<191>nant von Kleist, Lieutenant von Stojenthin: von Manteuffel ; Lieutenant von Sackow: von Baireuth, 69 Gemeine von Manteuffel und 3 Dragoner.

Gefangen oder vermisst sind 3 Unterofficiers, 2 Tambours und 24 Gemeine von Manteuffel und 14 Dragoner, so dass der ganze Verlust unserer Seite in 100 und etliche 70 Mann bestehet.

Die östreichsche Kavallerie, besonders das Löwensteinsche Regiment, hat ungemein furieux attaquiret. Die Gefangenen können die Bravoure unserer Leute nicht genungsam rühmen. Den Capitän von Weiss von Löwenstein, den Lieutenant von Gera von Palffy und 25 Mann haben wir zu Kriegesgefangenen gemacht. Wenigstens sind feindlicher Seite 150 Todte auf dem Platz geblieben und haben 300 Blessirte, so dass ihr Verlust vollkommen 500 Mann sein muss.

Neuere Briefe vom 18. dieses melden, wie sowohl die feindliche Kavallerie als auch die 14 Grenadiercompagnien, so den 15. dieses bei Neustadt gewesen, den 17. dieses mit Anbruch des Tages aus ihren Quartieren aufgebrochen und wieder zurück, und zwar der General Laudon mit denen Grenadiercompagnien nach Jägerndorf und der General Jacquemin mit der Kavallerie nach Freiwalde marschiret seind. Die Generale von Draskowich und von Losy seind mit denen 2000 Kroaten und sämmtlichen Husaren in und bei Neustadt stehen geblieben. Ihr Lazareth haben sie zu Maidelberg angelegt, allwo gestern in der Mittagszeit schon über 300 Blessirte eingebracht gewesen und noch beständig mehrere nachgebracht werden. Der General von Draskowich hat sich verlauten lassen, dass diese Affaire ihnen 28 wackere Officiers und überhaupt 1000 Gemeine an Todten und Blessirten koste, auch das Regiment von Löwenstein in dieser Campagne nicht viel Dienste thun dörfte. Der Generalmajor Grant ist heute mit denen Bataillons von Carlowitz und Mosel nebst denen 2 Escadrons Dragonern und 2 Escadrons Husaren in Grottkau eingerückt.

Nach der Ausfertigung.


11935. AN DEN ETATSMINISTER GRAF FINCKENSTEIN IN MAGDEBURG.

Freiberg, 22. März 1760.

[Eichel übersendet dem Minister die Relation über die „kleine Affaire, so den 14.1 dieses zwischen dem Herrn Generallieutenant von Goltz und dem österreichschen davor gehaltenen Matador Laudon passiret ist“ .]

Sie machet dem ersteren viel Ehre, so klein sie auch ist, und kann nicht anders als den letzteren sehr demüthigen ... Es zeiget diese Probe doch, dass unsere Leute noch recht sehr gut sein und thun können, was sie sollen, wenn sie nur wollen und gut geführet werden . . . Ehedem ward von dergleichen nichts sonderliches gemachet, und war dergleichen der ordinäre preussische Fuss, dass man glaubete, es könne niemalen anders sein; seit der schändlichen Uebergabe von Dresden und der Affaire von Maxen bekommt diese von dem Generallieutenant von Goltz ein gewisses



1 So. Vergl. Nr. 11934.