un poste important pour qui assiège ou défend Prague. Comme de ce côté-ci j'en envoie tous les jours à Teinitz, Pischely et Kammerburg, les hussards verts105-6 doivent apporter des certificats du maire de Kcenigsaal, pour que l'on soit sûr qu'ils y ont été. Adieu.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<106>

9019. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI PRAG.

Im Lager bei Prag, 31. Mai 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich lieber Vetter. Ew. Liebden gebe Ich hierdurch auf den Einhalt Dero heutigen Schreibens in Antwort, wie Ich die Pontons, so der Generalfeldmarschall von Schwerin gehabt,106-1 schon nach der Brücke geschicket habe und solche schon da sein werden. Diejenigen, welche wieder aufgefangen worden seind. habe Ich auch schon Ordre gegeben, wieder hinzuschicken, auch noch 3 Stück, so in dem Park gelegen. So habe Ich auch schon geschrieben, dass 10 neue Pontons, welche bei Pirna gelegen, hieher kommen sollen. Wegen der Schiffe bei Melnik habe Ich schon dem Feldmarschall Reith geschrieben,106-2 Officiers hinzuschicken, die sie holen sollen; weil Ich aber etwas von denen österreichischen106-3 Pontons habe müssen nach Branik schicken, so kann Ich die Pferde und die Haquets nicht vor morgen herübersenden. Ohnerachtet uns das grosse Wasser durch den Verlust von den Pontons Schaden gethan, so kann uns solches doch auch einigen Vortheil dadurch gestiftet haben, weil durch den grossen Anlauf der Moldau die Casemates derer Oesterreicher, worinnen sie auf der Grossen oder Alten Seite ihr Mehl gehabt, unter Wasser gesetzet und dadurch nothwendig vieles an Mehl verdorben worden und ruiniret sein muss.

Mit denen glühenden Kugeln gehet es noch nicht, wie Ich es gerne haben will, und bin Ich jetzo daran, solches besser und mehr zu poussiren; mit denen Bomben aber haben wir einen Theil der österreichischen Bäckerei ruiniret und 30 bis 40 Häuser in der Judenstadt in Feuer gesetzet. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst.


9020. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Im Lager bei Prag, 31. Mai 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden Schreiben vom gestrigen Dato habe Ich wohl erhalten, und nachdem Ich den Einhalt dessen mit mehrern ersehen, so approbire Ich gar sehr Dero Idées und Desseins und zweifele nicht daran, dass es von guter Folge sein werde. Wenn auch etwas von denen sächsischen Regimentern bei dem Corps von Leopold Daun wäre,106-4 so kann es nichts anders als die Regimenter von Brühl und Prinz Karl sein, welches denn gewiss nicht die Eisenfresser sein werden.

<107>

Hier continuiren wir noch mit dem Bombardiren. Da hier auf einmal und ganz schnell ein sehr hohes Wasser in der Moldau gekommen, so ist sehr zu präsumiren, dass ein Theil davon in die Casemates der Altstadt oder Grossen Seite von Prag getreten, und da in solchen die Provision von Mehl gelegen, solche mehrentheils verdorben hat. So viel uns durch die Deserteurs versichert wird, so nimmt die Misere in der Stadt sehr zu.

Die Distribution wegen der Commandirten unter dem Major Gohr107-1 approbire Ich übrigens und habe demselben bekannt gemacht, dass davon 200 Mann in Brandeis, 200 aber in Kolin bleiben sollen. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.


9021. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Im Lager bei Prag, 31. Mai 1757.107-2

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich habe Ew. Liebden Schreiben vom 29. dieses erhalten, und werden Dieselbe aus Meinem letzteren bereits ersehen haben, wie dasjenige Schreiben, so Ich dermalen vermisset hatte, noch richtig eingelaufen,107-3 und also alle Ew. Liebden an Mich erlassene Berichte bis hieher insgesammt wohl angekommen seind.

Dass das eine Bataillon vom Wartenbergischen Regiment ohnvermuthet von einer feindlichen Partie attaquiret worden, daran müssen deren Patrouillen wohl alleine Schuld haben, und werden Ew. Liebden also gut thun, die sämmtlichen Officiers des Regiments wohl zu avertiren, damit alles auf den guten und vigilanten Fuss bleiben müsse, wie es der selige General107-4 gelassen.

Ich werde Ew. Liebden jetzo das Bataillon von Wied hinschicken, und wird solches morgen in Böhmisch-Brod, übermorgen aber, wie Ich hoffe, bei Deroselben sein.

Das Wasser in der Moldau hiesiger Orten ist auf einmal so gross geworden, dass von Meiner Pontonbrücke von der Branik ein Stück denen Oesterreichern zu und nach Prag getrieben, das übrige und andere Stuck aber haben wir zu Podbaba wieder bekommen.

Wenn Ew. Liebden durch die Attaque der Panduren bei der Johanniskapelle107-5 den Feind noch weiter eloigniren können, so wird es gut sein, weil uns alsdann die Communication mit Schlesien sicher wird. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

<108>

Es ist schon unterschiedene Male Feuer in der Stadt gewesen, sie haben es aber allemal gelöschet.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.


9022. AN DEN ETATSMINISTER GRAF FINCKENSTEIN IN BERLIN.

Im Lager bei Prag, I. Juni 1757.

Wenn Ew. Excellenz dieses Mal die Sachen etwas später wie gewöhnlich erhalten, so ist es die Ursache, dass, da den 30. voriges, als ehegestern, durch ein starkes Gewitter und heftigen Regen einige Dämme von Teichen einige Meilen oberhalb Prag108-1 durchgebrochen und die Moldau dadurch ganz schnell sehr stark angewachsen und vieles Holz, so an deren Ufer der Orten gelegen, mit weggeschwemmet worden, unsere Brücke über solche dadurch mit Schaden gelitten und bis heute zu nicht zu passiren gewesen. Die Stadt Prag hat dadurch das Inconvenient mit gelitten, dass in der Altstadt die mehristen Keller und Casemates, worinnen man das Mehl und andere Sachen vor das Feuer geborgen, voller Wasser getreten und jene dadurch verdorben worden, von uns aber seind dagegen verschiedene Pontons, so das schwimmende Holz getroffen, mit nach Prag herein entrainiret worden. Obgleich durch das Bombardement gestern und ehegestern verschiedentlich Feuer in die Stadt gebracht worden, so hat dennoch die Garnison solches allemal wieder gelöschet, wiewohl dennoch ein grosser Theil von der Bäckerei von der Garnison und einige 40 Häuser in der Judenstadt abgebrannt.

In dieser Nacht aber ist das Feuer in der Stadt an drei Orten, auch bei den ansehnlichsten Gebäuden (wie man dann gar von dem Schlosse spricht, so ich aber noch nicht glaube) aufgegangen und hat so stark überhand genommen, dass es bis jetzo zu noch heftig wüthet und noch nicht gelöschet werden können. Ich erhalte auch sogleich die Nachricht, dass die Garnison in Prag in vier Colonnen aus der Stadt auszurücken im Begriff sein soll;108-2 weshalb dann auch des Königs Majestät, um solches zu recognosciren, so eben dahinreiten und Dero Anstalten machen, im Fall die Garnison einen Ausfall und Attaque versuchen wollte. Welches sich dann bald zeigen muss.

Da die Oesterreicher eine so wunderliche als unwahre Relation von der Bataille108-3 zu Regensburg publiciren lassen, so habe ich einen recht braven Officier, der alles selbst mit gesehen und währender Action des Königs Majestät beständig begleitet hat und von Deroselben gebrauchet worden ist, nämlich den Herrn Obristen Lentulus ersuchet, vor mich gedachte gedruckte Relation mit einigen Anmerkungen, wie die Sachen<109> der puren Wahrheit' gemäss sein, zu begleiten; worunter er mir dann auch willfahren hat, und welche ich dann anliegend Ew. Excellenz hierbei zu communiciren mir die Freiheit nehme. Was man von einem Ausfall aus Prag österreichischer Seils mit ganz wunderlicher Ostentation eingeflochten hat, davor sollte man sich billig schämen, weil die Sache entweder gar nicht wahr oder aber solche nichts anders als dasjenige ist, so ich vorhin schon an des Herrn Grafen von Podewils Excellenz geschrieben habe,109-1 und welches gewiss nicht zur Avantage der Garnison ausgefallen, da sie dabei von ihren besten Leuten und Grenadiers über 1000 Mann liegen lassen, der Verlust unsererseits in allem an Todten und Blessirten noch nicht an 300 Mann ist, davon nur wenig Todte, die mehristen aber ganz leicht blessiret seind. Von der von denen Oesterreichem so sehr relevirten Sache zu Brandeis109-2 werde nächstens die wahren Umstände melden, weil die Zeit solches heute nicht leidet. Soeben wird mir gesaget, dass die Prager Garnison sich wieder in die Stadt zurückziehe; das Feuer in der Stadt dauret noch.

Eichel.

Wegen der communicirten Anmerkungen bitte gehorsamst, den Namen des Herrn Obristen von Lentulus, desgleichen auch die Zahl der Truppen zu menagiren.109-3

1. Die Position der österreichischen Armee war, dass ihr linker Flügel an Prag, der rechte aber, Maleschitz im Rücken lassend, an einer Anhöhe, wo sie eine Batterie hatten, appuyiret war.

2. Der König passirte nicht des Abends, sondern bei hellem Tage, zwischen 3 und 4 Uhr des Nachmittages, die Moldau, und zwar nichts weniger als mit seiner ganzen Armee, sondern nur mit 20 Bataillons und 35 Escadrons, welches Corps, ohne von dem Feinde inquietiret zu werden, erst des andern Tages um 6 Uhr Morgens sich mit dem Schwerin'schen Corps d'armée conjungirte, dass also unsere ganze Force sich auf 70,000 Mann beliefe.

3. Der Feind muss nicht allein nach dem Terrain, so er occupiret, sondern nach Aussage derer gefangenen Officiers und Gemeinen, wie auch derer vielen Regimenter, 80,000 Mann gewesen sein.

4. Der Feind bliebe in seiner Position stehen, bis wir bei Unter-Potschernitz [ankamen]109-4 und uns schwenkten; da merkte die öster<110>reichische Generalität allererst, dass es Ernst war, und dass wir ihren rechten Flügel in der Flanke nehmen wollten, derowegen der Feind nicht allein alle Grenadiers, sondern die Hälfte seines zweiten Treffens, und zwar nicht in der gerühmten besten Ordnung, sondern in vollem Laufen nach seinem rechten Flügel in Gestalt eines Hakens zog. Folglich sobald wir an das Dorf Sterboholi kommen und die Cavallerie den Damm ganz ruhig passiret hatte, NB. so der Feind ganz ruhig geschehen Hesse, marschirte die Infanterie grade auf den Feind zu, und ist wahr, dass einige wenige Bataillons repoussiret wurden.

5. Allein weilen unsere Cavallerie vom linken Flügel, aus 50 Escadrons bestehend, und zwar die Husaren mitgerechnet, die feindliche Cavallerie, 95 Escadrons stark, bei dem ersten Angriff dergestalt culbutirte, dass sie die ganze Bataille durch nicht mehr zum Vorschein kommen, wurde dadurch die österreichische Infanterie entblösset und verhindert, von ihrer ersten Avantage zu profitiren, und ist selbige weder 10, noch weniger 600 Schritt avanciret, sondern bei Anrückung unseres zweiten Treffens nach einem anderthalbstündigen Gefechte gänzlich die Flucht zu ergreifen gezwungen worden. Die 16 eroberte Kanonen und viele Fahnen, so ihren Angaben nach unsererseits verloren sein sollten, können nicht anders als im Traume bestehen, weilen alle unsere Regimenter solche noch wirklich haben.

6. Der grosse Staub110-1 bestehet von Seiten der Infanterie in Dunst, dann wir alle sehr gut gesehen haben, dass, da unserer rechter Flügel den feindlichen linken von seinen auf lauter Anhöhen und mit Batterien besetzten festen Posten delogiret hatte, die ganze feindliche Armee nicht Schritt vor Schritt, wie gesagt wird, sondern in vollem Laufen dergestalt zerstreuet sich retiriret haben, dass 40,000 Mann sammt dem Prinz Karl von Lothringen und verschiedene Generals sich in Prag geworfen, welches alles so confus zugegangen, dass weder die, so in Prag, noch die, so auswärts sich retiriret, wissen, wo ihre Regimenter, Officiers etc. geblieben sein, und zeiget die österreichische Relation Selbsten genugsam, wie gross ihre Niederlage sein müsse, da sie sagen, sie hätten keine andere Nachricht von der Bataille, als nach dem Rapport verschiedener Officiers, Deserteurs und Gefangenen.

Richtig und wahr aber ist es, dass die Chefs in Prag sitzen, und dass die schwere Bagage, Zelter, Feldkessels, Regimenterkassen und ein guter Theil ihrer Artillerie sich in unseren Händen befindet, und hat der Rest derer nach Beneschau geflüchteten 12,000 Mann sich nicht zu beschweren gehabt zu dörfen, viele Equipage zu decken, noch weniger ihre Pontons, weilen wir auf unserem linken Flügel die zweite Schiffbrücke über die Moldau damit geschlagen haben.

<111>

9023. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI PRAG.

Lager bei Prag, 1. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich habe Ew. Liebden Schreiben vom heutigen Dato erhalten, aus welchem Ich dann ganz gerne vernommen, dass von der Seite der Beraun und nach Pisek zu alles stille ist.

Ich glaube, dass wir dem Feind die Nacht ein paar Magazins angezündet haben, weil der Rauch davon sehr schwarz und dicke gewesen. Was die heutige Ausrückung der Garnison111-1 sagen wollen, solches kann Ich nicht wohl errathen; Meine erste Gedanken seind gewesen, wie sie probiren würden, ihre Cavallerie durchzubringen, weil diese zuerst ausmarschirete; denn wenn sie pur einen Ausfall thun wollen, so hätten sie die Infanterie vorhaben müssen und probiren Ehren halber etwas. Einige Meiner Officiers waren der Meinung, dass, weil es dem Feind so sehr an Fourage gebreche, sie herausgekommen wären, um eine Fouragierung zu machen; aber ihre Manœuvres sehen allem diesen nicht ähnlich, so dass Ich nicht errathen kann, was sie damit haben sagen wollen, noch was es bedeutet hat, und glaube Ich, dass es vielleicht der Prinz Karl von Lothringen nicht besser weiss wie Ich.

Heute seind wir erst in den dritten Tag von unserem Bombardement, und weil die Komödie noch länger dauren dörfte, so glaube Ich, dass sie es in einigen Tagen erschrecklich überdrüssig werden möchten. Sollte das Glück dabei wollen, dass wir ihnen noch etliche Magazins ansteckten, so würde Ich hoffen, dass wir uns noch mit Ehren aus dieser schweren Entreprise ziehen werden. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzog. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst.


9024. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 1er juin 1757.

Le chasseur m'apporte votre lettre dans ce moment; je suis charmé des bons effets de votre batterie et des arrangements que vous avez pris pour rétablir le pont de Podbaba. Après la soi-disante sortie que ces gens ont faite aujourd'hui, vous conviendrez qu'ils ne sont pas à craindre; 20 coups de canon les ont mis en déroute, comme après une bataille perdue; je ne sais encore ce que cela signifiait.

Federic.

Eigenhändiger Zusatz auf der Ausfertigung eines Schreibens vom 1. Juni.111-2

<112>

9025. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Au camp de Prague, 1er juin 1757.

Ma très chère Sœur. Votre lettre m'a fait un plaisir infini, en me confirmant le bon état de votre précieuse santé.

Nous sommes à présent dans le troisième jour de notre bombardement, nos bombes ont sûrement mis le feu à deux magasins de l'ennemi. Il paraît qu'ils sont fort mal à leur aise dans la ville; ils ont aujourd'hui voulu faire une sortie, mais une douzaine de coups de canon les a forcés à rentrer honteusement dans leurs portes, sans rien entreprendre. Si le Ciel favorise nos bombes, j'espère de sortir heureusement de cette difficile entreprise. Une crue d'eau nous a emporté notre pont de Branik,112-1 et comme le courant l'a entraîné vers la ville, nous n'avons pas pu empêcher les ennemis de nous enlever quelques pontons, mais nous les reprendrons avec Prague.

Je crois, ma chère sœur, que, si cette affaire-ci se décide bien en notre faveur, votre évêque112-2 et Seckendorff112-3 deviendront de petitsgarçons.

Voici la principale affaire; le mal est qu'il est impossible de dire positivement quelle en sera l'issue. Je vous embrasse de tout mon cœur, vous priant de ne point oublier le vieux frère qui est avec le plus tendre attachement, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9026. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER VOR PRAG.

Lager bei Prag, 1. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich habe den Einhalt des von Ew. Liebden sogleich erhaltenen heutigen Schreibens ersehen; worauf in Antwort gebe, wie jenseits der Sazawa sich ungefähr 100 Husaren und 100 Panduren aufhalten, die der Major Wartenberg, wie er gestern da gewesen, decouvriret hat. Ich werde unterdessen den Obristen112-4 selbst hinschicken, mit 500 Pferde, um sie von da wegzujagen. Wie aber auch nicht zu zweifeln ist, dass, so wie er weg sein wird, sie wieder hinkommen werden, also will Ich erst hier etwas sicher sein, ob die in Prag noch werden herauskommen, oder was sie sonst werden thun wollen, dass man sich nicht zur Unzeit entblösset. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

<113>

Soeben erhalte den Brief wegen den Hussiten.113-1 Ich wollte nur wünschen, dass das Munitionsbrod rar würde in der Stadt, alsdann wäre ich Meiner Sache gewisse. Denen Leuten gehet zwar der Kopf um; alleine wann man ihnen auch zehn Mal die Stadt anbrennet, und sie haben zu essen, so halten sie es aus. Der heutige Ausfall stunk nach einem Bärenhäuter; alleine wann sie Zeit gewinnen, so kann ich sie nichts thun.

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Der Zusatz eigenbändig.


9027. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 2 juin [1757].

Mon cher Maréchal. Un certain capitaine Piro,113-2 ci-devant du régiment de Szekely, que j'ai chassé, qui est retourné chez les Autrichiens, que ceux-là ont mis aux arrêts, et qui s'est sauvé de Prague hier pendant le bombardement, dépose que Browne avait retiré toute sa farine du petit-côté,113-3 que la plupart des troupes s'y trouvaient, et que demain l'on ferait une sortie par la porte Saint-Charles. Il a été au Stockhaus, et ce n'est pas là que l'on apprend ordinairement les nouvelles des desseins des généraux, mais je vous en informe à tout hasard, surtout pour que vous fassiez diriger vos bombes plus à droite du Hradschin; toutes celles qui ne font point d'effet, tombent là sur la grande place.

Je crains bien que notre bombardement ne fasse que brûler des maisons et pas autre chose. Voici le quatrième jour, personne ne donne signe de vie; j'essaierai demain d'une nouvelle batterie que j'ai fait faire vis-à-vis du Wischerad, mais si nos ennemis ont de la farine pour six semaines, comme on veut me le persuader, nous serons obligés de saigner du nez. Tout cela ne m'accommode guère, il faudra s'en tirer le mieux possible, voilà tout ce que j'y peux faire. Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9028. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Im Lager bei Prag, 2. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden Schreiben vom 31. voriges habe Ich heute früh erhalten. Worauf<114> Deroselben in Antwort dienet, wie die letzten Worte, so Mir der selige Feldmarschall Schwerin gesaget, diese waren: „Frische Eier, gute Eier!“ Es haben Ew. Liebden anfänglich die Leute nicht attaquiren wollen, ehe sie im Stande waren; sie werden immer mehr Verstärkung und Bataillons bekommen, so dass zuletzt das Ding ohnmöglich werden wird.

Wann Ew. Liebden die Panduren und Husaren von der Höhe wegjagen, so sehe Ich nicht ab, wie Sie Sich mit dem Feinde engagiren können, da solcher noch eine Meile davon stehet; au contraire, Ich glaube vielmehr, dass, wenn Dieselbe sie angreifen, solche gleich weglaufen werden. Ich lasse Ew. Liebden vermittelst der abschriftlichen Anlage ein Schreiben des sächsischen Ministers zu Wien, General Graf Flemming, communiciren, damit Dieselbe daraus sehen, wie die Leute eher an eine Retraite, als sonsten vor der Hand etwas anzufangen gedenken.114-1

Dass Ew. Liebden bei jetzigen Umständen den Leopold Daun in seinem Lager attaquiren sollten, solches gehet nicht an, aber die leichten Truppen vor sich wegzubringen, daran werden Dieselbe nicht sonderlich gehindert werden können, um alsdenn des Feindes Mouvements und Absichten um so besser zu erfahren. Ich habe den Marsch von Kuttenberg nach Czaslau gethan114-2 und bin vier Stunden unterwegens gewesen, weil alles voll Ravins und Défilés ist. Indess, da Ich dorten nicht gegenwärtig bin, so kann Ich nichts positives deshalb sagen, sondern Ew. Liebden werden Selbst einsehen und beurtheilen müssen, was an Ort und Stelle zu thun ist; auch ist Meine Intention nicht, dass Ew. Liebden [den festen Posten des Feindes]114-3 da nehmen sollen, sondern wenn Dieselbe sie114-4 dorten zurückgejagt, so können Dieselbe wieder in Dero Lager zurückgehen und auf des Feindes Mouvements vigilant sein, um solchen zu präveniren.

Mein letzteres Schreiben114-5 werden Ew. Liebden durch das Wied'sche Bataillon empfangen haben. In Prag hat der Feind gestern früh einen starken Ausfall thun wollen,114-6 mit Cavallerie und Infanterie, der aber schlecht vor ihn abgelaufen, denn er auf einige Kanonschüsse, so er in der Flanke bekommen, gleich in der grössesten Confusion davon- und zurückgelaufen ist. In der Stadt haben wir sehr viel Feuer gebracht, und ist ein ziemlicher Theil davon abgebrannt. Da sich etwas von Husaren und Panduren vom Feinde hinter der Sazawa zusammenrottiret<115> hat, so schicke Ich den Obristen von Seydlitz mit 700 Pferde und einem Bataillon dahin,115-1 um solche wegzujagen. Ew. Liebden können also den Obristen von Puttkammer davon gleich avertiren. Den Marsch nimmet der Obriste Seydlitz auf Beneschau, Diwischau, Sternberg oder Kammerburg und Rattay, um sich denn nacher Kaurzim zu repliiren und so weiter hieher. Vielleicht können der Obriste Puttkammer und der von Seydlitz mit einander zusammenstossen. Ich bin Ew. Liebden freundwillieer Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.


9029. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Im Lager bei Prag, 2. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden Schreiben vom 1. dieses erhalte Ich heute Nachmittages, und da Ich Deroselben heute Vormittag bereits geschrieben habe,115-2 wie Ich den Obristen von Seydlitz mit einem Commando nach einer gewissen Route detachiren würde, so dienet Ew. Liebden nunmehro zur Nachricht, dass Ich gedachten Obristen von Seydlitz, da Ich dem Landfrieden nicht allerdinges getrauet, auf Kaurzim geschicket habe, so dass Ich glaube, dass, wenn man auf Ew. Liebden Seite auch dazu kommen wird, alsdenn alles, was von feindlichen Commandos der Orten ist, weglaufen und sich nicht weiter vortrauen wird.

Aus der Deposition von denen Deserteurs, so Ew. Liebden Mir eingesandt, werden Dieselbe Selbst ersehen, dass das Lager von Leopold Daun so weit von dem von Nadasdy ab ist, dass dieser ohnmöglich von der grossen Armee Succurs bekommen kann; wann es auch nicht mehr wäre, so glaube Ich, dass wir, wenn Nadasdy zurück muss,115-3 sehen könnten, ob Leopold Daun weggehet oder nicht. Gehet er nicht weg, sondern bleibet stehen, so ist [es] ein Zeichen, dass er Ordre hat, dort stehen zu bleiben und nicht wegzugehen; darnach wir uns alsdenn einrichten können. Macht er aber auf solche Attaque ein Mouvement rückwärts, so seind Ew. Liebden im Stande, davon zu profitiren, welches vor uns admirable wäre, auf dass, wenn Daun einen Marsch zurück thut und nach Deutsch-Brod oder der Orten gehet, wir alsdenn die Rekruten aus Schlesien mit Sicherheit an uns ziehen können,115-4 welches wir bis dato nicht thun dörfen. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.

<116>

9030. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT IM HAUPTQUARTIER INSTERBURG.

Im Lager bei Prag, 2. Juni 1757.

Ich habe Ew. Schreiben vom 25. voriges erhalten.116-1 Es ist Mir gar nicht angenehm zu hören, dass es auch dorten anfanget, Lärm zu werden, als welches Ich wenigstens nicht sobald zu geschehen geglaubet habe. Indess und da wir es nehmen müssen, wie es kommet, so werdet Ihr mit Eurer Cavallerie das meiste thun müssen.116-2 Wenn die Russen in drei Corps kommen, so müsset Ihr nur dem ersten gleich auf den Hals fallen und solches wegschlagen,116-3 da denn die anderen entweder von selbst weglaufen oder Ihr mit solchen weniger zu thun haben und um so leichter zurechte kommen werdet.

Wenn es darauf ankommet, sie in Polen zu poussiren oder zu verfolgen, da sollet Ihr Euch kein Bedenken darüber machen, denn Ihr Euren Feind nehmet, wo Ihr ihn findet; au contraire, wenn Ihr des Feindes Magazine allda nehmen oder detruiren könnet, so sollet Ihr solches ohne Bedenken thun. Wegen allem übrigen muss Ich Mich auf Euch reposiren.

Friderich.

Nach dem Concept.


9031. AU MINISTRE D'ÉTAT COMTE DE PODEWILS A BERLIN.

Podewils berichtet, Berlin 27. Mai: Die von dem Landgrafen von Cassel befürwortete Union116-4 der Höfe von Berlin, Hannover, Wolfenbüttel, Cassel, Gotha, Weimar, Baireuth habe bisher bei dem Widerstreben des hannoverschen Ministeriums nicht zur Ausführung gelangen können, jetzt, da die Hannoveraner sich geneigter zeigten, sei Hoffnung, dass die Unterhandlung guten Fortgang nehmen werde.

Camp de Prague, 2 juin 1757.

Mon cher Podewils. J'ai été bien aise de voir par le rapport que vous m'avez fait du 27 de mai, que vous travaillez avec soin et avec application pour former entre moi et ces princes de l'Empire dont vous faites mention, cette heureuse et salutaire union, selon que le landgrave régnant de Hesse-Cassel en a fait la proposition. Rien ne me fera plus de plaisir que d'apprendre à la suite le bon succès que votre zèle et ferveur à ce sujet auront eu, et de voir cette union parfaitement constatée. Sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.

<117>

9032. AN DEN ETATSMINISTER GRAF PODEWILS IN BERLIN.

Im Lager bei Prag, 2. Juni 1757.

Des Königs Majestät haben vor gut gefunden, dass Ew. Excellenz aus einliegenden beiden Berichten117-1 extractsweise dasjenige durch die öffentlichen Zeitungen public machen sollten, was darin von der Conduite derer Franzosen enthalten und so viel deren Betragen daraus angehet; dabei Ew. Excellenz aber es in die Wege richten möchten, dass es nicht sowohl in denen berlinschen, als in denen auswärtigen Zeitungsblättern zuerst geschehe, und dass insonderheit solches in Holland bekannt werden müsse. Welches ich auf allergnädigsten Befehl hierdurch schuldigst melden sollen.

Eichel.

Nach der Ausfertigung.


9033. AU DUC RÉGNANT DE BRUNSWICK AU CAMP DE BRACKWEDE.117-2

Camp de Prague, 2 juin 1757.

Monsieur mon Frère et Cousin. J'ai reçu la lettre que vous avez pris la peine de me faire du camp de Brackwede le 28 du mois passé de mai, et suis infinement obligé à Votre Altesse des informations qu'Elle a bien voulu me donner de la situation des affaires de là-bas, tout comme des autres avis qu'Elle a bien voulu y joindre.117-3

Je suis persuadé que tout ce que nos ennemis font disséminer de gasconnades et d'ostentations, ne feront nulle impression. Elle connaît combien ces gens aiment à exagérer bien fort le nombre de leurs forces; ce que l'ennemi prend à tâche de faire ici, tout comme les Français aiment à renchérir encore sur les Autrichiens dans cet article.

Mais ce que je souhaiterais extrêmement, pour parler tout naturellement et en confiance à Votre Altesse, c'est que le duc de Cumberland voudrait tenir plus serré ensemble tout ce qu'il a de troupes sous ses ordres, et ne pas les éparpiller autant qu'il me paraît qu'elles le sont actuellement encore, puisque sans cela je suis dans de grandes appréhensions que les Français ne se rallient et ne tombent avec quelque corps en force sur l'un ou l'autre plus faible du Prince et ne le<118> renversent, le reste des troupes étant trop éparpillé pour le soutenir d'abord efficacement.

Quant à ce que Votre Altesse me marque touchant quelque troupe de mes hussards à détacher là,118-1 j'avoue que je m'y prêterais du meilleur de mon âme, n'en fus-je pas encore empêché par deux obstacles que je ne puis vaincre présentement encore, savoir que non seulement la grande étendue de la circonvallation autour de Prague que j'ai à observer, mais outre cela les fréquentes escortes qu'il me [faut] donner pour les transports des vivres et fourrages indispensablement nécessaires pour la subsistance de mon armée, demandent absolument que je garde pour cet usage auprès de moi ce que j'ai de deux régiments de hussards, et d'ailleurs il y en a quatre auprès du prince de Bevern, détaché pour observer le corps d'armée sous les ordres de Leopold Daun, avec lesquels il est obligé de soutenir contre 10 régiments de hussards que l'ennemi leur oppose, et qui font avec un gros corps de pandours l'avant-poste du maréchal Daun. Mais Votre Altesse peut être assurée que, dès que je verrai plus de succès par rapport à la ville de Prague et qu'il me sera possible de pouvoir me passer de quelque troupe de mes hussards, je la lui enverrai très volontiers.

Pour vous marquer ce qui est arrivé ici pendant le temps de ma dernière lettre à Votre Altesse,118-2 je Lui dirai qu'il y a six jours que l'ennemi au nombre de 16,000 hommes à peu près fit pendant la nuit une sortie de la ville de Prague,118-3 de l'autre rive de la Moldau, sur le corps de l'armée sous les ordres du maréchal Keith, mais qu'il fut repoussé avec une perte de 1000 hommes qu'il laissa sur la place. C'était à cette occasion que mon frère Ferdinand reçut une blessure, quoique très légère, et qui ne signifie presque rien, à la joue.

Pour matin l'ennemi réitéra une sortie,118-4 avec une infanterie et cavalerie assez nombreuse, de mon côté; mais, pour son malheur, il vint entre mes redoutes, où il reçut d'abord en flanc un feu de canons, ce qui le fit incessamment rebrousser chemin, sans s'avancer à cette distance de 1500 pas qu'il lui fallait faire pour nous approcher, avec une telle confusion comme s'il avait été battu en bataille. Dans la ville nous lui avons brûlé jusqu'à présent par nos bombes deux ou trois de ses magasins, et si on peut ajouter foi à ce que ses déserteurs qui nous sont revenus, nous assurent, les eaux de la Moldau, qui s'étaient accrues soudainement par les grosses pluies qui étaient tombées à quelques lieux d'ici, ont inondé la plupart des caves de la ville et les casemates où l'ennemi avait des provisions de farines.

Notre feu d'artillerie a d'ailleurs brûlé et ruiné la plus grande [partie] de sa boulangerie de neuf fourneaux; il y a, au surplus, une grande partie des maisons de la ville, à la Neustadt et à l'Altstadt, brûlées, que l'on compte au delà de 100, de sorte qu'il y a des quartiers<119> entièrement abandonnés; on prétend même que deux de leurs magasins à poudre ont sauté.

La garnison doit être de 40,000 hommes combattants et 9,000 de blessés. Les magasins qu'ils ont, ne doivent pas avoir été extrêmement fournis; ils en ont subsisté cinq semaines, à présent ils vivent des amas qu'ils ont trouvés dans les couvents et auprès du bourgeois. Pour de la viande et des autres denrées, il n'y en a plus. Il leur manque des boulets de canon, ayant fait sortir leur grosse artillerie vers Beneschau encore avant la bataille.

Mais comme il ne convient pas de faire le siège en forme d'une place garnie d'une aussi nombreuse garnison qu'il n'y en a guère d'exemple dans l'histoire, et qu'en conséquence il n'y a qu'un bombardement qui nous peut servir, il dépendra du hasard si quelques bombes tomberont sur ce qui reste de leurs magasins, pour les mettre en feu, afin de forcer par là la garnison à un accord d'une, ou d'autre façon.

Votre Altesse pardonnera la longueur de la lettre que je Lui fais; je n'y ajouterai que les protestations de l'amitié la plus vive et de l'estime sincère avec lesquelles je suis, Monsieur mon Frère et Cousin, de Votre Altesse le bon frère et cousin

Federic.

Nach dem Concept.


9034. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 3 [juin 1757].

Je vous suis très obligé de l'agréable119-1 nouvelle que vous m'annoncez.119-2 Que faites-vous donc de vos compagnies légères, et pourquoi ne faites-vous pas faire la patrouille à ces gens-là de nuit jusqu'au rempart de la ville? c'est là le seul moyen d'être averti à temps de ce que l'ennemi veut faire. En vérité, personne de votre côté ne connaît la façon de faire la guerre des Autrichiens, et je crains de n'apprendre de ce côté-là que des choses honteuses à l'honneur des troupes etc.

Federic.119-3

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<120>

9035. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER VOR PRAG.

Lager bei Prag, 3. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich lieber Vetter. Ich habe Ew. Liebden heutiges Schreiben erhalten und die darin gemeldete Nachrichten ganz gerne ersehen ;120-1 wegen deren Communication Ich denn danke und wohl wünschen wollte, dass die Nachrichten, so Ich diese Nacht von jener Seite120-2 bekommen, ebenso gut als diejenigen wären, so Mir Ew. Liebden schreiben. Ich bin Ew. Liebden freund williger Vetter

Heute ist eine Liebste von einem österreichischen Deserteur herausgekommen, die kann den schlimmen Zustand und ....120-3 derer Oesterreicher nicht genugsam beschreiben; sie saget, die Soldaten murreten alle. Heute ist das Feuer diesseits sehr heftig gewesen, zwei Bäckereien nebst dem Rossmark120-4 seind verbrennt. Nun ist wirklich das Feuer in der Alte Stadt. Eben lasset Treskow melden, dass sich der Feind in der Ecke der Moldau gegen Bubenec herüberzöge, er schlüge allda Zelter auf und würfe man Retranchement auf. Wor es viel ist, so ist es ein gewisses Zeichen, dass sie nicht mehr in der Stadt aushalten können. Man will mir versichern, viel Mehl und Magazin wäre verbrennt. Dieses meritiret Confirmation.

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Der Zusatz eigenhändig.


9036. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Im Lager bei Prag, 3. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich lieber Vetter. Ew. Liebden Schreiben vom 2. habe Ich erhalten. Ich glaube, dass, wenn Dieselbe denen leichten Truppen auf den Hals gehen werden,120-5 sodann der Marschall Leopold Daun wohl aufpacken und abmarschiren dörfte. Der Marsch, welchen dieser alsdenn nehmen wird, solcher wird allemal sehr décisif sein; denn ziehet er sich nach Habern oder nach Goltsch-Jenikau, so muss er die ganze Elbe verlassen, bleibet er stehen, so können Ew. Liebden Sich mit der grössesten Sicherheit nach Dero Lager ziehen und haben nichts zu befürchten. Gehet Daun weiter fort, so können Ew. Liebden das Lager von Czaslau nehmen, und wird der<121> Feind alsdenn gezwungen, Pardubitz und Königgrätz in der grössesten Eil zu evacuiren.

Sonsten habe Ich Ew. Liebden gestern schon benachrichtiget,121-1 wie Ich den Obristen von Seydlitz nach Kaurzim geschicket habe; Ich hoffe, dass, weil die Detachements sich also kreuzen, dass ein oder anderes der Feind bei die Ohren fassen und recht tüchtig und brav schlagen wird. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

In der Stadt ist heute ein sehr heftig Feuer. Treskow lasset melden, sie zögen sich jenseit der Moldau bei Bubenec herüber, schmissen ein Retranchement auf und schlügen Zelter auf.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.


9037. A LA MARGRAVE DE BAIREUTFf A BAIREUTH.

Au camp de Prague, 3 juin 1757.

Ma très chère Sœur. M. de Treskow m'a rendu la lettre que vous avez eu la bonté de m'écrire. Il a vu ici le camp et la position des ennemis. J'avais espéré de forcer ces gens par les bombes, en brûlant leurs magasins, mais ils ont trouvé le moyen de les fourrer du petit-côté à un endroit où nos bombes ne sauraient atteindre; ce qui fera traîner ceci un peu plus longtemps que cela ne paraissait du commencement. Cependant, avec de la persévérance on vient à bout de tout, et si nous trouvons le moyen de nous débarrasser tout-à-fait de Leopold Daun, cela n'en sera que mieux.

Quant aux troupes du cercle, j'espère que l'exemple de l'électeur de Bavière121-2 n'y fera pas de mal; chiha tempo, ha vita.121-3 Ne vous ennuyez donc pas, je vous en conjure, si nous sommes obligés de lanterner ici quelque temps: tout vient à point à qui peut attendre.

La chaleur avec laquelle la France embrasse les intérêts de la reine de Hongrie, provient du traité121-4 que ces deux puissances ont fait cet hiver. Le nouveau triumvirat m'a proscrit; Judas ne vendit le Christ que pour 30 sequins : le roi de France m'a vendu à la reine de Hongrie pour cinq villes de la Flandre, je vaux donc plus que le Sauveur. Voilà ma consolation, ma chère sœur, et, de plus, il faut mon consentement pour ce marché-là, que je ne suis d'humeur de leur accorder qu'à l'imitation du 6 de mai.

Je vous demande mille excuses si je ne vous en dis pas davantage, j'ai terriblement d'embarras sur mes épaules, et il faut que notre<122> besogne se fasse promptement. Je vous embrasse de tout mon cœur, vous priant de me croire avec la plus vive tendresse, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9038. AU CONSEILLER PRIVÉ VON DER HELLEN A LA HAYE.

Camp de Prague, 3 juin 1757.

J'ai reçu votre rapport du 24 de mai et ne doute pas que vous n'ayez reçu présentement par mes ministres la relation détaillée de ce qui s'est passé depuis mon entrée en Bohême et à la journée de Prague.122-1 Quant à celle que les Autrichiens en ont fait publier,122-2 le public connaît trop leur façon de faire dans de pareilles occasions, et qu'il ne leur coûte ni mensonges ni choses absolument controuvées, afin d'en imposer le public pour colorer leur échec, aussi pourrez-vous vous tenir simplement à la relation que le ministère vous a communiquée, où l'on s'est tenu à la plus simple vérité, en exposant les faits avec modération, sans exagérer la moindre chose.

Comme, après la bataille, la plupart de l'infanterie autrichienne avec une partie de leur cavalerie et presque tout ce qu'il y a de leurs généraux les plus distingués se sont enfuis avec le prince Charles et le maréchal Browne à Prague, d'où ils n'ont pas pu ressortir, je me suis occupé d'abord à les y tenir enfermés en occupant les hauteurs et les collines qui dominent la ville, que j'ai fait garnir de redoutes et de batteries. 11 m'a fallu attendre quelque temps mon artillerie pesante, mais après qu'elle me fut arrivée, nous avons bombardé la ville122-3 depuis la nuit du 29 au 30 passé, pour brûler et ruiner les magasins qu'ils y ont. On a brûlé trois à quatre de leurs principales boulangeries, la ville en a beaucoup souffert en même temps, et il y a eu de grands incendies dans les principaux quartiers de la ville, de sorte qu'on compte jusqu'à la quatrième partie des maisons consumées par le feu et beaucoup d'autres ruinées. La garnison a tenté à différentes reprises des sorties qui leur ont toujours mal réussi, et où ils ont été repoussés avec bien de la perte.

Comme il ne convient pas d'assiéger en forme une place fortifiée d'une aussi grande étendue que Prague, fournie d'une garnison au delà de 40 jusqu'à 50,000 hommes, et qu'il faut se tenir à un bombardement, il faut attendre si le hasard opèrera que nous brûlerons beaucoup de leurs magasins, sans quoi, la ville étant fournie de beaucoup de vivres, nous n'en aurons pas sitôt fait qu'on s'était flatté d'abord.

Federic.

Nach dem Concept.

<123>

9039. AU SECRÉTAIRE MICHELE A LONDRES.

Camp de Prague, 3 juin 1757.

La dépêche que vous m'avez faite du 17 du mois passé,123-1 m'a été rendue. Quoique la nouvelle que vous m'avez donnée du message du Roi au Parlement pour y demander un vote de crédit, afin de le mettre plus à son aise de pousser les opérations sur le continent, m'ait fait plaisir, je suis cependant extrêmement fâché que cette malheureuse désunion123-2 continue, eu sorte que la nouvelle administration n'est pas fixée encore, nonobstant le grand tort que ces brigues et cabales font à la gloire et aux intérêts principalement du royaume, tout comme à ses alliés. Tous mes vceux sont ainsi que cette malheureuse division cesse à la fin, et qu'une bonne administration soit incessamment établie, afin que le ministère anglais pense et s'arrange sérieusement et au plus tôt mieux sur l'escadre à envoyer dans la Baltique, si souvent à moi promise,123-3 mais jusqu'ici éludée à mon grand préjudice, comme vous aurez vu par ce que mes ministres vous auront appris de la sortie des vaisseaux et des galères russiennes dans la Baltique.123-4 Enfin, vous n'oublierez rien pour presser le ministère à l'égard de l'accomplissement de leur promesse, quand il sera le temps encore de le faire avec effet et succès.

J'ai été bien aise d'apprendre que le Roi ait permis à ses ministres de produire au Parlement les propositions insultantes de neutralité qu'on lui a faites pour l'électorat d'Hanovre.123-5 Vous devez savoir que les cours de Vienne et de Versailles n'ont pas encore tout-à-fait perdu le dessein de séparer moi d'avec l'Angleterre, et je veux bien vous dire pour votre direction que le sieur de Folard a glissé dans un entretien qu'il a eu avec ma sœur de Baireuth,123-6 comme quoi l'intention de la France n'était nullement de m'accabler par la guerre, qu'elle ne souhaitait que de voir la paix rétablie,123-7 et que je n'avais qu'à faire des propositions à ce sujet. Sur quoi, la Margrave lui a déclaré nettement que, comme elle connaissait ma façon de penser là-dessus, elle se garderait bien de me faire ouverture de ses propos, et que ce serait au grand jamais que je ferais des propositions, et qu'on ne dût jamais s'attendre que je me séparerais de mes alliés. On en voit assez clairement combien l'on sent encore de l'envie de me séparer de l'Angleterre ou pour inspirer au moins des soupçons et de la méfiance entre nous; mais toutes fois que l'occasion s'offrira que vous en saurez parler aux ministres anglais, vous leur donnerez les assurances les plus fortes<124> que je ne me séparerais jamais des intérêts de l'Angleterre, que j'agirais toujours sincèrement et de bonne foi avec eux, et que, dans le cas même que le grand orgueil des deux cours dût leur permettre de me faire quelque ouverture ou propositions de paix, je les communiquerais incessamment à eux, sans en entendre parler autrement, tout comme je me tenais pour assuré qu'ils agiraient de leur part réciproquement.

Pour ce qui regarde mes affaires ici, nous avons bombardé la ville de Prague124-1 etc.

Federic.

Nach dem Concept.


9040. AN DEN ETATSMINISTER EDLER VON PLOTHO IN REGENSBURG.

Lager vor Prag, 3. Juni 1757.

Mein lieber Geheimer Etatsminister Freiherr von Plotho. Eure vom 20. und 23. an Mich immediate erlassene Berichte habe Ich hier wohl erhalten, von welchen und deren Inhalt Ich dann recht wohl zufrieden gewesen bin. Was aber die von Euch erwähnte höchst secrete Nachrichten anbetrifft,124-2 da könnet Ihr solche sonder alles Bedenken der Feder in einem Immediatschreiben an Mich anvertrauen, daferne Ihr nur die Précaution nehmet, alles zuvorderst sehr wohl zu chiffriren und demnächst solche Eure Dépêche unter der Euch schon bekannten Adresse und durch den bewussten Canal gehen zu lassen. Des Secrets halber bei Mir sollet Ihr nicht einen Augenblick besorget sein.

Was die von dem Churfürsten von Baiern offerirte Neutralität anbetrifft,124-3 da erwarte Ich nur dessen versprochene nähere Declaration, und dass es so weit ist, dass die Sache zu einem Tractat kommen kann; alsdenn Ich Euch gewiss und ganz gerne dahin schicken werde.124-4 Ich habe nur noch die Besorgniss, dass der Chevalier Folard Himmel und Erde werde bewegen, die Sache rückgängig zu machen, der, wie Ich vernehme, von Baireuth124-5 in aller Eil nach München abgereiset ist.

<125>

Die von denen Oesterreichern dort ausgesprengete ridicule Zeitungen von einem den 16. dieses von Mir auf Prag gethanen Sturm und dadurch erlittenen grossen Verlust, könnet Ihr vor das, was sie seind, nämlich vor recht grobe und ohnverschämte Lügen öffentlich declariren und hautement als miserable ersonnene Inventiones dementiren; vielmehr der Wahrheit gemäss sagen, wie die darin befindliche auf 40,000 Mann stark seinde österreichische Truppen zu zwei Malen einen starken Ausfall, des Nachts und des Morgens früh, zu thun versuchet haben, da sie dann das erste Mal mit einem Verlust von 1200 Mann repoussiret worden,125-1 das letztere Mal aber auf einiges in denen Flanken erhaltene Kanonenfeuer in der grössten Confusion zurückgelaufen seind.125-2

Da Ich die Garnison in Prag seit der Nacht vom 29. Mai und noch bis dato bombardiren lassen, um deren Magazins, so sie darin haben, so viel möglich, zu ruiniren, so seind dadurch einige davon nebst deren grossen Bäckerei verbrannt worden, die Stadt hat dadurch zugleich nicht wenig gelitten, da verschiedene von denen besten Quartieren der Stadt in Feuer gerathen und ein grosses Theil von solcher in die Asche geleget worden, auch noch vieles Feuer bis dato brennet. Ich bin Euer wohlaffectionirter König

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Königl. Hausarchiv zu Berlin.


9041. AU MINISTRE D'ÉTAT COMTE DE PODEWILS A BERLIN.

Au camp de Prague, 3 juin 1757.

Mon cher Podewils. Soli et secretissime! J'ai vu ce que vous m'avez appris, par votre rapport du dernier mai, des principaux articles de quelques lettres que le baron Münchhausen vous a faites.

A tout cela je vous dirai que, quant à l'armée d'observation sous les ordres du duc de Cumberland, s'il a 50,000 hommes ensemble et qu'il ne les éparpille pas, mais les tient ensemble assemblés, il n'aura jamais à craindre quelque chose de l'armée française, qui, malgré l'ostentation d'un bien plus grand nombre, auquel elle se fait annoncer, ne passe celui de 50 ou 52,000 hommes. Le seul cas que je crains, est que le susdit prince ne tienne ses troupes éparses, et que les Français, voulant profiter de cette position, n'assemblent quelque corps assez fort, pour tomber à l'improviste sur quelque corps du Prince plus faible,125-3 et qui ne saurait être soutenu assez à temps par les autres troupes trop éparses. Hormis ce cas, et si le Duc tient ses troupes assemblées et qu'il choisit quelque bon poste, je n'appréhende aucun effort des Français sur lui.

Quant à ma situation ici, vous devez savoir qu'il y a à Prague 40 jusqu'à 50,000 hommes, que je ne saurais quitter de vue. Si je veux détacher ici, il faut que je m'affaiblisse partout, ce qui mettrait l'ennemi à son aise de pouvoir pénétrer de tous côtés où il voudrait,<126> Il est vrai que les Autrichiens ont fait une perte très considérable par la dernière bataille, et qu'une grande partie de leurs troupes en est délabrée; mais, indépendamment de cela, il leur reste encore tant de troupes en Bohême que, pour ne pas perdre les avantages que j'ai eus, il faut indispensablement que je les tienne en respect et serrées, pour n'oser pas remuer. Sans cela, ils seraient capables de pénétrer dans la Saxe et de mettre par là en bredouille toutes mes affaires. Si donc je me vois nécessité de détacher présentement, ce ne sera qu'au seul cas que les Français feront marcher des troupes sur l'Eichsfeld ou par le Bamberg, afin de pénétrer par Eger ou en Bohême ou en Saxe, et alors je ne saurais plus m'en dispenser. Vous devez savoir d'ailleurs que le corps de troupes ennemies enfermé dans Prague est fourni de vivres pour deux mois encore, mais manquant de fourrages, tous leurs chevaux crèveront entre ci et quinze jours. Enfin, pour ne vous rien dissimuler, il faut que vous vous attendiez à quelque autre dénoûment ici en Bohême. Car ou le maréchal Leopold Daun viendra avec son corps d'armée pour tenter de secourir Prague, ou ceux qui y sont enfermés, voudront attendre le secours des troupes auxiliaires de l'Empire, ou peut-être même des Français. Si je reste ici en force, je serai en état de me soutenir et de m'aider contre tous; mais si je détache hors de saison, je serais faible partout, et les choses resteraient indécises. Voilà mes raisons pourquoi j'agis de la façon que je fais.

Je vois bien que cela traînera un peu, mais il n'y a absolument pas moyen de faire autrement. Mais dès qu'il y aura eu encore un nouveau dénoûment, alors la campagne sera décidée, et je pourrai détacher à temps encore tout de suite. Si, en attendant, le duc de Cumberland prend un bon camp défensif, les Français se verront arrêtés par là dans leurs desseins et n'oseront absolument rien entreprendre sur ce Prince. Sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Tout Prague brûle, nos bombes font beaucoup de mal, mais je ne suis pas assez informé pour dire positivement à quoi tout cela mènera.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.


9042 AN DEN ETATSMINISTER GRAF PODEWILS IN BERLIN.

<127>

Podewils berichtet, Berlin 31. Mai, auf die königlichen Befehle vom 26. Mai,126-1 dass er bereits seit geraumer Zeit die preussischen Gesandten in Dänemark,

Lager bei Prag, 3. Juni 1757.

Recht sehr gut, und thun sie sehr wohl, überall herum zu schrei

Holland und England über das feindselige Gebahren des schwedischen Senats unterrichtet habe; in England habe er ohne Aufhören mit lebhaftem Nachdruck auf die endliche Absendung der oft versprochenen englischen Flotte127-1 dringen lassen.

ben; sie müssen auch darunter nur nicht ermüden und sich durch die ersten Schwierigkeiten nicht rebutiren lassen. Es ist ein besonderes Unglück, dass in Engelland jetzo so viele Cabales und Brigues seind,127-2 so ihnen selbst und hauptsächlich, demnächst aber auch uns viel Schaden thut, sowie ihren übrigen Alliirten. Die Schweden, glaube ich, werden, so lange wir glücklich sein, nichts entrepreniren; sollte aber der Due de Cumberland einen Echec haben oder es hier übel gehen, ja dann glaube Ich, dass uns mehrere zufallen werden.

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs.


9043. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KOLIN.

Im Lager bei Prag, 4. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich habe Ew. Liebden Schreiben vom 3. dieses erhalten, von dessen Einhalt Ich dann durchgehends alle Zufriedenheit gehabt und Deroselben nicht anders als obligiret sein kann, dass Dieselbe Mir überall die wahre Beschaffenheit der Sachen melden.

Ich bin indess sehr versichert, dass wenn Ew. Liebden die Ungern attaquiren werden,127-3 Sie solche bald wegjagen und alsdenn gleich sehen werden, was der Feind vor Contenance halten, und was er vor Mouvements machen wird. Bleibt die feindliche Armee stehen, so beziehen Ew. Liebden Dero voriges Lager wieder; marschiret solche nach Habern, so nehmen Dieselbe das Lager von Czaslau. Gehet die feindliche Armee nach Herzmanmiestetz, so können unsere Husaren ihr vielleicht etwas an der Arrière-Garde flicken und können Ew. Liebden, Neuhof vor Sich lassend, ein sehr gutes Lager nehmen; wenigstens wird es allemal so viel sein, dass man durch dieses des Feindes Contenance gewiss wird beurtheilen können. Wenn Deroselben die Sachsen127-4 zu nahe kommen sollten, so hoffe Ich, dass diese eine gute Ohrfeige mitkriegen werden.

Von hier kann Ich Ew. Liebden nichts neues schreiben, da nichts vorgefallen, so der Mühe, noch Dero Attention werth wäre. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.

<128>

9044. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WÉLESLAWIN.

Au camp devant Prague, 4 juin 1757.

P. S.128-1

Par le plan que vous m'avez envoyé, j'ai trouvé que la redoute en question128-2 est trop aventurée, étant tout proche du poste de l'ennemi et mal soutenue par le grand éloignement des postes qui pourraient la soutenir en cas d'attaque. Si donc vous trouvez nécessaire de conserver cette redoute, il faut absolument lui donner plus de soutien plus proche, vu que, sans cela, cette redoute est mal placée, quoique j'ignore celui qui l'a fait construire.

Au surplus, les commando mêlés ne sont point d'usage auprès de mon armée;128-3 aussi veux-je qu'il ne s'en fasse plus, et vous aurez à observer que vous ne vous départirez pas dans la moindre chose de ce qui est une fois établi dans mon armée.128-4 Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


9045. AN DEN GENERALMAJOR VON KURSSELL IM LAGER VOR PRAG.

Kurssell berichtet, Kloster Sanct-Margaretha 4. Juni, auf den Vorwurf des Königs, das ganze Regiment Kurssell habe in der Schlacht bei Prag nicht Stand gehalten: „Ich habe die Gnade, Ew. Königl. Majestät allerunterthänigst zu melden, wie dass meine sämmtliche Capitaines und Subalternes sowohl bei der ersten Attaque, wo sie sich bis auf den allerletzten Mann distinguiret, wie auch bei der zweiten Canonade alles das gethan, was ehrliebende und brave Officiers zu thun schuldig sein. Was aber den Commandeur des Regiments anlanget, so werden Ihro Königl. Majestät aus beikommendem Schreiben allergnädigst geruhen zu ersehen, wie sich, sämmtliche Officiers über sein sehr schlechtes Verhalten bei mir beschweren. Meine arme Officiers bitten fussfälligst um allergnädigste Untersuchung und Justice und unterwerfen sich, wofern ihr Angeben ungegründet sein sollte, der allerrigoureusten Strafe.“

[Im Lager vor Prag, Juni 1757.]

Was beschuldigen Sie dann den Massow? Dann dass Sie alle gelaufen, habe ich mit meinen sichtbaren Augen zu meinem grossen Leidwesen gesehen.

Friderich.

Eigenhändige Weisung für die Antwort; in dorso des Berichts.

<129>

9046. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

Au camp devant Prague, 5 juin 1757.

Mon cher Maréchal. Pour vous répondre à la lettre que vous m'avez faite aujourd'hui, je vous dirai que je trouve, tout comme vous, la redoute en question trop éloignée,129-1 partout mal placée et mal construite, qui ne peut être d'aucune utilité, et qui n'est d'ailleurs point assez fermée. Mais comme ce poste est une fois occupé, et que je pense, tout comme vous dites, qu'on n'aime pas d'abandonner des ouvrages une fois faits, nous ne saurions donc l'abandonner qu'après le bombardement fini.

J'observe cependant que le côté droit de la petite redoute est ouvert, par où je crois qu'il n'y a autre chose à faire que d'y placer derrière un bataillon et de l'y faire camper, pourvu qu'il n'y soit pas exposé au feu de l'artillerie ou d'autres armes à feu de l'ennemi. En tout cas, et quand il n'y aura moyen de faire autrement, il faudra au moins que cette redoute soit mieux appuyée de l'autre côté vers les hauteurs prochaines.

Après l'entreprise passée, qui a malheureusement réussi à l'ennemi,129-2 il faut que vous soyez persuadé qu'il en tentera certainement encore une; de dire que cela se fera aujourd'hui ou demain, c'est ce que je ne saurais faire, mais je vous recommande du mieux d'y avoir attention et d'être partout sur vos gardes, afin qu'il ne nous arrive pas un pareil malheur que celui que nous avons essuyé.

Quant aux commandements mêlés,129-3 vous avez très bien fait d'ordonner qu'il n'y en ait absolument plus; cela fait une terrible différence dans les choses, et je ne permettrai jamais qu'on en fasse contre tout ce qui est en usage parmi mes troupes. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


9047. AU MARGRAVE RÉGNANT DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Camp devant Prague, 5 juin 1757.

Monsieur mon Cousin, Beau-Frère et Frère. J'ai vu, par la lettre du 2 de ce mois qu'il a plu à Votre Altesse de me faire, et le précis qui y était joint, le cas arrivé avec le lieutenant-colonel de Reitzenstein129-4 et le parti que Votre Altesse a voulu prendre là-dessus. Comme j'ai tous les égards et l'amitié possible pour Votre Altesse, je veux bien condescendre par ces considérations que Votre Altesse puisse garder ledit Reitzenstein à Plassenburg, mais en même temps je requiers Votre<130> Altesse de ne le point relâcher; c'est la seule condition que j'y attache, et j'espère que Votre Altesse y aura égard, et je m'en contenterai très volontiers. Je suis etc.

Federic.

Nach dem Concept.


9048. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

[Au camp de Prague,] 5 juin [1757].

Ma très chère Sœur. J'ai été assez heureux que de recevoir aujourd'hui deux de vos chères lettres.130-1 J'ai été fort fâché de ce qui est arrivé par rapport à Reitzenstein. Je me contenterai de ce que le Margrave le garde, uniquement par considération pour vous, ma chère sœur, et j'ordonnerai encore à Mayr de ne pas toucher votre territoire.130-2 J'envoie encore trois bataillons à Mayr qui passeront par Erfurt, ce qui retardera un peu leur marche; je ne crains rien pour lui, il se tirera bien d'affaire, peut-être même qu'il battra nos nouveaux ennemis,130-3 s'il s'y prend bien.

Notre blocus ne finira selon toutes les apparences qu'avec ce mois; nous avons ici encore bien des affaires, mais col tempo e lo sputo tutto si fa. Notre entreprise est d'une difficulté infinie, nous enfermons une armée de 40,000 hommes qu'il faut forcer; ils ont des vivres, tant que ceux-là durent, je ne puis que prendre patience. Je ne saurais user de force, sans exposer mes meilleures troupes à la boucherie : cela serait cruel et imprudent. Il faut donc attendre. Leur cavalerie crève journellement dans la ville; dans peu ils n'auront plus un cheval. Les bombes ont ruiné les trois quarts du grand côté, ils y ont perdu beaucoup de subsistances; le reste est l'affaire du temps, de la patience et de la vigilance. Je vous supplie de me croire avec la plus vive tendresse, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9049. A LA REINE DE SUÈDE A STOCKHOLM.

Au camp de Prague, 5 juin 1757.

Ma très chère Sœur. Je vous rends mille grâces de l'obligeante part que vous prenez au succès de nos troupes en Bohême; la haine, l'envie, la jalousie, la fureur de nos ennemis sont parvenues à un degré, ma très chère sœur, qu'il nous faut redoubler de force pour y résister. J'aurai encore bien de la peine et bien des embarras pour gagner la supériorité sur le nombre de ceux qui se sont déclarés contre moi; je<131> me flatte cependant qu'à la fin de la campagne nous serons plus avancés qu'à présent.

Prague est investie, nous y bombardons 40,000 Autrichiens qui s'y sont sauvés avec l'élite de leurs généraux, ils ont encore à vivre pour 4 ou 6 semaines. Cela m'arrêtera et donnera peut-être occasion à un nouvel engagement avec ce Leopold Daun, qui est à Czaslau à présent; enfin, nous aurons de la peine, mais nous ne manquons ni de résolution ni d'espérance.

Puissiez-vous jouir d'un sort tranquille jusqu'à la fin de ces troubles, pour que, si j'y survis, je sois en état de vous rendre quelque service! Voilà ce que je désire, étant avec le plus tendre attachement, ma très chère sœur, votre fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9050. AN DEN ADMINISTRATOR PRINZ DIETRICH VON ANHALT-DESSAU IN DESSAU.

[Hauptquartier im Lager bei Prag, 5. Juni 1757.] 131-1

Das dritte Bataillon Anhalt131-2 hätte sehr gelitten, und wann er vor selbiges eine Collecte machen wollte, würde es mit vielem Dank angenommen werden.

Friderich.

Eigenhändige Weisung für die Antwort; in dorso eines Schreibens des Prinzen vom 27. Mai.


9051. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN.131-3

Im Lager bei Prag, 5. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich erhalte sogleich heute Nachmittages Ew. Liebden Schreiben vom 4. dieses und zweifele gar nicht, dass Deroselben Unternehmen gegen den Feind recht gut gehen werde. Meine einzige Beisorge ist nur, dass der Obriste von Puttkammer nicht sofort wieder zu Ew. Liebden gestossen sein werde, indem es ohne Meine Ordre und sonder Meine Schuld geschehen, dass der Obriste von Seydlitz, da er zu Kaurzim angekommen ist und den Obristen von Puttkammer da vor sich gefunden,131-4 denselben disponiret hat, noch bei ihm zu bleiben. Wie Mir aber solches schlechterdinges nicht mit gewesen, so habe Ich erwähntem Obristen von Seydlitz gleich geschrieben, ihm solches verwiesen und befohlen, den von Puttkammer nicht im geringsten aufzuhalten. Ich bin aber doch noch immer sehr<132> bange, dass dieser zu späte kommen wird. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.


9052. AN DEN MAGISTRAT DER FREIEN REICHSSTADT NÜRNBERG.

Im Lager vor Prag, 5. Juni 1757.

Sr. Königl, Majestät in Preussen p. p. ist allerunterthänigst vorgetragen worden, was Ein Edler Magistrat der Freien Reichsstadt Nürnberg, vermittelst dessen Schreiben vom 31. des letztverwichenen Monats Mai, an Höchstdieselbe occasione Dero in dortiger Gegend befindlichen Obristlieutenant und Adjutanten von Mayr gelangen lassen wollen.

Da weltkündig und der ohnparteischen Welt zur Gnüge dargeleget worden, durch was vor üble Procédés und offenbare Zunöthigungen des wienerschen Hofes Se. Königl. Majestät, ohnerachtet aller Bemühungen, so Sie angewandt haben, den Frieden und die Ruhe in dem werthen Vaterlande zu erhalten, zu dem jetzigen Kriege gezwungen worden, und was vor höchst illegale und niemalen zu justificirende Proceduren Dero Feinde gebrauchet haben, um die Stände des Heiligen Römischen Reichs wider alle deren Prärogativen und Freiheiten und wider alle Reichsconstitutiones und Verfassungen in solchen das Haus Oesterreich einig allein angehenden und von solchem allein verursachten Krieg mit einzuflechten, so fehlet es wohl sehr weit an dem, dass gedachter Magistrat, wie er in seinem Schreiben anführen wollen, durch Beobachtung einer exacten Neutralität währendem diesen das Reich in nichts concernirenden Krieg seinen Huldigungs- und Lehnspflichten entgegen handeln würde. Mit des Kaisers Majestät als Kaiser haben Se. Königl. Majestät nichts zu demeliren; niemalen aber ist es bisher, gottlob, dahin gekommen, dass das Teutsche Reich in einer solchen Dépendance des wienerschen Hofes gestanden, dass solches und dessen Stände den despotischen Willen des wienerschen Ministerii als Reichsgesetze erkennen und annehmen; die göttliche Providence wird auch hoffentlich nicht zulassen, dass erwähntes Ministerium in solchen seinen, obschon von vielen Zeiten her geführten Absichten jemalen reussiren werde. Jeder redlich und patriotisch gesinnter Reichsstand wird es vermöge der dem Reiche und sich selbst schuldigen Pflicht detestiren müssen, wenn es als eine gegen die Huldigungs- und Lehnspflicht anlaufende Sache angesehen werden wollte, daferne solcher sich aus denen dem Reiche gar nichts interessirenden noch angehenden Privatquerelles des wienerschen Hofes heraushalten und darunter eine exacte Neutralität beobachten wolle. Die Reichsverfassungen nebst der von des Kaisers Majestät heilig beschworenen Wahl-Capitulation determiniren die Schranken zwischen dem Haupte und denen Gliedern des Reichs; will ein Oberhaupt solchen<133> zuwider das Reich in fremden Krieg einflechten, so kann keine Autorität, noch weniger aber die denen Absichten des wienerschen Hofes gemäss gefasste höchst illegale und mit ohnerlaubten Drohungen abgefasste Reichshofrathsschlüsse das Reich und dessen Stände dazu obligiren, es wäre dann, dass die ganze Reichsverfassung in ihren völligen Umsturz gesetzet und ein völliger Despotismus des Hofes zu Wien auch über die respectablesten Stände eingeführet werden sollte, wozu kein redlich patriotisch gesinnter Stand die Hand bieten wird; wohl aber geben die gegen Se. Königl. Majestät bisher geschehene höchst illegale und unerhörte Procedes Deroselben die in allen Natur- und Völkerrechten gegründete Befugniss, dass Sie die gegen Dieselbe geschmiedete Complots nach aller Möglichkeit zu dissipiren und diejenigen, welche intentioniret seind, Ihro durch ohnrechtmässigen Beistand ungerechter Waffen Uebles zu thun, zu präveniren [suchen.]

Dieses [seind]133-1 die Motive, warum obgedachter Obristlieutenant von Mayr mit denen bei sich habenden Truppen sich der Orten eingefunden und von Einem Edlen Magistrat die zu seinem eignen und des Reichs wahrem Besten abzweckende Declaration gefordert hat. Wollte auch Ein Edler Magistrat nur erwähnte Truppen als zu wenig ansehen, dergleichen billige Forderung zu appuyiren, so finden Se. Königl. Majestät Sich, gottlob, im Stande, wenn Sie es nöthig erachten werden, durch mehrere zu souteniren und Dero recht- und billigem Verlangen den gehörigen Nachdruck zu geben. Und da endlich gedachter Magistrat sich selbst in seinem Schreiben als einen kleinen Stand zu qualificiren beliebet, so wird er auch hoffentlich einsehen, dass er nie eine bessere und der Stadt erspriesslichere Partie ergreifen könne, als wenn er sich aus dergleichen Querelles, die ihm und der Stadt auf keine Weise angehen, heraushalten, mithin um so mehr eine exacte Neutralität observiren wird, als sonsten es gar leicht vor ihn und vor die gute Stadt Nürnberg zum Ruin und Verderb ausschlagen kann.

Was die von Einem Edlen Magistrat an Se. Königl. Majestät zu Abkaufung der Neutralität ultro offerirte 80,000 Florins anbetrifft, da müssen Höchstdieselbe erwähntem Magistrat darauf zu erkennen geben, dass wie Dieselbe allzeit sehr weit davon entfernet, gewesen, Geldes halber Krieg zu führen, und hätte ermeldeter Magistrat billig anstehen sollen, auf eine dergleichen indigne Art von Sr. Königl. Majestät zu denken. Sie wollen keinen Dero Mitständen im Reich Vexus machen, wohl aber Sich bei Dero Gerechtsame mainteniren und wider alles ohnrechtmässiges Zudringen Dero Feinde durch die Ihro von Gott verliehene Mittel schützen, auch, so viel an Deroselben ist, Dero Mitstände im Reiche bei ihren rechtmässigen Freiheiten und Prärogativen wider illegale Gewalt und Oppressiones schützen. Nach diesen Umständen müssen Sie auch nunmehro gedachtem Magistrat überlassen, ob der<134>selbe zum wahren Besten der seiner Vorsorge anvertrauten guten Stadt Nürnberg die verlangte exacte Neutralität bei jetzigem Kriege annehmen und observiren oder aber durch das Gegentheil sich exponiren wolle, in Verfolg der Zeit und vielleicht im Kurzen seinen darunter anlaufenden Entschluss sehr zu bereuen.

Friderich.

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei.


9053. AN DEN MAGISTRAT DER FREIEN REICHSSTADT NÜRNBERG.

Im Lager bei Prag, 6. Juni 1757.

P. S.134-1

Nachdem auch Se. Königl. Majestät dasjenige Schreiben vom 1. dieses so Ein Wohlgedachter Edler Magistrat an Höchstdieselbe durch den damit exprès abgeschickten Obristlieutenant von Imbof einsenden und überreichen lassen, erhalten und dessen Einhalt mit mehreren ersehen haben, so beziehen Dieselbe Sich zuvorderst auf dasjenige, so Sie Einem Edlen Magistrat bereits in Dero Schreiben134-2 geantwortet haben. Demnächst aber und da Se. Königl. Majestät allemal zum höchsten geneiget seind, ermeldetem Magistrat und der guten freien Reichsstadt Nürnberg allemal die nur möglichste Marquen von Dero gnädigsten Neigung und Propension zu geben und dieselbe ausser Verdruss zu halten, so weit es sonsten nur sonder Dero eigenem Präjudiz geschehen kann, als haben Se. Königl. Majestät Sich auf eine solche Art gegen erwähneten Obristlieutenant von Imhof mündlich expliciret, dass hoffentlich Ein Edler Magistrat davon zufrieden sein und sich gänzlich beruhigen wird.134-3 Wovon mehrgedachter Obristlieutenant hoffentlich seinen fidelen Rapport zu erstatten nicht unterlassen wird, und in Conformité dessen Se. Königl. Majestät auch Dero Obristlieutenant von Mayr134-4 instruiret haben.

Was diejenigen Personen aus der Stadt Nürnberg anlanget, so der Obristlieutenant von Mayr arretiren müssen und um deren Erlassung ermeldeter Magistrat sollicitirt, so hat es eigentlich die Bewandniss damit, dass da Ein Edler Magistrat sich vor einiger Zeit durch einen dort subsistirten österreichischen Minister induciren lassen, einen gewissen in Sr. Königl. Majestät Diensten stehenden Capitän, namens von Meyer, der sich zu Nürnberg als ein daselbst durchreisender aufgehalten, auf eine ganz widerrechtliche und wider Sr. Königl. Majestät Dignité anlaufende Weise zu arretiren und endlich sogar an gedachten österreichischen Minister zu extradiren, der solchen heimlich und des Nachts von dort weg und nach dem Oesterreichischen schleppen lassen,<135> dieses höchst unjustificirliche Procede Se. Königl. Majestät bewogen hat, ermeldetem Dero Obristlieutenant von Mayr aufzugeben, par représaille deshalb wiederum einen oder andern zur Stadt Nürnberg behörigen zu arretiren und den oder dieselben als Geisel zu halten, bis der Magistrat obangeführten Hauptmann Meyer wiederum aus dem Oesterreichischen herbeigeschaffet und auf freien Fuss gestellet haben würde. Indess, da Se. Königl. Majestät allemal Gelegenheit genug haben, an einem der gefangenen österreichischen Officiers die rechtliche Représailles exerciren zu lassen, falls wider Vermuthen der wiener Hof sich beikommen lassen wollte, etwas ungebührliches an gedachtem Capitän von Meyer, als einem in Dero Diensten stehenden Officier, zu begehen und solchen anders als einen, obschon auf unerlaubte Art bekommenen, Kriegesgefangenen zu tractiren, so haben Se. Königl. Majestät auch hierunter Einem Edlen Magistrat ein Zeichen Dero gnädigst gutem Willen geben wollen, mithin Dero Obristlieutenant von Mayr beordert, dass, sobald gedachter Magistrat diejenige Neutralitätserklärung, so Se. Königl. Majestät verlangen, schriftlich oder allenfalls mündlich sub fide publica et magistrali gegeben haben wird, er sodann die von ihm arretirte, der Stadt Nürnberg zubehörige Personen wieder ihres Arrestes relaxiren und auf freien Fuss stellen soll. Womit dann Se. Königl. Majestät mehrgedachtem Magistrat mit allergnädigstem guten Willen und Propension beigethan verbleiben.

Friderich.

Nach dem Concept.


9054. AN DEN OBRISTLIEUTENANT VON MAYR.135-1

Im Lager bei Prag, 6. Juni 1757.

Da nach Abgang Meines gestrigen Schreibens an Euch135-2 der Magistrat zu Nürnberg annoch deren Obristlieutenant von Imhof an Mich exprès mit einem besondern Schreiben abgesandt und darin Euch sein bereits bekanntes Gesuch wegen Enthebung einer verlangten Neutralitätserklärung wiederholet hat, so habe Ich darauf demselben sowohl mündlich als schriftlich declariret,135-3 wie dass derselbe weder Ursache habe, sich solcher Neutralitätserklärung zu entziehen, noch auch vernünftiger Weise zu seinem und der Stadt eignem Besten sich solcher entziehen könne. Da nun erwähnter Abgeordneter auch solches nicht in Abrede sein können und nur allein Mir die besondere Situation der Stadt wegen ihrer verschiedenen Nachbarschaften vorgestellet hat, so habe Ich Mich gegen ihn dahin expliciret, dass allenfalls Ich Mich auch mit einem mündlichen Versprechen mehrgedachten Magistrats, dass<136> derselbe währendem diesen Kriege sich in einer exacten Neutralität halten werde, contentiren wolle.

Und weil derselbe zugleich gebeten hat, dass die von Euch arretirte Nürnberger, als der Pfleger zum Heiligen Kreuz Haller von Hallerstein nebst dessen Domestiquen und der nürnbergische Hauptmann Haller von Hallerstein wiederum erlassen und auf freien Fuss gestellet werden möchten, so ist mehrgedachtem Magistrat die wahre Ursache, warum diese Leute von Euch arretiret worden, nämlich wegen unverantwortlichen Arretirens eines Meiner Officiers, des Capitäns von Meyer, und dessen darauf geschehene Extradition an einen österreichischen Minister, bekannt gemachet und derselbe bedeutet worden, dass die Arretirung obgedachter Leute von Euch par représaille geschehen sei, bis man von Seiten des Magistrats zu Nürnberg erwähnten Capitän Meyer wiederum aus dem Oesterreichischen zurückgeschaffet und auf freien Fuss gestellet haben würde. Inzwischen habe Ich gedachtem Magistrat dennoch bekannt gemachet, dass demohnerachtet, und wann er zuvorderst an Euch die verlangte Neutralitätserklärung entweder schriftlich oder aber allenfalls auch mündlich, jedoch sub fide publica et magistrali, von sich gestellet haben wird, alsdann ihm auch die vorangeführter Maassen von Euch arretirte Nürnberger wiederum losgegeben und auf freien Fuss gestellet werden sollten. Ihr habt Euch also hiernach zu achten und das nöthiee zu besorgen.

Friderich.

Nach dem Concept.


9055. AN DEN ETATSMINISTER EDLER VON PLOTHO IN REGENSBURG.

Im Lager bei Prag, 6. Juni 1757.

Mein lieber Geheimer Etatsminister Freiherr von Plotho. Ich habe Euer Schreiben vom 26. voriges erhalten. Den Graf Palm136-1 könnet Ihr die Versicherung geben, wie er sich wegen seiner Herrschaft in Böhmen beruhigen könne, da man nicht nur allen Égard vor seine Person haben werde, sondern auch niemandem hier Ueberlast geschehen würde, indem man bis dato keine Contribution vom Lande gefordert, sondern sich nur mit denen Lieferungen dessen, so zur Armee benöthiget ist, begnüget habe, Ich auch um Geldes willen nicht Krieg führe,136-2 sondern nur, Mich gegen die unrechtmässige Gewalt Meiner Feinde zu schützen und selbige zu einem sicheren und raisonnablen Frieden zu obligiren.

Dass Ihr die bewusste Correspondance etabliret,136-3 ist Mir lieb, und wünsche Ich bald Échantillons davon zu sehen. Den Vorschuss der 255 Livres, so Ihr deshalb gethan, wird Euch der Geheime Rath<137> Eichel durch den Banquier Splitgerber nach Regensburg remittiren lassen.

Uebrigens werdet Ihr Mir eine besondere Gefälligkeit bezeigen, wenn Ihr Mir oft und fleissig Nachrichten aus Wien überschreibet, die aber sicher, authentique und zuverlässig sein müssen. Ich bin Euer wohlaffectionirter König.

Friderich.

Nach der Ausfertigung im König!. Hausarchiv zu Berlin.


9056. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 6 [juin 1757].

Je vous suis fort obligé, mon cher Maréchal, de la pièce que vous m'avez envoyée.137-1 Si la ville de Prague attend le secours des Suédois, il paraît qu'elle attendra longtemps. Vous avez pris de bonnes mesures pour cette maudite flèche,137-2 et j'espère qu'à présent nous n'aurons rien à craindre pour elle.

Comme il faut nécessairement que je vous parle sur bien des choses, je vous prie de venir demain à 9 heures à Lieben,137-3 qui est sur ma droite, où je serai et vous parlerai.

Moller n'a qu'à faire vie qui dure et prolonger ses bombes à deux ou trois jours.

Leopold Daun se renforce; il faut le prévenir, mettre ensemble ce que je pourrai, l'attaquer et le poursuivre le plus loin possible. Cela fait, si le besoin le demande, je pourrai encore détacher contre les Français et en même temps serrer ces gens-ci. Voilà, je crois, le seul parti qu'il faut prendre, et par lequel je vois jour à me tirer d'affaire. Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9057. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI GANG.

Im Lager bei Prag, 6. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Es ist Mir ein wahres Vergnügen gewesen, aus Ew. Liebden Bericht vom gestrigen Dato zu ersehen, dass Deroselben die formirte Entreprise auf das vorhin bei der Johanniskapelle137-4 und sonst auf den vortheilhaften Anhöhen bei Gang gestandene Corps leichter Truppen nach Wunsch reussiret ist,137-5 und dass solche aus diesem vortheilhaften Posten glücklich und noch dazu mit einigem Verlust delogiret und weggejaget worden seind.<138> Ich felicitare Ew. Liebden deshalb und danke Deroselben zugleich vor die zu dieser Entreprise so gut gemachte, als wohl ausgeführete Dispositions, die Mir um so angenehmer seind, als Ich Mich persuadire, es werde diese abermals wohl ausgeführete Sache Ew. Liebden jetzo ein mehreres Vertrauen zu Sich Selbst zuwege bringen, als wie Dieselbe bisher vielleicht nicht gehabt haben, nachdem Dieselbe sehen, wie alle Dero Entreprisen erwünscht reussiret haben.

Es wird von Ew. Liebden nunmehro dependiren, Dero Lager zu behalten oder solches zu nehmen, wie es Dieselbe wollen und gut finden. Es ist der Orten das Batthyany'sche Gut Neudorf, wo wegen der vorliegenden Teiche ein sehr festes Lager, und da Ew. Liebden auch im Stande sein werden, durch Dero Husaren das österreichische Lager zu alarmiren. Die Art, einen defensiven Krieg zu führen, als es die Oesterreicher thun, muss die Truppen sehr intimidiren; Ich glaube auch nicht, dass der Leopold Daun dorten wird stehen bleiben, und da Ew. Liebden nunmehro näher an ihm stehen, so werden Dieselbe, und da Sie zugleich Meister von denen Anhöhen, ihn so besser können recognosciren lassen, wie er stehet.

Ich werde Ew. Liebden morgenden Bericht erwarten, um Mich zu determiniren, wie Ich die Wagens und Bagage von denen schlesischen Regimentern nebst der Augmentation hieher kommen lassen kann.138-1 Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Hier ist in vier Tagen kein Mensch aus der Stadt gekommen, so dass man nicht das geringste erfahren kann, was drein passiret; ich hoffe aber doch bald gewisse Nachricht zu kriegen von ihren Magazins, da mir das meiste daran gelegen ist.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.


9058. AU PRINCE DE PRUSSE A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague,] 7 [juin 1757].

Mon cher Frère. Je vois, par tout ce qui se passe de l'autre côté de la Moldau, qu'il y a beaucoup de négligence en tout, et par toutes les précautions qu'on néglige de prendre.138-2 Ici nous n'avons point perdu de canons, ni des magasins ne nous ont sauté. Je suis très affligé de ce que j'apprends, mais je n'en puis attribuer la faute qu'à la négligence que l'on a de ne se soucier de rien ou de ne pas prévenir par de bonnes mesures les malheurs que l'on pouvait éviter avec la vigilance. Je suis, mon cher frère, votre fidèle frère et serviteur

Federic.

<139>

Il faut d'abord faire refaire les chariots, cartouches etc. ce qui appartient au train.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9059. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER VOR PRAG.

Hauptquartier im Lager hei Prag, 7. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich lieber Vetter. Ich habe Ew. Liebden Schreiben vom heutigen Dato erhalten und dessen Einhalt wegen der eingegangenen Nachrichten, auch insonderheit wegen aller genommenen Präcautionen mit denen Schiffbrücken139-1 bei Anwachs der Beraun und derer Wasser recht gerne ersehen. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Den Brief mit der Aussage des Lucchesi'schen Deserteurs erhalte den Augenblick. Ein Deserteur ist auch hier durchgekommen, der saget, mit vier Tage Brod müssten sie nunmehro fünf Tage auskommen. Zeit und Geduld machen viele schwere Sachen möglich; nur nichts durch Unachtsamkeit verdorben!

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Der Zusatz eigenhändig.


9060. AU DUC RÉGNANT DE BRUNSWICK AU CAMP DE BRACKWEDE.

Camp de Prague, 7 juin 1757.

Monsieur mon Frère et Cousin. Je rends encore mille grâces à Votre Altesse des nouvelles que vous avez bien voulu me communiquer par votre lettre du 2 de ce mois. Il est bien constaté que nous ne manquons pas d'ennemis; mais pourvu que je puisse gagner un peu de temps encore, je me flatte que, malgré cela, je me soutiendrai contre tous.

L'on vient de m'écrire que le prince Charles de Lorraine a mandé à Vienne qu'il y avait des vivres et des provisions pour deux mois à Prague. Comme il y a déjà quelques semaines que la garnison en a tiré sa subsistance, et que d'ailleurs l'on m'assure qu'une partie de ces magasins avait été ruinée par le bombardement, il faut attendre le train que les choses prendront. Il est à présumer que nous aurons encore quelque affaire avec le corps d'armée sous les ordres du maréchal Leopold Daun, avant que d'avoir entièrement fini ici; mais en gagnant du temps, nous aurons tout gagné.139-2

<140>

Que Votre Altesse soit, du reste, persuadée des sentiments invariables d'estime et d'amitié avec lesquels je suis, Monsieur mon Frère et Cousin, de Votre Altesse le bon frère et cousin

Federic.

Nach dem Concept.


9061. AU LANDGRAVE DE HESSE-CASSEL A CASSEL.

Camp de Prague, 7 juin 1757.

Monsieur mon Cousin. J'ai eu la satisfaction de recevoir la lettre que Votre Altesse a bien voulu me faire du 2 de ce mois, et je vous remercie infiniment des nouvelles qu'il vous a plu d'y faire joindre. Selon de bons avis qui me sont revenus de tout ce qu'il y a de troupes françaises au Bas-Rhin, il n'y a effectivement que 50 à 52,000 hommes en combattants dont ils peuvent tirer du service. S'ils veulent renforcer ce nombre par de nouvelles troupes ou faire d'autres efforts, j'espère d'être à même vers ce temps-là de m'opposer en force contre une telle démarche.140-1

J'ai fait marcher, en attendant, un corps de trois mille quelques cents de mes troupes vers le pays de Bamberg;140-2 je comprends bien que ce corps ne saurait pas suffire pour s'opposer aux entreprises des Français de ce côté-là, j'espère cependant de trouver les moyens de le renforcer, dès que j'aurai achevé avec Prague. Il s'y trouve enfermé au delà de 40,000 hommes, l'on prétend qu'il y a eu des magasins pour les nourrir deux mois, dont ils ont tiré leur subsistance pendant le temps de cinq semaines qu'ils ont été enfermés là. Si l'on a accusé juste par rapport auxdits magasins, il faudra voir pour combien de temps on en pourra fournir encore. Votre Altesse pourra compter cependant que je n'abandonnerai jamais Ses intérêts, que je regarderai toujours comme les miens propres, et je La prie d'être persuadée qu'on ne saurait être avec plus de considération, d'estime et d'amitié que je suis, Monsieur mon Cousin, de Votre Altesse le bon et fidèle cousin

Federic.

Nach dem Concept.


9062. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT IM LAGER BEI INSTERBURG.

Im Lager bei Prag, 7. Juni 1757.

Es ist Mir Euer Schreiben vom 29. voriges gestern hier richtig eingeliefert worden, und danke Ich Euch vor die Communication derer darin enthaltenen Nachrichten, davon wir dann die weiteren Folgen erwarten müssen.

<141>

So viel Ich noch bis dato höre, so wird Apraxin sich eben nicht sehr übereilen, seinen Marsch zum Einfall in Preussen vorzunehmen, woferne es sonsten überall richtig ist, was Mir gemeldet werden wollen, dass nämlich die Sachen in Russland sehr embrouilliret und die differente Partieen auf das äusserste gegen einander animiret wären, dass die Kaiserin, ohne sich krank zu declariren, schlecht und es gewiss sei, dass ihre Gesundheit gänzlich delabriret wäre;141-1 der Grossherzog habe wenig Freunde, und wenn die Kaiserin in denen jetzigen Umständen zu sterben kommen sollte, so wäre nicht zu zweifeln, dass die Partie von Iwan etwas wagen würde.141-2 Der Zustand der Truppen sei schlecht; man habe dem Apraxin auf Andringen des wienerschen und des sächsischen Hofes eine positive Ordre über die andere geschicket, in Preussen einzubrechen;141-3 er habe darauf geantwortet, dass man solches leichter auf dem Papier befehlen als executiren könne, da es ihm noch an so vielen Sachen, als Magazins, Gewehr, Mundirung, Lafetten zu Canons und dergleichen mehr fehle; wie er dann auch, als er denen dort befindlichen beiden österreichischen Generals141-4 die russischen Truppen zeigen sollen, ihnen nur ohngefähr 3 à 4 Regimenter gewiesen habe, von denen übrigen aber nichts. Es wird sich indess zeigen, was er endlich vor eine Partie nehmen wird, da Ich dann völlig persuadiret bin, dass Ihr es an nichts fehlen lassen werdet, um grosse Attention darauf zu haben, um alsdenn Euren gefasseten Entschluss141-5 mit gutem Succès in das Werk zu setzen.

Allhier continuire Ich noch, die an 40,000 Mann starke Garnison in Prag nebst dem grossesten Theil der österreichischen Generalität einzuschliessen. Durch das bisherige Bormbardement haben wir drei Hauptbäckereien vor die Garnison nebst einigen Getreide- und Mehlmagazinen verbrannt, wobei denn die Stadt an Häusern ein vieles leiden müssen. Sollte die Mir zugekommene Nachricht gewiss und gegründet sein, dass, als der Prinz Karl mit obgedachtem grossen Theil der österreichischen Armee sich nach der Bataille in Prag geflüchtet, daselbst auf zwei Monate vorräthige Magazine gewesen wären, wovon sie nunmehro bereits vier à fünf Wochen gelebet, so dörfte Ich endlich noch meinen bisherigen Endzweck erreichen.

Friderich.

Nach dem Concept.

<142>

9063. AU CONSEILLER PRIVÉ VON DER HELLEN A LA HAYE.

Camp de Prague, 7 juin 1757.

Le rapport que vous m'avez fait du 28 de mai, m'est heureusement parvenu, et je vous sais bien du gré des nouvelles de France dont vous m'avez rendu compte,142-1 et parceque ces nouvelles sont ce qui m'intéresse le plus, vous vous appliquerez principalement et avec tout le soin imaginable pour en avoir et de ce qui se passe parmi les troupes françaises assemblées au Bas-Rhin, afin de pouvoir m'en informer le plus souvent et avec toute l'exactitude possible.

J'ai été très content de la réponse que le sieur de Collignon vous a faite; s'il exécute ce qu'il promet, j'en serai bien aise. Quand il aura fait ses affaires, il n'aura qu'à passer à Minden. Je garderai, en attendant, le silence le plus exact sur ses desseins. Mais pour qu'il soit informé du nombre d'officiers et de soldats auquel il faudra mettre son bataillon pour être égalé aux bataillons francs que j'ai déjà actuellement ici, tout comme aussi de la paie et des prêts qu'on leur donne, vous recevrez au premier ordinaire seulement sous votre adresse un état ou dénombrement d'un pareil bataillon, sans qu'on vous marquera rien au delà, pour ne point exposer le secret, et à quel usage cela doit servir, ce que vous pourrez alors communiquer audit sieur Collignon, après l'avoir traduit en français, pour qu'il sache se diriger là-dessus. Quant à l'argent pour les armes de ce bataillon, il n'a qu'à se déclarer sur la somme en argent qu'il lui faut à ce sujet; il fera bien d'observer sur ceci qu'il achète les fusils, autant qu'il sera possible, selon le calibre que nous avons. Pour l'habillement de ces troupes, on en aura soin à son arrivée à Minden.

Federic.

Nach dem Concept.


9064. AU SECRÉTAIRE MICHELL A LONDRES.

Camp de Prague, 8 juin 1757.

Le sieur de Varenne, qui vient de retour ici,142-2 m'a bien rendu la dépêche du 20 du mois passé142-3 dont vous l'aviez chargé pour moi, et par laquelle j'ai vu avec plaisir le bon succès que la demande du Roi à son Parlement pour un vote de crédit a eu,142-4 et le bon augure que vous en tirez pour que la nouvelle administration sera bientôt fixée,142-5 affaire que je souhaiterais bien de parvenir une fois à sa consistance, d'autant que vous conviendrez vous-même que, jusqu'à présent, je n'ai<143> reçu de la part de l'Angleterre que de bonnes paroles et de belles promesses, sans aucun effet.

Je ne doute pas que mes ministres ne vous aient instruit de ce qui est arrivé dans la Baltique, où la Russie a envoyé sa flotte pour bloquer mes ports en Prusse143-1 et pour agir hostilement contre mes côtes là et en Poméranie. Vous devez comprendre combien cette démarche de la part de la Russie me doit embarrasser, m'étant toujours reposé sur la promesse aussi souvent réitérée que les ministres anglais m'avaient faite de m'en garantir par l'envoi d'une escadre de quelques vaisseaux de guerre dans la Baltique;143-2 aussi suis-je entièrement persuadé que, pourvu que le ministère anglais eût fait la moindre ostentation seulement à ce sujet ou quelque déclaration énergique,143-3 la Russie n'aurait jamais osé de procéder à une telle entreprise. C'est, au reste, aux instructions que mes ministres vous ont données à ce sujet, que je vous renvoie.

Federic.

Nach dem Concept.


9065. UNTERREDUNG DES KÖNIGS MIT DEM GROSSBRITANNISCHEN MINISTER MITCHELL.

[Lager vor Prag, Mai-Juni 1757.] 143-4

Mitchell berichtet an Holdernesse, Weleslawin 8. Juni: „... His Royal Highness having been pleased to communicate the letters that have passed between him and the marshal d'Estrees,143-5 I laid them before the King of Prussia, who laughed very heartily at the insolent impertinence of the French general and approved much of the answer His Royal Highness has ordered General Spcercken to make; he said, upon that occasion, that the firmness His Majesty had shewn in rejecting the propositions of neutrality,143-6 had certainly disconcerted the French councils and might perhaps retard the operations of their army, if, by that, time was gained,143-7 it was everything could be wished for in the present conjuncture.

His Prussian Majesty is entirely convinced that nothing will be wanting on the part of His Royal Highness that may be for the advantage of the common cause, and will, so soon as it is possible, give every assistance to His Royal Highness, but I must not conceal from Your Lordship that, till the fate of Prague be decided, it really is not in his power to send any succour,143-8 nor even to make small detachments from his army without risking the whole, and in a manner giving up the advantages he has already gained . . .“

Nach der Ausfertigung im Public Record Office zu London.

<144>

9066. AU PRINCE HÉRÉDITAIRE D'ANSPACH A TRIESDORF.

Der Erbprinz von Ansbach schreibt, Triesdorf 26. Mai: „Sire. L'heureux succès des armes glorieux de Votre Majesté me fournit l'occasion favorable de L'en féliciter et de souhaiter que la Providence continue de les bénir et de La mettre en état de remettre en peu la tranquillité dans l'Empire et d'y maintenir le système établi conformément aux constitutions. Je me flatte que Votre Majesté voudra bien me continuer la haute protection qu'Elle m'a accordée du passé, et qu'Elle agréera les assurances du très profond et très respectueux attachement avec lequel j'ai l'honneur d'être etc.“

Camp devant Prague, 8 juin 1757,

Monsieur mon Neveu. J'ai vu avec un plaisir bien satisfaisant, par la lettre qu'il vous a plu me faire le 26 du mois dernier, la part obligeante que vous témoignez de prendre aux heureux succès dont le Ciel a béni jusqu'ici mes armes. Les assurances que vous avez voulu m'en donner, me confirment l'idée que je me suis toujours faite de votre manière de penser à mon égard; il serait à souhaiter que tous les États de l'Empire pensassent comme vous, mais malheureusement quelques princes de l'Empire, imbus de fausses illusions, travaillent contre leurs propres intérêts et ont été induits à des démarches inconsidérées qui ne pourront que leur nuire, et que tôt ou tard ils regretteront. Mais vos sentiments nobles et patriotiques me sont trop bien connus, pour ne pas vous mériter toute mon estime et l'amitié sincère avec laquelle je serai toujours, Monsieur mon Neveu, votre très affectionné oncle

Quand les princes de l'Empire ont le délire, il faut les rendre raisonnables. Je vous aime de tout mon cœur, et je suis fâché de ce que vous souffrez indirectement des folies que votre père144-1 ne cesse de faire, et dont sûrement il aura un cruel repentir.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.


9067. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN AFFAIREN.

Podewils und Finckenstein berichten, Berlin 4. Juni: „Le sieur Bossart, secrétaire d'ambassade de la cour de Manheim, vient de nous présenter la lettre ci-jointe en original de l'Électeur son maître pour Votre Majesté,144-2 dans laquelle ce Prince porte des plaintes amères de ce que le colonel de Mayr144-3 avait fait une invasion dans le duché de Sulzbach, qu'il y avait extorqué jusqu'à 3000 florins, et qu'il avait amené deux conseillers de régence comme otages pour une certaine déclaration à faire. L'Électeur palatin demande à ce sujet une satisfaction éclatante et la démission de ses deux conseillers.

Nous avons répondu préalablement et de bouche au sieur Bossart : qu'après la conduite véritablement hostile que l'Électeur son maître avait tenue envers Votre Majesté, en se déclarant publiquement contre Elle, en favorisant Ses ennemis au possible et en leur ouvrant même ses forteresses, pour en faire des places de guerre, d'où ils envahissaient les mêmes États que l'Électeur était obligé par des traités<145> solennels de garantir à Votre Majesté, et qu'après avoir déclaré sans détour au sieur d'Eickstedt145-1 qu'il allait donner un corps de 6,000 hommes de troupes auxiliaires à Ses ennemis, on ne pourrait pas trouver étrange, si Votre Majesté prenait les mesures nécessaires pour arrêter la mauvaise volonté d'un Prince si mal intentionné, mais qu'il ne dépendait que de Son Altesse Electorale d'en détourner l'effet, en suivant le sage exemple de l'électeur de Bavière, qui venait de se déclarer neutre.145-2

Votre Majesté voudra bien nous dire si Elle approuve cette réponse, et si Elle ordonne qu'on la donne par écrit dans le même sens à l'Electeur palatin, ou quelle autre réponse Elle veut qu'on donne à ce Prince.

Mais nous soumettons en même temps aux hautes lumières de Votre Majesté s'il serait trop de Son intérêt d'accorder sitôt la neutralité à l'Électeur palatin, puisque, par la conduite que ce Prince a tenue à Son égard, il a violé ouvertement le traité par lequel Votre Majesté a renoncé en sa faveur aux duchés de Juliers et de Bergue,145-3 et que Votre Majesté, si Elle était favorisée par le sort des armes, pourrait revendiquer à cette occasion ces deux belles provinces. Il nous semble qu'on pourrait encore amuser le tapis par une réponse vague, jusqu'à ce que le sort des armes soit encore plus décidé, à moins que l'Électeur ne retire tout de suite les 6,000 hommes qu'il a déjà fournis à la France à l'heure qu'il est, qu'il ne refuse son contingent de l'Empire, et qu'il ne déclare lui-même sa neutralité à la Diète de Ratisbonne.“

Im Lager bei Prag, 8. Juni 1757.

Dass sie ihm in so energiquen Terminis antworten, ist sehr gut; wenn er sich aber von seinen genommenen Engagements gegen Mich separiren und neutral werden will, so muss man ihm die Thore nicht sperren.

Dabei können sie ihm sagen, dass, wenn von seinen Truppen Ein Mann auch nur Einen Schritt in Meinen Landen thun würde, um feindlich zu agiren, Ich sodann den ganzen Traité als rangiret ansehen würde, jetzo aber es noch Zeit wäre, wenn er sich racommodiren wollte.

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung: des Cabinetssecretärs.


9068. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI NESCHKAREDITZ.

Im Lager bei Prag, 8. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden werden Selbst von der ohngemeinen Freude, so Ich gehabt, urtheilen, als Ich aus Dero Schreiben vom 6. dieses ersehen habe, wie Deroselben Unternehmungen gegen den Feind und überhaupt die Sachen dorten so gut einschlagen,145-4 als Ich es nur wünschen und erwarten<146> können. Ich kann nicht anders, als gewiss glauben, dass die Sachen daselbst noch besser gehen werden, wenn zumalen erstlich die nunmehro von denen schlesischen Regimentern zurückgebliebene Augmentation erst angekommen sein wird,146-1 wovon und was Ich sonsten bei dieser Gelegenheit disponiret habe, Ich Ew. Liebden durch ein besonderes Postscriptum146-2 avertire. Wenn dieses alles zusammen sein wird, so wird man müssen dem Leopold Daun zu Halse gehen und ihn über Teutsch-Brod bis nach Iglau jagen, um ihn von hier recht los zu werden. Wann Ew. Liebden der Succurs kommet, so wird Königgrätz und Pardubitz von selbst fallen oder aber die Leute risquiren müssen, alle zu Kriegesgefangenen gemachet zu werden.

Allhier hat Leopold Daun ein Corps jenseit der Sazawa nach Beneschau geschicket. Wie stark solches sei, weiss Ich noch nicht; das ist Mir nur davon bekannt, dass die Arrièregarde von 200 Pferden sowohl Cuirassiers, Dragoner als Husaren gewesen, so die Nacht vom 7. dieses jenseit der Sazawa gewesen und gestern früh ihren Weg ebenfalls nach Beneschau genommen. Ich habe deshalb den Obristen von Seydlitz,146-3 den Ich noch verstärken werde, nach Pischely geschicket, um erwähntes feindliche Corps zu observiren. Ew. Liebden werden inzwischen Dero Ortes auch nach der Sazawa hin patrouilliren, auch überhaupt auf alle Mouvements des Feindes der Orten, und wenn er etwas vorhaben sollte, genau Acht haben lassen, damit Ich solches in Zeiten gewiss wissen könne. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Wann nun nur eine Demonstration gemacht wird, als wann Sie nach Goltsch-Jenikau marschiren wollten, als expl. die Wagens aufpacken zu lassen und die Husaren vorrücken, so gehet der Daun nach Teutsch-Brod, und wann aller Secours zusammen ist, so müssen wir den Feind über Iglau nach Mähren jagen, ihm seine Magaziner nehmen und alsdann uns wieder zurücke ziehen. Man wird auch anjetzo müssen bedacht seind, die Bäckerei aus Nimburg nach Kolin zu bringen, und wann Brandes ankömmt und ich von hier Succurs mitbringe, so muss Pardubitz und Königgrätz auch fallen; ich hoffe alsdann zu erleben, dass es denen Pragren nicht besser gehen wird als die von Struppen.146-4 Nun sehen Sie, dass ich Sie besser kenn', als Sie Sich Selber: Sie seind zu modest.146-5

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.

<147>

9069. an den generallieutenant herzog von braunschweig-bevern im lager bei neschkareditz.

Im Lager bei Prag, 8. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden Schreiben vom 7. dieses hat Meine über den glücklichen Fortgang Dero dasigen Expeditionen schon gehabte Freude noch mehr vermehret,147-1 als Ich daraus ersehen, wie die Sachen dorten so gar sehr gut gegangen; Ich bin auch fast völlig versichert, dass wenn Ew. Liebden dorten etwas gegen Czaslau werden anrücken lassen, ohne mit dem ganzen Corps zu marschiren, sodann der Nadasdy aufpacken wird, und Dieselbe vielleicht noch ein Magazin oder etwas dergleichen daselbst bekommen werden.

Was die Bäckerei zu Kolin angehet, da werden Ew. Liebden aus Meinem heute vorhin schon abgegangenen Schreiben147-2 ersehen haben, dass wir darunter just einerlei Idee gehabt, und alsdenn werden Dieselbe die Posten zu Nimburg und zu Podiebrad ganz und gar nicht mehr nöthig haben. Ich glaube gar, dass der Feind auch Pardubitz verlassen werde, allermaassen, je mehr er sich von der Elbe entfernet, je weniger er die so gar abgelegene Oerter souteniren kann. Wenn es aber der Feind noch nicht von selbst verlassen sollte, so ist es noch nicht von der Zeit, daran zu gedenken, solches zu nehmen, denn es noch zu früh ist.

Die Ammunition, so Ew. Liebden verlanget haben, ist schon insgesammt bestellet und wird morgen von hier nach Brandeis abgehen. Was Ew. Liebden Bruder angehet, so ist derselbe jetzo hier bei Mir, und der kleine Fehler,147-3 den er im Anfang seiner hiesigen Dienste aus Unwissenheit begangen, kann ihm wohl und leichtlich vergessen werden, insonderheit wenn er Ew. Liebden Exempel folgen will. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.


9070. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER VOR PRAG.

Hauptquartier im Lager bei Prag, 8. Juni 1757.147-4

Ich habe gleich alles nach der Schiffbrücke bestellet.147-5

Friderich.

<148>

Prinz Bevern hat Kuttenberg und Neuhof nebst zwei Depots,148-1 wor er einige Tage von zu leben hat. Daun ist fort nach Goltsch-Jenikau, er muss aber noch nach Mähren getrieben werden.

Friderich.

Eigenhändige Zusätze zu der Ausfertigung des Schreibens vom 8. Juni im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst.


9071. AU MINISTRE DE LA GRANDE-BRETAGNE MITCHELL A WELESLAWIN.

Camp de Prague, 8 Juin 1757.

Monsieur. Je vous sais tout le gré possible de l'empressement que vous avez eu pour me marquer les bonnes nouvelles que vous venez de recevoir de Pétersbourg, dont j'espère la continuation.148-2

En attendant, j'ai bien voulu vous faire part de celles que j'ai reçues du prince de Bevern,148-3 qui, étant marché le 5 de ce mois de Kolin pour déloger le général Nadasdy de son poste sur une hauteur auprès de. la chapelle de Saint-Jean, où, depuis la retraite du maréchal Leopold Daun, celui-ci campa avec un gros corps de tout ce qu'il y a de hussards, de croates et autres troupes légères de l'ennemi, l'a non seulement chassé de là, mais l'obligé encore d'abandonner les hauteurs de Gang et de Kuttenberg, très considérables par le terrain extrêmement difficile et coupé.

Toute cette expédition ne lui a coûté qu'un hussard tué et deux dragons avec dix hussards blessés, au lieu qu'on a sabré et blessé au delà de 150 hommes de l'ennemi et pris 73 prisonniers de guerre que le Prince nous a envoyés ici. Il s'est emparé en même temps de deux dépôts de magasins à Neuhof et à Kuttenberg, assez considérables pour en faire vivre toutes ses troupes plusieurs jours. Comme le Prince s'est campé le 6 entre Neuhof et Czaslau, il a obligé par là le maréchal Daun de quitter son camp très avantageux auprès de Czaslau, qui s'est replié vers Goltsch-Jenikau et de là à Habern, d'où apparemment il se retirera à Teutsch-Brod, afin de se rapprocher des frontières de la Moravie. Sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.148-4

Nach der Ausfertignng im British Museum zu London.

<149>

9072. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT IM LAGER BEI INSTERBURG.

Im Lager bei Prag, 8 Juni 1757.

Ich habe nicht umhin gekonnt, Euch hiermit, jedoch nur zu Eurer alleinigen Direction und unter dem Siegel des Secrets, auf dass Mein Canal sonsten nicht exponiret werde, zu benachrichtigen, wie dass Ich von sehr guter Hand erfahre, dass, nachdem das russische Ministerium zu Petersburg ohngefähr gegen die Mitte des vorigen Maimonates von dem Siege des Herzogs von Bevern über die Oesterreicher bei Reichenberg,149-1 und dass kurz darauf der Marschall Schwerin denen letzteren das grosse Magazin zu Jung-Bunzlau genommen,149-2 [Nachricht erhalten], gedachtes Ministerium sehr gegen den wienerschen Hof zu schreien angefangen, dass solcher von Parole manquirete; dabei es sich geäussert, dass, wenn dieser Hof nur auf der Defensive agiren wolle, Russland auch ein gleiches thun werde. Man füget hierzu, dass die Russen zwar angefangen (Nota: diese Nachrichten seind aus Petersburg von ohngefähr medio Mai), von Riga gegen Mitau zu marschiren, man aber dort glaube, dass die Truppen Halte machen dörften, um erst nähere und mehrere Zeitungen aus Böhmen zu haben. Indess verursachten diejenigen, so zu Petersburg täglich von unsern geschwinden Progressen in Böhmen arrivireten, bei den russischen Ministris eine grosse Consternation; niemand aber hätte sich bisher unterstanden, der Kaiserin etwas davon zu sagen.

Wie weit nun diese Nachrichten sich confirmiren und continuiren werden, solches muss die Zeit lehren; nach vorgedachten aber muss die Consternation zu Petersburg sehr vergrössert worden sein, woferne sonsten der letztere Courier,149-2 welchen der hiesige englische Gesandte nach Petersburg über Memel und Riga noch an Williams mit denen umständlichen Nachrichten von der Bataille bei Prag und der darauf erfolgeten Einsperrung des grössesten Theils von der Infanterie, sechs Regimenter Cavallerie und der mehresten Generalität von denen Oesterreichem, abgesandt, allda durchgekommen und solchenfalls alsdenn den 23. oder 24. dort eintreffen können, und wäre Ich wohl curieux, von Euch mit nächster Post zu wissen, ob gedachter englischer Courier dermalen noch über Memel und Riga passiret sei.149-3

Alles dieses wird Euch indess nicht behindern, auf alle Bewegungen derer russischen Truppen ein sehr wachsames Auge zu haben und Euren genommenen Plan zu verfolgen, bis dass wir völlig klar sehen können, was endlich der Hof zu Petersburg bei jetzigen Umständen vor einen Entschluss nehmen wird.

Friderich.

Nach dem Concept.

<150>

9073. RELATION.150-1

Aus dem Lager des Herzogs von Bevern Durchlaucht bei Neschkareditz, zwischen Kuttenberg und Neuhof, den 7. Juni 1757.

Nachdem des Generallieutenant Herzog von Bevern Durchlaucht zufolge erhaltener Ordre den 5. dieses Monats den Marsch mit Dero Corps d'armée von Kolin angetreten, um das starke Corps ungarischer Truppen, so unter dem Commando des General Nadasdy auf der grossen Anhöhe bei der Johanniskapelle stehen geblieben, von dar zu delogiren und zurückzutreiben,150-2 so haben diese so wenig ihren zuerst gehabten Posten bei der Johanniskapelle, als auch hiernächst die ungemein vortheilhaften Anhöhen bei Gang zu behaupten sich unterstanden, sondern seind vielmehr sowohl von der Höhe der Johanniskapelle, als auch von denen dreien Bergen bei Gang und zugleich aus der Stadt Kuttenberg völlig delogiret worden. Der ganze Verlust, welchen des Herzogs von Bevern Durchlaucht bei dieser Affaire gehabt, bestehet aus einem Husaren todt und 2 Dragoner und 10 Husaren blessiret. Dahergegen von dem Feinde über 150 Mann niedergehauen und blessiret, auch 73 Gefangene gemachet worden, welche des Herzogs Durchlaucht gestern nach der Grossen Armee abgeschicket haben. Unter denen Todten vom Feinde ist ein Rittmeister nebst einigen Officiers, deren Namen aber unbekannt geblieben. Die feindliche Generals, so hierbei commandiret haben, sollen gewesen sein Nadasdy, Morocz, Beck, Rudolf Palffy, Esterhazy und Hadik. Des Herzogs Durchlaucht haben bei dieser Gelegenheit zwei Depots von Fourage und Vivres, so der Feind zu Kuttenberg und Neuhof gehabt, bekommen. Durch das Lager, so Dieselbe allhier genommen, ist der Generalfeldmarschall Leopold Daun obligiret worden, sein festes und<151> sehr avantageuses Lager bei Czaslau zu verlassen und hat sich nach Goltsch-Jenikau und von dar nach Habern zurückgezogen, welches Lager er aber auch zu verlassen und sich noch weiter nach Teutsch-Brod zurückzuziehen genothiget sein wird. Der151-1 General Nadasdy ist mit seinem Corps und 4 sächsischen Regimentern Cavallerie151-2 noch hinter Czaslau stehen geblieben, von dar ihn aber zu delogiren und noch weiter zurückzujagen des Herzogs von Bevern Durchlaucht im Begriff sein. Der Obrister von Puttkammer, so mit seinem Husarenregiment heute über das Défilé bei Circwitz passiret, hat alles im Nadasdy'schen Lager in Alarm gesetzet, so dass sehr zu vermuthen ist, dass derselbe noch heute von selbst decampiren werde.

Man würde dem Feldmarschall Graf Leopold Daun bei seiner Retraite aus seinem Lager bei Czaslau nach Goltsch-Jenikau und nach Habern ohnfehlbar in die Arrière-Garde gefallen sein, daferne nicht die gar vielen Défilés und das so gar difficile Terrain an diesen Orten solches verhindert hätten. Bei der vorgedachten Affaire mit dem General Nadasdy haben sich auch 4 sächsische Regimenter Cavallerie, so aus Ungarn gekommen, jedoch bei ihnen besonders campiret haben, [befunden], die aber, nachdem einige Kanonenschüsse auf sie geschehen, sich sofort zurückgezogen.


9074. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWLN.

[Au camp de Prague] 9 [juin 1757].

Mon cher Maréchal. Le prince de Bevern a chassé les hussards et pandours de Kuttenberg et de Neuhof, où il a pris deux dépôts de vivres qui mèneront son corps à s ou 6 jours de subsistance.151-3 Daun s'est retiré à Goltsch-Jenikau, et je ne doute pas qu'il ne continue sa route vers la Moravie, pour peu qu'on le presse.

J'envoie demain matin un détachement de presque tous mes hussards, 3 bataillons d'infanterie et 1,000 chevaux à la Sazawa, pour s'opposer à un corps qui se forme à Beneschau, et qui est destiné à protéger la sortie de la cavalerie de Prague, qui tient fort à cœur aux assiégés.151-4 Je suis persuadé que nous leur ferons manquer leur dessein, et dès que mes renforts seront arrivés, je compte d'expulser ce Leopold Daun de la Bohême, de nettoyer les frontières de la Silésie et de me mettre ensuite en état de revenir sur Prague et de détacher où le besoin le demandera.

J'approuve fort ce que vous me mandez touchant les batteries. Les déserteurs qui sont arrivés ici, tiennent un langage conforme aux vôtres. Je suis fort trompé, si entre ci et quatre semaines Prague et sa garnison n'est pas à nous. Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse.

Federic.

<152>

Vous aurez incessamment 2 bataillons de Friederich, celui de Rohr ne peut arriver qu'en huit jours.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9075. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER VOR PRAG.

Lager bei Prag, 9. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich lieber Vetter. Ich danke Ew. Liebden vor die Communication derer in Dero Schreiben vom heutigen Dato enthaltenen Nachrichten und gebe sonsten darauf in Antwort, dass, da das Wasser in der Moldau wieder im Fallen ist,152-1 es nun nicht nöthig sein wird, die Brücke einzunehmen,152-2 wenn nur sonsten doch alle gute Précautions zu nehmen nicht unterlassen wird.

Was die von Ew. Liebden gemeldete Partieen jenseit der Moldau angehet, da habe Ich schon Nachrichten gehabt, dass jenseit der Moldau ein Gros von feindlichen leichten Truppen stehen, welches dann der Orten hin, wie Ew. Liebden melden,152-3 detachiret; daher Ich den Generallieutenant von Treskow geschicket habe,152-4 der es in ein paar Tagen attaquiren und wegjagen wird. Wenn alsdenn Sie Ihrerseits gleichfalls auf dieser Seite ein starkes Detachement hinschicken, um alles zu verschüchtern, so wird es alsdenn mit denen Leuten wohl ein Ende haben. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst.


9076. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI NESCHKAREDITZ.

Im Lager bei Prag, 9. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich danke Ew. Liebden gar sehr vor die gute Nachrichten, so Dieselbe Mir in Dero Schreiben vom 8. dieses communiciret haben,152-5 und gebe Deroselben zugleich in Antwort, dass, wenn noch 10 Bataillons und 10 Escadrons zu Ew. Liebden Corps gestossen sein werden, alsdenn man auch die übrigen Magazine des Marschall Daun, von Teutsch-Brod und von<153> Iglau, wird nehmen müssen und können. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Wann Daun zurücke laufet, wird es mir wundern, ob er wird Pardubitz, besetzet lassen.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig,153-1


9077. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague] 9 [juin 1757].

J'ai reçu des nouvelles ultérieures du prince Bevern,153-2 mon cher Maréchal, qui marquent que Daun s'est retiré à Teutsch-Brod, que nous avons trouvé pour 12 jours de pain et pour 8 de fourrages dans les magasins que l'on a pris à l'ennemi. Aujourd'hui le prince Bevern se campe à Czaslau,153-3 nos secours de Silésie153-4 sont en pleine marche, moyennant quoi il n'y a aucun doute qu'après l'accomplissement des arrangements que nous avons pris, ou qu'on ne batte ce Leopold Daun ou qu'il ne perde ses deux magasins de Teutsch-Brod et d'Iglau, après quoi je le défie de secourir Prague.

Les détachemements de l'ennemi qui se sont montrés de l'autre côté de la Beraun,153-5 viennent de Beneschau.153-6 J'ai détaché aujourd'hui dès la pointe du jour un gros corps pour leur donner la chasse; dans deux jours personne n'y sera plus.

Vous faites bien de ruiner vos batteries et de retirer votre canon;153-7 il faut que cela se fasse cependant avec toute la précaution possible, pour qu'aucun affront ne vous arrive. Vous m'enverrez, s'il vous plaît, les deux petits mortiers de 25 livres dont j'aurai besoin; il faut renvoyer le reste de la grosse artillerie à Leitmeritz, où elle doit rester jusqu'à nouvel ordre. Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9078. AU PRINCE DE PRUSSE A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague] 9 [juin 1757].

Mon cher Frère. A toutes nos batteries nous avons un double dépôt de munition pour empêcher des catastrophes pareilles à celles qui vous sont arrivées.153-8 Si l'ennemi s'avisait de jeter des bombes, vous auriez déjà essuyé une scène pareille à celle d'hier. Il faut voir tout par ses yeux et indiquer aux meilleurs officiers ce qu'ils doivent faire,<154> récapituler aux postes la manière dont on veut qu'ils doivent les défendre, et alors l'on peut être tranquille. Je suis avec bien de l'estime, mon cher frère, votre fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9079. UNTERREDUNG DES KÖNIGS MIT DEM GROSSBRITANNISCHEN MINISTER MITCHELL.

[Lager vor Prag, 9. Juni 1757.]154-1

Mitchell berichtet an Holdernesse, Weleslawin, 12. Juni (particular): „I had the honour on the 9th instant to communicate the substance of Your Lordship's letter of the 27th May to the King of Prussia, and I have the satisfaction to assure Your Lordship that he does think very seriously how he may be able to assist His Royal Highness,154-2 and to protect the Landgrave of Hesse, whose firmness and fidelity to the common cause deserves every mark of attention and gratitude.154-3

The King of Prussia has had the same information concerning the designs of the French against Emden and their project upon the navigation of the Elbe and the Weser, he has ordered his governor154-4 to defend Emden and has even spread a report that English troops are to be sent to defend it.154-5 This, he knows, cannot happen, but he desires that it may be inserted in our newspapers, and that mention may be made of the particular regiments destined for this service and the transports, convoys etc. that are to carry them. A puff of this kind properly inserted and repeated in our newspapers, he thinks, will make the French cautious of attempting the siege of Emden and may, at least, serve to gain a little time, till His Prussian Majesty can turn his face towards them . . .“

[Lager vor Prag, Juni 1757.]154-7

Mitchell übersendet mit einem Bericht, Weleslawin, 12. Juni (secret), das Schreiben des Königs vom 11. Juni.154-6

„ ... By way of commentary to the King of Prussia's letter I must acquaint Your Lordship with what passed in a conversation I had with him a very few days before. Upon my acquainting him with the news I had received from Petersburgh, by the way of Warsaw, he said briskly >I see I have nothing to expect from England, I have never asked<155> anything but a squadron to be sent to the Baltic, and have yet received no answer to my demand.“ Upon this I offered to write again; he answered cooly « It is to no purpose, they will give no answer; I know you have written about it several times. »

I answered this was owing to the unhappy state of our internal affairs.155-1 He replied « It is true, and to that is likewise owing that the English are no longer the same people, your want of union and steadiness has dissipated the natural strength of your nation, and if the same conduct is continued, England will no longer be considered of that great importance in Europe. Your marine is certainly superior to that of France, and yet, for want of spirit to exert yourselves, that of France still triumphs; it is in your power to distress France many ways, but you have acted hitherto with the cool indifference of auxiliaries and not with that ardor and spirit which would become your nation. »

Here I was very glad the conversation ended upon my asking a question about the state of the Russian fleet, which, he told, was very weak,155-2 and that he believed a bare declaration155-3 on the part of the King, that he intended to send a squadron into the Baltic, would prevent the Russians from attempting anything by sea, but that surely a very small squadron of English men-of-war in that sea would secure everything.

As I found His Prussian Majesty in this humour, I did not think it a proper time to ask for explanations, but by accident i imagine i have got a satisfactory one of what i was directed to enquire about by Your Lordship's secret letter of the 6th May.155-4 At the end of this conversation, I took the liberty to ask the King of Prussia concerning the intelligence he had from France. He told me very freely that his accounts were very imperfect, that the best he had were by a secretary or resident of the Dutch, that the letters passed thro' the Princess of Orange's hands, and that he was much obliged to Her Royal Highness for it . . .“155-5

Nach den Ausfertigungen im Public Record Office zu London.


9080. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague] 10 juin 1757.

J'ai reçu, mon cher Maréchal, la lettre que vous m'avez faite sur celle que je vous renvoie ci-close,155-6 et je suis de votre sentiment qu'il ne convient pas d'entrer trop loin dans une telle correspondance qui ne<156> comprend que des envois de paquets de lettres; aussi manderez-vous à M. de Browne, quoiqu'en badinant, que des lettres que leurs ramoneurs et paysans déguisés portaient, feraient moins de détours que celles qu'ils nous envoyaient.

Au surplus, vous n'avez qu'à me faire charrier les bombes dont vous ne saurez plus que faire. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

F ederic.

Nous avons entendu tirer de votre côté; je crois que l'ennemi aura fait un fourrage où était votre batterie;156-1 du moins, si ce n'est pas cela, ce sera quelque chose de fort approchant.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.


9081. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER VOR PRAG.

Lager bei Prag, 10. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Es ist Mir recht lieb zu vernehmen gewesen, was Ew. Liebden Mir in Dero heutigem soeben erhaltenen Schreiben gemeldet haben, wie es denn auch recht gut ist, dass der Major von Kleist,156-2 nachdem er die seines Ortes herum Commandirte an sich gezogen haben wird, weiter vorrücken wird, um einen gründlichen Rapport, wie er alles in dortigen Gegenden gefunden, erstatten zu können. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.156-3

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst.


9082. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI NESCHKAREDITZ.

Im Lager bei Prag, 10. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Aus Ew. Liebden Bericht vom 9. dieses ist es Mir nicht lieb gewesen, zu ersehen, dass Dieselbe nicht weiter nach Czaslau vorgerücket sein;156-4 da die Leute in der Bredouille gewesen, so würden sie gewiss nach Teutsch-Brod und vielleicht noch weiter gejaget worden seind. Der Succurs aus Schlesien156-5 ist noch nicht gekommen, und kann auch so bald ohnmöglich da sein, indess der Feind sich noch mit allerhand Geschmeiss verstärken kann. Je weiter solcher zurückgetrieben wird, je besser ist es allemal.

<157>

Wegen des feindlichen Corps gegen der Sazawa, weshalb den Generallieutenant von Treskow commandiret habe,157-1 habe Ich noch keine Nachricht, wie stark es ist; Ich gedenke es aber in kurzer Zeit zu erfahren.

Wenn der Feind einmal in Bredouille und Confusion ist, wird er nicht suchen, Ew Liebden zu tourniren, sondern immer weiter laufen.

Was das Geld vor die Pferde anlanget, so die beiden von Ew. Liebden benannte Husarenofficiers vom Puttkammer'schen Regiment verloren, so können Dieselbe solches ohne weiteren Anstand aus denen vorgeschlagenen Geldern auszahlen lassen. Die Haubitzen werde Ew. Liebden zuschicken oder vielmehr 2 von denen kleinen Mortiers, als welche zu denen Absichten, wozu Dieselbe solche gebrauchen wollen, noch besser von Effect sein. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Wann der Feind erstlich zu laufen anfängt, so hält er nirgends Stich. Hier mit Prag gehet es nachgerade zu Ende, längstens hat die Garnison drei Wochen zu leben. Wann wir warten, so kriegt der Leopold Daun noch immer mehr Succurs, aber kriegt er anjetzo noch einen Schub, so wird es schwer halten, dass er nachgehends wieder vorkömmt, und wann keiner denen Pragern zu Hülfe kömmt, so muss es gewisse ein gutes Ende vor uns nehmen.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.


9083. AN DEN OBERST VON FINCK.

[Lager vor Prag,] 10. Juni 1757.

Mein lieber Finck. Ich habe Ihm mit dem Corps vom Prinz Bevern commandiret, um ihm wegen die Märsche und Positions behülflich zu seind, auch bei Gelegenheit zuzusprechen, damit wir den Daun auf der Seite schaffen.157-2 Ich kann die Leute nicht in meiner Nachbarschaft dulden, sowohl weilen sie dem Ausmarsch der Prager könnten behülflich seind, als auch wegen meine Convois, Fouragirungen und Lebensmittel. Also wann nur gute Gelegenheit ist, sie auf den Hals zu gehen, so muss man sie ergreifen, als wann die Leute marschireten oder sich bewegeten, was sie thun müssen, um sich der Stadt Prag zu nähern mit einem Flügel; attaquiret sie brav mit unsere schwere Kanonen, mit Kartätschen beschossen und sodann ihnen die Flanke gewonnen. Ich verlasse mir auf Seine Dexterität und gute Resolution und werde gewisse alle vergangene und zukünftige Dienste mit einem reconnaissanten Herzen belohnen.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<158>

9084. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

[Au camp de Prague,] 10 [juin 1757.]

Ma très chère Sœur. J'ai eu le bonheur de recevoir deux de vos chères lettres; la première est une recommandation du 14 mai pour un officier du Würtemberg, qui a été placé incontinent selon vos ordres. L'autre regarde la détention de Reitzenstein.158-1 Je vous ai fait faire, ma chère sœur, des propositions par Treskow,158-2 et j'attends votre réponse, avant que de rien faire dans une affaire où, s'il est possible, je voudrais vous éviter, ainsi qu'au Margrave, tout sujet de chagrin. Il y a un corps qui dans peu viendra renforcer Mayr et suffisant pour le rendre formidable à tout le cercle.

Nous poussons ici Leopold Daun, il faut encore lui prendre deux magasins158-3 — ce qui peut se faire entre ci et 15 jours —, après quoi<159> ce corps envoyé de ce côté-là retournera en partie à Prague, et d'ici partira une armée pour s'opposer à tous ceux qui se disent mes ennemis.

Selon mes dernières nouvelles, la ville de Prague ne peut tenir encore que trois semaines; nous leur avons brûlé pour six semaines de farine et de grains.

Voilà, ma chère sœur, ce qui m'embarrasse à présent. Je vous supplie de ménager votre précieuse santé et d'être persuadée de la sincère tendresse avec laquelle je suis à jamais, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9085. AU ROI DE LA GRANDE-BRETAGNE A LONDRES.

Camp de Prague, 10 Juin 1757.

Monsieur mon Frère. J'ai reçu la lettre de Votre Majesté avec la plus grande satisfaction, j'espère que M. Grant aura rendu la mienne159-1 à Votre Majesté avec le détail de l'action du 6.

Depuis ce temps nous avons étroitement enfermé les Autrichiens dans Prague, dont les débris de l'armée montent à 30,000 combattants et à 10,000 blessés et malades. En même temps qu'on les a resserrés de tous les côtés, le prince de Bevern a été détaché avec 20 bataillons et 90 escadrons, avec lesquels il a poussé le maréchal Daun, qui était à Bcehmisch-Brod, premièrement à Kolin, ensuite à Czaslau et à présent à Teutsch-Brod.159-2 J'envoie encore 10 bataillons et 20 escadrons de renfort au prince de Bevern; comme ces troupes viennent de Silésie,159-3 elles ne pourront le joindre que vers le 20. Alors ce Prince poussera les Autrichiens sur les frontières de l'Autriche et leur enlèvera les deux magasins qui leur restent encore : de Teutsch-Brod et d'Iglau.159-4 Leopold Daun n'est fort jusqu'à présent que de 33,000 hommes. Il a déjà abandonné trois magasins en se retirant,159-5 ainsi il y a apparence qu'il en fera de même pour ceux qui lui restent.

Cette expédition terminée, le prince de Bevern se rabattra sur Prague avec une partie de ses troupes, ce qui me mettra à portée de faire un détachement de 30,000 hommes en Allemagne. La garnison de Prague n'a que pour trois semaines de vivres; si nous la prenons, avant que le prince de Bevern ait achevé son expédition, ce n'en sera que mieux, et le détachement partira plus tôt. Votre Majesté peut être très persuadée que je vois avec beaucoup de chagrin mes possessions du Rhin entre les mains et à la merci des Français, et que, s'il y avait moyen, il y aurait longtemps que j'aurais tâché de les délivrer de cette oppression; mais si je prends l'armée de Prague, comme il y a toute<160> apparence, ce coup décide de la guerre et me met en état de pousser avec la plus grande vivacité mes opérations contre les Français.

L'on me mande de Prusse que l'on s'attend à tout moment à l'invasion des Russes, que leurs vaisseaux de guerre croisaient déjà devant les ports de ce royaume.160-1 Si cela devient sérieux, je serai obligé peut-être d'envoyer quelque secours au maréchal Lehwaldt qui commande là-bas, ce qui m'affaiblira d'un autre côté.

Enfin, je suis plein d'espérance, et je ne doute point que nous ne nous tirions d'affaire malgré la haine, l'animosité et l'ingratitude de nos ennemis, mais il faut perdre du temps à propos et regagner ensuite ce temps en d'autres occasions par la vigilance et l'activité. Je suis avec les sentiments de la plus haute estime, Monsieur mon Frère, de Votre Majesté le bon frère

Federic.

Nach der Ausfertigung im Königl. Staatsarchiv zu Hannover. Eigenhändig.


9086. AU MINISTRE D'ÉTAT COMTE DE PODEWILS A BERLIN.

Au Camp de Prague, 11 juin 1757.

Mon cher Podewils. Pour vous répondre à ce que vous m'avez marqué, par votre rapport du 7 de ce mois, des dernières lettres qui vous sont parvenues du baron Münchhausen, je suis bien aise que vous sachiez que Prague ne tiendra pas si longtemps que les Autrichiens prétendent ou tâchent plutôt de le faire accroire au public. Ce sera tout au plus quatre semaines encore que la garnison pourra subsister des magasins qu'il y a, et peut-être en faudra-t-il rabattre encore ce que nos bombes leur en ont brûlé, ce qui apparemment est assez considérable, vu que, selon tous nos avis, l'on a déjà commencé à diminuer les portions ordinaires qu'on donne au soldat, et que, pour tous les autres vivres, on en manque absolument, en sorte qu'on est réduit à tuer les chevaux de la cavalerie, pour en vendre la chair aux soldats.

Quant à l'armée du comte Leopold Daun, qui n'est forte jusques à présent que de 33,000 hommes à peu près, comme elle a été forcée de se retirer sur Teutsch-Brod, j'espère que nous l'obligerons à abandonner entièrement la Bohême.

Pour ce qui regarde la marche prétendue des Français par le pays de Würtemberg, vous m'en laisserez le soin, et assurément ils n'avanceront guère dans l'Empire. D'ailleurs, je voudrais bien répondre que, quelque fierté et hauteur que la cour de Vienne a affectées au dehors, elle ne voudra pas risquer d'en venir à des procédures formelles dont elle menace l'Hanovre et ses alliés. Pourvu que l'on prenne patience pour quatre semaines, j'espère que les choses auront pris alors une tournure bien plus favorable pour nous, et si le Ciel bénit nos armes, il pourra bien arriver que la présente année n'aura pas fini que la Reine-<161>Impératrice prendra son recours au roi d'Angleterre et lui donnera de bonnes paroles, pour moyenner le rétablissement de la paix.

Vous manderez à M. de Münchhausen qu'il y a 30,000 combattants dans Prague, outre 10,000 de malades et de blessés, que je croyais qu'il vaudrait bien la peine de ne pas laisser entièrement échapper ces gens-là, et que, si j'en venais à bout, toutes les autres expéditions à faire encore nous seraient aisées et faciles par le commencement de nos opérations. Lui, M. de Münchhausen, se sera aperçu que nous n'aimons pas à traîner. S'il veut bien se tranquilliser pour les moments présents, il pourra en attendant être assuré que, si nous perdons à présent du temps à propos, nous le regagnerons ensuite par l'activité que nous emploierons. Ce qu'il y aurait à désirer, c'est que les esprits en Angleterre voulussent se réunir à fixer une bonne administration,161-1 pour profiter du dégarnissement de troupes des côtes de la France sur l'Océan, afin de lui porter par là le coup de grâce. Vous remercierez, au surplus, ce ministre des avertissements donnés au sieur Burish.161-2

Au reste, je me flatte de pouvoir vous mander bientôt que nous avons réduit Leopold Daun à quitter entièrement la Bohême, et de lui avoir enlevé encore deux magasins assez considérables, et ce sera alors que je détacherai contre les Français ou la Russie, où il le faudra.

Je joins ici une lettre au roi d'Angleterre161-3 que vous adresserez au sieur de Münchhausen, en le priant de la lui vouloir faire passer par le premier courrier qu'il y dépêchera. Sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


9087. AU MINISTRE DE LA GRANDE-BRETAGNE MITCHELL A WELESLAWIN.

Camp de Prague, 11 juin 1757.

Monsieur. Je vous rends grâce de l'attention que vous avez eue de me communiquer incessamment les nouvelles que votre courrier de Russie vous a apportées,161-4 et des témoignages de zèle que vous m'avez donnés pour m'offrir à vouloir mander au plus tôt à votre cour tout ce que je voudrais vous suggérer de moyens propres et efficaces pour me secourir dans la crise présente.

Vous me permettrez de vous dire que votre cour ne saurait ignorer en quoi son secours à moi consiste, vu qu'il y a longtemps déjà que je lui ai fait mes instances

<162>

1° pour l'envoi d'une escadre dans la Baltique, afin de protéger les côtes maritimes de mes provinces contre les entreprises des Russes et pour contenir ceux-ci en respect.162-1

En second lieu de travailler auprès de la Porte Ottomane afin que celle-ci se prête au moins de faire quelque déclaration verte et énergique aux deux cours impériales pour leur en imposer.162-2

Je ne vois pas quel ménagement votre cour aura encore à garder avec celle de Pétersbourg, après que celle-ci s'est déclarée aussi ouvertement, et de la façon la plus indécente, qu'elle l'a fait, et qu'elle marque un mépris si ouvert à votre cour que même elle ne lui a pas fait communication de la note en question et de sa résolution prise,162-3 et que d'ailleurs elle vient d'arrêter les courriers anglais, ce qui marque assez clair, à ce qui me semble, qu'elle ne veut plus avoir des égards pour votre cour, et qu'elle renonce aux liaisons qu'elle a eues antérieurement avec elle. Vous vous souviendrez combien la France a autrefois relevé que la Russie arrêta ses courriers, quand la première fut dans le cas; pourquoi votre cour ne voudrait-elle pas agir conformément?

Je vous écris tout ceci en ami et par manière d'acquit, n'osant pas me flatter, par la malheureuse division qui règne encore en Angleterre,162-4 et pendant qu'il n'y a rien de fixé par rapport à une nouvelle administration du gouvernement, qu'on fera des efforts pour me secourir, ni qu'on entrera dans le plan proposé; ce qui, cependant, ne m'empêchera pas de rester toujours l'allié le plus fidèle à la Grande-Bretagne et de travailler pour nos intérêts communs, autant que mes forces le permettront. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung im British Museum zu London.


9088. AU SECRÉTAIRE MICHELL A LONDRES.

Camp de Prague, 11 juin 1757.

J'ai reçu la dépêche que vous m'avez faite du 24 de mai, laquelle, ne me marquant pas la moindre chose intéressante, m'oblige de vous renvoyer à mes dépêches antérieures et de réitérer ce que je vous ai déjà mandé, que jusqu'au moment-ci je n'ai vu de la part de l'Angleterre que des promesses et de bonnes paroles sans aucun effet.162-5 J'ai d'ailleurs observé par votre susdit rapport que même vous ne sonnez pas mot de la nouvelle administration,162-6 ce qui me fait juger qu'on est encore bien éloigné de la voir fixée, et que les divisions vont leur grand train, au grand détriment de la cause commune et même de la gloire et de l'intérêt de la nation et du gouvernement.

<163>

Comme le sieur Mitchell vient de recevoir un courrier de Russie163-1 qui lui apprend que les troupes de ce pays sont actuellement en marche, pour ne pas plus tarder d'attaquer en force et par trois corps séparés ma province de Prusse, et que d'ailleurs l'Impératrice a fait communiquer aux ministres autrichien, suédois, français et saxon,163-2 mais pas aux ministres d'Angleterre, de Danemark, ni de la Hollande,163-3 une note en termes très indécents et tout-à-fait inusités entre nations policées, par laquelle elle déclare qu'elle était fermement résolue de venger sur moi, d'une façon la plus sensible, les avantages que j'avais eus sur les Autrichiens, en bloquant mes ports de mer par ses vaisseaux, en ruinant le commerce de mon pays et en m'attaquant de toutes ses forces par terre et par mer.

Ledit sieur Mitchell va informer aujourd'hui sa cour, par un courrier qu'il dépêchera, de ces nouvelles, et lui fera part en même temps de l'affront qui a été fait à son courrier, que les Russes n'ont pas voulu laisser passer au delà de Mitau en Courlande,163-4 prétendant que le courrier devait leur remettre ses dépêches ou les envoyer par une estafette à Pétersbourg, sans y passer lui-même.

Et comme, d'ailleurs, ce ministre très bien intentionné a demandé au préalable mes ordres si je voulais lui suggérer les moyens propres et efficaces pour me secourir dans la crise présente, persuadé qu'il était que le Roi son maître et la nation britannique se montreraient dignes de ma confiance et de mon amitié, je viens lui dire que sa cour ne saurait ignorer les moyens les plus efficaces pour m'aider dans les circonstances présentes, que je lui avais proposés depuis longtemps, et dont le premier était l'envoi d'une escadre dans la Baltique,163-5 pour protéger là mes provinces contre les insultes des vaisseaux et galères russiennes et pour imposer du respect aux Russes et aux Suédois, pour ne pas oser mettre en œuvre leurs mauvais desseins. Et, en second lieu, de faire travailler auprès de la Porte Ottomane afin qu'elle fît au moins quelque déclaration énergique aux deux cours impériales par rapport à cette guerre.

J'ai bien voulu vous informer de tout ceci, afin qu'à l'arrivée du courrier du sieur Mitchell vous puissiez vous expliquer avec les ministres anglais à peu près dans le même sens, quoique je n'ose pas me flatter d'un effet réel et considérable, vu la malheureuse désunion des esprits en Angleterre et la nouvelle administration point fixée encore, au grand détriment et à la ruine totale de la cause commune.

Federic.

Nach dem Concept.

<164>

9089. AU CONSEILLER PRIVÉ VON DER HELLEN A LA HAYE.

Camp de Prague, 11 juin 1757.

Le rapport que vous m'avez fait du 31 dernier, m'a été fidèlement rendu, et je vous sais parfaitement gré de la communication in extenso de la déclaration singulière et offensante pour toutes les nations commerçantes dans la Baltique que la Russie vient de faire faire,164-1 dont en attendant le secret vous sera gardé. Je ne suis pas moins satisfait de l'attention que vous avez pour m'informer au mieux de ce qui se passe en France164-2 et là-bas, ce dont vous continuerez avec toute la diligence possible.

Quant au sieur de Yorke, vous lui direz de ma part, en lui faisant mon compliment pour tous les sentiments qu'il témoigne à mon égard, que j'avais déjà prévenu ses désirs par rapport aux ordres qu'il demande au commandant d'Emden164-3 et au président Lentz, que, cependant, je venais de réitérer encore164-4 dans les termes les plus positifs, en sorte que les vaisseaux anglais qu'on enverra à l'Ems, auront toute l'assistance possible des miens.

Continuez à me marquer ce que vous pourrez approfondir des nouvelles de la Russie.

Federic.

Nach dem Concept.


9090. AN DEN KAMMERPRÄSIDENTEN LENTZ IN AURICH.

Lager bei Prag, II. Juni 1757.

Hochgelahrter Rath und lieber Getreuer. Ich habe Euch vorhin schon bekannt gemachet,164-5 wie dass nämlich die Engelländer resolviret wären, einige Schiffe nach dem Hafen von Emden zu schicken, um solchen gegen alle Entreprisen derer Franzosen zu defendiren und zu mainteniren. Nunmehro mache Ich Euch hiermit deshalb noch weiter bekannt, dass aus denen Ursachen, die Ihr aus der abschriftlichen Anlage164-6 mit allen Umständen ersehen werdet, das englische Ministerium entschlossen ist, um alle Entreprises derer Franzosen auf Emden und der dortigen Ems zu behindern, ein Kriegesschiff nebst einer Schaluppe und noch armirten Schiffen nach der Ems zu schicken,164-7 um daselbst ihre Station zu wählen und zu verhindern, dass die Franzosen sich weder in den Hafens der Orten einnistein und zur See denen Engelländern etwa ge<165>nommene Prisen dahin aufbringen, noch sonsten von denen kleinen und platten Schiffsgefässen, so sich der Orten befinden und gebauet werden, einigen Gebrauch machen können.

Mein expresser Wille und Befehl ist demnach, dass wenn gedachte englische Krieges- und sonst erwähnte Schiffe zu Emden oder auch sonsten auf der Ems ankommen und einlaufen werden, Ihr solchen nicht nur alle Freiheit dazu gestatten, sondern solchen auch alle Protection, Hülfe und Beistand, so viel nur von Euch, auch von der Stadt Emden, der dortigen Garnison und sonst dem Lande dependiren wird, geben und willigst leisten sollet. Ich habe auch von dieser Meiner Intention den Obrist [von Kalckreith und den Major] von Treskow165-1 avertiret und Mich auf Euch bezogen, dass nämlich sie alles, was Ihr ihnen deshalb von Meinetwegen communiciren und sagen würdet, so beobachten und ausrichten sollen, als ob Ich alles gegen sie schriftlich und umständlich wiederholet hätte. Daher Ihr dann auch sonder den geringsten Zeitverlust ihnen von allem Communication thun und das behörige Concert mit ihnen deshalb nehmen müsset.

Was die platten Emser Schiffe anbetrifft, da sollet Ihr überall, wo es nöthig ist, sorgfältigst verhüten, dass nichts davon in französischen Händen gerathen müsse, wie dann auch, falls sie dergleichen im Münsterschen bauen und die Ems herunter transportiren lassen wollten, solches nicht gestatten, und solche, wann sie sich sehen lassen, verbrannt und ruiniret werden müssen. Was sich von dergleichen platten Schiffen schon an den ostfriesischen Küsten und Insuln befindet, muss entweder in völlige Sicherheit gebracht, oder wenn es wegen der hohen See angehet, nach Engelland transportiret und in Verwahrung allda gebracht, allenfalls aber und wenn gar kein anderes Mittel bleibet, gar verbrannt werden. Ich recommandire Euch alles vorstehende zur genauesten Achtung und bin übrigens Euer gnädiger König

Friderich.

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei.


9091. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT IM LAGER BEI INSTERBURG.

Im Lager bei Prag, 11. Juni 1757.

Ich habe den Einhalt Eures Berichtes vom 3. dieses ersehen. Ich approbire alle Eure Arrangements, gestehe Euch aber dabei, dass wenn Ich gekonnt, Ich gesuchet haben würde, ein paar von der Russen Magazine zu enleviren, ehe sie so weit gekommen wären;165-2 jetzo aber ist nichts anders darauf, als die Partie, so Dir genommen, den ersten den besten und der Euch zum nächsten kommet, brav abzuklopfen,165-3 alsdenn die andern wohl weglaufen und Euch aus dem Wege gehen werden.<166> Uebrigens und da nach Meinen neuesten Nachrichten166-1 Ihr nunmehro an dem Emst der Russen gar nicht mehr zweifeln müsset, so ist nichts anders drauf, als wenn es angehet, dreimal auf einen Fleck zu klopfen und mit Eurer Cavallerie das beste zu thun.166-2

Von hier kann Ich nichts weiter schreiben, als dass nach Meinen Nachrichten es noch wohl drei bis vier Wochen dauren dörfte, ehe wir die Leute in Prag so à discrétion haben werden, wie wir wollen, damit Ich alsdenn die Arme freier bekomme, um Mich rechts und links zu tourniren, wo es die Noth erfordert.

Friderich.

Nach dem Concept.


9092. AU CONSEILLER PRIVÉ DE LÉGATION COMTE DE SOLMS A STOCKHOLM.

Camp de Prague, 11 juin 1757.

J'ai reçu le rapport que vous m'avez fait du 27 de mai; au sujet duquel je vous recommande de veiller bien sur toutes les mauvaises intentions du Sénat à mon égard,166-3 et sur les moyens dont il voudra s'y prendre pour les mettre en exécution, autant qu'il dépendra de lui. Mais ce que je désire principalement de savoir de vous, c'est que vous me mandiez au plus tôt mieux quand vous croyez que, supposé que le Sénat mettait en exécution son dessein traître et irraisonnable contre moi, que, dis-je, il saurait avoir tout prêt pour faire le transport de quelque corps de troupes tant soit peu capable d'agir offensivement, et à peu près en quel temps ces troupes sauraient aborder et être débarquées à Stralsund. Ce que j'attends d'apprendre bientôt de vous.

Au reste, la lettre que je vous ai envoyée par l'ordinaire dernier à la Reine sous votre simple adresse,166-4 vous sera apparemment à présent bien arrivée.

Federic.

Nach dem Concept.


9093. AN DEN GENERALMAJOR VON BORNSTEDT IN DRESDEN.

Im Lager bei Prag, II. Juni 1757.

Ich committire und befehle Euch hierdurch, dass, wenn Ihr Euch zuvorderst bei der Königin von Polen Majestät zu einer besonderen Audienz werdet haben melden lassen, Ihr alsdenn derselben, jedoch in ganz obligeanten und geziemenden Ausdrücken, von Meinetwegen sagen sollet, dass da in denen gegenwärtigen Umständen es Mir ohnmöglich länger conveniren könne, Dero und der königlichen Famille Séjour zu Dresden continuiren zu lassen, also sie resolviren, auch es zu Dero eigenen Sicherheit und Ruhe gereichen würde, mit des Churprinzen Hoheit<167> und der ganzen königlichen Familie von dar abzureisen und über Schlesien, durch welche Route es ihr gefällig sein werde, nacher Polen und Warschau zu reisen. Es würde dabei lediglich von ihr dependiren, was vor Domestiquen und Bediente, auch was vor Sachen sie mit sich und der königlichen Familie dahin nehmen wolle, und würde Ich den deshalb erforderlichen Vorspann von Dresden aus durch Schlesien ganz gerne geben, auch sogleich die erforderliche Ordres dazu stellen,167-1 sobald Ich nur wüsste, wie viel dazu erfordert würde. Nur erforderten die Umstände nothwendig, dass der Königin Majestät geruheten, Dero und der königlichen Familie Abreisen binnen den nächsten acht Tagen ohngefähr anzutreten.

Welches Ihr dann gedachter Maassen der Königin zu proponiren und Mir darauf Euren Bericht zu erstatten habet.

Friderich.

Nach dem Concept.


9094. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

[Au camp devant Prague,] 11 juin 1757.

Mon cher Maréchal. Par ce que vous me marquez par votre rapport du 10 par rapport à la batterie que nous avons abandonnée,167-2 et dont les pandours se sont emparés, je crois qu'il y va de notre faute en ce que l'on n'a pas d'abord ruiné ce poste, avant que de le quitter, où alors on aurait évité tout l'embarras qui en a été causé. J'espère cependant d'apprendre que tout aura été redressé.

Friderich.

Nach dem Concept.


9095. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

[Au camp de Prague, 11 juin 1757.]

Mon cher Maréchal. Je veux bien consentir qu'en conséquence de votre lettre d'aujourd'hui vous abandonniez le poste en question que les Autrichiens ont occupé,167-3 et qu'on ne croit pas qu'il saurait être conservé par nous, étant trop près de la ville. Mais [vous] devez bien prendre garde qu'alors l'ennemi ne s'y niche pas, et qu'il ne vous cause ensuite bien d'autres embarras de là. C'est pourquoi vous ferez mieux que vous ruiniez ce poste, soit à coups de canon ou, ce qui vaut mieux encore, par des bombes. L'officier autrichien dont vous faites mention,167-4 est arrivé ici, je lui dis que sur sa parole d'honneur il saurait se retirer; mais comme je ne veux pas qu'il aille tout droit à l'armée, il faut qu'il prenne sa route<168> sur Tabor, de sorte que vous le ferez mener jusqu'au delà de la Beraun, d'où alors il pourra aller seul.

Federic.

Nach dem Concept.


9096. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT IM LAGER BEI INSTERBURG.

Im Lager bei Prag, 12. Juni 1757.

Ich habe Eurer Schreiben vom 6. dieses erhalten. Das beste wäre wohl gewesen, wenn man die russischen Magazins zu Kowno hätte derangiren können,168-1 ehe die Armee herangekommen wäre; weil das aber nicht geschehen, so bleibet keine andere Partie zu nehmen, als den ersten den besten, der Euch nahe kommet, auf den Hals zu gehen, zu attaquiren und wegzujagen und dann den andern.

Ich hoffe, dass wir hier bald Luft kriegen werden; wenn wir hier Luft haben, so werde Ich sehen, ob Ich nicht was von Truppen dorthin detachiren kann, die gerade durch Polen und den Leuten im Rücken gehen, um Euch wenigstens von dem Schwarm des Gesindels zu entledigen.

Friderich.

Nach dem Concept.


9097. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A WELESLAWIN.

[Au camp devant Prague, 12 juin 1757.]

Mon cher Maréchal. J'ai reçu votre lettre d'aujourd'hui. Je vous envoie le lieutenant-général de Winterfeldt, qui veut bien se charger du commandement du corps de troupes jusqu'à présent sous les ordres du prince Maurice.168-2

Il vous assistera, et surtout pour ce qui regarde les postes à prendre et à abandonner, ce qui jusqu'ici a été très mal conduit du côté où vous êtes.168-3

Federic.

Nach dem Concept; in dorso eines Berichts vom 12. Juni.


9098. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KUTTENBERG.

[Im Lager bei Prag,] 12. [Juni 1757].

Wor es möglich, so werde den 15. bei Kuttenberg mit 8 Bataillons und 16 Escadrons seind; ich bitte, dass vor das ganze Corps, inclusive was Sie bei Sich haben, auf 6 Tage Brod parat sei. Ich bin Ihr getreuer Freund

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<169>

9099. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI KUTTENBERG.

[Im Lager bei Prag,] 12. [Juni 1757].169-1

Ich glaube nicht die Hälfte von was der Spion mitgebracht hat;169-2 alleine wann es wäre, so wunderte es mir nicht, dann wer im Krieg Zeit verlieret, kann sie nicht wieder ersetzen. Wären Sie gleich wieder nach Czaslau vorgerücket,169-3 so wäre der Daun weiter zurücke gelaufen, alleine der Succurs Cavallerie hilft ihm in dem Terrain wenig, und wette ich, wann man ihm auf den Hals gehet, wird er es thun.

10 Bataillons anjetzo zusammenzukriegen, ist ohnmöglich, alleine ich werde vielleicht Selber dorten hinkommen, um dass der Sache ein Ende wird, und dass nicht mit Verzögerungen verloren wird, was mit der Bravour ist gut gemacht worden. Hier hilft nichts vor; Daun muss nach Mähren herein, er mag stark oder schwach seind, sonsten kriegen wir Prag nicht, können wir die übrigen Feinde, die ankommen, nicht resistiren, und ist die ganze Campagne, so gut auch wie sie ist angefangen worden, verloren.

Meine Meinung habe Ich Ihnen nun deutlich genung expliciret; mit dem Warten wird der Feind dreiste und verstärket sich, also hilft es nichts, dass man die Zeit verlieret. Ich bin Ihr wohlaffectionirter Freund

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9100. AU PRINCE DE PRUSSE AU CAMP DE PRAGUE.

Au Letzte Pfennig, 13. [juin 1757].

Mon cher Frère. J'ai bien reçu votre lettre. Je vais combattre ou chasser vos ennemis et les miens, vous priant de me croire avec bien de la tendresse, mon cher frère, votre fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9101. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER VOR PRAG.

Quartier Mallotitz, 14. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich lieber Vetter. Weilen es die Umstände hier nothwendig erfordern, [muss] Ich noch 6 Bataillons und 5 Escadrons von des Prinzen von Preussen Regiment Cavallerie, auch 5 Escadrons vom Szekely'schen Husarenregimente hier nothwendig haben; und zwar soll der Obriste Von Szekely und der Major von Kleist selbst mitkommen. Der Generalmajor von Hülsen nimmt sein Regiment, in dessen Stelle muss sogleich den Augenblick das Goltz'sche Regiment<170> wieder herüberrücken; ferner Ew. Liebden Regiment, in dessen Stelle alsofort das Regiment von Darmstadt herüberrücket. Denn werden Ew. Liebden sehen, ob es möglich, zwei Bataillons dazuzuflicken.

Sogleich nach Erhaltung dieser Ordre müssen diese Regimenter hieher aufbrechen, und Ich werde bei diesen Umständen sehr gerne sehen, dass Ew. Liebden selber mitkommen, die dann das Commando so lange an des Generallieutenant von Braunschweig Liebden170-1 übergeben sollen, als welchem dorten alles ohnedem bekannt ist. Es kommet hier auf wenige Tage, zugleich aber auch auf wenige Stunden an ; Ew. Liebden werden also gleich aufzubrechen haben und den Marsch gerade auf das Wirthshaus, „Zum letzten Pfennig“ genannt, nehmen; da können Sie die Leute des Mittages wegen der grossen Hitze ausruhen lassen und brechen alsdenn gleich wieder auf und marschiren hieher, damit Ew. Liebden mit den Truppen übermorgen ganz früh hier seind.

Wenn Sie auf 5 Tage Brod mitnehmen, ist es genug, und können Sie allenfalls es von den andern Regimentern lehnen.

Ich kann Ew. Liebden jetzo die Umstände hier nicht weitläuftig schreiben, sondern behalte Mir vor, wenn Sie herkommen, Ihnen solche mündlich zu sagen. En gros kommt es darauf an, dass Leopold Daun im Marsche begriffen, um Prag zu entsetzen, weshalb das dortige Corps d'armée inzwischen nichts von der Prager Garnison zu besorgen hat, und kommt alles nur auf einige wenige Tage an.

Ew. Liebden haben auch dieses Mein Schreiben, sogleich wie Sie solches gelesen und Sich den Einhalt davon bekannt gemachet, in Original an den Generalfeldmarschall von Keith zu schicken und zu communiciren, als welcher seines Ortes sich gleichfalls [darnach] 170-2 zu achten hat, da die Zeit zu sehr pressiret, dass Ich vor dieses Mal nicht an ihn selbst mit schreiben kann. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

An Marschall Reith également.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Der Zusatz eigenhändig.


9102. AN DEN ETATSMINISTER EDLER VON PLOTHO IN REGENSBURG.

Hauptquartier Mallotitz, 15. Juni 1757.

Mein lieber Geheimer Etatsminister Freiherr von Plotho. Eure Berichte vom 2., 6. und 8. dieses habe Ich zugleich erhalten. Ich danke Euch sehr, dass Ihr Mir die darin enthaltenen Nachrichten, so wie solche Euch zugekommen seind, communiciren wollen. Ihr habt nur zu observiren, dass Ihr künftig nicht nöthig habet, die Namen Eurer secreten<171> Correspondenten in Briefen, so auf die Post kommen, und in jetziger Zeit zu benennen, auf dass dieselbe vor ihren Eifer und Treue nicht par hasard exponiret werden.

Eure Offerte wegen Mir zu verschaffenden Rekruten vor die Armee ist Mir lieb und höchst angenehm gewesen. Je mehr Ihr Mir verschaffen werdet, je besser wird es sein, und je mehr werdet Ihr Euch damit bei Mir signalisiren; dann wir Gelegenheit haben, sie alle anzubringen.

Was die Anzahl der Insurgenten anbetrifft, die der Wiener Hof durch ein Aufgebot zusammenzubringen meinet, da glaube Ich, dass solche sehr outriret ist,171-1 doch kann es sein, dass der Hof sie so hoch angiebet, um seine Anhänger dadurch zu ranimiren. Es würde aber zum Besten meines Dienstes und vermuthlich von Effect sein, wenn Dir die Gelegenheit finden könnet, denen Lutheranern in Ungarn adroitement insinuiren und versichern zu lassen, dass, wie mit Gottes Hülfe es wir dahin zu bringen gedächten, dieses Jahr mit unsern Truppen nicht weit von denen ungarschen Grenzen zu kommen, wir, wenn sie sich alsdann zu uns schlagen und vor uns Parthei nehmen wollten, nicht eher Friede mit denen Oesterreichern machen wollten, als bis dass ihnen in solchem Ihre beständige Religionsfreiheit nach ihren Rechten und Privilegiis zugestanden und versichert worden wäre.

Sonsten dienet Euch zur Nachricht, wie Ich hieher gegangen bin, um den Leopold Daun zu poussiren, dass er ganz Böhmen quittiren und sich ganz in Mähren repliiren müsse;171-2 da indess Prag nach als vor bloquiret bleibet. Ich bin Euer wohlaffectionirter König

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Königl. Hausarchiv zu Berlin.


9103. A LA PRINCESSE ÉLECTORALE DE SAXE A DRESDE.

Camp de Mallotitz, 15 juin 1757.

Madame ma Cousine. La lettre que Votre Altesse a bien voulu prendre la peine de me faire, vient de m'être rendue. Je suis bien mortifié d'apprendre qu'Elle croit avoir lieu de Se plaindre du général<172> major de Bornstedt172-1 de ce qu'il ne sait pas toujours trop bien concilier ses devoirs avec les ménagements qu'il doit à Votre Altesse; sur quoi je ne ferai point d'excuses pour lui, mon intention n'ayant été jamais d'autre, sinon qu'on ne doive pas manquer aux égards qui sont dus à la famille royale. Votre Altesse conviendra, cependant, que, dans la situation présente des affaires, il ne saurait être que très difficile et presque impossible d'éviter tous malentendus et inconvénients qui sauront arriver à ce sujet, sans qu'il y a de ma faute, et qui ne sauront que donner lieu à des explications infinies. C'est aussi par ces considérations que j'ai cru être le moyen le plus propre pour éviter toutes ces discussions désagréables, de faire proposer à Sa Majesté la Reine172-2 qu'il Lui plaise d'opter préférablement le séjour de Varsovie avec Sa famille royale à celui de Dresde, pour y vivre entièrement à Son gré. Je ne puis que me flatter que cet expédient sera goûté, et que Votre Altesse le trouvera Elle-même le plus propre pour prévenir tous inconvénients et embarras.

Elle sera d'ailleurs persuadée que toutes les occasions me seront chères où je pourrai Lui prouver la plus haute estime et la considération particulière avec lesquelles je suis toujours, Madame ma Cousine, de Votre Altesse le bon cousin

Federic.

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei.


9104. AN DEN ETATSMINISTER FREIHERRN VON SCHLABRENDORFF IN BRESLAU.

Im Lager bei Mallotitz, 16. Juni 1757.

P. S.172-3

Daferne es auch gewisser Umstände halber geschehen sollte, dass Euch der Etatsminister von Borcke zu Torgau schriebe und bekannt machte, wie die Königin von Polen Majestät entschlossen sei, sich mit der zu Dresden bisher noch [seienden] königlichen Familie und Suite durch Schlesien nach Polen und Warschau zu begeben, so ist Mein Wille, dass Ihr alsdenn nicht den geringsten Anstand nehmen sollet, sofort durch Schlesien und bis an Polen die dazu erforderliche Postund Vorspann-Pferde hergeben und, auf den Tag so dazu determiniret wird worden172-4 von relais zu relais vorlegen zu lassen.

Ich befehle aber, dass inzwischen und bis der cas existiren wird, Ihr an Niemanden zu Breslau oder sonst, wor es auch sein möge, das allergeringste von dieser Sache und meiner Ordre sagen, noch einmal äussern sollet

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Archiv des Königl. Kriegsministeriums zu Berlin.

<173>

9105. AU SECRÉTAIRE MICHELL A LONDRES.

Au camp de Mallotitz, 16 juin 1757.

Je suis bien aise de vous accuser la bonne réception de la dépêche que vous m'avez faite du 27 de mai, de laquelle j'ai eu lieu d'être content par les bonnes nouvelles que vous y marquez.173-1 Je serai au comble de ma joie d'apprendre bientôt par vous celle de la nouvelle administration fixée,173-1 afin que vous sauriez presser au mieux et avec succès l'accomplissement de la promesse qu'on m'a donnée autrefois de si bonne grâce et de propre mouvement sur l'envoi d'une petite escadre de vaisseaux de guerre dans la Mer Baltique, dont je suis persuadé que la seule apparition tiendrait en respect la Russie et la Suède encore et anéantirait tout ce qu'elles ont de mauvais desseins à l'instigation de la France.

Au surplus, il est bon que vous sachiez pour votre direction que, sur des avis qui me sont revenus que la cour de Vienne avait donné des ordres au maréchal Leopold Daun de faire en sorte que, sans que je m'en aperçusse trop, il s'approchât avec son armée de la ville de Prague, afin de la secourir en marchant tout d'un coup sur moi, et d'amuser en attendant le prince de Bevern par le corps de Nadasdy, je suis d'abord allé joindre, avec quelque renfort de troupes, ce Prince, que j'ai fait marcher ici, afin de marcher tout droit au feld-maréchal Daun, pour le combattre, pour le rejeter entièrement de la Bohème en Moravie. Je me flatte de pouvoir vous donner en quelques jours de bonnes nouvelles sur nos succès, et, cette expédition heureusement finie, je crois que la ville de Prague tombera de soi-même, et qu'alors, les bras plus libres, je pourrais me détacher contre les Français. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.173-2


9106. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI NIMBURG.

Brandeis, 20. [Juni 1757].

Ich bin heute, ohngeachtet des grossen Unglücks des 18.,173-3 mit klingendem Spiel und der grössten Fiertät um 3 Uhr von Prag aufgebrochen und bin hier angekommen, ohne nichts feindliches zu finden. Bei unserem Ungelücke muss unsere gute Contenance die Sache, so viel mög-

<174>

lich, repariren, und denke ich, morgen ein Lager zu nehmen, den rechten Flügel an Lissa und den linken an Roskosch an die Teiche. Nimburg und Brandeis müssen wir mainteniren. Schicken Sie mir das Regiment Zieten, Szekely und Seydlitz hinter Brandeis. [Es] muss das von Puttkammer und Wartenberg bleiben bei Nimburg, und Werner bei der Armee. Dabei schreiben Sie mir nur gleich, welche von denen ungelücklichen Regimenter noch können ins Treffen an Ordre de bataille gebracht werden. Mein erstes Bataillon nebst denen Blessirten wollte ich gerne in Lissa haben.

Das Herz ist mir zerrissen, alleine ich bin nicht niedergeschlagen und werde bei der ersten Gelegenheit suchen, diese Schart auszuwetzen. Adieu. Grüssen Sie alle Officiers von meinetwegen.

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Eigenhändig.


9107. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI NIMBURG.

[Juni 1757.]174-1

Ich habe es mit Goltzen ausgemacht, er wird Ihnen heute Ihr Brod schicken. Bleiben Sie noch mit dem Corps stehen, bis ich die schlimme Kranken von hier weg habe. Hier kann kein recht Lager genommen werden; man muss es vielleicht zu Benatek suchen. Bei Ihnen ist kein Holz und hier kein Wasser; ich studire nun, dieses alles zusammen zu reimen. Die Cavallerieregimenter erwarte ich noch. Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Eigenhändig.


9108. AU ROI DE LA GRANDE-BRETAGNE A LONDRES.

[Camp de Nimburg,] 20 juin 1757.

Monsieur mon Frère. Pour me conformer aux désirs de Votre Majesté,174-2 j'ai cherché les moyens qui pouvaient me mettre en état de détacher174-3 vers le duc de Cumberland et vers le landgrave de Hesse. Je n'en ai pas trouvé de plus convenable que celui d'attaquer l'armée de Daun campée dans les environs de Kolin. J'y suis marché le 18; après l'avoir attaquée à 2 heures l'après-midi et lui avoir emporté deux batteries et deux villages garnis d'infanterie, nous avons été repoussés à notre gauche et obligés de nous retirer ici à Nimburg.

<175>

Les suites de cette bataille ont été que je me suis vu obligé de lever le blocus de Prague, et que, pour le commencement, cela me met hors d'état de faire des détachements. Je travaille incessamment à réparer mes pertes et à me mettre en état de réparer cet échec.

J'écris à Votre Majesté les choses dans la plus grande vérité, sans augmenter mes avantages, ni diminuer mes pertes. J'espère dans quelque temps de pouvoir Lui mander des nouvelles plus agréables, il n'y a rien de désespéré.

Après huit batailles que nous avons gagnées consécutivement, voilà la première de perdue, et cela parceque l'ennemi avait trois postes garnis les uns derrière les autres. Après en avoir emporté deux, les bataillons de l'attaque et ceux qu'on y avait envoyés pour les soutenir, avaient si fort souffert qu'ils se trouvaient réduits à rien, et que le combat finit faute de combattants. Nous avons repoussé l'ennemi deux fois à notre droite, et il n'a pas eu le cœur de nous suivre ou de nous inquiéter en aucune manière.

Je ne désespère de rien, et je puis assurer Votre Majesté qu'Elle en verra les effets. Il ne me faut que quelque temps pour remettre les troupes, après quoi j'espère de trouver des moyens pour réparer notre échec. Je suis avec la plus haute considération, Monsieur mon Frère, de Votre Majesté le bon frère

Federic.

Nach der Ausfertigung im Königl. Staatsarchiv zu Hannover. Eigenhändig.


9109. AU SECRÉTAIRE MICHELL A LONDRES.175-1

Camp de Nimburg, 20 juin 1757.

Je ne vous fais cette lettre que pour vous informer des véritables circonstances de la journée du 18 de ce mois, où nous avons souffert un échec contre l'armée autrichienne sous les ordres du maréchal Leopold Daun.

Pour me mettre en état d'agir plus librement, je suis parti le 13 de ce mois du camp de Prague avec peu de bataillons et d'escadrons pour mon escorte, afin d'aller me joindre au corps d'armée sous les ordres du prince de Bevern, qui, de son camp de Neuhof, marcha sur Kolin pour venir me rencontrer à Bœhmisch-Brod ou Kaurzim. Je restais trois jours à Mallotitz pour me renforcer avec de petits corps qui étaient sous les ordres du prince Maurice175-2 et du général Treskow,175-3 et pour faire la jonction avec le corps du prince de Bevern.

Tout cela assemblé, je suis marché le 18 au maréchal Daun, qui, en attendant, fut allé camper de Maleschau dans les environs de Kolin, après s'être renforcé de tout ce qu'il y avait eu de troupes autrichiennes<176> dans la Moravie et au delà, et fait amener toute la grosse artillerie d'Olmütz; où, après l'avoir attaqué à deux heures après-midi et lui avoir emporté deux batteries et deux villages garnis d'infanterie, nous avons été repoussés à notre gauche et obligés de nous retirer à Nimburg.

Les suites de cette bataille ont été que je me suis vu obligé de lever le blocus de Prague.

Après huit batailles que nous avons gagnées consécutivement, voilà la première de perdue, et cela parceque l'ennemi avait trois postes, sur une montagne assez élevée, garnis d'un grand nombre de canons de batterie, les uns derrière les autres. Après en avoir emporté deux, les bataillons de l'attaque et ceux qu'on y envoyait pour les soutenir, avaient si fort souffert qu'ils se trouvaient réduits à trop peu de monde pour forcer le troisième poste, et que le combat finit faute de combattants. Nous avons encore repoussé l'ennemi deux fois à notre droite, qui n'a pas trouvé bon de nous suivre après l'action, ni de nous inquiéter en aucune manière.

Je vous écris les choses dans la plus grande vérité, sans augmenter mes avantages ni diminuer mes pertes, que nous réparerons, puisqu'il n'y a rien de désespéré.

Au reste, je viens d'écrire à Sa Majesté Britannique une lettre de ma main propre, pour lui rendre compte de tout ce que dessus.176-1

Federic.

Nach dem Concept.


9110. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Camp de Nimburg, 21 [juin 1757].

Ma très chère Sœur. On m'a dit que vous m'aviez envoyé un courrier au camp de Prague. J'étais justement absent et en marche pour attaquer Daun; cela s'est fait le 18. Malgré tous nos efforts, nous avons trouvé un terrain si difficile que, pour ne point perdre l'armée, j'ai cru devoir abandonner cette entreprise.

Ceci m'a obligé de lever la bloquade de Prague et de camper ici avec une armée, et l'autre du côté de Welwarn.

Cet incident me met hors d'état de détacher à présent vers l'Empire. Vous sentez, ma chère sœur, combien cela doit me faire de la peine. Je ne suis occupé à présent qu'aux moyens de réparer ce contre-temps.

Je n'ai point reçu votre lettre, moyennant quoi je ne saurais y répondre, vous priant d'être persuadée de la vive tendresse avec laquelle je suis, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<177>

9111. AN DEN ETATSMINISTER GRAF PODEWILS IN BERLIN.

Lager bei Böhmisch-Lissa, 21. Juni 1757.

Ich zweifele fast nicht, dass das Gerüchte von dem unglücklichen Tag, welchen wir den 18. dieses Monates [gehabt], und der übel ausgeschlagenen Bataille, so an demselben Tage gegen den Marschall Graf Daun gegeben worden, dieses mein Schreiben an Ew. Excellenz nicht präveniret haben werde. Ew. Excellenz werden den Verlauf davon aus beiliegender Abschrift sowohl eines höchsteigenhändigen Schreibens an des Königs von Engelland Majestät,177-1 als auch aus der Abschrift dessen, so an den Michell und von Hellen deshalb vorerst geschrieben worden,177-2 mit mehrern zu ersehen geruhen, als worauf mich der Kürze halber beziehe und dieses alles ist, was man in so kurzer Zeit nach der Bataille hat melden können.

Aus gleicher Ursach ist es auch noch nicht möglich gewesen, unsern eigentlichen Verlust zu wissen, da man von denen Regimentern noch nicht die völlige Nachrichten deshalb haben können. Bei verschiedenen dererselben muss solcher gar gross und beträchtlich sein, weil dieselbe, da die ganze feindliche Infanterie in drei Treffen auf der Höhe eines steilen und unten gegen den Fuss des Berges mit vielen Ravins und Défilés coupirten Berges, so ausserordentlich mehrentheils mit Batteriestücken garniret gewesen, [aufgestellet], insonderheit als sie den dritten Posten emportiren sollen, durch ein grausames continuirliches Kartätschenfeuer gar sehr gelitten haben und zusammengeschossen worden seind; wozu gekommen, dass vielen von denen Cavallerieregimentern gleich anfänglich der Kopf gedrehet hat, dass solche gar nicht zu ihrem Devoir zu bringen gewesen seind, welches der feindlichen Cavallerie, die unten theils in den Gründen am Fuss des Berges, theils hinter dem Berge postiret und ausserdem an Anzahl der unsrigen sehr supérieure gewesen, Gelegenheit gegeben, verschiedene Regimenter Infanterie sehr zu molestiren.

Dahergegen unsere Husaren und einige wenige Cavallerieregimenter desto braver gethan, und erstere insonderheit alles von feindlichen Cuirassier, Dragoner p., Infanterie, worauf sie getroffen, übern Haufen geworfen und ruiniret haben, welches aber nicht alles ausrichten können, da das Gros von der Cavallerie sie nicht souteniret hat und ein fast ohnerhörtes Kanonenfeuer dazugekommen.

Ob ich gleich vor dieses Mal ein Zeuge von dieser unglücklichen Affaire sein und mich hinter dem zweiten Treffen aufhalten müssen, so bin doch nicht im Stande, Ew. Excellenz einen deutlichen und ordentlichen Rapport von der Affaire zu erstatten, da einestheils es nicht von meinem Métier ist, anderntheils ich von den vielen Tagemärschen, so seit dem 13. dieses Monates mit thun müssen, und denen mehrentheils<178> ganz schlatlosen Nächten so fatiguiret bin, dass ich Mühe habe, einige Gedanken in Connexion zu sammlen.

Des Königs Majestät seind inzwischen, aller ausgestandenen Gefahr ohnerachtet, gesund und ohne allen Schaden geblieben.

Der Feind hat indess bei dieser Affaire gleichfalls sehr stark gelitten und sowohl an Infanterie als Cavallerie sehr viel verloren, obschon die Infanterie wenig und nicht über die Hälfte des Berges heruntergekommen ist. Man hält auch dieses vor die Ursache, warum er bei der Retraite unseres Corps d'armee solches gar nicht verfolget noch inquietiret hat.

Die Bloquade von Prag hat aufgehoben werden müssen, da gestern das Corps, so diesseits der Moldau gestanden, aufgebrochen ist und sich hieherwärts und gegen Melnik genähert hat, das Corps jenseits der Moldau unter Commando des Generalfeldmarschall Keith aber ist noch stehen geblieben, um zuvorderst alle grosse Artillerie, Pontons und dergleichen in Sicherheit zu setzen, dörfte aber auch heute aufbrechen und sich gleichfalls näher hieherwärts ziehen.

Ew. Excellenz werden erlauben, dass vor dieses Mal mein ganz confuses Schreiben wegen grosser Müdigkeit abbrechen muss.“ Im weiteren ersucht Eichel den Minister noch, die Schreiben an den König von England, an Michell und Hellen178-1 schleunigst befördern zu lassen. Dann aber von Neuem auf die Schlacht zurückkommend, meldet er, dass von der Bagage der Königl. Armee nur wenig verloren gegangen sei „. . . dass also in diesem Articul wenig und fast gar kein Verlust gewesen ist, ein Beweis mit ist, wie viel der Feind gelitten haben muss. Gott gebe, dass wir das andere bald wieder ersetzen können, um diesen erlittenen Schaden auszuwetzen. Man kann nicht sagen, dass der Feind das Champ de bataille durch seine Truppen, wohl aber durch dessen nie erhörtes Kanonenfeuer, so dem zu Prage weit vorgegangen, behalten, wie er dann auch an Fahnen, Canons und dergleichen Brimborions de guerre nichts genommen, wohl aber von ersteren nach der Retraite auf dem Wahlplatz viele, davon ehrliche Leute todtgeschossen worden, und von letzteren, davon Affûts und Räder entzwei geschossen worden, gefunden haben mag.

Eichel.

Des Königs Majestät haben Sich gestern zu zwei wiederholten Malen erinnert, an der Königin Frau Mutter Majestät Selbst zu schreiben,178-2 Sie haben aber vor grosser Müdigkeit von allen extremen Fatiguen und heute wegen der ohnendlichen Arrangements, so zu machen seind, nicht dazu gelangen können, werden es aber, wo es auf der Welt mög<179>lieh, noch heute thun, da dann das Schreiben mit nächster Estafette erfolgen wird.

Nach der Ausfertigung.


9112. AN DEN ETATSMINISTER FREIHERRN VON SCHLABRENDORFF IN BRESLAU.

Quartier Lissa, 22. Juni 1757.

Mein lieber Geheimer Etatsminister von Schlabrendorff. Ich habe Euch hiedurch benachrichtigen wollen, dass, da Ich durch verschiedene Mouvements, so der Leopold Daun mit seiner unterhabenden Armee gemacht, [ersehen, dass] dessen Absicht dahin gegangen, den Entsatz von Prag zu tentiren, Ich dannhero mit einigen wenigen Bataillons und Escadrons zu dem Corps des Herzogs von Bevern gestossen bin, welcher sich der Ursach halber auf Mich zurückgezogen und in der Gegend Kaurzim zu Mir gekommen ist, da indessen der Leopold Daun mit seiner ziemlich verstärkten Armee vorwärts gegen Kolin marschiret ist, wo Ich auch denselben den 18. dieses auf denen Kolinschen Höhen postiret gefunden und darauf des Nachmittags um 2 Uhr mit dem linken Flügel attaquiret habe. Es haben auch die dazu commandirt gewesene Bataillons sowohl zwei considérable Batterien vom Feinde, als auch zwei stark mit Infanterie besetzte Dörfer weggenommen und den Feind repoussiret. Wie aber der Feind auf drei Anhöhen hinter einander stark postiret gestanden, so haben die commandirten Bataillons nebst denen, welche solche zu souteniren commandiret worden, durch das starke Kartätschenfeuer aus denen Batteriestücken, so auf der dritten Anhöhe postiret gestanden, so viel gelitten, dass Ich lieber zur Retraite resolviren, als die Regimenter noch weiter zu sehr exponiren wollen. Indessen der rechte Flügel den Feind auch zwei Mal poussiret hat, so dass dessen Verlust so stark gewesen, dass, als Ich die Regimenter zum Abmarsch beordern lassen, der Feind sich von seinem Posten nicht gerühret, noch sich unterfangen hat, die sich zurückziehende Regimenter weder zu verfolgen noch sonsten auf ihrem Marsch im geringsten zu inquieriren.

Ich habe indessen die Bloquade von Prag aufheben lassen, nachdem solche bei Meiner Abreise aus dem Lager von Prag bis dahin noch nach als vor continuiret hat, und stehet der Feldmarschall Keith mit seinem unterhabenden Corps d'armée noch zu Minkowitz, um das weitere zu observiren; sowie Ich Mich hieher gezogen habe, um dasjenige, was wir an Verlust bei der Bataille gehabt, fordersamst zu repariren und sodann Meine Mesures weiter zu nehmen.

Ihr könnet gewiss sein, dass dieses die wahren Umstände von der ganzen Sache sind, und dass also in der Hauptsache selbsten nichts verloren, als was etwa an Mannschaft in der Bataille verloren gegangen ist, welches Ich alles wieder in Ordnung zu bringen beschäftiget bin. Ihr habt Euch also an alle Bruits und Gasconnaden, so österreichischer<180> Seits darüber ausgesprenget werden möchten, gar nicht zu kehren und allen dortigen wohlintentionirten Leuten einen Muth einzusprechen und [vorzustellen], dass nach den acht Bataillen, so wir hinter einander gewonnen haben, dieses die erste und einzige, so verloren ist, wodurch also die Sachen noch gar nicht in desperate Umstände gekommen sind, sondern Ich gewiss hoffe, binnen einiger wenigen Zeit wiederum sehr gute Nachrichten von hier aus geben zu können.

Friderich.

Nach einer Abschrift in den Ministerialakten.


9113. AN DEN GENERALLIEUTENANT BARON DE LA MOTTE IN MINDEN.

[Lissa, 22. Juni 1757.]180-1

Vornehmste: Halten an der Weser, so lange sie können; aber wenn die Fr [anzosen] nach Magdeburg gehen wollen, sich hereinwerfen, ehe sie kommen.

Für die Antwort ertheilte Weisungen. Nach Notizen des Cabinetssecretärs in margine des Berichts La Motte's, d. d. Minden, 13. Juni 1757.


9114. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH.

Bœhmisch-Lissa, 22 juin 1757.

Mon cher Maréchal. Me voici campé à Bœhmisch-Lissa et le prince Maurice auprès de Nimburg, lequel cependant je rapprocherai vers ici. Je vous envoie plusieurs régiments de cavalerie, et je crois que vous soutiendrez votre position auprès de Minkowitz ou de Welwarn.180-2 Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Il faut incessamment renvoyer tous nos blessés et malades à Leitmeritz et de là sur l'Elbe à Dresde, pour avoir un embarras de moins. Daun est encore dans le même camp, et rien ne nous presse ici. Je détacherai encore dans quelques jours de l'infanterie pour vous joindre. Je n'ai point de vos nouvelles.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.


9115. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI NIMBURG.

Hauptquartier zu Lissa, 22. Juni 1757.

Durchlauchtigster Fürst, freundlich lieber Vetter. Da der österreichische Feldmarschall Graf Leopold Daun bereits vor der letzteren<181> Bataille an den Herzog von Braunschweig-Bevern geschrieben, wie er bereit sei, die Auswechselung derer Gefangenen von beiden Seiten vorzunehmen und zu reguliren, so ertheile Ew. Liebden nunmehro hierdurch zur Nachricht, wie Dieselbe obgedachtem Feldmarschall Daun nur dahin wiederum zu antworten belieben wollen, dass man hiesiger Seits ebenfalls willig sei, die Gefangenen auszuwechseln, mithin er eine exacte Liste von den Gefangenen Meiner Armee anfertigen und an Ew. Liebden einsenden möchte, da man denn hiesiger Seits eine gleichmässige Liste von denen Gefangenen der österreichischen Armee an ihn remittiren würde, um sodann die Auswechselung veranlassen und vornehmen zu können. Ew. Liebden werden dieses bestens besorgen,181-1 und Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staats-Archiv zu Zerbst.


9116. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI NIMBURG.

[Lissa,] 23. [Juni 1757.]

Es ist von der höchsten Importance, dass man erfähret, wor die österreichische Armee ist; also müssen sich die Husaren alle Mühe geben, zu erfahren, wor sie gewisse hin ist, und wor Nadasdy marschiret ist. Dieses geben Sie ihnen sehr ernsthaft auf, damit ich meine gewisse Mesuren danach nehmen kann.

Bevern, Ihr Regiment, Manteuffel, Anhalt müssen gleich in ihre Cantons Anstalten zum Completiren machen.

Ich gedenke, durch den abgeschickten Trompeter181-2 wird man was gewisses vom Feind erfahren können. Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staats-Archiv zu Zerbst. Eigenhändig.


9117. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI NIMBURG.

Hauptquartier Lissa, 23. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich lieber Vetter. Ich finde die Ordre de bataille, welche Ew. Liebden aus denen Mir in dem heutigen Schreiben gemeldeten Ursachen zu formiren genöthiget gewesen, ganz recht und approbire selbige in allen Stücken. Indessen würde Mir lieb sein, wenn Ew. Liebden jenseit der Elbe einige Bauern habhaft werden könnten, um von diesen Leuten sichere und zuverlässige Nachrichten von dem Feinde einzuziehen, oder dass Dieselben in deren Ermangelung<182> einige kleine Detachements Husaren ausschickten, um Gefangene von der feindlichen Armee einzubringen, damit man von denenselben dasjenige, so zu wissen nöthig, ausführlich erfahre und hernach die weiteren Maassregeln nehmen könne. Ew. Liebden werden dieses aufs beste zu veranstalten wissen, und Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Durch Bauren, die die Patrouillen einbringen, oder durch ein einzigen Gefangenen muss man doch gewisse Nachricht vom Feind haben

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Der Zusatz eigenhändig.


9118. AU FELD - MARÉCHAL DE REITH.182-1

[Lissa,] 23 [juin 1757].

Mon cher Maréchal. Je n'ai point reçu de nouvelles de ce qui se passe chez vous, sinon que j'apprends que le pont de Podbaba a été pris par l'ennemi. Il y a 40 escadrons en chemin pour vous joindre.182-2 Si le pont était fait, la jonction serait prochaine, sinon, il faut que toutes ces troupes passent par Leitmeritz pour vous atteindre, ce qui serait bien long. On dit, c'est d'un hussard que je l'ai appris, que votre arrière-garde avait été entamée. Sans pont je ne puis vous porter aucun secours, ce qui me met dans un cruel embarras. Adieu.

Federic.

L'ennemi a garni tous les devants de Nimburg de pandours et de hussards, de sorte qu'il est impossible d'avoir de ses nouvelles certaines. Je crains que Nadasdy ne passe à Prague, et je suis hors d'état de vous renforcer, si le pont ne se rétablit pas.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9119. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI NIMBURG.

Lissa, 23. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich lieber Vetter. Auf die von Ew. Liebden Mir heute gegebene Nachricht von dem, so Deroselben wegen des Marsches des Daun nach Prag angezeiget werden wollen,182-3 werde Ich den morgenden Nachmittag abwarten, ob vielleicht noch andere und sicherere Nachrichten deshalb einlaufen; wo nicht, so breche Ich morgen Nachmittag auf und marschire den halben Weg nach Melnik, um übermorgen bei Melnik zu sein und zu sehen, wie Ich alsdenn zu dem Feldmarschall Reith werde stossen können. Ich werde und muss aber positivere Nachricht von Ew. Liebden erwarten und haben. So muss Ich<183> auch das Husarenregiment von Puttkammer183-1 mitnehmen, welches Ew. Liebden Mir also wohl schicken werden.

Sollte Ich so glücklich sein, den Feind alsdenn zu schlagen, so werde Ich Ew. Liebden sogleich schreiben und einen Courier schicken; da Dieselbe indess Dero Anstalt so machen werden, dass Sie mit Dero Corps mit dem Brod und übrigen sogleich über die Elbe gehen, da Sie binnen der Zeit, dass Ich den Feind poussire, solchem die Magazins zu Teutsch-Brod und zu Iglau183-2 nehmen können. Welches alles jedoch nur auf vorgedachten Fall schreibe und übrigens von Ew. Liebden noch, wie oberwähnet, positivere und gewissere Nachricht erwarte. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

P. S.

Auch gebe Ich Ew. Liebden auf Dero heutiges Schreiben in Antwort, wie das Regiment von Wied183-3 jetzo keine Rekruten aus seinem Canton bekommen kann, die übrigen von Ew. Liebden benannte Regimenter insgesammt nach ihren Cantons schicken und sich daraus completiren müssen.183-4 Vor das übrige werde sorgen.

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzog!. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst.


9120. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH.

Au quartier de Lissa, 23 juiu 1757.

Mon cher Maréchal. Je viens de recevoir des avis certains que Leopold Daun marche vers Prague, où il doit arriver même ce soir. Je ne saurais marcher aujourd'hui, me voyant nécessité d'attendre encore mes caissons; mais, demain, je marcherai la moitié du chemin vers Melnik, où je serai après-demain avec 18 bataillons, 54 escadrons de cuirassiers et de dragons et 2 régiments de hussards, pour voir comment je saurai me joindre à vous. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


9121. AU PRINCE DE PRUSSE A BUDIN.

[Lissa,] 24 [juin 1757].

Mon cher Frère. Depuis que nous nous sommes vus, les choses ont bien changé; il faut tâcher de les remettre et de combattre pour la patrie, dès que l'occasion favorable s'en présentera.

Votre arrière-garde a été bien faite; je ne regrette que [les] mille hommes qui en ont été le sacrifice. Mon grand embarras est à présent<184> de savoir où est l'armée de Leopold Daun. Je compte marcher avec un renfort à Leitmeritz vous joindre. J'y ai déjà envoyé beaucoup de cavalerie.184-1

Je vous destine le commandement de cette armée-ci, qui doit couvrir l'Elbe primo, et, si aucun bon succès ne nous seconde, se retirer vers l'hiver en Silésie. Un bon quart d'heure peut nous rendre la supériorité sur nos ennemis; mais s'il nous manque, il faut combattre jusqu'à la fin pour le salut de l'État. Adieu, mon cher frère, je vous embrasse de tout mon cœur.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9122. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A BUDIN.

Lissa, 24 juin 1757.

Mon cher Maréchal. Le major Grant vient de me rendre la lettre que vous m'avez faite hier. Je marcherai avec un corps d'infanterie par Leitmeritz vous joindre. Quant à la cavalerie et les hussards, l'ordre leur est déjà donné de passer par Leitmeritz, afin de vous renforcer. J'espère que vous soutiendrez votre position à Budin. Si Daun y voudra marcher, je fais d'avance mes arrangements, en sorte que d'autres troupes nous suivront encore d'ici. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Je viens dans ce moment d'apercevoir un camp vis-à-vis de moi: si c'est Daun, je vous joindrai, s'il marche, avec un très gros corps; s'il reste, je mènerai un moindre détachement avec moi.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.


9123. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH A BUDIN.

Brandeis, 24 [juin 1757].

Le camp que nous avons découvert,184-2 me semble être celui de Nadasdy, il n'en est pas moins sûr que l'ennemi est du côté de Rosteletz. La garnison ou armée de Prague n'a pas bougé de la ville, hors 6 régiments d'infanterie qui campent du côté du Ziska; la cavalerie, hussards et pandours de la ville avec un renfort de 2000 chevaux campent au Weissen Berg.

Il est fort difficile de deviner les projets des ennemis. S'ils ont envie de nous faire sortir de la Bohême, ils se mettront ensemble contre l'une de mes deux armées, et c'est à moi à me joindre contre eux; une bonne journée pourra remettre mes affaires. Peut-être ne feront-ils rien, jusqu'à ce que leurs troupes de l'Empire commencent à agir, pour m'obliger de détacher et m'affaiblir davantage. Je ne sais pas que) parti ils prendront, cela deviendra très difficile pour moi; mais, avec des<185> camps forts d'un côté et un corps qui agira offensivement, il faudra tâcher de se tirer d'affaire et tenir la Bohême le plus longtemps que l'on pourra traîner la guerre en longueur, pour épuiser la bourse de nos ennemis.

Adieu. Je serai demain à Melnik, où vous pourrez m'envoyer mes lettres; car 40 escadrons de cavalerie sont entre moi et Leitmeritz,185-1 moyennant quoi nous n'avons rien à risquer pour notre communication.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9124. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IN LISSA.

Auf dem Marsch nach Melnik, 25. (Juni 1757].

Eben kriege ich einen Spion aus Prag; dieser saget aus, dass Daun stünde bei Böhmisch-Brod; er hätte 6 Regimenter Infanterie und einige verlaufene von dem Browne'schen Corps nach Prag zurücke geschicket. Die Browne'sche Armee sollte morgen auf den Weissen Berg ausrücken;185-2 es wäre nicht mehr als vor acht Tage Mehl in der Stadt gewesen. Aus allen diesen Umständen schliesse ich, dass vors erste die Leute sich noch werden erholen müssen, und dass wir noch wohl vierzehn Tage, auch wohl gar drei Wochen, gewinnen werden. Dieses ist sehr gut in diesen Umständen. So viel lässet sich auch aus allem diesen schliessen, dass der Feind zwei Armeen formiren wird, da die eine die Moldau rechts, die andere die Moldau links behalten wird.

Bei Budin ist es was confus zugegangen; ich werde zu thun haben, alles in die Richte zu bringen. Adieu. Wor Sie mir dorten Nachricht geben können von was passiret, soll es mir lieb seind.

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Eigenhändig.


9125. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH.185-3

Melnik, 25 [juin 1757].

Je viens de recevoir un espion de Prague qui assure que Daun campe à Bœhmisch-Brod; que l'armée de Prague doit camper demain au Weissen Berg, et qu'ils commençaient à se réformer; que Browne n'avait que 3 à 4000 chevaux. Ceci me fait espérer que nous gagnerons le temps nécessaire pour nous réformer et pour remettre en hâte nos affaires. Je vous en avertis, pareeque cette nouvelle est sûre; j'es<186>père de trouver le 27 ou 28 du pain pour mes 14 bataillons que j'amène avec moi. Adieu, mon cher Maréchal.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9126. AN DEN GENERAL DER INFANTERLE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IN LISSA.

Melnik, 25. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich approbire alles dasjenige gar sehr, was Ew. Liebden in Dero heutigem Schreiben gethan und disponiret zu haben melden.

So viel urtheile Ich aus des Feindes Mouvement, dass noch nichts aus Prag heraus sein müsse, und glaube Ich fast, dass sie erst sehen wollen, was ihre Alliirte eigentlich thun werden, im übrigen aber der Feind, so wie wir uns zurückziehen, uns nimmer werde folgen wollen.

Nach Meinen heute erhaltenen Nachrichten sollen die Franzosen, als der Duc de Cumberland sich mit seinem Corps Truppen über die Weser gezogen, gleichfalls über die Weser186-1 bei der Stadt Höxter detachiret und bis zur Abtei Corvey und gegen das Braunschweigsche poussiret haben, auch Miene machen, weiter vorgehen zu wollen. Ich habe aus Meinen Nachrichten nicht eigentlich sehen können, wie stark dieses Corps sein solle, erwarte auch noch, ob [sich] diese Nachrichten confirmiren werden; sollte solches aber geschehen, so werden Ew. Liebden erachten, wie dass unser Aufenthalt in Böhmen nicht lange mehr sein würde. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst.


9127. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IN LISSA.

[Juni 1757.] 186-2

Machen Sie allda die Anstalten, die Sie vor gut befinden, um alles üble vorzukehren; wann Sie fort müssen, so gehet es nach Jung-Bunzlau. Da müssen Sie den Kleist auch an Sich ziehn. So viel sehe ich ein, dass wir werden nach Schlesien und Sachsen müssen. Den General Brandes186-3 nur bei Zeiten von allem avertiret!

Wor die Franzosen gegen Magdeburg kommen, so ist es vorbei.

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Eigenhändig.

<187>

9128. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

[Melnik]187-1 25 [juin 1757].

Ma très chère Sœur. Après le malheur qui nous est arrivé le 18, il ne me reste de ressource qu'à tâcher de faire la paix par le moyen de la France. Je vous supplie de dire à Folard187-2 que vous étiez sûre que j'y suis porté, que l'on s'en mettrait volontiers à l'arbitrage de la France, que l'on espérait qu'elle conserverait au moins un reste d'amitié pour ses anciens alliés, et qu'on ne demandait qu'à savoir ce qu'elle voulait de moi; que je n'étais point dans un état désespéré, mais que, pour le bien de l'Allemagne et pour empêcher une plus grande effusion du sang humain, vous étiez sûre que l'on conviendrait facilement des conditions; que vous le priiez de vous donner une prompte réponse, que vous saviez que les Autrichiens m'avaient proposé des conditions auxquelles je n'ai jamais voulu souscrire, et que je ne voulais ni n'attendais la paix que de la France.

Voici tout ce que j'ai le temps de vous dire, je me confie entièrement dans votre amitié, mais je vous supplie d'être pressante, car il n'y a point de temps à perdre. Je crois que, si à cela vous y ajoutiez quelques mots obligeants pour le maréchal de Belle-Isle,187-3 cela ne ferait qu'un très bon effet. Je suis avec une parfaite tendresse, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9129. AU MINISTRE DE LA GRANDE-BRETAGNE MITCHELL A LEITMERITZ.

Gastorf, 26 juin 1757.

Monsieur. Je vous rends grâce de la lettre du 24 de ce mois187-4 que vous avez bien voulu prendre la peine de me faire, et des avis que<188> vous m'avez donnés. Vous pouvez être persuadé que toutes les marques d'attention et de zèle pour mon service que vous me donnez, me sont toujours agréables, et que je chérirai les occasions où je pourrai vous convaincre de ma reconnaissance. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung im British Museum zu London.


9130. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH.188-1

Gastorf, 26 juin 1757.

Mon cher Maréchal. J'ai bien reçu la lettre que vous m'avez faite du 25, par laquelle j'ai vu la résolution que vous avez prise de quitter votre camp de Budin, pour entrer dans celui que vous avez pris entre Lobositz et Leitmeritz. Je n'en suis pas tout-à-fait content, parceque je suis arrivé ici pour vous renforcer, et que j'aurais mieux aimé que vous eussiez attendu mon arrivée, avant que de passer outre; car, pour ce qui regarde ce corps de pandours et de hussards dont vous faites mention, qui, en descendant l'Eger, s'était jeté dans les montagnes de Paschkapolo,188-2 je crois que nous leur aurions fait bientôt rebrousser chemin et les [aurions] rechassés. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


9131. AN DEN GENERALLIEUTENANT VON WINTERFELDT.188-3

[Gastorf, 26. Juni 1757.]

Obgleich unsere Sachen nicht zum besten stehen, so schreibe Er mir doch, warum sie sich so weit zurücke gezogen haben.188-4 Mein Rath ist, der Paschkapolo muss mit 4 Bataillons besetzet werden, in Giesshübel 2, dann so ist die Passage sicher.

Daun ist nach Prag marschiret; ich besorge, er nimmt das Lager von Budin, dann seind wir allhier als halb im Sack. Es seind traurige und betrübte Zeiten, allein wir müssen uns zusammenraffen und alle Kräfte anstrecken, dieses wor möglich in Ordenung zu bringen. Schreibe Er mir hierüber frei Seine „Gedanken.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<189>

9132. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IN LISSA.

Gastorf, 26. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich hoffe, der Generalmajor von Kleist wird Ew. Liebden von Brandeis aus rapportiret haben, wie er von der Höhe des dortigen Thurmes sehen können, dass der Feind heute ganz früh sein gestriges Lager aufgehoben und, so viel aus dessen Bewegung zu urtheilen gewesen, seinen Marsch nach der Seite von Prag genommen haben müsse. Woferne Ew. Liebden sehen, dass der Feind sich ganz und gar nach Mich herüberziehet, so werden Dieselbe Sich auch wohl in etwas an Mich näheren, auf dass, im Fall es noch einmal was zu thun giebet, wir zusammen oder doch nicht weit von einander sein mögen.

Ich habe geglaubet, den Feldmarschall Keith noch bei Budin zu finden,189-1 so aber habe Ich denselben schon bei Leitmeritz zu stehen bei Meiner Ankunft allhier vernommen, welches er Mir dann auch selbst nebst seinen dazu gehabten Ursachen gemeldet hat. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst.


9133. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IN LISSA.

Quartier Gastorf, 26. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Soeben, nachdem Mein heutiges an Ew. Liebden189-2 bereits abgegangen, erhalte Ich dasjenige Schreiben, so Dieselbe gleichfalls heute erlassen, gebe auch Deroselben darauf in Antwort, wie man gewiss weiss, dass der Feind näher an Brandeis marschiret sei, so dass Ich glaube, dass das Daunsche Corps intentioniret sein dörfte, diesseits der Elbe, etwa bei Leitmeritz, zu kommen, gegen Ew. Liebden aber man nichts als das Nadasdy'sche Corps stehen lassen wolle. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst.


9134. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT IM LAGER BEI INSTERBURG.

[Gastorf,]189-3 26. Juni 1757.

Mir ist Euer Schreiben vom 18. dieses wohl eingeliefert worden. Auf welches Ich Euch denn melden muss, wie dass die Sachen sich<190> hier inzwischen in etwas geändert haben, und zwar dadurch, dass, als Ich die sichere Nachricht erhielt, dass der Marschall Leopold Daun die positiveste Ordre erhalten, den Entsatz auf Prag, weil es mit der Garnison darin auf das letzte gekommen wäre, à tout hasard zu wagen, derselbe auch deshalb, nachdem er sowohl das Corps unter Nadasdy als auch alles, was an österreichischen Truppen in Mähren und Oberschlesien geblieben, nebst der ganzen Artillerie aus Olmütz an sich gezogen, er auch verschiedene Mouvements machte, aus welchen Ich dessen Absichten wegen eines Entsatzes auf Prag gar leicht beurtheilen konnte, Ich also die Partie nahm, den 13. dieses mit einigen Bataillons und Escadrons von der Armee bei Prag zu dem Corps des Herzogs von Bevern zu marschiren, um dem Daun auf den Halse zu gehen und solchen zu attaquiren, ehe er nahe an Prag kommen könnte.

Ich bin also den 18. dieses auf ihn marschiret, da ihn in einer avantageusen Position auf denen Bergen in der Gegend Kolin fand; weil Ich aber glaubete, dass keine Zeit weiter zu verlieren wäre, so attaquirete Ich ihn des Nachmittages um 3 Uhr mit Meinem linken auf seinem rechten Flügel. Nachdem wir ihm zwei Batterien genommen, auch aus zwei mit Infanterie stark besetzten Dörfern delogiret, ward der linke Flügel durch des Feindes ganz ausserordentliches Kanonen- und Kartätschenfeuer repoussiret und wir obligiret, uns gegen Nimburg zurückzuziehen. Der Feind hatte drei garnirte Posten auf den Bergen hinter einander, so stark mit schwerer Artillerie besetzet waren; zwei davon hatten wir emportiret, mit dem dritten aber wollte es nicht reussiren, weil die Bataillons zur Attaque und die, so selbige soutenireten, durch das heftige Kanonen- und Kartätschenfeuer so stark gelitten hatten, dass das Treffen auf diesem Posten sich aus Mangel derer, so solches continuiren könnten, endigte.

Auf unserem rechten Flügel ward der Feind zweimal repoussiret, und die Sache würde nach Wunsch ausgeschlagen sein, wenn Mein linker Flügel nicht so sehr gelitten hätte und die Bataillons dadurch sehr delabriret worden wären, auch verschiedene von denen Regimentern Cavallerie ihr Devoir gehörig gethan hätten. Der Feind hat inzwischen gleichfalls einen grossen Verlust dabei gehabt, der so stark gewesen, dass er sich auch nicht unterstehen dörfen, aus seinem Posten zu rücken, noch uns zu verfolgen und auf unserer Retraite im geringsten zu inquietiren.

Ich schreibe Euch hier die reine Wahrheit, wie die Sache gewesen, ohne Meine Avantages zu vergrössern, noch Meinen Verlust zu verringern, und werdet Ihr daraus sehen, dass das Unglück, so geschehen, weiter eigentlich nichts gewesen, als dass wir einen schweren Posten attaquiret haben, da wir repoussiret worden seind.

Das übelste davon ist dieses gewesen, dass Ich dadurch gezwungen worden bin, die Belagerung von Prag aufzuheben, und dass Ich viele brave Officiers und Soldaten bei dem bei Mich gehabten Corps verloren.<191> Ausserdem seind dadurch Meine Sachen hier gar nicht in einem desperaten Zustande gerathen, wie sonder Zweifel die Oesterreicher es ausschreien und viel Aufhebens davon machen werden. Ich bin jetzo im Begriff, Meinen gehabten Verlust zu repariren und Mich mit der Armee unter dem Feldmarschall Keith zu conjungiren, da Ich denn mit Gottes Hülfe Mittel zu finden verhoffe, den jetzigen nach acht auf einander gewonnenen Bataillen gehabten Échec zu repariren, wovon Ich Euch bald gute Nachrichten zu geben verhoffe.

Da Ihr in Preussen dergleichen hohe und steile Berge, als die gewesen, worauf der Feind dieses Mal hier postiret gestanden, nicht habet, so habt Ihr auch dergleichen Unglück nicht zu besorgen, vielmehr nur ferner [bei] Eurem Entschluss zu bleiben, den dortigen Feind zu attaquiren, wo Ihr ihn findet.191-1

Inzwischen kommet es mir so vor, als wenn die Russen von einer Zeit zur andern die Sachen verzögern, und dass also es noch wohl leicht geschehen könnte, dass sie es bei dem Drohen lassen.

Friderich.

Nach dem Concept.


9135. AN DEN GENERALLIEUTENANT ERBPRINZ VON HESSEN-CASSEL IM LAGER BEI MINDEN.

Hauptquartier Leitmeritz, 27. Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich lieber Vetter. Ich habe Ew. Liebden Schreiben191-2 vom 16. dieses erhalten und daraus mit mehrern ersehen, was Dieselbe darin von dem Rückmarsch der hannoverschen Armee nach der Weser zu und dem dabei vorgefallenen melden wollen. Es thut Mir leid, dass das Jungken'sche Regiment dabei einigen Verlust gehabt hat, welchen einigermaassen zu ersetzen es jedoch noch die Gelegenheit finden wird. Im übrigen beziehe Ich Mich auf diejenige Ordre, so Ich an den Generallieutenant de la Motte ergehen lassen,191-3 wie nämlich es zu halten, daferne nämlich die französischen Truppen einigen Versuch thun wollten, durch eine andere Route einen Marsch gegen das<192> Halberstädtische und der Orten zu thun. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Königl. Staatsarchiv zu Marburg.


9136. UNTERREDUNG DES KÖNIGS MIT DEM GROSSBRITANNISCHEN MINISTER MITCHELL.

[Leitmeritz, 27. Juni 1757.]192-1

Mitchell berichtet an Holdernesse, Leitmeritz, 29. Juni: „ . . . . The King of Prussia bears his misfortune greatly, though it is the first of the kind he ever met with. Since his arrival here he was pleased to describe to me the whole action of the 18th. He says the posts the Austrians occupied were indeed too strong, but he does not think them stronger than those he drove them from in the battle of Prague of the 6th May. He had too few infantry, and it was not the enemy's soldiers, but their artillery, upwards of 250 canons well posted, that made his men retire. He imputes the loss of this battle to the ardor of his soldiers, who attacked the enemy in front contrary to his orders; for, by the disposition he has made, his left wing only was to have attacked the right of the Austrians in flank, this they did with great success, took several batteries, advanced 200 paces beyond them and, having gained the flank of the enemy, put them in great confusion. From his right wing he intended to have drawn troops to support the attack on the left, if there should be occasion, and, by remaining in the position he had placed it in, the left of the enemy would have been kept in respect and could not have acted; but the good effects of this disposition were entirely defeated by the too great ardor of his soldiers towards the centre, who unhappily seeing the progress the left wing was making, and eager to have a share in a victory which they began to think certain, attacked first a village192-2 which lay a little to the left of the centre of the Austrian army, which they took; then the whole Prussian right wing engaged and was by that means exposed to the dreadful fire of the Austrian batteries and lines whose artillery were all charged with cartridge-shot, which did infinite execution. Prince Moritz of Dessau<193> commanded on the right; he had, I hear, two horses killed under him. The King of Prussia said very little of his cavalry,193-1 only that some few regiments had done very well; so, I believe, the particulars I have learnt from the officers concerning them, are very true, and the King of Prussia has rewarded and promoted three or four officers of the cavalry who distinguished themselves in the battle . . .“

Nach der Ausfertigung im Public Record Office zu London.


9137. UNTERREDUNG DES RÖNIGS MIT DEM GROSSBRITANNISCHEN MINISTER MITCHELL.

[Leitmeritz, 28. Juni 1757.]

Mitchell berichtet an Holdernesse, Leitmeritz 29. Juni (most secret): „ . . . I am informed, His Prussian Majesty, unaccustomed to disappointments, was a good deal dejected immediately after the battle, he, now, has recovered his spirits and applies [himself] as usual to business. I had, yesterday, a very long conversation with him, the substance of which I shall lay before Your Lordship.

He talks very reasonably and with great coolness upon the unhappy event, he sees in their full extent what may be the consequences to him, to his family and to all Europe, but he fears them not and has taken his party. He thinks an other battle lost must end in his ruin, and therefore will be cautious of venturing, but he will not lose a favourable opportunity. What chiefly distresses him, is the number of his enemies and the attacks they are threatening in the different parts of his very extended dominions. He mentioned to me again the necessity of an English fleet in the Baltic193-2 and said he was persuaded a very small squadron would be sufficient, and that he could not conceive why we did not speak an other language to Russia, and added that, before and after signing of the treaty with the King,193-3 he had the strongest and most authentic assurances from England that we were absolutely secure of Russia.193-4

He said what gave him most pain since the late misfortune, was that, at the great loss of men and officers, it was not now in his power to give the assistance to His Royal Highness and the Landgrave of Hesse he intended, that his impatience to fulfil his engagements with his allies, was the chief cause of his hurrying too much,193-5 in order to put an end to affairs in Bohemia, which the last action, if successful, would have done, that still he did not despair of bringing things to bear, tho' he must now alter his plan of operations and could not well form a new one, till he saw what steps the enemy would take.

<194>

I said on this occasion every thing I could to sooth and calm his mind. He replied « I wish we would make peace, and if the King dees, I hope I shall not be sacrificed. » I assured him that he might rely on His Majesty's honour and good faith.

The King of Prussia then said « I will now speak to you as a private man, you know my aversion to all subsidies, that I have ever refused them;194-1 I thought and I think still it is too mean a footing for me to put myself upon; that, since the late misfortune and attacked as I am on all sides, if Prussia should be occupied by the Russians and the French and Austrians be able to make a farther progress into my dominions, my revenue will greatly fail. I should be glad to know what succour I might expect from the King and from your nation; at the same time I do assure you that my aversion to subsidies is now as strong as ever, and that I shall never accept of any but in the case of absolute necessity, it would however be a satisfaction to me to know the sentiments of the English ministers, if you could sound them. »

I answered that I was persuaded the English ministers would be unanimous upon this point, and that the King had given too many marks of his sincere friendship to leave the least room to doubt of his intentions, but that, by the constitution, no money could be given but by Parliament, which however I believed was as favourably disposed to him as could be wished, and the whole nation were highly pleased with the alliance between His Majesty and him.

The King of Prussia said « I have still good hopes to be able to do without pecuniary assistance, and I give you my word that nothing but absolute and irresistible necessity shall make me be any burden to my allies, and the kinder their dispositions are, I will be the more cautious of not abusing them. » I said if he would give me leave, I would write about it as from myself and in such a manner as not to commit him. To this he agreed as it imports him to know what he may reasonably expect, if the worst should happen. . .

I must observe that it is the first time I ever saw His Prussian Majesty abashed, and this was the only conversation I have had with him, which seemed to give him pain . . “

Nach der Ausfertigung im Public Record Office zu London.


9138. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Leitmeritz, 28 [juin 1757].

Ma très chère Sœur. Le dérangement que le malheureux jour du 18 a porté à nos affaires, m'a obligé à lever le siège de Prague et à mettre une de mes armées à Nimburg, dont je reviens, et l'autre ici. Votre courrier ne m'est parvenu qu'à présent.

<195>

Si vous pouviez préparer l'esprit des Français à s'expliquer envers vous des conditions de la paix, pour que l'on pût juger de leurs intentions et voir s'il y aurait quelque chose à faire avec eux; si vous les priiez de vous confier leurs demandes, assurant de n'en point faire un mauvais usage, et leur répondant des bonnes dispositions dans lesquelles j'étais, peut-être verrait-on si ce traité est vrai qu'on leur suppose avoir fait avec les Autrichiens, et du moins pourrait-on juger, par leurs propositions, à quoi l'on peut s'attendre d'eux en cas de besoin. Si la paix me venait par vos mains, elle me serait doublement chère, et vous auriez l'honneur d'avoir pacifié l'Allemagne.

Je vous ai écrit une grande lettre sur ce sujet,195-1 que je crois que vous recevrez plus tôt que celle-ci.

Adieu, ma chère sœur. Nos affaires ne sont pas désespérées, mais dérangées; dans trois semaines d'ici, je pourrai revenir sur l'eau. Je suis avec la plus parfaite tendresse, ma très chère sœur, votre fidèle serviteur et frère

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9139. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI JUNG-BUNZLAU.195-2

[Leitmeritz,] 28. [Juni 1757].

Ich habe eben nicht gerne gesehen, dass Er sich ohne Noth zurückgezogen hat;195-3 aber weil es geschehen ist, so lasse Ich es passiren. Morgen wird mein Bruder, der Prinz von Preussen, abgehen195-4 und seinen Weg über Auscha nach Dauba nehmen, dem möchte Er einige Bataillons mit einigen Husaren oder etwas entgegenschicken, dass er sicher überkommen könne, und wenn Mein Bruder herüberkommt, so bringt er Brodwagens mit, die Ich mit Brod auf ohngefähr sechs Tage beladen lassen werde.

Der Generallieutenant Brandes195-5 muss heute in Zittau sein; also glaube Ich, dass, weil er einen grossen Train hat, der nicht wohl auf einmal transportiret werden kann, also glaube Ich, dass es besser sein werde, zu tausend und zu tausend Wagens nur auf einmal escortiren zu lassen, die besser gedecket werden können, welches mit dem grossen Haufen schwerer ist.

Wenn [Er] Mein Bruder dort alles übergeben hat, so möchte Er mit seinem Regiment und mit [was von] dem Finck'schen Bataillon noch übrig ist, wieder zu Mir stossen. Die Route, so Er nehmen könnte, möchte Er mit dem General Winterfeldt verabreden, damit Er nicht ex<196>poniret wäre, auch möchte Er sich auf seinem Rückgange nach allen Zeitungen, so Er wegen der Oesterreicher erfahren könne, erkundigen und Mir mitbringen.

Friderich.

Nach dem Concept.


9140. AN DEN JETZO ZU GLOGAU COMMANDIRENDEN OFFICIER.196-1

Hauptquartier Leitmeritz, 28. Juni 1757.

Nachdem Se. Königl. Majestät vor gut gefunden haben, an Dero Bruder, des Prinzen von Preussen Königl. Hoheit, das Commando über das ganze Militare in Schlesien, und zwar sowohl was die Truppen als auch die Festungen, Garnisons, Magazins, Artillerie und alles dergleichen mehr anbetrifft, dergestalt und auf gleichen Fuss zu übertragen, sowie solches der verstorbene Generalfeldmarschall Graf von Schwerin seit dem Anfange des jetzigen Krieges und bis zu seinem erfolgten Tode daselbst von höchstgedachter Sr. Königl. Majestät wegen gehabt hat, als machen Sie solches dem jetzo in der Festung Glogau commandirenden Officier hierdurch zur Nachricht und Achtung bekannt und verweisen ihn zugleich an die Ordres gedachtes Dero Herrn Bruders, des General von der Infanterie, Prinzen von Preussen Hoheit, dergestalt und also, dass derselbe Dero und Deroselben Dispositionen, welche Dieselbe in Militärsachen an ihn, es sei wegen der Festung und wegen der dasigen Garnison oder aber auch wegen der dortigen Artillerie und Magazinvorräthe, ergehen lassen wird, auf ebendieselbe Art nachleben und auf gleichen Fuss sofort und auf das prompteste befolgen soll, wie es zur Zeit des Generalfeldmarschall Graf von Schwerin, und so lange derselbe dazu von Sr. Königl. Majestät autorisiret gewesen, geschehen sollen und müssen.196-2 Oberwähnter commandirender Officier soll deshalb auch in allen vorkommenden nöthigen Fällen, in Sachen, so das Militare und den jetzigen Krieg angehen, an ermeldetes Prinzen von Preussen Königl. Hoheit berichten und auf den Fall, dass es die Umstände erfordern möchten, sich dazu desjenigen Chiffres unter denen vorgeschriebenen Präcautionen bedienen, den Se. Königl. Majestät zu solchem Behuf vormals bereits an das Gouvernement zu Glogau geschicket haben,196-3 um Sich dessen mit andern Commandanten derer schlesischen Festungen in Kriegeszeiten zur mutuellen Correspondance gebrauchen zu können. Wornach mehrgedachter commandirender Officier sich zu achten, auch der dortigen Garnison das nöthige bekannt zu machen hat.

Friderich.

Nach einer Abschrift.196-4

<197>

9141. AU PRINCE DE PRUSSE.197-1

Leitmeritz, 29 juin 1757.

Mon cher Frère. Voici des nouvelles que des gens venus de Prague nous ont rapportées. Je vous les donne telles que je les ai reçues, dont cependant je ne voudrais pas vous garantir l'authenticité. Quoi qu'il en soit, la circonstance que le maréchal Daun dût avoir passé l'Elbe à Brandeis,197-2 mérite bien de l'attention, en sorte que vous ferez bien de l'approfondir au possible, pour m'en avertir; car, si effectivement Daun a passé l'Elbe, il ne nous reste que de nous joindre tous entre ici et Jung-Bunzlau pour aller le combattre conjointement. Je suis, mon cher frère, votre bon et très affectionné frère

Federic.

Nach der Ausfertigung.


9142. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI JUNG-BUNZLAU.

Leitmeritz, 29. Juni 1757.

Durchlauchtigster Fürst, freundlich lieber Vetter. Ich habe Ew. Liebden Bericht vom heutigen Dato nebst dessen Duplicat und dem Promemoria des Generalmajors von Goltz erhalten, und ist es Mir daraus sehr lieb zu vernehmen gewesen, dass Dieselbe angezeigter Maassen vor die Transportirung derer Kranken und Blessirten gesorget haben.

Auf das Brod für dortiges Corps habe Ich schon gedacht, und bringet Mein Bruder so viel davon auf denen Brodwagens mit,197-3 dass, wann dorten an Brod bis zum 6. Vorrath ist, sodann solches bis zum 8. Juli gewiss da sein wird, binnen welcher Zeit der Generallieutenant von Brandes gewiss angekommen sein muss, der dann nach Ew. Liebden schon bekannten Disposition197-4 gleich ein tausend Wagens mit Mehl von Zittau bis nach Jung-Bunzlau transportiren lassen muss. Von welchem allen Ew. Liebden sowohl dem Generalmajor von Goltz als auch demnächst Meines Bruders Liebden Nachricht zu geben haben. Mein gestriges wird hoffentlich Ew. Liebden richtig zugekommen sein.197-5 Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst.


9143. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU.197-6

Leitmeritz, 30.Juni 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden Schreiben vom 29. dieses erhalte sogleich, ersehe aber mit Erstaunen<198> daraus, dass Dieselbe als morgen Sich auf Zittau zurückziehen wollen. Ew. Liebden werden aber doch so ohngescheit und unbedachtsam nicht sein, Sich ohne Meine positive Ordre zurückzuziehen, denn allenfalls Ich von hier aus Brod hinschicken kann.198-1 Dieselbe werden also Mir davor responsable bleiben, wenn Sie ohne Meine Ordre Sich zurückziehen wollten. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Dieses muss absolut befolget werden.

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Der Zusatz eigenhändig.


9144. AU PRINCE DE PRUSSE.198-2

[Leitmeritz,] 30 [juin 1757].

Mon cher Frère. J'ai bien reçu votre lettre, et j'espère que vous recevrez bien celle-ci. J'ai ordonné au porteur de vous dire verbalement ce que vous devez savoir par rapport à un dessein du prince Moritz que je désapprouve tout-à-fait,198-3 et qui est absolument contraire au bien des affaires. Il vous dira aussi le remède que je propose, ceci regarde la commission du général Brandes.198-4 Je vous embrasse de tout mon cœur.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9145. AU MARQUIS D'ARGENS A BERLIN.

Leitmeritz, juin 1757.198-5

Souvenez-vous, mon cher Marquis, que l'homme est plus sensible que raisonnable. J'ai lu et relu le troisième chant de Lucrèce, mais je n'y ai trouvé que la nécessité du mal et l'inutilité du remède. La ressource de ma douleur est dans le travail journalier que je suis obligé de faire, et dans les continuelles dissipations que me fournit le nombre de mes ennemis. Si j'avais été tué à Kolin, je serais à présent dans un port où je ne craindrais plus les orages. Il faut que je navigue encore sur cette mer orageuse, jusqu'à ce qu'un petit coin de terre me procure le bien que je n'ai pu trouver dans ce monde-ci.

Adieu, mon cher, je vous souhaite la santé et toutes les espèces de bonheur qui me manquent.

Federic.

Nach dem Druck in den „,Œuvres de Frédéric le Grand“ Bd. XIX, S. 43.

<199>

9146. UNTERREDUNG DES KÖNIGS MIT DEM GROSSBRITANNISCHEN MINISTER MITCHELL.

[Leitmeritz, 30. Juni 1757.]

Mitchell berichtet an Holdernesse, Leitmeritz, 2. Juli (secret): „In a conversation I had with the King of Prussia two days ago, he said he was glad to hear that at last we were likely to have an administration in England,199-1 that he wished they would begin with some bold and rigorous measure to make up for the time that has been lost in inaction. He asked me where our fleets were, to which I could not answer; he said, as France had withdrawn a great part of her troops from the sea-coast, in order to form their armies in Westphalia and Alsace, he thought it was very possible to alarm the coasts of France by the means of our fleet, without however to risk anything, that it might be of essential service at this time, as he knew the French were easily alarmed and would perhaps in the first hurry recall some of their troops from Westphalia and from the army they are sending into the Empire, that this diversion would be of great service to His Royal Highness the Duke and to himself, who had each too numerous foes to deal with.

He is of opinion that England's seeming to act upon the offensive will have a great effect on the councils of France as well as give a spirit to the English nation, who have hitherto been frightened with vain terrors of invasions,199-2 and that the only way to prevent the like panic, is to shew some vigorous act that we do not fear them.

He renewed to me on this occasion his firm resolution to hearken to no terms of peace without His Majesty's privity and approbation.“

Nach der Ausfertigung im Public Record Office zu London.


9147. AU MINISTRE DE LA GRANDE-BRETAGNE MITCHELL A LEITMERITZ.

Précis
des arguments dont peut se servir un ministre autrichien à Londres, pour tirer des subsides de l'Angleterre, l'an 1763.

1° Il marquera en termes touchants les regrets de l'Impératrice-Reine d'avoir abandonné l'alliance de l'Angleterre, il en rejettera toute la faute sur le comte Kaunitz, dont le crédit et les insinuations avaient forcé la Reine à prendre ce parti.

2° Il insinuera adroitement que, malgré les engagements que la Reine avait eus avec la France, elle avait par penchant servi le roi d'Angleterre, en dissuadant à la cour de Versailles des projets qu'elle avait formés de placer le Prétendant sur le trône d'Angleterre, et inter-<200>posant ses bonnes offices pour ménager l'électorat d'Hanovre, qui, sans la cour de Vienne, aurait été saccagé et brûlé.

3° Que l'alliance avec la France n'avait été que momentanée, conclue dans un instant d'humeur et de dépit et soutenue par nécessité.

4° Que, pour rétablir l'équilibre de l'Europe, il fallait de nécessité en revenir à ses anciens engagements, que l'Angleterre y était plus intéressée que l'Impératrice-Reine, à cause que, pour former un contrepoids à la trop grande puissance de la France, il fallait un allié à l'Angleterre qui possédait de grandes provinces très peuplées, dont on pût tirer nombre de soldats pour les opposer à l'ennemi commun.

5° Que l'Angleterre avait fait l'expérience, pendant la dernière guerre, de son insuffisance de résister par mer à la France, que, pour son intérêt, les guerres de mer devaient être soutenues par de grandes diversions sur terre, qu'aucune autre puissance que la reine de Hongrie n'était capable de faire.

6° Ce ministre s'étendra beaucoup sur les écarts de l'esprit humain, et qu'il y a de certaines fautes que le bien commun demande qu'on se pardonne mutuellement; il ajoutera qu'il était heureux pour l'Angleterre que la maison d'Autriche ait pris des liaisons avec la France, parcequ'à présent on était convaincu, par l'expérience, de l'erreur et de la fausseté de ce système, et qu'étant devenu sage à ses dépens, on regardait comme un principe invariable de la politique autrichienne de ne se départir aucun temps de l'alliance de l'Angleterre et de soutenir les intérêts de cette puissance comme les siens propres; et qu'il pouvait assurer hardiment qu'aucun ministre autrichien n'oserait jamais parler sur un ton différent à la Reine, sans vouloir courir à sa perte certaine.

Après avoir travaillé longtemps à se rendre les esprits favorables par d'aussi beaux propos et s'être répandu en plaintes sur l'aveuglement passé de sa cour, il insinuera adroitement aux ministres que le plus grand reproche que l'on se faisait à Vienne, était d'avoir cédé Ostende aux Français,200-1 par le tort que ce port entre leurs mains faisait au commerce des Anglais; qu'il était connu à Londres que la cour de Vienne avait constamment regardé la Flandre et le Brabant comme des provinces qui lui étaient à charge, mais que le seul intérêt que l'on prenait au commerce de l'Angleterre, faisait désirer de retirer cette ville des mains des Français, que, par ce moyen, on pouvait réparer le tort que l'on avait fait dans un temps de vertige à ses anciens et bons alliés, et remettre les choses à peu près sur le pied où elles devraient être.

Le ministère britannique de l'année 1763, touché du repentir sincère de la reine de Hongrie et de l'intérêt qu'elle prend au commerce de la nation, lui accorde par an un million de livres sterling pour retirer Ostende, Nieuport, Furnes, Dixmude et Dunkerque des<201> mains des Français, il promet de regarder le passé comme non advenu, et convient que l'Angleterre ne peut trouver en Europe d'allié plus zélé, plus désintéressé, ni plus reconnaissant que la reine de Hongrie.

Dixit,201-1

tiré des prophéties de Nostradamus.

Eigenhändige Aufzeichnung, im Original an Mitchell übergeben.201-2 Im British Museum zu London. Add. MSS. Vol. 6845.


9148. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Leitmeritz, 1er juillet [1757].

Ma très chère Sœur. S'il y a quelque chose de consolant pour moi, c'est la lettre que vous avez eu la tendresse de m'écrire. J'y suis sensible, autant qu'il est possible, mais je vous supplie en même temps de ne vous point inquiéter ni de vous ruiner la santé par des appréhensions. Le 18 du mois passé a été malheureux pour nous, moins par l'évènement que par ses suites. Je vous ai écrit trois lettres, ma très chère sœur, l'une du 21, l'autre, si je ne me trompe, du 23201-3 et la troisième du 28.201-4 Je ne veux rien confier à la plume par celle-ci, à cause que quelque canaille hongroise s'est nichée sur les grands chemins, et que je ne voudrais pas choisir ces messieurs pour mes confidents.

L'armée autrichienne est très délabrée, elle est auprès de Prague, où elle aura de la peine à se refaire sitôt. Browne est mort de sa blessure;201-5 c'était un galant homme, et je crois leur meilleur général. A présent, il y aura un intervalle jusqu'à la mi-août, où je crois que les opérations recommenceront; en attendant, nous nous considèrerons tout notre soûl.

Prague était aux abois, Daun avait ordre de risquer une bataille, je ne pouvais pas l'éviter; encore valait-il mieux la donner loin que près de Prague : cela changeait fort la thèse. Je donne la relation de toutes nos opérations201-6 depuis la bataille de Prague jusqu'au 22 du mois passé, j'ordonnerai qu'on vous l'envoie.

Quiconque, ma chère sœur, ne sait pas résister au malheur, est indigne de la bonne fortune; il faut se mettre au-dessus des évènements, faire son devoir et ne pas se plaindre des malheurs qui sont communs<202> à tous les hommes. Je suis avec la plus parfaite tendresse et un entier dévouement, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9149. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

[Leitmeritz,] 1er juillet [1757].

Ma très Chère. Je suis sensible, autant qu'on peut l'être, au tendre intérêt que vous daignez prendre à ce qui me regarde. Vous n'avez rien à craindre pour moi, ma chère sœur; les hommes sont toujours sous la main de ce qu'on nomme le destin. Beaucoup de personnes à qui il arrive des accidents à la promenade, dans leurs chambres, dans leur lit; beaucoup qui échappent aux périls de la guerre; ces périls sont moins fréquents pour un général qui commande une armée que pour les autres officiers. J'aurai de l'occupation, mais je ne la crains pas; j'aurai des fatigues à souffrir, mais les médecins disent que l'exercice est sain. Il arrivera donc de tout ceci ce qui plaira au Ciel.

Je vous rends mille grâces de tout ce que vous avez la bonté de me dire d'ailleurs. Je crois que, si, pour le commencement, vous voulez bien faire passer vos lettres par la Hesse, ce n'en sera que mieux et n'envoyer quelqu'un que dans une occasion bien importante. Je pense au moyen d'avoir quelqu'un à moi, à Gera, qui pourrait m'envoyer des paquets dans les grandissimes crises. Je prends la liberté en même temps de vous envoyer un petit grimoire; on pourrait s'en servir, le faire écrire par une main inconnue, sans souscription, sceller d'un cachet ordinaire, et la personne sur laquelle je ne suis pas encore d'accord moi-même, et qui se trouverait à Gera, pourrait l'apporter ellemême, de sorte que personne ne saurait de qui il vient, ni d'où vient la lettre. Je ne manquerai pas de vous communiquer cette adresse, dès que cela sera arrangé.

L'Allemagne est à présent dans une terrible crise; je suis obligé de défendre seul ses libertés, ses privilèges et sa religion; si je succombe pour le coup, c'en sera fait. Mais j'ai bonnes espérances, et, quelque grand que soit le nombre de mes ennemis, je me confie sur ma bonne cause, sur l'admirable valeur des troupes et sur la bonne volonté qu'il y a depuis les maréchaux jusqu'au moindre soldat.

Je vous demande mille pardons si, pour cette fois, je ne vous en dis pas davantage; je suis obligé de travailler beaucoup pour finir tous mes arrangements. Je vous embrasse de tout mon cœur, en vous priant de me croire avec le plus sincère attachement et la plus vive tendresse, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<203>

9150. A LA PRINCESSE AMÉLIE A BERLIN.

Leitmeritz, 1er juillet 1757.

Ma chère Sœur. Tous les malheurs m'accablent à la fois. O ma chère mère!203-1 O bon Dieu, je n'aurai plus la consolation de vous voir. O Dieu, ô Dieu, quelle fatalité pour moi! Je suis plus mort que vif. J'ai reçu une lettre de la Reine régnante qui me marque tout cela.203-2 Peut-être le Ciel a-t-il retiré notre chère mère, pour qu'elle ne vît pas les malheurs de notre maison. Ma chère sœur, je suis incapable de vous en dire davantage.203-3 Je vous embrasse de tout mon cœur.

Federic.

Nach einer Abschrift im Grossherzogl. Hausarchiv zu Darmstadt. Die Abschrift von der Hand der Markgräfin Karoline.


9151. AN DEN ETATSMINISTER GRAF PODEWILS IN BERLIN.

Leitmeritz, 3. Juli 1757.

Ew. Excellenz soll ich auf allergnädigsten Befehl Sr. Königl. Majestät sowohl die Relation wegen der letzteren Bataille vom 18. Juni, so wie Höchstdieselbe solche Selbst aufgesetzet,203-4 als auch das, was bei der Retraite von Prag passiret, und welches von dem Feldmarschall von Reith aufgesetzet worden,203-5 hierbei zusenden, mit dem Vermelden, dass Ew. Excellenz solches nicht nur Sr. Rönigl. Majestät auswärtigen Ministern, und wo es sonsten nöthig, abschriftlich communiciren, sondern es auch denen publiquen Zeitungen, französischen und teutschen, inseriren lassen könnten.203-6

Ich muss bei dieser Gelegenheit mit wenigen sagen, wie beide Relationes mit der grössesten Modestie wiederum eingerichtet worden,203-7 und, wann ich es mich unterstehen darf, so muss ich ausserdem sagen, dass solche so véridique sein, dass nicht das allergeringste darin weder diminuiret noch vermehret worden, so dass wenig Exempel von Relationen vorhanden, die mit solcher exacten Wahrheit und Aufrichtigkeit abgefasset worden seind, und dass, wenn in denen Relationen, so die Oesterreicher von dieser Affaire herausgehen<204> lassen werden, mehr oder weniger gefunden werden wird, solches sicher und gewiss unter deren gewöhnlichen Aufschneidereien und Gasconnaden gerechnet werden kann.

Wie sehr das Événement von dem Absterben der Königin Frau Mutter Majestät204-1 des Königs Majestät betrübet haben müsse, solches werden Ew. Excellenz Sich, ohne dass ich nöthig habe, mich darüber weitläufig zu etendiren, vorstellen können. Es ist mir hierbei noch die Fatalité begegnet, dass, als ich alles nach der von Ew. Excellenz mir ertheileten Instruction einrichten und es so arrangiren wollen, dass [an] des Königs Majestät nur vorerst diejenigen Briefe, sowohl von Ihro Hoheit der Prinzessin Amalie als von des Herrn Grafen Finckenstein Excellenz, so noch mit roth gesiegelt waren und nur einige Erwähnung von den abermaligen critiquen Umständen der nunmehro höchstseligen Königin Majestät enthielten, an des Königs Majestät kommen und Dieselbe gleichsam nur vorerst zu einer betrübteren Nachricht präpariren sollten, ich dennoch einen Brief von der regierenden Königin Majestät204-2 mit fand, so gleichfalls roth gesiegelt war, und ich also alle diese roth gesiegelten Briefe des Königs Majestät zusandte, da es dann fataler Weise arrivirete, dass in dem letzterwähnten der Todesfall der hochseligen Königin Frau Mutter Majestät ganz de but en blanc gemeldet ward, dass ich also, sobald ich nur die Nachricht davon erhielte, wie alle meine gebrauchte Précautions dadurch vergebens waren, mit denen übrigen schwarz gesiegelten auch nur gleich vorgehen musst. Die Betrübniss Sr. Königl. Majestät ist ehegestern und gestern sehr gross und heftig gewesen, hat sich doch aber dadurch heute in etwas gemindert, da des Königs Majestät in Erwägung genommen, was Dieselbe in gegenwärtigen critiquen Umständen Sich, Dero Staat und Armee und Dero höchstgetreuen Unterthanen schuldig seind, wodurch dann und die deshalb nothwendig zu machende Dispositiones der Chagrin etwas unterbrochen worden, ob es gleich an sehr betrübten Moments und Intervalles nicht fehlet.

Wegen allem übrigen beziehe ich mich auf die deshalb an Ew. Excellenz und sonst hierbeikommende Schreiben und muss schliessen, da ich das Commando, so diese Briefe escortiret, nicht länger aufhalten kann.

Eichel.

Nach der Ausfertigung.


9152. RELATION.

[Lissa, 22 juin 1757.]204-3

Après la bataille de Prague, l'armée autrichienne se trouvait divisée; la plus grande partie de ces troupes, les princes et les généraux<205> s'étaient jetés dans cette ville, une partie des fuyards s'étaient retirés au delà de la Sazawa à Beneschau. L'armée prussienne fit l'investiture de la ville et prit des postes pour bloquer cette armée. Un détachement sous les ordres du colonel Puttkammer fut envoyé pour poursuivre les fuyards, et, sur les nouvelles que l'on, eut que le maréchal Daun s'approchait avec un corps de Bœhmisch-Brod, le général Zieten y fut envoyé premièrement, et ensuite le prince de Bevern, pouf l'éloigner et donner à ceux qui bloquaient Prague, le temps de prendre leurs établissements.

L'on s'empara du Ziskaberg,205-1 qui coûta peu de monde. L'armée du Roi occupa les hauteurs depuis Podbaba, Lieben, le Ziska, Michle jusqu'à Branik, où le pont de communication fut établi. Prague est une mauvaise place, dominée par des hauteurs de tous les côtés, et dont on se peut rendre maître sans grande perte de monde ni de temps, lorsque la garnison est faible. Alors il y avait 40,000 hommes, selon l'évaluation arbitraire que l'on en faisait. Il était impossible d'ouvrir la tranchée devant une armée; donner un assaut, c'aurait été se jouer de la vie des hommes et hasarder plus que la prudence ne le permet à la guerre; il ne restait donc de moyen de s'emparer de la place que par la famine.

Comme la ville était pourvue, et que l'on était instruit des endroits où les ennemis avaient leurs boulangeries et leurs dépôts principaux, on résolut de les brûler au moyen du bombardement. Les batteries furent aussitôt faites et l'artillerie placée. Du côté du Roi, une batterie fut placée au Ziska, l'autre vers la Porte Neuve et la troisième vers le Wischerad. Du côté du maréchal Keith, on construisit une batterie vers le Strahow. L'ennemi voulut déranger cet ouvrage et fit dessus une sortie vigoureuse, mais il fut repoussé avec perte de 1200 hommes, et le prince Ferdinand de Prusse le poursuivit jusqu'à 300 pas du chemin couvert, après quoi il se retira.205-2 Quelques jours après, l'ennemi voulut faire une sortie du côté du Wischerad,205-3 et en se formant, il prêta le flanc à deux redoutes que nous avions du côté de la Moldau, dont le canon l'obligea de se retirer avec confusion, sans rien entreprendre. Quelque temps après, l'ennemi fit une sortie du petit-côté et s'empara d'une flèche,205-4 où nous avions 30 hommes qui se retirèrent, et il leur enleva 3 pièces de canon.

Nous n'eûmes pas seulement à combattre contre les ennemis, mais même contre les éléments. Il survint un gros orage accompagné de grêle, des nuages crevèrent dans les montagnes qui firent à moins de 2 heures enfler les eaux de la Moldau, qui crurent de 8 pieds. Le pont de Branik fut emporté dans le moment, sans qu'on y put porter remède, le courant l'entraîna tout droit à Prague. L'ennemi y prit 24 de<206> nos pontons, les 20 autres furent entraînés par le courant de la rivière à Podol, où nous avions notre autre pont, et où on les repêcha.

Malgré ces petits obstacles, le bombardement allait son train. Le feu avait consumé des boulangeries de l'ennemi, et, autant qu'on pouvait l'apprendre par la déposition des déserteurs et des espions, les vivres devenaient de jour en jour plus difficiles et plus rares dans la ville.

Pendant que l'on prenait toutes ces mesures pour réduire les troupes de Prague, le prince de Bevern avait poussé devant lui le corps du maréchal Daun; il lui avait pris un petit magasin à Nimburg, un dépôt à Kolin et beaucoup d'avoine à Suchdol. M. de Daun s'était retiré à Czaslau; le prince de Bevern attaqua Nadasdy sur les hauteurs de Kuttenberg, l'en délogea et se campa entre Kuttenberg et Neuhof, terre appartenante au comte Batthyany.

Les retraites de M. de Daun l'approchaient de ses secours. Il avait attiré à lui les fuyards de l'armée du prince Charles, qui de Beneschau avaient côtoyé la Sazawa pour se joindre à lui; toutes les troupes répandues en Moravie, la garnison de Vienne, un corps de Hongrois et enfin tout ce que le temps lui avait permis d'assembler, s'était venu joindre à ses troupes. Lorsque ce maréchal s'était retiré de Bœhmisch-Brod, il n'avait que 14,000 hommes; alors son armée s'était augmentée jusqu'entre 50 et 60,000 combattants. Le prince de Bevern n'avait que 18 bataillons et 70 escadrons sous ses ordres. On sentait la nécessité de le renforcer, ce qui était difficile, vu la grandeur de la ville et la circonférence de nos lignes, sans compter que cette ville contenait une armée, que la nécessité pressait les ennemis de s'ouvrir un passage, qu'il fallait de tous côtés leur opposer des forces suffisantes pour les repousser. On trouva, cependant, le moyen de resserrer les postes et de détacher 10 bataillons et 20 escadrons, que le Roi et le prince Maurice d'Anhalt menèrent par Rosteletz vers Zasmuk. Ce détachement se mit en marche le 13.

Le même jour, les postes avancés du prince de Bevern furent attaqués par le général Nadasdy. 11 fut repoussé, mais, en même temps, l'armée ennemie fit un mouvement sur le flanc du prince de Bevern qui l'obligea de décamper et de prendre le camp de Kolin. Le 14, il marcha vers Kaurzim, où l'armée se joignit.

Le 15 et le 16, l'on fit reconnaître tous les chemins qui allaient vers Wisoka, où l'armée autrichienne campait; en quoi l'on ne put pas réussir entièrement, à cause de la quantité de troupes légères qui étaient sur notre chemin.

Le 16, 4,000 hussards et pandours attaquèrent un convoi qui venait de Nimburg, escorté de 200 hommes sous les ordres du major Billerbeck du régiment de Henri. Le major se défendit trois heures contre ce nombre supérieur, jusqu'à l'arrivée du secours qui le dégagea. Il n'y perdit que 7 hommes, mais tout le convoi fut sauvé.

<207>

Le 17, comme l'armée était sur le point de marcher à Swoischitz, on y vit paraître l'armée autrichienne, qui occupait ces hauteurs et s'était postée en angle, la droite vers le côté de Kuttenberg et de Kolin, la gauche vers Zasmuk, une chaîne d'étangs devant elle. Nous fîmes un mouvement avec l'armée, en prenant Kaurzim à notre droite et en étendant notre gauche du côté de Nimburg, Planian devant la gauche de notre infanterie.

Le 18, nous occupâmes la hauteur de Planian, et l'armée défila par la gauche vis-à-vis de celle des ennemis. On fit la disposition pour l'attaquer, en opposant nos troupes légères aux Hongrois qui voulaient se mettre sur notre flanc, que l'on poussa sur le chemin de Kolin, jusqu'au delà d'une hauteur de laquelle il fallait être maître, pour attaquer le flanc droit de l'ennemi. Le général de Hülsen fut commandé avec 7 bataillons, pour s'en emparer. La ligne d'infanterie devait se former en refusant la droite, pour soutenir cette attaque, à laquelle on était résolu de borner l'action. Nos grenadiers gagnèrent la hauteur, ils prirent un village que l'ennemi abandonna, ils se rendirent, de plus, les maîtres de deux batteries, chacune de 12 ou 13 canons. Alors notre infanterie, par une ardeur déplacée, attaqua tout d'un coup, et sans qu'on pût l'arrêter, le front du poste des ennemis. Son engagement nous empêcha de soutenir l'attaque de la hauteur. Si l'on y avait pu porter 4 bataillons, la bataille était gagnée. L'ennemi profita habilement de cette faute, il fit filer de l'infanterie derrière son front, qui attaqua nos 7 bataillons, fondus par trois charges consécutives et par le feu de 40 canons auxquels elle avait été exposée. Notre infanterie les repoussa encore, le régiment de dragons de Normann donna dans cette infanterie, la dissipa, lui enleva 5 drapeaux, se tourna ensuite sur les carabiniers saxons, qu'il poursuivit jusqu'aux environs de Kolin.

Pendant ces entrefaites, notre infanterie avançait toujours sur le poste des Autrichiens; le grand feu de canon leur ayant fait perdre du monde, les bataillons fondus avaient de trop grands intervalles pour y suppléer. Les cuirassiers de Prusse se mirent derrière l'intervalle du régiment de Bevern et de Henri; ils chargèrent sur un régiment autrichien d'infanterie qui était vis-à-vis d'eux, et ils y seraient entrés, si, en même temps, une batterie chargée de mitrailles n'avait été exécutée contre eux. Ce feu les fit tourner, ils se renversèrent sur le régiment de Bevern, une troupe de cavalerie autrichienne les poursuivit. Le régiment de Bevern et de Henri furent si fort ruinés qu'il fallut les retirer.

Cette ouverture nous coupa la communication avec l'attaque des hauteurs et nous obligea de nous retirer. Le bataillon des gardes qui avait la droite, repoussa 4 bataillons d'infanterie qui l'attaquèrent, et 2 régiments de cavalerie qui voulurent l'entourer, et fit des prodiges de valeur.

<208>

Notre infanterie et cavalerie de la gauche resta sur le terrain que les Autrichiens avaient occupé au commencement de la bataille jusqu'à 9 heures du soir, après quoi ils se retirèrent. L'armée marcha à Nimburg, sans voir d'Autrichiens, et sans que personne eût le cœur de la poursuivre.

Nous avons perdu [à peu près 7 à 8,000 hommes]208-1 et du canon dans cette affaire, à cause que beaucoup de chevaux ont été tués, beaucoup d'affûts brisés, et que les soldats étaient si fatigués de la chaleur, des montagnes qu'il leur fallait grimper, et de la longueur de l'action qu'on ne pouvait faire traîner ce canon à force de bras.

Cet échec nous a obligés de lever le blocus de Prague. L'armée qui avait investi le grand-côté, est marchée à Brandeis et s'est jointe à Lissa208-2 avec celle qui s'y était retirée; l'armée sous les ordres du maréchal Keith a pris la route de Budin.

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung des Königs.208-3


9153. RELATION.

Le Roi, ayant trouvé nécessaire de lever le blocus de Prague, envoya le major Grant le 20 au matin nous avertir que nous devions nous retirer le même jour; sur quoi, l'ordre fut aussitôt donné de retirer les canons des batteries, et que la grosse artillerie et le gros bagage devaient marcher pour Welwarn à 11 heures du matin, ce qui fut exécuté sur le midi. En même temps, la disposition fut donné pour la retraite. Le général Winterfeldt, qui commandait la droite, devait marcher entre Rzep et Mottol, pour gagner les hauteurs derrière Rusin; l'aile gauche devait marcher, laissant Weleslawin à gauche, par Wokowitz jusqu'aux mêmes hauteurs, où les deux colonnes devaient se mettre en bataille et attendre le centre, qui — composé de 6 bataillons de grenadiers, des gensd'armes et 5 escadrons de dragons sous les ordres du lieutenant-général Schmettau et des généraux-majors Grumbkow et Grabow — devait faire l'arrière-garde.

L'ennemi, apercevant par le mouvement qui se faisait dans le camp, que nous étions sur le point de nous retirer, commença à faire sortir la garnison entre 1 et 2 heures. Un gros corps d'infanterie s'empara du fond vis-à-vis le couvent de Sainte-Marguerite, le reste se forma sur<209> plusieurs lignes entre la ville et le Strahow; la cavalerie se tint dans la plaine tout auprès de la ville.

A deux heures et demie, nous battîmes la générale, détendîmes le camp et, un peu avant trois heures, nous nous mîmes en marche tambour battant et drapeaux déployés. Aussitôt que la colonne de la gauche se mit en marche, l'ennemi monta sur le plateau entre Weleslawin et Sainte-Marguerite, mais, voyant nos grenadiers rangés en ordre de bataille devant eux, il s'arrêta et se contenta de canonner très vivement cette colonne sur son flanc, jusqu'à ce que la queue eût passé Weleslawin.

Notre arrière-garde se tenait pendant tout ce temps en bataille visà-vis l'ennemi, jusqu'à ce qu'elle vît que les colonnes fussent hors de portée d'être prises en flanc par l'ennemi; après quoi, ayant retirée les piquets dont les redoutes étaient garnies, elle se mit en marche au petit pas, suivie par l'ennemi qui fit mine plusieurs fois de la charger; mais la bonne contenance des grenadiers jointe à la bonne disposition du général Schmettau les tint toujours en respect. Ils se contentèrent de faire un feu très vif dessus, tant de mousqueterie que de canon, et détachèrent toutes leurs troupes légères pour les prendre sur les flancs et tâcher de les mettre en désordre. Mais, voyant que cela ne leur réussissait pas, qu'elle avait déjà gagné le couvent de la Victoire, que les deux colonnes sous les ordres du Prince de Prusse s'étaient déjà mises en bataille sur la hauteur derrière Rusin, pour la soutenir, les troupes régulières s'arrêtèrent, et le reste de la marche ne fut inquiété que par les pandours et les hussards. Nous restâmes en bataille sur cette hauteur jusqu'à sept heures du soir, que, voyant que l'ennemi ne bougeait pas, nous nous mîmes en marche et arrivâmes le lendemain matin à Minkowitz, où nous campâmes.

La colonne de la droite fut aussi attaquée à son arrière-garde par les troupes irrégulières, mais assez mollement. Nous avons eu 263 hommes tués, la plupart par le canon, et environ 300 de blessés, et l'ennemi s'est emparé de deux pièces de canon de trois livres de balle, dont les roues et les affûts ayant été brisés par leur feu, il était impossible de les emmener.

Le 22, nous marchâmes à Budin où était notre pain, et où nous campâmes en attendant les ordres du Roi.

Nach der eigenhändigen Niederschrift des Feldmarschalls Keith.209-1

<210>

9154. AU PRINCE DE PRUSSE AU CAMP DE JUNG-BUNZLAU.

[Leitmeritz,] 3 [juillet 1757].

Je vous envoie le rapport que j'ai reçu d'un homme véridique;210-1 il sera bon que vous marchiez à Hirschberg,210-2 pour que nous soyons plus à portée de nous joindre. Je suis etc.

Federic.

[Leitmeritz,] 3 juillet [1757].

Il faut marcher à Hirschberg.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9155. AU PRINCE DE PRUSSE AU CAMP DE JUNG-BUNZLAU.

[Leitmeritz, 3 juillet 1757].210-3

Vous ne pouvez plus vous retirer du côté de la Silésie; il ne vous reste que la Lusace. Il faut faire fourrager toutes les contrées et même gâter ce qu'on ne peut consumer, pour rendre à l'ennemi ses opérations difficiles. Dès que vous serez à Hirschberg,210-4 notre communication sera mieux établie. Il faut tâcher de soutenir la Bohême, s'il est possible, jusqu'au 15 d'août; et, comme Zittau est un mauvais poste, vous pourrez prendre alors Reichenberg, Grottau ou Gabel, selon que vous le jugerez à propos. Si l'ennemi se tourne contre la Lusace, il faut prendre grande attention à vos campements, le laisser passer le Bober et vous mettre à son dos, pour lui couper les vivres et l'obliger de venir à vous dans un terrain avantageux que vous choisirez, et que le prince Bevern210-5 et d'autres officiers pourront vous indiquer. Si l'ennemi se tourne avec toutes ses forces vers Landshut, il faut marcher par Greifenberg pour lui couper les vivres. Winterfeldt210-6 et surtout Enbers210-7 con naissent le pays, qui peuvent régler vos marches et vos campements.“ Ne précipitez rien sur des nouvelles incertaines, et ne prenez de parti que lorsque vous êtes sûr du dessein des ennemis; mais répandez dans l'armée que nous avions un grand dessein, et que, dans peu, on verrait tout-à-fait changer les choses en bien.

Federic.

Nach dem Concept. Eigenhändig.

<211>

9156. UNTERREDUNG DES RÖNIGS MIT DEM GROSSBRITANNISCHEN MINISTER MITCHELL.

[Leitmeritz, 3. Juli 1757.]

Mitchell berichtet an Holdernesse, Leitmeritz 4. Juli 1757, (private): „Yesterday the King of Prussia sent for me, which is the first time he has seen anybody, since he received the news of the death of the Queen-Mother.211-1 I had the honour to remain with him some hours in his closet. I must own to Your Lordship I was most sensibly affected to see him indulging his grief and giving way to the warmest filial affections, by recalling to mind the many obligations he had to her late Majesty, and repeating to me her late Majesty's sufferings, the manner she bore them, the good she did to everybody, and the comfort he. had to have contributed to make the latter part of her life easy and agreeable...“ 211-2

Nach der Ausfertigung im Public Record Office zu London.


9157. AU CONSEILLER PRIVÉ DE LÉGATION DE HÆSELER A COPENHAGUE.

<212><213>

Häseler berichtet, Kopenhagen, 18. Juni: „Le comte Dehn .... m'a donné à entendre que la consternation était extrême dans toutes les cours opposées, et qu'il y avait tout lieu de croire que c'était aujourd'hui le moment où Votre Majesté pouvait donner la paix à l'Europe armée contre Elle et finir cette guerre avec avantage et à Sa plus grande gloire; que Sa Majesté Danoise le souhaitait passionnément, et que, si Votre Majesté voulait faire connaître sous quelles conditions Elle voulait la paix, on serait peut-être en état d'en faire un bon usage. Il y a ajouté que la cour de Versailles y sousscrirait tout de suite, ne cherchant qu'à se tirer maintenant de cette guerre, et qu'il serait facile d'obliger la Russie à demeurer tranquille. C'est le rôle de médiateur qui flatte la cour de Danemark, et puis c'est le moyen de se tirer d'embarras elle-même, sentant bien que tôt ou tard il faudra en venir à prendre parti. J'ai pressenti si on était d'humeur à donner le poids nécessaire à ces négociations

Leitmeritz, 3 juillet 1757.

Les dépêches que vous m'avez faites du 18 et du 21 du mois passé de juin, m'ont été bien rendues, qui m'ont causé d'autant plus de satisfaction que j'en ai vu que la cour de Danemark commence d'ouvrir les yeux sur la véritable situation des conjonctures présentes211-3 et les suites qui en résulteront même au grand préjudice des affaires de Danemark, si jamais la cour de France, aveuglée par celle de Vienne contre ses propres intérêts, parvenait à faire remuer la Suède, et que la Russie se rendrait, pour ainsi dire, la maîtresse de la Mer Baltique, en voulant y donner la loi. C'est aussi pourquoi vous ne manquerez pas de faire, en termes

et à se charger de la garantie de cette paix. On n'est nullement éloigné de se prêter à l'un et l'autre, dans la persuasion que l'Impératrice renoncera à jamais à présent de ravoir la Silésie, On parait même avoir quelque idée d'un congrès et de se joindre pour la médiation à la Hollande.“

convenables au sujet et en les expressions les plus obligeantes que vous saurez imaginer, de grands compliments tant au roi de Danemark qu'au baron de Bernstorff, et vous vous appliquerez au mieux à entretenir ce Prince, comme aussi son ministre, dans ces sentiments d'amitié pour moi et de fermeté que le ministre Bernstorff vous a marqués.

Pour ce qui regarde l'ouverture que le comte Dehn vient de vous faire comme de lui-même, et dont vous m'avez rendu compte par le postscriptum de votre dépêche du 18, ma volonté est que vous devez accepter212-1 cette idée et dire que je ne serai pas difficile pour la paix, et que je ne demande que toutes les sûretés possibles pour l'avenir; cependant toujours, comme il s'entend, sans que l'Angleterre soit oubliée, et qu'elle y soit incluse, parceque je ne me séparerai point d'elle, en sorte qu'il faudrait que la paix soit générale et faite également avec moi et avec l'Angleterre. Personne n'est mieux instruit que vous que je ne suis entré dans cette guerre-ci que forcé par la cour de Vienne, après avoir tenté inutilement tout ce qui a été possible pour l'éviter et pour conserver la paix et la tranquillité publique;212-2 que c'est dans cette vue, et que je m'appliquai, d'abord après ma convention de Westminster faite avec l'Angleterre,212-3 de concilier la France et l'Angleterre et de porter des paroles de paix,212-4 que, d'ailleurs, je faisais tout pour la conservation de la tranquillité publique en Allemagne qui était le but principal de ladite convention;212-5 mais, comme on prit tout de travers en France mes sentiments droits et sincères,212-6 et que la cour de Vienne en profita pour brouiller les cartes au point que nous les voyons aujourd'hui, je fus forcé quasi l'épée aux reins d'entrer en guerre, pour ne pas me laisser opprimer d'abord; ce que je n'ai jamais fait par un esprit de conquête, ni dans d'autres vues que pour avoir une paix solide et pour n'avoir pas toujours le pied à l'étrier contre les Autrichiens, comme malheureusement j'étais obligé de l'avoir alors d'année en année et du jour à lendemain.

Si donc la cour de Copenhague veut travailler en France, pour faire revenir la cour de Versailles des fausses idées qui lui ont été inspirées à mon sujet, et pour rétablir la paix de la façon susdite, j'y souscrirai et ne serai point difficile à des conditions raisonnables; aussi ne serai-je point contraire que la cour de Danemark jouât en ceci le

 

rôle de médiateur. Voilà ce qui doit vous servir de direction à ce sujet, et dont vous ferez un bon usage.213-1

Federic.

Nach dem Concept.


9158. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT IM LAGER BEI INSTERBURG.

Leitmeritz, 3. Juli 1757.

Jch habe Euer Schreiben vom 19. voriges erhalten, nach dessen Einhalt dann nichts anders zu thun ist, als den Ausschlag derer Sachen mit denen Russen, und wie es darunter gehen wird, abzuwarten; da inzwischen Ich allhier alles thun werde, um Meinen lezthin gehabten Verlust zu repariren und Meinen Feinden nach aller Möglichkeit das Haupt zu bieten.

Beiläufig habe Ich Euch auch benachrichtigen wollen, wie dass letzthin das englische Ministerium dem russischen Gesandten213-2 zu London die formelle Declaration, bei Gelegenheit derjenigen, so der petersburgische Hof public gemachet, nämlich alle Meine Hafens in der Ostsee bloquiren und allen Handel nach solchen unterbrechen zu wollen213-3, gethan, wie Se. Grossbritannische Majestät Schlechterdinges in Conformité des 2. Articuls des mit Mir vorhin geschlossenen Tractats213-4 obligiret wären, sowohl das freie Commercium ihrer Unterthanen in der Ostsee zu protegiren, als auch Mich gegen die Projecte Meiner Feinde zu assistiren, wenn eine auswärtige Puissance ihre Truppen nach oder durch Teutschland schicken wollte;213-5 welche Declaration den dortigen russischen Gesandten sehr betreten haben soll.213-6

Eine gleiche Declaration wegen des freien Handels nach und aus Meinen Hafens in der Ostsee hat der dänische Hof den russischen und französischen Ministern213-7 allda gethan und, um den Nachdruck davon zu zeigen, sogleich die Ordre gegeben, seine ganze Flotte zu equipiren, um in die See zu laufen und sich denen Entreprisen der russischen Flotte zu opponiren.213-8

Friderich.

Nach dem Concept.

<214>

9159. AN DEN GENERALLIEUTENANT ERBPRINZ VON HESSEN-CASSEL IM LAGER BEI MINDEN.

Leitmeritz, 3. Juli 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich lieber Vetter. Ew. Liebden Schreiben vom 23. voriges habe Ich gestern allhier erhalten. Worauf Deroselben in Antwort diene, dass, so gerne Ich auch des Duc de Cumberland Hoheit wegen Meiner dort stehenden 6 Bataillons alle Complaisance bezeigen und Dero Dispositiones nicht entgegen sein will, es dennoch nicht angehen wird, aus gedachten Meinen Bataillons besondere Detachements mit melirten Commandos zu formiren, indem, wie Ew. Liebden schon vorhin von Mir bekannt gemachet worden,214-1 wenn es dazu kommen sollte, das die Franzosen üher die Weser gingen und von des Duc de Cumberland Hoheit an solcher Passage und ihren Marsch nach dem Halberstädtischen und Magdeburgischen zu nehmen nicht behindert werden könnten, alsdenn es ganz indispensablement nöthig ist, dass gedachte 6 Bataillons sonder den geringsten Verzug und auf das schleunigste nach dem Magdeburgischen marschiren, um sich noch zur rechten Zeit in Magdeburg vor Ankunft der Franzosen zu werfen. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter.

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Königl. Staatsarchiv zu Marburg.


9160. AU CONSEILLER DE LA CHAMBRE DE JUSTICE D'EICKSTEDT A CASSEL.214-2

Leitmeritz, 5 juilet 1757.

Par la lettre que vous m'avez faite du 29 de juin, vous me mandez que les Français avaient demandé au Landgrave d'entrer à Rinteln avec un détachement assez fort, et que plusieurs avis marquaient aussi que les Français faisaient défiler 16 bataillons et plusieurs escadrons par la principauté de Waldeck.214-3 Ma volonté est que vous devez me mander au plus tôt possible ce qui est arrivé après le refus fait du Landgrave de laisser entrer les Français à Rinteln, et surtout encore si cet avis de la marche des 16 bataillons français est exactement vrai, ou si cela n'a été qu'un faux bruit. Et supposé que l'avis qu'on en a eu, fût exactement vrai, vous marquerez encore la route que ces bataillons ont prise pour passer outre. Vous m'expédierez une estafette pour me porter votre réponse, afin que j'en sois informé au plus vite. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.

<215>

9161. AU PRINCE DE PRUSSE AU CAMP DE NEUSCHLOSS.

Leitmeritz, 5 juillet 1757.

Mon très cher Frère. Je ne saurais que parfaitement applaudir au camp que vous avez pris;215-1 il est tout-à-fait conforme à mes idées dans les circonstances présentes. Comme je suis informé que l'ennemi a un dessein sur Tetschen, il faut être bien vigilant, pour que rien ne passe entre l'Elbe et votre camp. En cas que quelque corps de l'ennemi se glissât entre deux, un corps qui marcherait à Bensen, pourrait l'obliger de quitter ce dessein. Dans le cas que toute l'armée ennemie viendrait sur moi à Leitmeritz, et que cela pourrait nous obliger de nous y joindre, j'ai trouvé un camp, entre Ploschkowitz et Zahorzan, qui est très fort; mais il ne faut pas que ce mouvement se fasse sans une nécessité très pressante et forte.

J'ai eu des rapports que le prince Charles était marché à Widim, dont cependant je ne crois rien. Quand vous aurez à m'envoyer quelque chose de pressant pour m'en avertir, vous n'avez qu'à vous servir d'un hussard qui sait la langue hongroise, que vous équiperez avec un uniforme, selle, cheval et harnais, comme les hussards autrichiens sont montés, qui alors passera certainement ici; et au cas que, contre toute attente, il se perdît, il n'y aura rien de perdu ni de trahi, vu qu'il n'aura à porter ici qu'une lettre mise en chiffres; mais s'il arrive, il aura toujours six ducats que je lui ferai donner en récompense.

Au surplus, je donnerai mes ordres aux commandants des forteresses de Schweidnitz, Neisse, Glatz, et, à Cosel, au lieutenant-colonel de Kreytzen, de vous rapporter tout ce qu'ils apprennent de l'ennemi et des magasins que les Autrichiens font amasser, par où on pourra d'abord juger le but auquel ils visent.215-2

Au reste, si les pillages des femmes et des valets vont à l'excès, il sera toujours bon que, pour les réprimer, vous fassiez statuer un exemple, en faisant pendre un de ces gens-là.

Je suis avec toute l'estime et tendresse imaginable, mon cher frère, votre très affectionné et fidèle frère

Federic.

Nach dem Concept.

<216>

9162. AN DEN ETATSMINISTER EDLER VON PLOTHO IN REGENSBURG.

Leitmeritz, 5. Juli 1757.

Mein lieber Geheimer Etatsminister Edler von Plotho. Der Expresse, welchen Ihr en courrier mit Eurem Schreiben vom 30. voriges abgefertiget habet, ist gestern bei Mir allhier richtig eingetroffen, und ist Mir dasjenige, so Ihr darin wegen der württembergischen Truppen meldet, recht sehr lieb zu vernehmen gewesen.216-1 Ich wünsche nur, dass der Success und Erfolg davon so sein möge, wie Ihr Mir die Hoffnung dazu gebet, und dass diese Leute geschickt genug und instruiret sein mögen, alle Obstacles, so ihnen auf ihrem Wege bis in das Thüringische gemacht werden können, zu evitiren und zu heben, wovor hoffentlich Eure Emissaires gesorget haben werden. Inzwischen habe Ich den von Mir zu Leipzig in Garnison stehenden Generalmajor von Hauss beordert, dass derselbe sogleich ein paar recht sehr vernünftige Officiers nach Thüringen beordern soll, die daselbst nach denen Grenzen gehen, sich nach der Ankunft der Leute quaestionis genau erkundigen und solche, sowie sie einzeln oder auch truppweise ankommen, in Empfang nehmen, sie vor Mich engagiren und mit ihnen, wenn sie es verlangen, capituliren, ihnen Handgelder geben und vor ihre Verpflegung sorgen sollen. Es würde gut sein, wann Ihr durch Eure Emissaires die Leute davon benachrichtigen lassen könnet.

Für alle vorige Mir gegebene ganz interessante Nachrichten danke Ich Euch sehr, mit welchen Ihr nach aller Möglichkeit zu continuiren habet. Ich bin Euer wohlaffectionirter König

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Königl. Hausarchiv zu Berlin.


9163. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Leitmeritz, 5 juillet 1757.

Ma très chère Sœur. Je profite d'un courrier de Plotho qui va à Ratisbonne,216-2 pour vous faire part, ma chère sœur, du nouveau chagrin qui nous accable. Nous n'avons plus de mère.216-3 Cette perte met le comble à ma douleur. Je suis obligé d'agir, et je n'ai pas le temps de donner un libre cours à mes larmes. Jugez, je vous prie, de la situation d'un cœur sensible, mis à une aussi cruelle épreuve. Toutes les pertes dans le monde peuvent se redresser, mais celles que la mort cause, sont sans espoir. Je ne m'étends pas davantage sur un<217> aussi affligeant sujet. Je prie le Ciel qu'il vous conserve, sans quoi je n'aurais presque plus d'amis dans le monde. Je suis avec la plus parfaite tendresse, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9164. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Leitmeritz, 6 [juillet 1757].

Ma très chère Sœur. La même personne qui vous a porté ma lettre, sera à Plauen, pour recevoir ce que vous voudrez m'envoyer. Tout est ici dans le même état. L'armée que Schwerin avait, commandée par mon frère de Prusse, est à quatre milles d'ici, de l'autre côté de l'Elbe près de Pleisswedel. L'ennemi est à Lissa, l'intention des Autrichiens est d'attendre que les troupes de l'Empire viennent, et que les Français agissent pour me trouver affaibli par les détachements que je serai obligé de faire, et pour m'accabler alors. Ma situation devient difficile par le nombre de mes ennemis, quelque pitoyable qu'en soit l'espèce; en dirigeant leur marche vers Magdebourg ou Halberstadt, ils m'obligent toujours à détacher contre eux, et le chapitre des hasards devient plus équivoque que jamais.

Je vous demande pardon, si je ne vous en dis pas davantage, mais j'ai tant d'arrangements à prendre que je n'ai pas le temps de vous rendre un plus grand détail de nos affaires. Je suis avec la plus tendre amitié, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9165. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

[Leitmeritz.] 6 [juillet 1757].

Ma très chère Sœur. Rendez Reitzenstein à la garde de Dieu! Je serais au désespoir que sa détention217-1 vous attirât des affaires. Il faut, ma chère sœur, se plier au temps; à présent tout nous paraît opposé. Cédez à la force majeure, et conservez-moi votre amitié et votre santé. Voilà tout ce que je vous demande. J'écris dans le même sens au Margrave,217-2 et je vous prie tous deux de penser à la conservation de votre pays; des évènements heureux pourront peut-être faire changer la face des affaires.

Je vous demande mille pardons, si je ne vous en dis pas davantage, j'ai tant de sujets d'affliction qu'il m'est impossible d'écrire. Je suis avec la plus tendre amitié, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<218>

9166. AN DEN REGIERENDEN MARKGRAFEN VON BAIREUTH IN BAIREUTH.

Der Markgraf von Baireuth ersucht in einem Schreiben, d. d. Baireuth 3. Juli, den König um die Erlaubniss, dass der in der Plassenburg gefangen gehaltene ansbachische Oberstlieutenant von Reitzenstein218-1 aus der Haft entlassen werden dürfe, da der Kaiser und der fränkische Kreis seine Befreiung dringend verlangen.

[Leitmeritz, 6. Juli 1757].218-2

Er möchte den Reitzenstein bei diesen Umständen in Gottes Namen losgeben und sich keine Affairen auf den Hals ziehen, absonderlich in diesen Umständen, da ich ihm jetzo auf den Plutz nicht assistiren kann.

Friderich.

Eigenhändige Weisung für die Antwort, in dorso des Schreibens des Markgrafen.


9167. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Die Markgräfin schreibt, 4. Juli,218-3 sie habe nach Empfang des königl. Schreibens vom 28. Juni218-4 einen Brief für Belle-Isle an Folard in München gesandt, mit der Bitte, denselben dem Marschall zugehen zu lassen. In baireuthschen Diensten befinde sich ein französischer Edelmann, ein Verwandter von Bernis, der Chevalier de Mirabeau, welcher stets eine grosse Anhänglichkeit für die Markgräfin bewiesen habe, „J''ai pensé que, si on pouvait envoyer cet homme à Paris, il pouvait y lier sous mon nom quelques négociations avec la Pompadour. L'appât des récompenses pourront peut-être la faire agir pour vos intérêts. Elle est l'unique cause de l'acharnement qu'on a contre vous. On lui a rapporté des propos vrais ou faux que vous devez avoir tenus contre elle et le Roi. Ces minuties ont mis les biles en mouvement et font tenir la misérable conduite qu'on mène.“

Leitmeritz, 7 juillet 1757.

Ma très chère Sœur. Vous avez trop de bonté de vous donner tant de peine pour mes affaires. Je suis confus d'abuser si étrangement de votre indulgence. Puisque, ma chère sœur, vous voulez vous charger du grand ouvrage de la paix, je vous supplie de vouloir envoyer ce M. de Mirabeau en France. Je me chargerai volontiers de sa dépense; il pourra offrir jusqu'à 500,000 écus à la favorite pour la paix, et il pourrait pousser ses offres beaucoup au delà, si, en même temps, on pouvait l'engager à nous procurer quelques avantages. Vous sentez tous les ménagements dont j'ai besoin dans cette affaire, et combien peu j'y dois paraître; le moindre vent qu'on en aurait en Angleterre, pourrait tout perdre. Je crois que votre émissaire pourrait s'adresser de même à son parent qui est devenu ministre,218-5 et dont le crédit augmente de jour en jour. Enfin, je m'en rapporte à vous. A<219> qui pourrais-je mieux confier les intérêts d'un pays que je dois rendre heureux, qu'à une sœur que j'adore, et qui, quoique bien plus accomplie, est un autre moi-même? J'ai déjà répondu par rapport à Reitzenstein,219-1 et je conseille au Margrave de le rendre d'abord, pour ne point être compliqué dans une affaire qui, dans les circonstances présentes, pourrait lui devenir funeste. Adieu, ma chère sœur; je vous embrasse de tout mon coeur, étant avec la plus parfaite tendresse, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9168. A LA REINE DE SUÈDE A STOCKHOLM.

Leitmeritz, 7 juillet 1757.

Ma très chère Sœur. Vous saurez déjà l'échec que j'ai reçu le 18 du mois passé auprès de Kolin, qui m'a obligé de lever le siège de Prague. Dans ces cruelles circonstances, j'ai perdu une mère que j'adorais; à présent, je dois m'attendre que tous mes ennemis déclarés et cachés lèveront leur tête, et que tout le monde voudra contribuer à ma ruine. Dans cette situation, ma chère sœur, j'opposerai de la fermeté et du courage au nombre de mes ennemis, et ils n'accableront l'État qu'en ensevelissant ses défenseurs sous les ruines de leur patrie. Voilà tout ce que je peux vous dire pour le présent. Solms sera informé de tout ce qui se passera dans la guerre. Sensible à votre amitié, comme je le suis, je vous écrirais certainement plus souvent, si la multitude des affaires et le mouvement perpétuel où je suis souvent, ne m'en empêchaient. Ne pensez, je vous prie, ni à ma perte ni à ma conservation, la vie n'est bonne que lorsqu'elle est accompagnée d'honneur et de bien-être; mais la mort est préférable à l'oppression et à l'ignominie. Je vous embrasse de tout mon cœur, étant avec la plus parfaite tendresse, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9169. AN DIE HALBERSTAEDTISCHE KAMMER.

Die Mitglieder der halberstädtischen Kammer übersenden in einem Berichte, Halberstadt 5. Juli, die Nachricht, dass 10,000 Mann Franzosen in Hessen eingefallen seien.219-2 Der Kammerdirector Dieterich gehe nach der Grafschaft Hohnstein, um daselbst alle nothwendigen Vorkehrungen zu treffen.

[Leitmeritz, Juli 1757.]

Die Herren ergreifen das Hasenpanier zu schleunig. Es ist nicht wahr.

Friderich.

Eigenhändig in dorso des Berichts.

<220>

9170. AU PRINCE DE PRUSSE.220-1

[Leitmeritz, 7 juillet 1757.]220-2

J'ai des nouvelles sûres que toutes les troupes de l'Empire qui s'assemblent à Fürth, ne feront que 18,000 hommes; cela me paraît bien peu de chose pour faire une diversion.

Je commence à soupçonner que les Autrichiens pourraient avoir dessein de pénétrer en Silésie par Landshut. Kreytzen m'écrit qu'il y a eu un corps de 3000 hommes qui s'est montré là, et qui s'est retiré. Daun nous masque avec ses troupes légères; Dieu sait ce qu'il fait en attendant. Entretenez une vive correspondance avec d'O et Kreytzen,220-3 pour que vous soyez averti des mouvements que l'ennemi pourrait faire de ce côté-là, et réglez vos marches d'avance. Si vous étiez obligé de tourner de ce côté, Winterfeldt et Enbers connaissent le pays et les camps que l'on y peut prendre.220-4 Si la guerre va de ce côté-là, et que vous puissiez prévenir l'ennemi du côté de Landshut, vous avez des camps très forts dans les montagnes qui couvrent toute la Silésie.

Il faut encore observer que, si vous vous retirez par la Lusace, vous serez obligé, au cas que Nadasdy et sa canaille vous suit, de lui laisser un corps opposé du côté de Zittau, pour l'empêcher de faire des incursions; en ce cas, je pourrai relever une partie de ces troupes et vous envoyer tout ce de quoi je pourrai me passer. Adieu.

Federic.

Nach dem Concept. Eigenhändig. 220-5


9171. AU PRINCE DE PRUSSE.

[Leitmeritz,] 7 juillet [1757].

Mon très cher Frère. J'ai reçu votre lettre du 6, et les deux doubles que vous m'en avez envoyés. Je vous passe les mouvements que vous venez de faire encore avec l'armée sous vos ordres;220-6 mais, pour le coup, je me persuade que vous ne marcherez plus en arrière, pour ne pas être au milieu de la Saxe, sans y penser. Il me semble que, le poste que vous aviez occupé étant assez fort, vous auriez pu faire deux bons détachements, pour aller en avant de deux côtés au lieutenant-général Brandes,220-7 dont je crains qu'il ne soit, en attendant<221> votre secours, attaqué de l'ennemi, puisque les hussards prétendent avoir entendu tirer des coups du côté de Gabel, ce qui ne saurait être qu'à l'occasion du général Brandes, qu'on aura attaqué.

Le corps de hussards de l'ennemi ne saurait être là si fort en nombre qu'on le prétend, vu qu'on en a détaché deux régiments vers la ville de Nuremberg, qu'un en est aux environs d'ici, ce qui fait trois, et trois encore à l'armée ennemie. Quand vous aurez reçu heureusement vos farines et l'argent,221-1 je vous prie, au nom de Dieu, de ne plus rétrograder, car je veux bien vous avertir qu'il n'y a nul fourrage en Saxe, de sorte que, quand vous vous y tirerez, il vous en manquera là, et toute la boutique sera perdue.

Nous avons reçu ce soir des lettres du maréchal Daun par un trompette qui vient d'arriver. Selon la date de la lettre, il doit être chez Jung-Bunzlau à Kosmanos.

J'espère, au surplus, que vous aurez reçu la lettre chiffrée que je vous ai envoyée aujourd'hui matin par un hussard221-2. Je suis avec les sentiments que vous me connaissez, mon cher frère, votre bon et très affectionné frère

Federic.

Nach dem Concept.


9172. AU PRINCE DE PRUSSE AU CAMP DE LEIPA.

[Leitmeritz, 8 juillet 1757.] 221-3

Mon cher Frère. Je vous prie de prendre bien vos mesures, afin que le secret de tout ce qui suit ne sorte pas de vos mains, ce qui est de la dernière importance221-4.

Vous n'avez rien à craindre pour Schweidnitz.221-5 La place ne peut pas être surprise; il faut un siège régulier pour s'en emparer.

Voici, selon moi, ce que l'ennemi peut faire, et à quoi il faut penser. La première affaire pour vous est d'attirer Brandes,221-6 l'argent pour l'armée, 700 chariots de farine, qu'il faut renvoyer après qu'ils seront déchargés, et d'attirer à vous l'augmentation. Voilà ce que l'ennemi peut faire : 1° un projet sur la Silésie; je vois qu'il n'y pense pas pour le moment présent, il ne veut que nous pousser hors de la Bohême. 2° Si nous nous retirons en Saxe, comme il faudra bien que cela arrive entre ci et six semaines, il pensera ou à percer en Lusace, ou peut-être encore à opposer un corps vers Cotta. Je vous ai instruit de mes intentions, tant pour la Silésie que la Lusace221-7.

<222>

J'ai appris de science certaine que trois régiments de hussards marchent à Nuremberg. L'armée de l'Empire ne pourra se mettre en marche que vers le 15 d'août. Je compte alors laisser un corps à Cotta, et exécuter le plan que j'avais formé cet hiver sur Mersebourg ou Weissenfels,222-1 leur tomber à dos et les couper. Vous ferez la même chose du côté de la Lusace. Mais comme nous ne sommes pas en état d'agir offensivement de tous les côtés, il faudra que, pendant mon expédition, vous conteniez les ennemis où vous serez, par des camps forts, jusqu'à ce qu'après la fin de mon expédition, je puisse venir ou vous envoyer des secours, pour vous mettre en état d'agir offensivement; et, dans ce cas, je vous recommande encore de ne point mettre en jeu toute l'armée, mais de vous borner à un seul point d'attaque, et de préparer d'avance les officiers à cette manœuvre.

Il faudra aussi, dès que l'occasion et la tranquillité le permettront, fondre les grenadiers de Kalenberg et de Bæhr dans vos bataillons de grenadiers délabrés, les régiments de Manstein et Wietersheim222-2 dans Bevern, Henri, Münchow, Schulze et Wied. Chaque général pourra choisir de ces régiments, pour compléter le sien, les meilleurs officiers. Les autres, comme Wietersheim et les officiers non employés, je les paierai, en attendant, extraordinairement de ma bourse. Il faut aussi que votre cavalerie songe sérieusement à se recompléter, et quand vous aurez attiré à vous tous vos secours, vous pourrez reprendre le camp de Neuschloss.222-3 Ce mouvement en avant fera un bon effet.

Federic.

Nach dem Concept. Eigenhändig. 222-4


9173. AN DEN ETATSMINISTER VON BORCKE IN TORGAU.

Leitmeritz, 8. Juli 1757.

Mein lieber Geheimer Etatsminister von Borcke. Eure beide Berichte vom 26. und 28. voriges habe Ich heute allhier allererst erhalten, und gebe Ich Euch darauf in Antwort, dass die Gefahr gottlob noch nicht so weit ist, als wie es scheinet, dass Ihr Euch solche vorstellig machen wollen; denn in Sachsen noch keine feindliche Partei ist, und Ich deshalb sowohl als wegen der Communication von hier aus alle Präcaution genommen habe. Es ist dahero auch vor der Hand noch keine Verstärkung der Garnison zu Torgau nöthig,222-5 so dass Ihr deshalb ganz ruhig sein könnet. Sobald aber solches nöthig sein wird, so werde Ich gewiss davor sorgen. Ich bin Euer wohlaffectionirter König

Friderich.

Nach der Ausfertigung.

<223>

9174. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT IM LAGER BEI INSTERBURG.

Leitmeritz, 8. Juli 1757.

Euer Schreiben vom 26. vorigen Monates ist mir gestern allhier richtig eingeliefert worden. Ich bin auch von dem, so Ihr darin von Euren Arrangements und gefassten Entschlüssen meldet, recht wohl zufrieden gewesen; wie es denn jetzo insonderheit, da die Sachen zu ihrer höchsten Krise kommen, sehr zu wünschen ist, dass der Himmel Eure Unternehmungen beglücke, und dass Ihr die Russen dorten schlagen möget, als wodurch sie vielleicht zu einem prompten Frieden mit uns gebracht werden dürften.

Ich hoffe, dass Benoît zu Warschau beständighin continuiren werde, Euch von allem, so er allda erfähret, Bericht zu erstatten. Es ist viel Wischewasche in seinen Berichten,223-1 jedoch immer etwas daraus zu nehmen, wenn es mit andern Nachrichten und Umständen zusammengehalten wird.

Friderich.

Nach dem Concept.


9175. AU DUC DE CUMBERLAND AU CAMP DE DANRERSEN.

Leitmeritz, 8 juillet 1757.

Monsieur mon Cousin. Votre Altesse Royale juge très bien de la situation présente où nous nous trouvons, elle n'est pas aussi avantageuse qu'elle l'était au commencement du mois passé, mais il n'y a rien de désespéré. J'ai attaqué avec 30,000 hommes une armée plus forte que je ne l'avais jugée, et j'ai été repoussé avec perte de 10,000 hommes par 60,000 avantageusement rangés dans un triple poste. Voilà le fond de l'affaire. Mes troupes, étant obligées de passer l'Elbe, ne me permettaient plus de pouvoir continuer le blocus de Prague, après la levée duquel toutes les troupes légères de l'ennemi ont voulu tomber sur nos magasins pour nous expulser, faute de vivres, de la Bohême; mais nous avons heureusement fait avorter ce dernier projet, et nous pourrons encore tenir 4 à 6 semaines, après quoi il faudra prendre des mesures pour résister aux troupes de l'Empire et au détachement français d'un côté, et de l'autre à l'armée autrichienne.

Il serait à souhaiter que l'on pensât en Angleterre à renforcer l'armée de Votre Altesse Royale par des troupes anglaises.223-2 Si jamais les libertés de l'Europe, la religion et la balance des pouvoirs ont couru risque, c'est à présent, et je m'étonne qu'une nation qui a tant dépensé d'argent et tant versé de sang pour le soutien de ce système, voie à présent avec des yeux indifférents les grands hasards que court l'Europe d'être subjuguée par la force prépondérante de ce monstre<224> politique de ce triumvirat, formé de trois puissances dont les principes et les intérêts ont paru incompatibles jusqu'ici. En vérité on regrettera, mais trop tard, l'indifférence avec laquelle on regarde en Angleterre la guerre de terre ferme, et il me semble que, si le Roi votre père et les États prussiens sont opprimés dans ce continent, la France pourra sans empêchement imposer les conditions les plus dures à l'Angleterre. Enfin, je crois qu'il est temps de faire les plus grands efforts pour s'opposer à l'ambition débordée du triumvirat, et qu'il n'y a point de temps à perdre pour prendre de justes mesures pour notre conservation. Je me ferai un devoir d'en donner l'exemple, et Votre Altesse Royale peut être persuadée que je ferai les derniers efforts pour résister et, s'il se peut, pour regagner le dessus sur nos ennemis. Je suis avec la plus parfaite estime, Monsieur mon Frère et Cousin, de Votre Altesse Royale le bon frère et cousin

Federic.

Nach dem Concept.


9176. AU LANDGRAVE RÉGNANT DE HESSE-CASSEL.224-1

Leitmeritz, 8 juillet 1757.

Monsieur mon Cousin. J'ai reçu presqu'en même temps les lettres du 27 juin et du 3 de ce mois que Votre Altesse a bien voulu me faire sur des sujets qui n'ont pu que m'affliger extrêmement, par l'oppression injuste où l'on tâche de mettre notre chère patrie.224-2 Il m'a été bien douloureux de voir le peu de ménagement qu'on a marqué envers Votre Altesse, et qu'Elle Se voit obligée par là et pour éviter plus d'inconvénients encore, de quitter pour quelque temps Ses États pour aller séjourner à Hambourg. J'avoue que je ne saurais assez admirer Sa fermeté et applaudir au bel exemple qu'Elle donne par là à tout bon et sincère patriote.

Aussi Votre Altesse sera persuadée que, vraiment touché de Sa magnanimité et de Son amitié à toute épreuve, j'emploierai jusqu'à l'impossible pour La secourir et pour coopérer de mon mieux à ce que l'Angleterre accomplisse, dans ce moment-ci où est le vrai cas de l'alliance, les engagements qu'elle a pris avec Votre Altesse,224-3 en suppléant, par un transport de troupes anglaises pour l'armée d'observation, ce que je n'y saurais pas fournir présentement moi-même. Je me suis déjà expliqué à ce sujet au duc de Cumberland, à qui je viens d'écrire,224-4<225> et ne manquerai pas de faire faire mes représentations les plus pressantes partout où il convient, afin de prendre de justes mesures pour notre conservation. De ma part, je n'omettrai rien pour en donner l'exemple, et ferai certainement mes derniers efforts pour résister à nos ennemis, qui, de la manière la plus injuste et la plus criante, prennent à tâche de vouloir nous opprimer.

Votre Altesse voudra agréer les sentiments invariables de l'amitié la plus parfaite et de la plus haute considération avec lesquels je serai à jamais, Monsieur mon Cousin, de Votre Altesse le bon et très fidèle cousin

Federic.

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei.


9177. AU MINISTRE D'ÉTAT ET DE CABINET COMTE DE PODEWILS A BERLIN.

Leitmeritz, 8 juillet 1757.

Mon cher comte de Podewils. Je225-1 savais déjà tout ce que vous me mandez par votre rapport du 2 de ce mois. Vous et le duc de Cumberland avez pris le change.225-2 C'était un leurre que ce détachement qui voulait passer par Rinteln.225-3 Les Français ne penseront à passer le Wéser que lorsque l'armée de l'Empire ou les Suédois seront à portée de les joindre. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


9178. AN DEN GEHEIMEN RRIEGSRATH EICHEL IN LEITMERITZ.

Der Kammerpräsident Lentz berichtet, Aurich 28. Juni, die Franzosen seien am vorangegangenen Tage in Ostfriesland eingerückt. „Es ist ein Unglück, dass jetzo kein englisches Schiff in dem Emdischen Hafen lieget, und wegen lang angehaltener trockener Zeit die See so niedrig ist, dass sie nicht bis an den Fuss unserer Deiche kommt.“

Leitmeritz, 8. Juli 1757.

Ministère diesen Umstand, und was Lentz vorhin davon geschrieben,225-4 communiciren; auch ihm das nöthige desfalls insinuiren.

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs.

<226>

9179. AU LORD MARÉCHAL D'ÉCOSSE A NEUCHÂTEL.

Leitmeritz, 8 juillet 1757.

Milord. Je suis bien sensible à la marque de souvenir et d'attention que vous avez voulu me donner par votre lettre du 12 du mois précédent, tant par l'envoi des pois et du chocolat que surtout par les bons sentiments que vous continuez de témoigner pour moi. Je vous en sais tout le gré possible. Les temps et la fortune ont à la vérité changé depuis peu; mais grâces à Dieu! pourtant pas si fort qu'il ne nous reste encore la bonne espérance de pouvoir redresser les affaires et de les remettre, avec l'assistance divine, sur un meilleur pied. J'espère que vous y prendrez toujours la même part. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9180. AU CONSEILLER DE LA CHAMBRE DE JUSTICE D'EICKSTEDT A CASSEL.

Eickstedt berichtet, Cassel 22. Juni: „La cour de Vienne commence à se servir d'une ruse très particulière. Le lieutenant-colonel de Montgelas, qui a été en Bohême chez Votre Majesté de la part de l'électeur de Bavière,226-1 en retournant, outre mille impertinences sur l'accueil que Votre Majesté lui a fait,226-2 de même que sur la table qu'on lui avait refusée, a débité que Votre Majesté avait parlé avec la plus grande indigaation des princes de l'Empire en général, qu'Elle Se moquait d'eux et qu'Elle les mettrait à la raison l'un après l'autre. Ce récit a révolté l'É- lecteur, et les ministres impériaux l'ont relevé à Ratisbonne d'une façon qui voulait faire entendre que tout l'Empire coure le plus grand risque du monde.“ Auch am casseler Hofe haben die Aussagen von Montgelas einigen Eindruck hervorgerufen. Eickstedt hat demgegenüber darauf hingewiesen, dass man den Erzählungen der Gegenpartei nicht ohne weiteres Glauben schenken dürfe, der casseler Hof besitze ja vollgültige Beweise von der wahren Denkungsart des Königs von Preussen.

Leitmeritz, 8 juillet 1757.

J'ai vu avec surprise, par la lettre que vous m'avez faite du 22 de juin, l'impudence avec laquelle mes ennemis m'ont attribué des propos que je dois avoir tenus envers le lieutenant-colonel de Montgelas, lorsqu'il me fut envoyé de la part de l'électeur de Bavière. Quoique je sois assez accoutumé que mes ennemis m'endossent effrontément des propos souvent des plus insensés et ridicules, qui n'ont d'autre origine que dans leur malice et dans leur cervelles, je suis cependant fâché de ce que ces mensonges qu'ils ont inventés à l'égard dudit sieur Montgelas, aient pu faire de l'impression sur des gens honnêtes et estimables. C'est pourquoi ma volonté est que vous devez donner hardiment un démenti à ce Montgelas de toutes les impertinences qu'il m'a fait dire, supposé qu'il l'ait fait, et que ce ne sont plutôt des inventions que mes ennemis ont controuvées sur son compte. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.

<227>

9181. AN DEN ETATSMINISTER EDLER VON PLOTHO IN REGENSBURG.

<228>

Plotho berichtet, Regensburg 2. Juli: „Ich muss allerunterthänigst berichten, wie es anjetzt leicht sein würde, dass Ew. Königl. Majestät in Zeit von vier Wochen im Teutschen Reiche eine Armee von 30,000 Mann zusammenbringen könnten, um damit gegen die Franzosen zu agiren, auch die ganze Reichsarmee mit einmal zu zernichten, wann es nur möglich, dass Allerhöchstdieselbe ohne Zeitverlust ein Corps von 8000 Mann detachiren könnten, und welches durch Schwaben und Franken nach dem oberrheinischen Kreise seinen Marsch nähme; bei Einrückung aber in solche Kreise denen Ständen schriftlich, zugleich auch öffentlich declariren Hessen, wie Ew. Königl. Majestät das liebe Teutsche Vaterland von fremden Truppen zu befreien sucheten und also nicht zweifelten, es würden alle Stände des Reichs, so wie es in denen Reichsgesetzen gegründet und die reichsständische Obliegenheit erfordere, sich hiezu mit denen Kreiscontingenten anschliessen. Die Wohlgesinnete werden sodann, wann es nicht öffentlich geschehen kann, jedoch ingeheim ihre Truppen übergehen lassen und mehrers zur Verstärkung thun lassen; dagegen auch solche zu menagiren wären. Gegen die andern aber würde Ernst zu zeigen und deren Truppen zu zerstreuen sein. Jedoch wäre nicht lange hiebei sich aufzuhalten, sondern der weitere Marsch immer, so viel möglich, zu beschleunigen, auch der Erbprinz von Hessen-Darmstadt und der Prinz Friederich von Württemberg mit solchem Corps zu senden; so würde der Zweck auf das vollenkommenste sein.“

Leitmeritz, 8. Juli 1757.

Mein lieber Geheimer Etatsminister Freiherr von Plotho. Durch den von Euch abermalen anhero geschickten Courier habe Ich Euer demselben anvertrautes Schreiben vom 2. dieses Monates richtig erhalten.

Es kann Mir nicht anders als zu sehr gnädigem Gefallen gegen Euch gereichen, dass Ihr auf alles Attention habet, so Meinen Dienst und Interesse befördern kann, auch der Plan, welchen Ihr anführet, wäre so gar unrecht nicht, obgleich deshalb noch verschiedene mehrere Arrangements gemacht und auf gewisse Präcautiones gedacht werden müsste. Es leiden auch die Umstände nicht allemal dasjenige so zu executiren, wie Ihr es in Vorschlag bringet, dahero Ich es noch bis zu einer andern Zeit und Umstände aussetzen muss.

Durch die Eurem vorigen Courier mitgegebene und Meinem Schreiben beigefügte Relationes227-1 von allem, so zeither in Böhmen vorgegangen, werdet Ihr ersehen haben, wie ganz abscheulich in denen nach Eurem Orte gekommenen Nachrichten die Oesterreicher wegen der letztern hiesigen Bataille aufgeschnitten und, teutsch zu sagen, gelogen haben. Das Publicum sollte wohl schon längst von den bei den wienerschen Nachrichten zur Gewohnheit gewordenen Prahlereien und erdichteten Unwahrheiten,227-2 und wie [man]227-3 dasselbe damit zu hintergehen suchet, desabusiret sein. Ihr könnet indess Staat machen, dass, was in gedachten Relationen geschrieben worden, die reine Wahrheit, und dass wir darin weder unsere Avantages vergrössert, noch unsere Pertes im geringsten diminuiret haben.227-4 Nach

 

guten und gewiss ohnverdächtigen Nachrichten von Standespersonen, so selbst bei der österreichischen Armee der Bataille mit beigewohnet haben,228-1 hat solche nur allein an Todten über 8000 Mann gehabt, und selbst vernünftige österreichische Officiers gestehen frei, wie sie ihres Ortes nicht sagen könnten, dass sie eine Bataille gewonnen, sondern nur, dass sie einen Sturm auf einen sehr starken Posten abgeschlagen und, nachdem demohnerachtet die Sachen sehr misslich vor sie ausgesehen, solchen Posten behauptet hätten. Ich stehe auch noch bis dato mit Meiner in zwei Corps getheileten Armee in Böhmen und hoffe, dass mit göttlicher Hülfe dasjenige, was vorhin achtmal nach einander geschehen,228-2 ob Mir gleich die letztere Attaque gefehlet hat, noch weiter geschehen kann, ohnerachtet sich das Daun'sche Corps d'armée mit der in Prag gestandenen Garnison conjungiret und letztere mehrentheils an sich gezogen hat. Welches alles Ich Euch zu Eurer Direction bekannt machen wollen. Ich bin Euer wohlaffectionirter König

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Königl. Hausarchiv zu Berlin.


9182. AU SECRÉTAIRE MICHELL A LONDRES.

Leitmeritz, 8 juillet 1757.

J'ai reçu en son temps les dépêches que vous m'avez faites du 17 et du 21 juin dernier. Quoique vous continuiez toujours de m'assurer que le ministère anglais veuille aller en avant avec moi, je n'en ai point vu encore le moindre effet jusqu'ici. La déclaration faite en dernier lieu au ministre de Russie à Londres,228-3 comme je veux bien vous le dire en confidence, est sûrement marquée d'un caractère qui en biaisant marque de la timidité, pour n'en pas trop dire, et rien d'énergique aux Russes. On n'envoie point de flotte d'Angleterre dans la Baltique,228-4 quoique par là avec peu de chose on pourrait imprimer du respect aux Russes, pour les empêcher de n'inquiéter ma côte et barrer leurs avanies, sans dire qu'à ce moyen on retiendrait la Suède de marquer ses mauvaises intentions auxquelles elle est poussée par la France. L'Angleterre ne m'a jusqu'ici secondé en rien, quoique je me voie presque l'Europe entière sur les bras, de façon que l'aller en avant avec moi dont vous parlez, n'a consisté jusqu'à présent qu'en vaines promesses.

Aux reste, comme, par les progrès que les Français ont faits jusqu'à présent en Westphalie jusqu'au Wéser, et les pertes que j'ai faites par là de provinces considérables, mes ressources pour faire la guerre ont notablement diminué, je souhaite que vous me disiez sans détour, et que vous sondiez pour cet effet convenablement le lord Holdemesse,<229> si, en cas de besoin, je pouvais m'attendre à un aide subsidiaire en argent de la part de l'Angleterre,229-1 si l'Angleterre ne me manquerait pas pour cet article, et à quelle somme on pourrait bien porter ces subsides, lesquels, cependant, je ne réclamerais. qu'au cas de la dernière extrémité.

Federic.

Nach dem Concept.


9183. UNTERREDUNGEN DES KÖNIGS MIT DEM GROSSBRITANNISCHEN MINISTER MITCHELL.

[Leitmeritz, Juli 1757].229-2

Mitchell berichtet an Holdernesse, Leitmeritz, 9. Juli 1757 (most secret): „I have seen the King of Prussia again and have communicated to him the verbal declaration His Majesty was pleased to order to be made to Prince Golizyn.229-3 The King of Prussia observed that it was couched in the most soft and gentle terms, which indeed I could not deny, I only said, though our words were soft, I hoped our actions would be manly.

His Prussian Majesty said that, as he resolved to continue firmly united with His Majesty, it would be for their mutual interests to think of terms of peace,229-4 honourable and safe for both, and to concert together what terms they would accept, if a favourable opportunity occurred to propose them. He said it was his opinion that, in order to procure such a peace, the utmost exertion of force must be continued on all sides, that this was what he resolved to do, and he hoped His Majesty would do the same, that this ostentation of war might perhaps render the French more tractable, and then, if a fair opportunity offered, His Majesty might make proposals either by his minister in Holland229-5 or by any other channel His Majesty thought fit.

I took the liberty to observe that propositions so general and undefined could have very little effect and at best might procure a loose and equivocal answer, I therefore begged His Prussian Majesty to be a little more particular as to the terms upon which he chose to treat.

He answered for preserving the peace of Germany

1° to put things upon the footing they were before the war;

2° to give security for the future that he, King of Prussia, may be free from constant alarms;

3° to execute in full the treaties of Breslau and Dresden, which have never yet taken effect as they ought to have done.

Auf Mitchells Einwendung, es sei zu befürchten, dass der Wiener Hof diesen Vorschlägen nicht zustimmen werde, hat der König entgegnet: „If England and France could agree, the court of Vienna<230> must follow, if they would not, he was still able to give a good account of them, though the multiplicity of his foes and the various attacks they were threatening in the different parts of his extended and scattered dominions, did at present greatly embarrass him. The King of Prussia concluded with saying that he desired the King might be acquainted with his way of thinking, and he expected that the greatest secrecy would be observed, which he assures shall be on his part of whatever His Majesty pleases to communicate to him of his future intentions.

In a conversation I have had since with the King of Prussia, after going over most of the points I have mentioned, he added that he could not help thinking that the French intended to manage matters so, as to preserve to themselves the arbitrage of the affairs of Europe; that, to secure this, they would make a war of shew and parade without acting vigorously anywhere, but, when other powers were exhausted, they would then take upon them and give the law to the whole, that if this could be prevented by timely negociations, it was certainly our interest, and for the good of the common cause to hinder the French from becoming the arbiters of Europe.

In the last conversation I had with the King of Prussia, he said he could not help nattering himself that England would, in this dangerous and critical conjuncture, exert her whole force to save herself and the liberties of Europe, that they would indeed be the last undone, but her ruin was no less certain than that of the powers upon the continent, that, after the great and noble efforts made in the days of the Duke of Marlborough to preserve the balance of power and to curb the ambition of France, he could not persuade himself that England would sit tamely still and abandon what she had so long and so gloriously struggled for, that he thought that, if three thousand horse and dragoons and six thousand foot could be sent from England to reinforce the army of His Royal Highness the Duke, it would be one of the most effectual means to support the common cause and to restore everything; for if the French could but receive a check in Westphalia, there was still room to do much elsewhere, and matters might certainly be retrieved. He added that he had written to His Royal Highness upon this point,230-1 believing that the English nation were too generous to leave His Royal Highness in the difficult and dangerous situation in which he now was. The King of Prussia repeated that it hurt him extremely not to be able to send the succour he had promised,230-2 but the great loss of men and officers in the two last battles made it impossible at present.

His Prussian Majesty asked me, if I had not heard that a neutrality was again negociating for Hanover,230-3 but, says he, I am persuaded<231> the King will hearken to no terms that may be offered without including not only my dominions, but also those of the Landgrave of Hesse and the Duke of Brunswick. . . . He concluded with saying everything must be done to dissolve this triumvirate of France, Austria and Russia, while that lasts, there is no safety, that once broken or Russia only taken out of the scale, if England will exert herself, we have nothing to fear ...“

Nach der Ausfertigung im Public Record Office zu London.


9184. AU CONSEILLER PRIVÉ DE LÉGATION DE HÆSELER A COPENHAGUE.

Leitmeritz, 9 juillet 1757.

Les rapports que vous m'avez faits du 25 et du 28 du mois passé,231-1 m'ont été fidèlement rendus. J'avoue que j'ai été extrêmement surpris du changement soudain et nullement attendu de la cour où vous vous trouvez, en se donnant un démenti sur une affaire que ses propres intérêts lui devaient faire envisager comme indispensable d'exécuter avec vigueur.231-2

Si donc il y a moyen encore de la redresser là-dessus, vous tâcherez de lui faire bien envisager les suites dangereuses qui ne sauraient manquer de résulter pour cette cour, si elle donnait à connaître par cette fausse démarche sa faiblesse à tout le monde et surtout à la Russie et à la Suède, et de quelle conséquence il serait pour elle, quand elle laisserait faire librement ces deux puissances à leur gré, qui, ayant une fois reconnu le défaut de la cuirasse du Danemark, ne laisseraient pas d'en profiter, pour le maîtriser et pour lui imposer en temps et lieu les lois les plus dures.

Vous ajouterez que, pourvu que le Danemark, l'Angleterre et moi resterions unis à défendre la liberté commune, nous saurions la maintenir et nous soutenir tous, au lieu que, si des craintes vaines et des appréhensions hors de saison nous faisaient perdre cette vue, la suite immanquable en serait que nous serions écrasés l'un après l'autre, et que le Danemark n'aurait peut-être que le bénéfice de Polyphème, d'être humilié le dernier et d'être obligé de subir les lois des Suèdois et des Russes. Je me rapporte à votre dextérité, pour habiller tout cela de manière à faire impression sur les ministres de Danemark, afin<232> de leur ouvrir les yeux sur l'aveuglement où ils sont, et sur le grand danger où ils se jettent inconsidérément par leur faiblesse et par leur façon d'agir aussi mollement qu'ils le font.

Federic.

Nach dem Concept.


9185. AN DEN REGIERENDEN HERZOG VON BRAUNSCHWEIG IM LAGER BEI DANKERSEN.

Der Herzog von Braunschweig schreibt, Lager bei Dankersen 4. Juli, nach den Bewegungen der französischen Armee zu urtheilen werde dieselbe vermuthlich von Paderborn her die Weserzu überschreiten suchen und nach dem Eichsfeld sich wenden.

Der Herzog spricht dem Könige sein Beileid aus über den Tod der Königin-Mutter.232-2

[Leitmeriz, Juli 1757.]232-1

Obligeantes Compliment, und dass des Königs Majestät ihm vor die Nachrichten, so er Deroselben gegeben, und vor das Part, so er nehmen wollen, sehr dankten, ihn aber zugleich inständigst bäten, Sr. Königl. Majestät, was da passire, zu schreiben, insonderheit wenn die Franzosen über die Weser gehen sollten und sich nach dem Halberstädtschen tourniren wollten.

Für die Antwort ertheilte Weisungen. Nach Aufzeichnungen des Cabinetssecretärs in dorso des Schreibens des Herzogs.


9186. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT IM LAGER BEI INSTERBURG.

Leitmeritz, 10. Juli 1757.

Eure beiden letztern Schreiben en chiffres habe Ich heute allhier richtig erhalten. Was Ich Euch darauf antworten kann und zum höchsten recommandire, ist erstlich, dass Ihr Eure unterhabende Armee nicht separiret, sondern zusammenhaltet; zweitens, dass wenn Ihr den Feind attaquiret, Ihr nur mit Einem Flügel attaquiret und den Feind brav canoniren lasset, auch drittens, dass Ihr die feindliche Infanterie nicht eher attaquiret, noch heranlaufen lasset, als bis dass Ihr erstlich die feindliche Cavallerie232-3 geschlagen habet. Dieses recommandire Ich Euch sehr. Mit nächster Post antworte Ich Euch auf die übrige Anfrage.

Nach dem Concept.

<233>

9187. AU PRINCE DE PRUSSE AU CAMP DE LEIPA.

[Leitmeritz,] 10 juillet [1757].

Mon cher Frère. Depuis hier au soir nous avons un gros corps d'ennemis devant nous, qui s'est campé depuis Wegstsedtel vers Zahorzan. Je ne saurais pas dire si c'est toute l'armée ennemie, ou ce que c'est. Ils ont fait de gros détachements vers Auscha, que je compte de 4,000 hommes. Autant que je saurais deviner, leur dessein va purement de vouloir prendre Tetschen.233-1

Vous êtes en état de faire de derrière des détachements là, ce que je ne saurais point faire d'ici; ainsi il sera bon et même très nécessaire que vous détachiez un corps de 6 à 7,000 hommes, pour chasser l'ennemi de là et pour faire échouer son entreprise. Je suis avec estime etc.

Federic.

P. S.

La dernière lettre de vous qui m'est parvenue, a été du 7 au 8 juillet,233-2 que j'ai reçue avec celle que le général Winterfeldt m'a faite de la même date. Je vous ai répondu par une lettre chiffrée du 7 de ce mois et vous ai fait encore une lettre chiffrée de la même date.233-3 J'espère que toutes ces lettres vous seront heureusement parvenues. Depuis le susdit temps, je n'ai eu aucune nouvelle de vous, ainsi que j'ignore si vous êtes encore dans le même camp, et si le convoi du général Brandes vous est arrivé.233-4

Nach dem Concept.


9188. AUX MINISTRES D'ÉTAT ET DE CABINET COMTES DE PODEWILS ET DE FINCKENSTEIN A BERLIN.

<234>

Podewils und Finckenstein berichten, Berlin 5. Juli, über ein Schreiben des hannoverschen Präsidenten Münchhausen, d. d. Hannover 29 Juni. Münchhausen mache im Auftrage seines Souveräns die Mittheilung, dass die Schweden 20,000 Mann ausrüsteten,233-5 um sie mit französischen Subsidien in Pommern und in die Herzogtümer Bremen und Verden einrücken zu lassen. Podewils hat in seiner Antwort darauf hingewiesen, dass es ein Mittel gebe, um Schwedens Pläne von

Leitmeritz, 11 juillet 1757.

Tout ce que vous remarquez par votre rapport du 5 au sujet des confidences que le baron Münchhausen vous a faites de la part du Roi son maître, m'a déjà été connu; mais la grande affaire est de trouver des moyens prompts et efficaces pour obvier au mal.

vornherein zu vereiteln, dieses sei, dass der König von England unverzüglich ein starkes Geschwader in die Ostsee sende,234-1 um den Transport der schwedischen Truppen zu verhindern; man erwarte in Berlin um so mehr, dass diese Hülfe schleunig gesandt werde, da Preussen und Hannover wider jeden Angriff auf die Herzogthümer Stettin, Bremen und Verden zu gegenseitiger Unterstützung sich verpflichtet hätten.234-2

Podewils und Finckenstein unterbreiten in einem Bericht, Berlin 7. Juli, dem Könige den Vorschlag, ein Corps von 10,000 Mann den Franzosen, welche Halberstadt und Magdeburg bedrohen, entgegen zu senden.

Ce que vous avez répondu à ce sujet audit baron Münchhausen, est bon et très sensé, mais il ne faut pas s'attendre qu'il fera des efforts pour presser l'Angleterre par rapport au secours, qui, pourvu qu'il arrive encore à temps, pourrait également arrêter les mauvais desseins des Suédois et délivrer mes côtes des invasions des Russes par mer.

C'est donc plutôt aux ministres anglais immédiatement qu'il faut que vous vous adressiez pour les presser sur l'accomplissement de leurs promesses, d'aller en tout en avant avec moi, avant que le mal soit sans remède, en conséquence des assurances que le sieur Michell m'a tant de fois réitérées. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

P. S.

J'ai reçu encore la lettre chiffrée que vous m'avez faite du 7 de ce mois. Vous234-3 raisonnez, Messieurs, sans savoir le métier, et si je suivais vos avis, je serais battu en détail. Il ne faut rien précipiter. Je vous prie surtout de ne me point rapporter dans vos lettres les choses dont je suis déjà instruit. Vous n'avez qu'à me laisser faire et vous tranquilliser, sans vous embarrasser de rien. Entre nous soit dit, c'est bien vous qui avez coopéré à ce que j'ai donné un peu trop précipitamment la bataille à Daun,234-4 puisque vous me pressâtes tant de détacher vers l'Hanovre et la Hesse.234-5

Quant à l'offre de la cour de Danemark, il est toujours bon de ne l'avoir pas laissé tomber.234-6 Cependant, je ne m'en promets pas grand' chose, et il faut présumer qu'il n'y aura nulle négociation de paix à entamer avec succès, avant que la campagne présente ne soit finie.

Federic.

Nach der Ausfertigung.

<235>

9189. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT IM LAGER BEI INSTERBURG.

Leitmeritz, 11. Juli 1757.

Dasjenige Schreiben vom 4. dieses Monates, so Ihr Mir mit dem Lieutenant von Humboldt eingesandt habet, ist Mir von demselben richtig überbracht worden. Der Einhalt dessen hat Mir wohl nicht anders als sehr betrübt und ohnangenehm sein können, da Ich daraus Eure jetzige embarrassante Umstände ersehen habe.235-1 Dass bisher noch keine englische Flotte auf denen preussischen Küsten gekommen ist, und man die Mir darunter so fest gegebene Versicherung nicht erfüllet, noch Wort gehalten hat, ist Meine Schuld nicht, da es an öfterm und beständigem Erinnern deshalb nicht gefehlet hat.235-2 Die Ursache aber davon ist die grosse Division derer verschiedenen Factionen in Engelland gewesen, da in einigen Monaten kein ordentliches Ministerium daselbst gewesen ist, und alle Affairen stille gelegen haben.235-3

Anlangend die dortige Hauptsachen, so ist es Mir nicht möglich, Euch von hier aus darunter etwas vorzuschreiben, denn Ich nicht wissen kann, was dorten währender Zeit, da Ihr an Mich geschrieben habt, vorgefallen ist; daher Ich Euch schlechterdings zu thun überlassen muss, was Ihr vor gut und denen Umständen convenabel zu sein finden werdet, aber ein Corps von denen Russen müsset Ihr schlagen, es sei auch, welches es wolle.235-4

Was das vorhin in Pommern gestandene Corps anbetrifft,235-5 da habe Ich solches hier ganz unumgänglich nöthig gehabt, so dass, anstatt einen Mann zu entbehren, Ich wohl 30,000 Mann mehr nöthig hätte; denn Ihr wissen müsset, dass Ich es nicht mit denen Oesterreichern allein, sondern auch mit denen Franzosen und mit der Reichsarmee, auch vielleicht gar mit denen Schweden werde zu thun haben.

Wenn Ich gleich anfänglich in Preussen gewesen wäre, so wäre Ich in Polen gegangen und hätte den Apraxin seine Magazine genommen oder derangiret,235-6 es möchte gut oder übel genommen worden seind, denn sie einmal von einem declarirten Feind bestellet waren, der Mir dadurch Schaden zuzufügen intendirete, und Mir kein ander Mittel übrig ist, dagegen wenn Mein Feind erst seine Arrangements im Stande gebracht hat, es gar zu schwer ist, solche zu derangiren.

Was Ihr aber jetzo zu thun habt, da kann Ich Euch absolute nichts drin vorschreiben. So viel kann Ich nur sagen, dass die Rückmärsche im Anfang der Campagne einen übelen Effect auf Officiers und auf den Soldaten machen. Ich kann also nichts anders, als Euch<236> bestens recommandiren, vor die Conservation der Armee und vor das Wohl des Landes zu sorgen; welches, so weit das zusammen stimmen kann, Ihr bestens zu besorgen habt, vorschreiben aber kann Ich Euch ohnmöglich, und deshalb habe Ich Euch vorhin schon Pleinpouvoir und alle Autorité gegeben,236-1 auch wisset Ihr Selber wohl, dass wer eine Armee zu commandiren hat, derselbe alle Hände voll zu thun habe, ohne sich noch von mehreren mehren zu können.

Nur bitte Ich Euch auf das höchste, die Contenance nicht zu verlieren, sondern frisch, obgleich nach gutem Ueberlegen, Eure Resolution zu nehmen und, wann Ihr die genommen habet, alsdann nicht davon abzugehen, überhaupt aber keinen Kriegesrath zu halten, denn da siehet man nur alle Schwierigkeit ein, und wann man die gesehen hat, so kommt weder Schluss noch sonst etwas heraus.

Uebrigens bitte Ich Euch, künftig Mir keinen Officier mehr zu schicken, als wenn Ihr eine Bataille gewonnen haben werdet, weil es sonsten einen übelen Effect thut, wenn Ihr ohne dergleichen Évènement einen Officier sendet und die Impression gebet und glauben machet, dass er übele Zeitung bringen müsste. Sonsten werdet Dir Euch nicht wundern, wenn Ich Euch nicht régulièrement schreibe, weil Ich solche Menge feindlicher leichter Truppen entgegen habe, dass es nicht möglich ist, allemal Briefe durchzuschicken.

Friderich.

Nach dem Concept.


9190. UNTERREDUNG DES KÖNIGS MIT DEM GROSSBRITANNISCHEN MINISTER MITCHELL.

[Leitmeritz, 11. Juli 1757.]

Mitchell berichtet an Holdernesse, Leitmeritz 11. Juli: „I have this moment come from the King of Prussia. He tells me that he has just received letters from Prussia236-2 that the Russian fleet, consisting of 10 men-of-war, some bomb-ketches and many small vessels were actually blockading Memel, that they had landed some men, burnt villages and destroyed the country within their reach, that they had treated his subjects with great cruelty. Memel he looks upon as lost, and if the Russians are once masters of the Curische Haff, they will undoubtedly attack Kœnigsberg, Pillau and other maritime towns and fortresses in his dominions. Maréchal Lehwaldt writes that he has chosen the position he is now in, as the fittest to defend the Prussian dominions, trusting to assurances given by England that a squadron would have been sent to protect them by sea, and that he is now under this dilemma either of abandoning the country to be plundered by the Russians, in order to save<237> Kœnigsberg, or of abandoning Kœnigsberg and the towns on the seacoast to protect the country from the ravages of Maréchal Apraxin's army.

General Fermor commands the army that is to attack Memel, which cannot long resist,237-1 as the garrison consists of one bataillon of invalids only:

Maréchal Apraxin's army lies entrenched near Kowno, and the Prussian army under the command of Maréchal Lehwaldt is at Tilsit upon the frontier; in this position with an enemy in front, he is in no condition to detach any part of his army to succour Memel . . .“

Mitchell berichtet an Holdernesse, Leitmeritz 11. Juli (very secret): „After the communication which is contained in my other letter of this date, the King of Prussia said, with great warmth, he did not think he should have been so used by his ally, especially after the assurances given last summer of sending a squadron into the Baltic, that it had ever been and was still his opinion, if England had spoken as she used to do, this attack of the Russians by sea would have been prevented; that certainly a very small squadron would have kept both, them and the Swedes, quiet, that, after the assurances given and the many representations made from time to time for this Baltic squadron, he had been shifted off with fair words and general promises, that it was his misfortune to have allied himself with England in her decadence,237-2 and to have been used as no ally of England ever was. His Prussian Majesty then put me in mind of what England had done in the war of succession and in the late war to support the Queen of Hungary. He therefore concluded that it was not want of power, but want of inclination, and a hankering after the old system, that had occasioned these strange and, he thought, unjustifiable proceedings. . . .“

Nach den Ausfertigungen im Public Record Office zu London.


9191. AN DEN GENERALLIEUTENANT BARON DE LA MOTTE.237-3

La Motte meldet, Minden 4. Juli, es stehe zu befürchten, dass die Franzosen weiter südlich von Paderborn her237-4 die Weser überschreiten und dadurch den Preussen den Rückzug nach Magdeburg abschneiden könnten. Deshalb scheine es gerathen, nicht abzuwarten, ob der Herzog von Cumberland die Weserlinie halten werde,237-5 sondern ohne Verzug mit den drei preussischen Regimentern nach Magdeburg aufzubrechen.

[Leitmeritz, II. Juli 1757.]237-6

Er soll meine Orders lesen und verstehen. Er soll sich nicht von der Weser rücken, bis dass der Duc de Cumberland solche verlasset,<238> und ich verbiete ihm auf Ehr und Reputation, keine weiteren Estafetten zu schicken, oder ich werde einem andern das Commando geben.

Friderich.

Eigenhändige Weisung für die Antwort; in dorso des Berichts.


9192. AN DEN GENERALLIEUTENANT PRINZ FERDINAND VON BRAUNSCHWEIG IM LAGER VON LEITMERITZ.

Prinz Ferdinand überreicht, Lager von Leitmeritz 11. Juli, ein Project des Prinzen Friedrich Wilhelm Eugen von Hildburghausen238-1: „Projet préliminaire sur la levée et l'emploi d'un corps de troupes légères pour le service de Sa Majesté Prussienne“ , d. d. camp de Leitmeritz, 10 juillet 1757. Der als Oberst in dänischem Dienste stehende Prinz erbietet sich, ein Freicorps von 6 Bataillonen im Reiche, vornehmlich in Thüringen, aufzubringen: BSi l'armée de l'Empire n'est pas assemblée, ou si elle est mise en quartiers d'hiver ou éloignée alors que le corps se trouvera en état d'agir, le dessein du soussigné est de le rassembler sur le territoire d'Erfurt, de pénétrer de là dans un certain État neutre, où, avec le bon gré ou la connivence du Prince, il se mettra en possession d'une certaine forteresse également bien située pour y faire ses dépôts d'armes et de munitions, que pour en faire la guerre aux évêques et autres Etats de l'Empire, ennemis de Sa Majesté. Il commencerait dès lors à régler tout pour faire subsister les troupes aux dépens des ennemis de Sa Majesté par les contributions qu'il en tirerait.“

[Leitmeritz, 12. Juli 1757.]238-2

Man muss ihm obligeant antworten, dass das Project gut gewest wäre, wann er vorigen Winter daran gedacht hätte; es schiene aber, als wenn es nun zu spät wäre, indem die Reichsarmee im Begriff wäre, sich jetzunder zu versammlen. Man müsste diesen Herbst sehen, was zu thun sein wird.

Friderich.

Eigenhändig in dorso des Projects.


9193.. AU DUC DE CUMBERLAND AU CAMP D'AFFERDE.

Au quartier général de Leitmeritz, 12 juillet 1757.

Monsieur mon Frère et Cousin. Les bruits qui ont couru jusqu'ici, que les Français tâcheraient de franchir le Wéser, pour pénétrer par le pays de Halberstadt, se soutenant toujours, j'ose me flatter que Votre Altesse Royale, eu égard à cette circonstance, voudra bien agréer qu'en ce cas je fasse marcher le prince héréditaire de Hesse-Cassel avec les 3 régiments de la garnison de Wésel, qui servent actuellement à l'armée de Votre Altesse Royale, de ce côté-là, pour les faire entrer dans Magdebourg,238-3 afin de couvrir par là au possible mes États contre les entreprises de nos ennemis.

<239>

Je me persuade que Votre Altesse Royale approuvera d'autant plus volontiers la résolution que je me vois obligé de prendre, qu'elle ne se fonde que sur la nécessité indispensable de ma défense, qui ne tend qu'à ma conservation et à pouvoir être utile à mes amis et alliés.

Votre Altesse Royale voudra bien, au reste, être assurée de la haute estime et des sentiments de la plus parfaite amitié avec lesquels je ne cesserai d'être, Monsieur mon Frère et Cousin, de Votre Altesse Royale le bon frère et cousin

Federic. Si Votre Altesse Royale veut combattre les Français, mes troupes ne La quitteront pas; mais si Elle les veut laisser passer le Wéser, je me trouve obligé de rappeler mes troupes à Magdebourg, où il n'y a que 3 bataillons de garnison, et après leur départ, proportion gardée, le détachement français étant de 25 bataillons, Elle y profite 19 bataillons qui se trouveront de moins devant les Hanovriens, et 16 à 18 escadrons.

Les Russes sont entrés en Prusse.239-1

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. Der der Unterschrift folgende Zusatz war in der Ausfertigung eigenhändig.


9194. AU CONSEILLER PRIVÉ DE LÉGATION COMTE DE SOLMS A STOCKHOLM.

Leitmeritz, 12 juillet 1757.

J'ai bien reçu votre rapport du 1er de ce mois, et vous devez me mander, au plus tôt qu'il vous sera aucunement possible, avec justesse et précision, en combien de temps vous croyez que les troupes suédoises pourront être rendues à Stralsund,239-2 et quand elles pourront avoir passé la mer et s'être formées, m'étant d'une nécessité indispensable d'en être informé sans le moindre délai ni perte de temps.

Federic.

Nach dem Concept.


9195. AU CONSEILLER PRIVÉ DE LÉGATION DE HÆSELER A COPENHAGUE.

Leitmeritz, 12 juillet 1757.

J'ai reçu votre rapport du 5 de ce mois, et vous ne devez aucunement balancer de proposer le Holstein en entier au Danemark239-3 et lui faire même telle autre promesse que vous jugerez propre pour mettre en mouvement la cour où vous êtes, à ce qu'elle prenne part et s'intéresse à l'état présent des affaires de l'Europe et particulièrement de l'Allemagne.

Federic.

Nach dem Concept.

<240>

9196. AU PRINCE HENRI.240-1

[Leitmeritz, 13 juillet 1757.]240-2

Mon cher Frère. Je vous suis obligé des nouvelles que vous me donnez. Il n'y a rien de nouveau ici, sinon que je viens de recevoir des lettres de mon frère de Prusse. Brandes l'a joint,240-3 Daun et le prince Charles ont marché à Münchengrætz. Il y a un corps de 6,000 hommes à Niemes, que l'on dit commandé par Morocz. J'ai attendu tirer aujourd'hui du côté de Zahorzan, je crois que c'est votre patrouille, ou bien que les pandours ont voulu s'approcher du cimetière de Billerbeck.240-4 Nos blessés sont tous partis aujourd'hui pour Dresde.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9197. AU PRINCE DE PRUSSE AU CAMP DE LEIPA.

Der Prinz von Preussen meldet, Lager bei Leipa 11. Juli: „Nous avons envoyé ce matin le trompette autrichien qui avait des lettres pour le général de Retzow, à Leitmeritz, et on a cru que, accompagné d'un de nos trompettes pour sa sûreté, on le laisserait passer : le coup n'a pas réussi, et notre trompette revient dans l'instant avec ma lettre.

J'ose demander vos ordres sur les cas qui pourraient arriver. Toutes nos nouvelles confirment que la grande armée, après avoir passé Viser à Münchengætz, doit se camper à Niemes, où. est à présent le général Morocz. Ce mouvement les approche du chemin de Zittau par Reichstadt et Gabel. S'ils le font, ils seront à même d'être à Zittau aussitôt que nous; et si nous devons nous rendre à Zittau, il ne nous reste alors d'autre chemin, pour ne leur point prêter le flanc, que par Georgenthal, qui doit être très difficile. Je joins la déposition d'un hussard et d'un autre déserteur, d'une femme, et un rapport du major Belling, de Gabel. Le trompette autrichien qui est arrivé hier, a été questionné par le général „Winterfeldt sur toutes sortes de matières; il a dit que le général Kheul était détaché avec 15,000 hommes. Je vous demande en grâce de me donner des ordres positifs sur ce que vous ordonnez que je fasse. J'ose encore vous avertir qu'ici nous n'avons que pour 10 jours de pain, et que le transport que le général Brandes240-5 a conduit à Zittau, n'a amené que pour quatre semaines de farine. Je ferai reconnaître un camp qu'on m'a proposé de prendre, au cas que l'armée de Daun se campe à Niemes; alors la droite sera à Brims, Walten devant le front, et la gauche à Gabel, ce qui couvrira le chemin de Zittau. Ce qui commence le plus à manquer ici, c'est la viande, la plupart des régiments n'étant point fournis de boeufs. Le pays n'en fournit pas suffisamment, à cause que les pandours et hussards l'empêchent. Le Noble a mis le feu à une centaine de huttes de pandours et pris leurs manteaux. J'ai l'honneur d'être jusqu'au tombeau etc.“

[Leitmeritz, 13 juillet 1757.]240-6

Pour vous mettre en état de juger ce que vous et moi devons ou pouvons faire, je dois d'avance vous mettre au fait de notre situa<241>tion présente. Vous avez vis-à-vis de votre armée Daun, j'ai vis-à-vis de moi Nadasdy; vous avez Morocz sur le flanc, et Kheul, s'il est détaché, marche, selon toutes les apparences, vers Landshut. D'un autre côté, les Suédois assemblent un corps de 17,000 hommes à Stralsund;241-1 les Français sont entrés en Hesse;241-2 on m'écrit que 8000 hommes ont passé le Wéser, qui seraient suivis d'autres 8000; je crois ces 16,000 hommes destinés à se joindre avec les troupes de l'Empire et pour marcher vers Halle ou vers Magdebourg.

Cette situation est certainement mauvaise; mais voilà ce que nous devons tâcher d'exécuter le mieux qu'il se pourra : vous de couvrir la Lusace et la Silésie; car si vous ne couvrez pas la Lusace, un essaim de troupes légères pénétrera, la flamme et le fer en main, jusqu'à Berlin; la Silésie, sans quoi le pays sera ruiné et les forteresses prises, faute d'être secourues. Je ne saurais vous prescrire la façon de l'exécution. Tout cela est très difficile; mais consultez avec les généraux que vous avez avec vous, et prenez le meilleur parti, selon que les circonstances l'exigent, pour quoi je ne vous gêne, ni sur vos positions, ni sur vos marches. Quant à moi, j'ai deux objets : l'un de couvrir les montagnes de la Saxe pour garder l'Elbe et mes magasins, l'autre de m'opposer à l'armée française et de l'Empire. Quant à la Poméranie, j'y lève 5000 hommes de garnison, et, pour soutenir Stettin, vous y enverrez le régiment de Bevern,241-3 et j'y enverrai de même deux bataillons.

Ceci n'est pas la fin de mon embarras; je reçois aujourd'hui la nouvelle que les Français ont pris Emden,241-4 et Lehwaldt m'écrit hier241-5 qu'il s'attend à la prise de Memel,241-6 que les Russes assiègent. Apraxin s'est retranché à Kauen, et la flotte et les galères font des descentes sur les côtes de la mer. Que tout ceci ne vous fasse point perdre courage; il faut à présent redoubler d'efforts; mais mon sentiment est de tâcher d'en venir quelque part à une décision par une bataille. Si nous n'en venons pas là, l'un et l'autre, avant la fin de la campagne, nous serons perdus.

Vous241-7 aurez apparemment reçu dans mes lettres précédentes ce qui regarde les régiments saxons, dont il faut compléter vos régiments.241-8 Vous avez donc Manstein, Wietersheim, les bataillons de grenadiers Kalenberg, Bœhr et Diezelsky à votre disposition; je permets aussi aux chefs des régiments de prendre les meilleurs enseignes et porte-enseignes dans leurs régiments.

<242>

Si Daun et le gros de l'armée autrichienne restent vis-à-vis de vous, il faudrait détacher huit à dix bataillons et quelques hussards en Silésie pour couvrir les montagnes, surtout Schweidnitz, et, en cas de besoin, on peut vous fournir pour un mois de farine de Dresde. Vous êtes pourvu à présent jusqu'au 12 août, et l'on pourrait sans peine vous donner jusqu'au 12 septembre.

Federic.

Ces marches en arrière, à la longue, ne vont pas; il vous manquera toujours ou du fourrage ou du pain, ou Dieu sait quoi, et vous perdrez autant par désertion que si vous vous battiez avec l'ennemi; et, dans notre situation désespérée, il faut avoir recours à des remèdes désespérés.

Federic.

Il faut toujours vous tourner du côté de la grande armée ennemie; si elle détache pour la Silésie, vous pouvez détacher de même; si elle va en Silésie, et qu'elle détache vers la Lusace, vous ferez la même chose.

Envoyez, je vous en conjure, cette lettre à mon frère Henri pour laquelle je vous ai vainement tourmenté avant votre départ.242-1

Federic.

Nach dem eigenhändigen Concept. Der letzte Zusatz: „Il faut toujours etc.“ eigenhändig auf der im übrigen chiffrirten Ausfertigung.


9198. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

[Leitmeritz,] 13. J uli 1757.

Ma très chère Sœur. Votre lettre m'est très bien parvenue; j'y vois vos regrets de la perte irréparable que nous avons faite de la plus respectable et de la plus digne mère de l'univers.242-2 Je suis frappé de tant de coups, que je me trouve dans une espèce d'étourdissement. Les Français viennent de s'emparer de la Frise,242-3 ils vont passer le Wéser; ils ont instigué les Suédois à se déclarer contre moi, ils font passer 17,000 hommes en Poméranie.242-4 Les Russes assiègent Memel,242-5 Lehwaldt les a en dos et en face; les troupes de l'Empire vont aussi se mettre en marche. Tout cela m'obligera de vider la Bohême, dès que tant d'ennemis se mettront en mouvement. Je suis fermement résolu de faire les derniers efforts pour sauver ma patrie, quitte à voir si la fortune se ravisera, ou si elle me tournera entièrement le dos. Ce sont les contingents futurs sur lesquels la prévoyance humaine n'a point de prise. Heureux le moment où je me suis familiarisé avec la philosophie! Il n'y a qu'elle qui puisse soutenir l'âme dans une situation pareille à la mienne.

<243>

Je vous fais, ma chère sur, le détail de mes peines; si cela ne regardait que mon personnel, mon âme ne serait pas altérée; mais je dois veiller au salut et au bonheur d'un peuple qui m'est confié. Voilà le grand point, et j'aurai à me reprocher la moindre faute, si, par lenteur ou précipitation, je donne lieu au moindre incident, d'autant plus que, dans le moment présent, toutes les fautes sont capitales. Enfin, voici la liberté de l'Allemagne et celle de cette cause protestante pour laquelle on a tant versé de sang, voilà ces deux grands intérêts en jeu; et la crise est si forte qu'un malheureux quart d'heure peut établir pour jamais dans l'Empire la tyrannique domination de la maison d'Autriche.

Je suis dans le cas d'un voyageur qui se voit entouré et prêt à être assassiné par une troupe de scélérats qui veulent se partager sa dépouille. Depuis la ligue de Cambrai, il n'y a point d'exemple d'une conspiration pareille à celle que cet infâme triumvirat forme contre moi;243-1 cela est affreux et fait honte à l'humanité et aux bonnes mœurs. A-t-on jamais vu que trois grands princes complotent ensemble pour détruire un quatrième qui ne leur a rien fait? Je n'ai eu aucun démêlé ni avec la France, ni ayec la Russie, encore moins avec la Suède. Si, dans la société civile, trois bourgeois s'avisaient de dépouiller leur cher voisin, ils seraient proprement roués par ordonnance de la justice. Quoi! des souverains qui font observer ces mêmes lois dans leurs États, donnent des exemples aussi odieux à leurs sujets! Quoi! ceux qui doivent être les législateurs du monde, enseignent le crime par leur exemple! O temps! O mœurs! Il vaut, en vérité, autant vivre avec les tigres, les léopards, les loups-cerviers que de se trouver, dans un siècle qui passe pour poli, parmi ces assassins, ces brigands et ces perfides hommes qui gouvernent ce pauvre monde. Heureux, ma chère sœur, l'homme ignoré dont le bon sens a renoncé dès sa jeunesse à toute sorte de gloire, qui n'a ni envieux parcequ'il est obscur, et dont la fortune n'excite pas la cupidité des scélérats! Mais ces réflexions sont inutiles; il faut être ce que la naissance, qui en décide, nous fait en entrant au monde. J'ai cru qu'étant roi, il me convenait de penser en souverain, et j'ai pris pour principe que la réputation d'un prince devait lui être plus chère que la vie. On a comploté contre moi, la cour de Vienne s'est émancipée à vouloir me maltraiter; c'était contre mon honneur de le souffrir. Nous avons fait la guerre; une ligue de scélérats me tombe sur le corps: voilà l'histoire qui m'est arrivée. Le remède est difficile; dans des maux violents il n'y en a d'autre que des cures désespérées.

Je vous demande mille pardons; je ne vous parle pendant trois grandes pages que de mes affaires; ce serait étrangement abuser de l'amitié de tout autre. Mais, ma chère sœur, je connais votre amitié, et je suis persuadé que vous ne me voulez point de mal, quand je vous ouvre mon cœur; il est tout à vous, étant rempli des sentiments de la<244> plus tendre estime avec lesquels je suis, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9199. AN DEN POMMERSCHEN KAMMERPRÄSIDENTEN VON ASCHERSLEBEN IN STETTIN.

Leitmeritz, 13. Juli 1757.

Vester, besonders lieber Getreuer. Nachdem Ich aus Euren Mir zeither erstatteten Berichten sowohl als auch sonsten aus andern Mir zugekommenen Nachrichten ersehen habe, was vor sehr verdächtige Mouvements die Schweden wegen Transportirurig verschiedener Truppen nach Stralsund machen, Ich auch in solchen Soupçons durch verschiedene andere von ihnen zu machende Arrangements gestärket und fast gänzlich überzeuget werde, dass solche auf Antrieb anderer feindseliger Puissancen übele Absichten auf Vorpommern und Stettin führen dürften,244-1 so werde Ich zwar auf alle mögliche Weise darauf bedacht sein, um denenselben, wenn sie etwas auf Vorpommern und Stettin unternehmen wollten, ein Corps bis 20,000 Mann dahin zu schicken, um sich denenselben entgegen zu setzen, auch solches alsdann dahin marschiren lassen. Damit aber inzwischen Stettin und dortige Gegenden einiger Maassen mehr als bisher gedecket sei, so habe Ich zuvorderst, und da Mir gemeldet und versichert werden wollen,244-2 dass die Provinzen von Pommern sowohl als von der Churmark vorerst nur ein hinlängliches Corps von Landmiliz errichtet zu sehen sehr wünschen, daferne Ich nur die Officiers, so solche formiren und commandiren, benennen wollte, da sie sich sodann freiwillig offerirten, die Unterhaltung eines solchen Corps Truppen zu ihrer Beschützung lieber extraordinaire zu übernehmen, als sich von einem grausamen und erbitterten Feind ruiniren zu lassen, resolviret, dass von dergleichen Landmiliz vorerst bis an 10 Bataillons, in allem 5000 Mann, jedes Bataillon à 500 Mann und jede Compagnie à 100 Mann, 1 Capitän, 1 Lieutenant, 1 Fähnrich, 6 Unterofficiers und 1 bis 2 Tambours, errichtet werden sollen, wozu dann ganz Hinter- und Vorpommern, auch die Uckermark concurriren, und wozu die verabschiedeten Soldaten nebst andern Leuten aus denen Kreisern genommen werden müssen. Die Errichtung dieses Corps von Milice aber wird in denen nächsten vier Wochen geschehen müssen, und habe Ich den Generalmajor von Podewils zu Stettin244-3 committiret und autorisiret, dass derselbe de concert mit Euch fordersamst auf die Errichtung dieses Corps mit arbeiten, alle die alten und vorhin verabschiedete Officiers, so vorhin gedienet haben und sich jetzo in Vor- und Hinterpommern befinden, dazu entnehmen und employiren, auch dergestalt die Bataillons formiren und repartiren soll. Das Gewehr<245> für solches Corps kann aus denen Zeughäusern zu Stettin, auch zu Colberg, so viel dessen nur sich jetzo dorten befindet, genommen und unter die Bataillons repartiret werden.

Gleichfalls können die Jägers und Försters, so in gedachten Provinzien sein und nur einiger Maassen abkommen können, bei diesem besondern und critiquen Vorfall, da es auf den Schutz des Vaterlandes und eine pressante Gefahr abzuwenden ankommet, mit gebrauchet werden, wie denn auch der Oberforstmeister von Grumbkow, weilen er vorhin bei der Armee gedienet hat und Major gewesen ist, bei diesen Bataillons mit employiret werden soll, da inzwischen der Oberforstmeister Meyer dessen Departement ganz füglich mit respiciren kann.

Ihr habt Euch also darnach zu achten und Euch sogleich deshalb mit dem Generalmajor von Podewils, an den Ich deshalb auch geschrieben habe, desgleichen mit denen vor- und hinterpommerschen Landräthen schleunigst zusammenzuthun und diese bei jetzigen Umständen zum Schutz des dortigen Vaterlandes nöthige Sache mit ihnen auf das fordersamste zum Stande zu bringen. Ich schicke Euch auch hierbei noch die Ordres sowohl an die dortige als uckermarksche Landräthe245-1 zu, davon Ihr dann Euren guten Gebrauch sogleich zu machen habet. Ich bin Euer wohlaffectionirter König

Friderich.

Nach einer Abschrift in den Ministerialakten.


9200. AUX MINISTRES D'ÉTAT COMTES DE PODEWILS ET DE FINCKENSTEIN A BERLIN.

<246>

Podewils und Finckenstein erörtern in einem Bericht, d. d. Berlin 10. Juli, die Gefahr, welche Stettin und Pommern von den Schweden bedrohe; der schwedische Senat sei fest entschlossen, ein Heer von 17,000 Mann nach Pommern zu senden. Die Minister stellen vor, ob es nicht gerathen sei, ein Corps von 6000 oder 8000 Mann zum Schutze Pommerns abzusenden. „Sous les auspices d'un pareil corps de Ses troupes, il ne serait pas difficile à Votre Majesté de former en Poméranie et dans les Marches un bon corps de milices.245-2 Les provinces souhaitent avec ardeur qu'il plaise seulement à Votre Majesté de nommer des officiers pour former et commander cette milice qui vaudra toujours les troupes suédoises. Il y a encore dans le pays beaucoup d'officiers et de soldats congédiés qui serviront avec zèle et plaisir, et toutes les

Leitmeritz, 14 juillet 1757.

J'ai reçu le rapport que vous m'avez fait du 10 de ce mois au sujet de la résolution prise par le Sénat de Suède, d'envoyer un corps de troupes en Poméranie. Il faut convenir que nos affaires deviennent de jour en jour plus critiques de tous côtés; mais, avec tout cela, vous considérerez que je ne puis pas soutenir tout pour faire face efficacement partout et en même temps. Il faut que je soutienne la Lusace et la Saxe, sans quoi les Autrichiens y entreraient en force et passeraient de là sur Crossen dans la Marche, ce que vous ne voudrez

provinces s'empresseront de fournir les frais nécessaires pour entretenir encore un corps de troupes qui peut servir à leur défense, plutôt que de se voir ruinées par un ennemi cruel et acharné.“

pas, et ce qu'il faut que j'empêche, et mon armée n'est pas plus forte que pour soutenir cela avec effet. Voilà aussi pourquoi je ne saurais en rien détacher. Avec la seconde armée, je suis obligé de couvrir l'Elbe, où sont tous mes magasins, sans lesquels les troupes ne sauraient subsister, et si je m'éloignais de l'Elbe, vous pouvez compter sûrement que les Autrichiens marcheraient par Wittenberg tout droit à Berlin. Je vous demande en conséquence, si je puis mieux faire. D'ailleurs, vous réfléchirez sur ce que les Français menacent de marcher du côté de Halberstadt et de Magdebourg, et qu'une autre armée de l'Empire prétend percer en Saxe, et vous me direz si je ne dois pas garder mes forces unies pour y résister. Si je m'affaiblis de tous côtés, je serai battu partout et ne pourrai me soutenir nulle part,246-1 de sorte que je crois que, tout cela pris en considération, vous conviendrez vous-même qu'il m'est impossible de suivre l'avis que vous me donnez. Nonobstant cela, je verrai ce que je pourrai détacher encore.

Mais quant aux milices, j'ai donné mes ordres à Stettin,246-2 tout comme à Magdebourg,246-3 pour qu'on en assemble un nombre suffisant, en conséquence de ce que vous m'en avez proposé, et je présume que j'aurai encore le temps de quatre semaines qu'il me faut pour achever ceci.

Au surplus, vu la façon aussi ouverte dont le Sénat suédois se déclare contre moi et en faveur de mes ennemis, il me paraît être indécent de laisser plus longtemps un ministre en Suède, de sorte que vous lui manderez que, sous prétexte de maladie qu'il feindra, il n'aurait qu'à revenir à Berlin.246-4 Sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


9201. AN DEN POMMERSCHEN KAMMERPRÄSIDENTEN VON ASCHERSLEBEN IN STETTIN.

Leitmeritz, 14. Juli 1757.

Vester, besonders lieber Getreuer. Zu Eurer Nachricht und Achtung mache Ich Euch hierdurch bekannt, wie Ich nicht nur die beiden Regimenter von Fürst Moritz und Herzog von Bevern wiederum nach Pommern zurück marschiren lasse,246-5 sondern auch zugleich resolviret habe, den Generalmajor von Manteuffel dorthin zu schicken und demselben das völlige Commando sowohl über die dahin kommende Regimenter als auch über die jetzige dortige Garnisons zu Stettin und<247> sonsten, desgleichen über die Augmentation der Euch gestern bekannt gemachten 5,000 Mann Landmilice247-1 und überhaupt über dortige Festungen und alle Militärsachen und Arrangements zu übertragen, wie Ich denn auch die dortigen Landräthe in allen Militärsachen an ihn verwiesen und ihm aufgegeben habe, denenselben das nöthige darin aufzutragen, welchem sie dann prompte nachleben müssten. Ihr also Eures Orts habt Euch nebst der dortigen Krieges- und Domänenkammer gleichfalls darnach zu achten und Euch nach dessen Verordnungen in Militärsachen zu richten. Es verstehet sich übrigens auch von selbst, dass, wann er einige ohnumgängliche Reisen in Militär- und andern Sachen, so zur Defension nöthig sein, zu thun hat, ihm dazu jedesmal der freie Vorspann vom Lande gegeben werden müsse. Ich bin Euer wohlaffectionirter König.

Friderich.

Nach einer Abschrift in den Ministerialakten.


9202. AN DEN GEHEIMEN KRIEGSRATH EICHEL IN LEITMERITZ.

Der Generallieutenant La Motte meldet, Minden 10. Juli, dass er auf die Nachricht, die Franzosen hätten bei Beverungen zwei Schiffbrücken über die Weser geschlagen, dem Herzog von Cumberland erklärt habe, er werde, falls die Franzosen die Weser überschritten, nach Magdeburg marschiren.247-2

[Leitmeritz. 14. Juli 1757.]247-3

Dieselbige Antwort, so er heute gekriegt hat,247-4 mit dem Zusatz, dass wann der Duc de Cumberland die Franzosen auf den Hals gehen will, so sollen meine Truppen mit darbei seind; will er aber nicht schlagen, wann die Franzosen über der Weser kommen, so marschiret er247-5 nach Magdeburg.

Friderich.

Eigenhändige Weisung für die Antwort; in dorso des Berichts.


9203. AU DUC RÉGNANT DE SAXE-GOTHA A GOTHA.

Leitmeritz, 14 juillet 1757.

Monsieur mon Cousin. Je viens de recevoir la lettre qu'il a plu à Votre Altesse de me faire le 4 de ce mois, et bien loin de trouver à redire à la demande qu'Elle veut bien me faire en faveur du sieur de Lyncker,247-6 Elle peut être assurée que je saisirai volontiers cette occasion<248> pour Lui marquer ma déférence et ma bonne volonté. Je ne suis à la vérité pas encore bien informé du fait, et où ledit de Lyncker est actuellement; mais je ne manquerai pas d'en demander aussitôt un rapport, et, selon les informations qui m'en seront données, je me ferai un vrai plaisir de déférer aux désirs de Votre Altesse; quoique je ne puisse pas cacher à Votre Altesse que ce Lyncker est un frère de l'auteur de toutes les pièces calomnieuses et remplies de mensonges qui ont paru, pendant le cours de l'hiver passé, en Saxe et dans différentes gazettes publiques, et qui a fait tout son possible pour me nuire : nonobstant cela, en faveur de l'intercession de Votre Altesse, je ferai relâcher cet homme, pour Lui prouver l'amitié véritable et l'estime parfaite avec lesquelles je suis etc.

Federic.

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei.


9204. AU MARGRAVE RÉGNANT DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Leitmeritz, 14 juillet 1757.

Monsieur mon Frère et Cousin. Je plains beaucoup de voir, par la lettre qu'il a plu à Votre Altesse de me faire le 9 de ce mois, et que j'ai reçue hier, que le sieur de Treskow n'a pas pu hâter son retour assez vite pour que Votre Altesse ait pu recevoir ma réponse au sujet de Reitzenstein,248-1 par laquelle Elle aurait pu voir que mon intention n'était absolument pas que Votre Altesse S'attirât, par l'arrêt de ce mauvais sujet, le moindre chagrin ou inquiétude, ni qu'Elle se commît avec ses avocats,248-2 et que j'étais bien content que Votre Altesse mît cet homme en liberté. Je me réfère donc à cette lettre, et j'applaudis que Votre Altesse ait fait relâcher ce malheureux, pour Se soustraire aux pressantes situations qui Lui ont été faites à ce sujet.

Je reconnais cependant les marques d'amitié et d'attention que Votre Altesse m'a encore voulu donner en cette occasion, et je saisirai avec plaisir toutes celles où je pourrai La convaincre de la considération et de l'amitié parfaite avec laquelle je serai toute ma vie etc.

Federic.

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei.


9205. AU PRINCE DE PRUSSE AU CAMP DE LEIPA.

Der Prinz von Preussen meldet, Lager bei Leipa 12. Juli: „J'ai reçu hier au soir la lettre en date du 8.248-3 Je n'abuserai point de la confiance que vous me portez, et je garderai un parfait secret sur ce qu'elle contient. Vous permettrez que je vous écrive avec franchise, tout naturellement, comme j'envisage les choses.

<249>

Vous saurez déjà que le général Brandes nous a joints,249-1 et qu'il a laissé à Zittau pour près de quatre semaines de farine.249-2 Les chemins de Zittau jusqu'ici sont difficiles. Pour io jours de pain il faut 550 chariots, ce qui demande une escorte proportionnée à la quantité de troupes que l'ennemi peut employer à inquiéter le convoi. Dans le camp que nous occupons à présent, [ayant] Gabel et Reichstadt [garnis], nous pouvons faire les convois avec facilité, étant en état et à portée de soutenir ces postes; et si l'ennemi met un gros corps à Niemes, nous pouvons, sans risque, camper quelques bataillons près de Gabel. Si nous prenons un camp en avant,249-3 cela peut se faire, et je réponds que l'ennemi ne nous en empêchera pas; mais je ne puis répondre de la sûreté des chemins vers Zittau. Si l'ennemi peut nous enlever un convoi, les troupes manqueront de pain, et les suites ne sauraient qu'être mauvaises. L'ennemi, suivant toutes nos nouvelles, est campé entre Liebenau et Swigan, le corps de Nadasdy en avant, et Morocz à Niemes, comme l'avant-garde de Nadasdy. Il me semble que le plus grand mal que l'ennemi pourrait nous faire, serait de nous enlever nos magasins en Silésie. Celui de Schweidnitz est à l'abri de toute insulte; il ne lui reste donc d'autre que celui de Zittau, sur lequel il pourrait faire quelque tentative. Tant que nous sommes à portée d'y arriver aussitôt qu'eux, ils n'y toucheront pas; mais si nous nous éloignons, ils ont le champ libre pour y envoyer un gros détachement et le couvrir par l'armée. Le manque de fourrages nous obligera de changer en [huit jours]249-4 de camp. Je vous demande de décider si je dois prendre un camp en avant, au risque de perdre la communication avec Zittau, ou si je dois prendre le camp près de Gabel, qui est peu éloigné d'ici, et qui couvre le chemin de Zittau. Les troupes légères de l'ennemi ne se montrent presque pas du tout; le plus grand mal qu'elles font, est d'empêcher l'entrée des vivres. La plupart des régiments ne sont point pourvus de bœufs. Le général Goltz tâche d'y suppléer en faisant livrer le pays; mais comme la contrée qui respecte ses ordres, est de peu d'étendue, il a peine d'y suffire.

L'incorporation des bataillons saxons249-5 dans les régiments qui ont perdu le plus aux dernières batailles, aura lieu, je pense, lorsque ces régiments seront dans des garnisons; car, en campagne, il serait à craindre que la plupart, avant d'être accoutumés à leurs nouveaux officiers, déserteront. J'attendrai l'ordre, quand il vous plaira que ce changement se fasse.

J'ai vu les recrues de l'augmentation que les régiments ont reçues;249-6 elles paraissent bien dressées et en état de faire service. Les chevaux sont la plupart très jeunes; ceux des régiments de Kyau et de Stechow sont le mieux en état; dans le régiment de Wartenberg, l'ordre n'est pas tel qu'il doit être. Le major Dalwig est absent et blessé; ainsi le régiment n'a ni le chef ni le commandeur qui, dans le commencement de la campagne, ont été cause que le régiment a si bien fait son devoir.249-7

J'ai l'honneur d'être jusqu'au dernier moment de ma vie etc.“

[Leitmeritz, 14 juillet 1757.]249-8

Si249-9 vous vous retirez toujours, vous serez acculé à Berlin entre ci et quatre semaines. L'ennemi ne fait que vous suivre. Vous manquez ici de bœufs; faites en venir de la Lusace. Si vous vous retirez, vous manquerez de fourrage, et vous aurez toujours cette race maudite sur vos flancs, de quelque côté que vous vous tourniez. Vous n'avez que<250> Morocz à vos côtés, à Nieraes; Nadasdy est ici, à Gastorf; Daun est à Neuschloss, nous avons entendu son canon. Je vois que l'on vous en impose par les nouvelles, et que l'on grossit tous les objets. Vous avez le Proviant-Fuhrwesen, qui peut vous mener de la farine tant que vous en voulez. Je crois plutôt qu'il sera nécessaire de faire un détachement de 5 à 6000 hommes vers Schweidnitz, pour couvrir la frontière contre Kheul. Vous vous réglerez, sur cela, sur vos nouvelles.

Quand vous incorporerez les régiments saxons, il faut que cela se fasse en un jour.

Dalwig est malade à Dresde; je le presserai de retourner au régiment. Il faut, en attendant, que Puttkammer250-1 le commande, ainsi que le sien.

Nadasdy a ici deux régiments de hussards, deux de cuirassiers, deux de dragons saxons, six bataillons de l'infanterie hongroise réglée, et à peu près 3000 pandours. Laudon est au Paschkapolo250-2 avec 1500 hommes, pandours et hussards; et 500 à 800 sont tantôt à Graupen, tantôt à Zinnwald, Osseg, Mariaschein et Schneeberg. Décomptez tout cela, vous verrez que l'on grossit le nombre de ceux qui sont dans votre voisinage.

Federic.

Nach dem Concept. Eigenhändig.


9206. AU PRINCE DE PRUSSE AU CAMP DE LEIPA.

Der Prinz von Preussen meldet, Lager bei Leipa 14. Juli: „L'armee de Daun, combinée avec celle du prince Charles, a occupé ce matin le camp de Niemes,250-3 et l'après-dînée elle est marché sur Gabel. Toute communication m'est coupée, faisant un feu très vif de canons, et les cinq escadrons de Werner arrivent dans l'instant par des chemins détournés Je crains pour Zittau et pour les chariots que le général Puttkammer conduit avec deux bataillons qui doivent chercher de la farine. Je sais qu'il a atteint Gabel, et qu'on l'attaque. Il faudra absolument que je marche par Reichstadt et Gabel. Cela ne sera plus possible. Je consulterai ceux qui connaissent les chemins par Rumburg. Si celui-là manque, le manque de pain m'oblige d'aller à Leitmeritz.“

[Leitmeritz, 15 juillet 1757.]250-4

La250-5 tête vous tourne à tous ensemble. Voulez-vous abandonner vos magasins, renoncer à couvrir la Lusace? Il valait mieux donner dix batailles que d'en venir là. Prince Charles est joint avec Daun. Eh bien, ils ont détaché en revanche Kheul vers la Silésie, des troupes vers l'armée de l'Empire et Nadasdy ici.250-6 Vous suivez des conseils timides qui perdront vous, l'État et moi. Toutes ces mauvaises ma<251> nœuvres viennent des conseils de Schmettau, qui voit toujours noir; je voudrais que le diable m'eût plutôt emporté que de vous l'avoir donné.

Federic. Vous me ferez payer bien cher la confiance que j'ai eue en vous.251-1

Federic.

Nach dem Concept. Eigenhändig. Der Zusatz eigenhändig auf der Ausfertigung.


9207. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Leitmeritz, 16 [juillet 1757].

Ma très chère Sœur. Je vous remercie de toute la tendresse et de toute l'amitié que vous me témoignez dans votre chère lettre. Comme j'ai beaucoup à faire, je me borne à répondre aux articles principaux que vous me mandez. 1° Les 5,000 florins seront envoyés incessamment.251-2 2° Je ne peux point donner d'instruction à quelqu'un qui va en France, sans paraître négocier, ce qui ne se peut. C'est donc pour faire parler les autres et voir ce qu'ils veulent, et à quelles conditions on pourrait s'accorder. Si cela se passe sous votre nom, personne n'y peut trouver à redire; si j'y prête le mien, on peut abuser de ces ouvertures et s'en servir, pour me brouiller avec ceux que je suis obligé de ménager à l'excès.251-3 Mon intention serait, lorsque l'on aurait tiré des Français le dernier mot, de communiquer le tout au roi d'Angleterre, pour voir s'il y a moyen de parvenir cet hiver à quelque accommodement.

Les Français ont passé le Wéser. On dit que le duc de Cumberland marche pour les combattre; autre crise violente, les Suédois font passer la mer à 17,000 hommes : voilà des embarras de tous les côtés. Enfin, cette année est la plus critique du siècle. Vos réflexions, ma chère sœur, quels pourront [être] les avantages des triumvirs, sont très justes, mais il semble que les yeux de l'Europe sont fascinés. Enfin, il faut se préparer et s'attendre à tout dans les circonstances présentes et ne point se décontenancer de tous les contre-temps qui peuvent arriver. Ce n'est pas que la situation soit agréable, mais je me souviens à cette occasion d'un mot d'un cacique du Mexique. La cruelle avarice des Espagnols fit brûler deux de ces malheureux caciques. Se trouvant tous les deux sur le gril, l'un se lamentait beaucoup et l'autre lui dit : « Finis tes plaintes; crois-tu que je suis sur un lit de roses? Marque plus de constance et rend grâce aux dieux de sortir d'une vie qui ne<252> peut plus que nous être odieuse, s'il fallait la passer dans l'esclavage de ces cruels tyrans. »252-1

Adieu, ma chère sœur, je vous supplie de me croire avec la plus tendre amitié, ma très chère sœur, votre fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9208. AN DEN POMMERSCHEN KAMMERPRÄSIDENTEN VON ASCHERSLEBEN IN STETTIN.

Leitmeritz, 16. Juli 1757.

Vester, besonders lieber Getreuer. Ich habe den Inhalt Eures an Mich unter dem 18. dieses erstatteten Berichts mit mehrern ersehen und beziehe Mich darauf zuvorderst auf dasjenige, was Ich Euch vorhin schon wegen Augmentation der dortigen Landmilice geschrieben habe, über welche Ich dann auch bald Truppen nach Euren Orten schicken werde.252-2

Was die Umstände wegen Usedom und Wollin, der Swine und der Dievenow, davon Ihr meldet, anbetrifft, da habt Ihr darüber mit dem Generalmajor von Manteuffel bei seiner Ankunft zu sprechen, inzwischen, wenn Ihr es nöthig findet, die Hafens mit einiger Defension von Schiffen zu versehen oder auch solche, wenn es nicht anders sein könnte, durch versenkte Schiffe zu decken [seind]; worüber Ihr dann mit vernünftigen und erfahrenen Seeleuten sprechen und conferiren müsset. Ich bin Euer wohlaffectionirter König

Friderich.

Nach einer Abschrift in den Ministerialakten.


9209. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT.252-3

Leitmeritz, 17. Juli 1757.

Es ist mir Euer Schreiben vom 7. dieses Monats richtig zu Händen gekommen. Ich beziehe Mich zuvorderst auf dasjenige, was Ich Euch durch den Lieutenant von Humboldt geantwortet habe,252-4 und gebe Euch demnächst nochmalen in Antwort, wie Ich Euch ganz freie Hände lasse und lassen muss, wegen der dortigen Operationen alles dasjenige zu thun, was Ihr nur könnet und was Ihr vor gut finden werdet, da Ich Euch ohnmöglich darunter dirigiren kann, weil es in dergleichen Vorfallen öfters auf einen Tag, wo nicht auf eine Stunde ankommet, da ein favorables Moment, das nachher nicht wiederkommet, versäumet werden kann; zu dem Ende Ich Euch auch aus gnädigst und vollkommen in Euch und Eure in allen Angelegenheiten mir bewiesene<253> Treue, Bravour und Kriegeserfahrenheit gesetztem Vertrauen deshalb mit völligem Pleinpouvoir und nur allein generale Instruction versehen,253-1 alles übrige Detail aber Eurer Execution nach Zeit und Umständen überlassen habe. Dieses alleine nur bitte Ich Euch, dass Ihr durch die und sonderlich im Anfange vorkommende Schwierigkeit und anscheinende Gefahr [Euch] nicht aus der Contenance bringen lassen, zugleich auch wohl darauf Acht haben sollet, damit die unter Eurem Commando stehende Generalität und Stabesofficiers nicht die Tramontane verlieren, sondern bei Muth und Hoffnung bleiben, da Ich dann versichert bin, dass, so gross auch die Schwierigkeiten im Anfange scheinen, dennoch alles gut gehen werde, zumalen wenn Ihr nur, wie Ich hoffe, erst ein feindliches Corps geschlagen und dadurch dem Feinde Furcht und Respect imprimiret haben werdet.253-2

Das Land dorten angehend, so ist Euch bekannt, wie nahe es Mir gehen müsste, wenn dasselbe leidet; Ihr wisset aber auch, dass in solchen wichtigen und besonderen Umständen es anfänglich nicht ohne Inconvenienzien abgehen kann und ein Theil davon etwas leiden muss, um das Ganze zu conserviren, darbei nur vorerst die militärische Operationes hauptsächlich zum Augenmerk zu nehmen seind, da, wenn diese glücklich gehen, das andere leicht wieder geholfen und redressiret werden kann. Sollten auch Eure Cassen- und Magazinarrangements durch die zur Defension des Landes gemachte Veranstaltungen etwas leiden, so habt Ihr zu erwägen, dass gegen Ende des Monats Octobris dorten alles schon decidiret sein muss.

Ich habe sonsten aus Engelland heute die gewisse Nachricht unter dem 28. voriges erhalten,253-3 dass, nachdem endlich nunmehro das neue Ministerium fixiret worden und die bisherige Dissensiones cassiret haben, solches einmüthig resolviret habe, nunmehro alle Efforts anzuwenden, um Mich gegen Meine mächtige Feinde auf das efficaceste zu souteniren, wovon man Mir mit nächster Post das Detail von allem, so man sich vorgesetzet vor Mich zu thun, zuschicken werde. Inzwischen der König von Engelland bereits Ordre gestellet habe, dass man darauf denken und bis zum ohnmöglichen thun solle, um auf das schleunigste eine Escadre in die Ostsee zu senden, wie dann auch zugleich resolviret sein solle, auswärtig an allen nur möglichen Orten zu arbeiten, um das Système der gemeinschaftlichen Sache zu souteniren und sich Freunde zuzuziehen. Was der Effect von allem diesen sein wird, muss Ich erwarten.

Friderich.

Nach dem Concept.

<254>

9210. AN DEN GENERALLIEUTENANT ERBPRINZ VON HESSEN-CASSEL.254-1

Leitmeritz, 18. Juli 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich lieber Vetter. Ew. Liebden Schreiben vom 13. dieses habe Ich erhalten, und diene darauf in Antwort, dass, wenn des Herzog von Cumberland Liebden den Feind jetzo attaquiren und schlagen wollen, sodann Meine dortige Regimenter mit dabei sein sollen, woferne aber dieses nicht ist, sodann ziehen Ew. Liebden mit gedachten Regimentern nach Magdeburg ab; sowie Ich solches auch vorhin schon dem Generallieutenant de La Motte geschrieben habe,254-2 und derselbe an Ew. Liebden bereits Communication davon gethan haben wird. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Königl. Staatsarchiv zu Marburg.


9211. AN DEN OBERST VON FINCK IN DRESDEN.

Leitmeritz, 18. Juli 1757.

Mein lieber Obrister von Finck. Es hat mir von vertrauter Hand gemeldet werden wollen, wie dass erstlich den 11. dieses Monates die Königin von Polen einen Pagen Namens von Reitzenstein nach der österreichischen Armee abgeschicket habe, der die Tour über Eger nehmen müssen, und der mit nächstem wieder von dar zurück erwartet würde. Da nun nicht zu zweifeln ist, dass derselbe ohnfehlbar Nachrichten von denen österreichischen Desseins mitbringen werde, so würde es sehr gut sein, wenn man es dorten so einrichten könnte, dass auf gedachten Pagen und dessen Retour wohl Acht gegeben, und derselbe entweder auf einer Poststation vor Dresden ohne Bruit oder aber auch, und wenn es nicht anders sein kann, bei seiner Entrée und Retour in Dresden angehalten, arretiret und gleich in sichere Verwahrung, wo er alleine ist und in der Stille gehalten werden kann, gebracht werden möge, um seine Briefe zu bekommen. Ich weiss wohl, dass dieses seine Schwierigkeit haben wird; es wird Mir aber doch lieb sein, wenn Ihr das mögliche darunter thun werdet, um dieses bestens zu incamminiren. Es ist auch der Generalmajor von Bornstedt254-3 von gedachtem Umstände bereits informiret; weil Ich aber besorge, dass er sich darunter nicht recht zu nehmen wissen dörfte,254-4 so habe Ich Euch lieber von der Einrichtung und Ausführung dieser Sache chargiren wollen.

Ich bin zum zweiten benachrichtiget worden, als ob bei einem Schlösser zu Dresden, Namens Hösey, so auf der Frauengasse wohnen<255> soll, über 150 eiserne Handmühlen verfertiget werden sollten, und dass es heisse, als ob solche vor die Österreicher bestellet worden und die Königin den Namen dazu gegeben und solche verfertigen Hesse. Dem sei aber, wie ihm wolle, so habt Ihr Euch nach diesem Umstände genau zu erkundigen und es so zu incamminiren, dass allenfalls, wenn Ihr auf eine Spur kommet, gedachter Schlösser auf einmal surpreniret, und alles und jedes, was sich alsdenn von Handmühlen oder auch an dazu benöthigten Stücken bei ihm findet, demselben weggenommen und in sichere Verwahrung gebracht werden müsse, allenfalls unter dem Vorgeben, dass man alles dergleichen selbst brauche, und er also dergleichen Arbeit nicht weiter fertigen solle, bis man solche vor uns bestellen wird. Ich überlasse alles dieses Eurem guten Savoir-faire und bin Euer wohlaffectionirter König

Friderich.

Nach der Ausfertigung.


9212. AU COMTE DE NEUWIED A NEUWIED.

Der Graf von Neuwied schreibt, Neuwied 4. Juli: „Mon zèle ne me permet pas de supprimer l'ouverture que me fit hier le colonel français de Fischer,255-1 homme d'intelligence et d'intrigue, très bien avec M. de Belle-Isle, dont il me montra une lettre et me fit l'incluse,255-2 parceque je voulais quelque écrit. Il assura sur sa tête que dans trois semaines il y aurait ici, sous prétexte de négocier mon bataillon, un lieutenant-général français actuellement employé à une cour d'Allemagne, au cas que je pus lui donner à connaître indirectement qu'il plairait à Votre Majesté d'envoyer pareillement en secret une personne de rang pour entrer en pourparlers, afin de pouvoir, en cas de convenance, signer des préliminaires en vertu des pleins-pouvoirs qu'ils auraient en poche. Un de mes amis a trouvé à Versailles un homme de quelque poids dans les sentiments que Fischer dépeint. Les ordres de Votre Majesté seront ma règle inviolable, selon le profond et soumis dévouement avec lequel je serai, malgré les temps critiques, toute ma vie etc.“

Schreiben des Obersten Fischer an den Grafen von Neuwied, d. d. Andernach 3. Juli.

Monsieur. C'est à présent à mon tour que je vous parle politique. Il est sûr qu'il est extraordinaire à voir la France dépenser 200 millions, pour les sacrifier pour l'agrandissement de la maison d'Autriche; sûrement, Monsieur, je ne me saurais pas imaginer que c'est véritablement l'intention de la cour, et je crois qu'elle se trouve forcée et tirée par les cheveux dans cette guerre, sans s'en être aperçue de quelle façon elle a été menée dans ce pas. Le roi de Prusse, quelque grand homme qu'il soit, trouvera encore des ressources dans lui-même et dans l'étendue de son grand génie; je souhaite même qu'il les trouve : mais tous les grands conquérants ont-ils été toujours heureux? Il n'y a peut-être pas dix Français à l'armée qui ne prennent pas part au dernier échec arrivé au roi de Prusse.

Je sais, à ne pas douter, que M. le maréchal de Belle-Isle255-3 a un attachement au delà de ce que je pourrai vous dire, pour la personne du roi de Prusse; soyez persuadé, Monsieur, que, si le roi de Prusse voudrait faire faire des propositions, M.<256> le Maréchal, qui a du poids dans toutes les affaires de la cour, se prêterait infailliblement, et si, par quelque moyen, Monsieur, vous pourriez faire parvenir cette idée à Sa Majesté Prussienne, je me ferais fort de faire traiter cette affaire dans votre maison même et de disposer qu'on envoyât quelqu'un chargé de la cour pour entrer en affaire. J'ai l'honneur etc.“

[Leitmeritz,] 18 juillet256-1 [1757].

Je vous suis très obligé des bonnes intentions dans lesquelles vous êtes pour mon service. J'ai lu votre lettre avec attention. Il est bien vrai que la France en a agi jusqu'à présent d'une manière incompréhensible, sans vue, sans système et travaillant contre ses propres intérêts. Je ne sais si ceux qui gouvernent pensent comme les gens sensés desquels vous faites mention. On parle d'un traité conclu entre la France et l'Autriche qui stipule des cessions en faveur de la France;256-2 si ce traité se trouve réel, je ne vois pas comment la France pourra s'en désister. Je passe sur toutes ces difficultés, persuadé que le maréchal de Belle-Isle n'avancera rien qu'il ne puisse soutenir.

Je dois vous dire, Monsieur, que j'ai fait cette guerre malgré moi, que j'y ai été forcé par la réponse altière de la cour de Vienne256-3 et par les complots de mes ennemis, dont les preuves authentiques sont entre les mains de tout le monde. La fortune m'a favorisé au commencement de cette guerre; j'ai reçu un échec, mais cela ne m'empêchera pas de lutter contre [les] difficultés et de m'opposer constamment contre tous ceux qui conjurent contre les États que mon devoir est de défendre jusqu'à la dernière goutte de mon sang. Vous pouvez donc insinuer, s'il vous plaît, à ceux que vous croirez propres pour faire parvenir ceci plus loin : que, préférant mon honneur à tout, je n'entendrai jamais à des conditions de paix flétrissantes; que primo, il faut que tous mes alliés d'Allemagne y soient compris;256-4 secondement, qu'on s'explique ultérieurement. Je mets ma confiance en vous, Monsieur, je vous confie mes intérêts; si vous pouvez tirer des Français une explication claire sur ces deux points importants, je pourrais alors envoyer quelqu'un pour arranger le reste. Curialia!

Federic.

Nach dem Concept. Eigenhändig.


9213. AU PRINCE DE PRUSSE AU CAMP DE LEIPA.

Der Prinz von Preussen meldet, Lager bei Leipa 16. Juli: „Gabel est pris,256-5 je n'ai que pour quatre jours de pain; je marche demain par Kamnitz et Rumburg vers Zittau pour tâcher d'y arriver, s'il est possible, avant que l'ennemi le prenne.“

<257>

Leitmeritz, 18 juillet 1757.

J'ai été extrêmement surpris de voir par votre lettre du 16 que vous avez traîné de marcher quatre jours encore, avant que d'aller soutenir Zittau. Vous perdez toutes les affaires. Pourquoi le 14 n'êtesvous pas marché avec l'armée au secours de Gabel. Après ceci, il m'est impossible de vous confier le commandement d'une armée. Je suis, mon cher frère, votre bon et affectionné frère

P. S.

J'ai commandé d'abord qu'on envoie incessamment de Pirna à Bautzen le pain pour six jours pour votre corps d'armée, d'où vous le ferez mener dans votre camp.

Je vois bien que je serai obligé de venir là-bas pour [voir] s'il y a moyen de redresser vos belles opérations.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig auf der chiffrirten Ausfertigung.257-1


9214. AU PRINCE DE PRUSSE AU CAMP DE LEIPA.

Der Prinz von Preussen meldet, Lager bei Leipa 15. Juli: „Nous sommes dans une Situation très critique; l'armée ennemie est campée vers Niemes, nous voyons le camp. Ils ont détaché un corps qui a attaqué Gabel. Nous ignorons s'ils l'ont pris,257-2 car la canonnade hier était forte. Aujourd'hui on a entendu un feu de petites armes. Si Gabel est pris, nous sommes coupés de Zittau par ce chemin-ci. Il nous reste encore celui par Georgenthal sur Lœbau qui ne peut être que pour une colonne, et si l'ennemi occupe un défilé, il n'y a pas moyen de percer. J'enverrai le général Rebentisch avec trois bataillons pour tâcher de renforcer Gabel. Il agira cependant avec précaution. Je sais des déserteurs que le pain n'est pas abondant à l'armée de l'ennemi, le fourrage de même; ainsi, si nous tenons contenance, ils n'oseront pas risquer de nous voir sur leurs derrières, s'ils font une marche sur Zittau. Pour cet acte de contenance il nous faudrait de la farine; la nôtre finit, et nous n'avons que pour jusqu'au 19 du pain. Si vous aviez la grâce de nous en envoyer, cela serait peut-être encore l'unique moyen de remettre cette affaire.“

[Leitmeritz, 19 juillet 1757.] 257-3

Vous257-4 ne savez ni ce que vous voulez, ni ce que vous faites. Dans une lettre je dois d'ici vous envoyer du pain, et vous abandonnez<258> lâchement Gabel qui vous donnait la connexion avec Zittau, votre magasin! Vous ne serez jamais qu'un pitoyable général. Commandez à un sérail de filles d'honneur,258-1 à la bonne heure; mais, tant que je vivrai, je ne vous confierai pas le commandement sur dix hommes. Quand je serai mort, faites toutes les sottises que vous voudrez : elles seront sur votre compte, mais tant que je vivrai, vous n'en ferez point qui préjudicient à l'État. Voilà tout ce que je peux vous dire; que vos meilleurs officiers redressent à présent les c . . . que vous avez faites, et consultez vos forces, avant que de demander des commandements. Ce que je vous dis, est dur, mais vrai; vous m'y forcez, vous me mettez sur le point de perdre la réputation de l'armée, la mienne et l'État.

Federic.

Nach dem Concept. Eigenhändig.


9215. AU MARQUIS D'ARGENS A BERLIN.

[Leitmeritz,] 19 juillet 1757.

Mon cher Marquis. Regardez-moi comme une muraille battue en brèche par l'infortune depuis deux ans. Je suis ébranlé de tous côtés. Malheurs domestiques, afflictions secrètes, malheurs publics, calamités qui s'apprêtent : voilà ma nourriture. Cependant, ne pensez pas que je mollisse. Dussent tous les éléments périr, je me verrai ensevelir sous leurs débris avec le sang-froid dont je vous écris.258-2 Il faut se munir, dans ces temps désastreux, d'entrailles de fer et d'un cœur d'airain, pour perdre toute sensibilité. Voilà l'époque du stoïcisme. Les pauvres disciples d'Épicure ne trouveraient pas, à cette heure, à débiter une phrase de leur philosophie.

Le mois prochain va devenir épouvantable et fournira des évènements bien décisifs pour mon pauvre pays. Pour moi, qui compte le sauver ou périr avec lui, je me suis fait une façon de penser convenable aux temps et aux circonstances. Nous ne pouvons comparer notre situation qu'au temps de Marius, de Sylla, du triumvirat et à ce que les guerres civiles ont fourni de plus furieux et de plus acharné. Vous êtes trop éloigné d'ici, pour vous faire une idée de la crise où nous sommes, et des horreurs qui nous environnent. Pensez, je vous prie, aux pertes des personnes qui m'étaient les plus chères, que je viens de faire tout de suite, et aux malheurs que je prévois qui s'avancent vers moi à grands pas. Enfin, que me reste-t-il pour me trouver dans la situation du pauvre Job? Ma santé, d'ailleurs faible, résiste, je ne sais comment, contre tous ces assauts, et je suis étonné de me soutenir dans des situations que je n'aurais pu envisager, il y a trois ans, sans frémir.

<259>

Voilà une lettre peu agréable et peu consolante; mais je vous vide mon cœur, et je vous écris plus pour le décharger que pour vous amuser. Écrivez-moi quelquefois et soyez persuadé de mon amitié. Adieu!

La philosophie, mon cher, est bonne pour adoucir les maux passés ou futurs, mais elle est vaincue par les maux présents.

Federic.

Nach dem Abdruck in den „,Œuvres de Frédéric le Grand.“ Bd. 19. S. 44.


9216. AU MINISTRE D'ÉTAT ET DE CABINET COMTE DE FINCKENSTEIN A BERLIN.

Finckenstein berichtet, Berlin 14. Juli, da die Franzosen in Hannover eingedrungen seien, und dieser Fall in der Geheimen Instruction259-1 vorgesehen sei, so habe er unter der Hand einige Vorbereitungen getroffen, um den königlichen Schatz nach Cüstrin transportiren zu lassen.

Leitmeritz, 19 juillet 1757.

Mon cher comte de Finckenstein. Pour vous répondre à la lettre chiffrée que vous m'avez faite, je vous dirai que vous ne sauriez mieux faire que de préparer sans bruit et éclat, pour ne pas effaroucher le public, ni lui donner des terreurs paniques, de préparer et d'arranger tout ce qu'il faut pour avoir tout prêt, afin que, le cas existant et le danger pressant, vous puissiez incessamment faire transporter tout ce qu'il y a d'argent dans le trésor et dans mes autres différents appartements, de même tout ce qu'il y a d'ailleurs de précieux en or et en argenterie, comme aussi ce qu'il y a de plus important dans les archives, et toutes les autres choses de considération, aux lieux désignés dans vos instructions secrètes;259-2 mais, pour faire ces transports effectivement, vous attendrez jusqu'à ce que l'ennemi sera entré dans les provinces de Halberstadt et de Magdebourg.

Au surplus, il est bon que vous sachiez que j'ai donné mes ordres au lieutenant-général de La Motte, afin qu'il se jette avec les six bataillons selon ses ordres en Magdebourg.259-3 Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


9217. AN DEN ETATSMINISTER EDLER VON PLOTHO IN REGENSBURG.

Leitmeritz, 19. Juli 1757.

Mein lieber Geheimer Etatsminister Edler von Plotho. Euer unter dem 12. dieses Monats an Mich abgelassenes Schreiben ist Mir gestern<260> einbehändigt worden. Worauf Ich Euch in Antwort ertheile, wie zwar dasjenige, so Ihr darin wegen Detachirung eines Corps Truppen nach dem Reiche anführen wollen, an sich recht gut und vielleicht von dem Nutzen, welchen Ihr Euch davon versprechet, sein dürfte, Ihr aber selbst ermessen werdet, dass alles dasjenige, so sonsten recht gut wäre, nicht allemal geschehen, noch das Licht an allen Orten zugleich brennen kann. Ueberdem, so viel die von dem württembergischen Corps aufgestandene und weggegangene Leute anbetrifft,260-1 da bin Ich von sehr guter Hand benachrichtiget worden, dass diese Leute, anstatt, wie Ihr geglaubet, weiter und nach dem Thüringischen zu gehen, zu ihrem Unglücke sich mehrentheils nach denen Dörfern, wo sie zu Hause gehören, begeben haben, von denen sie der Herzog, so bei seiner Ankunft zu Stuttgart viel Bruit gemachet, wieder aufheben und sammeln lasset und die Ankunft der französischen Truppen erwartet, um sie alsdann zu forciren, mit solchen und unter deren Bedeckung zu marschiren. Ich bin Euer wohlaffectionirter König

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Königl. Hausarchiv zu Berlin.


9218. AN DEN GEHEIMEN KRIEGSRATH EICHEL IN LEITMERITZ.

Solms berichtet, Stockholm 8. Juli, die Königin Ulrike habe ihm zu verstehen gegeben, dass man das schwedische Officiercorps möglicherweise für die Sache des Königs von Preussen gewinnen könne; es sei jedoch eine bedeutende Summe Geldes hierzu erforderlich.

[Leitmeritz, Juli 1757.]

Vent, vent, vent!

Federic.

Sie wollen Geld haben.

Eigenhändige Aufzeichnung260-2 in dorso des Berichts.


9219. AN DEN OBERST VON FINCK IN DRESDEN.

Hauptquartier Sullowitz, 22. Juli 1757.

Mein lieber Obrister von Finck. Ich habe Euer Schreiben vom 19. dieses erhalten260-3 und bin von dessen Einhalt überall sehr zufrieden gewesen. Es wird Mir auch lieb sein, wenn Ihr Euch mit Eurer Cur nicht übereilen,260-4 noch zu frühzeitig ausgehen, sondern solche gehörig<261> abwarten und dorten continuiren werdet, bis Ihr völlig curiret seid. Indessen Ich von Euch persuadiret bin, dass Ihr die dasige Sachen zugleich nach aller Möglichkeit mit respiciren und solche so dirigiren werdet, dass Ich davon zufrieden sein kann,261-1 als worunter Ich Mich auf Euch verlasse und weiss, dass Ihr es allemal besser machen werdet, als Ich es von dem Generalmajor von Bornstedt261-2 nicht eigentlich fordern kann. Ich bin Euer wohlaffectionirter König

Friderich.

Nach der Ausfertigung.


9220. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Hlinay, 22 juillet [1757].

Ma très chère Sœur. J'ai eu l'agrément de recevoir aujourd'hui deux de vos lettres, dont l'une est du 16. La mauvaise conduite qu'a tenue mon frère de Prusse, m'oblige à quitter Leitmeritz; j'espère de redresser ses sottises, si humainement cela est possible. Vous jugez très bien, ma chère sœur, de notre situation présente et de ce qui en peut résulter pour l'avenir. Comme je n'ai aucun pouvoir sur les causes secondes, je ne prétends point régler mes destinées; je me borne à me conduire sagement, à profiter des occasions, si elles se présentent à moi, et je suis résolu d'opposer un front d'airain à tous les contretemps qui peuvent m'arriver. Quand une fois un cheval a pris le mors aux dents, il ne voit, il ne connaît plus de dangers.

Je suis très fâché, ma chère sœur, des contre-coups que vous ressentez de mon infortune;261-3 j'ose prédire que cela n'en restera pas à vous, mais que la catastrophe deviendra générale, si la Fortune ne se ravise pas bientôt. Je me moque, dans le fond, et des troupes de l'Empire et des Français et des Suédois et des Autrichiens, s'ils voulaient se succéder les uns les autres; mais si j'avais autant de bras que Briarée, je ne pourrais suffire pour expédier l'Hydre renaissante qui se présente à moi, qui se multiplie tous les jours, et qui m'assiège de tous côtés.

Je suis dans le cas d'un voyageur, attaqué par une grande troupe de brigands, qui l'assassinent et qui se partagent sa dépouille. Quand je serai assassiné, il m'importera peu que deux Impératrices, un Roi Très-Chrétien et je ne sais combien de grandes princes, tous très justes et très religieux, m'aient fait cet honneur. Je parie à coup sûr que la France se repentira tôt ou tard de la sottise et de l'inconséquence de sa conduite présente; mais tout cela ne console guère. Il arrive quelquefois à Madame la Justice d'être séduite et de se laisser tromper par<262> des indices; on a des exemples qu'elle a fait pendre des hommes avec précipitation, dont elle a ensuite reconnu l'innocence et en a fait faire des excuses très polies à la veuve et aux enfants; mais elle n'a pas rendu la vie au mort, et celui-là n'a pas seulement eu la consolation d'être informé de ses regrets. On ne me pendra pas précisément, mais, le traitement qu'on me prépare, ne vaut en vérité guère mieux : enfin, ma chère sœur, pendu ou non, je serai jusqu'au dernier soupir de ma vie avec la plus tendre estime, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Quant aux nouvelles que vous attendez,262-1 ma chère sœur, il est impossible qu'elles arrivent à point nommé; pour répondre à pareilles choses, on y pense deux fois, surtout si l'on veut donner une réponse catégorique. II faut attendre, et si, malgré quelque apparence, cela ne réussit pas, il faut s'en consoler et agir ni plus ni moins.

Pour l'amour de vous-même, ne vous chagrinez pas, et souvenezvous que le Ciel nous a donné la vie sans conditions, ainsi qu'il faut recevoir la fortune bonne ou mauvaise, et que la vie n'est pas assez longue pour se chagriner d'un événement passager dont la mort nous fait perdre le souvenir pour toujours.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9221. A LA REINE DE SUÈDE A STOCKHOLM.

Hlinay, 23 juillet 1757.

Ma très chère Sœur. La douleur qu'a causée la mort de notre respectable mère,262-2 a bien été générale dans la famille; c'est une calamité publique, tout Berlin est fondu en larmes, et certainement des plus grands aux plus petits tout le monde a participé à notre perte et a partagé mes regrets.

Je comprends très bien, ma chère sœur, que votre situation est désagréable,262-3 la mienne n'est pas moins fâcheuse; je suis plus étonné de trouver des gens qui ne sont pas mes ennemis, que d'en trouver qu'un esprit de fanatisme acharne contre moi. Vous saurez sans doute qu'on m'a écrit262-4 bien des choses, mais qui me paraissent ou impossibles ou<263> hors de saison. Je suis avec une parfaite tendresse, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9222. AU DUC DE CUMBERLAND AU CAMP D'AFFERDE.

Hlinay, 23 juillet [1757].

Monsieur mon Frère et Cousin. J'ai reçu par le courrier de M. Mitchell la lettre que Votre Altesse Royale vient de m'écrire. Je suis très fâché de me trouver dans la nécessité de retirer les 6 bataillons de Wésel de Son armée,263-1 mais le nombre d'ennemis qui conspire contre moi, me justifie de reste.

Je marche demain vers Zittau, où je compte d'arriver le 1er ou le 2 du mois prochain; je suis dans la nécessité de combattre l'ennemi où je le trouve, avant qu'il me resserre de tous côtés, cela me force à prendre des partis désespérés auxquels je n'aurais jamais pensé dans d'autres occasions, mais Votre Altesse Royale sera dans peu instruite quelle en sera l'issue. Je me trouve obligé d'attaquer des postes, quelque forts qu'ils soient, et d'agir contre mes principes; mais, quand on a toute l'Europe pour ennemi, il n'y a d'autre moyen de se soutenir que de faire plier l'ennemi le plus proche, pour pouvoir ensuite se tourner sur le premier venu, et ce ne serait pas la première fois qu'une bonne résolution bien exécutée changeât la face des choses. Vous serez instruit de tout ce qui arrivera, mais vous pouvez être persuadé que mon parti est pris, et que ni les difficultés, ni le danger ne m'arrêteront. Je suis avec une parfaite estime, Monsieur mon Cousin et Frère, votre fidèle cousin et frère

Federic.

Nach dem Concept.


9223. AU DUC RÉGNANT DE BRUNSWICK AU CAMP D'AFFERDE.

Quartier de Luschitz,263-2 23 juillet 1757.

Monsieur mon Frère et Cousin. La dernière lettre que vous avez bien voulu me faire, m'a été fidèlement rendue.263-3 Votre Altesse sentira combien j'ai été touché des sentiments amicales qu'Elle m'y confirme; aussi la reconnaissance que je Lui en garderai, ne finira qu'avec le dernier moment de ma vie. Je La remercie d'ailleurs de la fidèle et exacte communication, tant de ce qui s'est passé à Ses lieux que des avis qu'Elle a eus de tout ce que nos ennemis complotent, principalement contre moi. Je ne saurais nier que tout ceci m'a<264> vivement affligé, et que je regrette surtout que Son pays se trouve en partie innocemment exposé à ces vexations et ces mauvais procédés dont les Français en usent vers eux. C'est aussi pourquoi il serait bien à désirer que le duc de Cumberland, voyant les troupes françaises aussi éparpillées qu'elles le sont actuellement en de petits corps, puisse trouver moyen d'en battre quelques-uns en détail, ce qui changerait là bien la face des affaires.

Au surplus, la lettre que Votre Altesse m'a faite, m'a été rendue, lorsque j'ai été en marche vers ici pour me rendre en Saxe. Mon intention n'a pas été de quitter sitôt la Bohême, et je m'y serais soutenu sans peine ni difficulté jusqu'à la mi-août au moins, si par malheur il n'était arrivé que mon frère le Prince de Prusse, à qui j'ai donné le commandement d'un corps d'armée séparé pour couvrir la Lusace et la Silésie, eût laissé gagner sur soi, à l'armée autrichienne sous les ordres du prince Charles et du maréchal Daun, une marche de Niemes vers Zittau, en sorte qu'il n'a pas pu soutenir ni secourir l'avant-poste de Gabel, qui, à ce que j'apprends, a été emporté par l'ennemi, et que la Lusace avec les magasins qu'il y a se trouvent menacés. C'est ce qui est la cause pourquoi je n'ai pas eu lieu d'être bien content de la conduite de mon frère, de sorte que je me vois obligé d'y aller moimême avec quelque corps de troupes, afin d'y voir moi-même et de remédier aux inconvénients, si j'en trouve.

Au surplus, parmi le grand nombre de mes ennemis qui me viennent de tous côtés, je ne puis que songer à des moyens désespérés pour m'aider, en sorte qu'il ne saura guère durer longtemps que Votre Altesse n'en apprenne le succès.

Je suis avec cette haute considération et cette amitié la plus cordiale et la plus constante qu'Elle me connaît, Monsieur mon Frère et Cousin, de Votre Altesse le bon frère et cousin

Federic.

Nach dem Concept.


9224. AU CONSEILLER PRIVÉ VON DER HELLEN A LA HAYE.

Quartier général de Luschitz, 23 juillet 1757.

J'ai bien reçu vos trois derniers rapports du 5, 10 et 13 de ce mois. Je vous dirai d'abord, quant au directeur de la compagnie d'Emden, Teegel, qu'il en a très bien agi en pensant que le vaisseau de la compagnie attendu de retour de la Chine ne saurait avec sûreté entrer dans le port d'Emden, puisque la perte dudit vaisseau et de sa charge pour le compte de mes sujets en serait immanquable.264-1

Le plus sûr sera que ce vaisseau avec sa charge entre à Amsterdam ou, comme vous le proposez, dans un port anglais, quoique le premier expédient me paraisse le meilleur et le plus sûr. Les considé<265>rations que vous faites à l'égard de Hambourg, sont fondées, vu le grand despotisme que les Français et les Autrichiens exercent jusqu'à la tyrannie en Allemagne. J'ai donné ordre à mes ministres des affaires étrangères d'en parler au sieur Splitgerber.

Je vous remercie des nouvelles que vous m'avez communiquées. Je ne saurais que plaindre les Régents et la République sur ce qu'ils ont tardé si longtemps à mettre en usage les moyens convenables pour leur conservation et le maintien de leur liberté et de prêter quelque attention à ce que je leur ai fait proposer fidèlement d'une manière si amicale.265-1 Le temps en est passé présentement, et il ne tarderont plus guère de se voir les esclaves de la maison d'Autriche et de la France et de voir abîmée la religion protestante sans ressource.

Federic.

Nach dem Concept.


9225. AN DEN ETATSMINISTER EDLER VON PLOTHO IN REGENSBURG.

Hauptquartier Luschitz, 23. Juli 1757.265-2

Mein lieber Geheimer Etatsminister Freiherr von Plotho. Eure Schreiben vom 14. und 17. dieses seind Mir durch Rückbringern dieses wohl eingeliefert worden, und danke Ich Euch sehr vor die Mir communicirte Nachrichten von des Feindes Projecten,265-3 davon Ich dann Meinen guten Gebrauch zu machen, um das diensame nach aller Möglichkeit vorzukehren, nicht ermangeln werde.

Was die von Euch vorgeschlagene Schickung einiger Officiers zur Werbung anbetrifft, so ist solches zwar an sich recht gut, Ihr werdet aber selber penetriren, dass Ich jetzt alle, was Ich nur von guten Officiers habe, in der Campagne gebrauche, und dass überdem die jetzigen Umstände nicht zulassen wollen, an specielle Werbungen zu gedenken, sondern dass dergleichen bis auf den Winter und nach decidirten Hauptsachen anstehen muss, zumalen Mir mit ein oder einigen wenigen hundert Recruten vor der Hand nicht gedienet ist, daferne Ich solche nicht zu tausenden haben kann.

Uebrigens habt Ihr mit Absendung expresser Couriers, daferne Dir nicht ganz sehr capitale Sachen schleunigst zu melden habt, an Euch zu halten, weilen es nur unnöthige Kosten und Aufsehens giebet, sondern [Euch] vielmehr in allen andern Fällen derer Estafetten über Erlangen und Baireuth zu bedienen. Der Betrag der von Euch eingesandten Rechnung von denen Courierposten soll Euch übermachet<266> werden, welches der Geheime Rath Eichel besorgen wird. Die zweite von Euch besonders eingesandte Rechnung ist von Mir an das Departement adressiret worden. Ich bin Euer wohlaffectionirter König

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Königl. Hausarchiv zu Berlin.


9226. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN AFFAIREN.

Maltzahn berichtet, Berlin 19. Juli, er sei durch neue Krankheitsanfalle, verhindert, den ihm bestimmten Posten als Gesandter bei dem Könige von Polen in Warschau266-1 zu übernehmen.

Luschitz, 23. Juli 1757.

Ministère. Da er so schlecht ist und noch so wenig Apparence zu seinem Retablissement hat, so will Ich ihm die gebetene Erfassung accordiren in der Hoffnung, dass, sowie er wieder hergestellet sein wird, er sich allemal wieder bereit halten werde, dass Ich ihn employiren kann.

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs.


9227. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

24 [juillet 1757] en marche.

Ma très chère Sœur. Je pars pour la Lusace où j'ai à redresser les sottises de Monsieur mon frère. Comme ceci m'occupe entièrement, je ne puis, ma chère sœur, vous répondre sur votre lettre, et il se pourrait fort bien qu'en huit ou dix jours vous n'ayez point de mes nouvelles. Je suis avec la plus parfaite tendresse, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9228. UNTERREDUNG DES KÖNIGS MIT DEM GROSSBRITANNISCHEN GESANDTEN MITCHELL.

Mitchell berichtet an Holdemesse, Pirna 28. Juli (secret) er habe am 24. den Erlass des Grafen Holdernesse vom 5. Juli empfangen. „On the march next morning266-2 from Nollendorf, I took an opportunity to acquaint His Prussian Majesty with the contents of it, but I have not the satisfaction to assure Your Lordship that I had the happiness to convince him.266-3 The notions he had framed of the superiority and<267> strength of the English navy, were not to be shaken. He therefore imputed to commercial and political views the negative that had been given to his request; but he observed that this negative should have been given sooner, to which, as I could not ans wer, I endeavoured to turn the conversation.

In the situation of mind in which His Prussian Majesty now is, and with the load of business and bad news, that would sink any other man, I thought it not expedient to insist too much upon some of the points Your Lordship suggested, nor even to make use of that freedom of conversation with which he sometimes indulges me, and by being moderate in the defence of a negative, which at least admits of some doubts. I was glad to find that he bore the disappointment with more temper and calmness than I expected.“

Nach der Ausfertigung im Public Record Office zu London.


9229. AN DEN OBERST VON FINCK IN DRESDEN.

<268>

Finck meldet, Dresden 24. Juli, dass aus der Lausitz Nachrichten eingekommen seien; der Prinz von Preussen sei danach am 22. Juli durch Löbau gegen Zittau hin marschirt, die Oesterreicher hätten Görlitz eingenommen, man glaube, dass es zwischen der Armee des Prinzen und dem Österreichischen Heere zu einer Action kommen werde. Der Oberst von Osten, ehedem Commandeur eines sächsischen Uhlanenregiments, habe sich erboten, nach Zittau zu gehen, um Nachlichten einzuziehen; er verlange vorerst 50 Thaler.

In einem zweiten Berichte vom 24. Juli meldet Finck, dass viele der in vier sächsischen Städten internirten267-1 sächsischen Officiere und viele Deserteure sich nach Eger begeben hätten; es sei daselbst bereits ein Corps von 6000 Sachsen versammelt.

Quartier Gös, 25. Juli 1757.

Mein lieber Obrister von Finck. Ich danke Euch auf das gnädigste wegen Eurer gegen Mich bezeigten Attention, Mir vermittelst Eures Schreibens vom gestrigen Dato dasjenige sogleich melden zu wollen, was Euch wegen der Sachen in der Lausnitz hinterbracht worden. Da Ich bis jetzo keine Nachrichten daher bekommen, so bin Ich deshalb hieher marschiret, daher Ich denn auch von der Offerte des Obristen von Osten vor dieses Mal keinen Gebrauch machen kann, die, wenn wir Zeit hätten, gut und annehmlich sein würde, bei den jetzigen Umständen aber zu spät kommet und nicht nöthig ist, allermaassen Ich intentioniret bin, Selbst hinzugehen, um die sichersten Nachrichten einzuholen. Ihr könnet also dem von Osten vor dieses Mal danken, mit dem Ihr übrigens Euch wegen Meiner habenden Intention Euch nicht weiter einzulassen, noch sonst davon jemanden zu sprechen habet.

Was die Nachrichten wegen Versammlung der Sachsen bei Eger angehet, da seind solche noch wohl prämaturiret, wohl aber ist das

 

Dessein, die Reichstruppen der Orten zu versammlen oder dahin marschiren zu lassen. Ich bin Euer wohlaflfectionirter König

Friderich.

Es muss bei Leipa sehr wüst und ohne Nachdenken, Disposition, noch vernünftiger Resolution zugegangen seind; ich marschire hin, um den letzten Mann daran zu wagen, die Sache wor möglich in Ordnung zu bringen.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.


9230. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH.268-1

Au quartier de Gees, 25 juillet 1757.

Mon cher Maréchal. Je viens de recevoir des nouvelles de mon frère le Prince de Prusse qui est marché à Zittau,268-2 mais qui a les Autrichiens tout près là qui bombardent la ville. J'y marcherai donc, tout comme je vous l'ai dit; mais comme, dans ces circonstances, vous et moi, nous serions trop éloignés l'un de l'autre, il ne restera que d'évacuer la Bohême. C'est pourquoi mon intention est que préalablement vous devez envoyer votre Proviantwesen avec les amas de farine sous une escorte de quelques bataillons d'Aussig à Nollendorf, pour être transporté de Nollendorf à Pirna. Vous enverrez pareillement sous une escorte votre gros bagage et vos canons à Nollendorf, pour les mettre en sûreté; après quoi, vous vous tirerez de Hlinay de la même manière à peu près que je viens de le faire avec la garnison d'Aussig. De Nollendorf vous pourrez marcher en deux colonnes jusqu'au camp de Cotta, dont une colonne, savoir des canons et des bagages, fera la marche de Nollendorf, tout comme je l'ai faite la nuit passée; je vous avertis cependant qu'il n'y a pas moyen de passer par Peterswalde. H faudra que la colonne de l'armée prenne le même chemin que vous avez pris autrefois en entrant en Bohême,268-3 et que cette colonne couvre en même temps la marche de la colonne de l'artillerie et des bagages. Derrière l'armée, vous ferez une arrière-garde de 8 bataillons et d'un régiment de hussards, et il est nécessaire que cette arrière-garde ne passe pas les déniés, avant que les canons et le bagage ne soient passés Giesshübel et Gottleube. Il faut qu'à Giesshübel et Gottleube restent 4 vieux bataillons — et point de ceux formés des Saxons — sous l'ordre d'un général major; 10 bataillons avec le régiment de hussards de Szekely et le Leibregiment cavalerie avec celui du général major Driesen camperont sous les ordres du général de l'infanterie prince Maurice d'Anhalt à Cotta.

<269>

Avec les autres régiments de cavalerie et avec le régiment de hussards de Seydlitz et 10 pièces de canons du calibre de 12 livres, vous marcherez à Pirna, où je vous marquerai ensuite où je vous pourrai avoir nécessaire, et, selon les occurrences, vous passerez alors l'Elbe sur le pont de pontons à Pirna ou peut-être par Dresde; en attendant, vous serez là à portée, afin que vous pourrez marcher là où je le trouverai nécessaire. Entre les régiments que vous mènerez avec vous, il faut que ceux d'Asseburg et de Knobloch269-1 en soient.

Au reste, je marcherai demain à Pirna, le jour suivant, le 27, sera un jour de repos, et je pense de joindre le 30 le corps d'armée en Lusace. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Vous prendrez Retzow avec vous.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.

Federic.


9231. AN DEN ETATSMINISTER GRAF PODEWILS IN BERLIN.

Podewils berichtet, Berlin 22. Juli, über ein Schreiben des hannoverschen Präsidenten von Münchhausen, d. d. Hannover 20. Juli: „Ce ministre me mande que la cour de Gotha avait offert au roi d'Angleterre un bon nombre de recrues contre une certaine somme d'argent, et que Sa Majesté Britannique avait ordonné au ministère d'Hanovre de payer incessamment ladite somme sous la condition que ces recrues fussent délivrées à Votre Majesté; que la chose n'était pas de grande conséquence, mais.qu'elle faisait voir la bonne volonté du roi d'Angleterre.“

[Hauptquartier von Gös] 25„Juli 1757.

Es muss ein sehr obligeantes Compliment deshalb gemachet werden.

Münchhausen berichte ferner, man sei in Hannover in grosser Unruhe darüber, dass der Minister des Herzogs von Braunschweig von Schliestedt in Correspondenz mit dem französischen Unterhändler Champeaux269-2 getreten sei. Podewils fügt hinzu: „Si Votre Majesté jugeait à propos d'en écrire un mot au duc régnant de Brunswick, je suis persuadé qu'on serait bientôt en état de tranquilliser le baron de Münchhausen.“

Sie269-3 müssen selbst Gelegenheit nehmen, an den Herzog deshalb zu schreiben. Ich habe wegen meiner jetzigen wichtigen und critiquen Operationen jetzo ohnmöglich die Zeit, alle Tage an den Herzog zu schreiben.

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetseretärs.

<270>

9232. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN ÄFF AIREN.

Podewils und Finckenstein berichten, Berlin 22. Juli, dass sie an diesem Tage den Befehl an Solms gesandt haben, den Stockholmer Hof zu verlassen.270-1 Die Minister geben dem Könige anheim, den Legationssecretär Diestel270-2 noch einige Zeit in Stockholm zu lassen, um Nachrichten über die Vorgänge in Schweden einzuliefern.

Pirna, 26. Juli 1757.

Sie können ihn270-3 vorerst noch einen Monat da lassen, indess die Sachen sich wohl näher eclairciren werden.

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs.


9233. AU MINISTRE D'ÉTAT ET DE CABINET COMTE DE FINCKENSTEIN A BERLIN.

Pirna, 26 juillet 1757.

Après que mon frère le Prince de Prusse s'est si mal pris dans le commandement que je lui ai confié du corps d'armée destiné à couvrir également la Silésie et la Lusace, que l'ennemi l'a prévenu pour faire attaquer et prendre par un gros corps de troupes détaché le poste de Gabel, sans qu'il ait secouru ni soutenu ce poste important qui couvre Zittau, et que l'ennemi a poussé jusqu'à Zittau qu'il fait bombarder actuellement, quoique cependant mon frère a eu encore la présence d'esprit d'en retirer à temps les magasins et les autres amas qui y étaient en dépôt, et qu'il s'est posté avec son armée de l'autre côté de Zittau, de manière à en pouvoir retirer la garnison, il ne m'est resté autre résolution à prendre que de marcher dans la Lusace pour joindre le susdit corps d'armée avec les troupes que j'y mène, afin de chercher l'ennemi, de l'en rechasser et de ne pas manquer les occasions de combattre l'ennemi, quand il se retirera vers la Bohême. Mais comme les évènements sont toujours incertains, j'ai jugé à propos de vous avertir de tout ceci, afin que vous ayez une attention particulière sur tout ce qui se passera dans la Lusace, et que, sur la première nouvelle que vous aurez qu'il nous est arrivé du malheur là, et que les choses prennent une mauvaise tournure pour nous dans ce pays-là, vous exécutiez alors, incessamment et sans attendre aucun ordre de ma part sur ce sujet, tout ce que mon instruction secrète que je vous ai confiée,270-4 vous prescrit, pour mettre tout en sûreté à Cüstrin.270-5 Vous ne manquerez pas de vous diriger bien sur tout ceci. Sur quoi, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.

<271>

9234. AU SECRÉTAIRE MICHELL A LONDRES.

Pirna, 26 juillet 1757.

J'ai bien reçu vos deux dépêches du 8 et du 12 de ce mois, et je ne dois pas vous laisser ignorer que ma situation commence à être des plus critiques, les Russes ayant fait une invasion avec un corps de leur armée en Prusse, y ayant assiégé et pris Memel,271-1 et que, comme l'Angleterre n'a point envoyé l'escadre promise dans la Baltique,271-2 la Russie menace de faire une descente non loin de Kœnigsberg, pendant que mon feld-maréchal de Lehwaldt est obligé d'observer la grande armée russienne sous Apraxin, pour ne pas voir inondée tout à coup la Prusse de troupes russiennes. Il faut que vous sachiez, outre cela, que la Suède, ne sachant point d'escadre anglaise à portée pour la tenir en respect, fait passer avec un empressement extrême de ses troupes sur de petits bâtiments en sa Poméranie et à Stralsund, et que son dessein est de m'entamer hostilement à travers du Mecklembourg et de la Poméranie antérieure avec un corps de 17,000 hommes dans la Marche Électorale; que les troupes de l'Empire s'assemblent pour marcher à moi du côté d'Eger en Bohême avec quelques troupes autrichiennes, et que l'armée autrichienne sous le prince Charles et Daun prétend percer par la Lusace. Jugez, après cela, vous-même si je puis me trouver en état de détacher vers l'armée d'observation du côté du pays d'Hanovre,271-3 et souvenez-vous que, d'abord que je promis d'y enyoyer un corps de mes troupes, j'y ai annexé la condition, savoir au cas que l'Angleterre retînt la Russie.271-4

Je ne saurais donc m'empêcher, après les grandes et réitérées promesses que m'a données l'Angleterre de vouloir m'assister et me soutenir, qui sont absolument restées jusqu'ici sans effet, de juger que c'est un trop grand ménagement pour la Russie qui a tout empêché, puisqu'on s'imagine peut-être en Angleterre que, sans cela, le commerce de l'Angleterre en Russie en souffrirait après l'expiration de son traité de commerce, ce qui me fait conjecturer qu'on a en Angleterre plus de ménagement pour la Russie que pour moi, et que c'est là la raison pourquoi l'Angleterre ne m'a pas prêté jusqu'à présent la moindre assistance.271-5

Vous m'assurez toujours que l'Angleterre est résolue d'aller en tout en avant avec moi, pendant que, depuis un an et demi, elle est allée de huit mille pas en arrière à mon égard.

Vous vous faites d'ailleurs illusion si vous pensez que ma situation est plus favorable qu'elle n'est en effet, cette idée n'étant point fondée et y ayant beaucoup à rabattre.

Toutefois je me consolerai de n'avoir manqué à rien de ce que les devoirs d'un bon et fidèle allié de l'Angleterre peuvent exiger de<272> moi, quoique, de mon côté, je me sois vu jusqu'à présent destitué absolument de tout secours de sa part.

Federic.

Nach dem Concept.


9235. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH.272-1

[Pirna, 26 juillet 1757]272-2

J'ai reçu des nouvelles positives que mon frère est à Zittau, je compte, à chaque pas que je ferai, d'en apprendre davantage. Il semble que mes officiers veuillent se surpasser qui fera le plus de sottises. J'ai envoyé 2 bataillons à Tetschen272-3 pour amener le bagage de Jagow, il vient d'arriver lui-même; je le mettrai aux arrêts, pour avoir évacué un endroit sans mon ordre.

Ma marche a fort bien été, et je n'appréhende rien à l'avenir; je prévois que j'aurai des manœuvres difficiles à faire, et qu'il faudra payer de résolution; mais je suis déterminé à tout et résolu à ne rien épargner ; avec cela on fait du chemin. Adieu, mon cher Maréchal.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9236. AN DEN OBERST VON FINCK IN DRESDEN.

Pirna, 26. Juli 1757.

Mein lieber Obrister von Finck. Ich will, dass Ihr sogleich Euch mit dem Generalmajor von Bornstedt zusammenthun und besorgen, auch genau darauf sehen und halten lassen sollet, dass alle reconvalescirte Officiers, die nicht schlimm, sondern reconvalesciret sein, sogleich hieher nach Pirna gehen und sich bei dem Obristen und Adjutanten von Lentulus melden und angeben müssen; wie dann Mein ernster Wille ist, dass keiner derer reconvalescirten Officiers dort zurückbleiben, sondern alles gleich hiehergehen soll. Ich bin Euer wohlaffectionirter König.

Ich marschire den 28. nach Löbau. Er muss in währender meiner Abwesenheit den Feldmarschall Keith von allem avertiren, von was er aus der Laussenitz erfahrt, weilen Keith auch zu unsere Expedition mit cooperiren muss.272-4

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.

<273>

9237- AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH.

Pirna, 27 juillet 1757.

Mon cher Maréchal. L'expérience me fait assez prévoir que, dèsque j'aurai passé l'Elbe, il me sera impossible de vous faire parvenir mes lettres. Ceci m'oblige de vous instruire d'avance de ce que je souhaite que vous fassiez. Je laisse ici le pont de pontons, pour que vous puissiez passer la rivière, dès que vous le trouverez à propos, Si rien ne change dans la position de mon frère, vous pourriez marcher d'ici par Stolpen sur Bischofswerda et de là sur Bautzen; si mon armée est à Lœbau ou à Bernstaedtel, vous pourrez faciliter notre communication et, en quelque temps que vous marchiez pour nous joindre, il faut apporter sur des chariots de paysans pour neuf jours de pain pour toute l'armée, de l'eau de vie et des bœufs. Comme nous pourrions aussi avoir besoin de pontons, vous pourrez en prendre avec vous d'ici une vingtaine pour faciliter les expéditions.

J'ordonnerai à Finck, qui est blessé à Dresde, de vous avertir de tout ce que l'on peut apprendre de la Lusace.273-1

Je ne saurais vous prescrire rien de fixe, parcequ'entre ci et le temps que vous arriverez ici, bien des choses peuvent changer. Que vous marchiez par ce pont ici ou par le pont de Dresde, c'est à vous à en décider, selon les règles de la sûreté; quoi qu'il arrive, le principal point sera de marcher en Lusace, pour assurer nos vivres, dont Retzow aura soin, et de nous joindre avec vos troupes, en cas que cela soit nécessaire. Il serait difficile jusqu'au moment présent d'entrer sur tout ceci dans un plus grand détail; c'est à vous à vous régler de vous-même et à prendre votre parti, si des événements arrivent que l'on ne saurait prévoir. Je suis avec bien de l'estime, mon cher Maréchal, votre fidèle ami

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9238. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Pirna, 27 juillet 1757.

Ma très chère Sœur. Je trouve encore un petit moment pour vous écrire. Les ennemis ont bombardé et brûlé Zittau, de sorte que l'on s'est vu forcé d'en retirer les troupes et de sauver tout ce qu'on a pu du magasin. Toute cette pauvre ville n'est plus à présent qu'un morceau de cendres et de ruines. Je marche demain; le 30 j'aurai joint mon frère, et il faudra à tout prix rechasser les Autrichiens de la Lusace, pour se tourner vers les Français qui vont incessamment pénétrer dans le pays de Halberstadt.

<274>

Tout ceci m'a forcé à quitter la Bohême et à me borner de maintenir les gorges de la Saxe. Je vous mande tout ceci, pour que vous soyez moins inquiète des nouvelles que l'on ne manquera pas de répandre, et que vous puissiez en quelque sorte juger de leur vérité. Je prends la liberté de vous avertir que vous ne pouvez recevoir de mes nouvelles qu'entre ci et dix jours.

Hélas! ma chère sœur, vos sentiments ne sont pas de ce siècle; ils auraient fait honneur à celui des Nisus et des Orestes. Vous faites tout mon bien, tout mon bonheur et toute ma consolation. Je suis avec la plus tendre amitié et la plus parfaite estime, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9239. AU ROI DE LA GRANDE-BRETAGNE A LONDRES.

En marche auprès de Pirna, 27 juillet 1757.

Monsieur mon Frère. Je suis extrêmement sensible à la part que Votre Majesté prend aux événements qui me sont arrivés. J'avais espéré de pouvoir Lui donner de meilleures nouvelles, mais je crois Lui devoir la vérité, et je Lui écris sans déguisement.

Après la levée du siège de Prague, je formais deux armées, dont celle que je commandais, était destinée pour agir contre toutes ces armées françaises et ces troupes de l'Empire dont on me menace; l'autre, commandée par mon frère, devait couvrir la Lusace et la Silésie. Je me trouvais avoir un magasin considérable à Leitmeritz qu'il fallait couvrir. Il est bon de dire une fois pour toutes que les villes bohémiennes sont presque toutes situées dans des fonds et commandées par des hauteurs et avec cela entourées de mauvaises murailles, tombées en ruines, ce qui oblige d'occuper ces hauteurs, et ce qui emploie beaucoup de troupes pour leur défense. Mon frère se trouvait à Bœhmisch-Leipa, d'où il couvrait la Lusace et Zittau, où se trouvait son magasin. Mon intention était de fourrager si bien ces deux rives de l'Elbe que l'ennemi n'aurait pas été en état de me suivre avec de gros corps, et d'occuper les gorges de la Saxe plus faciles à défendre avec peu de troupes, le moment que j'aurais été obligé à détacher.

Mais voici ce qui a dérangé ces mesures. M. de Daun a fait une marche à Niemes qui l'approchait d'un poste que mon frère avait à Gabel; mon frère aurait dû marcher incessamment pour soutenir ce poste important qui assurait sa marche vers Zittau et ses vivres: il resta dans son camp de Leipa, Gabel fut pris, et il se vit obligé de marcher par le mauvais passage de Rumburg pour gagner Zittau. Cette marche faite avec trop de lenteur a donné à l'ennemi le temps de gagner Zittau avant lui; il est arrivé aussi, mais les Autrichiens, maîtres d'une hauteur qui commandait la ville, l'ont bombardée et ré<275>duite entièrement en cendres. Nous avons sauvé tout ce qu'il a été possible du magasin, la garnison, ne pouvant plus se tenir dans la ville, à cause des flammes et des rues étroites, a joint l'armée de mon frère; il est à présent à Lœbau. Je me suis détaché de l'armée de Bohême pour passer ici l'Elbe, joindre l'autre camp et redresser les affaires à tout prix. Ceci m'oblige à quitter la Bohême et à me borner aux gorges de la Saxe.

Quoique tous ces contre-temps soient très fâcheux, il faut réparer le passé, mais je ne saurais nier à Votre Majesté que cela me dérange beaucoup. Dans un mois d'ici, je dois faire face à une armée suédoise en Poméranie, à une armée française dans le duché de Magdebourg, à une armée composée de Français et d'Allemands qui doit marcher par Eger, et j'ai actuellement à combattre ici les Autrichiens et les Russes en Prusse. Si j'en excepte l'Espagne, le Danemark, la Hollande et le roi de Sardaigne, j'ai toute l'Europe contre moi; avec cela je ne crains pas pour les lieux où je pourrais opposer mes armées, mais pour ceux où celui qui viendra, ne trouvera personne vis-à-vis de lui.

Votre Majesté voit, par ce que je viens de lui écrire, le tableau fidèle et non flatté de ma situation. L'Autriche, la France et la Russie agissent avec une animosité égale, ce qui me fait soupçonner qu'ils ont résolu entre eux de bouleverser entièrement le système de l'Europe; s'ils y réussissent, toutes ces puissances tièdes qu'une prudence outrée rend les spectateurs de cette scène, s'en repentiront, mais trop tard, et lorsqu'elles seront forcées de se plier au joug que les puissances ennemies de la liberté de l'Europe leur préparent.

Je fais mille vœux pour la conservation de Votre Majesté et pour la prospérité de Ses armes, étant avec la plus haute considération et estime, Monsieur mon Frère, de Votre Majesté le bon frère

Federic.

Nach der Ausfertigung im Königl. Staatsarchiv au Hannover. Eigenhändig.


9240. AU DUC RÉGNANT DE BRUNSWICK.275-1

Der Herzog von Braunschweig sendet in einem Schreiben, d. d. Lager von Afferde 21. Juli, eingehende Nachrichten über die Bewegungen des hannoverschen und des französischen Heeres. Die Franzosen hätten zwei Corps gebildet, von denen das eine rechter Hand über Einbeck gegen Goslar, das andere linker Hand durch das hildesheimer Land vorgehen solle. Man nenne die beiden Corps die grosse und die kleine Armee.

Der Herzog unterrichtet den König von einem neuen Theilungsproject, das von den Gegnern erwogen werde. Es bestehe dasselbe in folgendem: „Que le roi de Danemark, pour sa sage conduite, aurait Emden en partage. Le duc de Mecklembourg, au lieu de subsides, aurait pour ses peines Saxe-Lauenbourg. Si le ministère<276> d'Hanovre se convertît, l'Électeur aurait le-pays d'Ost- Frise, et le comte Kaunitz, qui a dû l'avoir, serait dédommagé d'une autre façon. La principauté de Minden serait convertie en évêché ecclésiastique, comme elle l'a été autrefois, on garde encore in petto qui l'aura. La Gueldre de Votre Majesté serait donnée à l'Impératrice-Reine, avec la Silésie. L'Électeur palatin doit avoir Lingen, Mœrs, Tecklenburg et Ravensberg. Le pays de Magdebourg, le cercle de la Saale, qui est à Votre Majesté, et la Lusace qui Lui appartient, sont destinés au roi de Pologne, électeur de Saxe; Halberstadt, encore incertain à qui on le destine de ceux qui se convertiront. La Poméranie à la Suéde; la Marche brandebourgeoise doit rester à Votre Majesté avec la Prusse, sous la condition que Votre Majesté s'obligera de ne tenir à l'avenir que 8 à 10,000 hommes sur pied. La Czarine aura de l'argent comptant, c'est-à-dire, deux millions de florins d'Allemagne, dont la moitié sera payée par la France et l'autre par l'Autriche. Que le mariage du duc de Würtemberg serait rompu, avec toutes les cérémonies accoutumées, selon l'étiquette de l'Église romaine,276-1 puis on le ferait électeur, et il épouserait une des archiduchesses. Que l'acte d'assécuration du prince héréditaire de Hesse-Cassel276-2 serait annulé. Voici ce que je peux dire de ce qui se trame présentement, laissant la valeur de tout cela pour autant que cela peut valoir; j'ai cru cependant de mon devoir de vous en avertir, Sire, espérant que Votre Majesté me ménagera, étant déjà assez odieux à tous ces gens de projets.“

En marche auprès de Pirna, 27 juillet 1757.

Monsieur mon Frère et Cousin. La lettre que Votre Altesse m'a faite du 21 de ce mois, m'a été rendue étant en marche vers ici. Je Lui rends mille grâces de la part qu'Elle veut bien prendre à ce qui me regarde, et des nouvelles qu'Elle m'a communiquées de ce qui est arrivé jusqu'à présent là-bas où Elle Se trouve. Elles ont excité toute ma compassion par rapport aux oppressions dont Son pays se trouve exposé, dont je ne sais à qui attribuer la faute, puisqu'il faut bien que le duc de Cumberland ait eu des raisons assez fortes, pour avoir laissé passer cette soi-disante petite armée française, sans lui tomber sur le corps, avant qu'elle aurait pu être soutenue par celle qui se qualifie de grande, et qui cependant toutes deux, à ce que Votre Altesse m'apprend, tout compté et compris ensemble, ne passent pas le nombre de 40,000 hommes.

Je voudrais être à même de pouvoir Lui mander des nouvelles plus réjouissantes de nos contrées, je suis cependant obligé de Lui dire qu'après la levée du blocus de Prague j'avais formé deux armées . . .276-3

[L'armée de mon frère] est marché à Lœbau, ne trouvant plus nécessaire de garder les morceaux d'une malheureuse ville, brûlée même, à ce qu'on prétend, aux instances des princes saxons qui sont auprès l'armée autrichienne, laquelle sans cela aurait épargné la ville.276-4 Quoi<277>que l'on assure que la prise du poste de Gabel ait coûté au. delà de 4000 hommes à l'ennemi de ses meilleures troupes et surtout de ses bataillons de grenadiers, la garnison ayant fait la plus brave défense pendant plus de 24 heures, quoique attaquée dans ce lieu presque ouvert par 13,000 hommes avec du canon, néanmoins je ne saurais dissimuler à Votre Altesse que ce contre-temps a bien dérangé les mesures que j'avais prises, en sorte que je me suis détaché de mon armée en Bohême, pour passer ici l'Elbe, joindre l'autre camp et redresser les affaires là à tout prix.

Au reste, Votre Altesse peut être assurée de ma discrétion sur toutes les ouvertures confidentes qu'Elle m'a faites, telles qu'elles soient, mais Elle sera surtout persuadée de la sincérité des assurances de l'amitié la plus pure et invariable que je Lui réitère, étant avec toute la considération et l'estime possibles etc.

Federic.

Nach dem Concept.


9241. AU LANDGRAVE DE HESSE-CASSEL A HAMBOURG.277-1

En marche auprès de Pirna, 27 juillet 1757.

Monsieur mon Cousin. La lettre que Votre Altesse m'a faite du 13 de ce mois, m'est heureusement arrivée avant-hier, quand j'étais en marche vers ici, et je suis extrêmement sensible à tant de marques de confidence et d'une amitié sans égale qu'Elle m'y donne, que je ne saurais assez Lui exprimer les sentiments de reconnaissance que j'en Tessens. Les nouvelles qu'Elle a eues de Son pays, ont excité toute ma compassion, et je suis d'autant plus mortifié de ces malheurs que, mal<278>gré mon inclination et toute ma bonne volonté d'y porter des secours efficaces, je m'y vois arrêté par tant de contre-temps qui m'arrivent, sans m'y attendre. J'avais espéré de pouvoir donner à Votre Altesse de bonnes nouvelles de mes succès après la levée du blocus de Prague, je suis cependant obligé de Lui dire en confidence qu'un évènement des plus fâcheux a dérangé encore les dispositions que j'avais faites pour donner une autre face à nos affaires. J'avais formé deux armées . . .278-1

Au surplus, Votre Altesse peut compter que je n'oublierai rien pour seconder au mieux auprès de la cour de Londres les demandes aussi justes que raisonnables qu'Elle y a fait faire,278-2 j'ai ordonné le plus précisément à mes ministres du département des affaires étrangères d'y travailler avec toute l'application possible et de tâcher de faire obtenir à Votre Altesse ce que le ministère anglais devait offrir de son propre mouvement, mais c'est un malheur que les affaires traînent tant dans ce pays par sa constitution278-3 et par la communication que les ministres anglais sont obligés de faire avec ceux d'Hanovre. Votre Altesse voudra être persuadée du vrai zèle [avec lequel] j'embrasserai toujours Ses intérêts, et Elle me rendra surtout la justice de croire qu'on ne saurait être avec plus d'amitié, de considération et d'estime que je suis et serai à jamais. Monsieur mon Cousin, de Votre Altesse le très bon et fidèle cousin

Federic. 278-4

Nach dem Concept.


9242. UNTERREDUNG DES KÖNIGS MIT DEM GROSSBRITANNISCHEN MINISTER MITCHELL.

[Pirna, 27. Juli 1757.]

Mitchell berichtet an Holdernesse, Pirna 28. Juli (secret),278-5 es sei am 26. spät Abends der Erlass des Grafen Holdernesse vom 17. Juli eingetroffen: „Never anything came more opportunely, never anything<279> was more necessary; it was a draught of comfort to one who has not had a single drop since the June.279-1

I waited on His Prussian Majesty early in the morning and fairly communicated to him His Majesty's noble and generous and just sentiments, which were received with a flow of gratitude not to be described. After a short pause, he said: « I am deeply sensible of the King's and your nation's generosity, but I do not wish to be a burden to my allies; I would have you delay answering this letter, till affairs are ended in Lusatia; if I succeed, I will then consult with you upon the different points suggested in the letter, and give my opinion freely upon them. If I am beat, there will be no occasion to answer it at all; it will be out of your power to save me, and I would not willingly abuse the generosity of my allies by drawing them into unnecessary and expensive engagements that can answer no valuable purposes. »

I was pleased, but not surprised with the noble dignity of this answer, for I have seen the King of Prussia great in prosperity, but greater still in adversity.

It is needless and, indeed, would be improper for me to say anything of the King of Prussia's peculiar situation at this time, as he tells me he has himself given a fair account of it in a letter to His Majesty.279-2 He added, when he told me this, from such an ally nothing should be concealed nor disguised.279-3

Nach der Ausfertignng im Public Record Office zu London.


9243. AU CONSEILLER PRIVÉ VON DER HELLEN A LA HAYE.

Pirna, 27 juillet 1757.

J'ai reçu votre rapport du 16 de ce mois et vous sais gré des nouvelles que vous m'y marquez, et vous continuerez d'entretenir cette bonne harmonie et confidence avec le colonel Yorke.279-4

Quant à la faiblesse des Régents de la République,279-5 il faut laisser agir ces gens-là à leur façon et les abandonner au sort qui les attend, d'autant plus que de vouloir faire à présent des efforts à leur égard, ce ne serait que moutarde après dîner.279-6 Si on se fût uni de forces à temps ensemble, on aurait été à même par là d'effectuer quelque chose, mais de vouloir venir l'un après l'autre, comme les gens de village à l'église, c'est peine perdue et n'opère en tout cas que le bénéfice de<280> Polyphème, pour être englouti le dernier. Cependant, tous ces gens tièdes qu'une prudence outrée rend spectateurs d'une scène aussi violente que celle de ce temps-ci, où il s'agit principalement du bouleversement entier du système de l'Europe et du dépérissement du parti protestant, s'en repentiront, bien que trop tard, et quand ils se verront obligés de subir le joug que les puissances ennemies de la liberté de l'Europe et de la religion protestante leur préparent.

Federic.

Nach dem Concept.


9244. AN DEN GENERALLIEUTENANT ERBPRINZ VON HESSEN-CASSEL.

Hauptquartier Pirna, 27. Juli 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Da Ich aus Ew. Liebden Schreiben, von dato Jeinsen den 19. dieses, so Ich gestern allhier erhalten, ersehen habe, wie Dieselbe Sich mit Meinen 6 Bataillons und allem dahin gehörigen im Marsch nach Magdeburg gesetzet haben,280-1 so habe Ich solches ganz gerne vernommen, und wird es Mir lieb sein, hiernächst zu erfahren, dass Dieselbe dort wohl angekommen seind. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Königl. Staatsarchiv zu Marburg.


9245. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH.

[Pirna,] 27 [juillet 1757] au soir.

J'apprends dans ce moment que mon frère a marché à Bautzen. Ceci vous oblige de passer par Dresde,280-2 pour nous joindre. Il nous faut 30 pontons que vous aurez la bonté de nous mener, et que je ferai avancer sur Dresde. Voilà tout ce que je vous peux dire. Si je ne me hâte de marcher, je ne regagnerai plus mon frère; je crois qu'ils iront jusqu'à Berlin. Adieu.280-3

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<281>

9246. AU PRINCE DE PRUSSE A BAUTZEN.281-1

[Bautzen,]281-2 30 [juillet 1757].

Vous avez mis par votre mauvaise conduite mes affaires dans une situation désespérée; ce n'est point mes ennemis qui me perdent, mais les mauvaises mesures que vous avez prises. Mes généraux sont inexcusables, ou de vous avoir mal conseillé, ou d'avoir souffert que vous preniez d'aussi mauvais partis. Vos oreilles ne sont accoutumées qu'au langage des flatteurs; Daun ne vous a pas flatté, et vous en voyez les suites. Pour moi, il ne me reste, dans cette triste situation, qu'à prendre les partis les plus désespérés. Je combattrai, et nous nous ferons massacrer tous, si nous ne pouvons vaincre. Je n'accuse point votre cœur, mais votre inhabileté et votre peu de jugement pour prendre le meilleur parti. Je vous parle vrai. Qui n'a qu'un moment à vivre, n'a rien à dissimuler. Je vous souhaite plus de bonheur que j'en ai eu, et<282> que, après toutes les flétrissantes aventures qui viennent de vous arriver, vous appreniez dans la suite à traiter de grandes affaires avec plus de solidité, de jugement et de résolution. Le malheur que je prévois a été causé en partie par votre faute. Vous et vos enfants en porteront la peine plus que moi. Soyez, malgré cela, persuadé que je vous ai toujours aimé, et que j'expirerai avec ces sentiments.

Federic.282-1

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig,


9247. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH.

Bautzen, 30 [juillet 1757].

Dès que vous arriverez ici, vous laisserez 6 à 8 bataillons campes avantageusement sur les hauteurs pour couvrir la ville. Vous prendrez avec vous tout le pain qui est cuit, et vous me suivrez. J'ai trouvé ici<283> les affaires en grande confusion : ou j'y remédierai ou j'y périrai. Faites toute la diligence possible — qui se compromette avec le bon état des troupes — pour me joindre; n'oubliez pas les pontons, et soyez persuadé de mon estime.

Federic.

Nach der Ausfertigung:. Eigenhändig.


9248. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH.283-1

Weissenberg, 1er août [1757].

Je suis bien aise, mon cher Maréchal, de ce que vous êtes arrivé le 31 à Cotta.283-2 Je dois vous avertir d'avance que la plus grande difficulté que je rencontre, consiste dans le manque de farine. Faites, vous et Retzow, l'impossible pour y remédier; il ne faut rien épargner, ni les chevaux de la ville ni les chevaux de la cour. Dès que j'aurai pour toutes mes troupes neuf jours de pain en avance, je commencerai mes opérations. Il s'agit ici du tout pour le tout; il faut que Retzow se surpasse. Il n'y a rien de désespéré ici; pourvu que j'aie des vivres, j'espère de vaincre les autres difficultés, quelque fortes qu'elles soient. Lisez ma lettre à Retzow, pour qu'il sache que le sort de l'État dépend de son opération.

J'entrerai dans de plus grandes explications, dès que je vous saurai arrivé à Bautzen.283-3 Je vous embrasse de tout mon cœur.

Federic.

Vous pouvez laisser Mayr au prince Maurice.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9249. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI COTTA.

Weissenberg, 1. August 1757.

Ihre Instruction ist ganz kurz und bestehet in die drei Punkten: Giesshübel, den Posten von Cotta und Pirna zu mainteniren, bis ich<284> allhier fertig bin. Dieses ist soviel leichter, als Sie nur 6 oder 8000 Mann mit Nadasdy gegen Sich haben. Sollte es hier gegen alles Vermuthen schief gehen, so müssen Sie Sich erst bei Pirna festsetzen und allda weitere Order erwarten; aber gehet es gut, so seind Sie tausend stark genung, Ihren Posten zu mainteniren.284-1 Mayren lasse ich Ihnen.284-2

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Eigenhändig.


9250. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI BAUTZEN.284-3

[Weissenberg,] 1. August [1757].

Es thut mir leid, dass Sie mit dem Pferd gefallen seind, ich will hoffen, es hat nichts zu sagen. Schreiben Sie um Gottes willen an Retzow wegen des Mehls. Ich habe vor 600,000 Pfund Brod mitgebracht, das macht auf drei Tage vor 100,000 Mann, also auf neun vor 33,000. Goltze284-4 muss wissen, dass mein Brod den 5. alle wird, und muss auch Anstalt gemacht werden, dass ich den 6. verpfleget werde, Keith284-5 wird gewisse viel mitbringen, der kann den 3. bei Ihnen seind.

Nach meinen hiesigen Nachrichten habe ich Hoffnung, mit dem Feind durchzukommen. Wegen Cottbus284-6 muss man die Leute tranquillisiren; in Muskau284-7 ist weder zu beissen noch zu brechen. Hier muss ich auf das grosse gehen und alles, was Bagatelle ist, negligiren. Adieu.284-8

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<285>

9251. AN DEN ETATSMINISTER GRAF FINCKENSTEIN IN BERLIN.

Dresden, 3. August 1757.

Ich habe die Ehre, Ew. Excellenz zwei höchsteigenhändige Pieces,285-1 so des Königs Majestät mir mit einem eigenhändigen Schreiben heute früh hieher zugeschicket, zu übersenden, und schreiben Se. Königl. Majestät unter dem 2. dieses deshalb: „Diese beide Piecen an den Graf Finck in Berlin.“ 285-2 Wovon mich dann also noch heute acquittiren und nur noch mit wenigem melden wollen, wie, so viel mir der Jäger, der mir das Schreiben überbracht, gesaget hat, des Königs Majestät wohl gestern noch oder heute früh285-3 von Weissenberg, wo Sie zeither drei Tage gestanden, aufgebrochen und näher an den Feind, so noch der Gegend Zittau stehet, marschiret sein dörften.

Der Herr Obriste Lentulus285-4 schreibet mir: „Wir stehen hier seit drei Tage bei Weissenberg ganz ruhig, der Feind hat mit der Hauptarmee seine Position geändert und stehet gegen die Strasse von Görlitz. Wir poussiren unsere Patrouillen auf zwei Meilen herum, und haben selbige heute Nacht 5 Gefangene eingebracht; dem Feinde fehlet es auch an Lebensmitteln, hoffe, dass noch alles kann redressiret werden, wenn nur die andern vom Halse bleiben wollten. Mit Generallieutenant von Winterfeldt ist der Friede gemachet.“ 285-5

Dieses ist alles, was Ew. Excellenz von hier aus melden kann. Allhier zu Dresden leben sonsten des Prinzen von Preussen Hoheit ganz eingezogen und stille; so wie man mir gesaget hat, dörften Dieselbe wohl die Resolution fassen, nach Berlin zu gehen.285-6

Eichel.

Nach der Ausfertigung.

<286>

9252. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI BAUTZEN.

[Weissenberg,] 3. [Augast 1757].

Wann der Feldmarschall Keith in das Lager kömmt,286-1 so bringt er das Regiment Husaren von Seydlitz mit. Dieses soll bei Bautzen stehen bleiben; also schicken Sie mir Puttkamer alsdann anhero. Das Lager vor die 8 Bataillons und das Husarenregiment, was da stehen bleibet, wird just müssen genommen werden, und kann Enbers286-2 solches aussuchen. Die Infanterie sowohl als Husaren müssen auf acht Tage Fourage allda zusammenbringen vor sich, auf dass, so lange die Armee von Bautzen ab ist, keiner fouragiren darf. Wann es auch nöthig ist, so können 4 oder 6 12pfündige Canons bei das Corps gelassen werden. Von hier detachire 500 Pferde nach Spremberg. Wegen des Brods muss ich informiret seind, wann wir können neun Tage Vorrath haben,286-3 sobald Keith allda ankömmt.286-4

Ich wünsche von Herzen, dass es sich mit Ihre Gesundheit bessere. 286-5 Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9253. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH.286-6

[Weissenberg,] 4 [août 1757].

Toute mon opération, mon cher Maréchal, dépend à présent des vivres. Arrêtez-vous donc, s'il vous plaît, à Bischofswerda; faites passer sous bonne escorte la farine à Bautzen, j'ordonnerai qu'on renvoie incessamment les chariots vides,286-7 que vous ferez escorter à Dresde, et quand ils seront chargés, tout votre corps les amènera à Bautzen. Il faut que j'aie pour neuf jours de pain, sans quoi je ne peux pas me remuer. Dites-le, s'il vous plaît, à Retzow, et que l'on fasse la plus grande diligence pour faire ces arrangements. Mandez-moi quand tout ce transport pourra être en ordre, et quand vous pourrez arriver à Bautzen. Vous pourrez peut-être faire faire encore une cuisson de pain pour votre corps à Dresde, ce qui facilitera l'opération. Il faut que Retzow entre,<287> en attendant, en étroite correspondance avec Goltz,287-1 et qu'on accélère les choses au possible. Adieu.287-2

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9254. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI BAUTZEN.

[Weissenberg,] 4. [August 1757].

Sie müssen 4 Bataillons, 1 Dragonerregiment zur Bedeckung schicken bis zu Keithen; der muss bis Dresden transportiren und wann er alles zusammen hat, so kommt er mit sein ganz Corps nach Bautzen. Wegen die Kranken habe Ihnen schon heute beschieden.287-3

Wegen des Lagers, so bleibe bei der Meinung, dass es nach Enbers Riss kann genommen werden;287-4 es ist immer Zeit, sich in der Stadt zu retiriren. Die Communications zwischen die hohle Wege können anjetzo gleich durch Bauren gemacht werden. Dieses Corps287-5 hat nichts weiters zu thun, als Bautzen zu decken.

Wir nehmen auf 9 Tage Brod mit, und in die 6 ersten Tage muss alles decidiret seind. Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9255. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI COTTA.

[Weissenberg,] 4. [August 1757]

Ich kann mich unmöglich mit alle Ihre Schreiberei abgeben; ich bin nicht hier zu schreiben. Sie müssen Pirna und Dresden souteniren, damit gut. Kommt Ihnen was zu nahe, so gehen Sie die Leute auf den Hals und prügeln Sie ihnen das Leder voll, und haben Sie Geduld, dass ich hier fertig werde.

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Eigenhändig.

<288>

9256. AN DEN GENERALLIEUTENANT VON WINTERFELDT IM LAGER BEI BAUTZEN.

[Weissenberg,] 5. [August 1757].

Nunmehro bin ich ziemlich von des Feindes seine Dispositdons informiret. Beck und Morocz seind detachiret zwischen der Neisse und der Queiss, einestheils vor der feindlichen Armee Magazins bei Görlitz288-1 zu schaffen, zweitens, uns die Zuführe von allen Seiten einzuschränken.

Die Hauptarmee stehet noch bei Zittau, hat die schwere Artillerie und Bagage empfangen; wegen Mangel des Magazins und auch die übrigen Diversions abzuwarten, soll sie noch drei Wochen stehen bleiben. Die Corps, welche längst der böhmschen Grenze in die Berge stehen, sollen Bautzen nehmen oder, wenn wir marschiren, uns von dem Magazin coupiren. Es ist gewiss, dass schon eine Avantgarde von einem französischen Corps in Langensalza angelanget, der Duc de Cumberland ist geschlagen288-2 und nach Nienburg geflüchtet. Bei diesen Umständen so ist nicht übrig, als mein Vorhaben zu beschleunigen;288-3 aber 9 Tage Brod gehören zum voraus dazu.288-4 So wie alles arrangiret ist, so bin Willens die Armee gegen Löbau marschiren zu lassen, allwo der Feind 6 oder 8 Cuirassierregimenter hat. Ich wollte zwischen Reichenbach und Bernstädtel marschiren, um ihm Jalousie auf Görlitz zu geben; gehet es, so ist es gut, will er aber nicht von Zittau fort, so bin ich schon gezwungen, ihm zu attaquiren, wor ich ihm finde, anderen Rath weiss ich nicht. Dann weilen er diesseits der Neisse stehet, so darf ich nicht bei Ostritz oder Hirschfelde übergehen; ich kenne das Land nicht, also schreibe Er mir Seine Gedanken.288-5 Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9257. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH.

[Weissenberg,] 6 [août 1757].

Mes affaires m'obligent, mon cher Maréchal, de ne point perdre de temps; il faut que je commence mes opérations le 9. Ainsi Retzow sera obligé de se hâter de façon que nous ayons alors 7 ou 8 jours de pain d'avance, et de la farine d'ailleurs pour 5 ou 6 jours de réserve<289> à Bautzen.289-1 Je suis ici dans un poste très avantageux, d'où j'ai empêché toutes les incursions que les ennemis auraient pu faire.

Je suis informé de tout ce qu'il est possible d'apprendre,289-2 à moins que d'avoir eu une conférence secrète avec Daun, qui peut-être en aurait dit davantage. J'ai bonne espérance, mais il faut battre le fer, tandis qu'il est chaud. Si donc Retzow arrange toutes ses affaires, vous marcherez le 8 à Bautzen, et je ferai en attendant toutes les dispositions pour nos opérations ultérieures, dont je ne saurais confier le sujet à la plume. Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung, Eigenhändig.


9258. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI COTTA.

[Weissenberg,] 7. [August 1757].

Sie glauben alle Alteweiber-Historien; es ist nicht wahr, dass Nadasdy 22,000 hat, noch dass Laudon mehr als 2 bis höchstens 3000 Mann hat; ich habe hier nicht Zeit, mich mit solchen miserabelen Rinderpossen mir aufzuhalten. Ihr Befehl ist, auf den Hals zu gehen,289-3 und das muss nach den Buchstabe nachgelebet werden.

Sie müssen weder von Pirna oder Dresden einen Schritt weichen. Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Eigenhändig.


9259. AU PRINCE DE PRUSSE A DRESDE.

[Weissenberg,] 7 [août 1757].

Je ne réponds point à votre lettre,289-4 mon cher Frère, parceque la tête vous tourne, et que je crois que vous l'avez écrite dans un transport de fièvre chaude. Je suis votre fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<290>

9260. AN DEN GEHEIMEN KRIEGSRATH EICHEL IN DRESDEN.

[August 1757.]290-1

Wor gute Antwort von N:W:290-2 kommt, so muss Bal:290-3 hin.

Conditions : 1° Rien céder; 2° un armistice pour avoir le temps de s'accorder avec ses allies; 3° de renouveler l'alliance prece„dente.

Mehr kann ich nicht schreiben, und kann Bal eine Art von Pleinpouvoir mitkriegen.

Hier warte auf Retzow, ich pressure, was ich kann, und sobald ich fertig werde, was gegen den 9. oder 11. sein kann, so wird keine Stunde versäumt werden, und habe ich Hoffnung, was gutes hier auszurichten.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9261. AN DEN ETATSMINISTER GRAF PODEWILS IN BERLIN.

Podewils und Finckenstein weisen in einem Bericht, Berlin 28. Juli, auf die dringenden Gefahren hin, welche von den Schweden in Vorpommern drohen, schon Mitte August würden die Operationen der Schweden beginnen. Daher sei es rathsam, den Marsch der für Pommern bestimmten regulären Truppen290-4 so schnell wie möglich in's Werk zu setzen. Die Minister geben dem Könige anheim, die für Pommern und die Uckermark ergangenen Befehle zur Aufbietung der Milizen290-5 auch auf die übrigen Provinzen auszudehnen.

Dresden, 7. August 1757

Se. Königl. Majestät haben wegen einliegender Anfrage eigenhändig geschrieben:290-6

<291>

« Au comte de Podewils. Qu'il se doit mêler de ses affaires et non pas de mes détachements. »291-1

Welches dann hierdurch gehorsamst zu melden mich nicht entbrechen können.

Eichel.

Nach der Ausfertigung.


9262. AU MINISTRE DE LA GRANDE - BRETAGNE MITCHELL A DRESDE.

[Weissenberg, août 1757]. 291-2

J'ai appris, mon cher Monsieur, tout le détail de la malheureuse journée de Hameln;291-3 cela justifie assez les propositions que je vous ai faites à Leitmeritz.291-4 Les Anglais ne veulent soutenir ni leurs affaires de mer, ni la guerre de terre ferme; je me trouve comme le dernier champion de la ligue prêt à combattre, s'il le fallait même sur les ruines de ma patrie. Il vous faudra encore quelque peu de patience pour voir le résultat de ce qui doit arriver ici. Ce n'est pas moi certainement qui arrête les affaires, mais il y a des difficultés à vaincre dont on ne peut venir à bout qu'avec un peu de patience. Je suis dans le cas de dire : « La Fortune est pour César, mais Caton suit Pompée. »291-5 Pour à présent, il me faut la fortune de César, et malgré cela tous les obstacles ne seront-ils pas levés encore.

J'espère de vous écrire dans peu en termes moins vagues et des nouvelles plus précises et plus décisives. Je vous souhaite, en attendant, toute sorte de contentement à Dresde. Adieu.

Federic.

Nach der Ausfertigung im British Museum zu London. Eigenhändig.


9263. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH.

[Weissenberg,] 8 [août 1757].

Vous avez très bien deviné mon intention, mon cher Maréchal; je suis du sentiment d'Homère qui dit : Le pain fait le soldat. Je ne puis entreprendre cette opération décisive, avant que d'avoir arrangé mes vivres, ce qui est la base de toute expédition militaire. J'attendrai donc que Retzow et Goltz m'aient fourni ce qu'il me faut; mais je dois vous dire en même temps que les desseins des ennemis me pressent, et que ce sera donc le hasard qui décidera si nous serons prévenus ou si nous préviendrons. Je n'entre en aucun détail. Dès que vous arri<292>verez à Bautzen, vous en saurez davantage, et vous recevrez en même temps l'ordre de bataille que Winterfeldt vous donnera.292-1 Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse.

Federic.

Vous voudrez bien dire encore à Retzow que je compte cette expédition de dix jours, du jour que vous marcherez de Bautzen, et, comme votre corps et le mien doivent incontinent repasser par Dresde, il fera bien d'y faire préparer du pain pour neuf jours pour nous autres, afin que de là nous puissions commencer une nouvelle entreprise dont il est informé, et qu'à Torgau de même tout se prépare dont nous pourrons avoir besoin en temps et lieu.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9264. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH.

[Weissenberg,] 8 [août 1757].

Mon cher Maréchal. J'apprends dans le moment que l'armée autrichienne est marchée à Lœbau, qui n'est qu'à cinq quarts de mille de ma position et à trois petits milles de Bautzen.292-2 Je n'aurai pas le temps d'attendre la fin des longs arrangements de Retzow; il faudra faire l'impossible pour arranger toutes les affaires en diligence; car l'approche de l'ennemi m'obligera d'accélérer mes mesures.

Faites donc tout ce qui sera humainement possible pour accélérer vos arrangements. Adieu.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9265. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH.

[Weissenberg,] 8 [août 1757,] à 7 heures du soir.

Je viens d'une demi-mille de Lœbau, où j'ai été reconnaître, et je n'y ai pas vu ombre d'armée ni de campement. Il n'y a à Lœbau que 1000 hussards au plus et peut-être 600 pandours, de sorte que rien n'altère nos positions. Vous pouvez rester tranquille dans votre camp, jusqu'au temps que ces transports éternels de farine seront arrangés.

Je reçois dans ce moment votre lettre;292-3 je vous félicite de votre belle prise, et je vous exhorte à continuer de même. Nous avons au<293>jourd'hui pris quinze de ces drôles,293-1 dont vous n'en voudriez pas un pour tournebroche dans votre cuisine. Je vous embrasse etc. etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9266. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN.

[Weissenberg,] 8. August [1757,] um 7 Uhr.

Mein lieber Prinz. Ich bin recognosciren gewesen gegen Löbau und habe allda nichts gefunden, weder Lager noch dergeleichen. Es stehen 1000 Ungarn und 600 Panduren in der Gegend, das ist alles. Ihr Marsch293-2 kann uns indessen nichts verschlagen und hindert weder an unsere Arrangements von Brod noch nichts.

Ich habe hier zwei Bratspiess- (nicht Lerchen, sondern) Husaren bei dem Recognosciren gefangen. Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9267. AN DEN GENERALLIEUTENANT VON WINTERFELDT.

[Weissenberg,] 8. [August 1757].

Ich sehe wohl, dass der 13. der festgesetzte Tag bleiben wird. Nur noch an Retzow geschrieben, dass ich der Sache ganz gewisse werde. Ich komme eben von 1¼, Meile von Löbau her; allda stehet nichts als miserable Husaren und was Panduren.

Wann er Putenjungens in Seinem Gut gebraucht, so kann Ihm mit unsere Gefangene dienen. Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9268. AN DEN GENERALLIEUTENANT VON WINTERFELDT IM LAGER BEI NECHERN.293-3

[Weissenberg,] 10. [August 1757].

Meine Patrullen bringen mir heute drei Gefangene und zwei Deserteurs. Das Recognosciren, was wir vorgestern gethan,293-4 hat den Feind bewogen, alle seine Vorposten bis hinter Löbau zurücke zu ziehen. Beck stehet zwischen Reichenbach und Bernstädtel; dieses ist ein gewisses Zeichen, dass der Feind merket, dass man an ihm marschiren will, und seine Vortrupps bei Zeiten zurücke ziehet. Der Deserteur saget, sie exerciren alle Tage, kriegen nur immer auf zwei Tage Brod; welches ein Zeichen ist, dass sie nicht marschiren wollen, sondern uns<294> in ihren Posten abwarten. Vier Kanonen sollen bei jedem Bataillon distribuiret werden. Dieses alles machet mir glauben, dass wann die Armee gegen Löbau rücket, so rücke ich gegen Bernstädtel, welches sie unsicher macht, von welcher Seite man an sie kommen will. Ich kann eine Finte machen und eine Tête von der Colonne gegen Görlitz drehen, so wissen sie nicht, woher wir zu sie kommen wollen, und können also keine ferme Position nehmen; den zweiten Marsch kämen wir aber zusammen und müssten nicht weiter als eine gute Viertelmeile vom Feind campiren, um ihn zu recognosciren und den anderen Morgen mit Anbruch des Tages auf dem Halse zu gehen.

Ich will indessen hoffen, dass Reith alles anwenden wird, um den Convoi sicher durchzubringen.294-1 Diese Affaire wird sehr decisiv werden: können wir Meister von denen Leuten werden, so seind sie total geschlagen, ihre Bagage und Kanonen seind unser, und müssen wir die Menge gefangen machen.294-2

Die Generals von der Cavalerie, die bei Ihrem Corps seind, möchte gerne sprechen, wann heute die Hälfte davon hier kämen und morgen die anderen, auf dass sie wissen, was man von ihnen verlangt. Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9269. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH.

[Weissenberg,] 10 [août 1757].

J'approuve fort le projet que vous avez, mon cher Maréchal, de marcher au devant du convoi.294-3 Pour du pain, il n'y en a pas à Bautzen, et vous ne devez pas espérer d'en tirer de là. Notre convoi a marché sur Kœnigsbrück, on assure qu'il pourra être demain à Bautzen. Vous prendrez bien vos dimensions sur tout ceci. Le prince de Bevern enverra six bataillons du côté de Kœnigsbrück,294-4 et avec cela, si tous les Nadasdy de l'univers s'en mêlent, ils ne troubleront pas nos arrangements. Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<295>

9270. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI NECHERN.

[Weissenberg,] 11. [August 1757].

Ich denke, der Mehlconvoi wird nunmehro wohl richtig ankommen, weilen der Feldmarschall Reith die Flanke decket und so viele Bataillons darbei seind. Die Deserteurs, so hierher kommen, sagen ohngefähr dasselbe ans als die Ihrigen. Ich warte mit Ungeduld auf das Ende des Goltzens295-1 ewige Arrangements, damit wir einmal zur Decision dieser Sache kommen. Adieu, mein lieber Prinz.

Friderich.

Goltze muss auf die Dörfer backen lassen, und wor es fehlet, müssen die Goujats auf zwei Tage eine Portion kriegen.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9271. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH.

[Weissenberg,] 11 [août 1757].

Je suis bien aise, mon cher Maréchal, de ce que vous vous portez mieux. Le convoi qui est en chemin, fait la base de toutes mes espérances. Il faut, comme vous le proposez, tout employer pour qu'il arrive avec sûreté à Bautzen. J'ai des nouvelles de Dresde que de fausses alarmes ont retardé son départ le 8, mais que le 9 à midi tout s'est mis en train. Je pense donc qu'à présent vous en avez sûrement des nouvelles, et que demain tout arrivera à bon port à la boulangerie.

L'ennemi a retiré de mon voisinage les postes avancés : signe certain que les généraux voient à quoi tendent mes mouvements, et qu'ils se préparent à nous prêter le collet. Ni plus ni moins et, quelque difficile que soit l'aventure, il en faut tenter le succès. Je ne peux ni ne veux m'expliquer par écrit, mais, comme nous nous verrons bientôt, je vous dirai le reste verbalement. Adieu, mon cher Maréchal, je vous embrasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9272. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH.

[Weissenberg,] 11 [août 1757].

Quoique le convoi arrive un jour plus tard, mon cher Maréchal, j'avoue pourtant que je suis bien aise qu'il arrive en sûreté. C'est la base de toutes nos entreprises, et sur quoi je fonde la dernière espérance de l'État. Je me flatte que les premiers chariots arriveront aujourd'hui, et que les derniers viendront demain au matin.

<296>

L'ennemi continue à replier tous ses postes avancés,296-1 il ne garde que celui de Gœrlitz. Il n'est pas difficile de faire ce court et simple raisonnement : le roi de Prusse a beaucoup d'ennemis; il rassemble toutes ses forces en Lusace, donc il veut encore essayer ses forces contre les nôtres, avant de se tourner contre ses autres ennemis. Leopold Daun, sans un grand effort et sans être un savant dialecticien, a fort bien pu combiner ce petit nombre d'idées dans sa lourde tête, et je crois qu'incessamment il se mettra à arranger son canon,296-2 que, j'espère, nous l'obligerons de déranger quelquefois encore. Je suis sûr qu'il choisit son projet de bataille, et qu'il a là-bas quelque Bonneville296-3 qui lui en fournit. Le prince Charles boit, mange, rit et ment; les fanfarons de là-bas se partagent nos dépouilles, et l'on n'est embarrassé à Vienne que de trouver une prison pour m'y mettre. O, qu'il sera doux de bien frotter cette engeance arrogante et superbe, ô que pour l'avantage de l'humanité ce sera un bonheur d'humilier ces tyrans barbares, ennemis de toute liberté, qui ne respectent la bonne foi qu'autant qu'ils y trouvent leur avantage! qui ne sont doux que par crainte et toujours cruels par inclination! qu'il sera glorieux pour nous de délivrer l'Allemagne par une seule victoire du joug que ses oppresseurs lui préparent, surtout si on peut lui rendre la vue, que ces mêmes oppresseurs lui ont fascinée par leurs artifices! Quel que soit le succès de nos entreprises, il est toujours beau d'oser tenter de sauver sa patrie; lorsqu'il n'y a plus personne qui se présente pour la défendre, ce sera par nous qu'elle subsistera encore, ou ce sera avec nous que périra sa liberté et son existence! Adieu, mon cher Maréchal, le temps approche où nous nous verrons, et je vous en dirai davantage.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9273. AN DEN GENERALLIEUTENANT VON WINTERFELDT IM LAGER BEI NECHERN.

[Weissenberg,] 11. [August 1757].

Der Ueberschlag, so Er mit Puttkammeren gemacht hat, hat mir desto mehr Plaisir gethan, dass ich das Land nicht recht kenne und sehr nöthig Leute bedarf, die mir von allem informiren. Unser erster Marsch muss bis zwei Meile von Zittau seind, damit der zweite kleiner wird, und wir desto näher am Feind kommen und mehr Zeit haben zu recognosciren und uns vorhero zum anderen Tag zu schicken. Dann muss morgen vor beide Theile der Marsch reguliret werden, wie auch die Oerter, wor die Läger stehen sollen, und wor wir wieder zusammenstossen wollen. Adieu. Gott bewahre.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<297>

9274. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI NECHERN.

[Weissenberg,] 12. [August 1757].

Der Goltze trainiret mir zu lange.297-1 Morgen, als der 13., war feste gesetzet zum Marsch;297-2 nun soll ich bis zum 16. warten: da fressen wir vier Tage wieder müssig Brod. Das gehet nicht an, den 15. muss er alles fertig haben, und das muss seind. Wann ich nichts als mit die Oestreicher zu thun hätte, wäre mir viel an einem Tag mehr oder weniger gelegen; alleine hier seind viel andere schlimme Umstände, die mir pressiren und zwingen, in der Geschwindigkeit zu agiren. Ich bitte Ihnen, machen Sie ihm die Hölle recht heiss! Adieu.

Friderich.

Hier ist nichts neues, als dass sich die leichte Truppen von uns abziehen.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9275. AU PRINCE DE PRUSSE A DRESDE.

[Weissenberg,] 12 [août 1757].

Quoi, vous voulez fuir,297-3 tandis que nous combattons pour conserver l'État à vous et votre famille? Vous voulez donner l'exemple aux lâches de l'armée, qui pourront dire : Nous ne demandons que ce que le prince de Prusse a obtenu? Rougissez dans le fond de l'âme des propositions que vous me faites; vous parlez de votre honneur : il<298> était engagé à bien commander l'armée et à ne pas perdre en même temps quatre bataillons, votre magasin et votre bagage.298-1 Pour moi, tant que je vivrai, je ne vous donnerai point le commandement d'une armée, à moins que je n'en eusse une de trop. Mais vous pouvez vous trouver dans celle que je commande, sans que votre honneur en soit blessé. Si vous allez à Berlin, vous serez exposé dans peu ou à être pris par quelque parti ou à vous sauver avec les femmes dans quelque forteresse. Voilà un beau rôle pour l'héritier présomptif d'une couronne! En vérité, vous avez aussi peu de jugement pour votre conduite particulière que pour conduire une armée; j'en suis pénétré jusqu'au fond du cœur. Faites à présent tout ce que vous voudrez, mais sachez que je vous renie pour mon frère et pour mon parent, si vous ne suivez pas le parti de l'honneur et le seul qui convient à un prince successeur du trône. Vous me parlez de respect; vous savez ma façon de penser, et que je n'en exige de personne, mais je veux que mes parents donnent l'exemple de la constance et de l'honneur aux autres et non ceux de la couardise.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9276. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Weissenberg, 12 août 1757.

Ma très chère Sœur. Je n'ai presque pas le cœur de vous écrire d'ici; tout ce que je puis vous dire, c'est que nous avons bien reçu ce qui a été envoyé, et qu'il n'y a rien de perdu.

Nos affaires militaires commencent à s'éclaircir. J'espère de pouvoir vous donner dans peu de bonnes nouvelles. Ma besogne est dure; j'aimerais mieux cent fois être mort que de vivre encore une année dans la situation où je suis; cependant, je ferai l'impossible pour résister, et ma dernière consolation sera d'avoir vendu cher ma vie et ma liberté. Mon espérance est dans le temps, et comme je m'aperçois qu'il m'en reste, je ne désespère pas encore.

Voilà, ma chère sœur, tout ce que Nadasdy me permet de vous dire. Demain notre communication est entièrement coupée avec Dresde, et je ne pourrai écrire qu'à bonnes enseignes.

Je vous envoie une réponse à Voltaire qu'il dépendra de vous de lui faire tenir ou non.298-1

<299>

Je vous embrasse de tout mon cœur, mon unique consolation et mon support; en vous assurant que mon âme et mon cœur seront à jamais pénétrés de reconnaissance; ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Si vous trouvez l'epigramme trop forte, vous n'avez qu'à la garder et envoyer le reste299-1 de la lettre à V.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9277. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI NECHERN.

[Weissenberg,] 13. [August 1757].

Nunmehro können wir zum Schluss kommen. Den 15. werden wir mit der Brodverpflegung ganz in Ordenung seind; also wollen wir den 15. alle noch marschiren und Meile vorrücken, so würden Sie bei Löbau und ich bei Kemnitz zu stehen kommen, welches nicht zu weit ist. Den 16. kämen wir zusammen und marschirten gegen Hirschfelde, Rosenberg299-2 und Burkersdorf. Bei diesem muss es nun feste gesetzet bleiben. Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9278. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI NECHERN.

[Weissenberg,] 13. [August 1757].299-3

Der Marsch bis Löbau ist nicht gross, den können Sie den 15. gewisse ablegen. Ich habe Goltzen von allem instruiret. Seind Sie so gütig und suchen ein Lager vor des Feldmarschall Keith sein Corps aus,299-4 mehr auf den Weg nach Löbau; denn wir müssen endlich das Sort von Teutschland decidiren. Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<300>

9279. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH.

[Weissenberg, 14 août 1757.]

J'ai cru, mon cher Maréchal, que vous resteriez à Bautzen,300-1 j'ai réglé la marche de demain, et j'en ai envoyé le détail au prince de Bevern.300-2 Le pain décidera de l'heure de votre départ. Les soldats auront le temps de faire leur marmite. A vue de pays je ne crois pas que vous pourrez partir avant 1 ou 2 heures de l'après-midi. Il faut faire fourrager la cavalerie dans les granges, et, s'il se peut, qu'elle mène encore une couple de jours de grains avec elle. Adieu.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9280. AU COLONEL DU CORPS D'INGÉNIEURS DE BALBI A DRESDE.

Points auxquels le colonel de Balbi est autorisé de la part du Roi de conclure des préliminaires.300-3

1° Point de cessions des provinces de Sa Majesté, ainsi rien céder.

2° Un armistice, pour avoir le temps de s'accorder avec ses alliés.

3° Inclusion des alliés de l'Allemagne.300-4

4° Qu'on renouvellera l'alliance précédente avec la France.

Ces points m'ont été remis à Dresde par M. le conseiller privé d'Eichel le 14 d'août 1757, avec recommandation de ne pas m'écarter d'aucun point, et si difficultés pourraient y être faites, d'aller ad référendum, sans rien décider.

Nach der Ausfertigung, der Zusatz von der Hand des Obersten von Balbi.


9281. AU COLONEL DU CORPS D'INGÉNIEURS DE BALBI A DRESDE.

Pleinpouvoir.300-5

Frédéric par la grâce de Dieu Roi de Prusse. Comme Nous n'avons pris les armes que pour la défense et la sûreté de Nos États et<301> dans la seule vue de l'affermir par une paix solide et durable, et qu'on Nous a fait des ouvertures que Sa Majesté Très-Chrétienne ne serait pas éloignée de faire travailler à la pacification de l'Allemagne et de l'Europe en général, pourvu que nous voulions répondre à des vues si salutaires et à des intentions si désirables, en députant quelqu'un des Nôtres à un certain lieu, dont on conviendrait, pour s'expliquer sur les moyens les plus propres à acheminer le repos et la tranquillité publique avec la personne de confiance que Sa Majesté Très-Chrétienne trouverait bon d'y nommer et autoriser, afin de convenir sur les articles préliminaires d'une paix à faire : à ces causes et animé du même désir de répondre à des vues si salutaires, Nous Nous sommes confiés au zèle et à la fidélité pour Notre service du sieur Jean-Frédéric de Balbi, colonel de Notre corps d'ingénieurs, et Nous avons commis, ordonné et autorisé par ces présentes signées de Notre main, commettons, ordonnons et autorisons ledit sieur colonel de Balbi, en vertu de ce pleinpouvoir et mandement spécial, de conférer et traiter avec la personne que Sa Majesté Très-Chrétienne nommera de Sa part pour cet effet et munira également de pleinpouvoir, pour convenir, arrêter et signer des conditions et articles préliminaires qu'il trouvera bon, en sorte qu'il agisse en tout ce qui regardera ces négociations présentes, avec la même autorité que Nous ferions et pourrions faire, si Nous étions présents en personne, encore qu'il y eût quelque chose qui requît un mandement plus spécial non contenu [en cesdites présentes]301-1 : promettant en foi et parole de Roi d'avoir agréable, ferme et stable à toujours, accomplir et exécuter promptement tout ce que ledit colonel de Balbi aura stipulé, promis et signé en vertu du présent pleinpouvoir, sans jamais y contrevenir, ni permettre qu'il y soit contrevenu, comme aussi de faire expédier Nos lettres de ratification en bonne forme pour être échangées. En foi de quoi Nous avons signé les présentes de Notre propre main et y fait apposer Notre scel du cabinet.

Donné au camp de Weissenberg ce . . . d'août l'an 1757.

Frédéric.301-3

Nach einer Abschrift der von Eichel aufgesetzten Vollmacht.301-2


9282. AN DEN GENERALLIEUTENANT VON WINTERFELDT.

[August 1757].301-4

Weilen ich hier gar nichts gegen dem Feind ausrichten kann,301-5 so bin ich Willens, heute Ostritz besetzen zu lassen; da müsste ein Husarenregiment mit; dann von dieser Seite ein Detachement nach Görlitz zu<302> schicken, um solches zu nehmen. Auf Seiner Seite302-1 hinter Ihm wollte meinen linken Flügel Cavalerie fouragiren lassen, um dardurch dem Feind hier alle Subsistance zu benehmen; dann einen Marsch gegen Jauernick und Bernstädtel302-2 zurücke zu machen und was nach Schlesien zu detachiren. Indessen wird das Land von Fourage und Lebensmittelen so entblösset werden, dass der Feind nicht im Stande sein wird, vorwärts zu kommen.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9283. AN DEN GENERALLIEUTENANT VON WINTERFELDT.

[Bernstadt,] 20. [August 1757].

Mein lieber Winterfeldt. Weilen ich Grumbkow nach Schlesien schicken will, so soll Er morgen mit dem Tage die 2 Grenadierbataillons, die ich mit die 12 Kanonen auf den Berg bei die Brücken gesetzet habe bei Hirschfelde, nach Görlitz schicken, um Grumbkow allda abzulösen, der nach Schlesien marschiren soll.302-3 Hat Er noch Husaren von Warnery bei Sich, so schicke Er solche mit, und muss hingegen Warnery die von Puttkammer zurücke schicken. Wrede schicke auch mit, der nach Schlesien soll.

Ich habe meine Retraite gut gemacht;302-4 meine Dragoner haben mir was zu schaffen gemacht, ich habe mir aber doch so durchgeholfen, dass ich es verantworten kann. Adieu.

Friderich.

Die Briefe an Grumbkow zu bestellen.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9284. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI ZEHIST.

Bernstadt, 20. [August 1757].

Ich hätte mir nicht eingebildet, dass nach mein expressen Befehl, Cotta nicht zu verlassen,302-5 Sie doch allda wegmarschiret wären. Laudon hat kein 2500 Mann. Ich bin gar nicht mit Ihrer Conduite zufrieden. Gehen Sie die Schurken auf den Hals und agiren offensive, oder unsere<303> Freundschaft hört auf. Hier ist keine Complaisance vor den Prinzen, sondern der General muss seine Schuldigkeit thun, sonsten höret alles auf.

Friderich.

Wor ist die Ehre der Preussen? Vor 2500 Mann lauft ein General von der Infanterie mit 14 Bataillons und 20 Escadrons zurücke. Wann Ihr Vater303-1 dieses im Grabe hörte, würde er sich umkehren.

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Eigenhändig.


9285. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN.303-2

[Bernstadt,] 21. [August 1757.]

Wer ein dummer Teufel ist, bleibt es. Wietersheim ist kein Mensch, dem man das geringste anvertrauen kann, als Recruten zu exerciren.303-3 Das Regiment von Hülsen werde hier behalten, weilen ich Infanterie gebrauche, absonderlich bei die Escorten, Cavallerie aber, die frisst Ihnen und mir auf, die wollen wir zwischen Winterfeldt und Görlitz campiren lassen; da können sie fressen, und, so als wir sie nöthig haben, so ist sie wieder hier. Der Rebentisch schreibet,303-4 dass das Mehl, nicht vor dem 24. dorten ankommen würde. Ich habe nun zwar alles sehr pressiret; wann es aber so wird, so müssen wir den 25. und 26. hier ins Land zusammenbringen. In Görlitz lassen Sie 10,000 Brod à 10 Pfund liefren, Winterfeldt muss bei sich herum das gleiche thun. Ich habe hier auch ausgeschrieben, und alle die Bauernwagens, so. man zusammenkriegen kann, müssen das Brod mit einer Escorte von Görlitz zu Ihnen bringen. Dieses schreiben Sie imgleichen an Winterfeldt in meinem Namen.

Adieu; ich werde Sie ehestens besuchen und einen Theil Cavallerie morgen zu Ihnen schicken; dann gehen 30 Escadrons von das schwere Vieh bei Winterfeldt.303-5 Schreiben Sie mir auch, ob noch viele Fourage hinter und bei Ihnen ist.

Friderich.303-6

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<304>

9286. AN DEN ETATSMINISTER GRAF FINCKENSTEIN IN BERLIN.

Dresden, 24. August 1757.

„ . . . Von Sr. Königl. Majestät habe ich zugleich die Gnade gehabt, ein höchsteigenhändiges Schreiben, vom 20. dieses aus Bernstädtel datiret,304-1 zu erhalten, woraus auf allergnädigsten Befehl Ew. Excellenz nachstehendes, und zwar von Wort zu Wort, zu communiciren mir die Freiheit nehme:

„, „Ich bin gegen den Feind gewesen und habe alles probiret, um ihn anzukommen, aber es war nicht möglich; indess habe Görlitz occupiret und die Communication mit Schlesien sicher gemachet. Inzwischen habe ich Nachricht, dass die Franzosen gegen Stade marschiren, und ich von der Seite nichts zu befürchten habe. Man sagt, die Schweden gingen auch nach dem Bremischen; wo das gewiss ist, so behalte ich nichts vor als die Oesterreicher, da ich wohl zuletzt mit durchkommen will. Dieses nach Berlin zu communiciren, absonderlich, dass sie wegen Incursions der Lausnitz sicher seind.“ “ ...

Des Königs Majestät haben mir sonsten noch geschrieben, dass, woferne ein gewisser Convoi von hier nach dem Lager noch nicht abgegangen wäre, ich mit der dazu commandireten Escorte mitkommen und zugleich Dero Bagage mit dahin bringen möchte. So herzlich ich auch wünschete, von hier weg zu sein und zu des Königs Majestät kommen zu können, so ist doch nicht nur erwähnter Convoi mit seiner Escorte schon vor mehr als 3 Tagen, ehe ich das allergnädigste Schreiben erhalten, abgegangen, sondern ich sehe auch kein Mittel ab, wie ich diese königliche allergnädigste Intention erfüllen werde, bevor nicht wiederum allhier eine zureichende Escorte zu Transportirung eines Convoi von der Armee ankommen oder dahin abgehen wird, maassen die Wege zwischen hier und solcher . . . [äusserst] unsicher sein. ...“

Eichel.

Auszug aus der Ausfertigung.


9287. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Bernstadt, 24 [août 1757].

Ma très chère Sœur. J'ai reçu ici par un hasard les lettres que vous avez eu la bonté de m'écrire, dont je vous rends mille grâces, ce m'étant toujours une grande consolation de recevoir de vos nouvelles. L'expédition que je m'étais proposé de faire ici, n'a pas rempli mon attente. J'étais marché en intention de me battre, mais, malgré que j'ai mis en œuvre tout ce que la ruse a pu me fournir, il m'a été impossible d'attirer ces gens hors du poste inattaquable où ils se sont campés. Je suis à présent obligé de revirer et de me porter avec une<305> partie de l'armée du côté des nouveaux ennemis qui se présentent. Tout cela, ma chère sœur, fait une vie bien errante et hérissée d'embarras. Quelqu'un me disait ces jours passés : « Pourquoi ne faites-vous pas la paix? » — A cela je répondis, en lui racontant l'histoire d'une dame qui, se trouvant la première fois sur mer, voyant que l'air s'obscurcissait, et qu'on allait avoir une tempête, dit au pilote : « A l'auberge, pilote, à l'auberge! » « Quand l'orage sera passé, madame, nous entrerons dans le port. »

Je prends la liberté de vous envoyer une pièce de vers que je vous adresse.305-1 Le style d'élégie convient à ma fortune présente et aux calamités qui désolent la patrie. Vous me pardonnerez les incorrections dont elle est pleine, je n'ai qu'à peine eu le temps de la composer.

Je vous écrirai de Dresde une lettre plus détaillée,305-2 vous priant, ma chère sœur, de vous souvenir un peu de la philosophie et de penser que nous ne sommes pas faits pour être heureux, mais pour soutenir tout ce qui nous arrive, avec constance. Je suis avec les sentiments les plus tendres et les plus reconnaissants, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9288. AN DEN OBERST VON FINCK IN DRESDEN.

[Bernstadt,] 24. [August 1757].

Die Briefe von Nadasdy und Hadik,305-3 so Ihm der Lentulus geschickt hat, soll er Audience verlangen und der Königin in meinem Namen vorlesen, nach diesem eine Reverenz machen und weggehen. Die Königin muss so eingeschlossen werden, dass sie nicht so intriguiren kann; aus dem Schwarzen oder Weissen Thor muss kein Mensch herausgelassen werden. Es muss in Dresden nach Trummelschlag publiciret werden, dass wer sich von Spioniren, Brieftragen oder dergleichen Gewerk meliren würde, den würde man mit dem Galgen bestrafen, er möchte königlicher Bedienter seind oder nicht. Dieses alles muss wohl beobachtet werden.

NB. Wegen der Handmühlen305-4 muss es der Königin gleicher Maassen vorgeworfen werden. Adieu.

Friderich.305-5

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<306>

9289. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN.

[Bernstadt,] 24. [August 1757].

Seind Sie so gut und kommen sogleich hier herüber;306-1 ich habe Ihnen nothwendige Dinge zu sagen.306-2 Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9290. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN.

Bernstadt, 25. August 1757.

Hiermit befehle an alle schlesische Gouverneurs und Commandanten, des Prinz von Bevern Orders zu respectiren, indem ich ihm das Commando mit derselbigen Autorität und in allem gleichwie dem Feldmarschall Schwerin gegeben habe,306-3 also was Magazins, Verpflegung der Armee [anbelanget] und dergleichen mehr, was einigermaassen nur von der Armee oder mit ihr Connexion hat, von seinen Orders dependiret; welche so stricte, vornehmlich von die Civilisten, soll nachgelebet werden als die meinige. Nach dieser expresse Order hat sich jeglicher seines Orts zu halten.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9291. AU PRINCE DE PRUSSE A DRESDE.

[Bautzen,] 26 [août 1757].

Mon cher Frère. Je ne sais quelles singulières lettres306-4 je reçois de vous. Je n'ai jamais dit, ni ne vous ai jamais cru poltron; vous<307> me faites sur tout cela un galimatias qui m'est incompréhensible. Je vous ai écrit307-1 que, si vous alliez à Berlin, tous les couards et les commodes de l'armée prendraient le prétexte de votre exemple pour boire ies eaux ou pour Dieu sait quoi, afin de s'absenter. Au contraire, je n'ai regardé ce beau voyage que comme un caprice d'un vieil enfant gâté à qui on ôte un couteau avec lequel il se serait blessé et aurait fait tort aux autres. Si je vous accuse, c'est d'irrésolution et de défaut de conduite, tant en votre particulier qu'à la tête d'une armée. Boudezmoi, parlez de votre honneur lésé, prétexte à la mode de tous les mécontents; vous ferez tout ce qu'il vous plaira, mais de ma vie je ne vous donnerai d'armée à ruiner. Voilà ma ferme résolution; c'est moi qui ai à me plaindre que vous m'avez perdu quatre bataillons, votre équipage, ruiné une armée qu'à peine j'avais recrutée et rétablie, et perdu votre magasin principal : et l'excellent général d'armée qui a fait une si admirable campagne, est très fâché qu'on lui reproche tant de sottises que l'on ne pardonnerait pas à un enseigne! Voilà tout ce que je peux répondre à votre lettre. Si vous n'êtes pas capable d'entendre raison, et que vous vouliez faire des sottises, il dépendra de vous, je m'en lave les mains, et ce que vous ferez, sera sur votre compte, non pas sur le mien. Je suis, mon cher frère, votre fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9292. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN.

[Bautzen,] 26. [August 1757.]

Ich habe Ihren Brief wohl erhalten. Was Winterfeldt schreibet307-2 von der grossen Armee, ist ganz gewisse nicht wahr. Was Nadasdy anlanget, so besorge, dass er dem Grumbkow307-3 was nachgeschicket haben wird, worauf wohl Acht zu geben.

Hier bin [bei] Bautzen angekommen; die ledige Wagens seind schon nach Dresden zu, da werde besorgen, dass solche gut beladen werden, mit 500 Winspel wenigstens, dann dass die Equipage und alles was zu Ihnen gehöret, mit Rebentisch307-4 abgehet. Das Brod ist überhaupt hier bis zum 1. inclusive. Nun werden Sie wohl überlegen, ob nicht noch auf drei Tage hier müsste gebacken werden, auf dass der Transport des Mehls von hier nach Görlitz nichts aufhalte. Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<308>

9293. AN DEN GENERALLIEUTENANT VON WINTERFELDT.

[Bautzen, 26. August 1757.]308-1

Ich glaube dieses Jahr an keinem Gelücke; auf die Türken zu rechnen, ist kein Staat zu machen, wann dar was zu hoffen wäre, so hätte ich schon gewisse Zeitungen. Lass uns sprechen, was wir zu thun haben. Er muss auf Nadasdy vigiliren, dass er dem Grumbkow auf dem Marsch nichts anhaben kann; sollte Nadasdy nach Schlesien wollen, so muss Er ihm folgen. Was die Husaren und Dragoner von Görlitz angehet, so ist Sein Schreiben meiner Intention ganz gemässe. Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9294. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN.

Bautzen, 26. [August 1757].

Ich kriege eben Briefe von Hauss aus Leipzig, dass die Franzosen schon einen Vortrupp bei Lützen haben, ich kriege auch Nachricht, dass bei Leitmeritz Magazine sollen gemacht werden.308-2 Dieses giebt mir grossen Verdacht, dass, wann die Oesterreicher von Zittau wegmarschiren sollten, [sie mit] ein Corps von 40 oder 50,000 Mann gegen Landshut zu marschiren könnten und mit eines von 30 oder 40,000 Mann über Leitmeritz, Peterswalde, so grade auf Dresden gehen möchten. Also werden Sie wohl alles anwenden, um, wann der Feind sich von Zittau retiriret, zu wissen, wor der Marsch hingehet, um alsdann mit mehrer Fermeté zu agiren. Gehet nur ein Corps nach Schlesien und ein Theil nach Cotta, so werde ich nothwendig Succurs nöthig haben, ohngefähr 10 Bataillons und 30 Escadrons; bleibt der Feind bei Zittau stehen, so haben wir nichts zu besorgen. Den 31. oder 1. September werde ich wohl dem neuen Feind eins zuzusetzen probiren. Hauss hat sie schon gejagt und Gefangene gemacht. Das seind schwere Zeiten, weiss Gott! und solche beklummene Umstände, dass man ein grausam Gelücke gebraucht, um sich aus allem diesen durchzuwicklen.

Prinz Franz308-3 ist besser und wird auch mit die hiesige Regimenter zu Ihnen kommen. Adieu, ich wünsche Ihnen tausend Gelücke!

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<309>

9295. AN DEN OBERST VON FINCK IN DRESDEN.

Harthau, 27. [August 1757].

Dar mir daran gelegen ist, zu wissen, ob der Feind bei Leitmeritz ein Magazin angeleget hat,309-1 so schreibe Er mir, was er davon weiss. Chossignon muss die Meissner Brücke ruiniren;309-2 wor kein Magazin in Meissen ist, soll Chossignon nach Dresden kommen.

NB. Die 12 und 24pfündige Canons und schwere Mortiere, so bei Prag gebraucht worden, sollen zu Wasser nach Magdeburg geschicket werden, und so viele Kranken, als sie wegschicken können, sollen nach Torgau, und, wor der allda zu viel seind, so können einige nach Wittenberg gebracht werden. Adieu.

Friderich.

Wor was neues von denen Franzosen gehöret wird, so muss ich es wissen.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<310>

9296. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI SCHÖNAU.310-1

Harthau, 28. [August 1757].

So viel wie ich hier bis dato erfahren kann, so werden die Oestreicher mit der Armee wohl auf Schlesien was tentiren,310-2 aber hier in Sachsen möchten die Ungern310-3 wohl alleine gebraucht werden.

Ich muss nun gegen die Franzosen eilen, die seind à portée; die Reichsarmee wird hernach das consilium abeundi310-4 kriegen, und dann werde kehren müssen an den Ort, wo mir jemand zu nahe kömmt. Ihnen überlasse alles und gebe Ihnen freie Hände zu thun und zu lassen, was Sie gut finden, nur immer die Totalität meiner Umstände in Obacht zu ziehen. Adieu, mein lieber Prinz. Ich glaube, dieses wird der letzte Brief seind, den Sie in einiger Zeit von mir kriegen werden; ich wünsche Ihnen tausend Gelücke.

Friderich.

Gröben können Sie zum Fähndrich machen.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9297. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI ZEHIST.

Harthau, 28. [August 1757].

Ich marschire morgen nach Dresden, und Sie werden morgen das Lager bei Sedlitz beziehen. Den 31. werden beide Corps bei dem Plauischen Grund zusammenstossen. Alle Pontons, so bei Pirna stehen, müssen mitgenommen werden. Grape muss auf sein Schloss310-5 Balkens präpariren lassen, dass, im Fall man ihn bombardiret, die Garnison statts Casematten darunter sicher sein kann. Meine Order ist, sich bis auf den letzten Mann zu wehren. Sie müssen in Pirna so viel Mehl lassen, dass Grape auf drei Monat zu leben hat, auch Fleisch, Branntwein alles approvisionniren. Das übrige muss mit Schiffe nach Dresden, und können Sie Escorte mitgeben. Adieu.

Friderich.

Sie müssen alle Bauerwagens auftreiben, die zu kriegen seind, und nehmen die mit nach Dresden.310-6

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Eigenhändig.

<311>

9298. AN DEN OBERST VON FINCR IN DRESDEN.

[Harthau,] 28. [August 1757].

Morgen komme mit meinem Corps nach Dresden311-1 und werde vor dem Schwarzen Thor campiren. Von denen Mortiers, so vor Prag gewesen seind, sollen vier leichte, so zur Feldartillerie gehören, prepariret werden, jeder mit 50 sopfündige Bomben; NB, die Pferde dazu und das Zubehör ebenfalls. Er soll Sich vor dem Thor finden, indem ich viel mit Ihm zu sprechen habe wegen Defension der Stadt und alles, was deswegen muss vorgekehret werden. NB. Bei Annährung des Feinds muss die Neustadt abgebrannt werden, Coupüren in denen Strassen gemacht, das Schloss mit Feuer gedrohet und die Resolution eclat gemacht, die Stadt nicht anders zu ergeben, als wann der Feind solche verbrannt und einen Steinklumpen draus gemacht hat. Welches auch geschehen muss. NB. Die östreichesche Ranonen habe aptiren lassen, um solche mitzunehmen; die müssen parat seind, dass ich sie sogleich mitnehmen kann. Alle Bagage, so zu meine Regimenter gehöret, soll vor das Wasserthor bei die Redouten herausfahren, allwo ich den 31. campiren werde. NB. Bier und Branntwein und Lebensmittel vor der Armee müssen parat seind. Ich werde in ein Gartenhaus vor dem Schwarzen Thor logiren. Eichel muss dar seind.311-2 Der Convoi muss gewisse morgen abgehen und nehmen den Weg über Radeberg. Dieses ist alles, was ich bis dato schreiben kann. Adieu.311-3

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 311-4


9299. AU MINISTRE D'ÉTAT COMTE DE FINCRENSTEIN A BERLIN.

Harthau, 28 [août 1757].

Quoique j'aie tenté l'impossible pour obliger Daun à combattre, je n'ai pu y réussir, et le poste où il se trouvait, était inattaquable. Je marche à présent vers Leipzig, Erfurt, Dieu sait où, pour chercher les Français et Messieurs des Cercles et les renvoyer promener à leur tour;<312> je serai demain à Dresde. Le 1er septembre je compte de marcher, et je mettrai tout en œuvre pour réussir, mais ma besogne est très difficile; je ne crains point l'endroit où je trouve des ennemis, mais les trous qui restent ouverts, et où je n'ai rien à leur opposer.

J'ai présagé depuis longtemps la désertion des Hanovriens,312-1 je vois toute leur bassesse et leur mauvaise volonté, mais j'ai lieu de croire que les Français feront les revêches, et qu'ils ne voudront de paix qu'une paix générale; d'ailleurs il faut négocier,312-2 et entretemps je n'aurai rien à appréhender du duc de Richelieu.

Quant à ce que vous me marquez touchant Cüstrin,312-3 j'y réponds que c'est le seul lieu convenable, et que, si on ne choisit pas celui-là, il faut aller à Magdebourg; mais, autant que j'entrevois, cela ne presse pas pour le moment présent. Quant à Potsdam, il n'y a que les lettres d'Eichel à sauver, il est bien question des misérables nippes que j'ai là; prêt à tout perdre, ce ne sera pas ces misères auxquelles il faudra penser.

Enfin, la crise est si terrible que cela ne samait plus durer longtemps : le mois de septembre décidera de mon sort pour l'automne et pour l'hiver; quand nous l'aurons passé, il faudra voir ce qui nous reste à faire. Vous pouvez compter que nous nous battrons bien, et que l'ennemi ne marchera, pour ruiner notre patrie commune, qu'en se frayant un chemin à travers nos cadavres. Voilà ma façon de penser et celle de l'armée. Adieu.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig,


9300. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

[Dresde,] 29312-4 [août 1757].

J'ai reçu toutes vos lettres, dont je vous rends millions de grâces. J'ai trouvé les Autrichiens placés si avantageusement que je n'ai pu les attaquer,312-5 mais leurs héros subalternes, Nadasdy, Beck, Laudon, ont été bien frottés et ont perdu leurs équipages.312-6 J'ai rouvert la communication avec la Silésie, j'ai fourragé toute la Lusace, de façon que les Autrichiens ne pourront y pénétrer, faute de subsistance. A présent, les Français m'attirent en Thuringe. Le prince Bevern couvre la Lusace et la Silésie, et je marche à Erfurt, pour battre toute la canaille que j'y trouverai. Ne craignez rien, ma chère, mon adorable sœur, et ne croyez pas tous les bruits qu'on débite; j'espère de vous donner de<313> mes nouvelles et de vous expédier quelque courrier agréable vers le 13 ou 14. Que le Ciel récompense votre façon de penser et cet exemple d'amitié si rare dans tous les siècles et encore plus dans celui-ci! Soyez persuadé de ma reconnaissance, et que, tant que je respirerai, je vous aimerai comme ma seule consolation et ma divinité.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9301. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI SCHÖNAU.

Dresden, 29. [August 1757].

Soviel ich bis dato erfahren, und was ich aus des Feindes Anstalten schliessen kann, so urtheile ich, dass, wann die Oesterreicher was vorhaben, so gilt es Sachsen nicht, sondern Schlesien;313-1 darauf werden Sie also Ihre grösste Attention haben.313-2 Ich werde den 31. mit der Avantgarde von hier abmarschiren; ich werde genöthiget seind, ein paar hundert Husaren von Seydlitz mitzunehmen. Szekely hat keine 600 Pferde, und Sie können an die 800 aus Schlesien kriegen, die allda parat seind.

Adieu, mein lieber Prinz, ich wünsche Ihnen tausend Gelücke.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9302. AU PRINCE DE PRUSSE A DRESDE.

Der Prinz von Preussen schreibt, Dresden 29. August: „Mon très cher Frère. Je suis si convaincu de mon incapacité et de l'inutilité dont je pourrais être à l'armée, depuis qu'il vous a plu de me réitérer mes fautes,313-3 que je me garderai bien de vous y être à charge. Cependant, je ne saurais nier que c'est un chagrin bien sensible que mes soins et mon application ont été en vain, et que je me vois à mon âge un membre inutile à l'Etat, n'ayant d'autre ressource que de passer ma vie en retraite. Nonobstant vous pouvez être persuadé que, quoique vous m'ayez condamné, sans m'entendre et que vous m'attribuiez peut-être plus de faute que je mérite, que je prendrai toujours part à tout ce qui pourra contribuer à l'accomplissement de vos souhaits. J'ai l'honneur d'être avec le plus profond respect, mon très cher frère, votre très humble, très obéissant, très fidèle serviteur et frère

Guillaume.“

[Dresde, août 1757.]

Mon cher Frère. Il vaut mieux être dans une armée un membre inutile que nuisible. Vous ferez ce que vous voudrez, je ne me mêle plus de vos affaires; mais il vous conviendrait mieux d'être dans mon armée, comme vous y avez toujours été, que de vous tenir à Dresde,<314> au risque d'y être assiégé. Voilà ce que la droite raison et l'honneur devaient vous dicter. Quant à vos fantaisies et vos caprices, sachez que je n'y fais nulle attention, ayant assez à faire avec mes ennemis; ainsi vous vous lasserez plutôt de bouder que moi de m'embarrasser de vos travers. Je suis, mon cher frère, votre fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9303. UNTERREDUNGEN DES KÖNIGS MIT DEM GROSSBRITANNISCHEN MINISTER MITCHELL.

[Dresden, 29. und 30. August 1757.]

Mitchell berichtet an Holdernesse, Dresden 31. August (secret): „My Lord. The Ring of Prussia arrived here last Monday.314-1 I waited on him immediately and found him in as good spirits314-2 as if he had returned from a successful expedition; he desired me to come to him the next day,314-3 when he would talk to me of business.

Yesterday I had a very long conversation with His Prussian Majesty ...

When I pressed His Prussian Majesty to communicate his thoughts of a plan for a general pacification,314-4 he answered he desired nothing so much as peace, but that it was impossible to propose any plan before the end of the campaign.

I then desired to know if he had yet had leisure to think of proper measures to be taken for carrying on the war with vigour. His answer was nearly the same, that, till this campaign was ended, it was impossible to determine what would be the proper measures for the next.

With regard to his views in Russia, in case of the death of the present Empress,314-5 he has reason to believe that the Great-Duke and -Dutchess are well inclined towards him;314-6 and he wishes to live in peace and friendship with them.

As to the Ottoman Porte, he thinks, if they could be brought to act, it might be of the greatest utility;314-7 and he added that he was<315> willing to go all lengths, that he had at that court an emissary315-1 with a credit for 300,000 crowns, that is 50,000 sterling, and he hoped on this occasion the King would do his utmost to render the Porte active.

I then touched on the affair of the subsidy from England,315-2 in the manner directed in Your Lordship's letter.315-3 His Prussian Majesty answered, he was sorry it was now become necessary; that, the French and Russians having taken possession of so great a part of his dominions, he saw his resources would fail; he was, therefore, obliged most unwillingly to become a burden to his allies;315-4 that, if he could weather it out till winter, there would be time for négociation; that a subsidy of four millions of crowns would be necessary for the next year.

I took the liberty to observe that this subsidy was larger than England had ever given in one year to any foreign power whatever; that the nation, engaged in a most expensive war with France, might find a difficulty in raising so great a sum.

His answer was that he had hitherto asked nothing; that necessity only had forced him to it now; that, if measures were to be concerted, they ought to be such as might be effectual.

I replied that it was absolutely necessary His Prussian Majesty should explain in what manner he intended to apply the subsidy His Majesty may be enabled by his Parliament to give, in order to satisfy His Majesty and the nation of the expedience and utility of granting so large a subsidy as 670,000 pounds in one year. His answer was it is impossible to be particular as to the manner in which this sum may be usefully employed, till we see the end of the campaign.“

Mitchell berichtet an Holdernesse, Dresden 31. August (most secret):315-5 „When the King of Prussia mentioned to me the accounts he had received from Berlin315-6 of the negociation that was actually begun at Hannover for a neutrality, I urged every argument that occurred to me315-7 arising from the present most unhappy situation of affairs, from the absolute impossibility there was of His Royal Highness resisting so superior a force, and from the utter ruin that must fall upon His Majesty's German dominions, if this measure had not been adopted; which however, I was persuaded, His Majesty had embraced with the greatest unwillingness.

His Prussian Majesty heard me with the greatest patience, but did not seem satisfied with my reasons. He put me in mind what his dominions had suffered and were likely to suffer, that the treaty he had<316> made with the King, had been the occasion of this war,316-1 that his adherence to that treaty had drawn upon him the whole power and resentment of France, that the most unfortunate divisions among the English ministers316-2 had prevented his having any assistance whatever from England, and he then abruptly asked me what assistance England could give him, if Hannover accepted of a neutrality; « if that » says he « takes place, there is an end of everything. I own the bad situation of my affairs, but they are not yet desperate, and I ought at least to have been acquainted, before such a resolution was taken. I confess I am unfortunate, but that is not a reason why I should be abandoned.  »

I could only answer that I was really not entrusted with the particular reasons for the negociation begun at Hannover, but I was most fully empowered to assure him that His Majesty as King of Great Britain would religiously fulfil every engagement he had entered into, and would give His Prussian Majesty every assistance that could reasonably be expected from him.“

Nach den Ausfertigungen im Public Record Office zu London; der „most secret letter“ eigenhändig von Mitchell.


9304. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN AFFAIREN.

<317>

Podewils und Finckenstein berichten, Berlin 23. August: „Le baron de Steinberg, ministre d'État d'Hannovre, vient d'écrire à moi, Podewils, la lettre cijointe en original, datée de Verden du 20 du courant, dans laquelle il expose au long que les Français ruinaient les États du Roi son maître d'une façon à ne pouvoir s'en relever dans des siècles; que leur armée était supérieure du triple à celle d'observation, de sorte qu'il n'y avait aucune apparence humaine de pouvoir leur résister avec succès; qu'on ne pouvait compter sur aucun secours anglais, et que le faible état de la santé du landgrave de Cassel faisait même craindre qu'on ne perdit bientôt ces troupes; que, dans les circonstances présentes, on ne saurait se promettre aucun secours de Votre Majesté, sur lequel le roi d'Angleterre avait pourtant toujours compté, en ne pas cachant qu'avec ses forces et ses troupes auxiliaires Sa Majesté Britannique ne saurait seule faire tête à toutes les forces de la France; qu'en conséquence de toutes ces

Dresden, 30. August 1757.

Ich habe Mich von den hannoverschen Ministern nichts anders als dergleichen versehen können. Ich zweifele noch, ob Frankreich einen separeen Frieden annehmen wird.

Von dem Duc de Cumberland habe Ich noch nichts deshalb erhalten.

Wie Ich desfalls denke, darüber habe ich Mich sowohl gegen Mitchell316-3 und gegen den Etatsminister von Finckenstein316-4 expliciret.

Inzwischen es Mich surpreniret, dass da Ich wegen des Königs von Engelland und wegen der hannoverschen Lande in diesen ganzen Krieg eigentlich gezogen worden

considérations, il ne lui restait d'autre parti à prendre que de tâcher de sauver ses États, ses troupes et celles de ses alliés par une paix particulière; que Sa Majesté, prenant cette résolution, n'avait pourtant pas voulu manquer en qualité de fidèle allié et ami d'en faire d'abord part à Votre Majesté, en L'assurant qu'elle ne condurait rien qu'en qualité d'électeur d'Hanovre.“

bin, der König von Engelland als Churfürst Mich abandonniren und Mich dadurch dem ganzen Schwarm der Franzosen überlassen will. Ich werde indess Meinen Gang nicht mehr nicht weniger fortgehen und thun, was Ich kann, Mich auch an Engelland attachiret halten, wenn Mich solches appuyiren wird.317-1

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetsecretärs.


9305. AU ROI DE LA GRANDE-BRETAGNE A LONDRES.

König Georg schreibt, Kensington 16. August 1757: „Monsieur mon Frère. J'ai vu avec douleur, par la lettre de Votre Majesté du 27 juillet,317-2 le mauvais état de ses affaires. Depuis la dernière action,317-3 les miennes se trouvent dans une triste situation. Les ennemis sont maîtres de la plus grande partie de mes États et de ceux de mes amis. Je n'ai aucun secours à espérer de Votre Majesté, et je me trouve hors d'état de Lui en fournir. Je suis la victime de ma bonne foi et de ma fidélité à mes engagements. Votre Majesté jugera Elle-même que je n'ai d'autre ressource que de tâcher, s'il en est encore temps, de délivrer mes fidèles alliés et mes pauvres sujets de l'horrible esclavage et de l'oppression où ils se trouvent par l'injuste rage de la France, toujours ennemie de ma maison, et l'indigne ingratitude de la maison d'Autriche. En même temps, je rechercherai toutes les occasions à Lui marquer ma sincère amitié et la véritable estime avec laquelle je suis etc.“

Au camp de Dresde, 30 août 1757.

Monsieur mon Frère. J'ai appris avec une véritable douleur tous les évènements qui, depuis un mois, sont arrivés dans l'électorat d'Hanovre. Votre Majesté plaint le sort du landgrave de Hesse et du duc de Brunswick, et sans doute Elle a raison; mais oublierait-Elle que, si j'ai perdu les duchés de Clèves, de la Marche, les principautés de Minden et d'Ost-Frise et le comté de Ravensberg, que ce n'est qu'en haine du traité que nous avons fait? Votre Majesté oublierait-Elle que, si mes secours n'ont pas été aussi efficaces qu'était mon intention de les Lui fournir, qu'on s'en doit prendre aux Moscovites, et que j'ai déclaré constamment et sans varier que, si l'on ne pouvait garantir le royaume de Prusse de l'invasion de ces peuples, je ne saurais donner des secours considérables?317-4 J'ai éprouvé, depuis, des malheurs, je suis fort éloigné de les croire désespérés, mais je ne me persuaderai jamais que, parcequ'un allié est malheureux, ce soit une raison de l'abandonner. Je n'ai jamais été contraire à la paix, je l'ai toujours souhaitée, mais honorable et durable. Votre Majesté saura mieux que personne ce qui Lui con<318>vient de faire, j'attends dans le silence et sans émotion le dénoûment de cet évènement, assurant Votre Majesté de tous les sentiments de considération avec lesquels je suis, Monsieur mon Frère, de Votre Majesté le bon frère

Federic.

Nach der Ausfertigung im Königl. Staatsarchiv zu Hannover. Eigenbändig.


9306. AU SECRÉTAIRE MICHELE A LONDRES.

Camp près de Dresde, 30 août 1757.

J'ai bien reçu à son temps les dépêches que vous m'avez faites depuis le 16 de juillet jusqu'au 16 de ce mois inclusivement. Mes opérations de campagne m'ayant empêché jusqu'à présent d'y répondre, je suis bien aise de pouvoir vous dire maintenant que, quoique je me suis toujours douté du malinvouloir des ministres d'Hanovre, dont j'ai essuyé assez de preuves318-1 depuis ma convention de neutralité faite avec la Grande-Bretagne,318-2 je ne me suis cependant pas imaginé qu'après une déclaration aussi énergique et forte, faite des ministres anglais au sujet de la neutralité offerte de la cour de Vienne pour l'électorat d'Hanovre,318-3 les gens susdits auraient tant gagné sur l'esprit de leur maître que de donner les mains à cette neutralité ou plutôt paix séparée qu'on est sur le point de faire avec la France pour l'électorat, dont je crois avoir toutes les plus justes raisons de me plaindre, vu que proprement je n'ai été entraîné dans la guerre présente qu'en haine de ladite convention318-4 et pour les intérêts du roi d'Angleterre et pour ses États d'Hanovre, et que, malgré cela, je me vois planté là par cette malheureuse paix séparée qui dònne moyen aux ennemis communs et surtout aux Français de me tomber au corps avec toutes leurs forces rassemblées en Allemagne.

En attendant, comme je vois bien qu'il sera presque plus impossible de remédier à ce mal-là, vous devez seulement être attentif pour savoir les conditions [auxquelles] les ministres d'Hanovre ont voulu conclure cette paix séparée, qui ne sauront qu'être tout-à-fait honteuses et humiliantes tant pour le Roi qu'à l'égard de l'Hanovre, afin de pouvoir m'instruire exactement là-dessus. Quoi qu'il en soit de ce fâcheux contretemps, rien ne m'empêchera de poursuivre mes opérations de la guerre, autant que je serai à même de le faire, et de rester toujours attaché aux intérêts de la Grande-Bretagne, soit à l'égard de la guerre, soit à celui de la paix.

Au surplus, je me suis expliqué envers le sieur Mitchell318-5 sur tous<319> les points sur lesquels il m'a entretenu conformément à ses instructions du 16 du mois passé,319-1 dont il ne manquera pas de faire son rapport, dont, pour votre direction seule, je veux bien vous dire que je souhaiterais bien que le subside de trois millions d'écus d'Allemagne saurait être augmenté jusqu'à quatre millions à peu près, afin d'être mis par là en état de soutenir cette guerre, vu la perte considérable en revenus que j'ai soufferte par ceux de Clèves, Westphalie, Minden et de la Prusse encore, pour ne pas parler présentement de ceux que j'aurai apparemment encore à essuyer par l'invasion des Français dans le Halberstadt et le Magdebourg et celle des Suédois en Poméranie. Ce que je ne vous dis cependant que pour votre direction seule, et pour que vous me marquiez préalablement votre sentiment là-dessus.

Federic.

Nach dem Concept.


9307. RELATION.319-2

Après la levée du siège de Prague, nous formâmes deux armées, comme on l'a dit,319-3 une à Lissa et l'autre à Leitmeritz. Celle de Lissa marcha à Jung-Bunzlau et de là à Bœhmisch-Leipa. Celle de Leitmeritz poussa un corps sur la rive droite de l'Elbe sous les ordres du prince Henri frère du Roi.319-4 Le corps de la rive gauche occupa la plaine qui règne de Leitmeritz à Lobositz, et s'assura par des détachements des hauteurs du Paschkapolo et des gorges de la Saxe vers Peterswalde. La ville de Leitmeritz, où nous avions notre magasin, notre hôpital et tout l'attirail d'artillerie qui avait servi au siège de Prague, ne pouvait se défendre que par les corps qui l'entouraient. Nous fûmes occupés à transporter nos malades et notre canon sur l'Elbe jusqu'au 20 de juillet.

Le général Nadasdy, avec un corps d'à peu près 13,000 hommes, se campa à Gastorf, pour nous empêcher la communication avec notre camp de Leipa, et elle nous devint en effet très difficile, à cause des<320> montagnes, des bois et des défilés que l'ennemi avait remplis de ses troupes légères.

La levée du siège de Prague ayant rendu la liberté aux troupes qui s'y trouvaient renfermées depuis cinq semaines, le prince Charles de Lorraine sortit et joignit l'armée du maréchal Daun près de Brandeis. Bs passèrent l'Elbe et suivirent l'armée que commandait le Prince de Prusse. Ils se postèrent sur son flanc gauche à Niemes320-1 et lui gagnèrent une marche sur Gabel, où 4 bataillons prussiens avaient été postés pour faciliter les convois de Zittau d'où l'armée tirait ses vivres. La ville de Gabel fut attaquée par 20,000 hommes et emportée,320-2 ce qui obligea notre armée de décamper et de prendre le chemin de Rumburg pour gagner Zittau. L'armée y passa, mais elle y perdit beaucoup de bagage et ses pontons, à cause que les voies de nos voitures se trouvèrent trop larges et ne purent passer à travers des chemins étroits taillés dans le roc. Par la position des armées et par leurs marches, il se trouva que les Autrichiens avaient le chemin de la corde et l'armée de Prusse celui de l'arc à décrire, pour arriver à Zittau. Le général de Schmettau, qui avait l'avant-garde, trouva en arrivant auprès de cette ville que les Autrichiens s'étaient rendu maîtres de l'Eckartsberg, poste important qui domine la ville et commande les environs; il ne put que se poster au faubourg. Notre armée en arrivant occupa le terrain opposé à celui de l'ennemi, ayant sa droite vers Zittau et sa gauche sur la montagne de Hennersdorf. Dans cette situation la ville de Zittau paraissait assurée, ses bonnes murailles la mettaient à l'abri d'un coup de main, et il aurait fallu que l'ennemi ouvrît la tranchée pour la prendre. On prétend que ce fut par l'instigation des princes de Saxe320-3 que les Autrichiens la bombardèrent.320-4 Les rues y sont étroites, et il y avait beaucoup de maisons couvertes en bardeau; le feu gagna bientôt, les maisons s'écroulèrent, les toits de bois communiquèrent l'embrasement à tous les quartiers, et l'on fut obligé d'en retirer la garnison; ceux qui avaient occupé l'extrémité de la ville, ne purent sortir, à cause que les maisons écroulées avaient bouché le passage des rues, et le colonel Diericke avec 150 hommes du régiment des pionniers et le major Kleist avec 80 hommes du régiment du margrave Henri furent pris prisonniers.320-5

Sur cela, notre armée quitta Zittau et prit le camp de Bautzen. Dès que l'on fut informé à notre armée de Leitmeritz de la prise de Gabel, l'on se prépara à quitter la Bohême.320-6 On évacua Leitmeritz, après avoir transporté tous nos magasins en Saxe, et l'armée se campa auprès de Sullowitz. Le général Nadasdy, qui nous suivit, tenta d'attaquer nos grandes gardes dans ce camp, mais il fut repoussé avec perte.<321> Nous marchâmes à Hlinay, sans que M. le colonel Laudon qui commandait les pandours, osât se montrer. De là nous prîmes la route de Nollendorf. L'ennemi attaqua le poste de Schreckenstein, défendu par 200 hommes de nouvelles levées, et l'emporta. Nous évacuâmes ensuite Tetschen321-1 et Aussig, et l'armée se campa à Cotta. Le Roi passa l'Elbe à Pirna et joignit avec un détachement l'armée de Bautzen; il poussa au Wassenberg,321-2 où les généraux Beck et Hadik et autres, dont les noms nous sont inconnus, furent fort mal traités par nos troupes légères. Nous restâmes dans ce camp, pour mettre la dernière main à nos arrangements, jusques au 15321-3 d'août.

Le 16, le Roi et l'armée marchèrent à Bernstadt, où l'on fit beaucoup de prisonniers sur le général Beck, et où l'on lui enleva ses équipages. A notre arrivée à Bernstadt, nous apprîmes qu'un corps d'Autrichiens se trouvait à Ostritz. On détacha sur-le-champ le colonel Werner, qui manqua de peu le général Nadasdy, mais lui enleva tous ses équipages321-4 et fit beaucoup de prisonniers. Le 17, on marcha à l'ennemi, moins dans l'intention de l'attaquer que de lui prendre la ville de Gœrlitz.321-5 Nous trouvâmes effectivement que son poste était inattaquable. Sa gauche était flanquée par une montagne garnie de 60 canons, sa droite était appuyée à la rivière de Neisse, au delà de laquelle campait sa réserve, qui avait garni toutes les hauteurs qui flanquaient sa ligne, de canons. Devant son front se trouvait le village de Wittgendorf,321-6 situé dans un fond où coulait un ruisseau dont les bords étaient très escarpés, et au travers duquel il n'y avait que trois passages de la largeur des chemins ordinaires. On fit passer la Neisse à Hirschfelde, le 18, à un corps sous les ordres du général de Winterfeldt,321-7 mais le terrain se trouva plus difficile encore de l'autre côté de la Neisse que de celui-ci.

Le 20, nous décampâmes,321-8 après avoir occupé Gœrlitz, que l'ennemi abandonna. Nous n'avons vu dans toute notre marche qu'une centaine de pandours, qui, quoiqu'ils eussent des bois qui les favorisaient, n'ont pas eu le cœur de se montrer321-9 ou d'agir tant soit peu vigoureusement. L'armée se campa depuis Bernstadt, sur les hauteurs de Jauernick jusqu'à, la Neisse, où le camp du général Winterfeldt commençait en s'étendant à Radmeritz.

<322>

Le 25, le Roi quitta cette armée et marcha avec un détachement vers Dresde.322-1

Nach der von Eichel au Podewils übersandten Abschrift. 322-2


9308. AU PRINCE DE PRUSSE A DRESDE.

[Dresde,] 30 [août 1757].

Mon cher Frère. Vous ne pouvez aller en sûreté qu'à Torgau. Il faut partir demain, pour vous y rendre, et vous attendrez là la fin de notre campagne. Je suis, mon cher frère, votre fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9309. AU MINISTRE D'ÉTAT COMTE DE FINCKENSTEIN A BERLIN.

[Camp près de Dresde, 30 août 1757.]322-3

Je vais marcher contre les Français et les troupes de l'Empire. J'espère de les accoster le 13 ou le 14 et de vous en rendre bon compte. La Lusace me paraît de même à l'abri, ainsi vous n'avez à craindre à Berlin que du côté de la Poméranie. J'espère que les arrangements que l'on a pris à Stettin,322-4 ralentiront un peu l'empressement des Suédois; enfin, arrive ce qui pourra, soyez sûr que, de mon côté, je ferai l'impossible pour réussir. Le mois de septembre décidera de notre sort pendant l'hiver. Adieu.

Je ne crains point la paix d'Hanovre, au contraire, cela brouillera les Français et les Autrichiens.322-5 Adieu.

Federic.

Nach dem Concept. Eigenhändig.


9310. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN AFFAIREN.

<323>

Podewils und Finckenstein berichten, Berlin 2. August: „Votre Majesté aura reçu une lettre du duc de Gotha322-6 dans laquelle ce Prince, en La remerciant de la promesse qu'Elle lui a faite

[Dresden, 30. August 1757.]322-7

Ist ganz gut; sobald das Geld, so, wie Ich höre, zu Berlin ist, ausgezahlet sein wird.

de faire relâcher le sieur de Lyncker,323-1 président de la chambre des finances d'Erfurt pour l'électeur de Mayence, La supplie de vouloir bien effectuer cette promesse, puisque l'intercession de l'électeur de Mayence lui serait d'une grande utilité, dans la situation critique où il se trouve, menacé d'un côté par les Français et de l'autre par les troupes des Cercles.“

 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs.


9311. AN DEN ETATSMINISTER GRAF PODEWILS IN BERLIN.

Dresden, 30. August 1757.

Wegen des einliegenden Schreibens von des Herrn Landgrafen von Hessen-Cassel Durchlaucht,323-2 so des Königs Majestät mit Sich hieher gebracht haben, ohne solches vorhin beantworten zu können, haben Sie befohlen, dass Ew. Excellenz selbiges auf das polieste und mit der grössesten Verbindlichkeit beantworten, des Landgrafen Durchlaucht über Dero Fermeté ein flatteuses Compliment machen und sonsten des beständigen Attachements von Sr. Königl. Majestät versichern lassen möchten, als welche auch Dero justes Verlangen von der Kron Engelland durch Ihren Minister zu London gerne bestens appuyiren lassen würden. Wie dann auch an den Michell deshalb convenablement rescribiret werden solle.323-3

Im übrigen aber und da durch den Absprung des hannoverschen Ministerii die Sachen eine andere Face zu bekommen schienen, und man nicht wüsste, wie weit der König von Engelland darin entriren, noch wie die Engelländer und das englische Ministère es ansehen würden, so dörfte man wohl nöthig haben, alles dieses erst abzuwarten, indess Se. Königl. Majestät noch hofften, dass aus diesem separirten Frieden nichts werden würde, da Frankreich seine Absichten auf einen Generalfrieden habe323-4 und also von solchem separirten Frieden werde schwerlich etwas wissen wollen.

Eichel.

Nach der Ausfertigung.


9312. AN DEN ETATSMINISTER GRAF FINCKENSTEIN IN BERLIN.

Tannenberg, 31. August 1757.

Auf Sr. Rönigl. Majestät allergnädigsten Befehl soll ich Ew. Excellenz beiliegende Originalpiecen (fünf Stück)323-5 communiciren, von wel<324>chen Deroselben, und wie dieselbe in unsere Hände gerathen seind, auch welchergestalt der Herr Obriste von Finck zu Dresden solche der Königin von Polen Majestät aus denen Originalien vorlesen müssen, bereits vorhin schon etwas gemeldet habe.324-1

Sr. Königl. Majestät Intention bei Uebersendung dieser Piecen ist sonsten, dass Ew. Fxcellenz solche in extenso drucken und publiciren lassen sollen, damit dadurch die ganze Welt von denen übelen Procédés des dresdenschen Hofes überzeuget werde, und was vor eine übele Correspondance solcher, aller gegebenen Versicherungen ohnerachtet, mit denen Feinden Sr. Königl. Majestät unterhalte. Was vor ein Rubrum oder Titel solchen Impressa zu geben, solches muss ich Ew. Excellenz überlassen.324-2 Inzwischen Deroselben zu Dero Direction nicht ohnangezeiget lassen kann, wie des Königs Majestät vor Dero Abmarsch von Dresden den in gedachter Correspondenz mit begriffenen dresdenschen Kammerjunker Otto von Schönberg arretiren und gegen den Abmarsch zu Sich nach Dero Hauptquartier bringen, auch darauf an Hand und Fuss schliessen lassen, so dass er solchergestalt den heutigen Marsch hieher zu Fusse hinter einem Bataillon mit thun müssen, auch auf die Art noch weiter fortgebracht werden soll, bis Se. Königl. Majestät ihn weiter durch ein Commando nach Spandau schicken lassen können. Er suchet sein begangenes Vergehen mit Schreibung derer Umstände, so in seinem Briefe an den bei den österreichschen leichten Truppen stehenden Obristen von Laudon [enthalten], damit zu entschuldigen, dass er solches auf Befehl und als ein Bedienter Sr. Königl. Majestät Seiner allergnädigsten Frauen gethan, welches man an seinem Orte gestellet lassen muss, und welches, wann es wahr ist, gegen ihn ein so hartes Procédé nicht verdienet haben, vielmehr ihm zu einer legitimen Entschuldigung dienen dörfte, obgleich die Königin, dass er solches auf sie werfen wollen, nicht allerdinges zufrieden sein möchte. Dass er aber ausserdem den jungen Grafen von Frankenberg, der als Officier von Sr. Königl. Majestät Armee nach Dresden gekommen und wegen Ohnpässlichkeit und Schwachheit daselbst geblieben war, vor sich, und also nicht befehlsweise von der Königin, debauchiren, zur Desertion behülflich sein, ihn mit seinem Domestiquen und vielleicht eigenen Gespann nach dem Obristen Laudon schicken, an solchen zur weiteren Fortschaffung recommandiren und gedachten jungen Grafen Frankenberg<325> dadurch auf eine so besondere Art von seinem Eide und Vasallenpflicht abwendig machen wollen, auch es wirklich vollstrecket hat, solches ist von dem von Schönberg criminell gehandelt und meritiret oder entschuldiget wenigstens den sich und seiner Naissance und Qualité zugezogenen Affront, da in Sachsen die wiederholten Edicte schon in vorigem Winter öffentlich publiciret worden,325-1 dass der oder diejenige, ohne Ausnahme des Standes oder der Person, so jemanden von denen preussischen Truppen zur Desertion anräthig, behülfhch oder mit Rath und That an die Hand gegangen sein würde, ohnausbleiblich mit der Strafe des Stranges beleget werden sollte.

Ich wünschete daher auch wohl, dass, damit dieser criminelle Umstand etwas in die Augen geben möchte, in dem unter denen anderen zu druckenden Briefe von ihm mit etwas weniges grösseren Lettern als die anderen Umstände gedrucket werden möchte. Ew. Excellenz habe diese Umstände nur zu Dero eigenen beliebenden Direction melden, obstehendes aber auf Sr. Königl. Majestät Befehl anzeigen sollen.

Eichel.

Nach der Ausfertigung.


9313. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN IM LAGER BEI BIESNITZ.

Im Lager bei Tannenberg, 31. August 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich lieber Vetter. Ich danke Ew. Liebden wegen des Einhaltes von Dero Schreiben vom 28. dieses. Wenn Dieselbe Sich gegen Görlitz zurückziehen werden, so glaube Ich, dass Sie Sich wegen des Nadasdy wohl werden in Acht nehmen müssen, damit selbiger nichts auf Sie tentiren kann.

Ich habe erst den 1. September von Dresden abmarschiren wollen, bin aber nun schon den 31. dieses marschiret und habe eilen müssen, da der Feind sich mehr und mehr mit seinem Corps näher vorziehet und der Gegenden Halle und Leipzig herum leichte Truppen schwärmen lasset Ich hoffe, dass alles recht gut gehen wird. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.


9314. AU MINISTRE D'ÉTAT COMTE DE FINCKENSTEIN A BERLIN.

Quartier de Tannenberg, 31 août 1757.

Mon cher comte de Finckenstein. Le chasseur auquel vous avez confié la lettre que vous m'avez faite du 26 de ce mois, vient d'arriver ici et me l'a fidèlement rendue. Je vous sais gré des choses que vous<326> m'y avez marquées;326-1 en attendant, vous devez être parfaitement tranquille, car, pourvu que vous n'ayez rien à craindre des Suédois, et que ceux-ci ne vous troubleront pas, vous n'aurez rien à appréhender de ce côté-ci.

J'espère que ma lettre chiffrée, partie hier de Dresde,326-2 vous sera heureusement arrivée. Quoique les choses paraissent être bien brouillées dans le moment présent, cependant, elles ne sont pas arrivées au point que vous devez les tenir pour perdues, et la face s'en pourra bientôt changer.

Remerciez le sieur de Hertzberg de son intention bonne et fidèle, en m'envoyant sa lettre du 26 de ce mois.326-3

Ayez soin que mes lettres de Berlin soient dirigées présentement par Wittenberg et Halle, afin qu'elles me parviennent, par cette route, au camp où je me trouverai. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

N'ayez pas tant peur, rien n'est désespéré ni perdu; tant que je serai en vie, je tiendrai bon et me défendrai comme un lion; si c'en est fait de moi, alors ce n'est plus mon affaire, mais je vous assure qu'après avoir lu et bien relu votre lettre, je ne crains rien encore.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.


9315. AU SECRÉTAIRE MICHELL A LONDRES.

Quartier de Grimma, 4 septembre 1757.

Votre rapport du 19 d'août m'est heureusement parvenu, avec cette déclaration impertinente et pleine d'arrogance que le prince Golizyn a remise au ministère britannique.326-4 Le malheur dans ceci, comme en bien d'autres choses, est qu'on a de la part de l'Angleterre attendu trop longtemps pour se déterminer à agir efficacement et avec vigueur, de sorte que je crains qu'on n'ait de la peine à présent à rétablir les affaires et à regagner la supériorité. Voilà le mois de septembre où nous venons d'entrer, qui sera absolument décisif pour les affaires d'ici, et comme je suis en marche contre les Français et les troupes soi-disant de l'Empire, avec un corps d'armée, après avoir laissé un autre dans la Lusace326-5<327> pour observer les mouvements de l'armée autrichienne toujours campée près de Zittau, il faudra voir comment les choses se décideront.

Federic.

Nach dem Concept.


9316. AU COLONEL DE BALBI.

[Quartier de Grimma, 4 septembre 1757].327-1

Je vous compte d'être arrivé heureusement à Neuwied.327-2 C'est pourquoi je vous fais cette lettre, pour vous dire que le chasseur Nadeler, que j'avais envoyé en exprès au comte de Neuwied, a eu le malheur, à son retour, de tomber entre les mains des hussards autrichiens, qui sont entrés dans la petite ville d'Oschatz en Saxe, dans le moment où il en a voulu partir pour aller à moi. Malgré qu'il s'est qualifié pour un commis de marchand, et qu'il a eu même l'adresse de jeter sa lettre dans quelque tonneau, cependant, après que les hussards n'ont point trouvé des lettres sur lui, ils ont fait tant de recherches et ont maltraité le maître de poste, jusqu'à ce qu'à la fin ils se sont aperçus de la lettre dans le tonneau, en sorte que le courrier et la lettre ont été pris et amenés.

Voilà un avis que je viens de recevoir dans ce moment-ci. Il sera absolument nécessaire que vous en avertissiez incessamment le comte Neuwied, pour qu'il prenne ses mesures là-dessus et se précautionne contre tout accident qui lui saurait arriver, quand la cour de Vienne sera informé des bonnes intentions du Comte, mais surtout si le contenu de sa lettre a été de quelque importance,327-3 dont sans doute il vous fera communication. Je suis extrêmement embarrassé de ce fâcheux et malheureux contre-temps, étant actuellement en marche contre les troupes françaises et de l'Empire, qui s'assemblent dans la Thuringe pour envahir la Saxe, et pouvant faire une faute très innocemment, si tant est que la France a goûté la proposition du Comte.

Federic.

Nach dem Concept.


9317. AU MINISTRE D'ÉTAT COMTE DE FINCKENSTEIN A BERLIN.

Grimma, 4 septembre327-4 [1757.]

Je suis informé qu'un parti français est entré dans le pays de Halberstadt, on le dit fort de 7000 hommes. Peut-être n'est-ce que la<328> moitié. Auprès d'Erfurt les troupes de l'Empire s'assemblent pour se joindre aux français. Mon armée n'est forte que de 20,000 hommes. Je ne saurais me partager, sans me perdre. Si je me tourne du côté de Halberstadt, l'armée de l'Empire me vient à dos, et j'attire toute la guerre dans mon pays. J'ai donc pris la résolution de marcher à cette armée pour la combattre. Si je réussis, je reviendrai sur mes pas à Leipzig, et de là je détacherai pour le pays de Halberstadt ce que je croirai nécessaire. Voilà tout ce que je puis faire de mieux dans la malheureuse situation où je suis, et je vous en informe, pour que vous sachiez les raisons qui me déterminent de prendre de deux mauvais partis le moins mauvais.

Federic.

Nach dem Concept. Eigenhändig.


9318. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

[septembre 1757.]328-1

Si les Français n'ont pas fait de traité avantageux avec les Autrichiens,328-2 je les trouve plus fols que tout ce qu'on avait pu imaginer. Ils m'auront sacrifié de gaieté de cœur, et j'ose prédire qu'il ne leur sera pas facile de réparer ma perte. Je suis ici à lutter contre ma mauvaise fortune; j'ai eu tout plein d'avantage dans des bagatelles, les petites choses me réussissent, et je manque toutes les grandes. Je me retirerai vers la Saxe les derniers jours de ce mois, pour voir où mon étoile errante trouvera à propos de me conduire encore; je crains bien qu'alors notre correspondance ne soit entièrement interrompue.

Le calcul des forces autrichiennes et des miennes est assez exact par malheur.328-3

Je m'étonne que l'homme à Paris n'écrive point et ne donne pas le moindre signe de vie, il y est pourtant depuis assez longtemps.

[Fededric.]

Nach dem Concept. Eigenhändig. 328-4

<329>

9319. AN DEN OBERST VON FINCK IN DRESDEN.

Rötha, 5. September 1757.

Mein lieber Obrister von Finck. Ich habe den Einhalt Eures Berichtes vom 4. dieses ersehen und bin davon ganz wohl zufrieden gewesen. Sonsten dienet Euch nur noch zu Eurer Nachricht, dass der Obrister Laudon mit seinem Corps von ohngefär 2000 Mann nicht dorten ist, sondern hier vor Mir stehet, und Ihr also von der Seite nichts sonderliches zu besorgen haben werdet. Ich bin Euer wohlaffectionirter Rönig

Friderich.

Die charmante Canaillen vom Paschkapolo329-1 haben solche Amitié vor uns, dass sie mir nicht verlassen; ich habe sie hier alle um und vor mir. Also wann was nach Dresden kömmt, so muss es ein ander Geschmeisse von die Grasteufels seind.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.


9320. A LA REINE DE SUÈDE A STOCKHOLM.

Rœtha, du côté de Leipzig, 5 [septembre329-2 1757].

Ma très chère Sœur. J'ai reçu aujourd'hui la lettre que vous avez eu la bonté de m'écrire, par le comte Solms. Je crois que le canal de la princesse de Zerbst sera à tout égard le plus sûr.329-3 Nous allons ferrailler dans quelques jours contre Dieu sait qui. J'appelle messieurs mes ennemis krethi et plethi; j'en ai de tous les côtés et en grand nombre, mais je leur résisterai, tant qu'il me restera un souffle de vie, et certainement ils ne m'auront pas gratis, si mon destin est de succomber. Il y aura beaucoup de ces canailles qui ne s'y attendent pas que je [les] enverrai auparavant au diable. Voilà, ma chère sœur, un abrégé de ma situation présente et de ma façon de penser. Quoi qu'il arrive, souvenez-vous, je vous prie, d'un frère qui vous a bien aimé, et qui est avec une parfaite tendresse, ma chère sœur, votre très fidèle serviteur et frère

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.

<330>

9321. A LA PRINCESSE AMÉLIE A BERLIN.

Rcetha, à deux milles de Leipzig, 6 septembre 1757.

Ma chère Sœur. Vous devriez sans doute être étonnée de me voir faire le métier de chevalier errant, si vous ne saviez pas les raisons et les malheurs qui m'y obligent. J'ai voulu attaquer l'armée autrichienne à Zittau, mais l'impossibilité en était si visible que, sans vouloir exposer l'armée à une boucherie inutile, je ne pouvais pas l'entreprendre; de là je suis venu errer ici où je trouve une armée en front et un corps de 3000 Français à Halberstadt. Après de mûres réflexions, j'ai pris le parti de marcher à l'armée d'Erfurt, sûr qu'après les avoir vaincus, je chasserai bientôt Fischer et son parti du pays de Halberstadt.

Voilà, ma chère sœur, où nous en sommes; je vous prie, ne faites pas tant de vœux pour mon existence, les morts ne sont pas tant à plaindre que les malheureux. Je marche demain, et je crois de me trouver le 12 ou le 13 en présence de mes nouveaux ennemis; soyez persuadée que je n'épargnerai rien pour vaincre ou mourir. Voilà tout ce que je puis vous dire, vous assurant de la tendresse infinie avec laquelle je suis, ma chère sœur, votre fidèle frère et serviteur

Federic.

Je vous envoie une élégie que j'ai faite dans le tumulte de nos camps, adressée à ma sœur de Baireuth.330-1

Nach eioer Abschritt im Grossherzogl. Hausarchiv zu Darmstadt. Die Abschrift von der Hand der Prinzessin Amalie.


9322. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN.330-2

Quartier Rötha, 6. September 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich habe Ew. Liebden Schreiben vom 3. dieses erhalten und bin von allen Dero gemeldeten Veranstaltungen recht sehr wohl zufrieden gewesen. Ich glaube inzwischen noch nicht, dass der Feind so sehr heftig und beissig sein werde, als es von ihm gesaget werden wollen.330-3 Was die übrigen berührten Umstände anbetrifft, da werden Ew. Liebden erachten, wie<331> Ich jetzo ausser Stande bin, Deroselben darunter zu helfen; Ich begreife auch gar nicht, was den Prinzen von Braunschweig so späte und lange aufgehalten haben kann, und sollte Ich glauben, dass er schon den 4. dieses in Görlitz angekommen sein müsse und eingetroffen sein werde, welches fast nicht fehlen kann.

Wegen alles übrigen hat Mir sonsten der Minister von Schlabrendorff geschrieben, dass er seines Ortes alles, was Ew. Liebden nur von ihm verlanget, parat habe. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Hier habe ich die Hände voll zu thun; aber seind Sie nicht besorget, ich will mir schon durchbeissen. Dieses wird wohl in zehn Tage der einzige Brief seind, den Sie von mir kriegen werden. Wir entfernen uns anjetzo immer mehr und werde Ihnen nichts bekannt machen, bis was decidiret ist. Adieu.

Es ist eine verflogene Zeitung, als wann der Cumberland die Franzosen soll geschlagen haben. Wer weiss!

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.


9323. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT.331-1

Lehwaldt meldet, Lager bei Paterswalde331-2 1. September: „Ew. Königl. Majestät allergnädigst mir öfters geäusserten Intention331-3 gemäss habe ich bisher nach dem Zeugniss der hiesigen sämmtlichen Generalität alles gethan, um zu suchen den Feind zu attaquiren und zu schlagen, wegen dessen avantageuse Positions und ungemein starken Retranchements aber niemals dazu gelangen können. Ich erhielte den 28. die Nachricht, dass sich der Feind mit seiner Armee über den Pregel nach Norkitten gezogen und noch nicht verschanzet hätte. Ich brach daher mit unserer Armee sogleich auf und nahm mein Lager jenseit des Pregels, so dass der linke Flügel Piaten, der rechte aber Ranglacken im Rücken hatte, und Puschdorf vor der Fronte lag. Weil der Feind beständig seine Menge leichter Truppen vor sich hielte, so war es nicht möglich, mit kleinen Detachements ihn zu recognosciren. Ich schickete deshalb den 29. August den Generallieutenant von Schorlemer mit 20 Escadrons Dragoner vorwärts, um die Situation des Feindes eigentlich zu erfahren, währender Zeit die hiesige Armee in ordre de bataille aufmarschirt stand, um den Feind anzugreifen, wann man ihn zur Attaque gemäss träfe. Der Generallieutenant Schorlemer drang durch die feindliche leichte Truppen durch und hatte Gelegenheit, so viel zu observiren, dass der linke Flügel der feindlichen Armee unter Apraxin Uderballen vor sich und die Flanke mit drei Redouten gedecket hatte. Der rechte Flügel aber, so sich nach Norkitten erstreckte, konnte nicht eigentlich, so wenig als dessen Retranchements, wahrgenommen werden. Es wurde daher resolviret, den Tag darauf, als den 30., den Feind zu attaquiren.

Wir waren so glücklich, dass wir ihre Cavallerie vom linken Flügel schlugen, drei Batterieen, jede von 5 bis 6 Canons, überstiegen, den General Lapuchin und seinen Obristen gefangen nahmen und über eine Menge von Leichen, insbesondere<332> von Artilleristen, weiter avancirten und auf die Mitte des Feindes und dessen rechten Flügel dringen mussten. Hier fanden wir aber von beiden Seiten lauter mit schwerer Artillerie garnirte Retranchements, Grabens von ungemeiner Tiefe und in dem Walde bei Daupelken drei Batterieen hinter einander. Alles dieses würde man dennoch zu übersteigen gesuchet haben; allein die Garnisonregimenter aus dem Hintertreffen schiessen aus einer fatalen Bévue auf die Vorderlinie, feuern auf unsere eigene Leute und erregten dadurch nicht allein die Confusion, sondern auch, dass man [, da man] an 20 Mann hoch stand, daher durch das unglaubliche Kartätschenfeuer desto mehr litte. Es war nicht mehr möglich, die Leute von der Retraite abzuhalten, und ich musste mich zurückziehen und das hiesige Lager zwischen der Alle und dem Pregel nehmen. Beide vorher gemeldete Kriegsgefangene machten sich hiebei, da [wir] sie in Ermangelung der Wagens nicht gleich anfangs fortschaffen können, aus unsern Händen los, und zwar Lapuchin mit Zurücklassung seines Ordens vom Alexander-Newski, welchen er dem Unterofficier, so ihn zum Gefangenen gemachet, zur Versicherung seines Verbleibens eingeliefert. Unsern Verlust kann noch nicht bestimmen; höchstens ist derselbe an Todten, Blessirten und Vermisseten etwa über 3000 Mann. Der Feind hingegen muss dreimal so viel verloren haben, da alle Batterieen, die wir erstiegen, und die Oerter, wo wir avanciret, voller Leichen hoch auf einander lagen, der Feind uns auch nicht verfolgete. Unsere Infanterie hat Wunder, die Cavallerie ungemein brav und die Generalität insgesammt alles gethan, was man von ihnen nur erwarten konnte, und der Sieg ist auf die Seite des Feindes bloss ausgefallen wegen seines entsetzlich festen Lagers und unserer Garnisonregimenter unglücklicher Bévue. Der Feind war über 100,000 Mann in dieser Bataille stark, und seine Artillerie bestand aus mehr als 100 Stücken.“ Der Generallieutenant Graf Dohna sei verwundet, Major Goltz332-1 sei gefallen.

„Ew. Königl. Majestät muss aber wiederholentlich pflichtschuldigst anzeigen, wie meinen Körper kaum mehr tragen kann und meine Gemüthskräfte so abgenommen, dass ich unter der Last des hiesigen Commandos bei der Armee beinahe unterliege und daher allerunterthänigst bitten muss, Ew. Königl. Majestät wollen die Gnade haben, jemand anhero zu senden, der solches entweder übernehme oder mir assistire. Inzwischen werde meine noch wenige übrige Kräfte so lange zu Ew. Königl. Majestät Dienst mit der allervollenkommensten Treue aufopfern.“

Quartier Rötha, 6. September 1757.

Ich habe Euer Schreiben vom 1. dieses heute allhier wohl erhalten. Ihr werdet leicht erachten, wie sehr Mich das Unglück betrübet hat, so Ihr Mir darin von der vorgefallenen facheusen Affaire mit den Russen gemeldet habt. Indessen sehe Ich so viel daraus, dass es an Euch und an Eurer guten Conduite und Bravour nicht gelegen hat, wenn die Sache nicht einen glücklicheren Ausschlag genommen; dahero Dir Euch auch deshalb nicht niederschlagen lassen, sondern nur fernerhin Muth und Contenance behalten, auch versichert sein sollet, dass dem ohnerachtet Ich Euer gnädiger König und Herr nach als vor sein und bleiben, auch Euch gewiss über Euer gutes Betragen Justice thun werde. Da inzwischen das Unglück einmal geschehen ist, so ist nichts anders zu thun, als dass Ihr Euch nur recolligiret und alles bestmöglich zu redressiren suchet, dabei Stich haltet und dorten noch alles, was zu con<333>serviren ist, zu defendiren und zu conserviren Euch angelegen sein lasset. Ich schicke Euch den Obristlieutenant und Flügel[adjutanten] von Stutterheim hin, um Euch dessen statt des gebliebenen Major Goltz zu bedienen; noch einen General kann ich Euch vor der Hand nicht schicken. Was Ich Euch hauptsächlich recommandire, ist, dass Ihr zuvorderst die Sache nicht sehr zu Herzen nehmen, sondern es als ein Unglück, so im Kriege arriviren kann, ansehen, demnächst aber denen Officiers und Leuten von Meinen dortigen Truppen allen Muth einsprechen sollet, damit sie die Köpfe nicht hängen lassen; da Ihr sie begreifen machen müsset, dass die Affaire eine abgeschlagene Attaque, aber nicht verlorene Bataille wäre, und dass deshalb noch gar nicht alles verloren sei; wie Ihr denen Leuten denn den Muth souteniren müsset, so viel Ihr könnet.

Friderich.333-1

Nach dem Concept.


9324. AN DEN KAMMERGERICHTSRATH VON EICKSTEDT.333-2

Quartier Rötha, 6. September 1757.

Vester, besonders lieber Getreuer. Ohnerachtet Ich Euch schreiben lassen, dass Ihr nur wiederum von Leipzig abreisen und zurück nach Berlin gehen könntet, so ist dennoch Mein anderweiter Wille, dass Ihr noch vor der Hand zu Leipzig bleiben und allda ein Schreiben von dem halberstädtschen Kammerdirector Dieterich abwarten sollet. Wenn Ihr solches nebst einem gewissen Pass erhalten haben werdet, alsdann und nicht eher, als welches Ich Euch hierdurch exprès verbiete, sollet Ihr einhegende Meine an Euch gerichtete Ordre333-3 allererst erbrechen und Euch nach deren Einhalt ponctuel richten, auch alles dasjenige prompt vollenziehen, was Ich Euch darin befohlen habe. Wornach Ihr Euch dann wohl zu achten habet. Es verstehet sich auch übrigens von Selbsten, dass, daferne Euch diese Meine Ordre nicht mehr zu Leipzig fände, sondern Ihr von dort schon abgereiset wäret, Ihr alsdenn von dem Orte, wo Euch diese Meine Ordre treffen möchte, wiederum dahin zurückreisen, auch Euren bisher gebrauchten Chiffre mitnehmen, im übrigen aber auch bei Eurer Retour dahin wegen der Sicherheit des Weges auf Eure Précautions denken und insonderheit angelegte Ordre an Euch<334> in keine fremden Hände kommen, überhaupt aber diese Meine Ordre geheim halten und dissimuliren müsset. Ich bin Euer wohlaffectionirter König

Friderich.

P. S.

Sollte Euch gedachter Director Dieterich schreiben, dass die ihm anbefohlene Sache nicht reussiret wäre, sondern ein gewisser Passeport abgeschlagen worden sei, so habt Ihr alsdenn auch solchenfalls die Einlage zu erbrechen und in Conformité des darin befindlichen Postscripti zu verfahren.

Nach der Ausfertigung.


9325. INSTRUCTION VOR DEN KAMMERGERICHTSRATH VON EICKSTEDT.

Rötha, 6. September 1757.

Sobald Euch der halberstädtsche Krieges- und Domänen-Kammer[director] Dieterich nach der demselben ertheileten Ordre einen Passeport von dem Maréchal Duc de Richelieu zugesandt haben wird, so sollet Ihr sogleich mit solchem Passeport, so viel als nur in der Welt möglich ist, ohnvermerket und in aller Stille von Leipzig abreisen und gerades Weges nach dem Duc de Richelieu ohnerkannt und unter dem in dem Passeport benannten Namen gehen.

Bei Eurer Ankunft des Ortes, wo er sich zu der Zeit befinden wird, lasset Ihr Euch bei solchem convenablement melden und um eine Privataudience ansuchen. Sowie Euch die Stunde dazu gegeben worden sein wird, und Ihr solchen alleine sprechen werdet, übergebet Ihr ihm beiliegendes Schreiben334-1 nebst einem obligeanten und convenablen Compliment von Mir und erwartet, was er Euch nach dessen Durchlesung sagen wird.

Sollte derselbe sich gegen Euch herauslassen, wie dass er autorisiret sei, Propositiones und Vorschläge gegen Mich zu thun, so habt Ihr ihn zu ersuchen, solche Propositiones oder Conditions gegen Euch zu äussern und Euch solche zu confiiren; da Ihr denn solchenfalls Euch selbige wohl zu notiren und ad referendum zu nehmen habet, um Mir selbige getreulichst zu melden. [Sollte] er sich hergegen gegen Euch äussern, dass er dazu nicht autorisiret sei, noch die Intentions seines Hofes ihm bekannt wären, so habt Ihr ihn von Meinetwegen zu ersuchen, dass er sogleich deshalb an seinem Hofe, und wohin er es am convenablesten erachtete, schreiben und dessen Instruction darüber und die erforderliche Autorisations einholen möchte, um Euch hiernächst davon Communication zu thun, inzwischen und bis zu deren Einlangung<335> Ihr Euch an einem dritten von ihm allenfalls selbst zu wählenden Orte aufhalten und das grosseste Incognito observiren würdet.

Ihr werdet selbst erachten, wie dass diese Eure Commission das allergrösseste Secret erfordert, und dass davon nichts in das Publicum glissiren, noch Ihr einmal soupçonniret werden müsset; daher Euch solches auf Ehre, Pflicht und Reputation eingebunden wird.

Ihr müsset Euch daher bei Eurer Abreise von Leipzig auch nur ganz schlecht und simpel kleiden und keinen von Euren bisherigen Domestiquen mitnehmen, um überall ohnerkannt zu bleiben. Zu Euren an Mich zu erstattenden Berichten bedienet Ihr Euch Eures bisherigen Chiffres.

Friderich.

P. S.

Wenn Ihr von dem halberstädtschen Kammerdirector Dieterich einen Passeport zu der Euch committirten Reise unter dem Namen le sieur de Düringshofen empfangen solltet, so habt Ihr Euch daran gar nicht zu stossen, sondern Eure Reise auch unter solchem Namen anzutreten, um so weniger unterwegens und sonst erkannt zu werden. Sollte aber der Passeport wider Vermuthen gar refusiret werden und Euch der halberstädtsche Kammerdirector solches schreiben, alsdenn ist Meine Intention, dass Ihr zwar vor Eure Person zurückbleiben, allenfalls auch zurückgehen könnet, Ihr sollet dem ohnerachtet aber den eingeschlossenen Brief an den Maréchal Duc de Richelieu per Estafette, oder wie Ihr es am sichersten finden werdet, an ihn abgehen lassen, damit er ihm dem ohnerachtet zu Händen komme.

In erwähntem Briefe habe Ich Euch selbst an den Maréchal accreditiret und den von Eickstedt genannt. Sollte die Sache von Success sein und es zur Negociation kommen, so könnet Ihr den Maréchal versichern, dass Ich auf erhaltene Nachricht von Euch deshalb, es sei nun Euch oder auch, wenn darauf insistiret werden wollte, eine Person von höherem Range zu schicken, zu solcher Negociation mit ausführlichen und formellen Pleinpouvoirs versehen würde. Damit Ihr auch endlich wisset, worauf das ganze Sujet dieser Sache roulire, so dienet Euch zu Eurer Direction, dass Ich den Frieden antragen lasse und durch Euch den Maréchal über die Conditions und Propositions, wie man solchen zu schliessen vermeinet, sondiren lasse, alles in Conformité dessen, so Ich Euch in dieser Instruction vorgeschrieben.

Nach der Ausfertigung.

<336>

9326. AU MARÉCHAL DE FRANCE DUC DE RICHELIEU.336-1

Rœtha, 6 septembre 1757.

Je sais, Monsieur le Duc, qu'on ne vous a pas mis dans le poste où vous êtes, pour négocier; je suis cependant très persuadé que le neveu du grand cardinal de Richelieu est fait pour signer des traités, tout comme pour gagner des batailles. Je m'adresse à vous par un effet de l'estime que vous inspirez à ceux qui ne vous connaissent pas même particulièrement. Il s'agit d'une bagatelle, Monsieur, de faire la paix, si on le veut bien. J'ignore quelles sont vos instructions; mais, dans la supposition qu'assuré de la rapidité de vos progrès, le Roi votre maître vous aura mis en état de travailler à la pacification de l'Allemagne, je vous adresse M. d'Eickstedt, dans lequel vous pouvez prendre une confiance entière. Quoique les évènements de cette année ne devraient pas me faire espérer que votre cour conserve encore quelques dispositions favorables pour mes intérêts, je ne puis cependant me persuader qu'une liaison qui a duré seize années, n'ait pas laissé quelques traces dans les esprits; peut-être que je juge des autres par moi-même, quoi qu'il en soit, enfin je préfère de confier mes intérêts au Roi votre maître plutôt qu'à tout autre. Si vous n'avez, Monsieur, aucune instruction relative aux propositions que je vous fais, je vous prie d'en demander et de m'informer de leur teneur. Celui qui a mérité des statues à Gênes,336-2 celui qui a conquis l'Ile de Minorque,336-3 malgré des obstacles immenses, celui qui est sur le point de subjuguer la<337> Basse-Saxe, ne peut rien faire de plus glorieux que de travailler à rendre la paix à l'Europe. Ce sera, sans contredit, le plus beau de vos lauriers. Travaillez-y, Monsieur, avec cette activité et cette promptitude qui vous font faire des progrès si rapides, et soyez persuadé que personne ne vous en aura plus de reconnaissance que, Monsieur le Duc, votre fidèle ami

Federic.

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 337-1


9327. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH.337-2

Nessa,337-3 8 [septembre 1757].

En arrivant ici, j'apprends avec certitude que les Autrichiens ont fait rompre le pont de Weissenfels. Je crois qu'ils en feront autant des autres. Pourquoi vous voudrez mener 30 pontons avec vous, qui suffisent pour deux ponts?

Aujourd'hui personne n'a montré le nez.337-4 Je crois que Messieurs de l'Empire ne sont pas encore arrangés, et que, pour gagner du temps, ils voudraient me disputer le passage de la Saale. Adieu.

Fededric.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9328. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT.337-5

Hauptquartier Naumburg, 9. September 1757.

Ich habe Euer Schreiben vom 3. dieses erhalten. Ich vermuthe gewiss, dass bei Einlaufung dieses Meines Schreibens an Euch der Euch zugesandte Obristlieutenant von Stutterheim bereits bei Euch angelanget sein, auch Euch schon Meine Antwort337-6 auf Euer Schreiben vom 1. dieses abgeliefert haben werde, dessen Einhalt Ich Euch denn nochmalen hiermit wiederholet haben will und bestens recommandire. Der Verlust des Major von Goltzen337-7 nebst anderen braven Officiers gehet Mir nahe, inzwischen, da es vor den Dienst des Vaterlandes und vor den Staat geschehen, so muss Ich Mich in dieser Absicht deshalb wieder consoliren, die Wiederbesetzung der vacanten Plätze Euch lediglich überlassen.337-8 Ich wünsche indess, dass es sich mit denen Blessirten und besonders mit dem Generallieutenant Graf Dohna,337-9 den Ihr alles Meines gnädigen Andenkens und Mitleidens versichern könnet, bald wiederum bessern möge, damit Ihr von ihm gute Assistance haben könnet.

<338>

Da Ihr auch Verhaltungsbefehle von Mir verlanget, was auf alle Fälle zu thun sei, so ist Mir zwar, wie Ihr erachten werdet, schwer, solches von hier aus zu thun;338-1 Ich kann Euch auch darauf nicht anders sagen, als dass Ihr dorten festhalten und rechtschaffene Contenance gegen den Feind ohnerachtet seiner Supériorité conserviren müsset.

Euch mit Eurem Corps d'armée in Königsberg zu werfen, solches wäre so gut, als alles verloren; denn es nicht möglich ist, dass die Cavallerie zumalen dort subsistiren kann. Daher es allemal besser ist, auf gute Posten zu denken und solche zu nehmen, um dem Feind dadurch seine Desseins zu verrücken und zu decken, was Ihr könnet; wie es denn besser sein wird, noch eine Action zu hasardiren als Euch in Königsberg einschliessen zu lassen, da alles verloren sein würde. Wenn Ihr den Feind auf der Plaine bekommen könnet, und unsere Truppen ihm unter die Canons sein, so sehe Ich nicht, was Euch der Feind wird thun können, der nunmehro weiss und erfahren hat, was vor brave Leute er gegen sich hat, die von ihm in der Plaine allemal Meister sein werden; nur warne Ich Euch, dass Ihr Euch von ihm nicht gegen Königsberg einschliessen lasset, obschon Ihr Königsberg zu decken suchen müsset.

Was Mich anlanget, so werdet Ihr bereits durch den Grafen von Podewils erfahren haben, dass, nachdem Ich die Position der ganzen österreichschen Armee bei Zittau vor ganz inattaquable gefunden, inzwischen aber die Franzosen sowohl als die Reichstruppen in Sachsen eingerücket seind, Ich gegen die erstern338-2 den Herzog von Bevern mit einem süffisanten Corps d'armée stehen lassen, um sowohl die Lausnitz als Schlesien gegen selbige zu decken; Ich aber bin mit einem besonderen Corps hieher marschiret, um sowohl dem der Gegend Erfurt anmarschirten Corps Franzosen als denen Reichstruppen auf den Hals zu fallen und solche auseinander zu preschen. Wovon Ich Mir bis dato allen guten Success verspreche, zumalen sich solche noch nit zusammen combiniret haben. Alsdenn Ich Meine Mesures nehmen werde, um Meine Provinzien der Gegend der Elbe gegen feindliche Einfälle zu versichern. Ich werde Euch von dem Success weiter benachrichtigen.338-3

Friderich.

Nach dem Concept.


9329. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Naumbourg, 9 [septembre 1757].

Ma chère Sœur. Je viens de recevoir votre lettre du 6, avec l'incluse de Voltaire. Vos réflexions sont très vraies; mais, ma chère sœur, la vérité n'est pas faite pour les hommes. Le peuple est mené par les<339> politiques, et il est toujours abusé par ceux qui veulent le tromper; ce n'est pas ma faute, il faut subir sa destinée. Quand l'Europe sortira de ses transports frénétiques, elle sera peut-être étonnée elle-même des excès où sa fureur l'a poussée; mais cela ne me fera peut-être alors ni bien ni mal.

J'ose vous envoyer une réponse pour Voltaire;339-1 daignez, je vous supplie, me marquer si vous avez reçu mon Épître,339-2 ou non.

Dans la situation présente, tout ce que je peux faire, ma chère sœur, c'est de me fortifier le plus que je peux dans la philosophie; jusqu'à présent, le malheur m'a roidi, au lieu de m'abattre. Les épreuves par lesquelles je passe, sont dures certainement; mais je me suis fait une raison sur tout ce qui peut m'arriver; je ne suis touché que de l'infortune d'un peuple que je devais rendre heureux. Enfin, ma chère sœur, il faut prendre patience et nager contre le torrent, tant qu'on en a la force. Je vous supplie de vous tranquilliser l'esprit; vos inquiétudes me sont précieuses certainement, j'y suis sensible, et je vous regarde comme le seul exemple d'amitié parfaite dans ce siècle corrompu; mais, en s'inquiétant, on ne change pas le destin, et, dans des circonstances où l'on doit s'attendre à tout, il faut se préparer à tout évènement. C'est, si vous le voulez, tirer sa consolation de la nécessité du mal et de l'inutilité du remède. Que faire, quand il n'en reste point d'autre? Je vous écrirais six pages, si je me livrais à mon penchant; cependant, je sens que je dois m'arrêter, pour que le paquet ne devienne pas trop volumineux. Mon cœur est plein de tendresse et de reconnaissance pour vous; soyez persuadé que, tant que je respirerai, le souvenir de tant de vertu restera gravé au fond de mon âme. Il m'est impossible de vous exprimer tout ce que je sens là-dessus, mais certainement, si je ne vous aimais pas depuis longtemps avec passion, comme frère, je vous adorerais comme le miracle, comme le Phénix de nos jours.

Vous ne pourrez recevoir de mes lettres que sous date du 15 de ce mois; nous sommes depuis quatre semaines par voie et par chemin,

22*<340> toujours sur pied et toujours en de nouveaux lieux. Nous avons fait une diligence qui surprend nos ennemis. Avant-hier et aujourd'hui les hussards autrichiens ont été malmenés; les Français ne se montrent pas, par grande prudence; je compte pourtant de les voir dans peu et de vous en donner des nouvelles. Adieu, mon adorable sœur, l'unique consolation qui me reste, mon seul espoir dans l'infortune; je vous embrasse du fond de mon âme.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9330. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

[Naumbourg, 10 septembre 1757].340-1

Je vous rends mille grâces des espérances que vous me donnez;340-2 quoique tout cela paraît un peu vague, il faut néanmoins dans les circonstances présentes se prendre à un cheveu, pour ne point se noyer. Nous allons ici en venir dans peu au dénouement. Les Français et les Cercles ne se sont pas joints encore. J'espère de passer demain la Saale, malgré les difficultés malentendues que me fait le prince de Hildburghausen. Les Français sont entrés dans le pays de Halberstadt, Lehwaldt a reçu un échec en Prusse; enfin, ma chère sœur, la crise ne saurait être plus grande qu'elle l'est à présent.

Dès que j'aurai quelque chose à vous écrire, vous pouvez compter que je le ferai; je vous supplie seulement pour Dieu de vous tranquilliser. J'espère qu'entre ci et le 15 je pourrai vous donner des nouvelles agréables, et que les chemins redeviendront ouverts entre ci et Baireuth.

La nouvelle qui regarde le maréchal de Belle-Isle, est très fâcheuse pour moi, mais quoi qu'il arrive, je n'abandonnerai pas l'espérance, à moins qu'il n'y en ait plus du tout. Puisse le Ciel être le rémunérateur de votre rare tendresse et de tant de vertus!

[Federic.]

Nach dem Concept. Eigenhändig. 340-3

<341>

9331. AU FELD-MARÉCHAL DE KEITH.341-1

Braunsroda, 11 [septembre 1757].

Dans ce moment, je reçois des avis, qui se confirment de tous les côtés, que l'ennemi a levé son camp d'Erfurt, et qu'il est marché à Eisenach,341-2 où je ne le suivrai pas. Ceci m'oblige de changer mes dispositions. Voici vos marches, mon cher maréchal, pour trois colonnes jusques à Buttstaedt où vous camperez. Vous laisserez le régiment de Brunswick, de Hülsen et d'Anhalt dans les villages voisins de Naumbourg, de ce côté-ci de la Saale, ainsi que les deux régiments de cuirassiers les plus harassés sous les ordres du général de Schœnaich. Ils n'ont d'autre commission que de bien manger, bien boire et bien nourrir leurs chevaux. Le général Grabow restera avec l'infanterie pour moi. Voyant qu'il n'y a rien à faire dans le grand, je vais travailler dans le petit, et j'espère de faire du bruit avec mon avant-garde, si ce n'est pas autre chose. Vous aurez un camp stable à Buttstsedt. Voilà tout ce que je peux vous écrire pour le présent. Adieu.

F ederic.

Les mortiers et chariots d'artillerie de réserve doivent retourner à Naumbourg, je n'en ai point besoin. NB. Retzow doit ordonner en Saxe qu'on livre de la farine à Naumbourg pour dix jours.

La première colonne cavalerie et infanterie de la droite, le milieu le bagage, la troisième colonne cavalerie et infanterie de la gauche. Le régiment du corps341-3 doit être un de ceux qui resteront en arrière.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9332. AU LIEUTENANT-GÉNÉRAL PRINCE FERDINAND DE BRUNSWICK.341-4

[Erfurt,] 13 [septembre 1757].

Mon cher Ferdinand. Vous marcherez avec votre régiment, celui d'Anhalt et de Hülsen, le général Grabow et les deux régiments cavalerie du corps et de Driesen par Freiburg, Mansfeld, Quedlinburg vers Halberstadt, pour chasser Fischer.341-5 Je suis pauvre de hussards, je ne peux vous donner que cent chevaux. Vous tâcherez de couvrir le pays d'incursions, et si vous pouvez donner un bon coup de patte à Fischer, ce n'en sera que mieux. Si j'ai besoin de votre corps, je vous écrirai, et nous nous rejoindrons à Leipzig. Vous prendrez quatre<342> pièces de 12 livres avec vous. Vous avez du pain au 18. Il faut qu'en marche et par cantonnements les villages vous fournissent pour vos besoins.

NB. Vous aurez aussi soin d'attirer à vous les recrues de Hülsen, Anhalt et de la cavalerie, pour compléter ce corps. Adieu, je vous embrasse.

Federic.

Nach der Ausfertigung im Kriegsarchiv des Königl. Grossen Generalstabs zu Berlin. Eigenhändig.


9333. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU.342-1

Erfurt, 13. [September 1757].

Sie werden mit denen 10 commandirte Bataillons und denen 10 Escadrons Cavallerie342-2 Ihren Marsch über Nauenburg gegen Wurzen nehmen, daselbst eine Brücke mit meinen Pontons schlagen und mit Ihrem Corps, wann es nöthig ist, Torgau decken. Wann auch was sollte jenseit der Elbe von Grossenhain her nach der Mark ziehen, so müssen Sie nach Befinden der Umstände solches verhindern. Meyerinck nehmen Sie mit. Die Liste von Regimenter und Generals schliesse hier bei.342-3

Die Reichsarmee bin schon im Stande abzuhalten. Ich bin nicht gesonnen, hier lange stehen zu bleiben, sondern wann ich gegen alles Vermuthen sehen sollte, dass mir die Leute zu Halse wollten, so würde mir bei Pegau setzen, in dem Fall Sie an mir ziehen, sonsten aber nicht. Der Feind laufet hier gar zu schrecklich, um sich in vier Wochen zu bedenken. Also muss ich jetzunder mein Land und Magazine decken. Sie können in zwei Tage, drei zum höchsten, bei Leipzig sein, und wor in Torgau alles geruhig ist, dörfen Sie nicht weiter als Wurzen; Torgau aber und das Magazin muss, coûte que coûte, souteniret werden. Dieses ist Ihre Instruction.

Aus dem Lande müssen Sie Sich Brod liefern lassen und fouragiren.

Was die widerspenstige Dörfer um Leipzig und bei Torgau seind, die nicht Borcke'ns Orders342-4 pariret haben, die müssen düchtig an Geld gestrafet werden. Adieu. Morgen marschiren Sie ab.

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogt. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Eigenhändig.

<343>

9334. AU FELD-MARÉCHAL DE REITH.343-1

Erfurt, 13 [septembre 1757].

Mon cher Maréchal. L'ennemi fuit, il a abandonné cette ville, de sorte qu'il ne tiendra plus contre nous; les troupes de l'Empire fuient impitoyablement. Ceci me fait changer de disposition. Vous, Forcade, le général Retzow et le régiment de Forcade avec le bataillon de Retzow viendront ici en deux marches. Les autres 10 bataillons d'infanterie, savoir: Meyerinck 2, Winterfeldt 2, Rleist 2, Goltz 2, Biller beck 1, Rammin 1, les gensd'armes et Rochow marcheront avec le prince Maurice, selon l'instruction que je lui en ai donnée,343-2 vers Leipzig etc. Vos trois bataillons me mèneront ici le reste du gros canon. Adieu, mon cher maréchal, je vous embrasse.

Les canons autrichiens peuvent rester à Naumbourg.

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9335. AN DEN OBERST VON FINCK IN DRESDEN.

<344>

Finck meldet, Dresden 10. September: „Laut Nachrichten aus der Lausnitz hat sich Chossignon in Bautzen auf Discretion ergeben.343-3 Den 7. haben die Oester reicher den General Winterfeldt attaquiret. Es sollen auf beiden Seiten viele Leute geblieben sein, doch haben beide Armeen ihr Lager wieder bezogen, und hat der Herzog von Bevern noch wirklich vorgestern bei Görlitz gestanden; leider muss aber Ew. Königl. Majestät meiden, dass der General Winterfeldt bei dieser Action soll geblieben sein, ingleichen der Graf Anhalt. Der Prinz von Braunschweig soll gefangen sein.343-4 Von beiden ersteren confirmiren es Bauern, welche von der Armee vorgestern mit Vorspann abgegangen sind. Ist es wahr, dass Winterfeldt todt ist, so condolire ich Ew. Königl. Majestät von Herzen zu dem Verlust dieses treuen Dieners und braven Generals. Hier ist seit meinem gestrigen unterthänigen Rapport nichts neues vorgefallen.“

Vorstadt Erfurt, 14. September 1757.

Mein lieber Obrister von Finck. Eure beide Schreiben vom 9. und 10. dieses habe Ich allhier richtig zu erhalten das Vergnügen gehabt, und bin Ich von allem, so Ihr Mir darin meldet, recht wohl zufrieden gewesen, Euch auch wegen der communicirten Nachrichten obligiret; denn so viel dasjenige, so in der Lausnitz vorgefallen sein soll, anlanget, so habe Ich zwar bis dato von dem Herzog von Bevern noch nicht die geringste Nachricht oder Bericht davon, wohl aber hat durch jemanden anders daher an einen dritten gemeldet werden wollen, als ob den 7. dieses ein Chamaillis zwischen dem Corps des Generallieutenant von Winterfeldt und dem

 

feindlichen von Nadasdy vorgefallen, und der General Winterfeldt bei solcher Gelegenheit in der Schulter, obschon nicht gefährlich, blessiret worden sein soll; die Nachricht aber von dem Prinzen von Braunschweig ganz ohngegründet sein muss, weil laut eben solchem Schreiben derselbe, ermeldeter Prinz, mit seinem ganzen Convoi344-1 den 7. dieses glücklich zu Görlitz angekommen ist.

Auf unserm ganzen Marsch hieher haben wir sonsten die auf unserm Wege hieher gefundenen Husaren von dem Corps des Laudon ganz übel gehandhabet und davon 101 Gemeine nebst einigen Oberofficiers zu Pegau,344-2 in Naumburg aber 15 nebst einem Officier gefangen genommen. Gestern bin Ich mit einem Avantcorps bis Erfurt vorgerücket, in welcher Stadt sich dann der Obrister Laudon Tages vorher geworfen hatte, um vermuthlich die Retraite der französischen und derer sogenannten Reichstruppen, so sich hiesiger Orten versammlet hatten und ein festes Lager der Gegend Erfurt nehmen wollen, zu decken; nachdem Ich aber erwähnten Laudon durch die Husaren und Mayr'sche Freicompagnie auffordern lassen, hat derselbe sogleich seine Partie genommen und sich an dem andern Ende der Stadt heraus und nach dem Gothaischen gezogen, da Ich wegen der noch nicht heran gewesenen übrigen Avantgarde den Ort nicht überall einschliessen können. Der Petersberg hat heute die Capitulation angeboten, so Ich angenommen, der Cyriacsberg aber complimentiret,344-3 welches sich hoffentlich aber bald legen wird, indess die Stadt durch die Freicompagnien und durch Husaren occupiret ist. Die hiesiger Orten und im Weimarschen versammlet gewesene französische und Reichstruppen haben sich auf erhaltene Nachricht von der Annäherung Meines Corps und Meiner Passage über die Saale bei Naumburg sogleich wiederum nach dem Eisenachschen und Gothaischen zurückgezogen, denen man vorhin glauben gemachet hat, als ob Ich nicht im Stande sei, etwas gegen sie zu detachiren. Ich wünsche Euch noch andere gute Nachrichten geben zu können, auch dergleichen von Euch zu vernehmen. Ich bin Euer wohlaffectionirter König

Von dieser Seiten scheinet es, als wenn wenig mehr würde zu besorgen seind. Ein französisch Magazin haben wir hier gekriegt. Morgen marschire mit der Avantgarde gegen Gotha. Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.

<345>

9336. AN. DEN GENERALLIEUTENANT VON WINTERFELDT.

Lager bei Erfurt, 14. September 1757.

Mein lieber Generallieutenant von Winterfeldt. Es ist allererst heute, da Ich Euer Schreiben vom 26. voriges erhalte, da Mir inzwischen gar nichts weiter von Euch zugekommen ist. Was das von Euch bei Eurem unterhabenden Regiment vorgeschlagene Avancement anbetrifft, da beziehe Ich Mich darunter auf dasjenige, so Ich auf die von Euch deshalb beigefügte Specification eigenhändig beigesetzet habe,345-1 und hoffe übrigens, dass Eurer Orten noch alles gut sein, und Ich von des Herzogs von Bevern Liebden bald einige Nachrichten deshalb erhalten werde. Ich bin Euer wohlaffectionirter König

Friderich.

Hier gehet alles nach Wunsch, es ist aber eine verflogene Zeitung aus der Lausnitz gekommen, die mir in grossen Sorgen setzet. Ich weiss nicht, was ich davon glauben soll. Aus Dresden schreibet man mir,345-2 Er wäre todt, und aus Berlin, Er hätte einen Hieb über der Schulter. Aus diesem kann ich mir nicht vernehmen. Der Prinz Franz sei gefangen und Anhalt todt. Der Herzog von Bevern wird mir gewisse geschrieben haben, der Jäger muss seind aufgehoben worden; wende der Himmel alles zum besten!

Friderich.345-3

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig.


9337. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

Erfurt, 15 septembre 1757.

Ma très chère Sœur. Je dois vous rendre compte de mon expédition qui a été des plus singulières. Je n'ai vu depuis Dresde que des hussards autrichiens et des pandours, que nous avons constamment frottés,345-4 et qui ont eu l'opiniâtre constance de se laisser battre, autant que nous l'avons jugé à propos. Je suis hier venu ici; nous avons pris la ville, sans coup férir, et l'armée française et de l'Empire est pour nous un être de raison. Bien des personnes disent l'avoir vue; mais ne trouve-t-on pas des gens qui prétendent avoir eu des apparitions? Ainsi je douterais de l'existence de cette armée, si j'avais trouvé des chevaux dans ce pays; mais il n'y en a point : quelqu'un les doit avoir enlevés, et ce quelqu'un doit être cette armée invisible. On m'assure à présent que toute cette race est marchée sur Eisenach. Il faudra voir<346> s'ils y resteront. Enfin, ma chère sœur, les lauriers que nous gagnons à cette expédition, ne sont que du clinquant. Si je n'avais à faire qu'à ces ennemis ici et alarmés du fiscal, je vous en tiendrais bon compte; mais, mais, sur ce sujet les mais ne finiraient jamais.

Je vous supplie de vous tranquilliser à présent et de ne plus vous inquiéter; quoique les choses soient dans une épouvantable crise, nous approchons à grands pas de l'hiver, et celui-là mettra fin à toutes nos querelles, du moins pour la durée de sa rigueur.

Adieu, ma chère et adorable sœur, je vous supplie de me conserver votre précieuse amitié et d'être persuadée de la tendresse parfaite, avec laquelle je suis, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9338. AU MINISTRE D'ÉTAT ET DE CABINET COMTE DE FINCKENSTEIN A BERLIN.

Finckenstein berichtet, Berlin 13. September, es seien Nachrichten eingelaufen, nach welchen der Beginn von Feindseligkeiten seitens der schwedischen Truppen in Pommern in nächster Aussicht stehe; der schwedische Gesandte Wulfwenstjerna rüste sich zur Abreise. Ein hannöverscher Courier, der von Wien zurückkehrte, ist durch Berlin gegangen; man hat dabei in Erfahrung gebracht „qu'il est question d'un armistice de quatre semaines entre l'armée alliée et celle du maréchal de Richelieu, et que cette affaire a été négociée par l'intervention de la cour de Danemark. Le président Massow soupçonne la même chose, comme Votre Majesté le verra plus amplement par sa lettre.346-1 Si cette nouvelle se confirme et que la France donne effectivement les mains à une convention pareille,346-2 dont il semble qu'elle n'ait pas besoin dans le moment présent, ce ne peut être que dans la vue de tourner ses forces contre Votre Majesté du côté des pays de Halberstadt et de Magdebourg et d'en joindre peut-être une partie à l'armée de Suède.

Si toutes ces conjectures, qui ont un grand air de vérité, venaient à se réaliser, la situation de Votre Majesté en deviendrait plus difficile que jamais. Elle me fait l'honneur de me dire Elle-même qu'Elle la trouve critique,346-3 et il faut convenir qu'elle l'est effectivement, par l'impossibilité où Elle Se trouve de faire face partout également. Je ne désespère cependant encore de rien. Ce courage et l'esprit que Votre Majesté possède si supérieurement, et cette heureuse disposition pour choisir et pour prendre les bons partis, me rassurent contre tous ces dangers; mais il me semble qu'il n'y a aussi point de temps à perdre pour préparer les matériaux qui peuvent conduire à une réconciliation avec la France, à laquelle, selon mes faibles lumières, il faudra pourtant en venir tôt ou tard. Si Votre Majesté pouvait entamer une négociation pareille, dès à présent et avant que le cœur de Ses États fût entamé, et S'arranger avec cette puissance sur des conditions raisonnables de paix, le reste deviendrait fort aisé . . . Il me parait . . . qu'après avoir su tenir tête aux principales puissances de l'Europe liguées contre Votre Majesté, Sa gloire ne souffrirait nullement d'un accommodement avec celle de ces puissances qui a été autrefois Son amie et Son alliée, et dont les liaisons avec la maison d'Autriche ne sauraient être durables.“

<347>

Finckenstein berichtet, Berlin 14. September: „Lorsque j'eus hier l'honneur de marquer à Votre Majesté mes appréhensions au sujet des mauvais desseins de la Suède, je ne croyais pas qu'ils viendraient à les réaliser si tôt; mais nous venons de recevoir par estafette la nouvelle que 400 Suédois se sont emparés hier de la ville d'Anclam, et qu'ils ont ainsi commencé les hostilités. Cette invasion, qui menace également là Poméranie et la Marche, me fera redoubler d'attention de ce côté-là, pour pouvoir remplir les ordres secrets de Votre Majesté,347-1 dès que le danger l'exigera, et je crains bien que je ne sois obligé d'en presser l'exécution. Par les avis qui nous sont venus de Lusace, nous fûmes avertis hier que différents partis autrichiens s'approchaient des frontières de Votre Majesté. Il nous a été marqué du depuis qu'un corps assez considérable sous les ordres du général Hadik, et que quelques-uns font monter jusqu'à 10,000 hommes, s'était rendu maître de Bautzen,347-2 et nous avons appris ce matin, par une lettre de l'officier qui commande à Peitz, que 500 hommes avaient pris possession de Cottbus . . . Votre Majesté peut compter que je ne précipiterai rien; mais si l'ennemi venait à se renforcer du côté de Cottbus jusqu'à quelques milliers d'hommes, je suppose que Son intention serait que nous nous rendions, sans différer, à Cüstrin.“

Erfurt, 16 septembre 1757.

Mon cher comte de Finckenstein. Vous pourrez vous représenter aisément combien les nouvelles que vous m'avez marquées par vos rapports du 13 et du 14 de ce mois, me doivent avoir été sensibles et affligeantes. Ce que vous proposez, touchant un accomodement à faire, n'a pas été oublié de moi. J'ai mis les fers au feu;347-3 mais je suis sans réponse encore, et en attendant l'ennemi me presse de tout côté avec ses forces supérieures. Il faut bien que j'abandonne à votre prudence et sagesse quand vous croirez le moment venu pour transporter la famille royale à Cüstrin. Néanmoins il me faut absolument encore au moins un [million d'écus] que vous retirerez de Cüstrin pour l'envoyer à Magdebourg, afin d'avoir de quoi payer mes troupes à raison de l'octobre et autres nécessaires de guerre, ce dont vous aurez soin, s'il est temps encore de le faire avec sûreté. Voilà tout ce que je puis vous dire aujourd'hui.

Je compte qu'on vous aura instruit de tout ce qui s'est passé ici. Si je n'avais que ces ennemis-là, je vous en tiendrais bon compte, mais, mais, sur ce sujet les mais ne finiraient jamais. Je ferai tout ce qu'on pourra humainement attendre d'un général d'armée, et s'il ne s'agit que de combattre, soyez persuadé que j'irai bon jeu bon argent; mais ces Jean-fesses m'évitent et viennent partout où je ne suis pas, enfin il faut voir si l'avenir ne me fournira pas quelque occasion de répandre mon sang pour la patrie.

Federic.

Nach der Ausfertigung. (Die Ergänzung nach dem Concept.) Der Zusatz eigenhändig, unchiffrirt.347-4

<348>

9339. AN DEN GENERALLIEUTENANT HERZOG VON BRAUNSCHWEIG-BEVERN.348-1

Quartier Kerspleben, bei Erfurt, 17. September 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich habe aus Particulierbriefen, so von Görlitz aus über Berlin gekommen, von der zwischen dem Winterfeldt'schen Corps und dem Nadasdy den 7. dieses vorgefallenen Affaire, auch von dem Tode des würdigen Winterfeldt348-2 Nachricht bekommen, von Ew. Liebden aber keine Relation noch Bericht deshalb erhalten, weil Ich weiss, dass der damit abgesandte Jäger unterwegens aufgehoben worden, und ist Mir also gar kein Detail von der Affaire bekannt.

Auch sind die Nachrichten davon so confus, dass Ich nicht klug daraus werden kann. Ich habe also Ew. Liebden solches hiemit bekannt machen wollen, auf dass Sie Mir einen ganz umständlichen und detaillirten Bericht erstatten,348-3 welcher aber mehrerer Sicherheit halber, wie dieses, über Glogau und Berlin wird gehen müssen. Da Ich weder Ew. Liebden jetzige Position, noch die von der feindlichen Armee weiss, so werden Dieselbe mich zugleich davon instruiren; bis dahin Ich nicht im Stande bin, Ihnen einigen Rath mitzutheilen. Wenn der Generallieutenant von Fouqué besser ist,348-4 so können Ew. Liebden ihm das Winterfeldt'sche Corps zu commandiren geben; wo er aber dazu nicht im Stande ist, so bin Ich sehr embarrassiret, und wird der Generallieutenant von Zieten der beste sein, den Sie dazu nehmen können, wenn Sie ihm noch einen Generallieutenant darzu geben, so unter demselben stehet.

Meine Situation ist jetzo etwas unangenehm. Bei Meiner Annäherung allhier haben die hieherum und in denen Weimar- und Gothaischen Landen gestandene französische und Reichstruppen sich in aller Eil nach dem Eisenachschen retiriret und in die dortige Gebirge geworfen, so dass deren nächste Posten fünf Meilen von hier stehen, wohin Ich aber solchen nicht folgen kann noch werde. Die Franzosen haben das Halberstädtsche mit einigen Regimentern passiret, wohin Ich<349> den Prinz Ferdinand von Braunschweig detachiret,349-1 um sie zurückzuhalten und das Magdeburgsche zu decken. Den Prinz Moritz habe Ich detachiret, um Torgau zu decken,349-2 so dass es etwas kraus aussiehet, und Ich Mich, so gut Ich kann, aus der Affaire zu ziehen suchen muss.

Indem Ich dieses geschrieben, so habe Ich das Vergnügen, Ew. Liebden Schreiben vom 13. nebst dem Duplicat des erstern verloren gegangenen Berichtes vom 8. dieses zu erhalten, woraus Ich ersehe, dass bei der Affaire genug Todte gewesen; die Resolution aber, die Ew. Liebden genommen,349-3 approbire Ich ganz und gar, auch dass Dieselbe dem Generallieutenant von Fouqué das Commando des Winterfeldt'schen Corps gegeben haben.

Ich bedaure sehr den Zufall am Fuss und wünsche von Herzen, dass es sich damit bald völlig bessern möge. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung.


9340. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

[Erfurt,] 17 [septembre 1757].

Je n'ai pas trouvé ici d'ennemis, tout s'est replié devant moi jusqu'à Eisenach, où je ne saurais les suivre. Pendant ce temps, les Français ont envahi le pays de Halberstadt, les Suédois sont pénétrés en Poméranie,349-4 il y a eu une affaire en Lusace entre Winterfeldt et Nadasdy, ils ont été tués tous les deux,349-5 mais nous avons perdu du terrain. La grande armée autrichienne s'est approchée de Silésie, le prince de Bevern a suivi leur mouvement.349-6 Des partis autrichiens sont à Cottbus. J'ai écrit pour la paix au maréchal de Richelieu.349-7 Les Hanovriens veulent m'abandonner;349-8 enfin, je suis dans une cruelle situation, le Ciel peut savoir comment cela finira, mais pour moi, je n'y vois plus jour.

Je ne compte pas de faire ici un long séjour, il faudra me tourner à droite ou à gauche,“ la famille va abandonner Berlin.

Je vous supplie, soutenez tout ceci avec constance et faites honneur à la philosophie; c'est dans ces occasions où il faut avoir de la fermeté, ou elle serait inutile.

[Federic.]

Nach dem Concept. Eigenhändig.349-9

<350>

9341. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

[Erfurt,] 17 [septembre 1757].

Ma très chère Sœur. Je ne trouve d'autre consolation que dans vos chères lettres. Puisse le Ciel récompenser tant de vertu et tant d'héroïques sentiments !

Depuis la dernière lettre que je vous ai écrite,350-1 mes malheurs ne font que s'accumuler. Il semble que le destin veut décharger toute sa fureur et toute sa colère sur le pauvre État que j'ai eu à gouverner. Les Suédois sont entrés en Poméranie; les Français, après avoir conclu une neutralité humiliante pour le roi d'Angleterre avec les alliés — dont les troupes sont obligées de se séparer et d'entrer dans des quartiers que les Français leur assignent, sans que les États respectifs soient délivrés de contributions ni de livraisons, — les Français, dis-je, sont en pleine marche pour inonder les pays de Halberstadt et de Magdebourg. Je m'attends de la Prusse à la nouvelle d'une bataille d'un jour à l'autre; la proportion du nombre des combattants est de 25,000 à 80,000. Les Autrichiens sont marchés en Silésie où le prince de Bevern les suit.350-2 J'ai avancé de ce côté-ci, pour tomber sur le corps de cette armée alliée, qui s'est enfuie et s'est retranchée derrière Eisenach, dans des montagnes où toutes les règles de la guerre m'empêchent de les suivre, encore plus de les attaquer. Dès que je me retirerai en Saxe, tout cet essaim me suivra. Je suis fermement résolu de tomber sur le corps de celui de tous les généraux ennemis qui m'approchera de plus près, au hasard de tout ce qui peut en arriver. Je bénirai encore le Ciel de sa clémence, s'il m'accorde la faveur de périr l'épée à la main. Si cet espoir me manque, vous m'avouerez qu'il serait trop dur de ramper aux pieds d'un assemblage de traîtres dont les crimes heureux leur procurent l'avantage de pouvoir me donner la loi. Comment, ma chère, mon incomparable sœur, comment pourrais-je réprimer les sentiments de vengeance et de ressentiment contre tous mes voisins dont il n'y en a pas un qui n'ait accéléré ma chute et ne partage mes dépouilles? Comment un prince peut-il survivre à son État, à la gloire de sa nation, à sa propre réputation? Qu'un électeur de Bavière, dans l'enfance ou plutôt dans une espèce de sujétion de ses ministres et stupide à la voix de l'honneur, se livre en esclave à l'impérieuse domination de la maison d'Autriche, et baise la main qui opprima son père,350-3 je le pardonne à sa jeunesse et à son ineptie; mais sera-ce là l'exemple que je devrai suivre? Non, ma chère sœur, vous pensez trop noblement pour me donner d'aussi lâches conseils. La liberté, cette prérogative si précieuse, sera-t-elle moins chère, dans le dix-huitième siècle, à des souverains qu'elle le fut aux patriciens de Rome? Et où est-il dit que Brutus et Caton pousseraient la générosité<351> plus loin que des princes et des rois? La fermeté consiste à s'opposer au malheur; mais il n'y a que des lâches qui fléchissent sous le joug, qui portent patiemment leurs chaînes et supportent tranquillement l'oppression. Jamais, ma chère sœur, je ne pourrai me résoudre à cette ignominie. L'honneur qui m'a poussé à exposer cent fois ma vie dans la guerre, m'a fait affronter la mort pour de moindres sujets que pour ceux-ci. La vie ne vaut certainement pas la peine qu'on s'y attache si fort, surtout quand on prévoit qu'elle ne sera désormais qu'un tissu de peines, et qu'il faudra se nourrir de ses larmes :

La douleur est un siècle et la mort un instant. Si je ne suivais que mon inclination, je me serais dépêché d'abord après la malheureuse bataille que j'ai perdue; mais j'ai senti que ce serait faiblesse, et que c'était mon devoir de réparer le mal qui était arrivé. Mon attachement à l'État s'est réveillé; je me suis dit : Ce n'est pas dans la bonne fortune qu'il est rare de trouver des défenseurs, mais c'est dans la mauvaise. Je me suis fait un point d'honneur de redresser tous les dérangements, à quoi j'ai encore réussi en dernier lieu en Lusace; mais à peine suis-je accouru de ce côté-ci pour m'opposer à de nouveaux ennemis, que Winterfeldt a été battu et tué auprès de Gœrlitz,351-1 que les Français entrent dans le cœur de mes États, que les Suédois bloquent Stettin.351-2 Il ne me reste à présent plus rien de bon à faire; ce sont trop d'ennemis. Quand même je réussirais à battre deux armées, la troisième m'écraserait. Vous verrez par le billet ci-joint351-3 ce que je tente encore; c'est le dernier essai. La reconnaissance, le tendre attachement que j'ai pour vous, cette amitié de vieille roche qui ne se dément jamais, m'oblige d'en agir sincèrement avec vous. Non, ma divine sœur, je ne vous cacherai aucune de mes démarches, je vous avertirai de tout; mes pensées, le fond de mon cœur, toutes mes résolutions, tout vous sera ouvert et connu à temps. Je ne précipiterai rien, mais aussi me sera-t-il impossible de changer de sentiments. Il est vrai qu'après la bataille de Prague, les affaires de la reine de Hongrie paraissaient hasardées; mais elle avait de puissants alliés et encore de grandes ressources; je n'ai ni l'un ni l'autre. Je ne serais pas abattu d'un malheur, j'en ai tant essuyé : les pertes des batailles de Kolin et celle, en Prusse, de Jägersdorf, la malheureuse retraite de mon frère et la perte du magasin de Zittau, la perte de toutes mes provinces de la Westphalie, le malheur et la mort de Winterfeldt, l'invasion en Poméranie, dans le Magdebourg et dans le pays de Halberstadt, l'abandon de mes alliés; et, malgré tout cela, je me roidis encore contre l'adversité, de sorte que je crois ma conduite jusqu'à présent exempte de toute<352> faiblesse. Je suis très résolu de lutter encore contre l'infortune : mais en même temps suis-je aussi résolu de ne pas signer ma honte et l'opprobre de ma maison. Voilà, ma chère sœur, ce qui se passe dans le fond de mon âme, et la confession générale que je vous fais de ce qui m'agite actuellement.

Quant à vous, mon incomparable sœur, je n'ai pas le cœur de vous détourner de vos résolutions.352-1 Nous pensons de même, et je ne saurais condamner en vous les sentiments que j'éprouve tous les jours. La vie nous a été donnée par la nature comme un bienfait; dès qu'elle cesse de l'être, l'accord finit, et tout homme est maître de finir son infortune, le moment qu'il le juge à propos. On siffle un acteur qui reste sur la scène, quand il n'a plus rien à dire. On plaint les malheureux les premiers moments; le public se lasse bientôt de sa compassion, la malignité humaine les critique, on trouve que tout ce qui leur est arrivé, c'est eux qui se le sont attiré, on les condamne, et l'on finit par les mépriser. Si je suis le cours ordinaire de la nature, le chagrin, ma mauvaise santé abrégeront mes jours en peu d'années. Ce serait survivre à moi-même et souffrir lâchement ce que je suis maître d'éviter. Il ne me reste que vous seule dans l'univers qui m'y attachiez encore; mes amis, mes plus chers parents sont au tombeau; enfin j'ai tout perdu. Si vous prenez la résolution que j'ai prise, nous finissons ensemble nos malheurs et notre infortune, et c'est à ceux qui restent au monde, à pourvoir aux soins dont ils seront chargés, et à porter le poids que nous avons soutenu si longtemps. Ceci sont, mon adorable sœur, de tristes réflexions; mais elles conviennent à mon état présent. Au moins ne pourra-t-on pas dire que j'aie survécu à la liberté de ma patrie et à la grandeur de la maison, et l'époque de ma mort deviendra celle de la tyrannie de la maison d'Autriche. Mais qu'importe ce qui arrivera, quand je ne serai plus? Ma mémoire ne sera pas chargée des malheurs qui arriveront après mon existence, et l'on reconnaîtra, mais trop tard, que je me suis opposé, jusqu'à la fin, à l'oppression et à l'esclavage de ma patrie, et que je n'ai succombé que par la lâcheté de ceux qui, au lieu de se joindre à leurs défenseurs, ont pris le parti de leurs tyrans.

J'ai été avant-hier à Gotha. C'était une scène touchante de voir des compagnons de son infortune qui formaient les mêmes regrets et poussaient les mêmes plaintes. La Duchesse est une femme qui a un mérite réel, et qui a une fermeté qui fait honte à bien des hommes.352-2<353> Madame de Buchwald me paraît une femme très estimable, et qui vous conviendrait beaucoup : de l'esprit, des connaissances, point de prétentions, et un bon caractère. Mon frère Henri est allé aujourd'hui chez eux. Je suis si accablé de chagrin que je n'ai pas voulu porter ma tristesse ailleurs et porter ma mauvaise fortune. J'ai lieu de me louer beaucoup de mon frère Henri; il s'est conduit comme un ange en qualité de militaire, et très bien envers moi en qualité de frère. Je n'en peux pas dire malheureusement autant de l'aîné; il me boude et s'est retiré à Torgau,353-1 d'où il est parti, à ce que l'on m'écrit, pour Wittenberg. Je l'abandonnerai à ses caprices et à sa mauvaise conduite, et je ne présage rien de bon pour l'avenir qu'autant que le cadet le mènera.

Il est enfin temps de finir cette lettre très longue, très triste, et où il n'est presque question que de ce qui me regarde. J'ai eu du loisir, et j'ai profité du temps et de l'arrivée du coureur — qui me paraît une voie sûre — pour vous ouvrir et décharger un cœur qui est rempli d'admiration et de reconnaissance pour vous. Oui, mon adorable sœur, si la Providence se mêlait des choses humaines, il faudrait que vous fussiez la personne la plus heureuse de l'univers. Vous ne l'êtes pas, ce qui me confirme dans les sentiments exprimés à la fin de mon Épître.353-2 Enfin, soyez persuadée que j'ai un cœur sensible et une âme reconnaissante, soyez persuadée que je vous adore, et que je donnerais mille fois ma vie pour votre service. Ce sont des sentiments que je conserverai jusqu'au dernier soupir de ma vie, étant, ma très chère sœur, le plus fidèle, le plus attaché de vos frères et de vos serviteurs

Federic.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9342. AN DEN GENERALLIEUTENANT PRINZ FERDINAND VON BRAUNSCHWEIG.353-3

Hauptquartier Kerspleben, bei Erfurt, 18. September 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich habe Ew. Liebden Schreiben vom 17. dieses heute Nachmittag allhier zu erhalten das Vergnügen gehabt. So viel Ich aus dessen Einhalt ersehen, so ist die dortige Situation vor Dieselbe ganz avantageux, weil Ew. Liebden die Franzosen alle auseinander finden, so Deroselben viel Avantage machet, da Dieselbe die eparpillirte Corps eins nach dem andern auseinander und zurücktreiben können. Alsdann wird eine der ersten Attentionen von Ew. Liebden sein müssen, dass Dieselbe alles, was im Lande vorräthig ist, nach Magdeburg schicken und transportiren lassen.

Was die Hannoveraner für eine Neutralitätsconvention mit dem Duc de Richelieu geschlossen,353-4 davon seind Mir von guter Hand nachstehende Nachrichten zugekommen, nämlich dass:

<354>

Erstens, die alliirte Armee auseinandergehet, und zwar jedes Corps in sein Land, woher es gekommen, und wird jedes Corps einen General an den Maréchal Duc de Richelieu schicken, um über die Marschrouten, Anzahl derer Divisions, wie sie marschiren sollen, deren Subsistance und Passeports, so der Maréchal ihnen accordiren wird, um nach ihren resp. Landen zu kommen, auch wie sie darin placiret und dispersiret werden sollen, zu conveniren.

Zweitens, das hannoversche Corps behält Stade, das Hadelner und Stedinger Land zu seinen Winterquartieren, ingleichen das Sachsen-Laueriburgische, so weit es jenseits der Elbe belegen, die französische Armee aber bleibet in dem Besitz aller übrigen Lande, sowohl des bremischen und verdenschen als der übrigen churbraunschweigischen und lüneburgischen, als der herzoglich braunschweigischen und hessenschen Landen, nach wie vor.

Drittens, muss die alliirte Armee sich bis zu einem Generalfrieden in nichts weiter meliren, sondern in einer steten Inaction in den ihnen angewiesenen Quartieren verbleiben.

Dieses seind die Hauptpunkte von der Convention, so viel Mir bisher davon bekannt geworden, und die Ich Ew. Liebden wegen deren Singularité nur beiläufig communiciren wollen.

Was sonsten noch Ew. Liebden besondere Attention meritiren wird, ist, dass Dieselbe Mir die Zeitungen und Nachrichten, so Sie wegen der Franzosen bekommen, communiciren, als welches Mir sehr nothwendig ist; dann wann die Franzosen en force auf Ew. Liebden kommen wollten, so werde Ich Mich genöthiget sehen, Deroselben zum Succurs dahin zu marschiren, jedoch verstehe Ich dieses nur alsdenn, wenn die ganze französische Armee auf Dieselben kommen wollte. Denn wenn es nur corpsweise wäre, so seind Ew. Liebden genugsam im Stande, solchen Tête zu bieten; allenfalls können Dieselben auf solchen Fall und wenn es nöthig, auch einige von den Regimentern in Magdeburg an Sich ziehen, als weswegen Ich an den Generallieutenant de La Motte354-1 und sonsten schreiben werde, und, mit diesen Regimentern verstärkt, dahin marschiren. Wenn es aber die ganze französische Armee wäre, so werde Ich gleich Meine Resolution nehmen und mit dem ganzen Corps, so Ich hier noch habe, dahin marschiren, um den Feind zu attaquiren und zu schlagen.

Es hat auch der Generallieutenant de La Motte bei Mir angefraget, an wen er jetzo die Pferde des Artillerietrains und der Proviantwagens und des mitgenommenen Feldcommissariats, welche die drei vorhin in Wesel gestandenen Regimenter354-2 mitgebracht, abliefern soll. Ich habe denselben darauf beschieden, dass Ew. Liebden zuvorderst davon nehmen könnten, was Dieselbe etwa gebrauchten, das übrige aber von dem Generalmajor von Retzow deponirt werden sollte.

<355>

Uebrigens mache Ich Ew. Liebden hierdurch noch bekannt, dass Ich Mein erstes Bataillon Garde nach Magdeburg schicke und es auch dorten stehen lassen werde. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Il n'y a rien de nouveau ici; j'ai recogné les ennemis au delà des défilés d'Eisenach, et je les ai poursuivi moi-même jusqu'à Gotha. Adieu, mon cher.

Federic.

Nach der Ausfertigung im Kriegsarchiv des Königl. Grossen Generalstabs zu Berlin. Der Zusatz eigenhändig.


9343. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU.

Kerspleben, 18. September 1757.

Der König macht dem Prinzen Mittheilung über die jüngst errungenen Erfolge, dass die französischen Truppen

sich mit vieler Precipitance retiriret und sich in die Défilés im Eisenachschen repliiret haben.

Die Reichstruppen aber haben sich bis hinter Meiningen retiriret, und stehet dahin, ob solche jemalen vor Ausgang der Campagne wieder vorwärts zu bringen sein werden, zumalen eine grosse Uneinigkeit zwischen dem Prinzen von Soubise und dem von Hildburghausen sein soll, dass also von dieserseits in denen ersten Tagen nichts zu besorgen sein wird.

Es können also Ew. Liebden, ohne Sich zu turbiren, auf Torgau und nachdem der Gegend jenseit der Elbe gedenken und Dero Attention richten, indem Ich gewiss im Stande bin, Dieselbe von hier acht Tage zuvor zu avertiren, ehe Ich Ew. Liebden gebrauche; gestalten dann Ich Mich mit dem Feinde, wann er diesseits was entrepreniren wollte, eher einlassen werde als in der Gegend von Leipzig, wo der Feind Mich nicht so geschwinde folgen kann. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst.


9344. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

[Auprès d'Erfurt, septembre 1757]355-1

J'ai demandé au duc de Richelieu des passe-ports, je les ai reçus355-2 et lui ai dépêché Eickstedt avec une lettre pour voir si la France veut<356> s'entendre à la paix. Il en écrira en cour, selon toutes les apparences, et je m'attends à des propositions dures et épouvantables. La nécessité obligera de négocier, et je prévois que les meilleures conditions qu'on pourra obtenir de ces gens-là, seront humiliantes et affreuses; mais on se tue de me dire que le salut de l'État l'exige, et je suis obligé d'en passer par là. Ces réponses et ces négociations traîneront jusqu'à la fin d'octobre. Je vous avertirai de tout à temps.

Je suis très fâché de l'imprudence du courrier qu'on a enlevé; j'en ai perdu un autre qui me venait du comte de Neuwied avec des dépêches importantes, et qui regardaient des négociations en France.356-1

Je ne pourrai guère m'arrêter ici au delà du 25; je crains qu'alors notre correspondance ne soit interrompue de nouveau; il faudra avoir recours à d'autres canaux pour la continuer, et ce ne pourra être qu'en chiffre.

[Federic.]

Nach dem Concept. Eigenhändig. 356-2


9345. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN AFFAIREN.

<357>

Podewils und Finckenstein berichten, Berlin 17. September, der Baron Steinberg zeige in einem Schreiben, d. d. Stade 12. September, einfach und ohne irgend welches Detail an, dass der Herzog von Cumberland mit dem Marschall Richelieu einen Waffenstillstand abgeschlossen habe,356-3 „selon lequel les troupes auxiliaires seraient renvoyées dans leur pays, et celles d'Hanovre prendraient leurs quartiers dans et aux environs de Stade et dans le pays de Lauenburg. Il s'efforce à excuser cette démarche par la nécessité, en répétant que le Roi son maître avait toujours déclaré à Votre Majesté qu'avec les troupes auxiliaires et les siennes il ne pouvait point résister aux forces de la France. Votre Majesté voudra bien ordonner si et en quels termes on doit lui répondre.“

Kerspleben, 20. September 1757.

En termes froids antworten.

Podewils und Finckenstein berichten, Berlin 17. September: „Le sieur de Hardenberg, conseiller privé du landgrave de Cassel, vient de nous écrire une lettre très volumineuse,356-4 par ordre de ce Prince, dans laquelle il fait une espèce d'apologie de ce qu'il se voyait obligé de traiter sur un accommodement particulier avec la France. Il allègue pour cet effet que le ministère anglais continuait toujours de décliner à lui promettre d'une façon po

Ihm sehr obligeant zu antworten, dass Ich des Landgrafen Umstände von Herzen beklagte und wohl sähe, dass er nicht anders könnte. Ich zweifelte aber sehr, dass er durchkommen wird, so wie Ich auch nicht glaube, dass die Hannoveraner ihre Absicht erreichen werden.

sitive le dédommagement de ses pertes,357-1 que le ministère hanovrien avait commencé à négocier avec les cours de Vienne et de Versailles depuis le 16 du mois passé, qu'on ne lui en avait fait qu'une simple notification le 30 dudit mois, qu'enfin le duc de Cumberland venait de signer avec le maréchal de Richelieu une suspension d'armes dans laquelle il n'avait rien stipulé pour les princes alliés, sinon que leurs troupes ne seraient pas faites prisonniers de guerre, mais qu'elles seraient congédiées et renvoyées dans leurs pays respectifs, qu'en conséquence le duc de Richelieu pressait le retour des troupes hessoises, et que le Landgrave se voyait obligé par là de lui envoyer un officier qu'il de- mandait pour négocier avec lui.

 

Mündliche Resolutionen. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs.


9346. AU SECRÉTAIRE MICHELL A LONDRES.

Quartier de Kerspleben, près d'Erfurt, 20 septembre 1757.

La dépêche que vous m'avez faite du 6 de ce mois, m'est heureusement parvenue. Le zèle que le ministère anglais, très bien intentionné pour la cause commune, fait toujours paraître, et les assurances qu'il vous donne à ce sujet, me sont toujours très sensibles, de sorte que je les plains d'avance du chagrin qu'ils ressentiront de la convention flétrissante et ignominieuse, s'il en fut jamais, que le duc de Cumberland, sans doute à l'impulsion des ministres d'Hanovre, vient de conclure avec les Français,357-2 et dont je ne doute pas que mon ministère vous aura amplement instruit. C'est aussi pourquoi vous devez m'instruire, tant pour ma direction que pour ma curiosité, de quel œil les ministres anglais ont regardé cette convention, dès qu'ils en seront instruits, et [de] ce que la nation en jugera, tout comme des suites qui en résulteront. Quant à moi, vous pénétrerez vous-même que cette démarche de la part des Hanovriens ne saurait être qu'un très fâcheux contre-temps pour moi, vu que par là le duc de Richelieu se verra en état d'assembler tout ce qu'il a de forces, après avoir garni les forteresses et villes des pays d'Hanovre, de Brunswick et de Cassel de garnisons, pour aller tomber sur mes provinces.

Je m'étonne que le courrier que le sieur Mitchell a dépêché au commencement de ce mois avec sa réponse sur les instructions qu'il a reçues le 17 de juillet,357-3 ne soit pas arrivé déjà à Londres, et après les explications que j'ai eues avec lui sur ce sujet,357-4 et dont il a fait son rapport, je ne saurais rien ajouter.

<358>

Au surplus et pour vous parler confidemment, je ne saurais vous dissimuler qu'il me paraît que le ministère anglais prend assez mal son temps pour faire des projets après l'abandon des ministres d'Hanovre, et après que les choses sont venues presque à l'extrémité. Il me semble qu'il aurait dû déjà commencer à traiter avec l'Espagne l'hiver dernier, et ainsi du reste; à présent je crains fort que ce ne soit, comme on dit, de la moutarde après le dîner, vu la grande supériorité de nos ennemis, et que, par leurs divisions et leur indolence, ils ne m'aient, pour ainsi dire, sacrifié de gaieté de cœur.

Federic.

Nach dem Concept.


9347. AN DEN GENERALLEEUTENANT PRINZ FERDINAND VON BRAUNSCHWEIG.358-1

Kerspleben, 20. September 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden Schreiben vom 16. dieses habe Ich wohl erhalten und freue Ich Mich von Herzen, dass es Dero Orten bisher so gut gegangen ist, wünschete auch nur, dass Dieselben so stark und an Truppen dergestalt en force wären, dass Sie alles übrige der Orten ausrichten könnten, was Ich wünschete. Der Success davon würde um so weniger zweifelhaft sein, als es gestern hiesiger Orten geschehen, dass, nachdem der Generalmajor von Seydlitz358-2 von Mir bei Meiner Ankunft gleich commandirt worden,<359> mit dem Meinecke'schen Dragonerregiment und denen Szekely'schen Husaren den Avantpost in Gotha zu nehmen, um diesen Ort zu besetzen und zugleich zu decken, derselbe gestern Vormittages wahrgenommen, dass sich ein starkes Corps vom Feinde über den sogenannten Galgenberg allda herunter und auf ihn zu gezogen. Dieses Corps ist effective von 8000 Mann gewesen, und zwar von Cavallerie, Infanterie, Husaren und Croaten, nämlich allen Grenadiercompagnien von denen französischen und Reichstruppen,359-1 die beiden österreichschen Cavallerieregimenter Trauttmansdorf und Pretlack, 3 Regimenter Husaren, als 2 österreichische und ein französisches von Nassau-Saarbrück,359-2 welche die Tête gemachet und denen die Grenadiercompagnien und endlich die Cavallerie gefolget, so diese souteniren sollen. Bei solcher sehr überlegenen Macht hat sich der Generalmajor von Seydlitz mit seinen Dragonern und Husaren aus der Stadt gleich herausgezogen, da dann die gegenwärtig gewesenen Prinzen Soubise und Hildburghausen nebst der französischen und anderer Generalität359-3 mit denen Grenadiercompagnien sogleich wieder in Gotha eingerücket seind und sowohl die Stadt als das Schloss besetzet haben. Wie aber indess der Generalmajor von Seydlitz die Zeit gehabt, das ihm schon nahe gestandene Katte'sche Dragonerregiment zum Secours an sich zu ziehen, welches bei dieser Gelegenheit das gute Manöver gemachet, dass es, bei dem Aufmarschiren und als es sich formiret, sich ein Ansehen gegeben, als wenn es an 20 Escadrons wäre,359-4 so hat erwähnter Generalmajor sogleich darauf wieder offensive agiret und die Stadt attaquiret, welches, und da zugleich in solcher der Lärm entstanden, als ob Ich mit der Force heran wäre, mit so gutem Success geschehen ist, dass sich der Feind mit der ganzen dort befindlich gewesenen Generalität und allem in höchster Eil und Confusion herausgezogen und schleunig retiriret hat.<360> Die 4 Grenadiercompagnien, so das Schloss besetzet gehabt, seind sogleich von unsern Husaren delogiret und nebst Croaten, Panduren und allen Grenadiers auf das eiligste aus der Stadt herausgetrieben worden. Nach dem Rapport des Generalmajor von Seydlitz seind die Dragoner mit dem Feind nicht handgemein geworden, die Husaren aber desto öfter, dabei jedoch sonsten die Stabesofficiers nebst denen meisten sich so distinguiret haben, wie man es thun muss, wenn man sich gegen 8000 Mann ohne Nachtheil und Verlust vorerst zurückziehen will. Wir haben bei dieser Gelegenheit 2 Husaren todt und 10 blessirte, auch 2 blessirte Officiers gehabt;360-1 dagegen der Generalmajor von Seydlitz heute an feindlichen Gefangenen 62 Mann Grenadiers und Husaren, 1 Obristlieutenant, 3 Majors, 4 Lieutenants nebst 2 französischen Proviantofficiers hierhergeschicket hat; dabei die Husaren viele Pferde mit reichen Equipages erbeutet haben. Der Generalmajor von Seydlitz stehet indess noch in Gotha auf seinem Posten.

Der schändliche Accord, welchen der Duc de Cumberland zu machen sich von den hannoverschen Ministres verleiten lassen,360-2 ist wieder ein neues Contretemps, so Mir geschiehet; indessen wir doch thun müssen, was uns gebühret. Ew. Liebden habe derowegen auch im Vertrauen sagen wollen, wie Ich hier nicht stehen bleiben werde, Mir aber noch nicht möglich ist, Mich zu determiniren, nach welcher Seite Ich Mich toumiren werde, ob es gegen die Leute hier oder wohin sonst geschehen kann, denn Ich erst noch klarer sehen muss, um Meine Partie zu nehmen.

Was Ew. Liebden angehet, da bleibet Deroselben allemal die letzte Ressource übrig, dass unverhofften Falls und wenn alle Stricke reissen sollten, Dieselbe Sich auf die letzte in Magdeburg werfen können. Ich denke und hoffe, und werden Ew. Liebden mit darauf treiben, dass alle menschmögliche Anstalten gemachet und vorgekehret werden, dass es alsdann darin an Magazinen und Lebensmitteln nicht fehlen möge.360-3 Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Kriegsarchiv des Königl. Grossen Generalstabs zu Berlin.


9348. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU.360-4

Kerspleben, 20. September 1757.

. . . Was360-5 demnächst Ew. Liebden und Dero Operationes anbetrifft,360-6 da muss Ich Mich auf dasjenige verlassen, was Dieselbe zu thun nach<361> Dero Mir genugsam bekannten Diensteifer à propos finden werden, indem Ich hier von Deroselben keinen Succurs vonnöthen habe, sondern Ew. Liebden nur, so lange Ich nicht schreibe, allein auf dasige Gegenden und Orten Dero Attention richten und haben sollen. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Hier würde ich leichte fertig werden mit das Krop, das vor mir ist; aber, aber, die Menge der Feinde macht, dass, wann auch Prinz Eugen sein Geist auf mir schwebete, ich doch nicht würde allerwegens Fronte machen können. Kommt Zeit, kommt Rath. Adieu.

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Der Zusatz eigenhändig.


9349. AU MINISTRE D'ÉTAT ET DE CABINET COMTE DE FINCKENSTEIN A BERLIN.

[Quartier Kerspleben, 21 septembre 1757.]361-1

Vous361-2 croyez des choses faisables qui malheureusement ne le sont plus.361-3 Eichel vous enverra les relations de tous les petits avantages que nous avons eus ici;361-4 mais, mon cher, ma devise est à présent Magnus in minimis et minimus in magnis.361-5 Comment tenir tête au duc de Richelieu, s'il veut sérieusement pousser sa pointe dans le duché de Magdebourg, à moins que d'avoir 40,000 hommes de plus que je n'en ai. Cela est impossible; je me ferai tuer, si cela est possible, à la première occasion; sûr que nous combattrons ce qui sera combattable, mais, mon ami, tout cela ne sera que moutarde après dîner. Adieu, je vous souhaite mille prospérités.

Federic.

Nach dem Concept. Eigenhändig.361-6

<362>

9350. AU MINISTRE D'ÉTAT ET DE CABINET COMTE DE FINCRENSTEIN A BERLIN.

[Quartier Kerspleben, 21 septembre 1757.]362-1

Soli et secretissime. Pour plus de sûreté de cette importante dépêche tout ce qui suit a été chiffré du nouveau chiffre du sieur Michell.

Je vous ai déjà instruit, par ma dernière lettre que je vous ai faite,362-2 que je n'avais point oublié de penser à un accommodement à faire avec la France. Pour que vous entendiez mieux ce passage, je m'en vais vous dire, quoique dans la dernière confidence, que c'était déjà à la mi-juin que je fus averti des propos, quoique vagues, que le sieur Folard avait tenus à ma sœur de Baireuth,362-3 par lesquels on entrevoyait que la France avait des appréhensions que je ne ferais ma paix avec l'Impératrice-Reine et me liguasse avec elle pour tomber conjointement avec l'Empire sur la France, et qu'en échange de la Silésie je fis restituer à la cour de Vienne l'Alsace et la Franche-Comté. L'on m'assura qu'effectivement le comte Colloredo avait déjà l'idée de ce projet, et que l'Impératrice-Reine y aurait donné, si elle n'avait été retenue par le comte Kaunitz, que les Autrichiens même reconnaissent pour pensionnaire de la France; sur quoi, je priai ma sœur362-4 de vouloir bien prendre l'occasion de sonder l'autre sur les intentions de la France par rapport à un accommodement à faire entre nous, quoiqu'à l'inclusion de mes alliés; mais, Folard ayant eu ordre entre ces entrefaites d'aller incessamment à la cour de Munich,362-5 l'affaire tomba et la bataille de Kolin arriva. Ma sœur prit cependant l'occasion de parler [en] confiance [et] d'exhorter [un] autre Français de condition,362-6 confident de Folard et parent de Rouillé,362-7 qui se prêta de bonne grâce de passer luimême à la Cour de France pour y lier, sous le nom de ma sœur, quelques négociations; mais, Rouillé ayant été démis du département des affaires étrangères, l'affaire n'a pas eu jusqu'à présent les suites auxquelles on s'était attendu.

Pendant ces entrefaites, il arriva que le comte de Neuwied me communiqua, par une lettre du 4 de juillet, une ouverture que le fameux colonel Fischer lui avait faite de bouche et par écrit,362-8 en conséquence de laquelle on lui y fit entendre, de la part du duc de Belle-Isle, que, pourvu que je voudrais faire des propositions à la France, un officier français de condition se trouverait même dans la maison du comte de Neuwied, au cas que je donnerais à connaître indirectement qu'il me plairait d'envoyer en secret une personne de rang pour entrer en pourparler et pour signer, en cas de convenance, des préliminaires en vertu des pleins pouvoirs qu'ils auraient en poche. Je lui répondis d'abord, par un courrier travesti, que je lui dépêchai le 18 de juillet,362-9 étant per<363>suadé que le duc de Belle-Isle n'avancerait rien qu'il ne pourrait soutenir, [que] le comte de Neuwied pourrait insinuer à ceux qu'il croirait propres pour faire parvenir ceci plus loin, que, préférant mon honneur à tout, je n'entendrais jamais à des conditions de paix flétrissantes, qu'il faudrait que tous mes alliés d'Allemagne y fussent compris, et qu'on s'expliquât ultérieurement; que, s'il pouvait tirer des Français une explication claire sur ces deux points importants, je pourrais envoyer quelqu'un.

Sur quoi, le comte de Neuwied me répondit le 4 d'août que, n'ayant pas dépendu de lui de passer lui-même à Versailles, pour des ménagements, il avait d'abord expédié un ami sûr et capable pour puiser à la source des notions décisives qu'il me communiquerait; à quelle fin il arrêterait mon courrier, pour faire passer par son moyen la réponse qu'il aurait. Ce qui me porta que je dépêchai le lieutenant-colonel de Balbi363-1 avec les instructions et les pleins pouvoirs nécessaires, avec ordre de passer à l'incognito auprès du comte de Neuwied, de s'ouvrir envers lui sur sa commission et, au cas que la France enverrait là secrètement quelqu'un muni de plein pouvoir, de traiter avec lui et de signer en cas de convenance les articles préliminaires de paix, lesquels, en conséquence de mes intentions, ne consisteraient qu'en quatre articles, savoir : rien sonner de céder de mes provinces, un armistice pour avoir le temps de s'accorder avec mes alliés, inclusion de mes alliés d'Allemagne, et renouveler l'alliance précédente avec la France.363-2

Cependant, il est arrivé que, pendant le temps que Balbi fut en chemin, le comte de Neuwied me renvoya mon courrier, apparemment avec sa réponse touchant les éclaircissements qu'il avait eus de la cour de France. Le courrier tomba, passant en Saxe, par un effet d'hasard, entre les mains des hussards, qui l'ont enlevé avec la lettre qu'il portait,363-3 dont j'ignore le contenu, aussi bien que si le sieur de Balbi, qui partit le 15 d'août de Dresde, est arrivé à sa destination, n'ayant point de nouvelles de lui depuis ce temps-là.

Après l'affaire malheureuse du maréchal de Lehwaldt363-4 et la nouvelle que j'eus de la trame des ministres d'Hanovre,363-5 j'ai pris la résolution d'écrire au duc de Richelieu.363-6 Je lui ai demandé des passe-ports. Je les ai reçus et lui ai dépêché le sieur d'Eickstedt,363-7 simplement pour lui porter ma lettre et pour apprendre sa réponse. Au surplus, ma lettre au duc de Richelieu ne comprend autre chose, sinon que je m'adressais à lui par un effet de l'estime qu'il inspirait à ceux qui ne le connaissaient pas même particulièrement; qu'il s'agissait de la paix, si on la voulait bien; que j'ignorais quelles étaient ses instructions, mais, dans la supposition que le Roi son maître, assuré de la rapidité de ses progrès, l'aura mis en état de travailler à la pacification de l'Allemagne, je lui<364> adressais le sieur d'Eickstedt, dans lequel il pourrait prendre une confiance entière; que je préférais de confier mes intérêts au Roi son maître plutôt qu'à tout autre, et que, s'il n'avait aucune instruction relative à la proposition que je lui faisais, je le priais d'en demander et de m'en informer.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


9351. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL VON LEHWALDT.364-1

Quartier Kerspleben, bei Erfurt, 21. September 1757.

Ich habe Eure beide Schreiben vom 13. und vom 14. dieses richtig erhalten, von deren Einhalt Ich dann, so viel alle Eure darin gemeldete Operationes und Mouvements anbetrifft, alle Zufriedenheit habe, da Ich gar zu wohl begreife und einsehe, dass Ihr Euch darunter nach denen Bewegungen des Feindes richten müsset. Was die Zeitung angehet, als ob der Feind Miene mache, sich wiederum aus Preussen zurückzuziehen, so habe Ich noch Mühe, zu glauben, dass solches geschehen werde, soupçonnire auch fast, das es ein Aussprengen von ihm sei, um Euch etwa eine Feinte zu machen. Sollte es sich aber noch mehr confirmiren und der Rückmarsch wirklich geschehen, so wäre solches gewiss recht sehr gut und ein Évènement, davon Ich die Ursache noch nicht weiss, noch begreifen kann.

Gesetzt nun, dass es geschähe und die feindliche Armee zurückginge, so würde Euch solches die Gelegenheit geben, noch schöne Coups, insonderheit auf die, so sie in Preussen zurücklassen würden, zu machen und diese glatt aus Preussen zu jagen, auch viel Gefangene zu machen.

Worüber Ihr von neuem zu Eurer Verhaltung auf einen gewissen Fall des Feindes anfragen wollen, da muss Ich Euch in Antwort ertheilen, wie Ich Euch364-2 vorhin schon ein vor allemal übergeben und autorisiret habe, alles dasjenige zu thun, was Ihr à propos und nöthig finden werdet, dabei Ich es auch um so mehr bewenden lasse, als die Évènements von einem Tag zum andern changiren, und es Mir also ohnmöglich ist, Euch deshalb was vorzuschreiben.364-3

Was die von Euch verlangte anderweite Hülfe in mehrerern Geldfonds zu Bestreitung derer von Euch angezeigten nothwendigen Ausgaben anlanget, da habe Ich zu solchen das Quantum von 800,000 Thaler ausgesetzet. Wie aber die baare Remittirung in jetzigen Umständen nicht möglich ist und es also durch Wechsel gehen muss, so habe Ich den Koppen zu Berlin beordert, sich sogleich mit dem Raufmann Split<365>gerber zu concertiren, dass derselbe Euch zuvorderst die Hälfte davon mit 400,000 Thaler, als höher dieser solches auf einmal nicht zwingen kann, durch Wechsel, wo möglich binnen den nächsten vier Wochen, übermache, alsdenn aber Ich wegen der übrigen 400,000 weiter sorgen werde.

Uebrigens hoffe Ich, dass der Obristlieutenant von Stutterheim365-1 einmal bei Euch angekommen sein werde.

Friderich.

P. S.

23. September.

Nachdem Ich Meinen Brief an Euch bereits abgeschlossen, bekomme Ich ein Schreiben eines Particuliers aus Preussen an jemanden allhier zu sehen, welches meldet, wie er Bürger aus Angerburg gesprochen, so zu der Zeit bei der russischen Armee gewesen, als der Courier aus Russland [kam], nach dessen Ankunft Apraxin den Rückmarsch resolviret hat, und die positiv versichern wollen, dass die russische Kaiserin todt sei.365-2 Dieser Umstand meritiret Eure besondere Attention, und befehle Ich daher, dass wenn Ihr zuvorderst gewiss wissen werdet, dass das Évènement von dem Tode der bisherigen russischen Kaiserin wahr und die Nachricht davon gegründet ist, Ihr alsdenn sogleich an den Generalfeldmarschall Apraxin schreiben, den Brief allenfalls auch mit einem Trompeter schicken und denselben ersuchen sollet, Mir vor einen Meiner Officiers einen Passeport zu schicken, den Ich nach Petersburg senden wolle, damit derselbe sicher dahin reisen könne. Ihr habt dieses bestens zu beobachten.365-3

Nach dem Concept.


9352. AN DEN GENERALLIEUTENANT PRINZ FERDINAND VON BRAUNSCHWEIG.365-4

Quartier Kerspleben, 21. September 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Von Ew. Liebden habe Ich das Vergnügen gehabt, heute früh zwei Schreiben nach einander zu erhalten, als eines vom 19. dieses und eins mit dem Detail der in Egeln gemachten Kriegesgefangenen. So viel ersteres anbetrifft, da dienet Ew. Liebden in Antwort, wie dass die Partie, so Dieselben genommen zu haben darin melden, ganz gut ist und alle Meine Approbation hat.365-5 Wenn aber Ew. Liebden Sich zurückziehen müssen,<366> so würde es sehr gut und würde für uns interessant sein, wenn Dieselben den Truppen des Duc de Richelieu noch einen Coup de patte geben und auf einen [von] dessen Posten fallen könnten; wie Ich denn glaube, dass Ew. Liebden mit dem Duc d'Ayen und dessen Corps noch wohl fertig werden dürften, um solchen wegzujagen, da dann solches doch allemal einigen Anstand und Aufhalt in denen Operationen des Duc de Richelieu geben wird.

Ich hiesigen Ortes werde Mich auch in einigen Tagen nach der Saale zurückziehen und sehen, was alsdenn zu thun sein wird, und ob Ich den Leuten hier oder aber dem Duc de Richelieu zu Halse zu gehen habe, um zu suchen, solchem tüchtig das Leder auszuklopfen. Wenn Ich Mich aber nach der Seite von Ew. Liebden wenden müsste, so werden Dieselben von Selbst einsehen und Sich vorstellen, dass Ich noch Infanterie sowohl als Cavallerie nöthig habe, mithin dass es nöthig sein wird, dass Ew. Liebden entweder bei Meiner Annäherung zu Mir stossen, wo es sonst möglich sein wird, oder aber dass Dieselbe Sich gegen ein gutes Corps Franzosen souteniren, um solches en échec zu halten, damit wenigstens solches separiret bleiben müsse und nicht zu dem grossen Haufen stossen könne.

Ob Ich auch schon schwach bin, so habe Ich jedoch ferme resolviret, es sei nun dem Duc de Richelieu dort oder aber dem Feinde hier, welcher von ihnen Mir am nächsten kommen wird, auf den Hals zu gehen und solchen zu combattiren. Ich bin übrigens Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Dans notre Situation, il faut se persuader, mon cher, qu'un de nous en vaut quatre autres. Adieu.

Federic.

Nach der Ausfertigung im Kriegsarchiv des Königl. Grossen Generalstabs zu Berlin. Der Zusatz eigenhändig.

<367>

9353. AN DEN GENERALLIEUTENANT PRINZ FERDINAND VON BRAUNSCHWEIG.367-1

Kerspleben, 22. September 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden Schreiben vom 20. dieses habe Ich zugleich mit Dero beiden vom 21. dieses heute Mittag erhalten, und dienet Deroselben darauf in Antwort, dass, wenn der Feind bei Osterwieck nicht mehr als 12,000 Mann hat, Ew. Liebden deshalb eben keine grosse Besorgniss und Gefahr daher haben werden. Wie denn überhaupt Ich Ew. Liebden sehr bitten muss, nicht allemal die grosse Zahl, so der Feind von sich ausgiebet, und die von demselben ausgestreuet wird, zu glauben, als wodurch der Duc de Cumberland vorhin zum öftern induciret worden, fausses démarches zu begehen und unrichtige Mesures zu nehmen, da er sich dadurch intimidiren lassen. Ich bin auch fast der Meinung, dass, wenn sie sich bei Osterwieck von 12,000 angeben, ihrer ohngefähr 6000 sein mögen; in jetziger Situation auch muss es uns einerlei sein, ob es 6 oder 12,000 sein. Ueberhaupt weiss Ich bei gegenwärtigen Umständen keine andere Partie als die zu nehmen, dass wenn Ich werde hier abkommen können, Ich alsdenn Mich dorthin wende und die Leute par détail zu schlagen suche; dabei Ich Mich dann verspreche, von Ew. Liebden rechtschaffen secondiret zu werden.

Dass sonst Ew. Liebden so wenig Nachrichten dorren vom Feinde bekommen können, befremdet Mich einigermaassen, zumal wenn Ew. Liebden Sich erinnern, dass es leider dorten jetzo in Meinen Landen ist, wo der Krieg sich hingezogen hat. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Kriegsarchiv des Königl. Grossen Generalstabs zu Berlin.


9354. AN DEN GENERAL DER INFANTERIE PRINZ MORITZ VON ANHALT-DESSAU.367-2

Kerspleben, 22. September 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich habe Ew. Liebden Schreiben vom 21. dieses heute früh erhalten und aus solchem ersehen, dass, nachdem Dieselbe Dero Marsch nach Torgau367-3 angetreten, Dieselbe zuvorderst die bei Wurzen geschlagene Schiffbrücke abbrechen lassen. Wie nun ersteres recht gut ist, so kann Ich doch dabei nicht ohnangemerket lassen, dass die Brücke hätte bleiben müssen und ein Bataillon dabei zu deren Bedeckung.367-4 Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter Friderich.

<368>

Wegen der Brücke ist wohl nöthig, dass sie bliebe. Es kann leichte geschehen, dass wir in 8 oder 14 Tagen den Duc de Richelieu bei Halberstadt ankriegen, und dann hätte ich einen Theil Ihres Corps höchst nöthig.368-1

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst. Der Zusatz eigenhandig.


9355. AN DEN GENERALLIEUTENANT PRINZ FERDINAND VON BRAUNSCHWEIG.368-2

Kerspleben, 23. September 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden Schreiben vom 22. dieses habe Ich heute Abend durch den damit abgeschickten Expressen richtig erhalten und daraus mit ausnehmendem Vergnügen ersehen, wie die im Halberstädtischen gestandenen französischen Truppen die Partie genommen, diese Provinz wieder zu quittiren, Osterwieck zu verlassen368-3 und sich über die Grenze zu ziehen. Welches alles dann und was Ew. Liebden Mir sonst melden, recht sehr gut ist. Wenn Ew. Liebden inzwischen von den Franzosen weitere Nachrichten einziehen können, so wird es Mir besonders angenehm sein, wenn Dieselben Mir solche communiciren werden. Ich bin übrigens Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Les Français font un camp auprès de Wolfenbüttel,368-4 et le froid qu'il fait ne les animera pas à soutenir la campagne; je crois, si ce temps dure, qu'ils penseront aux quartiers d'hiver. Je vous apprends en même temps la grande nouvelle que les Russes se sont mis en chemin pour quitter inopinément la Prusse :368-5 voilà quelque chose; mais il s'en faut bien que c'en soit assez. Adieu.

Federic.

Nach der Ausfertigung im Kriegsarchiv des König]. Grossen Generalstabs zu Berlin. Der Zusatz eigenhändig.

<369>

9356. AU CONSEILLER DE LA CHAMBRE DE JUSTICE D'EICKSTEDT.369-1

Eickstedt berichtet, Braunschweig 20. September: „Sire. Je n'ai pu parler que ce matin au Maréchal,369-2 parcequ'il a reconnu hier les environs entre Wolfenbüttel et ici, où on va asseoir un camp pour 45 bataillons et une cavalerie à proportion. Il m'a répondu qu'il n'avait point d'ordre de sa cour pour un sujet si important, mais qu'il allait expédier dans le moment un courrier, pour envoyer la lettre de Votre Majesté,369-3 accompagnée de réflexions de sa part. Ce soir, à 9 heures, il m'a appointé pour prendre sa réponse à Votre Majesté, et pour parler plus amplement avec moi. Je marque, en attendant, ceci à Votre Majesté, et Elle verra plus amplement, par le mémoire ci-joint, ce qui s'est passé entre le Maréchal et moi de conséquence.“

„M é m o i r e.

J'ai l'honneur de marquer à Votre Majesté, selon Ses ordres, très fidèlement et exactement tout ce qui s'est dit, pour qu'Elle puisse juger des apparences. En arrivant hier à la pointe du jour, j'appris que le Maréchal serait ici. Il arriva à 5 heures du soir, mais je ne pus pas le voir.

Après avoir lu la lettre de Votre Majesté, il me dit qu'il n'avait point d'ordre ni instruction, mais qu'il croyait avoir entendu que Votre Majesté avait écrit au roi de France ou lui fait parler. Je lui dis que non, que je ne le croyais pas, puisque Votre Majesté m'en aurait dit quelque chose, pour ma direction.

Cela le détermina à me dire qu'il en écrirait par courrier à sa cour. Il ajouta que la chose était difficile, et qu'il ne savait pas comment sa cour se tirerait d'une affaire si embarrassante. Je lui ai répondu que ce serait la première fois que sa cour serait embarrassée pour se tirer d'affaire.

Il me dit : « Supposons que l'Impératrice-Reine ait promis les Pays-Bas, si elle lui fait avoir la Silésie; que feriez-vous? quelle proposition à faire? le roi de Prusse emploie ordinairement des gens au fait. » R. que ce n'était pas de mon ressort de faire des plans, que je ne savais à quel point les Pays-Bas pouvaient intéresser la France et balancer les anciens traités avec Votre Majesté, de même que les sentiments d'amitié et de reconnaissance que je devais naturellement lui supposer pour Votre Majesté; qu'en outre je savais bien que ce traité ne parlait que de 24,000 hommes.369-4

« Oui », me dit-il, « du commencement; mais l'Impératrice-Reine, voyant le sérieux, nous dit: cela ne suffit pas; cédez-moi Parme et Plaisance, et je vous donne les Pays-Bas, ou à l'Infant,369-5 c'est la même chose, si vous agissez avec force pour me procurer la Silésie.  »

Il me priait de rester, faisant semblant de répondre à Votre Majesté; puis, embarrassé, se leva et me dit qu'il est embarrassant de peser tous les mots. Lui ayant répondu sur-le-champ : « Je ne les pèserai pas non plus », il me demanda pourquoi Votre Majesté, si supérieure en génie, n'avait point fait des propositions. Je répondis en général que Votre Majesté apparemment avait cru tout faire, Se prêtant à les attendre. Il continua que c'était bien le sérieux de Votre Majesté de faire la paix. Répondant que Votre Majesté avait déclaré assez clairement, dès le commencement de la guerre, qu'Elle ne la faisait que pour avoir la paix, tout ce qui avait précédé, enfin toutes Ses démarches, étaient des interprètes de Ses intentions, il continua : »Mais si le Roi fait des propositions, la France demandera de grands sacrifices. Je lui répondis qu'il ne s'agissait pas de prescrire à quelqu'un qui est aux abois; que naturellement les propositions de paix devaient être persuasives, puisque, si on perdait<370> par la paix autant que par la guerre, je ne voyais rien qui puisse déterminer à la faire.

Il me dit : « Écoutez; le Roi désire la paix, son ministère également et tous ceux qui l'environnent de même; il nous faut quinze jours pour la réponse, on voudra aussi le communiquer au comte Starhemberg; le roi de Prusse ne me demande pas le secret, qu'en dites-vous? » Je lui dis: « Le Roi m'a ordonné le plus grand secret et l'incognito; ce que vous me dites, tendrait à une paix generale. »

Il m'a répondu : « Mais voilà deux grandes difficultés, de contenter l'Impératrice-Reine et de dédommager la Saxe. Le Roi a vu le faux pas que son ministère lui a fait faire, quand il était piqué contre le roi de Prusse, qui [a trop travaillé]370-1 à la paix, en place de s'entendre en fait de guerre avec le Roi; » puis il assurait que l'abbé de Bernis est de ses amis, et qu'il ferait du mieux pour répondre à la confiance de Votre Majesté. En même temps, il m'a appointé à 9 heures du soir, quand tout serait retiré; que, pour mieux cacher l'affaire, je pourrais me tenir en lieu tiers et retourner avec un passe-port qu'il me donnerait du 4 d'octobre, puisque les lettres pourraient faire soupçonner, et si l'Impératrice-Reine l'apprenait.370-2

Je ferai cette nuit le très humble rapport à Votre Majesté de l'entretien du soir. Je partirai demain matin pour Goslar.370-3 En sortant de la maison du Maréchal, j'y ai vu entrer le général Donop de Cassel;370-4 il n'a pas pris garde à moi, étant enfoncé dans mon manteau. Je marquerai au directeur Dieterich370-5 l'auberge où je serai à Goslar, pour m'y faire tenir les ordres de Votre Majesté, si Elle veut avoir la grâce de me les faire tenir par lui.“

Eickstedt berichtet, Braunschweig 20. September Abends: „Sire. Votre Majesté a sans doute reçu mon très humble rapport de ce matin. Je reviens dans ce moment du Maréchal. Il m'a remis la lettre ci-jointe, me priant d'assurer Votre Majesté de ses plus profonds respects. Quant aux affaires, il ne m'a dit autre chose, sinon qu'il ne pouvait se défaire de l'idée que le roi de France ne soit déjà informé, puisque l'abbé Bernis lui avait écrit: »Je vous félicite de ce que vous ferez la paix.“ Il ajouta que Votre Majesté connaissait mieux que lui la cour de France, et qu'Elle savait bien que le roi de France désire la paix. Que le courrier ne partirait que demain matin, parceque ses dépêches n'avaient pu s'achever. Qu'entre le 6 et le 10 d'octobre il aurait la réponse. Au reste, il m'a demandé d'engager ma parole de ne pas abuser du passe-port370-6 au préjudice de son armée.

Comme on visite les estafettes, je suis obligé de retenir le rapport de ce matin pour l'ordinaire qui part demain matin, de sorte qu'ils viendront ensemble, sans ma faute.“

Schreiben des Marschalls Herzog von Richelieu, Braunschweig 20. September:

„Sire. Quelque supériorité que Votre Majesté ait en tous genres, il y aurait peut-être beaucoup à gagner pour moi, de négocier plutôt que combattre vis-à-vis d'un héros tel que Votre Majesté, et je crois que je servirais le Roi mon maître d'une façon qu'il préférerait à des victoires même, si je pouvais contribuer au bien d'une paix générale; mais j'assure Votre Majesté que je n'ai ni instructions ni notions sur les moyens d'y pouvoir parvenir.

<371>

Je vais envoyer un courrier sur-le-champ pour rendre compte des ouvertures que Votre Majesté veut bien me faire, et j'aurai l'honneur de Lui rendre la réponse, comme j'en suis convenu avec M. d'Eickstedt.

Je sens, comme je le dois, tout le prix des choses flatteuses qui viennent d'un Prince qui. fait l'admiration de toute l'Europe, et qui, si je l'ose dire, a fait encore plus, s'il est possible, la mienne particulière; je voudrais bien au moins mériter ses bontés, en le servant dans le grand ouvrage auquel il daigne croire que je puis contribuer; je voudrais par-dessus tout lui pouvoir donner des preuves du profond respect avec lequel j'ai l'honneur d'être etc.“

Kerspleben, 24 septembre 1757.

J'ai eu la satisfaction de bien recevoir les lettres que vous m'avez faites du 20 et du [20] de ce mois, et suis content de la façon dont vous vous êtes pris pour vous acquitter de votre commission. Je ne saurais répondre présentement à la lettre du duc de Richelieu, vu qu'il ne s'y agit que de compliments pour répondre à la lettre que je lui avais faite. Il me faut attendre celle qu'il me fera après le retour de son courrier. Mais la première fois que vous lui parlerez, vous lui direz, quoique bien modestement et en termes convenables et doux, qu'il était vrai que j'avais envoyé quelqu'un en France,371-1 pas pour y négocier, mais pour sonder seulement la façon de penser de sa cour, et comment elle s'expliquerait par rapport à l'accommodement à faire. Vous pouvez d'ailleurs bien jeter à propos, dans vos discours avec M. le Maréchal, que nous ne manquerons pas d'occasions pour parvenir à la paix; qu'on nous en a fait des propositions qui nous accommoderaient assez, mais que, par une entière prédilection pour la France, nous aimons mieux, si nous pouvons nous accorder avec elle, et que les affaires se fassent plutôt par elle que par d'autres; que, quant à la paix, soit particulière soit générale, nous attendions les propositions qu'on me ferait, afin d'y pouvoir répondre. Au [surplus,] quand le duc de Richelieu vous parlera de cessions ou de pareilles choses, vous lui répondrez modestement que des propositions de cette nature n'étaient pas les moyens propres pour faire acheminer la paix, et qu'il devait se souvenir de ce qui arriva l'an 1672 à Louis XIV, lorsqu'il fut à Utrecht.371-2

Au reste, je suis bien aise de vous avertir que, quoique la nouvelle de la retraite de l'armée de Russie de Prusse,371-3 qu'elle vient de faire effectivement, pour s'en retourner aux frontières de la Russie, sans que nous savons au juste la raison qui l'y oblige, ne manquera pas d'arriver à vos lieux, ma volonté est cependant que vous ne devez pas sonner le mot au Duc ni vous en expliquer en aucune façon làdessus, avant que vous n'ayez mes instructions ultérieures sur cet évènement. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Friderich.371-4

Nach der Ausfertigung.

<372>

9357. AU COLONEL DE BALBI.

Au quartier près Kerspleben, près d'Erfurt, 24 septembre 1757.

Le Roi a lu la lettre dont vous m'avez honoré du 13 de ce mois.372-1 Sa Majesté espère que celle qu'elle vous a écrite du 4 du courant, pour vous avertir du malheureux évènement qui est arrivé au chasseur Nadeler,372-2 qui, n'étant plus qu'à quatre lieues de nous, a été enlevé par les hussards autrichiens à Oschatz, qui y entrèrent justement quand il voulut changer de cheval de relais, ainsi que la dépêche dont il a été chargé, a été perdue. Le Roi aimerait bien de savoir si cette dépêche a été du comte de Neuwied ou de vous, chiffrée ou non. Il nous importe bien d'en être instruit; ainsi je vous supplie de m'en éclaircir au plus tôt possible, de m'adresser un double de la dépêche mis entièrement en chiffres.

Au surplus, pour vous marquer les ordres du Roi sur votre lettre dessus accusée, j'ai l'honneur de vous dire que Sa Majesté veut que vous vous teniez à présent tout clos et boutonné, sans négocier plus la moindre chose. Votre dépêche perdue vous fournira un prétexte assez spécieux pour ne vous expliquer plus sur rien, sans cependant rompre sur rien formellement. Le Roi souhaiterait d'ailleurs que vous changiez même de heu et de demeure, crainte qu'il ne vous arrive quelque inconvénient, ou d'être reconnu. Vous vous conformerez ainsi exactement aux intentions du Roi. La véritable raison de ceci est que Sa Majesté a choisi un autre canal pour négocier directement.372-3 A bon entendeur salut. Supposé que vous reveniez chez nous, il sera nécessaire que vous preniez de grandes précautions avec vos papiers et de les brûler plutôt, ce qui est absolument nécessaire, surtout vos chiffres et les points que vous savez,372-4 que d'exposer quelque chose au hasard.

Le conseiller connu.

Nach der Ausfertigung.


9358. AU MINISTRE D'ÉTAT ET DE CABINET COMTE DE FINCKENSTEIN A BERLIN.

<373>

Finckenstein berichtet, Berlin 21. September, er werde dem Befehle des Königs gemäss372-5 eine Million Thaler von Cüstrin nach Magdeburg schaffen lassen; die Wege seien augenblicklich noch sicher. „Mais comme ces transports d'argent ne sauraient manquer de revenir plus d'une fois avant la fin de la guerre, et que la même sûreté pourrait bien ne pas s'y trouver

Kerspleben près d'Erfurt, 24 septembre 1757.

Je trouve très bonne et bien pensée l'idée que vous m'avez proposée dans votre rapport du 21 de ce mois. Je préfère encore Magdebourg à Cüstrin, afin d'y transporter le trésor avec l'argent des

toujours, j'ai cru de mon devoir de proposer à Votre-Majesté si Elle ne préférait pas encore Magdebourg à Cüstrin, au cas qu'il faudrait absolument en venir à cette retraite. Les raisons qui m'engagent à faire cette proposition, sont, premièrement, que le théâtre de la guerre a changé depuis quelques semaines, que la Lusace et le centre de la Saxe se trouvent dégarnis de troupes suffisantes, qu'on ne peut pas savoir d'ailleurs jusqu'où portent les desseins des Suédois, et que le même cas qui nous obligerait de quitter Berlin, pourrait exposer Cüstrin a un siège; qu'indépendamment de tout cela et en second lieu la communication pourrait être coupée entre Custrin et les États de Votre Majesté, auquel cas les transports d'argent ne pourraient plus se faire, et Votre Majesté pourrait Se trouver par là dans un très grand embarras. En troisième lieu, il n'y a point de monnaie à Cüstrin, et il pourrait arriver tel cas, à la longue et par la continuation de la guerre, où Votre Majesté voudrait faire monnayer Son argenterie, de sorte qu'il deviendrait impossible ou du moins très difficile d'exécuter cet article important de Son instruction secrète.373-1 Tous ces inconvénients n'existeraient pas à Magdebourg, où il y a une monnaie, et qui fait d'ailleurs une place bien plus considérable, que Votre Majesté pourrait soutenir et secourir dans le cas d'un siège avec Son armée.“

caisses, de même que les vaisselles et cetera, [pourvu que] cela [puisse] se faire avec sûreté. Aussi j'approuve entièrement et vous ordonne de vous concerter d'abord là-dessus avec le ministre Boden, afin d'arranger tout ce qu'il faut en conséquence, quoique je ne croie pas que ce soit déjà le temps où l'on aura à craindre pour Berlin; cependant, j'ai jugé- à propos de vous déclarer d'avance qu'au cas qu'il en faut venir à la retraite, il ne sera pas nécessaire que tous les gens du Directoire général aillent se retirer à Magdebourg, parcequ'il n'y servirait de rien; il suffira que, le cas arrivant, le Commissaire général373-2 avec le ministre Boden et tout au plus ceux qui sont du département von der Verpflegung der Armée, mais surtout le conseiller privé Kœppen, avec les commis de sa caisse, aillent à Magdebourg, pour y être à portée. Tous les autres du Directoire et cetera pourront aller à Custrin, où ils seront aussi sûrs que possible, non pas par rapport aux fortifications du lieu, mais à l'égard de sa situation, vu que tout ennemi ne saurait leur [faire tort], malgré toute [mauvaise] intention qu'il pourrait avoir.

Pour ce qui regarde ma négociation de paix avec la France, elle commence d'être mise en train. Je ne saurais vous dire encore quel en sera le succès, parcequ'on ne s'est point encore expliqué sur les conditions qu'on me proposera. J'espère d'en être instruit entre ici et le 10 d'octobre,373-3 dont je vous informerai à son temps. En attendant, quoi qu'il en arrive, j'en retirerai au moins l'avantage, supposé même qu'il n'en résultera rien, que je ferai ralentir les [opérations]373-4 de la France, et que je gagnerai du temps. Et, sur ce, je prie Dieu etc.

Federic.

Nach der Ausfertigung.

<374>

9359. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

[Kerspleben,] 24 [septembre 1757].

Mon frère de Prusse s'est si mal conduit dans son commandement que, pour ne point perdre l'armée, j'ai été obligé de le lui ôter. A présent il boude avec moi, et il s'est fourré à Wittenberg.374-1 Je l'abandonne à sa mauvaise conduite, et je ne me mêle plus de ses affaires.

J'ai écrit au duc de Richelieu; il n'a, comme je m'y suis bien attendu, aucun ordre de négocier.374-2 Mais il a beaucoup parlé à Eickstedt des engagements de la France, des Pays-Bas et de leurs avantages, de sorte que cela me renouvelle, comme de raison, les soupçons de traités de partage que les triumvirs ont faits.374-3 Voilà pour les affaires d'intérêt qui me paraissent dans une situation désespérée. D'un autre côté, les Russes se sont retirés et sont en pleine marche pour quitter la Prusse, sans que jusqu'à présent on en puisse pénétrer la cause. Les Suédois bloquent Stettin,374-4 le prince de Bevern est en Silésie, les partis ennemis vont jusqu'à Treuenbrietzen.

Quant à ce qui regarde la réputation, tout est presque aussi désespéré que le reste. La Fortune ne nous en a que trop voulu. Ainsi, ma chère sœur, jusqu'à présent je ne vois rien de consolant pour moi; ma vieille tête épuisée et couverte de cheveux blancs ne vaut ni celle de Thalès ni le moindre bourg de mes provinces. Je ne suis point ivre d'amour propre, et je suis persuadé qu'un malheureux de plus ou de moins dans le monde ne changera pas l'ordre de l'univers.

Federic.

Nach dem Concept. Eigenhändig.374-5


9360. A LA REINE DE SUÈDE A STOCRHOLM.

[Kerspleben,] 24 septembre [1757].

Ma très chère Sœur. J'ai reçu, par le comte de Solms,374-6 votre lettre avec bien du plaisir. Je crois qu'il fût bien à souhaiter que le roi de Suède n'eût pas pris le parti excessif qu'on lui a fait prendre. Dans le moment présent, il est sûr que nous ne pouvons pas empêcher les Suédois de prendre des quartiers, pendant ce mois de septembre, dans ma Poméranie;374-7 mais comme tout ne se fait pas dans un jour, nous pourrons bien trouver le moment pour les faire repentir de leur invasion. Je suis très persuadé que vous êtes innocente à tout le malheur qui est arrivé, et vous pouvez compter, ma très chère sœur, que cela ne refroidira ni changera jamais les sentiments que j'ai pour vous.

Federic.

Nach dem Concept.

<375>

9361. AU MARGRAVE D'ANSPACH A TRIESDORF.

Erfurt, 24 [septembre] 1757.

Mon cher Neveu. Je vois toute l'horreur de la situation où votre père vous a laissé,375-1 et l'impuissance où vous êtes d'y remédier. Je vous aime trop, pour exiger de vous d'entreprendre des choses qui pourraient perdre vous et votre pays. Je me confie entièrement à votre amitié, et j'en attends le retour, lorsque vous serez libre et dégagé des chaînes que vous portez.375-2 Soyez assuré de ma tendresse et de l'estime sincère avec laquelle je suis, mon cher neveu, votre fidèle et affectionné oncle

Federic.

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei.


9362. A LA MARGRAVE DOUAIRIÈRE D'ANSPACH A TRIESDORF.

Erfurt, 24 [septembre] 1757.

Ma chère Sœur. Je n'exige rien de votre fils, je sens trop sa triste situation; le père lui a laissé en mourant ses chaînes en héritage, il faut bien qu'il les porte jusqu'à des temps plus heureux. Le bien de son pays l'y oblige, et je me contente de son cœur, persuadé qu'il prendra des partis plus convenables pour son honneur et pour l'avantage de la famille, dès qu'il le pourra avec sûreté. Adieu, ma chère sœur, je vous embrasse tendrement, vous assurant des sentiments d'estime et de considération que je vous conserve jusqu'au dernier soupir, étant, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei.


9363. AN DEN GENERALLIEUTENANT PRINZ FERDINAND VON BRAUNSCHWEIG.

<376>

Prinz Ferdinand antwortet, Zilly 24. September morgens um 4 Uhr, auf das Schreiben des Königs vom 22. September,375-3 es sei aus verschiedenen Gründen nicht gerathen, mit dem bei Osterwieck stehenden feindlichen Corps in ein ernstliches Gefecht sich einzulassen. „Da mein Plan bisher gewesen, das Land von den Lieferungen zu befreien, des Feindes detachirte Parteien zu schlagen und aufzuheben und mich als ein ehrlicher Mann zu wehren, wenn derselbe mich angreifen sollte, so hoffe ich, dass Ew. Königl. Majestät mir gnädigst erlauben werden, nach solchem fortzufahren.“

Kerspleben, 25. September 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden Schreiben vom 24. dieses ist Mir heute Vormittag richtig eingeliefert worden, worauf Ich denn auch in Antwort ertheile, dass bei den darin gemeldeten Umständen Ew. Liebden nicht nöthig haben, weiter vorzupoussiren, noch mit Vivacité zu agiren, vielmehr halte Ich den von Deroselben Sich gemachten

 

Plan vor genehm, und können Ew. Liebden nach solchem agiren, wenn aber jedennoch Deroselben was Feindliches zu nahe kommen wollte, Sich solches vom Halse halten. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Vous n'avez, mon cher, qu'à observer une exacte défensive; voilà ce qui convient à présent.

Federic.

Nach der Ausfertigung im Kriegsarchiv des Königl. Grossen Generalstabs zu Berlin. Der Zusatz eigenhändig.


9364. AN DEN GENERALLIEUTENANT PRINZ FERDINAND VON BRAUNSCHWEIG.

Kerspleben, 26. September 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden Schreiben vom 25. dieses erhalte Ich sogleich heute Abend, und kann Ich wohl nicht anders als Deroselben Meinen freundvetterlichen Dank vor Ew. Liebden gegen Mich darin bezeigte, Mir aber jedesmal schon bekannt gewesene Sentiments erstatten, da Ich völlig überzeuget bin, wie viel Part Dieselben an allem, so Mich interessiret, nehmen.376-1

Was die gefangene Franzosen anbetrifft, da ist Meine Intention, dass Ew. Liebden die376-2 Officiers auf Parole relachiren können, wenn zuvorderst von ihnen eine accurate Liste mit Anführung ihres Vor- und Zunamens, Charakters und des Regiments, bei welchem sie dienen, gemachet sein wird. Die Gemeinen aber muss man recht gut halten und cajoliren. Welches Ew. Liebden denn zu besorgen beheben werden. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter

Je ne crois pas que les Français feront grand' chose.376-3

Friderich.

Nach der Ausfertigung im Kriegsarchiv des Königl. Grossen Generalstabs zu Berlin. Der Zusatz eigenhändig.

<377>

9365. AU COLONEL DE BALBI.377-1

Der Oberst von Balbi berichtet: „Dans ce moment, le 15 septembre, la lettre en chiffre m'est remise.377-2 Le malheur arrivé au courrier est très accablant pour le comte de Wied, qui Vous a détaillé la tentative que l'on a faite auprès le maréchal de Belle-Isle et sa réponse, comme aussi que l'entrevue avec un général français n'a pu avoir lieu, le colonel Fischer377-3 ayant avancé des mensonges.

Ladite dépêche contenait des plans et propositions, en particulier la cession de Neuchâtel et Valangin à la Pompadour,377-4 pour détacher la France et Vous procurer une paix avantageuse conditionelle, [qui] fait tout. Il y avait aussi une grande relation du sieur Barbutt, de l'entretien qu'il a eu au long avec le maréchal de Belle-Isle. J'apprends que le courrier, en passant Francfort, a reçu un paquet de Freytag concernant lés mentionnés projets, avec plusieurs lettres du secrétaire du duc de Richelieu. Le paquet du comte Wied était déjà fermé, lorsque j'arrivais chez lui, contenant dix feuilles qui n'ont pu être en chiffres, à cause de leur volume et pour l'empressement de le faire partir, outre que le courrier a assuré la garantie du paquet.

Le comte Neuwied court le plus grand risque de monde, il s'est proposé de se mettre à couvert en France ou en Hollande, croyant que son comté sera pillé. Le pire est qu'il se voit obéré et sans argent et sa ruine totale. Il fait partir le chambellan Barbutt pour Paris, dont une relation fort ample de la cour de France, à l'égard du roi de [France], accompagne la dépêche du courrier. Comme il fait ce second voyage, je lui ai fait payer 800 écus et 200 à l'officier du comte Wied, qui est un homme très avisé et de bonne résolution. Le chambellan doit prévenir le mauvais effet que cette découverte pourrait causer, et chercher encore les [voies] convenables, pour porter les affaires à un accommodement.

En veillant avec attention à tout ce qui se passe, je me suis retiré dans le Westerwald, dans une vieille masure près de Freiburg, pour être en sûreté, où j'attends les ordres de Votre Majesté, par le retour de l'officier, pour m'y conformer. Le capitaine est un excellent sujet. Le marchand Wïnckelmann a avancé 1200 écus, dont le chambellan a 800, le capitaine et moi chacun 200.“

Au quartier de Kerspleben, 26 septembre 1757.

Après la lettre que le conseiller privé Eichel vous a écrite, en conséquence de mes ordres, le 24 de ce mois septembre,377-5 le porteur de celle-ci vient d'arriver ici et m'a fait un fidèle rapport et précis de ce que la dépêche malheureusement perdue du chasseur Nadeler avait compris. Je suis bien aise de tout ce qu'il m'a rapporté à cette occasion, et me flatte que la négociation secrète, et que je viens d'entamer directement,377-6 prendra peut-être consistance, à moins qu'on ne prétendra pas de cessions. Comme, entre autres, le susdit porteur m'a dit que la négociation serait bientôt faite, si je voulais me résoudre de céder à Madame de Pompadour sa vie durant la principauté de Neuchâtel et Valangin, je suis bien aise de vous dire que je ne ferais point de difficultés sur cet article, de sorte que je vous ordonne et autorise expressément, par le présent, d'en parler à vos amis là où vous êtes, et où il convient, afin qu'ils puissent hardiment insinuer et promettre à<378> Madame de Pompadour de ma part que, la paix entre la France et moi faite, je céderais d'abord et de bonne foi à elle sa vie durant la principauté de Neuchâtel et de Valangin, avec toute appartenance et revenu, ne m'en conservant que le retour et le rechange au cas de sa mort, mais qu'aussi et en revanche je me flatte qu'elle emploiera tout son crédit, afin que les articles de la paix à faire me soient avantageux ou du moins point onéreux, et que, pour l'ultimum, tout soit remis dans l'état où les positions étaient avant la guerre présente.

Au reste, donnez-moi au plus tôt des éclaircissements si vous croyez que la France voudra la paix générale, ou si elle aime mieux de la faire préalablement séparée avec moi, pour travailler après à une juste pacification générale. Il m'importe extrêmement d'être instruit sur cet article, pour prendre mes mesures en conséquence.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


9366. AU MINISTRE D'ÉTAT ET DE CABINET COMTE DE FINCRENSTEIN A BERLIN.

<379>

Finckenstein berichtet, Berlin 24. September, in Beantwortung der zwei königlichen Schreiben vom 21. September:378-1 „Il faudrait être beaucoup moins attaché, que je ne le suis, à Sa personne et à Ses intérêts, pour n'avoir pas été touché jusqu'aux larmes en lisant la première; mon unique consolation est dans l'espérance que le triste cas dont Elle y parle n'existera jamais : je le regarderais comme le plus grand malheur qui pourrait arriver à l'État auquel Elle doit, qu'il me soit permis de le dire, la conservation de Ses jours. Je sens tout ce qu'il y a de critique dans la situation de Votre Majesté, et j'ai admiré plus d'une fois le courage avec lequel Elle a soutenu cette suite d'adversités; mais c'est dans ces sortes d'occasions qu'un grand cœur se fait connaître, et il ne fallait pas moins que cette conduite admirable, pour soutenir la haute réputation que Votre Majesté S'est acquise. Il n'y a d'ailleurs point de situation, quelque fâcheuse qu'elle soit, qui ne puisse

[Erfurt,] 27 septembre 1757.

Vous devez me connaître assez, pour être persuadé que je ne désespère pas facilement. Je n'ai point perdu courage, jusques aux invasions nouvelles qui se font ou vont se faire dans le cœur de mon pays, ce qui tarira toutes les ressources. J'irai mon train indépendamment de ces nouveaux malheurs. Je ferai ce que je pourrai, mais je ne ferai pas grand' chose. Comment faire face à 50,000 Français qui vont entrer dans le Magdebourg, à l'armée de l'Empire, aux détachements des Autrichiens répandus en Saxe et au corps du général autrichien de Marschall qui est auprès de Lauban,378-2 et qui, d'un

avoir ses ressources, et la moindre de ces ressources est toujours préférable à un parti désespéré. Je conjure donc très humblement Votre Majesté de renoncer à une résolution si funeste et de ménager une vie qui est si chère et si nécessaire à tous Ses fidèles sujets.“

jour à l'autre, peut marcher ou à Glogau et Crossen, ou même à Berlin !

La négociation que vous savez,379-1 fait entrevoir quelque lueur favorable,379-2 mais elle traînera, et Dieu sait quels évènements arriveront entre ce temps; il nous faut des miracles, ou nous sommes perdus. Si la retraite des Russes379-3 s'était faite il y a trois mois, cela nous aurait procuré les plus grands avantages. A présent cela sauve l'armée de Lehwaldt et Kœnigsberg; mais, malgré le départ de nos ennemis, je ne suis pas jusques à présent le maître de retirer un homme de la Prusse. Enfin [c'est] mon chagrin, que pour moi je l'enferme dans le silence et le secret au fond de mon cœur, et je vous assure qu'extérieurement il n'y paraît pas, et que je continue, dans les conjonctures qui se présentent, à agir comme mes forces me le permettent et avec la même liberté d'esprit dont je vous ai entretenu en partant de Potsdam; mais, lorsqu'on se croit quitte envers sa patrie, il est juste de penser à soi-même et à ce que l'honneur exige de nous.

Je me retirerai d'ici le 28 ou 29 vers Naumbourg où je pourrai être le ...379-4 d'octobre, et où je compte au moins séjourner 8 jours, me bornant à couvrir Halle et Berlin, autant que je le pourrai, et à tomber sur le corps à celui qui m'approchera le plus. Adieu.

Federic.

Nach der Ausfertigung.


9367. AU DÉPARTEMENT DES AFFAIRES ÉTRANGÈRES.

Podewils und Finckenstein berichten, Berlin 24. September, dass sie nach Abreise des schwedischen Gesandten Wulfweustjerna379-5 den Gesandtschaftssecretär von Nolcken zum Verlassen der preussischen Hauptstadt aufgefordert haben, „puisque, depuis la guerre que la Suède faisait injustement à Votre Majesté, Elle ne saurait plus souffrir à Sa cour quelqu'un de la part de celle de Suède, et que le sieur Diestel379-6 avait reçu ordre de se retirer au plus tôt de Stockholm.

Le sieur de Nolcken répondit qu'il ne saurait partir, avant que d'en avoir informé sa cour, qui lui avait expressément ordonné de rester ici jusqu'à nouvel ordre, qu'il se soumettait plutôt à toutes les extrémités qu'on pourrait employer, que de désobéir à sa cour; que celle-ci n'avait point déclaré la guerre à Votre Majesté, prétendant justifier sa conduite par la garantie de la Paix de Westphalie.379-7 On n'a pas manqué de lui faire sentir le ridicule de cette défaite, en lui faisant comprendre que, sur son refus déplacé, on se trouverait obligé de le faire décamper malgré lui et de l'envoyer, sous l'escorte d'un officier, au delà des frontières . . .

On serait à la vérité suffisamment autorisé, par le droit des gens et par les exemples de toutes les cours de l'Europe en pareil cas, d'employer la force pour conduire ledit secrétaire d'ambassade jusqu'aux frontières; cependant, nous n'avons pas voulu procéder à cette démarche sans les ordres exprès de Votre Majesté.“

<380>

[Erfurt, 27 septembre 1757]380-1

Renvoyez cette canaille. Vous êtes les plus faibles des hommes de le souffrir à Berlin; cela est indigne, vous ne savez pas votre métier.

Federic.380-2

Eigenhändig in margine des Berichts.


9368. A LA PRINCESSE AMÉLIE A BERLIN.

Erfurt, 27 septembre 1757.

Ma chère Sœur. Nos affaires en sont encore sur le pied que je vous l'ai écrit dernièrement.380-3 Je fais comme ces gens accablés de mouches, qui les chassent de leur visage“, mais quand l'une s'envole de la joue, une autre vient se mettre sur le nez, et à peine s'en est-on défait, qu'une nouvelle volée se place sur le front, sur les yeux et partout. Enfin, cet ouvrage durera, je crois, jusqu'à ce que le grand froid engourdisse cet essaim insupportable. Souvent je voudrais m'enivrer pour noyer le chagrin, mais comme je ne saurais boire, rien ne me dissipe que de faire des vers, et tant que la distraction dure, je ne sens pas mes malheurs. Cela m'a renouvelé le goût pour la poésie, et quelque mauvais que soient mes vers, ils me rendent, dans ma triste situation, le plus grand service. J'en ai fait pour vous, ma chère sœur, et je vous les envoie, pour que vous voyiez que la tristesse même ne m'empêche pas d'avoir l'esprit rempli de votre souvenir.380-4

Je suis avec une parfaite tendresse, ma très chère sœur, votre fidèle frère et serviteur

Federic.

Nach einer Abschrift im Grossherzogl. Hausarchiv zu Darmstadt. Die Abschrift von der Hand der Landgräfin Karoline. Die Ausfertigung war jedenfalls eigenhändig.


9369. AN DEN ETATSMINISTER GRAF FINCRENSTEIN IN BERLIN.

Quartier Buttelstädt, 27. September 1757.

Mein lieber Geheimer Etatsminister Graf von Finckenstein. Euch ist erinnerlich, was Ich in der Euch vor Meiner letzteren Abreise von dort hinterlassenen Instruction wegen gewissen Silbers disponiret habe.380-5<381> Wann Ich nun in jetzigen Umständen, und da der Krieg ganz schwere Unkosten erfordert, die Revenus aber vieler Provinzien bekanntermaassen ausfallen, resolviret habe, dass Ihr erwähntes Silber nur immer ausmünzen lassen sollet, so mache Ich hierbei annoch zu Eurer Direction bekannt, dass, da erwähntes Silber, so viel Ich Mich äusserlich erinnere, den innerlichen Valeur von ungefähr 400,000 Thaler haben wird, Ihr die Veranstaltungen dabei so machen müsset, dass zuvorderst dieses Silber vor Meine eigene Rechnung ausgemünzet, demnächst aber nur ganz geringhaltig ausgeschlagen und mit solchem Zusatz ausgepräget werden müsse, damit Ich wenigstens das Quantum von 800,000 Thaler in solchen Geldsorten erhalte, da es in denen jetzigen verworrenen Kriegeszeiten so genau auf einen ordentlichen Münzfuss und Gehalt nicht ankommen kann. Im übrigen muss der Geheime Rath Koppen alle die daher ausgemünzete Gelder, so wie sie nach und nach fertig werden, in Empfang nehmen, solche besonders notiren und bei der Generalkriegeskasse in Einnahme bringen.

Alles dieses habt Ihr nur sogleich und bestens zu besorgen, und Ich bin übrigens Euer wohlaffectionirter König

Friderich.

Nach der Ausfertigung.


9370. A LA MARGRAVE DE BAIREUTH A BAIREUTH.

[Buttelstsedt, ]381-1 28 septembre 1757.

Ma très chère Sœur. Si quelque chose dans le monde pouvait me consoler encore, ce serait la tendre part que vous prenez à mes malheurs; mais, ma chère, mon adorable sœur, la mesure va dans peu se combler, et il ne s'en faut de peu que je ne me trouve dans la situation que vous dépeignez. Les ressources auxquelles vous me renvoyez, manquent, enfin il ne me reste plus que de mener cette campagne à sa fin, pour ne penser plus qu'à mon personnel. Vous verrez par la pièce ci-jointe381-2 le véritable état de tout, et vous pourrez en juger par vos propres yeux.

Je ne demande que la mort; la forme dont je la voudrais, semble se dérober à moi : peut-être même que cela ne dépendra pas longtemps de moi de l'avoir, comme je la désirerais. Jugez donc ce qui me reste, et du parti que doit prendre un homme d'honneur qui sa vie durant a pensé comme Caton, et qui veut mourir tel. Je n'ai qu'une seule porte pour m'échapper, ce serait cruel de me l'interdire; je souffre mille morts par jour, et une seule peut me délivrer de toutes mes souffrances. Si quelque chose était capable de me faire balancer dans mon parti,<382> c'est, je vous le jure, l'amitié que j'ai pour vous; mais, d'un autre côté, le monde me devient si insupportable, ma situation si affreuse et l'avenir si cruel que, loin de demeurer en suspens, je me confirme de jour en jour plus dans ma résolution une fois prise. Je suis engagé de finir cette campagne, je le ferai, quoi qu'il m'en coûte; mais une fois quitte envers ma patrie, à laquelle désormais je deviens inutile, je ne serai pas le tranquille spectateur de sa ruine, et un même jour nous verra périr. La première fois qu'on envisage ce parti, il paraît terrible; je m'y suis accoutumé, cette idée me paraît à présent douce et consolante : je donne à la nature ce qu'elle m'allait redemander dans peu, je troque un reste languissant de vie pour un repos que personne ne pourra me ravir. Est-ce la peine de balancer, et ne voit-on pas que je tire tout le profit d'une action louable et nécessaire dans les circonstances présentes? J'ai mis en vers toute la substance de la lettre que j'ai eu l'honneur de vous écrire, je crois du 22 ou 23.382-1 Si j'en ai le temps un de ces jours, je prendrai la liberté de vous en envoyer copie. Enfin, ma chère sœur, je tâche d'adoucir le peu de temps qu'il me reste à vivre, pour finir le plus tranquillement que je le pourrai. Je vous conjure de penser que c'est mon unique bien, que c'est la seule façon qui me reste d'être heureux, que c'est un moment auquel il faut revenir tôt ou tard, et qu'une fois mort, ni l'envie, ni la haine, ni la méchanceté des hommes ne nous peut plus persécuter, et que même la foudre des dieux devient impuissante en frappant notre monument.

Je sens que le sujet de mes lettres est lugubre, et qu'il faut un fonds de stoïcisme pour en supporter la lecture; cependant, j'aime mieux vous ouvrir naturellement mon cœur, que de vous étaler de fausses maximes et de jouer l'heureux dans ma fortune maudite; oui, ma divine, oui, mon incomparable sœur, je pense haut devant vous, je vous confie tous les secrets de mon âme et toutes mes résolutions les plus cachées. Je sais que le parti que je prends, est bien éloigné de la religion chrétienne,382-2 et vous le dirai-je? je l'en aime d'autant mieux : tôt ou tard le public soupçonnera ma fin, il en glosera. Qu'importe? enfin, j'ai tout examiné, et je me suis tout représenté et tout dit; j'ai trouvé réponse à tout, il ne me reste donc qu'à attendre la fin de la vendange ou la première cuvée du vin, pour prendre congé de l'automne et de toute la boutique. Je mourrais content, si je pouvais vous laisser heureuse; mais je ne m'en flatte pas, je connais trop les bontés que vous avez pour moi, et la tendresse de la cœur unique dans l'univers. Enfin, ma chère sœur, je suis trop rempli de ces idées, pour penser et vous écrire d'autre chose. Soyez persuadée que, tant que je respirerai, ma recon<383> naissance, mon admiration et ma vive tendresse ne finiront pas, étant, ma très chère sœur, votre très fidèle frère et serviteur

Federic.

J'ai trouvé moyen de copier I'épître à d'Argens, je vous l'envoie, en vous suppliant d'en envoyer une copie à Voltaire, c'est ce que j'ai fait de même.

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig.


9371. AN DEN GENERALLIEUTENANT PRINZ FERDINAND VON BRAUNSCHWEIG.383-1

Quartier Buttelstädt, 28. September 1757.

Durchlauchtiger Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden beide Schreiben vom 27. dieses habe Ich heute erhalten, und ist es Mir insoweit lieb gewesen, daraus zu vernehmen, dass Dero Ortes nichts veränderliches vorgefallen ist; auf welchen Fall und wenn es so bleibet, es Mir angenehm sein wird, wenn Ew. Liebden Sich mit Absendung expresser Estafetten anhero nicht bemühen, zumalen da Ich jetzo wieder auf dem Marsch begriffen bin. Welches alles jedennoch aber seinen Abfall leidet, wenn Ew. Liebden etwas, so Meiner besonderen Attention werth ist, oder einige Veränderung von Conséquence in dortigen Umständen zu melden haben.

Was den Articul wegen der von dem Marschall Duc de Richelieu verlangten Auswechselung derer Gefangenen betrifft, d